430
i» 2ÜS «jt £*-* SU»
II'
Thorheiten Dir eingeredet? - War es die Tante Salberg s - und was weiß sie von dem Ende ihres Neffen!"
. c - „-..j nur mit
r» dem Tode gesühnt werden kann, dann ist es wohl " I gleichgültig, ob die Waffe oder der Würfelbecher entfrfieihpf.“
"Nur der Feigling wird zum Würfelbecher greifen!" rief Vera in leidenschaftlicher Erregung.
„Bah, muß er nicht ebenfalls sein Leben einsetzen?"
„Und wenn er gewinnt, ist er der Mörder seines. Gegners."
Ackermann zuckte verächtlich die Achseln.
-Ich habe keine Lust, mich darüber in eine
„und was Deine Vermuthung betrifft, so muß ich es Dir anheimstellen, ob Du an ihr festhalten und mit solchen thörichten Gedanken Dich quälen willst
06 Sit I «e «mag da. n,ch.
Sro^ung, die in diesen Worten liegt, gilt „und es wird niemals gelöst werden!"
. , „W-itf) dies wahr wäre, was würde daraus I Dick!" folttctl ¥** I
LL -EN H." “,0*
eln
»Ich wüßte nicht, was Dich zu dieser Schluß- gepreßter Stimme; „Du schleuderst mir Anklagen folgerung berechtigen könnte!" sagte er svöttisck I tn« deren Haltlosigkeit Du selber erkennen „Hermann von Salberg mußte sterben um feine rou^e^' raentL Du nur ohne Vorurtheil über sie Ehre zu retten — das ist eine Thatsache die nicht I wolltest. Welche Gründe könnte ich ge.
bestritten werden kann. — Weshalb überhaupt müssen b/bt b“6e"' $e5ma”n von Salberg zum Selbstmord diese alten Geschichten nach so langer Seit noch ein- I ja Qun£v.aut ro^et?L Wege sollte dies ge« mal an's Tageslicht gezogen werden?" I en letIt $ 34 glaube nicht, daß Du auf diese
„Weshalb? - Weil jede Schuld gesühnt werden elne 3tntroort 0eben Iannfi
muß!" ’ 3e,U9nt roer6en „Ich kann's", unterbrach sie ihn rasch, während
„Und wen soll hier die Schuld der Sübne näher zu ihm hinüberneigte. „Der Grund
treffen?" y war Eifersucht, und so unlauter wie dieser Grund,
„Dich!" I war auch das Mittel."
Ein heiseres Lachen entrang sich den Lippen r „Weiter!" sagte er mit sarkastischem Lächeln, als Ackermann's. sie abbrach, um die Wirkung ihrer Worte zu be«
„Ich möchte wiflen, wer Dir diese Thorheiten obachten.
eingeredet hat!" sagte er. - „Er sollte mir Rechen» „34 habe vor Kurzem eine Erzählung gelesen, ichaft geben und an der Lüge ersticken!" I tu der ein Mann seinen ihm unbequemen Neben»
„Ist es eine Lüge, so beweise es dadurch, daß buhler durch ein amerikanisches Duell beseitigte!" Du die Wahrheit mir enthüllst." erwiderte sie leise.
„Würdest Du mir Glauben schenken?" Er blickte sie eine Weile starr an, als ob er
„Das hängt lediglich davon ab, ob Deine Er« diese Erklärung so rasch nicht fassen könne; dann
klärungen glaubwürdig klingen." glitt jenes sarkastische Lächeln wieder über sein bleiches
„Nein, Du würdest zweifeln und meine Erklä« Antlitz.
chnen"zu"7ieben" wÄ aUn "®ie Phantasie eines Romanschreibers mußte
Du nickt auck einS hi/ "?^gtest Dir also zu Hilfe kommen, um Deinen Vermuthungen
DU nicht auch einmal die thörichte Vermuthung, greifbare Gestalt zu geben I" faate er bübnifck Mn
sein ”On ®U ber9 n°$ Unter Lebenden amerikanisches Duell! In der That, diese Erfindung
ritth i., „ , I könnte Deiner Phantasie Ehre machen, wenn Du
"^amn?n^^^^anz unmöglich? fie nicht einem Andern verdanktest. Und gesetzt,
Steiss äw: -k I äj? äugende Beweise für den Tod Salberg's finden." .
. "34 habe auch die Gewißheit erhalten, daß Du entscheidet.- lenes dunkle Geheimniß kennst und persönlich in dasselbe verwickelt bist", erwiderte Vera, ihn nochmals zwingend, die Augen niederzuschlagen. „Deine hartnäckige Weigerung, mir dasselbe zu enthüllen, muß mir beweisen, daß meine Vermuthungen begründet sind, und so lange dieser Schatten zwischen uns steht, kann von einem friedlichen Zusammenleben nicht mehr die Rede sein."


