Einzelbild herunterladen

Samstag, 51. janear 1925

Siegener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberhefsen)

m. 26 Viertes Blatt

Die 'Setxutung der 5 Zwischen Worte ist ange»

geben.

r

!,

3,

e e el

et

B L

o o

soll durch 5 Umwandlungen

.Blei'

(Nachdruck verboten.)

55. Fortsetzung.

Das war notwendig. Hellmut muhte sür

Deckung deS Wechsel« bei der Deutsch-Asiatifchen Sank sorgen. 3m übrigen schrieb er auch ihm

IBB ANDM AR kEH

Meisterstück

Edelstüd^ijji

für ge-

890 _L i

rief lebe

3. 6.

9, 4.

7. 13. 14.

nimm BonneiMee nie allein.

Ein WörteicarisDader muß hinein!

e

Ine, JS

6.

7. 1.

3. 4. 2. 9.

6) 11. 14. 9. 16. 2.

7) 2. 7. 16. 17. 15.

8) 6. 5. 16. 18. 14.

ter en M ros. I.

!«

Vrrftcckratsel.

.Möge jeder still beglückt Seiner Freuden Warten! Wenn die Rose selbst sich schmückt.

Rätsel-Ecke

Hahlen-Rätsel.

berühmtesten Werke.

Vesuchskarten-Rösselsprung.

suche * ei. St« sein Off.

XV [al­ler, «A ix

mr kurz, hatte jedoch noch eine kleine jleber- xffchung für ihn. 3m Generalkonsulat befand ich ein russisches Postamt für alle nach oder Über Ruhland gehenden Driefsendungen. Für diese- Amt war eine neue Zweirubelmarke ge­druckt worden: aus rotgenetztein Untergrund mit dem weihen Ildler in Hochdruck in einem ge­krönten Medaillon, aus der Randeinfaffung dar­über das Wort ..Kaschgar" in russischen Buch­staben und darunter in chinesischen Schriftzeichen. Eine verkrümmte2 stand in den oberen beiden Ecken, das Papier war dünn und am Rande gezähnt Der Generalkonsul fand den Entwurf und die Ausführung schauderhaft, er lieh daher die Serie nach eintägiger Gültigkeit einziehen und einstampfen. Run hatte Gert noch durch seinen Gastherrn zwei Eremplare der Marke er- halten können, eins gestempelt, das zweite ohne den Stempel, und da er Hellmut als (erden- fchaftlichen Philatelisten kannte, so legte er die beiden Marken ein und machte ihn am Schlüsse seines Brieses noch besonders auf ihren Rarrtats-

lich sein. _

Rein. Theda," erwiderte er. ..Wrr wollen uns 'nicht an die Konvention binden. Das wäre belächelnswert in diesem Falle. Aus wen hätten wir auch Rücksichten zu nehmen? Auf kernen Menschen. Wir haben wenig Verkehr. Auhm- dcm weih man schon auf zwanzig Merlen rm Umkreise. dah wir ein Paar werden wollen. Wer etwas dagegen hat. form uns merden. Aber ich versichere dir. sie kommen, alle, alle wieder aus der Rachbarschaft, wenn wir erst glücklich verheiratet sind und unser Haus ge­öffnet haben."

Schmückt slc auch den Garten.

Die selten Buchstaben nennen, richtig ge­ordnet, den Dichter dieser Strophe.

Fasching- SUub Htvchrldeim.

3HMF Sonntag. l.Jtot., 10.30 vorw., am Kren».

WM

Ior und nach dem Theater manne und tot«

Speisen "r Fürstenderg-Iräu

Die rote Kaschgar

Roman von Fedor von Zvbeltih.

9) 11. 2. 12. 9. 7.

10) 15. 4. 1. 19. 20. 15. 7.

11) 10. 2. 13. 14. 11. 9. 4. 15. 19, 12) 10. 2. 9 12. 7. 7. 2. 13. 14.

13) 9. 18. 2. 17. 7. 15. 16. 16.

Die vorstehenden Zahlen sind durch Buch­staben zu ersehen wobei sich die einzelnen Zahlen immer aus den gleichen Buchstaben beziehen. Die entstehenden Worte haben folgende Bedcutung: 1 Griech Gott. 2 Indianerstamm. 3. Bibb Ge­stalt, 4. Riederländ Maler. 5. Beruf. 6. Griech. Göttin, 7. Weibl. Vorname, 8. Tonstück. 9. Eurvp. Fluh 10 Spanische Stadt, 11. Stadt In Baden. 12. Deutscher Mediziner. 13 Dichtsvrm. - Die Anfangs- und End-Buchstab. n. beide von oben nach unten gelesen, ergeben ein Zitat aus »Faust".

Tilbcn-Rätsel.

ch E )lle S f-8 aht'

h

en

am HL en *0901 Htb: he-

schlossen habe."

Bist du denn nrcht berert?" fragte er.

Sie umarmte ihn stürmisch. ,.3a, ^elL sie. ..du weiht ja, wie ich dich liebe! Ich nur noch in der Hoffnung auf dich! 3ch zahle jeden Tag. der uns der Vereinigung näher bringt! Aber müssen wir nicht noch warten, bis das Trauerjahr vorüber ist?"

Er setzte sich. Er wollte jetzt wreder sach-

«:

0895

Bt

34.

fd

Aus .Mei" s

,Gold" gemacht werden. 3edes Wort ift durch Ilmwandlung zweier- Buchstaben des vorangehen­den Wortes zu bilden, wobei die anderen beiden Buchstaben nicht verschoben werden dürfen.

wert aufmerksam.

Die Briefe gingen ab und daim vergah er wieder die Heimat und rüstete zu der neuen Atzjstz

----Hm diese Zeit war im Amtsbezirk von Groh-Ponar das Aufgebotsverfahren über die Todeserklärung Gerts bereits im Gange.

Die Angelegenheit erregte weit über die Grenzen der Provinz hinaus Aufsehen. Es ver­stand sich von selbst. da>h auch die Presse sich des interessanten Stoffes bemächtigte. Findige Re­porter setzten sich mit ehemaligen Ehinakriegern in Verbindung. die Gert noch gut gekannt hatten, horchten im Auswärtigen Anrt und versorgten ihre Blätter mit pikanten Mitteilungen über das Leben des jungen Diplomaten. Er kam im all­gemeinen gut fort. Man rühmte sein liebens-

Verwandlungsaufgabe.

E I

- Mädchenname

Düngemittel

- - Männl. Vorname

- Temparaturbazeichmma

- - Daumbewachsene Lanbstäche ' L D

Die Küchentradition verlangt zum guten Kaffee heiße Sahne. Wie die Sahne ans Ende, so gehörtWebers CarisbadeT an den Anfang der Kaffeeberaitung; denn es hat die Fähigkeit, das Aroma der Kaffeebohne in größerem Umfange auf- zusohließen. Das schafft dem Getränk Würze und Kraft und den gesuchten goldbraunen Ton. Das echte Carlsbader zeigt stets dieKrone".

1) 1. 2. 3. 4. 5. 6.

2) 2. 7. 3. 8, 9, 6, 3) 9, 10, 2.

Das glaube ich auch," entgegnete Theda und lächelte und wurde sofort wieder sorgenvoll. ,,3ch bin kindisch. 3ch habe noch immer Furcht- gefühfe. Wenn nun das Unwahrscheinliche wahr werden sollte wenn Gert doch noch lebt und eines Tage« zurückkehrt, was wird dann auS uns?"

..Auch dann bleiben wir uns, liebes Kind. Selbst wenn die Todeserklärung aufgehoben wird, bleibt deine erste Ehe gelöst. Rur du und ich könnten nach dem Gesetz das Urteil anfechten, und das ist ja ausgeschlossen. Immerhin bin ich der Ansicht, dah wir unsre Hochzeit nicht auf die lange Bank schieben."

Ach nein," rief sie und errötete.

Also sagen wir, in vier, fünf Monaten-. Dann haben wir auch die meiner Ansicht nach ganz überflüssigen Dehors gewahrt. 2lber wir müssen unfern Leuten die Todeserklärung offi­ziell bekannt geben. Gert war dir an getraut, er war Herr von Groh-Ponar. Wir werden in nächster Woche eine Trauerfeicr veranstalten. Das soll der Schluhstein unter die letzten Er­innerungen sein. Bist du damit einverstanden?"

Sie kühle ihn.

Es war ein Herz in der Rähe, das trauerte schmerzlich um Gert Frehe war auch nach dem Tode ihrer Mutter in Kapptetsch ge­blieben und bewohnte noch das Haus auf dem Hügel. Sie hatte nun eine feste Anstellung in der Erziehungsanstalt und lebte ein sorgenfreies, ruhiges Dasein. Sie fügte sich nach wie vor den Gebräuchen in der Gemeinde, hielt sich ab« gesondert von der Auhenwelt, kam nie nad? Groh-Ponar und traf auch mit Ale?e nur selten zusammen. 3n der ersten Zeit nach der Abreise des Bruders Dorotheas hatte sie beim Rat der Alten im Gemeindehause zuweilen angefragt, ob Rach richt von ihm eingetroffen sei. Das halte man verneint. Cs war auch nicht Sitte, über die Missionen der Sendboten zu reden, ehe sie nicht persönlich Bericht und Rechenschaft abgelegt hatten. Aber Frehe vernahm aus Andeutungen, dah man sich um das Schicksal des Bruders sorgte. War er im fernen Osten ein Opfer wilder Völkerstämme geworden?

(Fortsetzung folgt)

in Frage. Rach längerer Beratung verkündete Landgerichtsdirektor Er a m c r Urteil dahin, dah Obenaue. wegen Meineids im Sinne der §§ 154, 157 StGB, zu acht Monaten Gefängnis veiurteilt wurde. Der Angeklagte und die Staats­anwaltschaft haben das Urteil anerkannt.

würdiges Wesen und die Tapferkeit, die er bei der Belagerung der Gesandtschaften in Peking gezeigt hatte, rührte freilich auch die Affäre mit der Savarh wieder auf, immerhin zugunsten Gerts, von dem man behauptete, er sei einfttch das Opfer einer weit gesponnenen politischen 3ntrige geworden. Andere Zeitungen wieder brachten Auszüge aus den Berichten der Trup­penteile, deutscher, englischer, russischer und iapa- nifcher. die die Expäütivn Murray auf ihrem Wege durch das Aufstandsgebiet streckenweise be­gleitet hatten, und beschäftigten sich dann ein­gehend mit Vermutungen über den Untergang der Karawane auf dem Pamirplateau. Forscher und Reifende nahmen das Wort 5^aTrt*SmDar in den letzten 3ahrzehnten von kühnen Weg- bahnem ja häufiger besucht worden. Der Schede Hedin hatte es mehrfach bereist, der Russe Golo­win eben erst ein Werk Über seine Entdeckungs­fahrt veröffentlicht, der Deutsche Filchner be­fand fich gerade um diese Zeit auf demDach der Welt", wie die Kirgisen das Hochland nennen. Und immer wieder war man auf unendlich weite, ganz unbewohnte Strecken gestoßen, in denen ungeheure Gefahren die Reisenden umlauerten, denen zweifellos auch die Expedition Murray erlegen war. von der man aus denFirnes -. Berichten des Amerikaners Deardsley zudem er­fahren hatte, dah sie mit unglaublichem Leicht­sinn ins Werk gesetzt worden war.

Aber auch dieser Leichtsinn war charakteri­stisch für den Grafen Gert Hora, das wußte man in seiner engeren Heimat am besten. Da wußte man auch schon, dah das gerichtliche Auf­gebot für die Todeserklärung nur beantragt wor­den war. weil die Gräfin Theda ihren General­bevollmächtigten Herrn von Meyding heiraten wollte. Kluge Leute hatten das längst voraus- gesehen, alte Damen schüttelten darüber den Kopf, aber die meisten hielten es doch für ganz be­greiflich, denn man kannte ja die Voraussetzungen, unter denen die Ehe mit Gert zustande gekommen, diese Ehe, die nie eine Ehe gewesen war. Die jungen Herren flüsterten sich darüber Vielseitiges und Eindeutiges zu. die greisen Stiftsfraulem auf der Weienburg falteten die Hände und er­hoben die Augen zum Himmel, doch der Domina lächelte das Herz. ___________

4) 11, 9, 7. 12. .. ...

5) 15. 7. 13. 14. 2, 11, 9, 8, 11.

Hellmut war soeben von der Halde gekom- men und wollte sich umkleiden, als Theda ihn durch einen Diener bitten lieh, möglichst unver- weilt bei ihr vorzusprechen . Er traf fie bläh und erregt, und als er ihr ein Gruhwort zunes, begann sie zu zittern.

Mein Gott. Theda", sagte er. ,waS ist denn passiert T

Schweigend nahm sie ein Schreiben vom Tische und reichte es ihm. Er sah nur das For­mular und wußte, um was es sich handelte. Das Gericht hatte die Todeserklärung Gerts für zu­lässig gehalten und als ungefähren Zeitpunkt des Todes acht Wochen nach Aufbruch der Expe­dition Murray von 3artent angenommen. Maß­gebend waren in der Hauptsache die durch behörd­liche Bescheinigungen unterstützten Berichte

Deardleys gewesen.

Hcllmut zog die Hände Thedas an seine Lippen.Liebling." sagte er sanft, .das ist das Fazit, das wir erwarteten. Und laß unS ehrlich fein: das wir auch erhofften. Denn nun bist du wieder Herrin über dich und deine Zukunft.

Roch nicht," antwortete sie.Mildner schreibt mir. daß meine Che mit Gert erst aufgelöst gilt, wenn ich eine neue Ehe

Auflösung deS ZahlenrätselS

auS Rr. 14 vom Samstag. 17. Januar, die in­folge eines Versehens des RätselonkelS In der letzten SamStagnummer weggelassen wurde:

1 Weihe. 2. Augias. 3. Silhouette. 4. Myria» grammc. 5. Agullas. 6. Hanni). 7. Notturno. 8. Iphigenie. 9. Chariten. 10. Trave. 11. Aber­deen. 12. Umbra. 13. Forgault. 14. Gallon. 15. 3vvry. 16 Dvtokuden 17. Toussaint. Zitat: Was man nicht aufgibt, hat mair nie verloren!"

(Elisabeth inMaria Stuart".)

Aus den Silben: a a au och dob ge ger gv ke taub ma mes nel nu ny ra ra fa fan fön sen fing tl tote, bilde man Worte von nachstehender Bedeutung: 1 Metall. 2. Männlichen Vornamen. 3. Blume, 4. Goldmünze. 5. Griechische Göttin, 6 Vogel, 7. Russisches Gouvernement. 8. Süd- amerikanische Stadl. 9. Tagfalter. Sodann lese man die Anfangsbuchstaben der gefundenen Worte von oben nach unten, die dritten Buch­staben von unten nach oben und erhält somit den (Hamen eines Komponisten sowie eines seiner

Vorstehender Rösselsprung stellt die chiffrierte Visitenkarte eines bekannten Reiso- und Roman­schriftstellers dar.

Kopfwechsel.

Wit ,D" es hoch durch btt Lüste fliegt»

MitJr e« kies in der Erde liegt.

Der Niedergang der angelsächsischen Zivilisation. Don unserem OKorrespondenten.

'Rachdruck. auch mit Quellenangabe, verboten.) London. Ende 3anuar 1925.

3n allen Teilen des britischen Weltreichs und in den Vereinigten Staaten wrrd ^^ öffent­liche Meinung fortgesetzt durch die Kassandra­rufe besorgter Devölkerungspollttkev erregt, die die weltbcherrschende Stellung des Angelsachsentums infolge l o r l s chr e , t e n den Geburtenrückgangs für ernsthaft bedroht halten Die Londoner .Times" weisen auf eine ganze Reihe untrüglicher Anzer-'ten hm. noch denen die nächsten statistischen Erhebungen einen ^schreckend rapiden Verfall der Erneuerungs- fraft der Bevölkerung der Vereinigten Komas- reiche ergeben müffen. 3n vielen ländlichen Be­zirken fei die Kinderzahl derart zusammenge­schmolzen. daß die Schulen weniger als zur Hälfte deS Rormalen beseht sind. '3n Stadt und Land wachse die Zahl kinderloser Familien, wähvend tm übrigen das Ein- und Zwei-Kindersystem unheimlich um sich greise.

Schlimmer noch sieht es in den Domi­nions au«, die unter solchen Umständen natür­lich noch mit einem raschen Rachlassen der Einwanderung aus dem Mutterlande rech- en müssen. 3n der kanadischen Pöoviiu Que­bec gab es einst eine zahlreiche englisch spre­chende Bevölkerung in den Städten und auf dem Land, die jetzt fast völlig verschwur,- den ist und dem rasch wachsenden franzö^ fischen Kanadiertum Platz zu machen beginnt, jtur in Montreal, einem Industriezentrum, hält sich eine beträchtliche Minorität von Eng­ländern und Schotten, die eine Art von finan- -ieller Aristokratie bilden, während ein Teil der Arbeiterschaft und des Mittelstandes sich aus Einwanderern verschiedenster Herkunft zusammen- setzt. Westlich von Ontario wird eS in wenigen Jahren kein englisches Gemeinwesen mehr geben. In der französisch-kanadischen Bevölkerung find Familien mit zehn bis zwölf Kindern die Regel, solche mit 20 kerne Seltenheit. Die englischen Familien sind durchweg nur wenige Köpfe stark, nicht selten überhaupt kinderlos. In den frucht­barsten Gegenden Ontario» gibt es kleine eng- fische Dörfer, wo die Zahl der Kinder so gering wurde, dah die Schulen geschlossen wer­den mußten. Weiter westlich sind weite Distrikte von fremden Einwanderern sowie in wachsender Zahl von französischen Kanadiern be­wohnt. und während die Fremden zum Teil mit der Zeit anglisiert worden, ist dies nicht der Fall bei den französischen Kanadiern, die mit unbe­dingter Zähigkeit an ihrer Sprache und Kultur sesthalten. Bisher hatte die Einwanderung aus dem Mutterland die in der englischen Bevölke- inmg Kanada« entstandenen Lücken zum Teil wieder aus füllen können, aber das ändert nichts voran, daß das «maische Element in immer größeren Teilen des Landes zu einer Minorität zusammenschmelzen muß.

Aeuhörft bedroht erscheint bereits die Stel­lung der weißen, besonders der englischen. Be- völterung in Südafrika. Sie stieg zwar von 1911 bis 1921 noch immerhin um 19 Proz., aber Me Bevölkerung nichteurodäischer Herkunft, die der Eingeborenen und Asiaten, wuchs in dem­selben Zeitraum von 4 697 152 aus 5 409 092 Köpfe an und wenn nicht di« Influenza-Epidemie des IahreS 1918 gegen 500 000 Färbte« hinweg- gerafft hätte, würde die Zuwachsrate dieser Richt­europäer 79.4 Proz. betragen haben.

In Australien und Reuseeland ist die englische Bevölkerung trotz der Sinwande- rung aus dem Mutterlande nur gleich stark ge­blieben. An einem geringen Zuwachs von meh-

®btte »oft®11 und Igahe^tner Issäga tet-4

reren Hunderttausend in einem halben Jahr­hundert sind hauptsächlich die Famllteu nicht- angelsächsischer Herkunft beteiligt. Die Gesamt­bevölkerung Australiens, das 200 Millionen Menschen bequem ernähren könnte, beträgt heute noch nicht 4* 2 Millionen während in Groß- London allein etwa 7 Millionen Menschen woh­nen. Japan, dessen Imperialisten immer be­gehrliche Blicke nach Australien und Reufee- land werfen, hat seine Bevölkerung im Laufe der letzten 50 Jahre verdoppelt, während Austra­lien sich in derselben Zeit mühsam von 4 auf 41,.. Millionen Einwohner hob Dabei zeichnet sich auch in Australien daS farbige Element durch stärkste Fruchtbarkeit aus.

Von besonderem Interesse ist unter dielen Umständen die Lage des angelsächsischen Bc- völkerungskerns in den Vereinigten Staa­ten. Dort hat die Universität Wisconsin kürz­lich die Ergebnisse eingehender Forschungen der Prosesforen Daher und Roß veröffentlicht. Sie belieben sich auf die Verhältnisse in 750 anglo- amerikanischen Familien der gegenwärtigen Gene­ration. in denen mit einem weiteren Zuwachs nicht gerechnet werden femrte, sowie in 2500 Familien der voraufgegangenen Generation, aus denen die ersteren heroorgegangen sind. Es wurde sestgestellt. daß der Gesamtrückgang der Geburtenziffer von der gegenwärtigen gegenüber der voraufgegangenen Generation nicht weniger als 38' . Proz. beträgt. Die Familien der gegenwärtigen Generation haben im Durchschnitt nur 2.8 Kinder, ein Kind weniger als erforderlich wäre, damit sich die Generation überhaupt nur erneuern könnte. 13 Proz. der Ehen sind unfruchtbar, und nahezu 18 Proz bringen nur ein Kind hervor. Man kann danach ausrechnen, daß der angelsächsische Grundstock der Bevölkerung der Vereinigten Staaten in 100 Jahren nur eine unbedeutende Mmderheit darstellen wird, da die Familien anderer als angelsächsischer Herkunft fast durchweg kinder­reich sind.

Für brittsche und angloamerikanische Impe­rialisten sind diese Verhältnisse um so unerfreu- licher. als einerseits die britischen Dominions immer eigensinniger ihre eigenen, vorn Mutter­land unabhängigen und mit dessen Interessen meist unvereinbaren Wegen zu gehen suchen, und andererseits die schroffe Einwanderungs­beschränkungsgesetzgebung aller angel­sächsischen Staatswesen alle davon betroffenen Völkerschaften der ganzen Welt immer bedroh­licher gegen die weltbeherrschenden Stellungen des Angelsachsentums aufbegehren läßt. Allzu lange werden die Dämme des Angelsachsentums gegen die Flut der Slawen. Romanen und Far­bigen nicht halten und dann drohen den briti­schen und angloamerikanischen Staatswesen mo­derneBarbareneinbrüche", gegen die die ein Kinderspiel gewesen fein mögen, unter denen einst das römische Weltreich zusammenbrach.

Schwurgericht.

Gießen, 27. Ian. Der Kaufmann Fritz Oben auer von WormS stand heute unter der Anklage des Meineids vor Gericht. In die Vorgänge, die zu der Anklage führten, spielen höchst unerquickliche Sittlichkeitszustände (Kuppelei) hinein. In der heutigen Verhandlung bestritt Obenauer. einen Meineid geleistet zu haben. StaatSanwatt Fischer hielt den Ange- Nagten des Meineid- überführt unt> beantragte eine Gefängnisstrafe von einem Jahr. Obenauer käme die Strafvergünstigung des § 157 StGB, zu Gute, weil die Angabe der Wahrheit eine ©traf- veroslgung gegen ihn selbst wegen Anstiftung zur Kuppelei hätte nach sich ziehen können. Rechtsanwalt Cu lei) beantragte in erster Linie Freisprechung, da Meineid nicht nachgewiesen fei. Möglicherweise käme fahrlässiger Falfcheid

Auslösungen.

Kapselrätsel.

Durch Schaden wird man fiugT DesuchStartearätsel.

Mühlenbesitzer.

Rösselsprung.

Zürnt, Freunde, nicht, wenn Spötter euch ver­lachen!

Erwidert lächelnd ihren Spott und wißt:

Dec Spötter Witz kann nicht- verächtlich machen, WaS wirklich nicht verächtlich ist.

Zahl-urätsel.

Razzia, Hafer, Erle. Irene, Reapcl. Pfeil, Fahne. Apfel, Linz. Zippe Rheinpf alz.

Anagramm.

Deine Diene.

Magisches Quadrat.

luSofS1 tBur

H.UIÄ1M

Lonnlagadend L fttbtuat IW Zoiammnkuosi im Reretnll tziad! KasstlSaolanrlMe m Det Vorstand. tataWtffc- lUiMird

Beginn btt Probe Moaias, t -«dr­in der hu

Gewerbeschule

Beteilig Schlosserei

S. ssnr

I___Vereine |

. Mta yW.HtMch Mont,». r,tzrbr.

abente 8 Udr

Monats- Versammlung bei Kamerad RBa|8 «. Stadt Meli Mleilunaen u. a.

^C'd3,intn "wünsch,. IWk Ter Vorstand.

Stadttheater

roanta». MHS*

s» vou Blumemb-l .ass, "'S* : 8ÄPie|iinSilbern)

Mr

ooo WL.

«te..

äul*Ä-

u»

!tk.

-

r| t

1

e|m

M

l

1 |M

m1

E

Z | I

E

R

I

E

1 | R| F

c

E

R| A| R

C

E

S | O | E

R

H

K | D | T