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31. Fortsetzung.

Nachdruck verboten.

auf die

an*

ihr cintrat, ihr, und sie

bc- Ein daß

Diese Männer Der- i? nicht unbequem fagcn gehabt, aber unter ihm gelernt, .Unterhalten-

zwi- fur.V Ke.

strengenden Proben.

Sie war zerstreut, mit ihren

liegt jetzt ohnedies in Asien nicht zuletzt in Bor derasien immerhin ist man peinlich darauf be­dacht, hier, wenn auch nur vorläufig, anstatt der offenen imperialistischen Ziele des Zarismus freund­lichere Absichten in den Vordergrund zu schieben, um so mit Hilfe Asiens die weltpolitische Sendung der Sowjets zu festigen.

nahm der B ü r g e r m e i st e r bei Schluß der öffent­lichen Sitzung Gelegenheit, einen kurzen Rückblick

für eine Mühe kostete, alt nünftig zu behandeln, das; wurden! Sie hätte viel zu so viel hatte sie doch schon daß sie zu schweigen wußte.

Das Wesen der Interessengemeinschaft scheu Angora und Moskau ist damit in etwa Umrissen. Die kleinasiatische Ailfstandsbewegung

Was die Befriedung de- nahen Ostens anlangt, so wäre eine etwas gerechter ausgefallene (Ent­scheidung in der Mossulfrage für alle Beteiligten nur vom grotzten Nutzen gewesen. Es gärt aller­orts im islamischen Orient. Bisher hat die Türkei sich stets selbst von einer indirekten Unterstüxung der aufständischen Bewegungen peinlich fern gehalten und auch den Russen fehlte es an direkten Verbin­dungen für ihre gut geleitete Propagandatätigkeit. Mit einem russisch-tiirlischen Bündnis sind die direk­ten Kanäle für die bolschewistische Wühlarbeit er­öffnet und es dürfte sich ihre verhängnisvolle Wir­kring in Syrien, Arabien, Palästina rind Aegypten nur zu bald geltend machen.

es mit den unzufriedenen Etenic-ten 2lfien: bünDct

Franziska.

Vornan von Liesbst Dill.

v Lich. 29. Dez. Eine seltene Gelegenheit ist gegenteärtig den Bewohnern von Lich ge­boten zur Auffrischung und Wiederbelebung frü­her gehabter oder zur anschaulichen Gewinnung, erdkundlicher Kenntnisse. Haben wir doch augen­blicklich in nächster Nähe der Stadt zwei Erschei­nungen, die man sonst nur in Mittel- und Südamerika zu finden pflegt. Zufolge ix?t reichlichen Ueberschwemmung unmittel­bar hinter dem sog. Ziegelhaus Holzschneidereii Eise am Waidgraben kann man sich, selbst- verständlich in kleinem Ausmaß. in den Gols von Mexiko versetzt fühlen, aus dem heraus ein Strom unter der Drucke durch die südlich der­selben sich ausbreitenden und die Wiesen füllen­den Wassermassen eine Strecke weit sichtbar durch­zieht, wie dies der sog. Golfstrom im Atlantischen Ozean tut. Einen wärmenden Luftstrom wie dort würden unsre kühnen Seefahrer natürlich ver­geblich suchen. Die zweite Sehenswürdigkeit ist, dicht dabei. Gar mancher hat aus feiner Schulzeit her noch frisch im Gedächtnis oder seit langer Zeit in Erinnerung, daß zwei Aiesenstromshsteme Süd­amerikas, der Orinoko und Lwr^wasserreichste Fluh der Erde, der Amazonenstrom, bzw. fein großer Nebenfluß Nro (Hegro, durch ein kleines Flüßchen, den Casiguiare, immerhin noch in der (3 r ölte der Ems, miteinander in Verbindung stehen. Gabelung oder Bifurkation nennen eS die Gelehrten. Genau dasselbe zeigt sich eben an der Städtischen Badeanstalt und Zhnr Wetter­brücke in der Ziegelgasse. Alles an den beiden genannten Stellen aus der Wetter über die niedrigen Ufer gehende Wasser sammelt sich in einem Strahlengraben, geht in scharfen Wirbeln unter dem Fahrdamm durch und' strömt dann dem Waidgraben zu. um sich danach an der Eisenbahnbrücke im Schlohgarten wieder mit dem größeren Bruder zu vereinen. Wie gesagt: Ämerika im kleinen! Wer Interesse für A a t u r m e r k w ü r d i g k e i t e n hat, versäume nicht, sich dieses Wunder anzusehen.

5) Lick, 29. Dez. In der jüngsten Stadt- v o r st a n d s s i tz u n g , die wohl die letzte in der seitherigen Zusammensetzung gewesen sein dürfte.

Weib, das arbeitet, arbeitet so intensiv, nichts für Empfindungen übrig bleibt.

auf die Tätigkeit des Stadtvorstandes in den 3 letzten Jahren zu werfen. Er führte aus, daß der gegen- ruärtiqe Stadtvorstand seine Tätigkeit in der Heit der schwierigsten Inflation begonnen habe. Das Jahr 1923 sei ein gewaltiger Kampf auf finan­ziellem und wirtschaftlichem Gebiete gewesen, der große Unternehmungen in diesem Jahre unmöglich gemacht habe. Kein Mensch denke heute mehr an die Zwangswirtschaft, und doch hätten wir sie im Jahre 1923 noch gehabt. Er erinnere nur an die Brotversorgung, ja selbst in der Kartoffel- Versorgung Hütten damals von feiten der Stadtverwaltung noch besondere Schritte unternom­men werden müssen, und zwar Durch Ankauf von Kartoffeln gegen Lieferung von Holz aus den städtischen Waldungen. Im v Jahre 1923 sei das Kriegerdenkmal vollendet und eingeweiht worden. Eine neue Ißetterbrücfe im Zuge des Weges nach dem Rothenschitt sei erbaut worden, ebenso ein Einfamilienhaus in der StraßeAm Wall" und der Torbogen neben dem Stadtturm. Dem Friedhof habe der Stadtvorstand und vor allem die Baukommission ein besonderes Augenmerk zugewandt und viel für seine würdige Ausgeftal- tung getan. Im Jahre 1923 sei eine Wagenhalle für Öen Leichenwagen an der Landwirtschaftlichen Schule errichtet worden, int nächsten Jahre eine Gerätehalle für den Friedhofsmärter neben der Friedhofskapelle, und in diesem Jahre habe endlich die dringend notwendige innere Herstellung der F r i e d h o f s k a p e l l e stattfinden können. Für das Lösch wesen sei auch manches geschehen, eine gummierte Schlauchleitung für die große fahrbare Leiter fei angeschafft und ein neuer Hy­drantenwagen neben sonstigen kleineren Anschaf- stingen an Uniform- und Ausrüstungsstücken cm- gckauft worden. In die legte Zeit fiele der Ankauf größerer Liegenschaften, wie fürstliches Krankenhaus und fürftlidjc Obermühle. Darüber hin­aus bemühe _ sich der otaDtoorftanD, weiteren Grundbesitz zu erwerben, was aber nur in einigen wenigen Fällen gelungen sei. Zur Ver­besserung der Verkehrsoer hältnisse habe die Stadl in einigen Ortsstraßen verschiedene vor den Häusern befindliche Miststätten erworben und das gewonnene Gelände mit der Straße ver­einigt. Folgende Straßen. Straße Am Wall, Amts- gcrichtsstraße und die Mengersqasse seien mit Kanal und Wasserleitung versehen worden. Sie sollten in

Die Episode Step Hunsberger damals war vorbeigegangen wie ein Gewitter. Wenn sie daran dachte, daß sie eine kurze Zeit in seiner Macht gewesen war, bäumte sich ihr Stolz bei dem Gedanken in iHv auf. Wenn sie sich aber vergegenwärtigt, was geschehen konnte, wenn der andere heraustrat aus diesem kalten Schwei­gen, dieser abwartenden Reserve, zu der ihn die Vorsicht zwang, verschwamm ihr alles zu einem grauen Nebel, aus dem ihr ein paar Helle graue Augen entgegenleuchteten, die sie während der Proben gar nicht anzufehen wagte, weil sie sich ihrer nicht mehr sicher fühlte. Sie mußte sich zufammennehmen, wenn Hasse bei er bemertre jede Veränderung an schob ihre zunehmende Nervosität

geil jetzt glichen immer mehr einem Verhör. Franziska war ein Feind oller Auseinander­setzungen, und er ging allem auf den Grund. .. peinlich, gewissenhaft und wahrhaftig

Es war ?in ^ftoicfpalt in ihr, der sie ver­zehrte. Sie batte Hasse lieb gehabt, solange er :e seine Mach' über sie nicht fühlen ließ. Seit er aber bei jeder Gelegenh-rrt die Zügel anzog, fühlte sie schmerzhaft den Druck, und sie gingen oft auseinander, ohne sich Adieu zu sagen. Jedesmal, wenn sich die Tür hinter ihm schloß und sie diese festen Schritte auf der Treppe hörte, die sich von ihr entfernten, tat es ihr leid, daß sie im Zorn auseinandergingen, unversöhnt, unausgeglichen unharmonisch und entzweit. . um Kleinigkeiten, sagte sic. Sie hätte ihn zurückrufm mögen: Komm! sei wieder gut!

Franziska verstoird unter diesen unbedeuten­den und nebensächlichen Dingen alles Aeutzer-

östlichen Grenzen. Um so mehr, als man das Gift bereits im eigenen Lande wirken sah und man im letzten Sommer kommunistische Zirkel an der Uni- verptät aufdeckle und in Lehrerseminaren leise Bin­dungen zu Moskau feststellen mußte. Mit energischer Faust geht man jetzt selbst den geringsten Regungen bolschewistischer Propaganda zu Leibe. Man möchte gut Freund mit den Sowjets sein, doch nicht ohne ihnen vorher soweit möglich die Giftzähne gezogen zu haben.

Mit dem offenbaren französisch-englischen Einver­ständnis in Fragen des nahen Orients hat ein Wendepunkt der Örientpolilik eingesetzt. Angora, das stets aus dem hier diametral entgegengesetzten Wech­selspiel der Politik der beiden Machte feine nicht ge­ringen Vorteile hat ziehen können, sicht sich heute völlig isoliert. Das wirkte sich vor allem in der Mof- l'ulfrage äußerst nachteilig ans. Die einzige Rucken dcckung der Türkei liegt heute in einem möglichst engen Zusammenschluß mit Moskau, dem Angora als Exponent bolschewistischer Kampfstellung gegen die Weltmächte, sowie als Demonstrationsbeispiel der Jslamfreundlichkeit Moskaus zum Zwecks der Pro­paganda nur zu gelegen kommt. Der herzliche Emp­fang des türkischen Landwirtschaftsministers Sabri Bey bei seinem jetzigen Besuche in Moskau, wie auch die plötzliche Reise des stellvertretenden Vor­sitzenden des Rats der Volkskommissare Karne- n e f f nach Angora gibt der beiderseitigen Presse Anlaß genug, die aufs neue gefestigte russisch-türkische Freundschaft zu betonen. Sicherlich dürfte sich An­gora darüber im klaren fein, daß es nur einen Stein im Spiele der Sowjstpolitik darstellt. Nicht gerade deshalb, weil die Sowjets falsche Freunde waren, sondern eben, weil sie gute Politiker sind. Aber wie auch die üblen Erfahrungen mit der rm vorigen Jahre so intensiv bc'.onten französisch-tür- kischen Freundschaft beweisen, haben sich die Russen bisher doch noch als die besseren Freunde erwiesen.

In all ihren früheren, rasch geschlossenen und jäh gelösten Freundschaftsbündnisfen hatte Offenheit gewaltet, man schrieb sich keine Briefe, duellierte sich nicht, man ging auseinander, nach­dem sich die Liebe überlebt, ja man blieb so­gar oft befreunbe:. Franziska hatte eigentlich keinen Feind unter den Männern, auch unter den abgewiesenen nicht. Selbst der Negisseur hatte sich befänftigf. Aber mit einem Hasse kam sie so nicht auseincurörr, das hatte er ihr schon mit der harmlosen Spielerei, nut Stephcmsberger, bewiesen. Wie oft hatte er sie nachher ver­nommen. ..Wie benimmt er sich jetzt gegen oich. dieser- Hund?" Du lieber Gott! .Ganz gut." sagte sie. _?r ift brav und anständig." ..Das will ich ihm auch wünsch-en", knirschte er.

Franziska entzog sich Diesen unbequemen Fragen. Es war Hasse wirllich nicht verständ­lich zu machen, daß man auf dem Theater ein- -ander- nicht so gegenüberstand wie im sonsti­gen Leber, Wenn er wüßte, wie sie sie be­stürmten, sich ihr in den Wog stellten, was es

. _____ Plänen

fchäftigt. Sie dachte nicht an Zärtlichkeiten.

mals. die zum freien türkischen Nationalstaats führte, wurde bereits in ihren ersten Anfängen von Moskau wirksam unterstützt und mit Hilfsmitteln versehen, soweit cs dem damals selbst sehr bedrängten Sow­jets nur eben möglich war. Auf der Friederskon- terenz zu Laufar-ne Gebärdete sich der Russe türki­scher als Ismet Pascha selbst, begreif(irf) vor allem, was die Regelung der Meerengenfrage anlangt, die schließlich doch den englischen Forderungen in' etwa gerecht werden mußte. Hernach kühlte dann die Freundschaft merklich ab. Die Grsnzfestsetzung im Osten fiel nicht so sehr günstig für die Türkei aus. das'vor allem in feinem Traume der Vereinigung mit den kaukasischen Türken Aserbeidjan mit der. Möglichkeit der wichtigen Verbindung mit den innerasialischsn Türkenvölkern arg enttäuscht wurde. Auch sonst zeigte der bolschewistische Allerweltsbe­freier manche üble Eigenschaften und nur zu bald machte man die Entdeckung, daß der Bolschewismus in seinem inneren Wesen doch in einem unerträg­lichen Maße imperialistisch und unduldsam fa­natisch ist. Das sogenannte Bündnisverhält­nis Moskaus mit den den Türken nahe­stehenden islamischen Völkern Asiens entbehrt völlig der inneren Wahrheit. Jeder der nicht orthodox bolschewistisch denkt, wird hier als Feind betrachtet und an Stelle der durchaus entwicklungsfähigen Kul­tur der turkestanischen Völker ist die künstlich ge­schaffene Proletarierkultur Moskaus gefetzt worden.

Hatte schon in Hinblick auf diesen inneren Wider­spruch zwischen .der Theorie und Praxis der Sow- jers die gefühlsmäßige Bindung zu Moskau eine arge Abkühlung erfahren, so wurde um so mehr die Freundschaft durch ein nur allzusehr berechtigtes Mißtrauen vergiftet, als man sah, daß das wahre Ziel der Sowjets auf eine Bolfchewisierung der . Türkei hinausging, was letzten Endes einer Er­oberung oder im Sowjetjargon der Angliedernng gleichgekommen wäre. Es wirkte äußerst peinlich, daß mit einer gewissen Regelmäßigkeit immer wieder bolschewistische Agitatoren in Konstantinopel entdeckt wurden und andererseits unter dem Schutzmantel von Handelsgesellschaften und Kriegsgefangenenkom miffionen kommunistische Propaganda getrieben wurde, die bis in die fernsten Winkel Anatoliens reichte und für die Entwicklung der Türkei auf die Dauer nicht bedeutungslos bleiben konnte. Kann man auch von einer eigentlichen Arbeiterbewegung von Sozialismus überhaupt nicht sprechen, so - pflegt doch gerade der Mangel an volitischer Schu­lung und eine gewisse politische Unreife der Arbeiter­klassen der künftige Boden für das Gedeihen des auch hier ausgiebig ausgestrenten kommunistischen Saatgutes zu fein. Mil Sorge blickte die Türkei da her stets auf die blutige Entwicklung der Dings im nahen Bulgarien und verfolgte ängstlich das Wüh­len der kommunistischen Propaganda rings um die

Sie trank Mariots spärliches Lob, dem die anderen verwundert lauschten. Mariot lobt?9 Das war noch gar nicht vorgekommen.

Mariot war jetzt besonders nervös und ver- wcmdelte sich Dann jäh, wenn er sie ansah. Franziska griff sich an ihr lautpvchendes Herz, als ob sie es zum Stillstehen bringen wollte, imb Mariot strich sich über die Stirn, wie um einen Gedanken zu verscheuchen, und warf einen raschen Blick nach der kleinen dunklen Pros- zeniumsloge. Seine Frau war jeden Morgen au jeder Probe anwesend, und sie erwartete ihn nachher vor der kleinen Tür des Orchesterraums. Keine Sängerin konnte eine Unterredung unter vier Augen mit dem Kapellmeister haben, im­mer stand fein' Frau dabei, tote unabsichtlich, die Hande in ihren Muss vergraben, scheinbar oho? hinzuhören.

Wenn Franziska nach Hause kam fehle sie sich in Hut und Mantel auf einen Stuhl und vergrub Die Augen in Den Händen und laß so regloS, stundenlang, in Gedanken, vergebens das Herzklopfen Zu beruhigen versuchend. Sie fühlte, daß sie ein gefährliches Spick spielt". Es waren Diesmal kein? Männer aus ihrem Milieu. Sin Mariot stand einem Hasse gleichwertig gegenüber, beide hatten dieselben übernommenen, überleb­ten Vorurteil? ihrer Kreise, beide traten Charak­tere. dachte sie stolz.

Wenn sie hätte offen sein dürfen, hätte sie Hasse gesagt: Laß mich gehen, laß mich allein. Ich muß einmal über das alles hinwegsehen tonnen.

Aber Fred war lein Mann, der sich fort- schicken oder verlassen ließ.

Lebend gebe ich dich nicht her, hatte er ihr gesagt. Das Bewußtsein gab ihrer Liebe einen grausigen Beiz. Er hatte nie mehr da­von gesprochen, er tagte nur Zärtliches zu ihr. nur Gutes, aber in seinen Augen funkelte oft et­was auf, wie es im Meei aufschilkert, ehe Der Sturm beginnt.

| »Die Eben hausen würde das nicht getan haben." | Das Wort machte sie rasend. Diese Person mit ihrer flachen, tremoliererrden Stimme, dem eben­mäßigen Profil, dem ewig gleichbleibenden Lä­cheln auf der glatten Stirn. Der Allerweltslie- bemswürdigkeit. Sic hatte schon einmal, über die Ebenhausen gesiegt, und sie wollte weiter- gehen, voranschreiten, über alle hinweg, hoch oben auf die Welt herimterschauen wie ein glänzender Stern, an den keine Menschenhand heranreichl, der Sonne entgegen wollte sic gehen.

Die Freiheitsbewegung Der islamischen Völker ist älter als der Bolschewismus und in ihren« theoretischen Aufbau sieht man kaum einen Ein­fluß kommunistischer Gedanken. Dennoch ift das Wesen der Interessengemeinschaft beider Bewegun­gen leicht verständlich. Der gemeinsame Feind ist nach dem Dogma Moskaus im internatio­nalen Kapital zu suchen, das sich nach außen in der imperialistischen Kolonialpolitik der Herren- ftaaten manifestiert. Zwei Drittel der Menschheit seien so von dem restlichen Drittel der Herrenvvlker in entwürdigender Knechtschaft gehalten. Mir einer zwingenden Beweisführung wird daher der Ge­danke eines Bündnisses der gegen den Kapitalis­mus kämpfenden Arbeiterklasse der Herrenstaaten selbst mit den Völkern Asiens und Afrikas gegen den gemeinfamen Feind mit nicht zu verkennender Wirkung immer wieder aufs neue eingehämmert. Mit politischem Scharfblick bat Moskau erkannt, das der langgärende Prozeß der Emanzipation de.' islamischen Völker jetzt in das Stabil-m der Europäisierung, d. h. zu klarer ausgeprägten poli­tischen Zielen übergegangen ist, und es sind nicht nur vorwiegend fanatisch - demagogisch?, sondern auch vor allem sachlich-realpolitische Gründe, die

verständige Geschä sammlung ah. -folgende oon allste An 'jtusmljrung de für die hiesige Stal Stellvertreter zu rc wählt 1. als 5 Heller und Lar Stellvertreter h. !s Fr. Menges VI., bot die Richtlinien lergelde; in be geidcs für Masset vorgejchlagen, den weientlich zu erhö dem Ansinnen nid misdruck, daß nur !n beiger Stadt a 'Beßlich zur Crua 'em 'Lecwenduna

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..Fch arbeite jetzt," sagte Franziska.ba£ müssen mir alle." Wie sich ihre Ansichten ge- änDert hatten. Sie war gefestigter in ihren Anschauungen, so viel positiver geworben. Es war ein reifes Weib, bas ihm gegenübertrat Manchmal freilich war sie wie früher zu ihm und streichelte ihm seine Falten von der Stirn, lachte, versprach ihm Besserung in allem. ..Aber verlang jetzt nichts von mir. Eh? Die Salome gespielt ist.g eit, Fred?"

And er versprach',.

(Fortsetzung folgt.)

X Wieseck, 29. Dez. Das seltene Fest der diamantenen Hochzeit begehen am letzten Tag des scheidenden Jahres in seltener Rüstigkeit und Frische die Eheleute Karl K l i n g I. und Klara, geb. Dechert.

t. Aus dem Buseckertal, 29. Dez. Im Lauft der Jahre hat sich im Buseckertal in der Kriegerhintcrbliebencnfür sorge eine sehr schöne Sitte herausgebildet. Es besteht für Reiskirchen und Umgegend eine Ortsgruppe der Kriegerhinterbliebenen und Kriegsbeschädigten. All­jährlich um die Weihnachtszeit uerjamemlt die Orts­gruppe ihre Mitglieder zu einer Weihnachts - befdjerung. So fand auch in diesem Jahre am 3. Weihnachtsfeiertag im Saals des Gastwirts (Bun* drum zu Reiskirchen die Weihnachtsunterhaltung statt. Aus Lurkhardsfelben, Hattenrod, Saasen, Lin­denstruth und Bersrod waren die Angehörigen der Gefallenen erschienen, so daß der oaaf bis zum letzten Platz gefüllt war. Kinder aus Burkhards­felden führten ein Theaterstück auf, das mit großem Beifall mitgenommen wurde. Es fand eine Ver­losung statt, bei Der zum Teil gestiftete, ziin' Teil gekaufte Preise zur Verteilung kamen. Besonders wurden auch, wie in früheren Jchren. die Kinder bedacht. Jedes- Kind erhielt ein besonderes Geschenk. Mit dem Eintritt der Dunkelheit 3erftreuien sich die Teilnehmer, denn viele halten noch einen weiten Weg zurückzulegen.

is. Steinbach, 2b. Dez. Die diesjährigen W e ihnachtsgottesdien - e waren sehr gm besucht. Den Morgengottesdienn am 1. Feiertag ver­schönte der GesangvereinEintrachr' un­ter Leitung seines Dirigenten S o m m e r mit zwei hübschen Weihnachtschören. Den Glanzpunkt des Festes brachte am Somüogmittag und abends das

liche, bas mittelmäßige Menschen so hoch schät­zen. aber für ihn baute sich feine Zukunft darauf auf. Er fah, baß er dieselbe Macht nicht mehr ük:- Franziska besaß. Er tvuhte nicht, woher es ihn oft eisig antefyte, aber bei Dem Gedanken an sie vermocht? er nicht mehr klar zu sehen, er fühlte nur mehr, dachte nur mehr an sie. an ihr wollte er aus ruhen von seiner Arbeit, seine Freude war sie, die Stunden, die er bei ihr zubrachte, wollte er sich nicht ''erbittern, ater -'s kam so oft dazu in Letzter Zeit. Sie waren jetzt wie zwei mit Pulver gefüllte Fässer, an die nur Der dünne Faden eines Zünders zu geraten braucht, um sie zum Explodieren zu bringen. Und irenn er fortgi ng, dachte er: Cs war nur Quälerei.

Dasselbe Daa>t: Franziska, wenn sie wie erschöpft auf Der Chaiselongue lag. J'hre Ge-- Danten kreisten immer um denselben Punkt. Wie herauskommeu aus Dietern Leben, in das sie ein- geschlossen war? Sie konnte ihn nicht hergeben, sie liebte ihn zu cbr. Sie sehnte sich nach ihm. Sobald sie seinen Schritt im Flur hörte, pochte ihr das Herz zum Zerspringen, und kam er. so sprang Die Freude in ihr aus, daß sie heiß davonlberschauerl wurde, sie tränt seine Worte, seinen Atem, sie rettete sich zu ihm. Zn seinen Armen ward sie ruhiger, wie befreit von Der Angst, Die in ihr loderte. Aber -:S Dauerte nicht lange Cann war der Frieden gestört, durch ein-.- Bewegung, ein unbedachtes Wort von ihr. Könnt' ich doch lügen, dachte sie oft. znmiig über sich selber. Qlber ec ist kein Mann, Der sich belügen läßt, fetzte sie dann wieder für sich hinzu. Ec steuerte auf ein anderes Ziel mit ihr hin, als das sie sich gesetzt. Es gab verheiratete Künstle­rinnen unb glückliche Ehen unter ihnen. Die Eben Hausen war bas Muster einer liebenden Gattin, die treuforgenDe Mutter zweier Knaben, die sie musterhaft erzog. Sie war forreh bis in Die Fingerspitzen, und wenn ihr auch die Kolle­ginnen Temperament und Spieltalenl gänzlich absprachrn, so tonnten sie ihr doch eine klang­volle Stimme und mufikalifche Sicherheit nicht abstreiten.

Nur konnte Franzivka nidr vertragen, wenn man ihr Die Ebcmbansen als Beispiel vorhielk.

oon Schulkindern unter Leitung von Lehrer Haas und Lehrer Philipp ausgeführte Weihnachts- k r i p p e n s p i e l in der vollbesetzten Kirche. Mit Liebe und Begeisterung entledigten sich die Kinder ihrer schweren Aufgabe. Auch die gesanglichen Dar­bietungen waren lobenswert. 2llle Zuhörer schieden mit Anerkennung für die Kinder und mit Dank für die beiden Veranstalter.

! Watzenborn-Steinberg, 28. Dez. Die hinter uns liegenden Festtage brachten unserem Kirchspiel wieder inanche erhebende Feier­stunde. Den Höhepunkt der kirchlichen Weihnachts­feier in der Mutteraemeinde bildete unstreitig die Aufführung der WeihriachtskantateDie heilige Nacyt" von Karl Seiffen, die am Heiligen Abend vor gut besetzter Kirche durch unseren K i r ch en­ge sangve rein erfolgte. Das Werk, das eine glückliche Zusammenstellung volkstümlicher alter Weihnachtsweisen mit unbekannten schwierigen Weihnachtsmelodien darstellt, stellt an die Leistungs­fähigkeit eines Chores nicht geringe Anforderungen. Es darf aber gesagt werden, daß die Aufführung für Den Verein ein glänzendes Zeugnis feines hohen Fleißes und seiner vorzüglichen Leistungsfähigkeit ausstellte. Auf Einzelheiten einzugehen, würde zu weit führen, den Höhepunkt der Aufführung be­deutet es unzweifelhaft, wenn der Chor mit Dem stimmgewaltigenEhre sei Gotl" einsetzt. Was wir an unseren bciDen Solisten Burger (Tenor» unD Jung (Bariton) besitzen, kam uns an Dem AbenD roieDer recht mm Bewußtsein. Der Klavierpart unD Das Violinsolo lagen bei Lehrer Bender und Herrn Harnisch in bewährten Händen. Alles in allem eine seltene Feierstunde mit Weihnachtszau- ber, Die Denen, Die sie miterleben Durften, unvergeß­lich sein tuirD. Auch Die sonstigen GottesDienste Der Festtage wiesen überaus starken Besuch auf und wurden verschönt Durch stimmungsvolle Weihnachts­gesänge Des Kirchsngesangvereins unD unserer obersten Schul klaffe. Im Filial G a r b e n t e i ch er­strahlte am Heiligen AbenD Die Kirche zum ersten A>ale im Scheine Des elektrischen Lichtes und Das unter Lehrer Weisels Leitung eingeübte Krippafpiel von Lina .siilger gewann DaDurch eine besonDere Wirkung unD hinterließ bei Den zahl­reichen Zuschauern einen tiefen EinDruck. Der Auf­führung voraus ging eine 'Ansprache Des Orts- uferrers. Die Opfecwilligkeit Der GemeinDe Garben­leich und ihre Sorge für das kirchliche Leben muß anerkannt werden. Nachdem im vorigen Jahre eine neue Glocke angeschafft worden und ein Denkmal für t> i e Gefallenen in Arbeit iQ, Das im Frühjahr eingeweiht rocrDen soll unD eine Zierd? Des Dorfes mcrDen Dürfte, haben wir nun auch Die langersehnte elektrische B e l e u ch - tung Des Gotteshauses, Di? Die Abhaltung von Vorträgen, LichtbilderabenDen u. Dgl. ermöglicht.

> Holzheim, 29. Dez. Am Abend des 2. Weihnachtsfeiertags veranstaltete der hiesige Turnverein seins dieswinierlich? Abend- unterhosiuno. Die Feier wurd-r verschönert durch Kon?ertvvrträge der Kapelle Eames und Lurch Lieder des GesangvereinsH a r => m o n t e". Von den letzteren fanden bes-rndecs einige Volkslieder von Silcher bei den Zuhörern reichen Anklang. Dis Ansprache hielt Lehrer A c ch . der besonders auf die gegenwärtige hohe Aufgabe der Deutschen Turnerschaft, die völkisch-' sittliche Erneuerung des Vaterlandes von innen heraus hinwies und die Anwesenden zur tätigen Mitarbeit an der edlen Turnsache anspornte. -Unter der exakten Führung des ersten Turnwarts K l c e zeigte eine Turnerriege durch Uebungcn an Barren und Pferd ihr auf beachtenswerter Hohe stehendes Können. Das interessanteste und Spannendste des Abends bildeten drei kürzere Theaterstücke, Deren Aufführung mit großem Bei­fall belohnt wurde. Den Abschluß des reich­haltigen Programms bildeten Pyramiden und eine Verlosung. Zinn Zwecke der Besserung der finanziellen Lage des Turnvereins fin­det gegenwärtig auch ein Preisschießen statt, das an einem der tommendsn Sonntage feinen Abschluß sind?:- wird.

ri. Nieder -Bessingen, 29. DeEine frohe StunDe bereitete den zahlreich Erschienenen gestern Der hiesige M ä D ch e n o e r e i n , indem er unter Leitung Ihrer Durchlaucht der Frau Prin­zessin Ludwig zu Solms-Hohensolms- L i ch im Schulfaal eine gehaltvolle unD abwechft- lungsreiche Feier hielt. Die Gemeinde war für Diese Feier um so Dankbarer, Du Dieses Jahr Die sonst üblichen besonderen Wechnachtsfriern ausfallen mußten, weil Durch Das HinscheiDen des Lehrers Graulich Die nötigen Vorbereitungen nicht mehr ge­troffen werden konnten.

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