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®emetnberat vertreten, ging durch die Listen­verbindung der anderen Gruppen leer aus. Auch Die Bürgermeisterwahl vom 11. Oktober soll aus denselben Gründen umgestohcn werden. Damals war Bürgermeister Landvogt ein­stimmig wiedergewählt worben.

Kreis Büdingen.

T* Nidda. 29. Nov. Die Ortsein, fahrt nach Kohden ist eine der gefähr­det st en Stellen im Derkehrsleben. Die Landstraße biegt hier mit scharfer Kurve in die äußerst enge Ortsdurchfahrt ein. die vorher nicht eingesehen werden kann. Entgegenkommende Fahrzeuge vermögen nicht die große Kurve zu neunen, weil der Schienenstrang der Eisenbahn den Weg tperrt. So muß sich aller Verkehr auf denkbar schmälster Straßenseite abwickeln, was schon wiederholt Derlehrsunfälle Aur Folge hatte. Nun wäre Gelegenheit vorhanden, an dieser Stelle die Straße zu verbreitern und damit die Kurve ungefährlicher zu machen. Die Kochsche Gastwirtschaft, die stark die Straße ern­ennt, ist eben verkäuflich. Sie könnte er­worben und ein Teil der 'Gebäulichkeiten nie­dergelegt werden. Damit wäre die Straße ver­breitert. die Kurve abgeschwächt und eine Ge­fahrenquelle beseitigt. Der Automobil- und Bi o t o r ra d k l u b des Vogelsbergs hat sich bereits mit dem Ersuchen an das KreiSamt zu Büdingen gewandt, das Projekt in wohl­wollende Erwägung zu ziehen. Auch die Eisen­bahn dürfte ein lebhaftes Interesse daran haben, einen der wundesten Punkte der Nidda Schottener Strecke beseitigt zu wissen.

c. Nidda. 28. Nov. Der kommende Som­mer bringt für Nidda ein besonderes Ereignis dadurch, daß die o b e r h e s s i s ch e n Turner, die sich zur ..Deutschen Turn er schäft" bekennen und im T u r n g a u zusammengeschlos­sen sind, hier ihr Gau fest feiern. Das letzte fand hier 1901. also vor 25 Jahren, statt. Schon jetzt rüstet Nidda für das kommende Fest. Die neue, stattliche und geräumige Turnhalle ist nun im Rohbau soweit fertig, daß sie im Frühjahr benutzt werden kann.

.tfrcie Schotten.

. Schotten. 29. Nov. Die geringen Mittel, die dem Kreise für die I n st a n d - haltungderKreis st raßen zur Verfügung stehen, reichen nicht aus, auch nur die aller­dringendsten Walzarbeitcn ausfuhren zu können. Da die staatlichen Zuschüsse zur Stra- stenuntcrhaltung weit hinter der Summe zurück» blieben, mit der man anfänglich zu rechnen wagte, müssen die Walzarbciten auf der Strecke Rain- rod Ober-Schmitten, die man vorge­sehen hatte, in ihrer Ausdehnung noch beschnitten werden, so daß nur die am stärksten mitgenom­menen Stellen dieser Strecke im nächsten Frühjahr gewalzt werden können.

C o u b a d), 28. Nov. Ein stattlicher Leichen­zug, wie man ihn hier selten sieht, gab dem jo jäh ver­storbenen Jorstrat 'Andre das letzte Geleite. Voll­zählig waren angetreten der Kriegerverein, der Stahlhelm, der Schützenverein, der Verein ehemaliger Leibgardistcn, der Gemeinderat der Stadt Laubach. Außerdem nahm eine überaus stattliche Zahl von Freunden und Verehrern teil an dieser letzten Ehrung dieses ihnen allen teuren Mannes. Zn beredten Worten führte Dekan V o l p am Grabe aus, wie der Verblichene eine wahrhaft vornehme Persönlichkeit gewesen, insbesondere sich stets warm der Armen und Niedrigen, der Witwen und Waisen angenom­men habe. Sodann schilderte im Namen und Auf­trage des engsten Freundschaftskreises, insbesondere der Jugendfreunde, die dereinst das grün-rot­silberne Band umschlungen hat, Professor Dr. Noeschen die Grundzüge dieses edlen Man­nes, dieses seltenen Menschen, wie er den Abgeschiedenen treffend kennzeichnete. Was ihm überall die Herzen gewann», wäre die schöne Mensch­lichkeit feiner Seele gewesen. Mit den Fröhlichen sei er fröhlich gewesen, mit den Trauernden habe er getrauert Sichtlich bewegt rief er dem treuen Freunde ein innigesLebewohl" zu. Ebenso sandte ein anderer Jugendfreund, Justizrat Lamberts, der eigens aus den Rheinlanden herbeigeeilt war, in tiefer Gemütsbewegung herzliche Abschiedsgrüße in das Grab. Sodann legten unter Ansprachen Kam­merdirektor Birnbaum im Namen der Kasino­gesellschaft, Bürgermeister Böhm im Namen der Stadt, Forstrat K r a tz im Namen des Forstamts, ein Unterförster und die Bürgermeister der Laubacher Waldbezirke Kränke nieder, ebenso die Vorsitzenden des Kriegeroerems, des Vereins der Leibgardisten und der Gauleiter des Stahlhelm. Unter den Klängen desIch hakt' einen Kameraden" und mit einer Ehrensalve schloß die Feier.

lg. Gedern, 29. Nov. Bei einer hier stattge« hallten Besprechung betr. die Autolinie Schot­ten-Gedern wurde betont, daß es wünschens­wert sei, daß daß Auto in Gedern statio­niert werde. Ferner müsse die Zeit zwischen An­kunft und Abfahrt des Autos mindestens 2 Stunden betragen, um den Fahrgästen aus den Gemeinden Eschenrod, Wingershausen, Eichelsachsen, Glas­hütten und Steinberg noch mehr als seither Gelegen­heit zu geben, in der Zwischenzeit ihre Einkäufe hier zu bewerkstelligen. 9n der Niddaer Besprechung kam bereits zum Ausdruck, daß die Bewohner der genannten Gemeinden schon seither trotz der un­günstigen Verkehrsoerhckltnisse einen großen Teil ihres Bedarfs bei den hiesigen Geschäften deckten. Durch die Verbindung NiddaHirzenhain wäre auch den Bewohnern von Ober-Lais, Unter-Lais und Fauerbach infolge der in Glashütten vorgesehene Umsteigemöglichkeit in die Linie SchottenGedern hinreichend Gelegenheit gegeben, ihre Geschäfte in Gedern zu erledigen. Der von den Vertreiern Ge­derns bei den Niddaer Verhandlungen gestellte An­trag auf Weiterführung der vorgesehenen Autolinie nach Oder«, Mittel- und Nieder-Seemen wurde all­gemein gutgeheißen. Die genannte Gemeinde und die benadjbarten preußischen Orte kämen dadurch in den Besitz einer guten und schnellen Verbindung mit unserem Orte und darüber hinaus, erstere auch mit der Kreisstadt Schotten. Ein persönliches Vorsprechen bei den Kreisbehörden würde dann nicht mehr, wie seither, einen ganzen Tag in Anspruch nehmen, sondern könnte in verhältnismäßig kurzer Zeit er­ledigt werden. Im Interesse des zunehmenden Autoverkehrs ist es angebracht, daß auf eine in unserem Orte befindliche äußer st gefähr­liche Stelle aufmerksam gemacht wird. Es ist dies die rechtwinklige Kurve am Fisch- h a u s unterhalb der Fürstlichen Gärtnerei an der Kreisstraße nach Ober-Seemen. In letzter Zeit häu­fen sich die Fälle, daß namentlich Lastautos und größere Personenautos beim Nehmen dieser Kurve gegen die angrenzende Schloßmauer fahren und Mauer sowohl als Fahrzeug Beschädigungen er- leiden. Die genannte Kurve ist infolge des beider- festig vorhandenen Mauerwerks derart unüberficht- lich, daß schon öfter Wagen, die aus den beiden

entgegengesetzten Fahrtrichtungen tarnen, plötzlich ooreinanberftanben und sich nur durch die Geistes­gegenwart ober Geschicklichkeit ihrer Lenker Un­fälle oermeiben ließen. In biesem Sommer fuhr in der Kurve ein Auto auf einen Motorradfahrer, wo­bei das Rad stark beschädigt wurde und der Fahrer glücklicherweise noch mit dem Schrecken davonkam. Die Anbringung eines Geländers entlang der Kreisstraße vom Fischhaus bis zur Ab­fahrt nach der Wollspinnerei Hoffmann erscheint dringend erforderlich und läge im allge­meinen Interesse, zumal der Mühlbach direkt der Straße entlang führt. Erst kürzlich fuhr eine Motor- Zugmaschine in den Bach hinein. Möchten diese Zeilen dazu beitragen, daß die in Frage kommen­den Stellen der Behebung dieses Mißstandes unver­züglich nähertrete. Der in der Gießerei des Hüttenwerks zu Hirzenhain beschäftigte Arbeiter Karl Mohr von hier erlitt durch unvor- sichtiges Hantieren eines anderen Arbeiters mit flüs­sigem Eisen ftarfe Brandwunden im Rücken und an einem Auge, so daß ärztliche Hilfe nötig wurde.

I Ober-Lais, 27. Nov Gestern um die Mittagsstunde wurde unser Dorf unser Feuer- l ä r m aufgeschreckt. Im Stallgebäude des Landwirts Karl a ct V. war wahrscheinlich durch Kurzschluß in der Lichtleitung auf dem Stallboden liegendes Stroh und Grummet in Brand geraten und brannte unter sehr starker Rauchentwicklung. Die mit höchst anerkennenswer­ter Geschwindigkeit herbeigeeilte Feuerwehr griff das Feuer mst zwei Schlauchleitungen aus Wasser­leitung und Brandteich sofort nachdrücklich an. Es Solang ihr im Verein mit den tatkräftig zugreifenden irtseinwohnern, den Brand auf seinen Herd zu beschränken und in mehrstündiger harter Arbeit völlig abzulöschen. Auswä?rtige Brandhilse wurde nicht in Anspruch genommen. Das Vieh konnte mit Ausnahme der Hühner gerettet werden. Ein besonderer Glücksumstand war es, daß der herrschende Nordostwind das Feuer von dem angrenzenden Wohnhaus abtrieb. Wäre auch dieses in Brand geraten, so wären noch mehrere Hof- reiten mit verloren gewesen, da bas Wohnhaus im ältesten Dorfteile steht und mit anderen dicht zu- fammengebaut ist.

Starkenburg.

* Dar m st a d t, 28. Nov. Die Stadt­verordnetenversammlung bewilligte einen Jahreskredit von 13 500 Ml. als städti­schen Zuschuß zu den F a h r t k o st e n auf der elektrischen Straßenbahn für Schwerkriegsbeschädigte und Blinde. Der Zuschuß betragt 75 Prozent der Fahrt­kosten. Für die Z e v p e l i n ° Eckener- Spende wurden 1000 Mk. bewilligt.

« Darmstadt. 29. Nov. Zu derBluttat in Eberstadl wird noch bekannt, daß der Händler Maurer mit seiner Frau in Schei­dung lebte und baß die Frau die Möbel aus der Wohnung geholt hatte. Maurer, dem die Schuld an den mißlichen Verhältnissen der Che beizumesseit ist. lauerte seiner Frau am Freitag morgen auf und versetzte ihr über e i n Du t - zend Messerstiche, so daß die Gestochene nur noch ihren Mann als Täter angeben konnte und bann ihren Geist aufgab. Maurer hat sich bann, wie berichtet, in seiner Wohnung erhängt.

Offenbach, 28. Nov. (WSN.) Am Sams- lagvormitcag wurde die Städtische Rettungswache zur Metzgerei Lohse in der Schloßstraße ge­rufen. Ein Eingreifen war jedoch nicht mehr erforderlich, da es sich ergab, daß die Be­treffenden, für die Hilfe verlangt wurde, bereits t o t waren. Cs handelt sich um die ledigen Mehgerburschen Gottlob Bühlmayer, 20 Jahre alt, und um den 23jährigen Richard von Hein, die durch a u s st r ö m e n d e s Gas vergiftet wurden. In dem Schlafzimmer der beiden Mehgerburschen war vor kurzem ein Gas­ofen von einem Offenbacher Fachmann gesetzt worden. Der Gashahn stand jedoch offen, ohne baß die Flammen brannten. Es besteht deshalb die Annahme, daß die Flammen ausgegangen sind, und daß durch das Ausströmen die jungen Leute ihren Tod gefunden haben. Der eine der Metzgerburschen wollte seine Stelle auf­geben und in die Heimat zurückkehren, um sich selbständig zu machen.

Rheinhessen.

WSN. Alzey, 28. Nov. Bei einer in Oberflörsheim (Rheinhessen) stattgesunde- nen Treibj-agd wurden von 80 Schützen rund 600 Hasen geschossen. In Wahlheim wurden bei einer Jagd ungefähr 12 0 Hafen zur Strecke gebracht.

Preußen.

Lr reis Wetzlar.

3 Wetzlar, 28. Nov. In Anwesenheit zahlreicher geladener Gäste fand am Freitag nach­mittag die Einweihung des städtischen Museums statt. Die Feier nahm einen sehr eindrucksvollen Verlauf. Näherer Bericht folgt.

el. H o ch e l h e i m, 28. Nov. Die Brücke über den Schwindbach auf dem Wege nach Klein-Rechtenbach ist nunmehr fertigae- stellt und dem öffentlichen Verkehr übergeben. Die Sperre der Straße nach Klein-Rechtenbach ist aufgehoben und die dadurch bedingte Verkehrs­umleitung über Hörnsheim in Fortfall gekommen. Auch das P o st a u t o fahrt jetzt wieder über Klein-Rechtenbach nach Hochelheim.

c. Dornholzhausen, 28. QIod. Im ver­flossenen Kirchenjahre ist in der hiesigen Gemeinde nur ein im hohen Alter stehender Einwohner g e st o r b e n. Außerdem war eine Totgeburt zu verzeichnen. Der hiesige Kir­ch euch or, der schon vor Jahren gegründet wurde, dann aber feine Sangestätigkeit vorüber­gehend eingestellt hatte, ist unter Leitung seines bewährten Dirigenten, des Lehrers Watz, erneut auf gelebt. Der Chor hat früher schon in vielen Fällen zur Verschönerung kirchlicher Feiern beigetragen; auch jetzt übt er wieder Sieber für die diesjährige Weihnachtsfeier ein.

z. Oberkleen, 28. Nov. Die Vereinig­ten Werke für Bahnmaterial A G. zu Butzbach haben ihren in der hiesigen Gemar­kung belegenen Fabrikbetrieb s a st vollstän­dig eingestellt. Zur Zeit werden nur noch 3 Arbeiter beschäftigt. Vom 1. Januar ab wird wahrscheinlich gänzliche Stillegung erfolgen.

b. Aus dem X) ü 11 e n b e r g, 28. Nov. In ver­schiedenen Gemeinden des Hüttenberg s sind die Masern besonders unter den Kindern jüngeren Alters stark verbreitet. In Lützellinden ist ein Kind im Alter von einem Jahr an den Masern g e ft o r b c n.

Maingau.

Frankfurt a. M.. 28. Nov. (WSN.) Ge­stern nachmittag hat die Sektion der Leiche des auf dem Westendplatz erschossenen Kriminal­beamten Otto Sack stattgefunden, bei der auch der bekannte Gerichtschemiker Dr. Popp an­wesend war. Die Untersuchung ergab, daß die linke Hand völlig von der Kugel durchschlagen war, während die beiden anderen Schüsse in die obere Bauchhöhle eingedrungen waren und Leber, Milz und Nieren verletzten. Durch die infolge­dessen eingetretene Verblutung ist kurz darauf der Tod eingetreten. Der Polizei ist es im übrigen gelungen, ein Mädchen, das sich in der fraglichen Zeit in der Gegend des West­

endplatzes aufgehallen haben soll, zu ermitteln und zu verhaften. Ihr Liebhaber, der sich in der Nähe aufgehalten hatte, konnte noch nicht fest genommen werden. -- Der Todesfall in der Fahrgasse, wobei der Schreiner Obel in seiner Wohnung mit einer Schädelverletzung t o t aujgefunbcn worden ist, hat jetzt feine Aufklärung gefunden. Die An­nahme, daß die beiden Eheleute in schwer betrunkenem Zustande sich gegen­seitig Hiebe gaben, wobei sich die Frau als die stärkere erwies, hat sich bestätigt. An­scheinend hat sie mit einem eisernen Tops ihrem Manne die tätliche Verletzung beigebracht. Ob die Frau aus der Haft entlassen wird, ist noch nicht bekannt. ____

Turnen, Sport und Spiel.

Handball.

S. C. 1900F.C. Wetzlar 0:2.

Zu feinem ersten Handball-Derbandsspicl empfing der S. C. 1900 den Favoriten in der diesjährigen Handball - Serie im Labnkreis, den F. C. 05 Wetzlar. Die Gäste erwiesen sich denn auch als eine gut eingespielte und technisch gut durchgcbildete Mannschaft; besonders hcr- vorzuheben ist das gute Stellungsspiel, was ihnen auch in der Hauptsache das Tlebergewicht über die noch nicht eingespielten Clubleute verschaffte. In der zweiten Spielhälfte war dieses Manko schon besser ausgeglichen. Die Wetzlarer konnten nicht nur nicht mehr zum Torwurf kommen, sondern mußten gegen Schluß hin oftmals recht zahlreich verteidigen. Das Ehrentor für die 1900er hätte der Lohn für dieses Drängen sein dürfen. Im übrigen aber war der Sieg der Leute aus der ehemaligen freien Reichsstadt voll­auf verdient. Ucberragenb war der junge rechte Verteidiger, sehr gut der Jnnensturm. das übrige guter Durchschnitt. 1900 hatte die besten Kräfte im Torwächter und rechten Verteidiger. Recht aufopfernd spielte auch die Läuferreihe. Der Sturm war gerade das Gegenteil von dem der Wetzlarer. Doch wird man nicht fehlgehen in der Annahme, daß die Sport-Clubmannschast in den kommenden Spielen noch manchem Gegner eine harte Nuß zu knacken gibt.

Die Bezirksttgaspiele.

SWN. Frankfurt a. M., 29. Nov. Bei ziemlichem Schnee, aber trotzdem fast einaxinb- freien Spielfeldern konnten heute die

Dezirksllgasplele im Nlainbezirr. weiter gefördert werden unb brachten die Siege der Favoriten. Hervorzuheben ist der Sieg des Frantsurter FußballsportvcreinS gegen Kickers-Offenbach mit 3:2 und der knappe Sieg von Hanau 93 gegen die Frank­furter Germania 94 mit 1:0. Eintracht zeigte sich auch heute wieder in großer Form uub fertigte die Aschaffenburger Viktoria in einem torreichen Treffen 7:3 ab. Union Nieder r ad fertigte Helvetia-Frank­furt 4:0 ab. Folgendes über die Spiele selbst. Eintracht FrankfurtAschaffenburger Viktoria 7:3.

Eintracht nahm sofort den Kamps mit aller Macht auf und tonnte dank den: vorzüglichen Stürmerspiel bereits bei Halbzeit mit 3:0 in die Führung gehen. Besonders zeichnete sich der Schweizer Stürmer Dietrich aus, der durch exalle Bedienung der Flügelstürmer immer wieder die Aschaffenburger Verteidigung auseinanderzog und auf die Art Schußmöglichkeiten für feine Mi - ftünner schuf. Rach der Pause hatte der Ein- trachtstorwächtcr Trump» verschiedene sehr schwache Momente und zeigte sich auch im weiteren Ver­laufe nicht ganz auf der Höhe feines sonstigen Könnens. Alls diesem Grunde kam Aschaffenburg gleich nach der Pause zu zwei Toren, die zu halten waren. Dann über naß m Eintracht wieder das Kommando unb sicherte sich durch vier wei­tere Tore einen überlegenen Sieg. Schließlich kam Aschaffenburg auch noch zu einem dritten Tor.

Hanau 93Germania Frankfurt 1:0. ein glücklich errungener Sieg der Hanauer,^ die damit immer noch mit dem Frankfurter Fußball- sportverein sich in die Führung im Bezirk teilen. Dem Spielverlauf nach hätte Germania unbedingt gewinnen müssen, aber die Spieler fanden das Tor ?:.cht, obwohl sie es während des größten Teiles des Spieles belagerten. Hanau hatte t> Tor im Anschluß an einen Freistoß erzielt, der vom Germania-Torwächter wohl gehalten worden war, aber der scharf geschossene Ball entglitt dann seinen Händen und wurde darauf von dem Halbrechten Hanaus mühelos verwandelt.

Anion NiederrodHelvetia Frankfurt 4:0, Union verdankt Len Sieg seiner entschlosseneren ©türmerreib ? der es viermal gelang, die feind­liche (Berte ."ang zu schlagen. Dieses Spiel hatte in der zweiten Hälfte stark unter dem nieder­gehenden Schneegestöber zu leiden, konnte schließ­lich aber doch unter Dach gebracht werden. Der Helvetia ist es also auch heute nicht gelungen, die Zahl seiner Pluspunkte zu erhöhen, so daß der Abstieg nunmehr nicht mehr abzuwenden ist.

FußballsportLerein FrankfurtOffenbacher Kickers 3:2.

Mit dieser Niederlage verschwinden die Offenbacher Kickers immer mehr aus der Spitzen- gruppe. Es war ein vom Sportverein teuer erkaufter Sieg, denn einer seiner Besten, Krüger, wurde im Lause ziemlich verletzt und dürfte für den Rest der Ligaspiele nicht mehr in Betracht kommen. Sportlich stand das Spiel auf keiner hohen Stufe: es war ein Punktekampf im wahr­sten Sinne des Wortes. Das Spiel artete zeit­weise aus und war absolut keine Propaganda für den Fußballsport.

3m Bezirk Nheinhefsen-Saar erlitt der Saarbrücker Fußballverein, nachdem er am vergangenen Sonntag von Mainz 05 ge­schlagen worden, war, eine abermalige Nieder­lage durch den Sportverein Wiesbaden mit 3:1. Da auch Mainz 05 fein Spiel gegen die Gries­heimer Sportvereinigung gewann, so sührt in der Bezirksliga Rheinhessen-Saar nunmehr Mainz 05 mit 17 Punkten vor Saarbrücker Fuß­ballverein mit 16 Punkten.

Berliner Oberiiga-Futzball.

yerlha B. 5. C. Spanbauer Sportverein 7:4.

do. Der Spieljonntag war für die Berliner Fuß­ball-Oberliga insofern eine Sensation, als er die Meisterjchafts-Dorentlcheidung in der Abteilung A durch die Begegnung des vorigen Berliner Meisters Hertha B. S. C. gegen Spandauer S. V. (am Bahn Hof Gesundbrunnen) bradjte. Nun, Hertha B. s. E.

bleibt weiterhin einer der in Punktspielen ungeschla­genen Vereine. Elf Tore, von denen sieben für Her- iha zu zählen sind, waren nötig, um das Stärkever­hältnis beider Vereine kenntlich zu machen. Aller- dings war der Boden äußerst glatt und beeinträch­tigte somit bns Spiel, trotzdem aber war die lieber- legenheil ber Hertha-Mannschaft, wie sie in dem Torverhältnis zum Ausdruck kommt, tatsächlich zu bemerken. Außerdem brachte dis 'jlbteilung A die Begegnung Vorwärts Union Potsdam, nur mit großer Mühe sicherte sich Vorwärts mit 2:1 (in Tempelhof) die Punkte. Tennis Borussia findet sich immer mehrwieder", so besagt das 11:1 gegen Weißensee (in Weißensee, Lichtenberger Straße).

In der Abteilung B gab es nur zwei Spiele. Union-Oberschöneweide bleibt and) weiter das un­beschriebene Blatt, nachdem sie sich von Alemannia 1890 mit 5:1 schlagen ließ. Meteor zeigte gegenüber der Union 92 wieder ein recht gutes Können und schlug die 92er (in Mariendorf, Bnrggrafenftraßc) 3:1. Abteilung A: Hertha B. S. E. Span­dauer <5.23. 7:4; Vorwärts Union Potsdam 2:1; Weißensee 1900 Tennis-Borussia 1:11. A b - teilung B: Alemannia 1890 Union-Ob. 5:1; Union 92 Meteor 1:3.

NUgöy.

Das gestrige Spiel des Frankfurter Turn­vereins 1860 gegen Wacker München, das öurd) den Schnee behindert wurde, endete unent­schieden (0:0).

NekorL-AbtaMimLchwimm^port

Spandeuer Schwimmsest. Neuer deutscher 200-Meter-Rekorö Heinrichs.

do. Tor der großen Ruhepause im Schwimm­sport, die der Deutsche Schwimmverband bis Ende Februar festseht. schließt seit langem das Schwimmfest des öpanbauer Schwimmclubs 04 die Be.liner Schwimmfaison ab. Auch diesmal hatten die Spandauer ein gutes Meldeergebnis zu verzeichnen, die sportliche Besetzung war eine hervorragende.

Nachstehend die Ergebnisse des ersten Tages: Juniortagenstaffel 4x100 Meter: 1. Pofei - don-Lei 5.36,8.

II. S .'.iorireistilschwimmen 200 Meter; 1. Schubert-Breslau 2:32, 2. Rademacher-Magde­burg 2:35,2, 3. Miesbach-Leipzig 2:36.

Knaben-Druststaffel 4X50 Meter: 1. Span­dau 04 3:10.

Jugendschwimmen 100 Meter: 1. Rummel- Dessau 04 1:9,4. 2. Jensch-Leipzig 1:10,6.

Damenlagenstaffel 4x100 Meter: 1. Span­dau 04 6:42,6.

I. Senior- Freistilschwimmen 200 Meter: 1. Heinrich-Leipzig 2:23,2 (neuer deut­scher Rekord).

Junivrspringen: 1. Hennicke 0.11. Neukölln 31 P.

Mädche.'.schwimmen 50 Meter bel.: 1. Dasch- Nixe Charlottendurg 43,2.

JugendbrustschwImmen 100 Meier: 1. Zim­mermann-Weißensee 96 1:27.

Junior-Rückenschwimmen 100 Mtr.: 1. Göhe- Leipzig 1:26.

II. Seniorlagenstaffel 4x50 Meter: 1. Po­seidon-Berlin 2:12,4, 2. S. S. C. 89 Berlin, 3. Poseidon-Leipzig.

11. Damen-Rückenschwimmen 100 Meter: 1. Gonschier-Spcmdau 04 und Barth D. S. V. Halberstadt 1.38,1.

Junior-Freistilstaffel 4, .100 Meter: 1. Posei­don-Leipzig 4:5.

Wasserballspiel: Spandau 04 Union-Neu- kölln 14:2 (Union-Neukölln trat mit drei Mann Ersah an).

Der zweite Tag brachte dem Veranstalter ein ausoerkauftes Haus. Die Organisation war vorzüg­lich, die Leitungen trugen ihrerseits zum Erfolge bei. Es wurden an diesem Tage folgende Ergebnisse erzielt:

II. Schwellftaffel 100, 200, 100 Meter: 1. Po­seidon-Berlin 4:5o,2, 2. Poseidon-Leipzig.

I. Damenschwimmen 100 Meter: 1. Frl. Dackow- Spandau 04 1:27,2, 2. Frl. Heinrich-Spandau 04.

Junior-Brustschwimmen, 100 Meter: 1. Fitzner- B. S. V. 78 1:28, 2. Schindler-Ostend 1910 und Götze-Poseidon totes Renncn.

I. Seniorschwimmen 100 Meter: 1. Heinrich- Leipzig, 2. Heitmann-Magdeburg 1:2,9.

Iugendlagenstasfel 4 mal 50 Meter: 1. Magde­burg 96 2:31,3, 2. S. S. C. 89.

Mädchen-Brustschwimmen, 50 Meter: 1. Wiede- mann-Nixe-Charlottenburg 45 Sek.

II. Seniorschwimmen, 100 Meter: 1. Stolze- Poseidon-Leipztg 1:5,4, 2. Möller 89 Berlin 1:7,8, 3. Mertens 89 Berlin 1:8.4.

II. Springen: 1. Kalms-Poseidon-Berlin 41,3 P., 2. Deutz-Spandau 04.

Juniorschwimmen, 100 Meter: 1. Otto-Post S. D. 1:12,6, 2. Lips-Poseidon-Leipzig 1:12,8.

II. Damen-Brustschwimmcn: 1. Barth-Halber­stadt 1:35,4, 2. Kötz-Otter-Berlin 1:40,8.

Knaben-Freistilstaffel, 4 mal 50 Meter: 1. Span­dau 04 2:46,2.

I. Freistilschwimmen, 400 Meter: 1. Heinrich- Leipzig 5:22,4, 2. Schubert-Breslau 5:24,4.

Streckentauchen, a) Junioren: 1. Wifchnewsky- Pojeidon-Berlin, 40 Meter in 31,2, b) II. Se­nioren: 1. Baior-Tport Eharlottenburg, 50 Meter, 39,8.

Große Staffel bei. 10 mal 50 Meter: 1. Posei­don-Leipzig 5:4,7, 2. Poseidon-Berlin 5:7,8.

Vereinsmehrkampf, a) Junioren: 1. Poseidon- Berlin 53 P., b) II. Senioren: Poseidon-Berlin 77Z P.

Wasserballspiel :Poseidon-Leipzig, Union-Neu­kölln 7:3, Hellas-MagdeburgSpandau 04 11:6.__

1 Tabletten

lösenö/ nnöernö/ erfrischenö