Wir dem D. H. D. gemeldet wird, errichtet die Hamburger Werft Blohm & Voß in Bladenhorst am Rhein—Hernekanal eine Werft, die nach ihrer Fertigstellung 2000 Mann beschäftigen soll.
* Phönix A.-G. für Bergbau- und Hüttenbetrieb. Die Verwaltung des Hördcr Vereins teilt mit, daß der Betrieb im Martinswerk, im Thomaswerk und im Blockwalzwerk ab 1. Oktober wieder ausgenommen wird. Auch der Betrieb des Stahlwerks wird am 1. Okto - er wieder ausgenommen. Die Abteilungen wa.en wegen Ausbesserungsarbeiten bekanntlich stillgelegt worden.
* Vollständige Stillegung des Baroper Walzwerkes. Das Baroper Walzwerk hat am Samstag seinen Betrieb vollständig stillgelegt. Nachdem bereits vor fünf Wochen das Martinswerk mit 150 Mann stillgelegt wurde, wurden am Samstag die Belegschaften der anderen Betriebe, im ganzen 450 Arbeiter und 30 Angestellte, entlassen. Als Grund werden Umbauten angegeben. Es heißt, daß das Werk erst im Januar 1926 wieder in Betrieb genommen werden soll.
* Stillegung bet Thyssen. Auf der August-Thyssen-Hütte wird in den nächsten Tagen die Stlikasteinsabrik, eine der wenigen Betriebe, die bisher fast ohne Feierschichten gearbeitet haben, stillgelegt.
Dörsenkurfe.
Datum:
y/0 Deutsche Rcichsanlethe ■ 4% Deutsche ReichSanleipe .
3’/»% Deutsche Reichsanlethe 3°/.> Deutsche Retchsanlcthe . Deutsche Sparpramienanlethe 4% Preußische KoniolS . . . 4% Hessen ... ..... 3*/3°/o Hessen..........
3% Hellen Tenstche Vertb. Dollar»Anl. bfo- Doll-Schatz-Anweisng.') 4*/,; Zolltürken 5% Goldmerikaner ... .
Berliner Handelsgesellschaft. Kommerz- und Privat-Bank Darmst. und Nanoualbauk .
Deutsche Bant Deutsche Vereinsbank .... Disconto Kommandit . . . Metallbank..........
Mitteldeutsche Kreditbank. . Desterrcichischc Kreditanstalt. Westbank .......
Bochumer Guß ......
Buderus • . ........
Caro
Deutsch-Luxemburg .... Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpener Bergbau.....
Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln Lanrahütte *. . ♦ Oberbcdarf • • • • Phönix Bergbau ..... Rocinstahl........
Ricbeck Montan ....... Tellos Bergbau * , Hamburg-Amerika Paket.. . Norddeutscher Llovd . ... Kheramtsche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann ......
Anglo-Cont.Guano ....
Badische Anilin........
Chemische Mäher Alavüt . . Goldschmidt . . Griesheimer Electron . . . . Höchster Farbwerke...... Holzverkohlung RütgerSwerke ....... Scheideanstalt .......
«llg. ElektrizitSir^esellschaft ScroTnartn . . . ♦•••••• MawkraftwerK ........ Schnckrrt . . .........
Siemens k HalSke .....
t Adlcnverke Kleyer ...... , Daimler Motorm. ..... y Heyligenstaedt ......... * Megutn . . , Motorenwerke Mannheim .
Frankfurter Armaturen . . . Konseroenfabrik Braun . . . ' Meiallgesellichast Frankfurt.
Bet. Union L-»G.
Schnhiabrik Herz ...... Sichel..............
Zellstoff Waldhof.......
Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .
Frankfurt a M.
Berlin
Schluß- fturi
Schluß!:.
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28. 9.
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39,5
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40,25
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39,13
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28
28
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36
36
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48
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4.62
4 5
4.5
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87.5
87,13
87.5
59.5
58.1
—
—
66
56.25
56,5
55,25
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
igin VMrmen Mark auSgedrückt. Buenos-Aires. London, «en- hott, Japxm. Rio de yaneiro für eine Einheit. Wien and Dadave-it für 100000 Einheiten, alles übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung.
(Ohne Gewähr.)
Banknoten.
28 Seplbr.
29. Septbr.
Amtliche Geld
lloti rung Briet
Amtliche Notierung
Geld
Brief
Amst.-lltou.
168.76
169,18
168,69
169,11
Buen-.AireS
1,699
1,708
1,699
1.703
Brll.-Antw.
18 33
18,37
84,21
18.34
18,38
Khristiania.
83,99
82,75
82,95
Kopenhagen
101,17
101,43
100,92
101,18
Stockholm .
112,61
112,89
112,66
112,95
HellingforS
10.56
10,60 17.11
10.686
10,602
Htaiien. . .
17.07
17,03
17,0.
London
-0.324
-•0,375
30,316
20,866
NetWork . .
4.195
4,206
1,195
4,295
Paris. . .
19,86
9,90
19,87
19,91
Schweiz .
81 01
81,21
80,96
81,16
Spanien. .
60.87
60,53
60,27
60,43
Yap cm . . . Rio de Jan
1,714
1,718
*.714
1,718
0 588
'.590
1.585
0.587
Wien inD-- Oest. abgeft
59,20
59,34
59,20
59,31
Prag ....
12,425
12,416
12,425
12,465
Äelgrod . .
7.44
:,46
7,435
7,45.
Budapest. . Bal.arten .
5,865
3,065
5,885
3,075
5,865
3.065
6,88."
3,075
Lissabon Damtg. . . ."itonft.ntin.
21 075
21.125
21.075
20,125
80.62
80.82
80,57
80,77
2,315
2,325
3,307
2,317
Athen ■ .
6.09
6.11
6.09
641
Kanada. . .
4,197
4,207
4,195
4,205
Uruguay
4,185
) .196
4,181
4,195
Berlin, 29 Septbr.
Geld
Brief
Amerikanische Noten .....
1,20
4,22
Belgische Noten .......
18.28
18,8t
101,15
Dänische Noten .......
100.65
Englische Noten........
Französische Noten ......
20,287
19,84
20,387
19 94
Holländische Noten......
168,30
169.14
italienische Noten ......
17,09
17,17
Norwegische Noteu......
-12.59
83.01
Deutsch-Oefterr, i 100 Kronen
58,98
59,28
Rumänische Noten......
—
—
Schwedische Noten......
112,34
112,90
Schweizer Noten.......
80,76
81,16
Spanische Noten..... .
60.05
60,35
Tschechoslowakische Noten . .
12,89
12.45
Ungarische Noten.......
5.81
5,85
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Berlin LS. Sept. Di« Börse begann heute in ausgesprochen schwacher Tendenz, obwohl eine Reihe wirtschaftlicher Meldungen Vorlagen, die geeignet gewesen wären, die Haltung in günstigem Sinne zu beeinflussen, so insbesondere die Ueber-eichmmg der Bayerischen Arne-
rila--Anleihe, die Lagerberichte aus der Braun- kohlen-Jndustrie und die aus dem neuen Reichsbankausweis ersichtliche Entlastung dieses Institutes. Diese Moment« traten jedoch hinter den jetzt plötzlich aufgetretenen großen Geldansprüchen zum Ultimo zurück, die in dieser Starke nicht mehr erwartet wurden. Die matte Verfassung der Effektenmärkte führte man daher in der Hauptsache auf die Ultimoregulierungen zurück, die von einer weiteren Versteifung des Geldmarktes begleitet war. Tägliches Geld erfordert 9 bis 10> 2 Prozent, Geld wenige Tage übe rden Ultimo IO1/2 bis 11 Prozent. Monatsgeld nominell IOV2 bis 11 Vs Prozent. Stark verstimmend wirkte die Meldung über eine größere Illiquidität bei dem Giesche-Montan» Konzern. Auch aus anderen Wirtschaftskreisen lagen Meldungen über finanzielle Schwierigkeiten vor, die die Auffassung der Borke über die Wirtschaftslagen pessimistischer gestalteten. Am Devisenmarkt waren der Gulden und Warschau leicht gebessert. Stärkeren Schwankungen unterlagen nordische Devisen, die Tendenz war eher schwächer. Die Reichsmark notierte in London 20,35, Amsterdam 59,20, Zürich 123,35. Paris 5,03. Rach Festsetzung der ersten Kurse trat zwar eine leichte Besserung ein, die aber die Abschläge nicht wettmachen konnte. Das Geschäft beschränkte sich in der Hauptsache auf heimische Anleihen und Montan-Aktien
Frankfurter Abenövör'e
Frankfurt a. M., 29. Sept. Die Abendbörse verkehrt« bei belanglosem Geschäft auf dem Niveau der schwächeren Nachbörsennotierun- gen. Auch für Anleihen trat eine neue Senkung ein. Die Abendbörse schloß in schwacher Haltung. Deutsche Anleihen: 5prozentige Reichsanleihe 0,225, Schutzgebietsanleihen 5000. Ausländische Renten: Ungarische Goldrenten 9,50. Bankaktien: Commerzbank 95, Darmstädter Bank 106,75, Deutsche Bank 108, Dresdner Bank 100, Mitteldeutsche Creditbank 93,50, Reichsbank 135, Oesterreichische Credi'.altien 7,40. Montanaktien: Rombacher Hütte 33,50, Phönix 70. Industrieaktien: Daimler 39,12, Elektrisch Licht und Kraft 94, Hoch- und Tiefbau 42,25, Neckarsulmer 58, Rheinmetall 21,25, Rütgerswerke 72, Zellstoff Waldhof 87,50.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 29. Sept. Es wurden notiert: Wetterauer Weizen 22,50 bis 22,75, Roggen, inl. 17,50, Sommergerste für Brauzwecke 25 bis 27, Hafer, inl. 19,50 bis 20,50. Mais (gelb) 20, Weizenmehl, inl., Spezial 0 37 bis 37,50, Roggenmehl 25,50 bis 26, Weizen- und Roggen- flete 10. Tendenz: Flau.
Frankfurter Schlachwiehmarkt.
Frankfurt a. M., 29. Sept. Austrieb: 1319 Stück Rinder, darunter 296 Ochsen, 42Dullen, 981 Färsen und Kühe: 311 Kälber, 248 Schafe. Es wurden bezahlt für 100 Pfd. Lebendgewicht: Rinder: Ochsen: Dollfleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 62 bis 68, junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 54 bis 61, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 43 bis 53; Bullen: Vollfl. ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 54 bis 60, vollst, jünger« 45 bis 53, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 38 bis 43; Färsen und Kühe: Vollfl. ausgemästet« Färsen höchsten Schlachtwerts 57 bis 64, vollst. auSaemästete Kühe höchsten Dchlachtwerts bis zu 7 Jahren 52 bis 60, wenig gut entwickelte Färsen 48 bis 56, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 40 bis 50, mäßig genährte Kühe und Färsen 30 biS 40, gering genährte Kühe und Färsen 15 diS 20. Kälber: Feinste Mast- kälber 80 bis 85, mittlere Mast- und beste Saugkälber 70 bis 78, geringere Mast- und gute Saugkälber 60 biS 68, geringe Saugkälber 50 bis 57. Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 55 bis 58, geringere Masthämmel und Schafe 46 bis 48, mäßig genährte Hammel und Schafe (Merzschafe) 30 bis 35. Marktverlauf: Ruhiger Handel, voraussichtlich etwas Ueberstand.
Berliner Produk'.evbörfe.
Berlin, 29. Sept. Der Prodicktenmarkt ist abermals sehr matt. Die Kauflust ist unter der Einwirkung der abfallenden Auslandpreise gering. Auf dem Weltmarkt hört man nur Angebote, so daß die schwache Tendenz weiter anhalten dürfte. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märf. 200 bis 205, do. Sept. 221,50, do. Oft. 221,50-bis 219, do. Dez. 225 bis 223, Roggen, märf. 146 bis 150, do. Oft. 161 bis 160,50, do. Dez. 170 bis 168,50, Gerste, märf. 206 bis 230, Futtergerste 169 bis 174, Hafer, märf. 172 bis 180, do. Oft. 174 bis 173, do. Dez. 183 bis 182, Raps 345; für je 100 Kilo: Weizenmehl 27,25 bis 31, Roggenmehl 21,75 bis 23,75, Weizen- kleie 10, Roggenkleie 9,20, Viktoriaerbsen 26 bis 31, Futtererbsen 21 bis 24, Wicken 24 bis 26, Rapskuchen 15,40, Leinkuchen 21, Trockenfchnihel 11,40, Torfmelasse 8 bis 8,20, Kartoffelflocken 16, Zucker 20,20.
Kleines Schöffengericht Gießen.
• Gießen, 28. Sept. Hinter verschlossenen Türen ivurde gegen die Ehefrau A D. aus Götzen verhandelt. Sie hatte hn Jahre 1923 ihrer ledigen Tochter, die in anderen Umständen war, Beihilfe zur Abtreibung geleistet. Es wurden der Angeklagten in weitgehendem Maße mildernde Umstände zugebilligt, da sie Mutter von 14 lebenden Kindern ist. Das Urteil lautete auf 1 Monat 2 Wochen Gefängnis.
Der Kaufmann L. W. aus Garbenteich wurde wegen Betrugs und schwerer Urkundenfälschung zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Gr braucht« Geld für eine Reise nach Göttingen, wo er ein« Stelle in Aussicht hatte. Er machte sich deshalb an einen hiesigen Sortierer heran, erhielt auch auf feine Bitten eine Musterkollektion Zigarren und versprach, Bestellungen auf Zigarren aufzusuchen. Er brachte einige Aufträge, die aber fingiert waren, ließ sich die angeblich bestellten Zigarren aushändigen und verkaufte sie unter Preis. Weiter fertigte er drei Bestellscheine an, die er mit fremden Namen unterschrieb, und legte sie vor. Mildernde Umstände wurden ihm zugebilligt, die in seiner Jugend und in seiner Notlage gefunden wurden.
Büchertisch.
— Die soeben erschienene 7. Lieferung des „Kleinen Brockhaus" bringt uns wieder viel Interessantes. Eine Uebersicht über die Entwicklung der Musik unb der Oper geben uns ein klares Bild des ganzen Werdegangs des Ton- reiches. Pilzsammler finden zwei reichhaltige Pilztafeln in zum Teil farbiger Ausführung.
Schach-Ecke.
Bearbeitet von W. Orbach.
Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers".
W
Problem Nr. 30.
Don Otto Dehler. Schwarz.
-iß.
Matt in drei Zügen.
Weiß: 9 Steine. Kdl, Tal, Ld7, Le3, Sd6, Bb4, Be2, Bf4.
Schwarz: 4 Steine. Kd5, Te8, La6, Bb5.
Sf5
11.
5.
5. c7-c5!
Position den Vorzug verdienen.
14
15. Sd4xc6
l6. Dh4-h6+
17. Dh6-h3
1. e2-e4
2. d2-d4
3. Sbl -c3
4. Dd 1 — g4
1. e7-e6
2. d7-d5
3. Lf8-b4
4. Ke8-f8!
14. g7-g5
15. SeTxcö
16. De5-g7
17. Dg7-f6
Ein sehr guter Zug; in ähnlicher Stellung wurde von Rett gegen Dogoljubow im Breslauer Turnier an dieser Stelle §7—g6? , welches die Glossatoren als stärksten Zug empfehlen, gezogen. R6ti machte jedock) verschiedene Male hiermit schlechte Erfahrungen.
5. e4-e5
An dieser Stelle dürft« sich ein Entwicklungszug, z. B. Ld3, mehr empfehlen, da Schwarz nunmehr sofort durch
Runde des Debrecziner Meisterturniers am August 1925 gespielt.
Französische Partie. Weiß: Mattison (Lettland). Schwarz: Dr. Nagy (Ungarn).
Partie Nr. 21.
Die nachfolgend« Parti« wurd« in der zweiten
das weihe Zentrum unter
Feuer nimmt.
6. a2-a3
6. Dd8-a5
7. Lei - b2
7. c5xd4
8. Dg4xd4
8. Sb8-c6
9. Dd4-f4
9. d5-d4!
10. Sc3-e2
10. 8x8-«7
11. Ld2xb4
11. Sc6xb4
12. 0-0-0
12. Sb4-c6
13. Se2xd4
14. Df4-h4
13. Da5xe5
Nach dem Damentausch würde di« schwarze
18. Lfl — b5?
19. Dh3-c3
20. Dc3-c5+
21. Tdl-el
22. Dc5xe5
23. Kcl - bl
Weiß gibt auf.
18. Sc6-d4
19. e6-e5
20. K18-g7
21. Lc8 — f5
22. Ta8-c8
23. Sd4xc2
Lösung des Problems Nr. 29.
1. Dc4-g8!
Varianten einfach.
Aus der Schachwelt.
Süddeutsche Mei st erschaff. Bei dem Wettkampf um die Süddeutsche Meisterschaft erzielten Gebhard, München, mit 5 Punkten den 1. Preis und Ludwig Schmitt, München, und von Lennep (Dr. Thönes), Speyer, mit je 4*/z Punkten den 2. bis 3. Preis. Dann folgen Wiedermann, Rutz, Krautheim und Weißinger mit je 21/? und Eiche mit 2 Punkten. Gebhard, München, ist somit Süddeutscher Meister.
Geza Maroczh. Dieser Tage^seierte der ungarische Großmelster Maroczy ein seltenes Jubiläum : eine 30jährige Schachtätigkeit. Er kann auf viele schachliche Triumphe zurückblicken, und was mehr ist, auf eine seltene Beliebtheit. Ueber- all hat er nur Freunde. Die bedeutendste schriftstellerische Leistung war bekanntlich seine Ausgabe des Morphy-Duches.
Die Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom RedakttonSttsch. Der Wettbewerb.
Beim Nachtisch veranstaltet der Papa einen kleinen Wettbewerb:
„Also Kinder — wer mir den schönsten Kuß gibt, der kriegt noch ein Stück Kuchen!"
Der kleine Kurt läuft zur Tür und ruft in den Korridor:
„Minna! Kuchen essen!"
Harmlos.
Merkwürdig, wie verschieden die Nachbarn mein Klavierspiel beurteilen! Don links wird ein Stein ins Fenster geworfen, und von rechts schreit im nächsten Augenblick einer Bravo!"
Zoologie.
„Wie hübsch uns die kleinen Schwäne begleiten!" — „Du Gans, das sind ja Enten!"
Auf dem Rummelplatz.
„Wollen wir nicht noch ins Flohtheater?" — „Nee, ich mache mir nichts aus Kleinkunstbühnen.-
Hojvtoho-ol
„So ein Bonbon steckt der Sänger Meiritzki stets vor dem Austreten in den Mund." — „Zu wenig! Eine ganze Tüte sollt' er nehmen, dann könnte er wenigstens nicht mehr fingen l“
Pygmalion.
Kammerspiele München. In der Pause nach dem Vorspiel, das auf halb verdunkelter Bühne abläuft und vom Geschrei der Liza beherrscht wird: „Du, was heeßt d'n das, Bichmahl'chon?" ,,'ch weeß je ooch nich genau ... 's is so was Aehnlich's wie Gamähl'cbon . . . Ee ward doch ooch eegahl anderschd . . .
„'s ward schon so seihn ... — Gamähl'chon heeßt's bei de Diere un Bichmahl'chon bei de Menschen."
Jedem bringt die Lieferung ettvaS ReueS; sie läßt erkennen, daß der „Kleine Brockhaus" ein unerschöpflicher Quell des Wissens ist. Der ermäßigte Subskriptionspreis gilt' nur noch für Bestellungen bis zum 29. September.
— Die Deutsche Kritik. (Verlag Franz
Ducke, Chemnitz.) Mit Beginn der neuen Spiel
zeit ist ein bemerkenswerter Ausbau dieser interessanten Theaterzeitschrift, die bekanntlich aus mehr als 200 der größten deutschen Tageszeitungen die Kritiken über Uraufführungen, Erstaufführungen, Neuinszenierungen und Neueinstudierungen sammelt, erfolgt. In den verschiedenen Städten haben bereits Uraufführungen stattgefunden, worüber die Septemberheste der Deutschen Kritik berichten. Den Anfang hat Stuttgart mit dem Schauspiel „Esther La- barre" von Franz Schulz, gemacht. Die im Laufe der letzten Jahre gesammelten Erfahrungen hat sich Die Deutsche Kritik insofern zunutze gemacht, als nun bei Uraufführungen und wichtigen Erstaufführungen nicht nur die Kritiken vom Orte der Aufführung selbst, sondern auch aus anderen Städten veröffentlicht werden.
Es ist jedenfalls außerordentlich interessant, an Hand der Deutschen Kritik das seit 1. September außergewöhnlich stark pulsierende deutsche Theaterleben zu verfolgen. Die Deutsche Kritik erscheint in zwei Ausgaben. Ausgabe A enthält die Schauspielkritiken und Ausgabe B die Opern- und Operettenkritiken.
— Jakob Schaffner, Die Schürze. Engelhorns Romanbibliothek. Ganzleinen 1.75 Rm. Jakob Schaffner, der berühmte Träger des Schweizer Schillerpreises, schenkt uns hier einen humoristischen Roman, den niemand ohne vergnügliches Schmunzeln lesen wird. Die sichere
Charakterzeichnung verrät ebenso den überlegenen Menschenkenner, wie die urwüchsige Sprache den originellen Dichter. 514
— Der Schwimmsport, von Dr. Willy Meisl und Philipp lötnter. 3m Ullstein-Verlag, Berlin. Ein Buch vom Schwimmen, mit vielen Bildern und Skizzen, wo an den Beispielen unserer besten Schwimmer gezeigt ist, „wie's gemacht wird".
— Die neuen Aufwertungsbestimmungen mit Umrechnungstabelle an Hand praktischer Beispiele für den Dolksgebrauch erläutert von Dr. K. Delz. Verlag „Unitas" G. m. b. H., Bühl (Baden). 519
— Fr. W. van Oestsren. Es wäre besser gewesen. Engelhorns Romanbiblio- thek. Ganzleinen 1.75 Rm. Die schlichte Geschichte eines schönen Mädchens aus bescheidenen Verhältnissen, das durch eine Geldheirat innere und äußere Konflikte heraufbeschwört, wird von Oestören in seiner poetischen Art schlicht und dabei doch überaus farbig erzählt. 513
— Monika Hunnius, »Mein Weg zur Kunst". (Eugen Salzer, Verlagsbuchhandlung, Heilbronn.) Das Buch umfaßt vier Hauptabschnitte: 1. Kindheit und Jugend. 2. Studienzeit. 3. Wirken in der Heimat; und der letzte Abschnitt erzählt vom Weltkrieg und der Nach
kriegszeit. Aus einem reichbewegten Leben trete:: uns Gestalten von eigenartiger Prägung und farbenfrohe, fesselnde Bilder entgegen. Und in allen schwingt eine feine Seele, di« dieses Leben in seiner tiefsten Innerlichkeit und Schönheit erfaßt und ihm beredetsten Ausdruck zu verleihen fähig ist. 64
Rundfunk-Programm
des Frankfurter Senders.
(Aus der „Radio-Umschau".)
Donnerstag, 1. Oktober.
4.30 bis 6 Uhr: Nachmittagskonzert deS Haus-Orchesters: Neue Schlager. 6 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 6 bis 6.30 Uhr: Die Lesestunde (Aus fernen Ländern): Aus dem Buch: Unter Indianern Südamerikas, von Prof. Dr. Max Schmidt-Berlin. 6.30 bis 7 Uhr: Nur für Kassel: Vortrag von Oberftuöienbireftor Dr. Hermann Küster: „Das Auslanddeutschtum, seine kulturelle und wirtschaftliche Ded'euwng" (nachgeholt). 7 bis 7.30 Uhr: Stunde des Südwestdeutschen Radio- Clubs: „Sinn und Bedeutung der elektrischen Maßeinheiten", 21. Spezialvortrag von Herrn Schneider. 7.30 bis 8 Uhr: Vortrag von Herrn Ernst Schoen: „Neue Musik, Musikfeste und Rundfunk". 8.30 bis 9.30 Uhr: Tanzmusik der Tanzkapelle Steinmetz. 9.30 Uhr: Nachrichtendienst, Wettermeldung. 9.35 Uhr: Die Spätankündigung: „Ausrufungszeichen!" 9.45 Uhr: Sportfunkdienst. 10 Uhr: Zeitangabe. 10 bis 11 Uhr: Übertragung von Kassel: V. Kasseler Mundart-Abend, ausgeführt von Herrn Carl Sömmer.
WUtig für cvllekieflilelekLLkuÄWW einkommensteuergesetz vom 10. August 1925, daß Lotteriegewinne künftighin steuerirct sind. Dadurch werden die Zweifel, die btftber bei dem Publikum über die Frage entitanbrn und, ob es überhaupt lohne, in der Votierte zu svleleu. Es steht nunmehr unbedingt iest, bah im Halle eines Gewinnes in der Preukiich-Siiddentichcn Klassenlorterie lediglich die planmäßigen 2 ■' , und roeiter nichts, insbesondere keinerlei Steuern gekürzt werden. Auch ist der Ge- winn dem zuständigen Finanzamt nicht als Ein- kommenzuwachs aufzugeben. Demgemäß werden dem Spieler eines AchtelloseS, das nur 3 Reichsmark in jeder Klasse kostet, im Falle eines Gewinnes von 100i>00 Mark, die schon in ieber der vier Bor- klassen als höchste Gewinne ausgespielt werden, 10000 Reichsmark und, falls er daS große Los in der Haup:- und Schlußklasse gewinnen sollte, 50000 Reichsmark bar aus gezahlt. Es sind dies Sumrnew die in heutiger Zeit schon ein großes Vermögen bedeuten und die glücklichen Gewinner von jeder Sorge befreien. Wer noch kein Los hat, säume daher nicht, sich fofort ein solches zu sichern, da dem Vernehmen nach bet der bevorstehenden 26.'252 Preußisch-Süddeutschen Klaffenlotterie, deren Plan erhebliche Gewinnverbesserungen aufweist, bereits eine solche Nachfrage nach Lolen eingesetzt hat, datz abermals mit einem Ausverkauf zu rechnen ist. Tie Ziehung 1. Klaffe findet bereits am 16. und 17. Oktober d. statt. 53371a


