Ausgabe 
30.5.1925
 
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3apan tn seinem eigentliche» Wesen für (Europa ent-

tag und dem

Liederbande, Wunder

dem

MM Äiitn-Bitrötoimei, motu

Für die Pfingst-Feiertage:

W MMM

(hell)

Kurze Kuren

Glänzende Erfolge

8NIS

Be- -u den zu

Jung, hab ich dir nichtAguma gesagt?

Jetzt hast du mir wieder was andres gebracht I

Namen E. A. R u t h i n g e r trat in Frankfurt, Wiesbaden, Mainz und zahlreichen anderen Orten ein junger Mann auf, der sich als Vertreter einer bedeutenden Holzfirma ausgab und in deren Namen L i e f e r u n gs v e r t r ä g e abschloß. In einem hessischen Orte ergaunerte er sich ein Auto, mit dem er überall alsgroßer" Mann auftrat. Jetzt wurde er verhaftet. Er machte einen Selbstmordversuch, indem er Lysol trank und sich dabei den Hals verbrannte. Es gelang nunmehr auch seinen richtigen Namen festzustellen. Es handelt sich um den 32jährigen Kaufmann Karl Richard Exner aus Trier. Nun muß er eine lanae, lange Rundreise von einer Staatsanwalt­schaft zur anderen antreten und sich wegen feiner unzähligen Schwindeleien vor den jeweiligen Ge- richten verantworten.

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die vrühl'sche llniverfitätr-Vnicker.'i, H. fange, Sietzen, Schulstr. 7.

lautete wegen Widerstandes auf 7 0 2K k und wegen Beleidigung und Bedrohung auf 3 0 Mk. Geldstrafe, evtl, für je 5 Mk 1 Lag Ge­fängnis Der Angeklagte nahm die Straft an.

H öri*hofcner Nocon - Enerkelicum bervorragendeS KräftiaunaSrnittel bei Hera- und Nerveniebwlohe, Schlaflosigkeit. Von vielen Au­toritäten anerkannt. Viele Dankschr. Allein echt: WörtShofener Naturbeil, Elberfeld. Niederlage: tteneraidepot ur d Niederlage für (Mienen iHcfut in- baufl Paul ^cholä, Wieben, Mrcuarlaij ~>. 11

Hcsscn-Naffau.

fpb. Frankfurt a. M., 29. Mai. Unter

bigfeit, geheimnisvolle Berbindungen zwischen

Geistern und Menschen bilden den Stoss der eigen- ad'gen. mit großer Sprachkunst übersetzten Er­zählungen. 295

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Lafcadio Hearn, , Japanische Geistergeschichten. Herausgegeben und über­tragen von Gustav Meyrink im Propyläenverlag, Berlin. Lafcadio Hearn war einer der ersten, die

Buntes Allerlei.

Gefährdete Pflanzenkleinode.

Die schöne Jahreszeit bringt wieder eine Völker- Wanderung in Wald und Flur und damit auch eine Gefährdung unserer Pflanzenwelt, an der sich das unbedachte Begehren |o vieler Spaziergänger ver­greift. Verschiedene deutsche Länder haben bereits strenge Verbote erlaßen, um einzelne Pflanzen vor der Ausrottung zu schützen, aber auch derartige Maßnahmen nützen nicht viel, wenn nicht im Volk selbst -das Empfinden dafür tiefere Wurzeln schlägt, daß cs sich hier um unersetzliche Schätze unserer Heimatserde handelt, die Rücksicht und Pietät ver­dienen.

Dor gar nicht zu langer Zeit blühten noch auf unseren Fluren die reizvollen Orchidcenarten, wie der Frauenschuh, die herrliche N e st st ä n d e I, das wohlriechende Waldvögelein, die heute nicht mehr zu finden sind. Aber auch widerstandsfähigere Pflanzenschönheilen sind schon im Sterben. Wer kennt z. B. noch die schöne Kuh- oder Küchen­schelle, wegen ihrer auffälligen Sarncnständc auch Teufelsbart genannt Ehemals war sie überall zu finden, heute zählt sie zu den größten Selten­heiten. Fast völlig verschwunden ist ein Verwandter von ihr, der liebliche, kaum 10 Zentimeter hohe W i n t e r l i n g , auch ein Hahnenfußgewächs, das bei lauem Wetter schon Ende Januar die gelben Blütensterne durch den Schnee schob. Zu den ersten Frühlingsblühem gehört das F e ls e n st e i n t r a u t, auch Goldkorbchen genannt, das früher alle Felsen und Hänge in Mitteldeutschland mit den dottergelben Blüten schmückte; jetzt taucht es nur hie und da noch auf und steht vor der völligen Ausrottung. Eine große Seltenheit ist auch das Waldwindrös­chen geworden, das ehemals mit feinen weißen Blumen jeden Kalkhügel zierte, aber der Begehrlich­keit der Menschen zum Opfer fiel und sich auch in feinem letzten Zufluchtsort Thüringen nicht mehr lange halten wird. Das Adonisröschen, einst von Unzähliyen gepflückt, wird heute nur noch ganz selten von einem Glücklichen gefunden und ist aus manchen deutschen Ländern, wie z. B. dem Freistaat Sachsen, völlig verschwunden. Aber nicht nur Land- pflanzen sind dem Untergang geweiht, sondern ebenso Wasserpflanzen, wie der herrliche Wasserliesch, der zierliche Froschbiß, der interessante fleisch- fressende W a s s e r s ch l a u ch. Die weiße Wasser- rose sucht man durch Pflückverbote zu schützen, aber wie lange noch?

(E? ist wirklich höchste Zeit, daß alles getan wird, um hier zu retten, was noch zu retten ist. Die ver­schiedenen Verbote gegen Mißbrauch von Pflanzen- settenheiten allein genügen nicht. Zur Unterstützung der behördlichen Maßnahmen muß eine in weiteste Kreise des Volkes dringende Aufklärung einsetzen, die die Augen öffnet für die unwiderbringlichen Werte, die ernstlich bedroht sind.

deckt haben. Nicht nur bot erotische Volksleben bildet die Anziehungskraft der fremdartigen aber unerhört reizvollen Geschichten, sondern mehr noch der eigentümliche Zusammenhang zwischen dem All- Geisterhaften. Zarte romantische aber her Watirsagtkunst, der Glan­

der rcgennaflen Straße in- Schleudern und rannte in voller Fahrt gegen einen Baum, an dem c- in Trümmer ging. Die Insassen wurden dabei aus dem Wagen ge­schleudert, kamen aber verhältni-mäßig gut davon Vtn Reisender erlitt einen Beinbruch, die übri­gen Hautabschürfungen und Muskclp re Hungen. Die Gießener Lanitätskolonnc brachte die Ber- lehtetr mittel- Krankenautos in die Chirurgische Klinik in Gießen.

d. Groh-Rechtenbach. 29. Mai. Au- Mitteln der öffentlichen Fürsorge wer­den zur Zeit in den Gemeinden der hiesigen Bür­germeisterei unterstützt: 16 Sozialrentner, 4 Klein-

Am 2. Pfingstfeiertag 5526V Eröffnung meiner neu hergerichteten Gartenwirtschaft welche ich für Pfingstausflüge empfehle. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Gut besetzte Musik, Tanz auf 2 Böden. Es labet freundlichst ein

Ludwig Döpp

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Amtsgericht Wetzlar.

2 Wetzlar, 28. Mai. Angeklagt war der Bürstenmacher E. von Wetzlar wegen Hehlerei, weil er einen von seinem Sohne gestohlenen Geldbetrag von 75 Mk. an sich genommen utrb auch teilweise für sich verbraucht hatte. Ein Rest von 41 Mk. konnte durch die Polizei noch be­schlagnahmt und der rechtmäßigen Eigentümerin wieder zurückgegeben werden. Der Sohn ist seiner­zeit wegen diese- Diebstahls vom Jugendgericht Wetzlar verurteilt worden. Der 2Ingcnagte war geständig und wollte aus Rot die Tat begangen haben; weiter wollte er die Absicht gehabt haben, sobald er hierzu in der Lage sei, das Geld der Bestohlenen wieder zurückzuerstatten. Das Gericht erkannte auf 1 Monat Gefängnis

TBegen Verstoßes gegen ba£ Viehseuchen- gefcb hatte der Händler S. von Krofdorf durch Strafbefehl 10 Mk. Geldstrafe erhalten und hiergegen Berufung verfochten. 3n der heu­tigen Verhandlung kam da- Gericht zur Ver­tagung. da erst abgewartet werden soll, bis eine Entscheidung auf eine gleiche in der Revision-» Instanz befindliche Sache ergeht.

Eine Anklage wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, Beleidigung und Bedrohung eines Polizeibeamten führte den Schuhmacher H. aus Albsh a u se n auf die Anklagebank. Das Urteil

Gemeinde beteiligt, gibt Veranlassung, dem Dorf­bilde ein besonder-- schönes Aussehen zu geben. In diesem Sinne wittkr auch hier bad 3 Tage nach Psingsten stattfindende Fest der Zahnen- weihe untere^ Gesangvereins. Fast jedes Haus hat schon oder wird noch bi- zu diesem Zeitpunkt ein neue- Gewand erhalten. Was lange hinausgeschoben, weil der Kostenpunkt gescheut wurde, wird jetzt örcigniä: Man pinselt und weißt, ölt und lackiert, tüncht und tapeziert, nagelt und hämmert, und alles mit der Emsig­keit. die drängende Zeit gebietet. Jedes Haus soll wie ein Schmuckkästchen aufgeputzt werden, damit da- gesamte Dorfbild den zu erwartenden Gasten einen möglichst freundlichen Anblick ge­währt Die Geschäftsleute arbeiten vom Morgen- 8rau bis in die späte Rächt, um noch alle Wünsche esri t-igen zu können. Hoffentlich verklärt auch die strahlende Sonne an den Festtagen das neue Dorfgewand. so daß blanke, feste-frohe Augen sich daran erfreuen können.

Mrciö Lauterbach.

6 l i h . 29. Mai. Oberforftmeifter See­ger Tchoß unlängst einen guten Rehbock mit einem g a n zu n g e w ö h n l i ch geformten Gehörn. Die Stangen sind stark und durch fließe Perlen und große Rosen ausgezeichnet, edoch Ist der Rosenstock. wie dies meistens bei solchen Gehörnen der Fall ist. verhältnismäßig kurz. Da- Gehörn hat acht Enden, die teilweise verdreht sind, es ist ganz monströs entwickelt und stell! eine ganz eigenartige Abnormität dar. Man kann sicher sein, daß das Gehörn aus der Ausstellung eine Medaille erhält. Die AeS- kulapschlangen, die vor einem Jahrhundert durch den Großvater des jetzigen Grafen Görtz von dessen Weltreise mitgcbracht und auf dem .Richthof" angesiedelt wurden, haben sich bis zum heutigen Tag erhalten. Dieser Hof liegt an der Rordostgrenzc der Provinz, im Fuldatal, 2'2 Stunden nördlich von Schlitz. Gr enthält ein schmuckes Schlößchen des Grafen Görtz, worin er Im Sommer bis in den Spätherbst hinein wohnt. Die Schlangen, braungrau gefärbt, find durchaus harmlo-: fie nähren sich von Mäusen und Vögeln. Sie erklettern die Gipfel der höchsten Bäume. Ihre Länge beträgt gegen Z Meter. Ihre Gier legen fie in den Pferdemist. Dei diesem Hof ist ein prachtvoller Bestand von Buchen imb Lärchen, wie er kaum mehr in der Provinz vorhanden ist. Die Lärchen erreichen eine Höhe von 3542 Meter.

Starkenburg und Nheinhesftn.

* Darmstadt, 29. Mai. Die Zucht- und Rutzviehrnärkte in Darmstadt werden nach Aushebung der für den Kreis Darmstadt ver­hängten Seuchensperre jetzt wieder regelmäßig abgehalten Die Termine find feststehend am 1 und 3. Mittwoch jeden Monats Der nächste Rkarkt findet also am 3. Juni statt. (Siehe Anzeigenteil.)

MrrU Wetzlar.

Atzbach , 29 Mai. Sin A u t o u n f a l l, der zum Glück noch glimpflich verlies, ereignete sich heute mittag gegen 12 Uhr in der Rühe unsere- Dorfes. Ein mit fünf Personen besetztes Auto, das auf der Reife von Erfurt über Dießen nach Reuwied begriffen war. kam in der scharfen Kurve vor unserem Orte infolge

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

1. Pfingstfeiertag, den 31. Mai.

Dießen. Stadtkirche. 8: Pfr. Mahr 9'Pfr. Becker. 11: Kinderkirche für die Matthäus- und MarkuSaem Pfr. Becker - Johannesttrche. 8: Psr. BechtolSheimer. 9 : Pfr. Ausfeld. 11: Binder» kirche für die JobanneSgemeinde. Pfr. AuSfeld. - Kirchberg. 10. Kollekte für die Lutherstiftung. 11: Heil Abendmahl für Staufenberg. Rackm !' . Watzenborn-Darbenteich. Watzenborn-Steinderg: 1 fKirchenchor und Einzelgesang). Garbenteich. 9' , IKollekte für die Lutherstiftung« - Wies eck. ä1 Opfer für die Lutherstiftung. 10'.: Kinderkirche.

2. Pfingstfeiertag, den 1. Juni.

Dießen. Stadtkirche. 8: Pfarrass. Hertel. 9' Pfr. Mahr. Beichte und heiliges Abendmahl für Matthäus- und Markusgem. - JohanneSklrche. 8: Pfr. Ausfeld. 9'^ : Pfr. BechtolSheimer. Beichte und heil. Abendmahl für LukaS- und Johannes» gemeinde. 11'/«: Kinderkirche f. die Lukasgemeinde. Pfr. Bechtvlsheimer. - Kirchberg. 10. Lollar V . - Watzenborn-Garbenteich. Watzenborn-Steinberg. */,10. Garbenteich. 1. - Wieseck. 9' Opfer für die Ausschmückung der Kirche.

Katholische Gemeinden.

Dießen. Samstag, den 30. Mai. 4' , u. 7 Deichte. Sonntag, den 31. Mai. Pfingstsonntag. , Beichte, 7 Messe, 8 Kom.. 9 Hochamt m. Predigt, 11 Messe m. Predigt, 2'/, Vesper m. Segen. 4 , u. 7 Beichte. Pfingstmontag. 6' ? Beichte, 7 Messe, 8 Kom.. 9 ' Hochamt. 11 Meße, 2' , Andacht mit Segen. - Donnerstag. 4. Juni. 4'/, Beichte. Freitag, 5. Juni. 6' « Segensamt. Grünberg. Pfingstmontag. 9", Messe mit Predigt. - Hungen. Pfingstsonntag. 8 Hochamt m. Pred. Pfingstmontag. 6 Andacht. Lich. Pfingstsonntag. 10 Hochamt mit Predigt. Pfingstmontag. 7' , Hochamt. Laubach. Pfingst­montag. 10 Messe mit Predigt.

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