Einzelbild herunterladen

englische Kabinett ein wenig drohend an. Mit Frankreich hat Italien den gleichen Standpunkt in der internationalen S ch u l d en f r ag e. die durch Amerikas Anregung jetzt ins Rollen ge­kommen ist. Zu Frankreich fühlt sich Italien jetzt in der Sicherheitsdiskussion hingezoaen, mit der es seine Ansprüche, die Garantie der Bren - ner-Grenze anmeldet. Wenn sich Mussolini so entschieden gegen eineAnnexion" Oester­reichs durch Deutschland wendet, wie er es tat, so kann dabei nur die Idee zugrunde liegen, all­mählich den Dodm für eine irgendwie geartete Vereinigung Deutschösterreichs mit Italien zu b reiten. Denn er ist viel zu Flug, um nicht zu wissen, daß so rein negativ die österreichische Fraga nicht behandelt werden kann. Negativ in dem Sinne, daß man den Anschluß an Deutschland verbietet, dir Donauföderation nicht will, fren Auseinandersall Oesterreichs an die Nachbarstaaten ausschließen möchte (weil keiner dem anderen einen Teil gönnt), die Hilfe aber, die notwendig wäre, um Oesterreich dauernd auf den Deinen zu halten, keiner weder bringen kann noch will. Dann ist jeder Ausweg ver­rammelt. Was geschieht dann, wenn Oesterreich, wie sein Schritt vor dem Völkerbund andeutet, tatsächlich nicht weiter kann? Die italie­nische Presse deutet cS eben an, und wir sehen darin den bestimmenden Grund für Mussolinis Rede, daß man dann in Italien an eine A n - gliederung. mindestens an eine Einfluß­sphäre Italiens denkt.

Cs sind merkwürdig verkünstelte und ver­kehrte Gedankengänge, in denen sich untere Gegner bewezen, um nur ja nicht irgendwie etwas für Deutschland Günstiges berauskomnren zu lassen. Jeder Unbefangene sieht doch, daß das, was Mrsso'i i vorschlägt, das Glrichgewich: Europas zu erhalten und Italiens Stellung im Mittel­meer auszudehnen, niemals mit Frank­reich und mit Frankreichs Vormachtstellung in Europa erreicht werden kann, sondern nur mit Deutschland und mit England gegen Frankreich. Aber die Abneigung gegen den D.siegten des Weltkrieges, Wohl auch die innere Sorge vor den trotz aHcm im deutschen Volke steckenden Lebenskräften führt auf diese 3rrtoege, von denen sich die italienische Politik ja doch einmal zurücksinden wird und muß.

Leichter wird so das Schachspiel für Eng­land nicht. Es ist in einer reichlich schwierigen Lage. Es täuscht auch niemand in der Welt dar­über hin, toemt man aus England Stimmen hört, nun Europa einfach sich selbst zu überlassen, wenn dieses den Sicherheit-Pakt nicht fertig bringe, den England nicht brauche, den der Kon­tinent nötiger habe als England. Mit Derlckub, daS stimmt nicht! Die Sicherheitsfrage ist nicht nur die bekannte Forderung Frankreichs gegen Deutschland, nicht nur, wie wir das formulieren müssen, die Sicherheit Deutschlands gegen Frank­reich, sondern auch die Sicherheit Eng­lands gegen Frankreichs Vorma cht in Europa. Der englische Botschafter in Ame­rika hat es offen ausgesprochen, daß England den wirtlichen Frieden Europas beinahe not­wendiger brauche als das übrige Europa, und wie es mit Europa verbunden ist, hat Ehamberlain in seiner Rede vorn 24. März klassisch ausgcdrückt. Man braucht nur die Zahlen seiner Ausfuhr nach Amerika und die der Aus­fuhr Amerikas nach England mit den Zahlen seiner Schuldenverpsl Achtung zu addieren, um dann zu fragen, wie England fr i e Differenz bezahlen soll, ohne an Europa zu verdienen. . Dafür ist aber Voraussetzung, daß Europa wirklich 1 zur Ruhe und zum Frieden und zur wirtschaft- F-lichen Arbeit kommt, änd das läuft im Augenblick eben in der Sicherheitsdiskussion über den Sicher- * heitspakt zusammen.

Auch auf Nordamerika kann England nur in begrenztem Maße zahlen. Amerika hat sich an Europa interessiert und bleibt es. ES wird auch in der Schuldenfrage einen neuen Druck ausüben. Aber in der Sicherheitsfrage, in einer rein politischen Erörterung, wird Amerika ganz bestimmt nicht so vorangehen, wie es das mit dem Dawesplan im vorigen Jahre tat. Dann bleibt aber eben für die englische Politik nichts übrig, als entschlossener vorwärts zu gehen als bisher. Ein völliger Fehlschlag dieser langhingezogenen Sicherheitsverhandlungen, für die ja nur die Zeit bis zum Beginn der Genfer Dölkerbundstagung zur Verfügung steht, wäre auch für ein so starkes Kabinett wie das heutige englische ein schwerer Schlag.

Deutschland hat.das seine getan, die deutsche Politik soll jetzt Nerven und Ruhe be­halten. Die Reihenfolge, in der für sie die Fragen zur Erörterung stehen, liegt fest. Für uns kommt erst die Räumungsfrage und der Schluß mit der Militärkontrolle, dann die Sicherheit gegen die berühmtenpermanenten Elemente" der Dölker- bundstontrolle, dann die Sicherheitsfrage über­haupt mit unseren Forderungen und Bedingungen und dann die MlkerbundSfrage mit unserem Standpunkt 5um Artikel 16 usw. Daß auS diesen Erörterungen etwas herauskornme im Sinne der

englischen Vorschläge, daran ist E n g l a n d w e 1 t mehr interessiert als wir.

So ist die außenpolitische Lage für Deutsch­land jetzt wahrhaftig sehr verwickelt, gar nicht leicht, aber auch durchaus nicht ungünstig. 3'cfr v- mann, der das durchdenkt, fällt sofort da5 Bild aus dem Kartenspiel ein. Da man Deutschland habxn will und da man Deutschland in diese Sache hereinzuziehen sucht, sitzt Deutschland jetzt bei dem großen Spiel, das gespielt wird, tat­sächlich in der Hinterhand. Es ist eben nicht ausschließlich Olstekt der Politik der andern, sondern ist, namentlich wenn man das a'l:s und die Handelsvertragsverhandlungen -usammen- nimmt, auch einigermaßen wieder Subjekt in der Politik geworden.

Das hsffische BeamtsE'edelrmgsgefstz.

O S a r m ft a 61, 30. Mai. (Priv.-Tel.) Wie wir erfahren, ist der Entwurf des Beamten- siedlnugsgesehes soweit fertiggestellt, dc.ß er in Kürze dem Landtage zugehen kann. Die Beamtensiestl'.-ngsverordnung des Reimes vom 11. Februar 1924 ermächtigt bekanntlich Länder und Gemeinden entsprechende Vorschriften für ihre Beamten, Angestellten und Arbeiter zu er­lassen. Von dieser Ermächtigung habe bisher nur Preußen und Sachsen Gebrauch ge­macht. In Hessen ist die Zabl der Beamten, welche für eine solche Siedlung in Betracht kom­men, nur gering. Trotzdem wird von der Beamtenschaft sowohl wie vom Landtage (An­träge Storck und Hattemer) Wert auf eine dem Vorgehen deS Reichs entsprechende Maßnahme gelegt. In gleicher Weise wir nach der ReichS» bearntensied-lungsverordnung soll auch den abge­bauten hessischen Beamten durch Umtoanfr- tung von Ruhegehalt und Warte- geld in eine Rente die Kapitalbeschaffung erleichtert werden. Die Kapitalbeschaffung selbst soll grundsätzlich Sache des Siedlers bleioen. Soweit die Beschaffung privater Geldmittel auf Schwierigkeiten stößt unfr den Siedlern eigene Mittel nicht oder nicht in genügendem Vdaße zur Verfügung stehen, ist beabsichtigt, staat­liche Zwischenkredite hierfür bereit zu stellen. Das Reich hat für Reichsbeamte für solche Zwecke bei frer Deutschen Wohnstättenbank A.-G. in Berlin Kredite zur Verfügung gestellt, die 1. im Höchstbetrage von 2 000 Mark je Siedlung als Rentenkredite, verzinslich zu 5 Prozent jährlich, 2. im übrigen als Zwischen­kredite, verzinslich zu 6 bis 10 Prozent jährlich weiterbegebrn werden.

Das Religionsbekenntnis bei der Volkszählung.

Von frer Hess. Zentralstelle für die Landes- statistik wird uns geschrieben:

Bei fror Volks-, Berufs- unfr Be­triebszählung am 16. Juni wird zum erstenmal wieder seit der Volkszählung 1910 die Frage nach dem Religivnsbekennt- n i s erhoben. Sie ist nicht nur vorn Stand­punkt frer Kirchen unfr Religionsgesellschaften, sondern auch vorn Standpunkt der Bevölkerungs- Wissenschaft von großem Belang. Denn die Ver­schiebungen innerhalb frer Konfessionen, wie wir sie von Volkszählung zu Volkszählung feststellen fönnen, sind zum kleinsten Teil auf lieber- unfr Austritte zurückzufuhren. Vielmehr sind sie das Ergebnis Der starken Wanderungsbewegung, die sich jahraus, jahrein innerhalb unseres Volkes vollzieht unfr unter freu SchlagwortenLand- flucht",Zug nach frer Stadt", Zug nach dem Westen" hinreichend bekannt ist. Aus dem Reli­gionsbekenntnis lassen sich deshalb interessante Rückschläge auf die Binnenwanderung der Be­völkerung ziehen. GS ist klar, daß es fr et Sta­tistik bei frer Frage nach frer Konfession nicht auf frie Erfassung frer religiösen Gesinnung an- kommt, zumal sich innere Zustände unfr Merk­male naturgemäß jeder statistischen Erfassung entziehen, fraß sie vielmehr nur dir äußere Zu­gehörigkeit zu einer Religwnsgesellschaft fest­stellen will. Deshalb muß sich jeder solange noch als evangelisch, katholisch, israelitisch usw. eintragen, als er nicht formell aus diesen Reli­gionsgemeinschaften ausgetreten ist. Die Be­kenntnisse werden wie folgt gegliedert: 1. Chri­sten, 2. Israeliten, 3. Andere nicht christliche Rr- ligivnsgesellschaften (Mohammedaner, Buddhisten usw.), 4. Personen, frie feiner Religionsgesell- schast frer Gruppen 1 bis 3, aber einer Vereini­gung zur gemeinschaftlichen Pflege einer Welt­anschauung angehören (z. B. Freireligiöse, An­throposophen, Theosophen, Spiritisten u. frgl.), 5. Personen, frie keiner Religionsgesellschast unfr keiner solchen Vereinigung angeboren (Dissiden­ten, aus frer Kirche Ausgetretene, ohne Be­kenntnis usw.). Die Christen werden wieder geschieden in a) Evangelische, b) Römisch-Katho­lische (einschi. Unierte), c) Griechische und Ruf- sisch-Orthodoxe, d) Altkatholiken, e) Sonstige.

Die Evangelischen weiter in 1. Angehörige der Landeskirchen, 2. Angehörige evangelischer Frei­kirchen a) evang.-l'.'tyerischer, b) evang.-resor- miertcr Frei?ira,en c) frer Brüdergemeinde (Herrnhuter) und äh '.l. 3. Sonstige Evangelische a) Mennonitcn. b) Baptisten, c) Methodisten, d) Neuapostolisck e c) Adventisten, f) Sonstige (z. D. CSmitc Bibelforscher, Quäker, Darbysten usw.).

Wie über alle Übrigen Angaben wird auch über die des Religionsbekenntnisses aufs strengste das Amtsgeheimnis gewahrt. Sie wer­den ausschließlich zu statistischen Zwecken ver­wertet, unfr an keine Behörde oder Privat­person werden irgendwelche Auskünfte persön­licher Art erteilt. Die Verfassung, frie im Artikel 136 festgesetzt daß niemand verpflichtet ist, seine religiöse ile&crgeugung zu offenbaren, läßt eine solche Frage bei statistischen Erhebun­gen ausdrücklich zu. weil der Einzelne gegen jede mißbräuchliche Verwendung feiltet Anga­ben genügend sicher gestellt ist.

Aus der Provinz.

Landkreis Gretzen.

!*! G t o ß e n - L i n fr e n, 29. Mai. Sein löjähriges Stiftungsfest, vetbunfren mit einem großen Gesang Swett st reit, begeht am 13., 14. unfr 15. Juni der hiesige Gesang­vereinHarmoni e. Am Wettsingen betei­ligen sich 16 Vereine mit §00 Sängern, außer­dem erwartet man etwa 20 Gastvereine, so daß mit einer Beteiligung von 2000 Sängern zu rechnen ist. Bon feiten der Eisenbahnverwaltung wird in entgegenkommender Weise ein Sondet- zug eingelegt werden.

* Großen-Linden, 30. Mai. Der Hilfs- l a d e m e i st e r i. R. L. Schaum II. feiert am ersten Pfingstseiertag in körperlicher und geistiger Frische seinen 8 8. Geburtstag.

d. Lang-GönS, 29. Mai. Die Frage frer Schaffung einer öffentlichen, zu jeder Zeit für Wagen- und Fußgängerverkehr be­nutzbaren Verbindungsstraße zwischen den Orten Lang-Göns und Dornholzhaus en hat durch eine zwischen diesen beiden Gemeinden getroffene Vereinbarung einen fr .fr: utenfren Fortschritt gewonnen. Die Gemeinde Dorn­holzhausen erwirkt gelegentlich frer zur Zeit im Gange befindlichen wirtschaftlichen Umlegung frer Grundstücke die Ausweisung des erforderlichen Geländes zur Fortführung des als DLtbinfrungs- sttahe zu benutzendenM andelerweges" in der Gemarkung Dornholzhausen. Beide Ge­rn e i n fr c n bauen denMandrlerweg" in ihren Gemarkungen gleichmäßig und vorschriftsmäßig auf'mindestens vier M»ter Breite aus unfr unter­halten ihn dauernd. Die Gemeinde Dornholz­hausen baut außerdem über ihre Gemarkungs­grenze hinaus weitere 500 laufende Meter des Weges auf Lang-Gönset Gemarkung aus. Hierfür liefert frie Gemeinde Lang-Göns aus ihrem Steinbruch im DistriktSichenzahl" das not­wendige Steinmaterial oder räumt frer Ge­meinde Dornholzhausen auf froren Erfordern das Recht ein, frie Steine ohne besondere Qlfrga&e selbst zu gewinnen. Die Tlnterhaltung auch der von der Gemeinde Dornholzhausen in frer Ge­markung Lang-Göns ausgebauten Wegestrecke ist dauernd Sache der Gemeinde Lang-Göns. Der Ausbau soll beiderseits bis zum 1. Januar 1930 erfolgt fein. Die von der Gemeinde Dornholz­hausen in frer Gemarkung Lang-GönS zu bauende Strecke von 500 Metern soll schon bis zum 1. August 1926 ausgeführt fein. Sofern dieser Termin überschritten wird, verschiebt sich ent- sprechend auch frer Endtermin .1930. Darüber, ob beide Gemeinden ihrer Ausbau- und älnter- haltungspflicht richtig nachkommen, entscheiden ge­meinsam frie für beide Gemeinden zuständigen Kreisstraßenbaumeister unfr im Streitfälle das KreiSamt zu Gießen unfr frer KreiS- ausschuß zu Wetzlar. Vom Schnittpunkt des Mandrlerweges mit frer preußisch-hessischen Lan- freSgrenze soll nach dem frer Gemeinde Lang- Göns gehörigen Steinbruch im Distrikt Eickenzahl" ein Anschlutzweg hergestellt werben. Soweit frie Gemarkung Dornholzhausen berührt wird, wrrd das für den Weg erforderliche Gelände im Tlmlegungsverf ähren von Dornholz­hausen ausgewiesen werden. Die etwaige Br- fefiigung und Unterhaltung dieses Anschlußweges ist Sache der Gemeinde Lang-Göns, wofür sie das Recht erhält, diesen zur Holz- und Steineabfuhr zu benutzen. Schließlich hat sich die Gemeinde Lang-Göns verpflichtet, die von der Gemeinde Dornholzhausen sowie von deren Einwohnern be­nötigten Bruchsteine aus dem Steinbruch im DistriktEichenzahl" zu dem gleichen Preise zu liefern, wie frie Abgabe an die Einwohner von Lang-Göns ftattfinfret.

t Treis a. Lda., 29. Mai. Nachdem der hie­sige Untererheber Johannes Becker XII. da­hier sein Amt als Rechner des hiesigen Spar- und Lorschußvereins, das er über 25 Jahre mit großer Umsicht und Treue geführt, wegen

anderweitiger Arbeitsüberlastung zum 1. Juli ge­kündigt hat, wurde Phil. Wolf II., Muhlen- besitzer, dahier, der seitherige Vorsitzende des Auf­sichtsrates des Vereins, zum Rechner bestellt. Als Vorsitzender des Aufsichtsrates wurde der Landwirt Otto Zechen ernannt. Der 6ejangver- e i nH o f f n u n g" dahier hält am 2. Pfingst- feiertag das Fest seiner Fahnenweihe ab.

Kreis Schotten.

Laubach, 29. Mai. Dor hiesige Musikverein hat sich unter frer Leitung von Heinrich Diehl in neuerer Zeit sehr günstig entwickelt. Dieser leite-: fri: Kapelle, frie mit 12 Stimmen des: ,t ist. feit 1922. Außer Märschen, Potpourris unfr Liedern werden auch schwierigere Konzertstücke a. 2 ckührt. Herr Diehl leitet auch freu Musikverein rvn Gonters­kirchen. Im hi:sil-e.' D .rnverein, fressen Besuch infolge des WestKrieges etwas zurück- gegangen war, ist unter fei.-.em neuen Vorsitzen­den W. Schreiner r e :e5 Leben erwacht. Die Teilnahme an den Hebungen ist wieder besser, unfr es ist Aussicht vorharrfren, daß die alten hohen Leistungen wieder erteilt werden. Auch übt daS rrruerrichtete Trommler- unfr Pfeifer- Korps unter seinem Leiter K. L e i fr n e r regel­mäßig unfr eifrig.

Kreis Alsfeld.

I *1 Alsfeld, 29. Mai. Eine Tagung über A r b e i t s u n t e r r i cht, veranstallet vom KreiSlehrrrverein Al'selo, findei jier vom 8. bis 10. Juni statt. AlS Redner sprechen Rek­tor G r u p e-Frankfurt unfr Lehrer H ils- fr o r f -Darmstadt. Von einem wüten­den Bullen aufgespießt wurde Der 32jährige Knecht unfr Viel'Wärter Karl Eiff- länfrer auf fr em Riedchel'schen Gute im nahen Altenburg. Er wollte einen Bullen von der Weide heimbringen, als dieser plötzlich in Raserei geriet unfr den ahnungslosen Wärter angriff. Der Bulle spießte den Unglücklichen mit den Hörnern auf und schleufrerce ihn in die Luft. Darauf stürzte sich das Tier mit den Hörnern auf ihn und ritz ihm frie Kleider vom Leibe. Durch herbeieileirde Leute mutzte das Tier von seinem Opfer oertrieben werden. Eiff­länder war auf der Stelle tot.

Kreis Büdingen.

I! Büdingen, 29. Mai. Von der Bevölke­rung des Kreises Büdingen wird es schon seit langer Zeit als unangenehm empfunden, daß sowohl von Gelnhausen als auch von Gießen keine späteren Abendzüge gehen. So muß man z. B. heute schon um 5 ilfjr von Frank­furt weg, um abends Büdingen noch zu erreichen. Man will jetzt an die Reichseisenbahnfrirektion Frankfurt a. M. herantreten und darum bitten, einen Spätzug von Gelnhausen bis Nidda und einen solchen von Nidda bis Geln­hausen durchzuführen. Hierdurch würde vor allem der Geschäftswelt ein vorzüglicher Dienst er­wiesen, da man in Stockheim und Gelnhausen dann bedeutend später nod) Anschluß von Frank­furt bzw. Bebra erhalten würde. Diesbezügliche Anträge sollen auch den hessischen Landtags­abgeordneten zur Befürwortung übergeben wer­den. Die Raiffeisengesellschaft, die in letzter Zeit überall Filialen gründet unfr insbesondere fren landwirtschaftlichen Genossen­schaften schwere Konkurrenz macht, gründet z. Z. auch hier eine Niederlage. Ein größeres Lagerhaus mit Cßureauräumen wird direkt neben dem Bahnhof errichtet.

?" Dinter-Schmitten. 29. Mai. Jede Festlichkeit größeren Stils, an der sich die ganze

Sommersprossendildung im zrühling.

Besteht bei Ihnen Neigung zur Sommersprossen­bildung, so kaufen Sie in der Apotheke 25 Gramm weißes Eitalbol-Wachs, um damit frie befallenen Hautstellen zu behandeln- Sicher erhältlich: Uni* versitäts-Apotheke zum goldenen Engel. 4860A

Kranke Nerven bedeuten ein langsames, qualvolles Hinsiechen. Mit nervöser Gereiztheit beginnt es und endet mit den heftigsten neu­ralgischen Schmerzen, die das Dasein uns und andern zur Qual werden lassen. Starke Arzeneien können nur schädlich fein, vielmehr brauchen wir ein unschädliches Mittel, das uns langsam die Gesundheit wiedergibt. Lasten Sie sich in Ihrer Apotheke oder Drogerie das HeftchenDer neue Weg zur Gesundheit" geben. In Gießen in der Universität-Apotheke zum goldenen Engel bekommen Sie es bestimmt. 265158

^-nratils tfhig

V Eine prachtvolle Leistung stellen öle Ur-Krank-Lezeuginffe üar. Nichts kann feiner und eöler sein al s

20embrand

öieser von v allen Kennern hochgeschätzte alte Heinbranö. Keinen Pfennig unö keinen Heller/ Deutscher/ für auslan- öische Getränke mehr! Item kann nichts köstlicher sein/ als ftr^ran# KolnerÄom ein Likör, v so öem Klagen wohltuet unS ein gar wonniges Behagen erzeuget.

Alee Krank/ L.-G./ Köln a. Rh./ Hamburg (Lhilehaus)/ Serlin W <?, potsöamer Ltrcche LLa.