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ren nicht ©eaxrit über sie gewinnen. Die Brut­stätte all diese- Hebels feien die gegen früher völlig entartetenöpirrnftuben, tn denen heute bei Bier und Schnaps ohne jede Beaufsich­tigung verbringe. Licftraurig waren die eige- iw Erlebnisse des Redners, die er nach solchen Spinnstuben" beobachten konnte. Wtt viel Nütz­licheres und Angenehmeres ließe sich mit dem so nutz- und sinnlos vergeudeten und doch so fauer verdienten Geld schaffen. An die Stell: deS öden Wirtshaustreibens der Jugend müsse der Sinn für das Wandern, für Sport und Spiel geweckt werden, das seien die Plätze, wo die Muskeln gestähll und der sich noch ent­wickelnde Körper zur reckten Entfaltung ge­bracht werde. Ganz besonders fei es Aufgabe der Mütter, ihre Kinder über sexuelle Probleme auf den rechten Weg zu bringen. In dieser Frage müssen zwischen Lehrer und Schülern eine Scheidewand stehen. Die Ausführungen hinter­liehen einen tiefen Eindruck, auß dem Kreis? der Anwesenden wurden sie noch ergänzt. Wenn sich Schule und Elternhaus zu einer derartigen Arbeitsgemeinschaft zusamnrenschliehen, werden auch die Erfolge nicht ausbleiben, ilnb daß dieser erste Abend schon ein großer Erfolg war. konnte einwandsfrei festgestellt werden. Auf diesem begonnenen Weg weiter, dann ist der Gewinngewiß! Bei der jüngsten Gemeinde- Holzsubmission wurden folgende Höchst­preise erzielt: Eichenstamme 3. Kl. 72,15 Mark, A. Kl. 48,15 Mk., 5. Kl. 40,80 Ml., 6. Klasse 18.90 M.. iltmenftämme 6. Kl. 56 Mk.. Kiefern- ischeicholz 1. und 2. Kl. 50.10 Mk., 3. Kl. 38,36 Mark, Kiesernstämme 3. Kl. 38,25 Mk.. 4 Kl.

22,50 Mk., 5. Kl. 18,20 Wk.. Fichtenschnittholz 1. Kl. 32.50 Mk.,'2. KI. 35,12 Mk., 3. Kl. 32 Mk, Fichtenstämme 3. Kl. 30,20 Mk., 4. Kl. 28,80 Mk., 5a»ÄL 26,80 Mk., 5b-ÄL 23,76 Mk.

1> Großen- Linden. 29. Marz. Freitag nachmittag fand die Schulentlas- >) un g von 24 Knaben und 20 Mädchen im Rah­men einer Schulfeier statt, der Kreisschulrat Fischer, die Eltern der Kinder. Ittglreder des Schulvorstandes und Lehrerkollegiums bei­wohnten. Rektor Bach behandelte mit seinen Schülern die Frage:Wo liegt Grvhen-Linden? in sechs verschiedenen Beziehungen, worauf die Schüler den GesühlskreiS des Heimatgedantens in Gedichten und Liedern in mannigfaltiger Weise zum Ausdruck brachten; tn feiner Ansprache er­mahnte er die Schüler, beim Eintritt in das Er­werbsleben ihre Heimat im Herzen festzuhalten, beim in ihr, im EllernhauS, in Schule und Kirche lägen die starken Wurzeln der Kraft. In warmherzigen Worten führte Kreisschulrat Fischer aus. daß die tiefen Lebenswerte der Heimat, die sich dem Bewußtsein allerdings erst im harten Kampfe des Alltags vollständig er­schließen. auch an diesen Kindern bei ihrem Rin­gen nach selbständiger Gestaltung ihres Lebens wirksam werden möchten; ferner entwickelte er fruchtbare Gedanken über das Zusammenwirken von Elternhaus. Schule und Gemeindeverwaltung und schloß mit feinsinnigen Bemerkungen über die erziehliche und unterrichtliche Arbeit im Be­ruf des Lehrers. Die in zwei Säten von der Handarbeitslehrerin Frau Katharine Dem auf- gebaute Ausstellung weiblicher Handarbeiten der Botts- und Fortbildungsschule fand bei sehr zahlreichem Besuch, auch von auswärts, allseitige Beachtung und Anerkennung.

Kreis Friedberg«

Ss. Friedberg, 28. März. Die Bank für Handel, Gewerbe und Landwirt­schaft (früher Vorschuß- und Credit-Derein) Jjieit gestern abend in ihrem Bankgebäude ihre Vauptvecsammlung ab. Aus dem von Direktor ^Webet erstatteten Bericht konnte man entneh- men, daß sowohl die Mitgliederbe'träge wie die "-Spareinlagen in erfreulicher Zunahme begriffen sind, so baß die Da ick in der Lage war, fast allen Kreditgesuchen zu entsprechen. Die Bank war imstande, trotz erheblicher Rücklagen und Abschreibungen eine Dividende von 2V Prozent vorzuschlagen, welche von der Der- sammlung genehmigt wurde.

Kreis Büdingen.

nd. Ridda, 28. März. Heute nachmittag tand tn der hiesigen Gewerbeschule die dieS- lahrige Schluß feier statt. In Berhinderung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Geh. Justiz- rat Römheld, eröffnete dessen Stellvertreter. Pfarrer Laut von hier, die Feier mit herzlicher Begrüßung der Ettern der Schiller, der Mtt- glreder des Schulvorstandes, der städtischen Ber- treter und der Freunde und Gönner der An­statt. In einem ehrenvollen Rachruf gedachte er sodann der großen Berdienste des langjährigen Lehrers der Schule, des zu Anfang des Schul- fahres plötzlich verstorbenen Gewerblleh-ers En­dres. Dem erkrankten Letter der Schutt. Rektor Höhn, wünschte er baldige Genesung und dankte Schülern für ihre gewissenhafte Pflichter, ultung unb ihren regen Fleiß im ver­flossenen Schuljahre. Wohlgemeinte, ernste Mahn- wvrte rief er den scheidenden Schülern zu. Schließ­lich zollte der Redner noch aufrichtigen Dank der Stadtverwaltung, den beiden hiesigen Kaisen und Industriellen, die die Schule bereitwilligst in der jetzigen schweren Zett unterstützten. Als Ber- tretcr des erkrankten Rektors erstattete hierauf Gewerbetthrer Bitt den Rechenschaftsbericht der Schule über das zurückgelegte Schuljahr. Rach demselben zerfällt die Anstatt in eine Lehrlings­und in eine Meisterschutt. Dir erstere bereitet die Lehrlinge für die Gesellenprüfung vor und umfaßte rm letzten Winter 7 Klassen. Ihr an- gegliedert sind noch die gewerblichen Forbll- dungsschulen in Schotten mit 3 Klassen, in Echzci, mit 2 Klassen, in Hungen mit 2 Klassen, in Laubach mit 2 Klassen, und in Reichelsheim mit 2 Klassen, zusammen 18 Klassen mit 360 Schülern. Die Meisterschutt be­reitet die Gesellen zur Meisterprüfung' vor und zähtte 3 Klassen mit 53 Schillern. Außerdem wurde im Winter noch ein Meisterkursus mit 7 Teilnehmern hier abgehalten Rachdem die Zeugnisse überreicht worden waren, fand eine Besichtigung der ausgestellten Zeichnungen und Schülcrarbetten statt, bie durch ihre Re'chHallig­keit und größtenteils recht guten Ausführungen die Eltern und Fachleute voll befriedigten. An der Anstalt wirkten im lehteir Schuljahr außer dem Reltor noch 4 Gewerbelehrer und 1 Forl- bildungLschultthrer im Hauptamt.

Str ei* Lauterbach.

hink. Lauterbach, 28. März. Eine schöne and wohlgelungene S ch l u ß f e i e r veranstaltete am Freitag die hiesige Realschule. Sie galt in erster Linie den 16 Schülern und Schülerin neu. die mit bem Ende des Schuljahres die Anßalr verliehen. Chorlirder unter der Leitung des Stu-

Fabriktatig- Jahren angefan-

den Aufschwung in der Fabriktatig- feit genommen. Die vor zwei Jahren angefan­gene und voriges Jahr vollendete Riemen-

f a b r i k von L u k a u s L Eo. beschäftigt zur Zett bis 140 Arbeiter meist aus Brandoberndorf und ilmgegenö. Auch die Holzschneiderei ve- schäftigt viele Arbeiter. Den Bewohnern ist hier­durch reichliche Gelegenheit geboten, ihren Unter­halt zu verdienen.

Kredit der

GrgÄBimg der

* Der amerik Rhein-Slbc-Äni

Wirtschaft.

* Die Absatzkrise im Ruhrgebiet. Die Absatzkrise im Ruhrgebiet nimmt, wie dem D. H. D. gemeldet wird, von Tag zu Tag einen grö­ßeren umfang an. Auf den Halden der Ruhrzechen und auf den Syndikatslagern liegen zur Zett 9 bis 10 Millionen Tonnen Brennstoff. Große Mengen Kohle sind bereits in Brand geraten. Die tägliche Förderung ist auf 330 000 Tonnen zurückgegangen, gegenüber 378 000 im Januar 1925' und '380 000 Tonnen im März 1913. Die Zahl der Feierschichten betrögt zur Zett arbeitstöglich rund 30 000 gegen­über 6885 im Januar und 1614 im März 1913. Weitere Betriebseinschränkungen und Stillegungen stehen bevor. Bei den südlichen Randzechen erfolgen täglich neue Kündigungen. Der Hauptgrund für die Absagkrise liegt darin, daß viele frühere Absatz­gebiete der Ruhrkohle von anderen Brennstoffen er­obert worden sind: dann leidet der Bergbau noch unter den Folgen der Kohlenzwangswirtschaft und darunter, daß die Eisenbahnfrachten weit über dem Durchschnitt der Teuerung liegen.

4 Bamag-Meguin 21.®., Butzbach Die Handelskammer Frttdberg hat sich lautFrkf. Ztg." nach dem Stande des älnternehmens er­kundigt und stellt auf Grund der erhaltenen Aus­kunft folgendes fest: Die Bamag-Meguin A. G. hat, wie alle Unternehmungen nach Beendigung ter SnJlationdAett, einen gewissen Abbau un­produktiver Kräfte vorqenomnren. der nunmehr durchg^führt ist. Auch sind infolge der Fusion der 2Negum AG. mit der Barnag 21.©. Verände­rungen rn der Beschäftigung des kaufmännischen und technischen Personals notwendig getoorben, die aber im ganzen nur etwa 20 bis 22 Beamte betreffen. Auch diefe Organifationsmaßnahme ist nunnwhr beendet. Außerdem ist eine betriebs­technische Teilung des Arbeitsgebietes der Bomag-Abteilung und der Meguin-Abteilung durchgeführt oder wenigstens in Angriff ge­nommen. Die Folge hiervon wird aber nicht eine Verringerung des Butzbacher- Betriebes sein sondern durch intensivere Ausgestaltung ihres ArbniSg-bietes wird es der 2I6teiIung in Butz­bach schon tn kurzer Zeit wieder möglich sein neue Arbeitskräfte einzustellen. Jedenfalls ist sie mit Aufträgen genügend versehen und für Mo­nate hinaus gut beschäftigt De Werke in Butz­bach f^hen deshalb mit aller Ruhe und begrün­deten Hoffnungen der Zukunft entgegen und sind überzeugt, daß sie auch bei wirtschaftlich noch ungünstigeren B»rh^ltnisf-n mtt Erfolg und unge­schmälertem Arbeiter bestand arbeiten werden.

btentatt Dr. Schütz fotoee Seflamata>neit von Gedichten heiteren und lehrhaften Inhalts wech­selten müetnanbei ab. Studiendirektor Stein richtete nach einem kurzen HeberbHd über daS obgelausene Schuljahr herzttche und beherzigens­werte Abschiedsworte an die zur Entlassung kommenden Schüler. Richt Zügellosigkeit soll für sie die jetzt beginnende Freiheit sein nein Lebensabschnitt bringt die ernste Pflicht, sich Wetter auszubilden, den Körper zu pflegen und zu stählen, Bescheidenhett und Anständigleit alle­zeit an den Tag zu legen. Die Ausübung der Pflichten und Rechte als Bürger des Staates muß mit Heber legung und gründlicher Kenntnis des politischen Lebens geschehen, ohne dabei in Parleifana.ismus und Parteihader zu verfallen. Mit dem Wunsche, daß die entlassenen Schüler und Schülerinnen einmal echte deutsche Männer und Frauen werden möchten, die jederzeit für ihr Vaterland, für Einigkeit und Recht und Freiheit eintreten, schloß Studiendirektor Stein seine ernsten Worte. Das SpielDie Zauber­geige" nach einem Grimmschen Märchen erregte Freude und reichen Beifall. Mit dem Chorliede Freude, schöner Götterfunke" endete die schöne Feier.

Kreis Wetzlar«

r. Weglar, 28. März. Die GrubePHi­li p p s w o n n c" bei Garbenheim, die am 20. Ja­nuar durch Absturz eines Förderwagens derart große Zerstörungen des Förderfchacktes und seiner Holzbekleidung erfuhr, daß eine Wieder­herstellung des Schachtes nicht mehr lohnend war, ist jetzt vollständig mit Abbauschutt § u g e s ch ü t t e t worden. Die Grube mar vom Jahre 1891 ab feit der damaligen Neueröffnung dauernd in Betrieb gewesen und hatte eine Tiefsohle von 125 Meier. Heber 100 Arbeiter aus Garbenheim und der Um­gebung, die in dieser Grube arbeiteten, sind wieder tn der Landwirtschaft beschäftigt. Die Gruben­gebäude und Schienenanlagen werden abgebaut Die großen Pumpwerke und Motors innerhalb der Grube konnten nicht mehr gerettet werden. Die Grube ist nun endgültig geschlossen. Auf der Höhe des Galgenberges unterhalb derSchö­nen Aussicht" (Charlottenburg) sind zwei große Wohnhäuser, bestimmt für Beamte der hie­sigen Sicherheitspolizei, im Rohbau fertig geworden. Trotz der schwierigen Herbeiscyaffung des Baumate­rials auf- diese Höhe sind die beiden stattlichen Ge­bäude doch verhältnismäßig rasch erstanden. Einen überaus schönen Ueberblick genießt man von hier über das ganze Stadtbild und das Lahntal. Die Sicherheitspolizei ist in Räumen der ehemaligen Unteroffizierschule auf der Spilburg untergebracht.

T 21 a u n fj e i m, 28. März. In diesem Jahre werden es 4 00 Jahre, daß hier und in dem benachbarten Waldgirmes die ersten Schulen errichtet wurden. Damals gehörten wir noch kirchlich zum K l o st e r D o r l a r. d. h. un­sere Kirchen standen schon im 11. Jahrhundert, wurden aber von Dorlar aus versehen. Dann kam 1525 ein Präzeptor von dort nach hier und Waldgirmes und erteilte der Jugend den Reli­gionsunterricht. Da aber hier noch niemand lesen und schreiben konnte, war derselbe noch mündlich. Dann kam das Schreiben- und 2efeitlerreen dazu. Als 1604 beide Gemeinden von Dorlar getrennt wurden, versah der Präzeptor von Königsberg hier, und derjenige von Hohensolms in Wald­girmes den Religionsunterricht. Aus diesem Grunde mußten beide Gemeinden bis zur In­flationszeit einen kleinen Bettrag zur Lehrerbe­soldung nach Königsberg resp. nach Hohensolms bezahlen.

Hessen-Rassau.

r. Brandoberndorf, 28. März, ihrfer Ort hat m den letzten Jahren einen bedeut : n-

Datum:

Börsenkurse.

(Ohne Gewähr.)

S*/. DenNche RetchSankrlye . 4*/n Deutsche RkichSanletye . BV/o Deutsche Sictchsanletl-r S6/ Deutsche Reichsanlcibe . Deutsche L-parpramienanleth« -1% Preußische KonsolS . . . 4° o Hessen...........

3'/?/n Hessen 3"/« Hessen Deutsche Wertb. Dollar-Ank. bto. Doll Schatz-AnNeiMg.') <®lo Zolltürken ....... 5*/e Äoldmerikaner .....

Berliner HandelSaefellschaf». Commerz- und Privat-Bank Tarmst. und Naiionalvank . Deutsche Bank.........

Deutsche Beretnsbank ... . DiScoiuo Commandit . . . . Metallbank Mitteldeutsche Kreditbank. . Lcsteireichische Kreditanstalt. Westbcmk. ..........

Bochumer <8nH ...... BuderuS............ Caro Deutsch-Luxemburg......

Gelsenkirchener Bergwerk. . Harpener Bergbau......

Kal,merke Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln. . . . . Laurahütle Oberbedarf Phönix Bergbau ..... Rh-innabl...........

Rubrik Montan ...

Tellus Bergbau........

Hamburg-Amerika Vaket. .. Norddeutscher Llovd.....

Lheramische Werke Albt» . . .Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann ...... Anglo-kLonl -Guans . . . .. Badische Anilin . . Chemische Mayer Sklavin .. Goldschmidt Gries eimer Electron .... Höchster Farbwerke Holzverkohlung..... ..

MütgerSmcrke ......

Schetdeanstalt ........

Alla ElekrrizikätS-Sesellschost Bergmann ..........

Maiukraftwerke ...... Schlickert . . Siemen- & Halske ...... Adlcrwerke Kleyer ..... Daimler Motoren. ..... Heyligensiaedt " egutn............

Motorenwerke Mannheim . frankfurter Armaturen , . Konservenfabrik Braun . . . Metallgekell chasr Frankfurt. Bet Unton A.-G Schuh'abrtk Herz . . .... Sichel Zellstoff Woldhof Zuckerfabrik Frankenthal .. Zuckerfabrik Waghäulel . .

Meroung uber einen amerikanischen Kredit der Deutsch-Luxemburgifchen Bergwerks-Gesellschaft erfährt derD. H. D.": Dlllon, Road & Co. in Reuhork haben der Mmttangruppe der Siemens- Schuckert-Rhein-Glbe-älnion, der Gelsenkirchener Bergwerksgefellschaft, der Deutsch-Luxemburgi­schen Bergwerks- und Hütten-A. G. und dem Bochumer Verein für Bergbau und Gußstahl­fabrikatton einen Bankkredit von 6 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt, als Dorläufereiner großen langfristigen Anleihe an diese Gruppe. Die Kreditverhandlungen sind durch die Deutsche Kreditsicherungs 21. G. geführt worden, die auch zum Deutschen Treuhänder für den Kredit be­stellt ist.

* Deuts che Werke A. G.. Berlin. Die Hauptversammlung genehmigte den bereits be­kannten 2lbschluß und erteilte der Berwaltung Entlastung. Der Aufsichtsratsvorsihende, Staats­minister a. D. Albert, führte aus, daß der Beschluß des Aufsichtsrats, dos bisherige Auf­bauprogramm aufzugeben und die einzelnen Werke selbständig zu machen, darauf zurückzu- führen fei, daß die Deutschen Werke von feiten des Hauptaktionärs nicht die genügenden Mittel erhalten konnten, um ihr Programm durchzu­führen. Rach Ansicht des Reiches könne es nicht die Aufgabe eines Staatswerkes fein, in scharfen Wettbewerb zur Privatindustrie, wie er in dem Automobilprogramm liege, zu treten. Erst nach Aufstellung des neuen Programms habe sich der Hauptaktionär entschlossen, zu seiner Durchfüh­rung die nötigen Mittel herzugeben. Zur Durch­führung des Automobilprogramms seien diese Mittel nicht bestimmt. Dieses könne nur in Ver« bindung mit der privaten Industrie durchgeführt werden, und es seien Anzeichen dafür vorhanden, daß in d^r privaten Industrie die Erkenntnis der Rotwendigkeit der Durchführung des Auto­mobilbaues nach amerikanischem Muster Raum gewinne.

Frankfurter Dorfe.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) Frankfurt a. M. 28. Marz Tendenz:

Erholt. 3>ie Enttäuschung, die sich gestern durch die Auswertungsnovelle an der Börse wi­derspiegelte, kann bereits als überwunden be­zeichnet werden. Der Markt ließ bei Eröffnung des heutigen Verkehrs int Einklang mit dem freundlichen Qkrlauf der gestrigen Abendbörse eine Optimist ische Auffassung erkennen, die in einer allgemeinen Kurserholung zum Ausdruck gelangte. Die Spekulation zeigte sich anfangs etwas ruhiger und schritt zu Rück­käufen. DaS Geschäft hat sein ruhiges Aus­sehen zurückgewonnen und bewegte sich wieder in dem bisher beobachteten Rahmen. Die Besse­rungen erstreckten sich auf alle Märkte, hielten sich jedoch in engen Grenzen und stärkere Kurs­avancen blieben vereinzelt. Anleihen fetzten zu erhöhten Kursen ein. die Kursgestaltung wurde aber später wieder schwankend. 5proz. 'Reichs­anleihe hoben sich auf 0,700, auch die anderen deutschen Anleihen erfuhren leichte Besse­rungen. Am Pfandbriefmarkt waren die Kurse nur wenig verändert. An den Aktienmärkten. die von der freund- ttchen Stimmung ebenfalls profitierten, sind nen­nenswerte Deränderungen nicht zu verzeichnen. Im großen und ganzen gingen die Kursbesserun- gen über 0,5 Proz. nicht hinaus. Im Freiver- kehr blieb das Geschäft äußerst ttein, die Kurse strebten etwas noch oben. Man hörte: Api 1 4 Beckerstahl 1L5. Beckerkohle 7,12, Benz 4 85' Brown^Doveri 60 Growaa 0,145, Krügershall 11,5, Kunstseide 340, Petrottum 15,12, Ufa 12 8. 3m wetteren Verlaufe schrumpfte das Geschäft tast völlig zusammen: 2lktien wiesen weitere Der- anberungen nicht auf. Am Anleihemarkt blieb die Haltung schwankend. Dfandbrieie waren weiter er-ott. Frankfurter Hhpotheken-Pfand-

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drtefe 7,35. Die Geldmarktlage ist toiebet leichter geworden. Tagesgeld ist flüssig. DerZinS- satz für Monatsgeld ist 10 bis 11 Pro-. Am Devisenmarkt hat das englische Pfund bei sehr stillem Geschäft eine internationale Ver­schlechterung auf 4,78 gegen Kabel Reuhork er­fahren. Paris ist unverändert bei 90,45 gegen London und 18,92 gegen Dollar. Die Mark ist ebenfalls unverändert bei einer Dollarparität von 4,199.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt <t M.

(Sn Billionen Mart au-gedruckt. Buenos-AtreS, London, Nev» York, Japan. Mo de Janeiro für eine (Snbett, Wien and Budapest für 100000 Einbciteu. olle- übrige für 100 Einheiten.)

Telegraphische Auszahlung.

(Ohne Gewähr.)

Banknoten. (Ohne Gewähr.)

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8. März

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Berliner Dorfe.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeiger-".) Berlin, 28. März. Die Reuregelung der Aufwertungsfrage, die drr Börse gestern das Ge­präge gab, wirkte auch heute nach. Am A n - leihemarkt ist man sich nicht darüber klar, auf 'welcher Grundlage nun die Bewertung der Staatsanltthen erfolgen soll, so daß bei Beginn des Verkehrs eine erhebliche Unsicherheit herrschte. In Kriegsanleihen ging zunächst nur wenig Ma­terial ein, der Kurs war mit 0,690 bis 0,695 zu hören Etwas lebhafter wurden Schuhgebiet­anleihen umgeseht, und zwar mtt 35/e diS 3Ve. Vorkriegspfandbriefe lagen vollkommen vermacht lassigt. Auf den I n du st r i ea f t i en m ä r f ten begann die llmfaßtätigfeit gleichfalls recht zögernd, da sich einmal die Unlieber bett auf dem Anleihemärkte etwas mehr auswirkte unb zudem das Geschäft am Wochenschluß stets still zu fein pflegt. Die ersten 2totiermaen hinten sich tm all­gemeinen unter den Schlußkursen des Vortags. Die Meldungen von Gewährung von amertra- nischen Vorschuß ki editen an die Rhein--Glbe-

älnion und den Anilin-Konzern tarnen nicht zur Geltung. Lebhaft befprochen wurde dagegen der bisherige ergebnislose Verlauf der Derhandlun-

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gen zwischen dem Stempelverein und der Makler­schaft Über den Terminbandel. Der Antrag des finanzpolittschen Aussch fses desReichswirtschafts- rates über das neue Finanzausgleichgefeh. das Steuer^-schlagsrecht der Länder und Gemeinden zu streichen, wurde günsttg ausgenommen, ebenso die Herabsetzung, der Preise für Ruhr-Haus­brandkohle, wovon man eine geringe Hebung des Absatzes erwartet. Am Geldmarkt wirk die Rachfrage allmählich reger, doch sind zur Deckung ausreichend Mittel vorhanden. Täg­liches Geld 1l/2 bis 9V» Proz., über den Monat

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hinaus 11 Prozent. 2Nonatsgeld 12 Prozent. Privatdiskont 8 Prozent. Der internatio- . nale Devisenmarkt lag am Wochenschluß recht still, erwähnenswerte Kursschwankungen traten während der Dormittagsstunden nicht aus

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 28. Marz. Der Produktenmarki war entsprechend d»s ausländischen Rückganges zufolge schwächer. Gerste still, Mais ruhig, da­gegen Hafer fest. Mehl hatte sehr schwaches Geschäft. Es notierten pro Tonne: Weizen (märk.) 248 bis 251, Weizen (April) 272 bis 271.50, Weizen (Juli) 266 bis 267. Tendenz: stetig, 2ioggen (märt.) 233 bis 237, Roggen (Juli) 235 bis 234,50, Tendenz: stetig: Gerste (märt.) 225 bis 246. Futtergerste 205 bu 224, Tendenz still: Hafer (märk.) 185 bis 193, Hafer (Juli) 184, Tendenz, ruhig, Mais (Mai) 180 bis 181, Tendenz behauptet: Raps 395 bis 400, Ten­denz: stetig: Leinsaat 390 bis 400; pro Doppel­zentner: Weizenmehl 33,25 bis 36, Tendenz: still; Roggenmehl 31,50 bis 34, Tendenz: ruhig; Weizenkleie 14, Tendenz: stetig; Rogqenkleic 14,50, Tendenz: stetig; Vikkoriaerbsen 22 bis 29 kleine Erbsen 18 bis 20, Futtererbfen 18 bis 19, Peluschken 18 bis 19, Ackerbohnen 19 bis 20, Wicken 18,50 bis 20, Lupinen (blau) 10,50 bis 12, Lupinen (gelb) 12,50 bis 14, Serradelle (neu) 13 bis 15,50, Rapskuchen 15 bis 5,30, Leinkuche» 21, Trockenschnitzek 10 bis 10,20, Sorfmelaffe 9.20, Kartoffelflocken 19 bis 19,20.

(In einem Lett der Auflage wiederholt.) ;

Die ehemalige Kaiserin von Mexiko nicht gestorben.

Berlin, 28. März. (TLl.) Wie aus Der» lin gemeldet wird, wird die Nachricht über den Tod der Witwe Maximttians, des ehemaligen Kaisers von Mexiko, tn Brüssel amtlich de­mentiert. Die Kaiserin-Witwe, die an einer Grippe erkr c» nkt war, ist nunmehr wie­der hergestellt.

shM« venäMMÜen lind »He Hautanreinlgkeitcn u. Hautansschläge, wie Mitesser, Pickeln, Blütchen usw. durch tägl. Gebrauch d. allein echten

SeersdwoefeL-jtifc

von Bergmann * Ce., Radebeul. Cberall zu haben. Knai-DroB. AegMt Noll. P, J. Droj, Oeirl

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