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Datum:
Banknoten.
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Nuinänssch- Noten
20
Olbenbbärft.
Die
heutige
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Gießener Wochenurarktpreise
am 28. Juli 1925 (Händlerpreise).
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Snorte (anheim I W btt O^ttia unb bem Lchwchr ihn- °i AU essen gedachten, orke und begann den 'ßen Tages zu wech. etzt for eene Berliner
hast lern Sliljesühl. mrst verlangen! Aber >, müssen roa uns dach richten" Frau Snorte >ie fühlte, daß sie da, Ahr fort: „Un mit btt ilooller Mensch ißt in t Jerichte, |ojenanntt
Engerer Zeit verfeindet ist, habe den Bries auf» ,griffen. Als der Briefträger nach Rücksprache nrit ^rau A.. die dies entschieden bestritt, der -rau Sch. hiervon Kenntnis gab, behauptete Diese der Brie' sei nicht ausgerissen, sondern cttDa fingerlang ausgeriht gewesen. Bei einer töäteren Gelegenheit, bei der wiederum die Rede auf den Vorfall kam. suchte der Briefträger die angebliche Beschädigung de« Briefes auf eine formlose Weise zu erklären, allein Frau Sch. meinte sie wisse besser, was das. nämlich die «rau 2l. und ihre Familie, für wären. Wegen i Itlet Äeusterung erhob Frau A. Privatklage ureaen Beleidigung, die mit einer Verurteilung il<r Frau Sch. zu einer Geldstrafe Djon 25 Mk. u1b den Kosten endete.
>as er zu geben ge> ebenfalls am finor» rt verständnislos die in Frau Knorke durch»
Angeklagte nicht zu erkennen gaben, das; sie noch weitere Beweiserhebung oder Gutachten wünschen, schloß der Vorsitzende gegen 6 Uhr abends die 95e- weisaufnahine. Die Weiterverhandlung wurde bann auf morgen, Mittwoch, vormittag 8* Uhr, vertagt: in ihr werden die Plädoyers des Staatsanwalts und Verteidigers gehalten werden, darauf wird sich Gerichtshof zur Beratung zurückziehen. Das Ur- dürste um die Mittagsstunde zu erwarten fein.
Amst.-Non Buen-AireS Brss -Antw Lhnstionta Kopenhagen etodpotm Cttfingforfl. Mallen. .
Loudon. ‘.'(tanort . - Doris. . . Schwetj - Spanien - Japan . . «io de Jan. Wien ln D - CefL abgest Prag . . . • Belgrad . . Tubapeft • - Bulgarien Lissabon Danzig. ■ Konstantin- Athen. .
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 200 bis 210. Matte 40. Käse 65, Wirsing 30. Weißkraut 30 bis 40. Rotkraut 40, gelbe Rüben 40. rote Rüben 20. Spinat 40. Römischkohl 15. Bohnen 20 bis 35. Erbsen 30 bis 40. Mischgemüse 20. Tomaten 35 bis 40, Zwiebeln 20, Pilze 35. Kartoffeln 7 bis 8. Frühäpfel 50 bis 75. Falläpfel 12 bis 25, Birnen 40 bis 60. Dörrobst 35, Kirschen 60 bis 80. Heidelbeeren 50. Stachelbeeren 25 bis 40. Johannisbeeren 45. Brombeeren
50 bis 70, Himbeeren 70. Pflaumen 60. Aprikosen 80. Mirabellen 80. Pfirsiche 130, junge Hahnen 100 Pf. das Pfund: Eier 1ä bis 15, Blumenkohl 50 biS 120. Salat 10. Salatgurken 15 bis 60. Cimnac^urken 3 bis 6. Ober-Kohlrabi 15. Rettich bis 50 Pf. das Stück. Rad!eschen Bd. 20 Pf.
Der Prozeß gegen den Mörder Adolf Steul.
* Gießen, 28. Juli 1925.
Unter dem Vorsitze deS Landgerichtsdirektors 2 tamer wurde heuie gegen den Metzger Adolf t e u 1 von Bellersheim wegen Mordes ver- ha tdelt. Die Anklage vertrat Staalsanwalt ; Kisch er: die Verteidigung führte Rechtsanwalt Justiz rat Hamburger
Der Erösfnungsbeschluh legt Steul zur Last, <ei 15. September 1924 in der Gemarkung Allersheim die Elisabeth Wirth von Müschen- leim vorsätzlich mit Ueberlegung getötet zu । haben.
Adolf Steul ist am 20. Februar 1898 zu ^NerSheim geboren. Er besuchte die dortige ^Zolksschule und erlernte 1912 bis 1915 das Metzgerhandwerk in Butzbach. Er war dann einige Zeit als Geselle in Frankfurt a. M. tätig. ?fcn Rovember 1916 bis Januar 1919 war er ungezogen. Er arbeitete später in der Braun- Kohlengrube Friedrich und in der chemischen 'abrif Bellersheim. Bon Rovember 1923 ab -ar er Geselle bei dem Mehgermeister Dietz in Lich.
Im Frühjahr 1924 lernte Steul die in Vellersheim in Stellung befindliche Elisabeth IRrth von Muschenheim kennen und knüpfte Be- jiehunnen mit ihr an, die bald zu intimen würben. Anfangs September 1924 will dann Steul. bet die Woche über in Lich arbeitete und nur non Samstag abend bis Montag früh in Bellersheim war. gehört haben, daß die Wirth in anderen Umständen sei. Er traf sich am 13. September mit ihr am Dorfausgang von Dellersheim nach Bettenhausen zu. Dort will tr ihr Vorhalte über ihren intimen Verkehr mit 2„deren Männern gemacht haben und behauptet, die Wirth habe dies auch zugegeben. Beide ver- adrebeten bann, sich am 14. September an derselben Stelle zu treffen und trafen sich dann u.id) dort. Sie gingen einen Feldweg weiter stach einem Haferacker des Pächters Kammer zu. di kam dann zu Streitigkeiten. Die Wirth tigerte sich, mit in die Wirtschaft Angermüller IVi gehen, da er sie doch nicht heiraten werde.
3« Zorn habe er, so schildert Steul heute ben Vorgang, mit einem Stein den Schädel ungeschlagen und dann mit einem feststehenden ?Hehgerme 1er den Hals abgeschnitten. Die Leiche habe er dann liegen gelassen, sei in das Dors jegar.gen. habe das Messer zu Hause in die ischschublai'-e gelegt und sei dann mit mehreren ' reunben in die Wirtschaft Angermüller ge- angen; dort habe er sich unterhalten und ge- anzt. Um 11 Uhr habe er die Anna Kops ich Hause begleitet, sei dann an den Tatort .-eilt und habe die Leiche nach dem weit ent» . raten Steinbruch getragen und dort verscharrt, 'fort nächsten Morgen sei er nach Lich gefahren ; „b habe die Woche dort gearbeitet Später i er ge| lohen, als das Versch'ttnden der Wirth M'Äannt geworden sei. Da er bei der Fremden- gion nicht angenommen worden sei, sei er -ach dem Elsaß gewandert. Später sei er dort usgewiesen worden, habe sich im besetzten Ge- !' ict ausgehsslten und sei am 20. April 1925 i Frankfurt a M. verhaftet worden. Er habe :it Tat leöiglid) im Zorn ausgeführt und nicht vorher den Entschluß gefaßt, die Wirth um- «ubringen.
Da diese Angaben sich mit feinen früheren m m wichtigsten Punkten nicht decken, wurden im verschiä>ene Vorhalte gemacht Er behauptete, lute sage er die Wahrheit. Falls er früher bc- r, puptet habe, er habe vorher schon die Ermor- Mng der Wirth geplant, so sei das nicht richtig: et wisse nicht, wie er zu dieser Angabe ge- (emmen sei.
Aus der umsangreichen Beweisaufnahme
Bankaktien: Berliner Hanbeivgeplljchasi 127. Commerzbank 95,50, Darmstädter 'Bant 115, Deutsche Bank 116,5<>. Discontogesellschast 104,75, Dresdner Bank 100. Miitetdeutjctic Creditbank 95,75, Reichs- baut 123,50, Rheinische Kreditbank 89, vesterreichi- schc Kreditaktien 7,80. Montanaktien. Deutsch- Luxemburger 62. Gelsenkirchen 52. Mannesmann 69, Mans!elderW59^50, Kali Aschersleben 124, Kali Westeregeln 137,50. Chemische Aktien: Th Goldschmidt 78, Höchster Farben 113,87, Holzverkohlung 5,85. Transport werte: Baltimore 48. Inbustriealuen: AEG. 97,25, Bergmann 72,50, Daimler 50,50, Dyckerhoff 37. Felten 123,50, Fuchs Waggon 0,6^ Holzmann 58, Lahmeyer 72L0. Gebr. Iunghans 70, Siemens und Halske 77, Badischer Zucker 62.
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbertchl des .Gießener Anzeigers".)
Berlin, 28. 3uli. Die Börse eröffnete im allgemeinen auf der Basis der gestrigen Schlußnotierungen. konnte sich allerdings noch etwas befestigen, da durch den Verkauf des Deutsch- Lu r-Aktien-Paketes eine wesentliche Erleichterung eintreten konnte. Es stellte sich auch heute wieder heraus, daß außerhalb der Börse die Ungewißheit über die Entwicklung deS Efsettenmarkles noch groß ist. Kaliaktien lagen im Angebot, obwohl die Verhandlungen der deutschen Direktoren in Amerika eine Ertveilerung des dortigen Kattabsatzes erwarten lassen. Durch den heran* nahenden Ultimo macht sich am Geldmarkt eine Anspannung bemerkbar. Die Sätze für tägliches Geld waren 8‘,. bis 10 Proz., Monalsgelß 10V8 bis 11 Proz.. Geld einige Tage über den Ultimo hinaus 10 bis 11 Proz. Am internationalen Devisenmarkt war die Befestigung der dänischen Währung auffallend. Kopenhagen stellte sich gegen London auf 20.50. Auch die übrigen nordischen Devisen waren Drei» von begünstigt. Das englische Pfund blieb gegen Reuhork mit 4,859/t unverändert. Heutige Reich-- markiwtierungen London 20,40, Paris 5,03, Amsterdam 59,29.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
(9m Billionen Mark auLgebritckt. vuenoL-Alre«. London. 71t* Dorf. Japan. Rio be Janeiro für eine Einheit Wien anb Bebapef: für 100000 Änheilen, olleS nbriae für 100 Sinheltra,»
Telegraphische Auszahlung.
50 Zeugen) sei als Wichtigstes das Rachstehende xrvorgehoben. Am 23. September 1924 wurde iXi» Verschwinden der Wirch der StaatS- rstwaltschaft gemeldet. Die Ermittlungen ergaben >en Verdacht, daß Steul sie beseitigt habe. Am 25. September 1924 wurde unter Zuziehung der Schutzpolizei und der benachbarten Gendarmerie- ixamteii das Gelände um Bellersheim abgesucht. Oberwachtmeister Weber von Lich fand hierbei die Leiche in dem Eteinbruch verdeckt vor. Roch .im gleichen Tage wurde die Sektion vorgenom- ■ nen; diese ergab, daß der Tod durch Durch- hneiden des Halses und Zertrümmerung der 2chädeldecke erfolgt war. Die Wirth war am II. September 1924 gegen 8 Tlhr aus dem Hause Irer Dienstherrschaft weggegangen. Mehreren ireundinnen, denen sie auf dem Wege zu dem Treffpunkt mit Steul begegnete, erNärte ste^ fte . abe noch einen Gang: später käme sie auch zu Ingermüller. Dabei war sie in froher, vergnügter Stimmung. Das war daS letzte Mal, das sie i^benb gesehen wurde.
Kurz vor 9 Ufrr kam Steul, der inzwischen die Wirth getötet hatte, vom F?lde aus in das ■Oorf. Am Eingang bat er einen dort stehen^n ingen Mann um Feuer für seine Zigarette. 3m )orf traf er mehrere Bekannte: er sprach mit iclen, ging noch einmal nach Hause (um sein Keffer wegzutun) und dann mit diefen zu Anger- uüller. Keinem dieser Zeugen fiel in seinem X-nehmen etwas auf: er war gerade wie sonst, iluch alle Personen, die ihn barm in der Wirt- -xjft gesehen und mit ihm gesprochen und teil- .'ise getanzt haben, machen diese Bekundung.
Von besonderer Bedeutung war noch folgende "ic'tftenung: Steul war am Vormittag des 4. September von einer Zeugin an dem Stein- rueb in dem er dann nachts die fSeiche ver- cckt' hatte gesehen worden. Er hatte dieser ngegeben, daß er im Auftrage seines Vaters frucht Haufen umstellen solle. 5>ie Beweisaus- nabme ergab einwandfrei, daß Steuls Vater am 14 September keine Frucht mehr auf dem Selbe hatte und daß er einen derartigen Auftrag auch nicht gegeben hatte.
Tonnen im Jahre 1924, während die Erzeugung von Kartoffeln zurückgegangen ist von 44 Mill. Tonnen auf 36,3 Millionen Tonnen. Die Fleischproduktion pro Kopf ist von 43 Kg. im Jahre 1913 auf 17,9 Kg im Jahre 1923 gesunken. Die Zuckererzeugung beträgt heute mit 1,1 Millionen Tonnen nur 40 Prozent der VorkriegS- erzeugung. Will bei diesen Tatsachen das deutsche Volk seinen LebenSstand erhalten, so kann die- nur ermöglicht werden, wenn die Ausfälle in unterer wirtschaftlichen Grundlage durch höchste Anspannung der Leistung, begleitet von sorgfältigster Kalkulation in allen öffentlichen unb privaten Haushaltungen, bei größter Sparsamkeit gedeckt werden.
Die heutige Wirtschaftslage rechtfertigt nicht die Hoffnung, daß wir diesem Ziel näher gekommen find. Industrie. Landwirtschaft und Gewerbe find unter Einbeziehung der Industrie- Obligationenschulb des Londoner Abkommens insgesamt mit ca. 15 Milliarden Mark verschuldet, einem Betrag, der annähernd einem Drittel des aefamten deutschen Inbustrieverrnögens entspricht. Der Ausnahme weiterer Schulden sind Grenzen gezogen. Mit Schuldenwirtschaft allein kann sich die Industrie nicht helfen: diese wird vielmehr den Zusammenbruch der Betriebe beschleunigen. Die sogenannte Ankurbelung der Wirtschaft durch die ©ebulbena’.ifnabme hat zu einer Selbst- täufd-ung geführt. Obwohl die Betriebe un allgemeinen infolge der dauernden Absatzkrisis nur mit 70 Proz. ihrer Leistungsfähigkeit beschäftigt sind. liegt merkwürdigerweise die Zahl der Arbeitslosen zur Zeit nächt erheblich über dem Vorkriegsstand. wenn man berücksichtigt, daß früher 700 000 Mann im Heeresdienste untergebracht waren. Lediglich durch die Schuldenaufnahme bat sich aber bis heute die Arbeitslosenzifter künstlich verringern lassen. Dies tamr unmöglich von Dauer sein. Wenn verhängnisvolle Zusammenbrüche (abgegeben von Bergbau und Eisenindustrie) noch nicht in dem Umfang eingetreten find, wie fic befürchtet werden mußten, so ist das lediglich daraus zurückzuführen, daß die deutsche Wirtschaft durch ihre gesunde Entwicklung in ben Jahrzehnten der Vorkriegszeit eine starke innere Kraft erreicht hat, und daß ein solcher Wirtschaftskörper nur langsam abstirbt. Sucht man aber nicht endlich die Grundlagen gesunder Wirtschaftsentwicklung wieder zu gewinnen, so kann der Absterbimgsprozeß nicht aufgehalten werden.
• Weitere Stillegung int Ruhr- gebiet. Wegen Absatzmangels werden am 31. August auf der Zeche ..Trianon" der Deutsch- Luxemburgischen Bergwerks- unb Hütten-A.-G. achthundert Mann zur Entlassung kommen. Leiber sieht sich bie genannte Gesellschaft gezwungen, bie Zeche „Kaiser Friedrich" am 1. September und am 1. Oktober die Zeche „Glückauf" stillzu- fegen. Durch bie Stillegung ber beiden Zechen werden etwa 3000 Beamte und Arbeiter beschäftigungslos.
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5°/e öolbmerffanet ... - Berliner Handelsgesellschaft Lommcrz- mid PriPavBank Darurst- und Natioualvant Deutsche Bant .....
Deutsche BeretnSbauk .... l>tüLßnto ^omntanbü MetalldcuU ......
Miltetdeutiche Creditbank Ocsserrrichiscoe Lredttanslall Weftbauk
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Deutsch Luxemburg MtHenhrtbcner e-crgwerfe. - fcarpenti Bergbau fioluocrfe Äschersleben. . . . «altwerl Westeregeln .... Laurahütle - ....... Dbtrbeöarl ...••••••< Phonu ttiergban ....... Rheruslahl . . ...... fRiebtd Momart ...... Lellus Bergbau..... .
Hamdurg-Amertla Paket. . . Norddeutscher Llovd - - ,
Cherumtsche Werfe Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Hopmann .....
Anglo Loni -(Suano . . . ». Badische Auildi Lbemische Maver Slavin . . Goldschmid« .....
’ eimer Electron .... Höchster Farbwerke ..... Holzverkohlung NütgcrSwerke . ....... Scheideaustalt ........
klllg ElekrrUttälS.GesellschaN B-.ramarm ^camlrasiwerfe ........ Schuckert Siemens A HalSkr
«ldlerwerke K'ever ..... Daimler Motoren. ..... Hepliyrnssaedt . . ..... 'J’ieautn. ........ Motorenwerk Manu beim frankfurter Armaturen ssonserveusadrik Braun . .
Meiallgesell^chaft Frankfun • Pet- Union Ä -Ä Schob'abrik Heri ...... Sichel .........
Zellssoss Saldhof....... -Zuckerfabrik Frankenkh« • - Luckerfabrik Dagbäwel - •
5ranffu,t7r
Briet
4.196 19,39
7.91
40,425 IV 86
IGR.88 15,57 18,10 59.45
112,88 80.97 60 87 12,46
5.87
Metzen.
Eine in einem bv Frau Sch. behaup- mehrmals Postsachen, seien, falsch bestellt, nif Verspätung oder ibe. Anfangs Marz hentlich einen für die s in den Drieslafien n Hause wohnenden es in dem Kasten be- ld heraus und legte srau Sch, die ach ihn an sch nahm, dem ‘Briefträger r
jjt Beispiele anführeu. dann lönnen Sie sch sortsehen sollen.
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(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger^'.)
Frankfurt a. M., 28. Juli. Es wurden notiert: Weizen. Wetterauer 24 bis 24,50,Roggen inlänb. neuer Ernte 20 b-s 21.75, Hafer, inlänb, 20,50 bis 23,50, Ma s (ge bi 2i,7> bi3 22, We z n- mehl, inlänb., Spezial 0 37,75 bis 38,25, Roggenmehl 30,25 bis 31,50, Weizenlleie 11,90 bis 12,22, Roggenlleie 12,50 bis 12,75. Tenbenz leicht nach- g^tenb.
Derttner Produkkeabörfe.
Berlin, 28. Juli Am Probuttenmarkt wart die Stimmung stark zurückhaltend und die Preis« für Brotgetreide gaben empfindlich nach. Die Ar- fache dazu war bie weitere Ungewißheit über bie Zollentfcheibung. Gerste nur wenig umgefetzt, Hafer, alte Ware, matt, neue nur wenig äuge» boten. Mehl sehr still, ebenso Futterartikel ES wurden notiert für 1000 Kilo. Weizen, märk. 243 bis 248, do. Juli 263 bis 265, do. Sept. 248 bis 250, do Oktober 249 bis 252. Roggen, märk. 193 bis 197, do. Juli 201 bis 205, do September 198 bis 201, do. Oktober 203 bis 205, neue Wintergerste 187 bis 195, Futtergerße 198 bis 212 Hafer, Juli 185, do. September 188, Mais, loko Berlin 213 bis 215, do. Juli 206. Raps 350 bis 355; für 100 Kilo: Weizenmehl 33 b 3 35, Roggenmehl 27,50 bis 29,50, Weizenlleie 13,60, Roggenlleie 13.70, Dittoriaerbsen 27 bis 35, kleine Erbsen 25 bis 27, Futtererbfen 23 bis 26,50, Peluschken 23 bis 26,50, Ackerbohnen 24 bis 26, Wicken 26 bis 28, Lupinen, blau 12 bis 13,50. do. gelb 15 bis 16,50, Rapskuchen 16,80 bis 17. Leinluchen 23,40 bis 23,50, Druckenschnihel 12 bis 12 20. Torfmelasse 9,75, Kartofselllocken 26 biS 26,20, Zucker 22.
Die Verhandlung wurde hier durch eine Mittagspause unterbrochen.
In ber Nachmittagssitzung wurde zunächst bie Zeugenvernehmung fortgesetzt. Aus ben Betunbun- gen ber zahlreichen Zeugen ist heroorzuheben, baß zwei Beamte ber Frankfurter Kriminalpolizei über- cinfiimmenb aussagen, Steul habe ihnen gegenüber bei seiner ersten Vernehmung ein volles Ge- ftänbnis ber Morbtat abgelegt unb bobei auch angegeben, baß er ben Plan zu ber Beseitigung ber Elisabeth Wirth vorher gefaßt hat, bie Tat also nicht als Folge einer momentanen Eingebung an zusehen ist. Irn übrigen berichten biese Zeugen nach bein Geständnis des Angeklagten Einzelheiten über bie Tat, woraus hervorgeht, baß ber Mörder feinem unglücklichen Opfer zuerst ben chais burchschnitten unb es bann noch nut schweren Steinen burch Schläge auf ben Kopf schwer verletzt hat. Die übrigen Zeugen gaben namentlich Auskunft über ben Lebenswanbel ber Ermorbeten unb bes Angeklagten. Uebereinftimmenb stellen bie Zeugen ber Elisabeth Wirth bas beste Leumunbszeugnis aus. We> r ergibt sich aus ben Aussagen, baß bie Ermorbete nur mit bem Angeklagten ein Verhältnis unterhalten habe in ber Hoffnung, baß er sie heiraten werbe. Auch bie Aussagen über bas Vorleben bes Steul lauten nicht ungünstig. Er wirb als arbeitsamer, ruhiger junger Mann geschilbert, der kein Trinker war, der nach dem Genuß von Alkohol lustig und wohl auch etwas grob unb rauh erschien, aber keinen Streit hatte unb auch nicht zu Exzessen neigte. Er hat wohl auch mal Rebensarten gemacht, aber schon lange vor ber Tat (er könne wie bem Vieh auch einem Menschen ben Hals ab« djneiben), bie stark nach Ausschneiberei klingen, aber biese grausige Tat hat ihm niemanb zugetraut. Im Dorfe hat er sich jcbenfaUs auch eines guten Rufes erfreut. Mit ber Vernehmung bes Untersuchungsrichters, ber bie Feststellungen im Untersuchungsprotokoll erhärtete, fanb bie Zeugenvernehmung ihren Abschluß.
Hierauf würbe ber Sachverstänbige Kreisarzt Mebizinalrat Dr. Wagner gehört. Er berichtete zunächst über ben Besunb ber Leiche ber Elisabeth Wirth unb über bas Ergebnis ber Sektion. Danach teht sest, baß ber Angeklagte bas Mäbchen burch bie unbedingt löblich wirkenben Schnitte in ben Hals umgebracht hat, unb baß er erst noch biefer Tat bie Schläge mit ben Steinen aus ben Kops seines Opfers ausführte. Uebrigens hatten bie Steinschläge allein schon löbliche Wirkung gehabt, selbst wenn bem Mäbchen ber Hals nicht burchschnitten worben wäre. Entgegen ben jetzigen Angaben bes Angeklagten ist es als unbebingt ieststehenb anzusehen, baß ber Ermorbeten zuerst bie löblichen Schnitte unb bann erst bie Steinschlage beigebracht würben. Weiter gibt ber Sachverstänbige an, baß bas Mäbchen nach bem ärztlichen Besunb im anderen Stand, unb zwar schon in weit entwickeltem Maße gewesen sei. Im zweiten Teile seines Gutachtens sprach sich ber Sachverständige über den Angeklagten aus. Er hat ben Steul im Untersuchungsgefängnis wiederholt unb sehr ein« gehenb nach allen Richtungen hin untersucht unb habet stets einen durchaus normalen Befund fest- gestellt. Insbesondere liegt gar kein Anlaß vor, an der geistigen ^ollwertigkeil des Angeklagten zu zweifeln, auch von vorübergehenden geistigen Störungen ober Funktionshemmungen kann nicht gesprochen werben. Der Sachverstänbige schlußfolgert, baß bem Steul ber Schutz bes § 51 bes Strafgesetzbuches nicht zugebilligt werden kann.
Da ber Staatsanwalt, ber Verteibiger unb ber
.’3rte
28 7.
Frankfurt a. M., 28. Juli.
Abenbborse eröffnete zu weiter nachgcsenbcn Kurien boch stellten sich im Verlaufe infolge geringer Nachfrage für einzelne Werte leichte Erholungen ein bie aber zu einer allgemeinen Befestigung nicht führten: die Stimmung blieb uneinheitlich und un- sicher. Don Montanwerten zogen etwas an Deutsch- Luxemburger, Mannesmann. Kaliwerte schwächten sich' leicht ‘ ab. Chemische Aktien waren gehalten. Elektrowerte erholt. Am Bankaktienmarkt zogen Berliner Handelsgesellschaft 2 Proz. unb Reichsbankanteile 0,5 Proz. an. Schiffahrtsaktien blieben um- iah(os Am Deutschen Rentenmarkt würben Äriegs-- onleihen zu 0,232$ bis 0,235 gehanbelt. Die Abenbborse schloß bei lustlosem Geschäft in zumeist be- haupleler Haltuna. Deutsche Anleihen: Schutzgebiets- anleihe 4,350, 3-prozent. Preußische Konsuls 0,290.
Rundfunk-Programm
des frankfurter Tenders.
(Aus der „Radio-Umschau".) Donnnerstog. 30. Juli:
12 Uhr: Nachrichtenbienst. 3 Uhr: Wirtschasts« melbungen. 4 Uhr: Wetterbericht ber Gießener Wetterbienststelle unb Wirtschaftsmeldungen. 4.20 Uhr: Nachrichtendienst. 4.30—6 Uhr: Nachmittagskonzert des Hausorchesters: Wiener Operetten. 6 bis 630 Uhi: Die Lesestunde (Aus fernen Ländern): Aus dem Buch „Südamerika, bie auffteigenbe Welt" von Colin Roß. 6.30—7 Uhr: Vortrag von Dr. Pfeil „Die Schönheit ber Harmonie (Die erziehe- rifche Bedeutung ber Leibesübungen) 2. Teil". 7—7.30 Uhr: Stunbe bes Sübwestbeutschen Rabis- Hubs — Vortrag von Ranbewig „Die Entwicklung des Funtwesens hn Ausland". 8.30—9.30 Ubn Tanzmusik der Tanzkapelle Steinmetz. 10—11 Ugr? Opemabenb.
Berlin. 28 Juli.
rimcrltanlfdit Worte belgische Noten . . Dänische Noten . . . Englische Noten. . .
Französische Noten .
vollänbilchc Noten . Molirnische Noten .
Mivtschast.
Jur Entwicklung der Lebenshaltung.
Ein Fortgang der Passivität der Handelsbilanz im bisherigen Umfang läßt für den gesamten Verlaus deS Jahres 1925 eine Gesamt- Passivität in Höhe von 4 bis 5 Milliarden Reichsmark befürchten. Die deutsche Wirtschaft Benötigt, um Staat und Volk erhalten und ernähren und daneben noch Reparationsverpflichtungen zahlen zu können, ein Emfuhrsoll im Werte von mindestens 14 Milliarden Rm. Der Gegenwert dafür kann nur durch ein Devisen schaffendes Aussuhrfoll in gleicher Höhe erbracht werden. Heute beträgt unsere Ausfuhr nach Vorkriegswert umgerechnet. aber nur 50 Prozent der Ausfuhr des Jahres 1913 und nur 30 Prozent des benötigten Ausfuhrzolls. Der Paffivfakdo der Gesamthandclsbilanz muß auf den Gefamt- stand der deutfchen Wirtschaft und damit auf die Lebenshaltung des Volkes von entscheidendem Einfluß sein.
In welchem Umfang auch abgesehen davon durch das Versailler Dittat und seine Folgen ein unmittelbarer Druck auf die Lebenshaltung des deutschen Volkes kommen muh, ergibt sich
aus folgenden SeftStellungen: Die Bevölkerungsdichte im heutigen Reichsgebiet beträgt auf den Quadratttlometer 132 Menschen: sie liegt um 6,5 Prozent über der Bevölkerungsdichte in dem größeren und reicheren Deutschland der Vorkriegszeit. Für diese dichtere Bevölkerung ist der RahrungSmittellpielraum erheblich verengt. Die mit Brotgetreide bestellte Ackerfläche ist von 7,2 Millionen Hektar des Jahres 1913 auf 5,8 Millionen Hektar im Jahre 1924 zurückgegangen, die Äartoffelanbaufläcbc von 2,8 Millionen Hektar auf 2,7 Millionen Hektar. Die Erntestatistck zeigt für 1913 eine Drotgetreideerzeugung von 14.6 Millionen Tonnen gegenüber 8,7 Millionen
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12,4 l
7,38 5,^5 3,035 20,825
KO,77 2.335
3.69
168,86 t .695 19.45 77.40
95.87
112 94 10,613 15,455 tü.422
4,205
19.86 M.63 60.81
1.722 0.495
«,202 >2.474
7.40
5,915 3,04.'.
20,875
80.97 3,345
6.71
168.27
1.690
19.375
77.50
97.1K
112,66
10.673
1.5 32
20.373
4.195
19.8r Kl 42 60.81
1,718 0 188
59.077
12.454
7.40 >.595
1,035
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