•• D i e zur Zeit gültigen Reichs- banlnoten und Rentenbankscheine. 3n der letzten Zeit haben eine Anzahl Reichs- banknoten und die alten Rentenbankscheine über 50 Rentenmark vom 1 Rovember 1923 ihr« Eigenschaft als Zahlungsmittel verloren. Da- durch ist in den Kreisen der Geschäftsleute eine gewisse Unsicherheit über die Gültigkeit der im Verkehr befindlichen Geldscheine entstanden. Im folgenden sei eine im Archiv der Berliner Handelskammer gefertigte Uebersicht über die zur Zeit gültigen Voten gegeben: Oluf gerufen sind: 1. Sämtliche Reichsbanknoten, deren Ausfertigungsdatum vor dem 11. November 1924 liegt. Es sind dies die alten auf Mark lautenden Holen; sie haben am 5. Juni 1925 ihre Eigenschaft als gesetzliche Zahlungsmittel verloren, tonnen aber noch bis zum 5. Juli 1925 bei allen Kassen der Reichsbank in Zahlung gegeben oder gegen gesetzliche Zahlungsmittel um- getouscht werden, wobei eine Billion Mark gleich einer Reichsmark gesetzt wird. Roten in Abschnitten unter 10 Milliarden Mark sollen nur in Gebinden und in einem durch 10 Milliarden teilbaren Betrage eingereicht werden. 2. Die Rentenbankscheine zu 50 Rentenmark mit dem Ausfertigungsdatum 1. November 1923. Sie haben seit dem 31. Mai 1925 ihre Eigenschaft als Zahlungsmittel verloren, können aber noch bis »um 30. September 1925 bei den Kassen der ReichSbank gegen andere Rentenbankscheine oder gegen gesetzliche Zahlungsmittel umgetauscht werden. An Stelle dieses Scheines ist ein neuer Nentenbankschein über 50 Rentenmark mit dem Datum 20. März 1925 ousgegeben worden. G ül- tig sind noch: 1. Alle auf Reichsmark lautenden Reichsbanknoten, die seit dem 11. Oktober 1924 ausgegeben sind, eS sind dies zur Zeil die Reichsbanknoten über 10, 20, 50, 100 und 1000 Reichsmark mit dem Ausfertigungsdatum 11. Oktober 1924. 2. Die Rentenbankscheine über 1, 2. 5, 10, 100, 500 und 1000 Rentenmark mit dem Ausfertigungsdatum 1. November 1923. 3. Die Rentenbankscheine über 50 Nentenmark mit dem AuSsertigungsdatum 20. März 1925.
' Sonntagszüge auf der Gisen- bahn Lich — Grünberg. Dom 5. 3u(i ab verehren zw schen L.ch und Grünberg zwei Sonntagszüge in folgendem Plan: Lich ab 2.46 Mr, Grünberg an 3,43 Llhr. Grünberg ab 5,51 Mr, Lich an 6,50 Mr.
!'! DaS Hochschulstudium der DolkSschullehrer hat Ostern 1925 in Hessen begonnen. Am 21 April eröffnete daS Pädagogische Institut an der Technischen Hochschule zu Darmstadt daS erste Semester, und 48 Lehrstudenten trugen sich bis 1. Mai ein, Don diesen wanderten 7 nach dem am 18. Mai ebenfalls eröffneten neuen Pädagogischen Institut nach Mainz, so daß das erste Sommersemester in Darmstadt von 42 Studierenden (39 Herren und 2 Frauen) besucht ist, davon sind 30 evangelisch, 10 katholisch und 1 israelitisch. Die Dorlesungen der Hochschule werden gemeinsam besucht, während die llebungen am Institut die Einteilung in zwei Abteilungen notwendig machten. DaS Gesamtstudium umfaßt vier Semester oder zwei Jahre. In der hochschulfreien Sommer
zeit werden Zwischenkursc eingelegt. Auch Besichtigungen von Schulen aller Größen in und um Darmstadt sind vorgesehen. Eine größere Schulreife soll alljährlich unternommen werden, um dem jungen Lehrergeschlecht Gelegenheit zu geben, die Organisation des Schulwesens anderer Bundesstaaten kennen zu lernen.
' Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: Ochsen 443. Butten 45, Färsen und Kühe 1044, Kälber 524, Schafe 147, Schweine 2939
Bor». >en.
— Tageskalender für Montag. Beamten- und Angestellten-Dersaminlung 3 Mr .Schipkapah". — Lichtspielhaus. Bahnholsttaße: „Der junge Medardus"
— 21 u s dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Zur Ausführung der Oper „Carmen" durch die Frankfurter Oper am kommenden Freitag sei noch bemerkt, dost nuth das starke Orchester vom Opernhaus gestellt wird. Es ist also eine Aufführung verbürgt, die den Aufführungen in Frankfurt selbst durchaus ebenbürtig ist, zumal die szenischen Mittel unseres Theaters auch sehenswerte Bühnenbilder ermöglichen.
Schwimmwettkampfe in Gießen.
Der Gießener Schwimmverein hatte mit feinen gestrigen verbandsoffenen Schwimmwettkämpfen in der Müllerschen Badeanstalt mehr Glück beim Wettergott, als am Sonntag zuvor die Rudergesellschaft mit ihrer Regatta. Wenn auch kein lacheiider Sonnenschein von einton wolkenlosen Himmel hemiederftrahlte, so war doch das Wetter recht angenehm und ermöglichte einen genußreichen Aufenthalt an der Lahn. Etwa tausend schwimmsportfreudige zahlende Defucher hatten fich denn auch in der Müllerschen Badeanstalt eingefunden, weil mehr dagegen standen als Zaungast am jenseitigen Ufer, um die paar Pfennige Eintritt zu sparen und dafür fo gut wie nichts zu sehen. Die sportlichen Darbietungen waren durchweg sehr gut und fanden mit Recht reichen Beifall. Besonders lebhafte Beifallsstürme wurden dem glänzenden Springen der Geschwister R e h b o r n-Bochum gezollt, deren Leistungen, namentlich die eindrucksvollen sicheren Sprünge von Frl. Hanni Rehborn vom 5-Meter-Drett, als erstllassig anzusprechen sind. Eine humoristische Kletter-, Spring- und Schwimmeinlage sorgte dafür daß auch die Lach- muskeln /licht untätig blieben. Alles in allem kann man die Veranstaltung nach jeder Richtung hin als wohlgelungen bezeichnen.
Die Ergebnisse.
Jugendfrei st il st assel 3 mal 10 0 Meter. 1. Erster Frankfurter S. C. (Brehm, Fischer, Klüh) 3.55: 2. Frankfurter S V. 4.11,6. — Wider Erwarten siegt der I. Frankfurter S. C., dicht gefolgt vom Frankfurter S. D. Der Schluß- . mann Brehm entscheidet das Rennen.
Damenbru st schwimmen 20 0 Meter. 1. Tilly Arndt, Gießener S. V. 3.29; 2. Erna
Backof. E. S. D. Moenus Offenbach 3.33,8. — Frl. Arndt siegt in einer für die Gießener Bahn lWende ohne Abstoß) fehr guten Zeit. Frl. Backof fehlt noch die nötige Einteilung. Sie fällt bei etwa 120 Meter dem langen, kräftigen Zug der Gießenerin zum Opfer.
Iuniorfreistil lOOMeter fürDer- eine ohne Winterbad 1. Wilh. Brehme. Casseler S. V. 1.16,2; 2. W. Rieh. Hellns- Hanau 1.28,6; 3. H Langenbach. Siegen 1.31,4. — Drehme-Kafsel siegt unangefochten
Iugendbru st schwimmen 200 M tr. 1. Theobald. Frankfurter S. D. 3.31.8; 2. Ernst Fuhr. S. S. D. Moenus Offenbach 3.31,8; 3. Fritz Stumpf. Hanauer S.D. 3.36,8. — Ein Mberraschungsfieg Interessant ist ein Vergleich mit den von den Damen geschwommenen Zeiten.
Da m e n j u g e ndr ü ck e nschw imme n 100 Meter. 1. Gustel Mandler, Gießener S.D. 1.48.6; 2 Annemarie Heck S.D. 96 Offenbach 1.58; 3. Math. Weihgerber. Siegen 2.10. — Wie vorausgesagt, siegt Frl. Mandler-Gießen. Bei eifrigem Training kann sie es noch weit bringen. Die Offenbacherin ist ihrem Gleichschlag nicht gewachsen
III. Seniorfrei stilschwimmen, 1 00 Meter. 1. Aug. Ernst, S. D. Mainz, 1.18,2; 2. Ad. Bauer, Eintracht Frankfurt. 1.13,8. — Ernst-Mainz gewinnt in 2lbwesenheit von Eck und Gaebler-Gießen nach Kampf bis ins Ziel.
II. Seniorbrust schwimmen, 200 Me- ter. 1. Fritz Pascoe, Gießener S.D. 3.17,4. Pascoe geht von vornherein in Führung und gewinnt mit großem Dorsprung in sehr guter Zeit.
Iuniorschwimmen 400 Meter beliebig 1. Fritz Struck, S. D. 96 Offenbach 6.13,4; 2. Wilh. 2 r e h m e, Kasseler S.D. 6,36; 3. H. Umbad), 1. Frankfurter S. E. 7.14. — Wie erwartet, siegt Struck vor dem ebenfalls guten Brehme-Kassel.
Damenfrei st ilschwim men 100 Meter: 1. Anni Rehborn, Bochum, 1.23,5; 2. Erna Backof, S. S. D. Moenus Offenbach, 1.35. — Die deutsche Meisterin gewinnt leicht in erst- llassigem Stiel. Ihre Zeit ist für die hiesigen Dahnverhältnisse hervorragend zu nennen.
II. Senior-Springen (3 Pflicht- und 2 Kürsprünge): 1. Willi Herbert, S. D. 01 Mainz, 381,3 Punkte; 2. H. Illig, Siegen 22*/3 Punkte. — Sicherer Sieg des Mainzers.
100 m beliebig für Herren übet 35 Jahren: 1. G. Heister, Eintracht Frankfurt, -1.29- — Heister ist gegenüber seinem Konkurrenten Hövels vom Wetzlarer S. D. bei weitem der Bessere.
Jugendfrei st ilschwimmen.
100 Meter. 1. W. Brehm, Erster Frankfurter S. D. 1.15,4; 2. A. Waltersdorf, Frankfurter S. D. und A. Klüh, Erster Frankfurter S. C. 1.16,4; 3. Karl Schröder, S. 23. 96 Offenbach 1.17. — Auch hier ein lleberraschungssieg. Schröder und Wolterdorf folgen dicht auf.
Damenrückenschwimmen,
100 Meter. 1. Anni Rehborn, Bochum 1.35,8; 2. Tilly Arndt, Gießen S. B. 1.41,3; Erna Backof, S. S. B. Moenus Offenbach
1.46,6. — Die Meisterin liegt von Anfang an vor und gewinnt roicbcmm in wundervollem 6tU in sehr guter Zeit. (Start und Wende ohne Abstoß!) Frl. Arndt ist der zweite Platz nicht zu nehmen. In diesem Rennen kommt die tteberlegen- heit des Cranoljchwimmens deutlich zum Ausdruck.
Iuniorbru ft schwimmen,
100 Meter, für Vereine ohne Winterbad. 1. Jul. Müller, Hanauer S. D. 1.32; 2 H. Dülff er, Kasseler E. 23. 1.38; 3. Carl Lotz, Hellas Hanau 1.39. — Ueberlegener Sieg de» Hanauers.
Iugendbru st staffel,
3 m 0 l 10 0 Meter. 1. S. S. D. Moenus Offenbach (Thon. Günther, Ploch) 4.51; 2. Gießener S. D. (Zimmer, Renkhoff, Schneider) 4.53,2; 3. Wetzlarer S. 23. 4.53.3. — Wohl das spannendste Rennen des Tages. Ein Kopf- an-Kopf-Rennen 00m Start bis ins Ziel. Unerwartet gut hält sich Wetzlar»
2. Seniorenlagen st affel,
4 mal 100 Meter. 1. Gießener S. D. (Pascoe. Klein. Kraft, Gaebler) 6.16,8. — Pascoe sichert sei- ner Mannschaft eine großen Vorsprung, der noch ständig vergrößert wird.
Wasserballgesellschaftsspiel. Gießener S. D.—Eintracht Frankfurt 0:4. — Da» Wasserballspiel ergibt einen überlegenen Sieg der gut eingespielten Frankfurter. Leider mußte Gießen auf feine zwei besten Spieler Eck und Jung verzichten, für die kein geegneter Ersatz eingestellt werden konnte.
Rundfunk-Programm
des frankfurter SenderS.
(Aus der „Radio-Umschau".)
Dienstag, 30. Dual:
12 Uhr Nachrichtendienst. 4 Uhr Wetterbericht der Gießener Wetterdienststelle. 4.30—6 Uhr Nachmittagskonzert des chausorchesters: Wiener Lieder. 6 Uhr Wirtschaftsmeldungen. 6—6.30 Uhr Die Lesestunde (Meisterwerke der Weltliteratur): Aus „Soll und Haben" von Gustav Freytag (Fortsetzung). 6.30 bis 7 Uhr Die Bücherslunde. 7 Uhr Wirtschaftsmeldungen. 7—7.30 Uhr Photographische Plaudereien, Vortragszyklus von Prof. Schmidt von der Technischen Hochschule Karlsruhe. 5. Vortrag. 7.30 bis 8 Uhr Funkhochschule. Vortrag von Prof. Küntzel: „Aus der Geschichte des deutschen Unternehmertums" (2. Abteilung fünfter Vortrag). 8 bis 8.30 Uhr Uebertrogung von Kastel: Stunde der Stadt Kastel. Vortrag des Kreispfarrers Lic. Bachmann: „Die evangelische Gemeinde Kassel" (nachgeholt). 8.30 Uhr Heiterer Abend von Robert Koppel, Berlin. Anschließend Nachrichtendienst, Wettermeldung. Sportbericht.
Für Nervenkranke
U. Nervös-Erschöpfte. Spexlalkaranetalt Hol- bolm I. Tannua bei Fra kfurt n M Behagl. eingerichtet, vorzügliche Verpflegung (auch Difit-Kureni. Mäßige Preise Prospekt durch Dr. H. Sehnlie-Kahleyu, Nervenarzt.
Herabgesetzte, auffallend billige Preise
vom Mittwoch, dem 1. Juli, an in meinem
Saison-Ausverkauf!
Meine Läger enthalten in gut sortierter Auswahl:
Damen-, Mädchen- und Kinder-Konfektion
in allen Größen und Farben
Seiden-, Blusen- und Kleider-Stoffe
moderne Webarten und große Farben-Sortimente
Kostüm-, Anzug-und Paletot-Stoffe Wasch-, Leinen- und Baumwoll-Stoffe Niemand versäume diese günstige Gelegenheit! J. Pfeffer, Marktplatz


