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wurde hierfür reicher Beifall gezollt. Rachmittags um >,j3 4Ihr bewegte sich «in ftattlicher Seflxug burd) die ©traben der Stabt nach Stein# Garten, wo für musikalische und gesangliche Unter- Kaltunfl in überaus reichem Maste gesorgt war. Mgemem bestaunt wurde die prächtige Marsch- ordnung der Freiwilligen Feuerwehren im Fest- Mtqe Man erfuhr auch bald den Grund hierfür. 8s waren nämlich für die vier Wehren, die in bester Ordnung und Haltung am Festzuge teil- nahmen, wertvolle Ehrenpreise gestiftet. De«
ersten Preis errang hierbei die Freiwillige Feuerwehr Großen-Linderr, den zweiten Preis bie Wehr von Lollar, den dritten Preis die Debr von QMrHar und den vierten Preis bic Wehr von Sroßen-Duseck. Während deS Fest^ugcs hatte eine kleine Motorspritze an der Wetter Aufstellung genommen und dabei chre Leistungsfähigkeit gezeigt Die Tagung ist in allen Teilen gut verlausen und reiht sich den vorhergegangenen Herbstoerbandstagung en der Feuerwehren würdig an.
Turnen, Sport und Spiel.
Vereinszweikampf im Schwimmen T. D. 1846 Gießen gegen T. V. Friedberg.
m. 21m gestrigen Sonntag vormittag trafen sich im (Biefoencr Volksbad die Schwimmabteilungen des I. L. Friedberg und des I. B- 1 8 4 6 «J1 e f; e n >u einem Beremszweikampf im 6d)rotm- mcn. Im grosten und ganzen war der I. D. 1848 (Biehen mit feinen Leuten vollkommen auf einer Hohe, an die die Friedberger, von einigen Aus- nahmen abgeiehen, nicht heranreichen konnten. Die Ueberlegenheu gestaltete sich denn auch so, dah der T. 'S. 18 46 ® i e b e n den Wettkampf mit 2 4 tu 18 Punkten gewinnen könnt«. Nach- itehend die Ergebnisse (Bahnlänge 16 Meter, otartfpruna. Dreywende).
Cröffnungsstaffel für I u ine r 4 mal 4 'Bahnen. 1. Giehen in 3 Min. 32 Lek.. 2. Friedberg in 3 Min. 34 Sek. (Sieben setzt fid) sofort an die Spitze und siegt leicht.
Bruststaffel für Schülerinnen 4 mal 2 Bahnen: 1. Kietzen in 2 Min. 4 Sek.. 2. Friedberg in 2 Min. 9 Sek. Kiesten übernimmt sofort naci) dem Start die Führung und gewinnt unan-
Sladion
gefochten. .
Beliebige Staffel für Jugend- tutner 4X4 Bahnen: 1. Friedberg in 3 Mm. 54 Sei. 2. Giesten in 3 Min. 49 Sei. ®ieben gewinnt den Wettkampf, wird aber we- aen Fruystart eines Schwimmers distanziert und Friedberg bekommt den Sieg zugesprochen. _
Springen für Schuler und Schu - ler inne n: 1. Kiesten 225 Punkte. 2. Fnedberg 217 Punkte.
vrust stassel für Altersturner 2^2 Bahnen 1. Diesten gewinnt das kennen im All ingang in 1 Min. 16* 4 Sef.
Bruststaff el für T ur n ert r. n e n 3x2 Bahnen: 1. Diesten in 1 Mm. 30s/s Sei. 2. Friedberg in 1 Min. 44 Sei. Diesten siegt hier mit 6 Meter Dorsprung.
Brust stassel k ü r T u r n er 4 X 4 B a h- nen: 1. Diesten in 3 Min. 44'/, Sek. 2. Friedberg in 4 Min. 43 Sek Mit 20 Meter Vorsprung schwimmt Diesten das ‘Kennen schon nach Hause.
Brust staffel für Jugend turne - rinnen 3x2 Dahnen: 1. Diesten m l Min. 29 Set. 2. Friedberg m l Mm. 49 Sek. Wiederum ein überlegener Sieg Diestens
Springen für Sugenbturner und »Turnerinnen: 1. Diesten 270 Punkte. 2. Friedberg 257 Punkte , _ ,
Brust staffel für Schule r 4 x2 Ba h- nen: 1. Friedberg in 1 Min. 58 ,s 0et 2. eitben in 2 Miu. 5 Sei Diesten übergibt nad) der zweiten Bahn die Führung an Friedberg, das dann auch mit ca. 8 Meter Vorsprung das kennen gewinnt. _
Bruft stassel für 3ug«nb turnet 3X4 Bahnen: 1. Friedberg m 3 Mim 2. Set. 2 Diesten in 3 Min. 5 Sek. Vach wechselndem Kamvi gewinnt Friedberg sicher
Strecl en tauchen 2 Bahnen: 1. sried- berq. 2. Giesten. _
Beliebige Stössel für Turnerin- nen 3>2 Bahnen: 1. Diesten in 1 Mm. 30 Set. 2. Friedberg in 1 Mm. 45* Sek.
Hauptspringen für Turner: 1. Giesten 174 Punkte 2 Friedberg 160 Punkte.
Bereinsft af f el 8X2 Dah nen be lobig: 1. Giesten in 3 Mm. 5- . Sek. 2. Fried- fcetg in 3 Min 10' 5 Sek. Giesten hat erst schwer zu kämpfen, kommt aber noch gut aus imb gewinnt sicher.
Abendsporlfest im Frankfurter
Frankfurt a. M., 27. Sept. (SIL) 3m Daldstadion kam gestern abend das Abend- sportiest de-- Sportelub 80 bei regnerischem Wetter »um Austrag. Die Resultate
100-Meter-Lauf: 1. Houbeii, Krefeld, 10,8, 2. v. d. Berghc. Holland, 4 Weier »urud, 3. Metzger. Frankfurt, weitere 4 Meter zurück.
200° Meter-Lauf: 1. Schuller. Krefeld, 22,5. 2. Frantz, Frankfurt, Brustbreite zurud, 3. v. d. Berghe, 0,5 Meter zurück. 4X100- Aketer-Stafsel 1. Preuhen, Krefeld, 41,9, 2. Svortclub 80, Frankfurt.
3x2 00 »2Re ter-Staffel: 1. Preuhen, Krefeld. 1,07,1, 2. 80 Frankfurt 1,07.9
Die angemeldeten Rekordversuche von $rau- Icin Reuter (80 Frankfurt) und R e e g (Reu- Bfenburg) muhten infolge des glatten Bodens cussallen.
frankfurter Stadtstaffel.
F r a n k f u r t o. M.. 27. Sept. (Wolff.) Unter starker Beteiligung des Publikums veranstaltete der frankfurter Verband für Leichtathletik zum ersten, mal einen Werbestaftellauf, der vom Opernhaus um die Anlagen der Stadt zu leinem Ausgangspunkt zurückfichrte. Sieger blieb die Mannschaft der Turn und Sportgemeinde Eintracht, die sich mit dem Frankfurter Sportclub von 1860 cuf der ganzen Strecke einen erbitterten Kampf lieferte, zum Schluß aber doch überlegen gewann. 3m kennen der Einläufer blieb Sieger Eispach- Singen, dem unangefochten Walpert - Dassel folgte.
FutzballergebnisseausdemSüden
Frankfurt a. M., 27. Sept. (SU.) 3n Süddrutschland siegten heute erwartungsgemast die Favoriten Rachstehend die Resultate der einzelnen Bezirke Mainbezirk: Hanau93— Union Riederrad 3:1. KickerS Offenbach-Eintracht Frankfur. 3:2. Germania 94— Fustballspvrtver- Jn 1:3. Helvetia Franksurt—Viktoria Aschafsen- irg 0:2; Rheinhessen-Saar: Saar- Skücken—Wiesbaden 2:0. Wormatia Worms— 3bar 4:3, Höchst—Borussia Reunkirchrn 3:1: Bezirk Badern: 1 F. C. Rümberg—VFR. Fürth 2:0. ASV Rümberg:—Spielvereinigung Mrth 0:4, Bayern München—1860 München 2:0. Wacker München—Schwaben Augsburg 2:1.
Bezirk Württemberg-Baden: Karlsruher Fustballverein — 1. F. 6. Psorzheim 8:2. VFr Heilbronn — Sportttub Stuttgart 6:3. Kickers Stuttgart — DFB. Stuttgart 3 3
Rheinbezirk Darmstadt — Pirmasens 3:1. Waldhof — Phönir Ludwigshasen 1:2 Reckarau — 08 Mannheim 4 1. Ludw gshasen — VfR. Mannheim 2: 3
3m Bezirk Main und Bayern behaupten also die Spitzenreiter Hanau 93 und Bayern München weiter ihren Punktevorkprung.
SportfpiegeL
Der Kroße Preis von Deutfchland, das internationale Motorradrennen am Sonntag auf der Avus, brachte den Sieg des Berliners Ko epp en in der Klaffe der Motorräder bis 500 ccm. (fr durchfuhr die 314,99 Kilometer in 2:42:10, erzielte also mit einem Stundendurchschnitt von 116,5 Kilometer die beste Feit des Tages. Die übrigen Ergebnisse bis 125 ccm (197,18 Kilometer). 1. Ruggeri-Italien ((9. D.) 2:35:38,2 — 76,1 Kilometer Stunde — Bis 175 ccm: (197,18 Kilometer): 1. Zick-Freiburg im Breisgau (Puch) 2:14:53,6 — 87,9 Kilometer- Stunden. — Bis 250 ccm (197,18 Kilometer): 1. Ashbt;.London (Zenith-3ap) 21)7:07 — 92,09 Kilometerstunden. — Bis 350 ccm (314,99 Kilometer): 1. Masseis-Jtalien (Maffeis) 3:03:04,2 — 103,2 Kilometerstunden. — Bis 500 ccm (314,99 Kilometer): 1. Koeppen-Berkin (BMW) 2:42:H» = 116,4 Äilometerftunben. — Bis 750 ccm (314.99 Kilometer): 1. Tennigleit-Berfin (Mobeco) 3:24:00,6 — 92,6 Kilometerstunden. — Bis 1000 ccm (314,99 Kilometer): 1. Kozal-Charlottenburg (Mtibeco) 3:16:02 — 96,3 Kilometerstunden.
Die internationale 1 0 0 - Kil 0- meter-Länder-Strastenradsahrl für Amateure in Zürich brachte im Gesamtergebnis den Sieg von 3 t a l i e n vor Belgien. 3m (Sin^dttKttben erb wurde Rausch- Köln zweiter hinter dem 3taliencr Regrini. der eine Runde Vorsprung gewonnen hatte. Dritter wurde der Belgier Hoevenaers.
Ein Rekordversuch H 0 u b e n s über 203 Mir. am Sonntag in Augsburg scheiterte. Houben lief 22,1. 3m 100-Meter-Laiy konnte bemerlens- toertcriDeifc der Münchener übermal er den Krefelder Schüller in 11 Sek. schlagen.
3m grosten Germaniapreis „Rund um Leipzig" siegte bei den Berufssahrern Rörenberg vor Huschke. Gegen Rörenbeig wurde jedoch Protest eingelegt, dessen Ergebnis noch aussteht. - Sieger bei den Amateuren wurde Schmidt-Dresden
Das Handball-Städtespiel der D. L. Hamburg- Berlin in Hamburg gewann Berlin mit 7:1 (4:1). Die Tore schossen Poetsch, Münzberg. Deckel und Bracht.
Das Fußball st ädtespicl Köln- Düsseldorf in Köln endete mit dem unent- schiÄ>enen Ergebnis 2:2. Zu Halbzeit lag Köln 2:0 in Führung, allmählich formte Düsseldorf ein Tor aufholen und 2 Minuten vor Schluß sogar noch ausgleichen Der infolge starken Regens aufgeweichte Boden beeinträchtig!« ein? volle Ent- wiMung des Könnens der Spieler, die keine überragenden Leistungen zeigten.
Der Windspielpokal im Rahmen der Alfter »Wettfahrten der 15-Quadrat- meter-Klasse wurde nach dem Ergebnis des dritten Tages von Reko (Thomsen) gewonnen
DerStafsellauf „QuerdurchDüssel- ,d 0 r f“ endete mit dem Siege der T U R U Düsseldorf vor dem DSC Düsseldorf und Alle- mannia Aachen
Ausgefallen sind infolge der schlecht en Witterung die Chemnitzer Radrennen. Auch die Magdeburger Radrennen wurden abgesagt.
3m 3 ntci-nationalen Schweizer Tennisturnier ist Demasius in 3stundigem Kamps von F i s he r-England geschlagen wor° den. Kleinschroth unterlag gegen Froitzheim, Somit kommen Froitzheim, Kreuzer und Moldenhauer in die Dorschlustrunde
Der Berliner Rasensport des Sonntags litt unter der äußerst ungünstigen Witterung. 3m Fuhba 11 ist der 61 oieg des Berliner Meisters Hertha D. S. G gegen Tennis- Borussia, den voraussichtlich schärfsten Rivalen, das bemerkenswerteste Resultat
Die Berliner Hockehspiele fielen am Sonntag in der Mehrzahl dem schlechten Wetter zum Opfer. So tarn das Liga-Treffen D. S. F.— Brandenburg nicht juftanfcc. Als Verbandsfpiel fand in der Liga einzig die Begegnung B. S. C. - T. H C statt, die D. S. C. unverdient hoch mit 5:1 gegen die gutspielenden Friedenauer gewannen. 1:1 zur Halbzeit. 2: 1 noch kurz vor Schlust. und erst im Endspurt kommt der hohe Sieg zustande.
Ein Sieg Dr. Peltzers in Budapest.
B u d a p e st. 27. Sept. (WTD. । Bei den internationalen leichtathletischen Kämpfen in Budapest Hegte heute Dr ‘feiner Stettin, im 800-Meter-Laufen in 1 Min 58,8 Sek. 3m 440-TZard-Lausen siegte ebenfalls Peltzer, und zwar in 50 Sekunden.
Weltrekord Hoffs im Stabhochsprung.
Wie die ..Moniagsvost" aus Stockholm meldet, erzielte Charles Hoff in Finnland rroh der ungünstigen Witterung mit einem Stabhochsprung von 4,25 Meter eine neue W e l t - H öch st le i st u n g.
Verlegung des Feldbergrennens
Frankfurt a. M., 25. Sept. (Wokfi.) Da infolge der dauernden schlechten Witterung die Walzarbeiten auf der Rennstrecke nich: rechtzeitig fcriiggcftcUt werden konnten, wurde das F e l d b e r g r c n n e n für Automobile und Motorräder auf den 11. Oktober verlegt.
Die Wahlgesetz-Reformen in Hessen. (Von unferer Darmstädter Kedoktion )
II. (Schlust.)
Eine Bestimmung grundsätzlicher Art. die bei politischen Wahlen den Kampf der Meinungen jeher hcraufbddXDoren bat. ift die Frage, wer stimmberechtigt ift? Weite Kreike verschließen sich nicht der Einsicht, daß es untragbar ift. die Geschicke eines Gemeinwesens durch Persönlichfeilen mitbeftimmen zu lassen, die gar fein näheres Interesse an der Gemeinde haben, aber doch gleichberechtigt mit den Einheimischen lind Der Gesetzenttours besagt hierüber in seiner Begründung u. 0 : .Bei der Verbindung der Wahlen der Gemeindevertreter mit den Wahlen der Kreistagsmitglieder erwies es sich als besonders mißständig, daß die Voraussetzungen für die Wählbarkeit zu den einzelnen Körperschaften verschieden geregelt waren Es führte bei den letzten Wahlen zu vielen ungültigen Stimmen und bat den Wunsch nach einer Aenderung gezeitigt, der auch im Landtag hervorgetreten ist Der Gesetzentwurf fieht darum einheitlich als eine der Vorausfehungen für die Stimmberechtigung ein sechsmonatiges ununterbrochene« Wohnen in der Gemeinde vor. Man hat diesen Zeitraum gewählt in der Uebcr^eu- gung, daß für alle Wahlen eine gewiffeDer- bundenheit mit den örtlichen 03er- bältniffen gefordert werden must, die erst bei einem nicht allzu furxen Ausenthalt gegeben sein kann; dabei war zu berücksichtigen, dast nach dem Gesetzentwurf für die Berechtigung iv- raums der Wahltag maßgebend ist, während seither der erste Tag der Offenlegung der Wählerliste in Betracht tarn.“*
Der Zeitpunkt von 6 Monaten ist den Linksparteien nicht genehm: es wird sich aber eine Mehrheit dafür im Landtag finden Zur Zeit ist noch nicht abzufehen. ob sie bereit sind, die Wählbarkeit für die Gemeinde-, Kreis- und Provinzialvertreter auf das 2 5. Lebensjahr heraufzusehen, wie die Regierungsvorlage will.
Eine der bedeutsamsten Neuerungen, die Der Wahlgesetzentwurs vorsieht, ist die Einführung eines Einheitsstimmzettels für Die Wahlen. Die Begründung der Vorlage sagt u a. hierüber .Aus dem Gefichtspuntt der Erleichterung des Wablverfährens hat man für dte Dahl der Gemeindevertreter und Kreistagsmitglieder im Gesetzentwurf den amtlichen Einheitsstimmzettel eingeführt. Er wird für die Wahl der Gemeindevertreler Durch Die Gemeinde, für die Wahl Der KreistagsmitglieDer Durch Den Kreis hergestellt unD hat Die Wahl, um Die cd sich hanDelt, unD alle zugelafsenen Wahlvorschlägc unD ihre Kennworte anzugeben. Die Benutzung Des Einheitsstimmzettels bietet für Den Wähler keinerlei Schwierigkeiten. Auch wird vermieDen, Daß Stimmzettel ungültig iver- Den, weil Dec Wahlvorschlag oDcr Das Äennn*rt
Wirtschaft.
Der gloty stürzt.
3n Polen herrscht toieDcr einmal grobe Aufregung unD Bestürzung, weil Der Zloty erneut gefallen ist Es ist nicht verwunDerlich, Daß Die Regierung G r a b s 5 i, Deren verfehlter Finanz- unD Wirtschaftspolitik der neue Währungsverfall in die Schuhe geschoben wird, Deshalb scharfen Angriffen ausgesetzt ist. Das mag bis zu einem gewissen (Stabe auch richtig fein, weil Die Regierung Die Stabilisierung vor etwas mehr als 3ahresfrist auf einer viel zu schmalen Basis ausgcführt hat unD Die Erhaltung Der Währung Durch enormen SteuerDruck zu gewährleisten suchte. Kein Wunder, daß unter diesen Verhältnissen die ganze Wirtschaft leiden und einen enormen Rück gang erleben muhte, ilnb das machte sich in einem um so größeren Mahstabe bemerkbar, als die 3nbuftric einerseits ihren früheren großea»Absah- markt. Rußland, verloren hat. andererseits aber auch die Regierung beim Ab'chluß von Handelsverträgen feine geschickte Hand zeigte. Der Wirtschaftskrieg mit Deutschland, der eine gcwis'e Großmannssucht Polens als Grund hat, wird nicht wenig zu der neuen Erschütterung Der polnischen Währung beigetragen haben. Die Der- hanDlungen finb erneut vertagt worden, weil di« polnische Regierung erst einen neuen Zolltarif ausarbeiten will, Der als VerhunDlungsgrunDlage Dienen soll. Vielleicht wird Polen Durch Den Zlotysturz belehrt. Daß es sich Durch seine Hah- politi! allein am empfinDlichsten schäDigl. Es ist kaum zu erwarten, daß die Hoffnungen. Die man in Warschau auch in bezug auf Erleichterungen für Die Wirtschaft an den Besuch Tschitscherins knüpft, irgendwie in Erfüllung gehen werden. Polen wird in Der Hauptfache auf den Absatz seiner Produkte nach dem Westen angewiesen bleiben und schließlich doch noch versuchen müssen, mit Deutschland in ein Einvernehmen zu tomnien. Andererseits wird sich aber auch die polnische Regierung an größere Sparsamkeit gewöhnen müssen, wenn sie ihre Währung vor dem Verfall schuhen will. Die enormen Ausgaben für das Heer stehen in keinem Verhältnis zu den sonstigen Staatsausgaben, geschweige zu den Einnahmen des Landes. Die Ausgaben für das Militär beliefen sich in diesem 3ahre auf 700 Millionen Zloty, d h. mehr alS ein Drittel des getarnten Budgets. Da könnte die Regierung sparen, zumal sie ja als Mitglied des Völkerbundes wenigstens in der Theorie für die allgemeine Abrüstung eintritt. Aden wie die Tschechen und Franzosen, denken natürlich auch die Polen gar nicht daran, sich bei ihrer Spielerei mit dem Militär irgendwelche Beschränkungen aufzuerlegen. obwohl ihre Sicherheit von Heiner Seite bedroht wird. Die Polen träumen sich in eine Rolle hinein die sie wirtschaftlich überhaupt nicht durchführen können, und das um so weniger, weil die Mißwirtschaft und Korruption dem polnischen Rationalcharakter eigen sind und bleiben.
Die Spareinlagen im August.
Zum ersten Male seit mehreren Monaten weist die Zuwachsziffer der Spareinlagen eine, wenn auch geringe, Steigerung auf: die Einlagen bei den preußischen Sparkassen sind im August um 52 Will. Ml. gestiegen und betragen nunmehr 898.56 Will. Mk.. also fast 9 00 Mill. Mk. (Ende 1924 waren es bekanntlich 404.1 Mill. >. Diese langsame, aber stetige Zunahme der Spareinlagen der Bevölkerung ist ein sehr erireuliches Anzeichen für die Gesundung der wirrlchastiichen Verhältnisse und läßt die Hoffnung berechtigt erscheinen, daß bei
unridMig wiedergegeben ist Die Höchitzadl der benötigten Stimmittel stehl ohne weilcoe» fest Den Parteien wirb die Befchaffung Der Stimmzettel. Die sie seither belastele. abgcnpimnen. und Die Herstellung von mehr Sttrnmzetteln. als benötigt werden, wird vermieden '
Die Regierungsvorlage bat. aus dem Gc- fichispunkl heraus, daß die übergroße Zahl der Wahlen in weiten Kreisen Der Bevölkerung lästig empfunden wird und eine gewiße WadlMüdigkeit hervorruft, vorgcschlagen. die Dahl der Provinzialtagsmitglieder von den Dal'.en der Gem«rnder>ertreter und der Kreistagsmitgliede:- abjutrennen und den Provinzialiag Durch die Kreistage wählen zu laffen Zur Begründung dieser Maßnahme beißi es in Der Vorlage: .Dadurch wird l»ch Das Wablverfahren, Das unzweiselhas für zahlreiche Däbler zu per wickelt gewe'en ift. und Dee)halb auch zu vielen ungültigen Stimmen geführt hat. wesentlich vereinfachen. Deiterhin wird die Wahi D?r Pro- vinzialtagSmitglicDer durch hi« einzelnen Kreistage in weit höherem Maß als seither Dazu führen. Daß im Provinzialtag alle Kreise, insbesondere die kleineren, ausreichend vertreten find, und daß Personen gewählt werben. Die den örtlichen Verhältnissen der einzelnen Zkreise besonders nahe stehen; hieraus will der Gesetzentwurf mit allem Rachdruck Hinweise: Die Regierung legt nach der 'Begründung auch aus eine solch Dahl großen Wert und ist überzeugt. Daß Die Kreistage bei dem vorgesehenen Wahlversahren Den Wünschen der Bevölkerung nach örtlicher Vertretung Rechnung tragen müssen Ohne daß sich Durch Die politische Zusammensetzung Der Kreistage Diejenige Der Wählerschaft nnmütel* bar toihcrgibt, bringt Die neue Provinzialtags- wähl auch für die Parteien eine Erleichterung und ermöglicht ihnen, bic Gemeindeoettreter- un- Kreistagswahlen mit größerem Rachdruck zu betreiben."
Für diese Regelung wird lich kaum eine Mehrheit im Landtag finden. Sozial - Demokratie unD Zentrum verlang. <r Die Dlrcfr Wahl Des Provinzialtagcs wie bisher, Da* Zen trum hat Die Entscheidung in der Hund; es bat sich wie aus Den VerkanDIungen de. Gesell gebungSauSschusses hervorgisht, zu Derselben Anschauung wie Die Demokratie und Die Sogtal- Denwkratie bekannt.
3m großen und ganzen finh Die Aende- rungen Der Regierungsvorlage. Die Der Grieh- gebungsausschuß verschlägt, keineswegs Bcrbess. rungen Des Wahlrechtes, eS wäre Daher zu wünschen. Daß im wesentlichen Der Gesetze ntwuci in Der vorliegenDen Form angenommen wird, doch ist bei Den bcftebenDcn MehrheitSverhälttiissen die Hoffnung hierfür gering.
fortschreitender KapaalbilDung im 3nland der Kreditnot Die Schärfe genommen und auch eine Verbilligung der Zinslasten erreicht wird. Freilich zeige., die Ausweise der Handelsbilanz, daß sich die Einfuhr beständig vergrößert und daß inSbelandere auch der Lurusirnpori Daran stark beteiligt ist 3c mehr sich Die Passivität unserer HauDels- unD Damit unserer Zahlungsbilanz vergröbert, um io langsamer wird auch Die Zunahme Der Kapiialbildung vor sich gehen müssen Daraus folgt umgelehrt, dah jeDer Sparpfennig Da^u beiträgt, Die Passivität zu vermindern und Die heimische Produktion zu heben. Wer also spart und seine zurückgelegten Gelder Der Sparkasse zu» suhri, hilft mit, die Stabilität her Wirtschaft und damit der Währung zu festigen.
Wie durch eine Statistik Der westfälischen Sparkassen bewiesen wirD, ist entgegen her weitverbreiteten Ansicht Der Anteil Der öffentlichen Gelder an Den Einlagen Der Sparkassen außerorDentlich gering, er beträgt bei Den Spareinlagen ganze 6,7 Proz., macht also ungefähr Den 15. Teil Der Griamtspar- einlagen aus. Der ganz überwiegende Anteil entfällt auf Die Gelder der Privatwirtschaft, Die öffentlichen Gelder sind Demgegenüber ein per* fchwinDenD geringer Teil.
Da in Der Sparkassen-Statistik Die genaue Trennung zwischen Spareinlagen unD Giro* einlagen Durdjgefüfjri ist, läßt sich unter Der Voraussetzung, daß eine gewisse Regelmäßigkeit des Einlagenzuflusfes bestehen bleib*, aunehmen, das; die Spareinlagen mehr und mehr den Cha* ratter von Dauerantagen erbafler 3n dem Mabe, in dem dies «intriti, sind auch die Spar* taffen in die Lage versetzt, längerfristige Kredite zu geben bzw. die ursprünglich kurzfristig gegebenen in solche mit längerer Lauszeit umzuwandeln.
“Iß eitere Verkäufe aus der Still- nes - Masfe. Wie die „Kölnische Zeitung ersährl, sieben die Derkaufsoerbandlungen, die das Bmik- fonfortium bezüglich der im Buch- und ZeUstoffge- roerbe Hugo Stinnes G. m. b. H. zistammenge- schlossenen Betriebe mit einer Berliner Druckerei und einer Leipziger Firma führt, vor dem 2lb- schluh. Cs handelt sich dabei in der Hauptsache um die W. Büxenstein, Verlag und Druckerei <9. m. b. H., der Derlag Reimar Robbing und die Firma W. Vobach & Co., «erlanb. • '
' Elekkrizitäts-21. &. d 0 r in. Lah- meqer & Co., Frankfurt a. M. Nach Abschreibungen in Höhe von 70 516 Rm. beträgt der Reingewinn aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 1 593 747 Rm. Hiervon sollen 8 Proz. Dividende auf die Stammaktien und 6 Proz. auf die Vorzugsaktien verteilt werden.
• Donnersmarkhütte 21. G. und Obericht e s i s ch e Eisenbahnbedarfs A. (8. Die Anträge der Verwaltungen wurden in den H. D. beider Gesellschaften genehmigt. Es werden 1. von Oberbedarf die Gleiwitzer Stahlwerke, früher scymski-Werie, Stahlröhrenwerk Gleiwitz-Stadtwald und Zawadski-Werke, 2. von der Donnersmarkhütte sämtliche Anlagen mit Ausnahme der 2lb-
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