Einzelbild herunterladen

Nr. 148 Viertes Blatt

Samstag, 27. Mi (925

Gießener Anzeiger (General-Anzeigerfür Merheße^

Krank urt a.M.

25. 6. 26.6.

35

IH3 108.25

l. >3,13

15.60 bis

Eingesandt

Publikum

»es

0,9

a. M.

Berlin -Zrantsurl

Miet-Pianos

Pianohaus

Banknoten.

Geld

Filiale: Lieh (Oberhessen)

c

der echte Südfrychtpudding

92.6 2.25

4 75

34

10

62

Trocken-

10, Kar-

120.13 0.485

-i, 112

120,10

98

120.13

120.25

0.412

0.548

0.69

0,30 0,55

0.60

0.50

89.75

91,25

97

7 5

98 120.25 121

68

56

60.8

0,51

91,75

93.45

7.25

38.25

121.90

98

120.25

54 50

51

71

60.25

112.25

13.4

110

47

5,35

92.7'

73,

74

2,3:

53.75 |

58.44

74.25 I

61 9

.2.65

61.5

94

71.5

61.40

79,5

60,40

59

42,75

66

93,75

72

83

63

68.5

61 75

59,5

13,5

42,5

55.25

60.25

Gegründet 1876

Bahnhofstr. 65b Gießen Fernruf Nr. 1367

neigung und das Mißtrauen q:gcn uns abn:h . en und baß sich andere Perspektiven eröffnen wer­den, als Streitigkeiten, Rassenhaß und Kämpfe.

94.25 i

70,5 83 1

60

79,90

61;

57,5

43,5

0.41 0,53

U 52 0.69 0,80 0.545

94

72,50

62.75

79.80

62

59

41,11

70

57.50

56

53

70,25 'M 62

14,13

17.10

49

5,50

9.3

0,53

91.75

93 45

0.54

0 715

0.32

0,54

19.10

82.44 »J.356

19,26

15,32 72,64 >9,12

113,12

81,52 >0.80

12.405

5.83

I 98,75

121 25

84.9

I 113 113

69

108.40

97 ' 7.50

(Sn Billionen Mark auSgedrückt. BuenoS-AirrS, London, Neu. hort, Japan, Rio de Janeiro für eine Etndelk, Wien and Budapest für 100000 Einheiten, alle« übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung.

98

7 40 0,1

der Börse durch eine kräftige Erholung fast sämtlicher Märkte fortgesetzt. Es wirkte hierbei der feste Verlaus der Frankfurter Alwndbörfe und des heutigen Dorbörfen-De- fchäftes mit. Zur chemische Werte. die sich gut erholten, bestand dab:i Nachfrage infolge der guten Beschaffenheit des AnilinmarkicS und der Beschäftigung des Anilinkonzerns. Am Montan markt wirkten die Meldungen stimu­lierend. das; die internationalen E'.lenverhand» langen der letzten Tage in großen Zügen doch zu einem Ergebnis geführt hätten. Zu dielen Mo­menten komm »hinzu. daß die Spekulation zur Erfüllung ihrci Bissc-Engagements bei der ein- tretenen Kurstefcftigung Deckungskäufc vornahm und teilweise wohl auch Zwangsdeckungen er­folgten. die ihrerseits bei der bevorstehenden Slückknappheit wiederum Mcftigcnb aus das Kursniveau einwirkten Auch Käufe zum Wochen- schlus; waren z »beobachten. Lebhaftes Treiben entwickelte 'ich am Anleihemärkte, der schon vorbörslich sestlag und dessen Kurse weiter anzogen. Auch Zndustricobligationen konnten sich befestigen. Pfandbriefe waren ohne Umsätze Tie Nachfrage nach täglichem Beide bat sich etwas gesteigert, der Ultimo kann jedoch als überwunden angesehen werden. Tägliches Seid 8' bis 9' . Proz. MonatSgcld 11* 2 Proz. Am Devisenmarkt waren keine nennenswerten Veränderungen zu verzeichnen. Die Reichsmark wird gemeldet aus London mit 20,43, Paris 5,16'2. Amsterdam 59,50, Zürich 122,55.

Frankfurter rÄc'reidebörse.

Frankfurt a. M. 26. Juni. CS wurden notiert: Weizen. Wetterauer 21,50 bis 23,50, Roagen. inländ. 19 bis 21. Hafer, inländ. 18,50 bis 22,50, Mais (gelb) 21 bis 22.50. Weizenmehl, inländ.. Spezial 0 36 bis 36.50. Roggenmehl 28 50 bis 29.50, Wcizenkleie 11,60 bis 11,75, Roggenlleie 12,50 bis 12,75. Tendenz stetig

Berliner Produktenbörse

0,9

2.2

8

36

10.40

62

60.13

94

119.50

83.6

111.5

110.90

68

51

69

60

113

13.75

114.9

50

5.4

91.75

73,5

74,75

2. 5

56

60

0,43

0,85

106

70

2,75

10,35

91

61,75

0.56

89,75 93,5

I 35,75 120,5

98 120.25 120,5 67.5

108,25 94,50 97.75

7.4

0.1

120,25 0,48 i

84

110,80 .

0,43

0,83

106

70.5

2,75

38

9,75

82,5

61,5

«echMMSU

Zu haben in Drogerien, Parfümerien und Friseur- geschäften Witwe Plank; Rettlekuren mit Masiagebehandlung bei E. Koch, Seltersweg 75, O. Gath, Bahnhofstraße 61 63301)

Berlin, 26. Juni. Der Produktenmarkt lag ohne nennenswerte Preisveränderungen still. Gerste, Hafer, Mehl und Futterartikel un­verändert. Es wurden bezahlt für 1000 Kilo: Weizen, märt. 266 bis 269. do Juli 260.50 bi« 261 Roggen, märt. 218 bis 222. do. Juli 212 bis 211.75. Gerste, märl. 226 bis 245. Futtergersta 200 bis 216, Hafer, märt. 231 bis 239. do. Juli 192 bis 191,50, Mais (loko Berlin) 213 biS 217, do. Iuli 192. Raps 360 bis 370; für 100 Kilo. Weizenmehl 34 bis 36,25, 'Roggen- mehl 29,75 bis 31. Weizenkleie 13 bis 13,20, Roggenkleie 14, Diktoriaerbsen 26 bis 31. kleine Erbsen 25 bis 26,50, Futtererbsen 21 bis 24, Peluschken 21 bis 23. Ackerbohnen 21 bis 22. Wicken 24 bis 26. Lupinen, blau 11 bis 12.75, do. gelb 14 bis 15,50. Rapskuchen M 15 80 Leinkuchen 22,50 bis 22,80, schnitzel 10,20 bis 10.50, Torfmelasse toff cif loden 21,20 bis 21,60.

Lnglo Loin.-Äuano .... Badische Äniltn kdrmische Waber Alavt» .. Soldschmtdi .... @rte5feimer Elccrrou .... Höchster Farbwerte Holz Verkohlung ....... RStgerSwcrke.........

echcideanstalt «llg- CleltrfUtüt*«®efeUfd>«tt B-^gmann . - ..... .

'ITcamtrafttoerte........

Echuckerl....... . . .

Siemen- A HolSk« ......

Adicrwerke Siebet ......

Daimler Motoren. ..... Heyligenstaedt. . ......

Meguin......

Motorenwerke Mannheim -

Sranrfnner Armaturen .. onservenfabrik Braun . . .

Metallgefell^chaft Frankfurt. Del. Union A--G . . . . . etbnbfabrt: Herz Sichel

112 - 120,13

6,25 | 6

67 , 68.5

107,5 10 i,50

55

55.50

49,5

70.75

60.5

111

1.3,4

16.75

49

5,5 !

Draht 3 Wochen.

Deutsche Hol-Verwertungs- 21.-®.. Frankfurt a. M. Zn der o. H.-B. wurde der dividendenlose Abschluß für 1924 ge­nehmigt. von den 7407 Rin. Reingewinn werden 4250 Rm. der Rücklage überwiesen und der Rest vorgetragen. Das Stammkapital wurde von 180 000 Rm. auf 450 000 Rm., das Dorzugs­kapital von 20 000 Am. auf 50 000 Rm. erhöht.

* Daimler Motoren-Gesellschaft in Berlin. Zn der in Stuttgart stattgesunde- nen Hauptversammlung wurden die Regularien genehmigt. Eine Dividende kommt nicht zur Aus­schüttung.

* D i e D e r b a n d s b i l d u n g in der Drahtindustrie. Wie der D. H. D. erfährt, sind in Düsseldorf neue Besprechungen über die Bildung einer Derkaufsvereinigung für 23er» feinerungsdrähte ausgenommen worden, da sich die großen Jndustriewerke grundsätzlich mit einem derartigen Verband einverstanden erklärt haben. Man hofft, die Verhandlungen nunmehr in kurzer Zeit zum Abschluß bringen zu können.

* Weitere Besserung des Arbeits­markt cs in Bayern. Am 16. 3uni waren nach Zusa nmenstellungen des statistischen Landes­amtes in Bayern einschl. der Pfalz 31 566 (15. Mai 37 302) männliche und 13 086 (15. Mai 14 667) weibliche Arbeitssuchende vorhanden, bei 5238 (3482) bzw. 4967 (4481) offenen Stellen. Mitte Juni wurden noch 17 316 (2. Juni 9696, 15. Mai 24 060) männliche und 3142 ( 3401, bzw. 3950) weibliche Hauptunterstützungs - Empfänger und 28 93ö (33 282 bzw. 39 853) Zuschlagsempfänger in der Erwerblosenfürsorge gezählt.

Frankfurter Olber.dbörfe.

Frankfurt a. M., 26. 3uni. 3m Einklang mit der rückläufigen Kursbewegung im Rach­börsenverkehr neigte die Stimmung der heutigen Abendbörse zu weiteren Rückgängen, die aber unbedeutend waren. Das Geschäft war lautlos und infolgedessen kamen nennenswerte Umsätze nicht zustande. 3n Anleihen ruhte das Geschäft. Für Kriegsanleihen hörte man einen Kurs von 0.410 D., 0,412 ® Von ClektroakFen waren 2lEG

nach holländische, Art Das liebliche Aroma (keine Essenzen) und die glücklich gewählte Eigenart seiner Zusammenstellung verleihen dem Mondamin - Delikatess - Pudding seinen pikanten Geschmack. Mondamin - Delikatess - Pudding ist etwas ganz Leckeres wie jeder

MGS4OAMIN-FEINKOST-PUDDIH6

Verfolgungswahn.

Ein polnisches Bekenntnis.

Die Warschauer Zeitschrift .Prawda" hat vor wenigen Tagen einen Artikel veröffentlicht, in dem der polnischen Oessentlich'e i Wahrheiten gesagt werden, wie sic wohl noch kein einziges Blatt der polnischen Presse zu verkünden ge­wagt hat. Der polnische Drrfolgungs- wahn, der sich nur auS der Konsöbera- tionspshchose vergangener Zeiten er- Ilären läßt, wird wahrscheinlich auch von der jetzigen polnischen Generation nicht überwunden werden. Verschwörer glau­ben sich von allen Seiten umstellt und sehen in ihrer Vorsicht mehr Gefahren, alS in Wirklichkeit vorhanden sind. 3n der Freiheit kann diese Doppelsichtig- feit jedoch verhängnisvoll werden. Den Rachbarn nimmt sie das Vertrauen und der eigenen Landcsbevölkerung den Frie­den zur nutzbringenden Arbeit. Der be­merkenswerte nationalpolnische 2$kirnraf hat in deutscher Uebersehung folgenden Wortlaut:

DaS polnische Volk befindet sich bereits feit längerer Zeit im Kampf Wenn man einen Durch­schnittspolen fragt, wer die Feinde seines Vater­landes find, so werden neunzig von hundert ohne Bedenken antworten:Die Deutschen. Russen und Juden." Diese Antwort wird eine Art politischen Glaubensbekenntnisses bilden, zwar ein negatives, aber doch schon unstreitig ein Programm. Man braucht nicht hinzuzufügen, daß die Lage der All­gemeinheit, deren gesamte Orientierung sich auf das unerschütterliche Bewußtsein dreier Feinde stützt, von denen jeder genügt, um das Leben des Dolkes und Staates im höchsten Maße zu kompli- zieren in sich etwas tief Tragisches birgt. Wohin wir das Auge auch immer wenden mögen, begegnen wir in der Auffassung der Qlllgcmein- heit einer dieser Gefahren, die nicht nur den Grundton des gesamten polnischen politischen Denkens, sondern auch der polnischen politischen Psyche bilden. Wir leiden unter einem allgemei­nen Verfolgungswahn! Fortwährend erwarten wir irgendeinen Stoß, lauschen der gegen uns geschmiedeten Ränke, es scheint uns, als ob die ganze Welt voll wäre von Verschwörungen gegen Polen, von denen wohl nur Gott und die Fran­zosen die Finger ablasscn. Wir sind wie ein Ichweikranker Reurastheniker, der an niemandes Gewogenheit glaubt, ja der im Gegenteil, von dem Wahne befangen ist, daß alle nur seine Vernichtung herbeiwünschen.

3n einer solchen Auffassung unseres Verhält- nisses zu den übrigen Völkern liegt zweifellos eine große Dosis schädlicher und gefährlicher Ücbertrcibiing. Wer weiß, ob wir außer diesen drei grundsätzlichen Feinden Polens, gegen die wir jederzeit bereit sind, in dieser oder jener Form in den Kampf zu ziehen, nicht auch die Engländer einer besonderen Ungunst uns gegen­über verdächtigen müssen, weil sie die Deutschen nicht hassen können: oder die Italiener, weil sie ihre unverhohlene Qlbneigung gegen die Fran­zosen auch zum Teil auf uns übertragen, ferner die Tschechen, weil sie nach Rußland hinüber­schielen: die Balten weil sie an eine Annäherung an Litauen denken: die Schweden, weil sie Ber­lin gegenüber Sympathien hegen, oder schließlich gar die Vereinigten Staaten, die angeblich durch die hinterlistige jüdische Propaganda gegen Polen aufgewiegelt sind.

ES ist wahr, daß Polen seinerzeit von seinen Rachbarn schweres Unrecht zugefügt wurde, als sie es in Stücke rissen. Das Gefühl der ange­tanen Gewalt und die lebendige Erinnerung daran dürfen jedoch nicht für alle Zeiten den Ausgangspunkt für unsere politischen Bestrebun­gen bilden. Die Teilung Polens war nicht nur Werk äußerer Kräfte: sie wurde durch unsere Unfähigkeit und unsere eigenen Sünden ermög­licht. Dies müßten wir unS vor Augen halten und unter diesem politischen Gesichtswinkel jeder­zeit unser neues Leben korrigieren. Die düstere Theorie von der vermeintlichen AllerweltSfeind- schaft. die unentwegt gegen uns besteht, enthält nicht viel den Gesundungsprozeß Förderndes. Sie schafft nur eine gewisse Psychose und diese wird uns sicherlich anderen Leuten gegenüber weder klüger, noch stärker, noch liebenswürdiger er-

(Für Form und 3nhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem ~ - flr- >' antwortung.)

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) Berlin. 26. 3unt. Die nur zögernde Be­festigung des gestrigen Tages wurde bei Beginn

0.4125

0,485 0,67 0.28

Berlin

scheinen lassen.

Wir stehen im Mittelpunkt Europas und rufen unausgesetzt nach der Polizei. Uns will jemand berauben oder überfallen! Es ist dies ein wenig würdiges und nach unserer Ansicht Aergernis erregendes Schauspiel. Gs mehren sich zudem die Anzeichen am Himmel und auf der Erde, daß diese unsere Pose bereits allen lästig geworden ist. Rur das einzige Frankreich duldet sie noch, indem es das Fehlen des politischen Sinnes polnischerseits und die Hysterie gegenüber Deutschland gleichsam als Vogelscheuche ausnüht. Frankreich mag unser so häufiger Angstschrei so- gar wirklich gelegen kommen. Ob er unserer eigenen Sache jedoch in irgendeiner Weise dienlich fein kann, daran zweifeln wir nicht erst heute. Für ein Volk, das endlich einmal fein Dafein normieren will, ist ein Weg immer vorhanden: die Verminderung der Zahl der Streitfälle nach innen und nach außen und an Stelle eine® Programms unausgesetzter Kämpfe wenigstens der Versuch, die eigenen 3ntereffen mit denen der anderen in Einklang zu bringen. Hören wir end­lich auf. uns in steter politischer Häirde'.sucht zu gefallen. Beginnen wir mit dem Verzicht auf die Kämpfe mit unseren Minderheiten und berücksichtigen wir ihre berechtigten Ansprüche bis zu den weitgehendsten Grenzen der Möglich­keit. Verstehen wir es. sie davon zu überzeugen, daß sie im polnischen Staate in dieser oder jener Form Freiheit. Zukunft und Wohlfahrt erlangen können. Und bann prüfen wir genau unsere Be­ziehungen zu den Rachbarn. Wenn wir dies tun werden, wird es sich bald zeigen, daß die Ab-

Bric)

4,199 1:1,20 82.86

20,459

19,36

168,67 16,411 73,00 59.42

112,6b

81,92

61.10

12.465

5,87

ffif S5S

ir* jMc 25. 6 26 6.

D i e verkürzten Lieferfristen in der rheinisch-westfälischen Eisen - industrie. Die Lieferfristen in der rheinisch- westfälischen Eisenindustrie haben sich laut Fach­blatt3ndustrie-Kurier" auch weiterhin verrin- , -... .. gert. Sie betragen für Halbzeug durchschnittlich Äfab® Äentbäl 2 bis 4 Wochen, Grobstabeisen 4 bis 5 Wochen, Hutfcrfabrif Waghäusel Feinstabeifen 6 Wochen, Formeisen 4 Wochen, ...... Universaleisen 3 Wochen, Bleche 2 bis 3 Wochen, I

und Lahmcyer leicht erholt. Don Bankaktien schwächten sich Reichsbanlantcile um 1 Prozent ab Die Abendbörse schloß geschäftslos in schwä­cherer Haltung. Deutsch: Anleihen: Schutzgebiets­anleihe 5800. Bankaktien Commerzbanl 98. Darmstädter Bank 120.25, Deutsche Dank 121. Discontogescllfchast 108, Dresdner Bank 102,25, Mitteldeutsche Ered tbank 9S. Reichsbank 124.75, Rheinisch? Kreditbank 90. Oesterreichifche Kredit­aktien 7.40 Montanaktien: 3lse Bergbau 98.50. Phönix 91.75, Kali Aschersleben 13,75. Chemische Aktien: Badische Anilin 120.12. Scheideanstalt 108.50. Th. Goldschmidt 86, Höchster Farben 120 12. Transportw:rte: Rordd. Lloyd 60. Bal­timore 57,75. 3ndustrieaktien: AGG. 93,75, Ding­werke 58 Dyckerhoff 40 25, Fuckis Waggon 0,65, Ludwig Ganz 0,140, Gebr. 3unghans 67,25, Doigt il Häffner 74, Lahmeyer 72.

Börsenkurse.

Berlin, 26. Juni.

Amerikanische Note» . . , ,, Belgische Noten ....... Innifcbe Noten ....... Englisch- Noten........ französische Noten ...... holländische Noten .....

Italienische Noten Norwegisch» Noten Deuilch-Cesterr. i 100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten Schwerer Noten SvanilL.' Noten.......

Tschechoslowakische Noten. Ungarische Noren . . .

Wirtschaft.

Börse und Geldmarkt.

3n einigen Sagen ist der Quartalsultimo erreicht, der bezüglich der Gestaltung des Geld- und Kapitalmarktes mit einiger Spannung er­wartet wurde. Soweit sich die Lage bisher über­sehen läßt, sind für die Anforderungen der Wirt­schaft von den führenden Kreditbanken genügend Bereitstellungen gemacht worden, so daß wohl mit ernsthaften Schwierigkei'en kaum zu rechnen ist. Allerdings handelt es sich bei diesen Mitteln fast durchweg um kurzfristige Gelder, während die Beschickung des Geldmarktes mit Monatsgeld recht knapp ist. Der Dörsengeldmarkt liegt gegen­wärtig noch, fünf Tage vor dem Ultimo, für tägliches Geld direkt fluffig. Sowie aber An­forderungen einige Tage über den Monatswechsel gestellt werden, müssen hierfür Zinszuschläge von 2 und mehr Prozent per anno bewilligt werden. Selbstverständlich wirkt sich diese hohe Zins­belastung für die Geldnehmer behinderlich aus, für die bei der gegenwärtigen Lage des Waren­geschäftes und der Effektenbörse die Möglich­keit der Gewinnerzielung eng begrenzt ist. ilebcr- haupt ist die Effektenbörse gegenwärtig in einem Stadium, in dem alles schwarz in schwarz ge­sehen wird. Rach der wochenlangen Verslouung und dem immerhin doch starken Abbau des Kurs- aebäudes der Fondsbörse hätte in normalen Zeiten eine Meldung, wie die der Vorbereitung der Ruhrräumung, einen sofortigen Umschwung nach oben herbeigesührt. Man hat ihn zwar auch jetzt erwartet und sich nach Bekanntwerden der ersten Rachrichten im Kontorgeschäft unter den Banken reichlich eingedeckl, mußte aber schon an der nächsten offiziellen Börse feststellen, daß alle Mitläufer etwa aus Publikumskreisen nach Westdant ........

wie vor fehlen. Ueberhaupt ist der Auftrags- «ofiumer ®n6 ..

eingang bei den Banken zur Zeit wieder auf einem Tiefstand angekommen. Es erfolgen weder Deunch L'urcmbara Häufe noch Verkäufe für die zweite Hand, fo Gelsenkirchener Bergwerke. daß der Hauptanteil der gegenwärtigen Umsätze ßXcrk Äkn: ::

auf solche innerhalb der Börse entfallt. Für die Kaliwerk Westeregeln. . . ..

Kulisse wirkt dies selbstverständlich wenig er- U°Uütte ........

mutigent). Trotzdem scheinen gewisse Hoffnungen &!robaa '..'.

auf eine doch noch erfolgende kursmäßige Aus- »tptnniabi Wirkung der hoffentlich für August zu erwarten-

den Ruhrräumung zu bestehen, was darin zum

Ausdruck kommt, daß per Ende August letzthin ' .'

in Montanaktien, namentlich in Harpener zahl- ttl)crQin,((fte U^ke aibin .. reiche Prämienabschlüsse erfolgt sind. 3m übrigen Zementwerk Heidelberg . . . ist man jedoch eher ä la baisse eingestellt, da | Dbilrvv HoUmann .....

I die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland aus den schon vielfach erörterten Gründen für die nächste Zeit doch noch keine Aussichten aus eine durchgreifende Besserung erfahren. 3n den Generalversammlungen der letzten Zeit, ferner in sämtlichen jetzt tagenden industriellen Ver­bandsversammlungen kommt diese Meinung zum Ausdruck. Für die nächsten Tage werden auf die Börse Wohl auch innerpolitische Ereignisse stärker einwirken, wie etwa die nunmehr eröffnete Beratung der Zolltarifvorlage und die gleich­falls bevorstehende Lesung der Aufwertungs- gesetzentwürfe in der Plenarversammlung 6c- Reichstages.

___________Tnrnm-.

5*/« Deutsche NrlchSanlekd« 4% Tewsche RrlchSnnlcihe 8'/,° Deutsche Reichranleid« ?, Tratsche RcichSanleihe Ternsche Svarpramienanleid« 4*/0 Prcuhiiche Honlol« 4* o Hellen '/»*/-> Hessen 3*/o Hessen Deutsche Eenb Dollar-Anl. dto- Toll.Schas-Anwetsna-'i

4*/0 Zoll türken

5% Solbmtrifanet ... vcrlMer Handelsgesellschaft Lommerz- und Pnvat Bank TannfL und Naiionalbank Deutsche Bank . . .

Ternsche BcretnSbank

DiScoiUo Lommandst Metallbank Mitteldeutsche Trcditbank . . Lcsterreichlsche Kreditanstalt

Verkehrspolizei?

Außer einem großen Teil der Straßenpassan­ten scheint auch das hiesige Polizeiamt noch nicht von der Wichtigkeit dieser Einrichtuny überzeugt zu fein, sonst dürste es doch wahrlich nicht Vorkom­men, daß an der unübersichtlichsten und gefähr­lichsten Straßenkreuzung Gießens, Sonnen- ftraße Neuen Däne, selbst in den verkehrs­reichsten Zeiten kein Polizeibeamter zu sehen ist. 5)äufig verunglücken hier Radfahrer, Motorrad­fahrer, Automobile usw. Ich halte es für die unbe­dingte Pflicht der Polizei, an solchen Punkten ge­wandte Beamte zu postieren, die den teilweise aus­artenden Verkehr in vernünftige Dahnen lenken. Vielleicht kann aus diese Weise auch chanchem das Rechtsfahren beigebracht werden.

Ein Radfahrer.

Sonntagsdienst d. Aerzte «.Apothekenam 28.6.25 Dr. Menerlwn. Dr Kivver virschavoiheke.

Zahnarzt: Dr. Gonter, Plockitrane.

25 3 nt

26 Juni

Amtliche 9toti rung

Amtliche Notierung

<5'.cld

Briei

(Selb

Brief

hmft.<Kon

168,09

16-,51

168.21

168.63

vncn.-Aires

1,689

, 1,69.3

1.68'

1,69-2

Brn-Antw-

19,23

l.* ,27

19 20

19,21

Lbristiauia

71,9-

72,14

72,71

72,89

.stopenbagen

81,50

81,70

82.53

82.73

etortbolm

112,23

112,67

112,38

112,66

Hclsingsors-

10.5- 5

10,60.5

10 5'8

10,608

Italien. .

15.48

15,52

15,25

15,29

London. .

>0,390

20.442

20.390

20,442

Neunork . -

4,195

4,20.5

4.195

4,205

Paris - -

19,34

19,38

19.31

19.35

Schweiz . -

81.43

81,63

81 47

81,67

Spanien -

61.00

61.16

61.02

61,18

Japan . . -

1,698

1,702

1.703

1.707

Nio de Ian.

9.464

3.466

0 467

1.469

Wien in D «

Etft- aboeft

39,057

59,19-

59,05-

59,197

Prag - -

12.43

12.47

12.434

12,4:4

Belgrad . .

7.205

7,225

7.30

7,32

Budapest.

1,8-5

5,905

5.895

5,915

Bulgarien

3,025

3,035

3.035

3.045

Lissabon

20,475

20,525

20 175

-0.525

Danzig. .

80,97

81.17

81.06

1.26

Konstantin.

2,26

2,27

2 225

2,265

Alben-

6.6°

6.71

6 69

6.71