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Langen schwalbach. Snt Untertaunus- kreis crireficn Hindenburg 6781, Dr. Marx 6522, Thäb.ic i 297 Stimmen.

Ufingen. Hindenburg 5365, Dr. Warr 4414, Thälmann 257.

Limburg a. d. L.: Hindenburg 1699. Marr 4132, Thälmann 68 Stimmen.

Ljmburg a. d. L. 3m Kreise Limburg er­hielten Hindenburg 5876, Dr. Marr 21 337, Thäl­mann 364 Stimmen.

Westerburg. Hindenburg 3367, Dr. Marr 11 221, Thälmann 114

Weilburg. 3m Oberlahnkreis wurden ab» gegeben für Hindenburg 8285, Dr. Marr 10 685, Thälmann 155.

Kassel. Aus Stadt und Land liegen bis um W /, Uhr folgende Gesamtergebnisse vor: Hindenburg 45 403, Marr 50 306. Thälmann 2490.

Eschwege. 3m Kreise Eschwege erhielten: Hindenburg 11 750, Marr 10190, Thälmann 1301.

Hanau (Stabt). Hindenburg 9223, lMarr- 7906, Thälmann 3103.

Hanau (Land). Hindenburg 11245, Marx 13 626, Thälmann 5753.

Fulda. Hindenburg 3000, Warr 9766. Täk- mann 235.

Hersfeld. Das Ergebnis im Streife Hers­feld ist folgendes: Hindenburg 11788, Marx 9033, Thälmann 118.

Melsungen (Stadt). Hindenburg 1406, Marx 782, Thälmann 272.

Waldeck. 3m- Kreise Wälder? wurden ge­zählt: Hindenburg 21841. Marx 6606. Thäl­mann 278.

Die Erneuerung der Rechtssicherheit in Deutschland.

Die Erneuerung der Rechtssicherheit in Deutschland ist der Gegenstand eines Aufsatzes Fr. Gieses in der3 e t i ö> e nb cu, dem wir folgendes entnehmen: Daß, wie jeder Staat, so Deutschland ganz besonders den grössten Wert auf die Erhaltung der Rechtssicherheit legen muh, sollte keines Beweises bedürftig sein. Rechts­sicherheit ist die wichtigste Vorbedingung für Bestand und Gedeihen des Staates. Wie es kein Recht ohne Staat gibt, so kann auch^kein Staat ohne Recht bestehen. Ein rechtloser Staat wäre überhaupt lein Staat. Das Recht ist von allen Klammern, die ein Volk auf nationaler Grund­lage zu einer staatlichen Organisation zusauunen- schlichen und im Staatsverbande zu einer nicht bloß gedachten, sondern wirtlichen Einheit ver­bunden halten, die wesentlichste, weil beständigste, festeste und wirksamste. Das Recht ist die ge­heimnisvolle Kraft, die das Volk verstaatlicht und den nationalen Staatim Innersten zu­sammenhält". Jede Erschütterung des Rechts ist Erschütterung d:S Staats selbst. Jede Unsicherheit im Rechtsleben lähmt, hemmt, ja untergräbt die gedeihliche Wirksamkeit der polit sch, wirtschaftlich, sozial und kulturell tätigen Staatsgewalt. 3e fester und sicherer die Rechtsordnung dasteht, je ruhiger und einheitlicher die Rechtsanwendung durch Verwaltung und Justiz erfolgt, je mächtiger Rechtsbewuhtsein und Rechtsgefühl in der Volks­seele und im einzelnen Volksgenossen als lebendige Kräfte wirken, desto stärker der Staatsbau. desto leistungsfähiger die Staatskraft, desto größer und wertvoller der Rutzen. der den Mitgliedern des Staates daraus erwächst.

Alle Bestrebungen, die Rechtssicherheit inner­halb des Staatsorganismus wiederherzustellen, bleiben jedoch ein wirkungsloses Bruchstück und nutzloses Stückwert, toemx der Widerhall im t Staatsvolk ausbleibt, wenn nicht auch die Dolks- genossen allesamt und jeder einzeln wieder die y Gesehestreue als staatsbürgerliche und als ethisch- . sittliche Plicht erkennen und erfüllen. Schlimmer noch alS die Verworrenheit im Bestände des heutigen Rechts ist die Verwirrung, die im Volke über Bedeutung und Wertung von Recht unb Gerechtigkeit schon während des Krieges, vollends in den stürmischen Jahren nach dem Kriege um sich gegriffen hat. Wie furchtbar hat die Autorität des Rechtes vor allem infolge des Verhaltens und der Gesinnung der Bevölkerung in Deutschland gelitten. Früher bildete für unser Volk, dessen Rechtsgesübl und Rechtsempfinden auf bedeutender Höhe stand, schon das bl oste Dasrin der Rechtsvorschrift, schon die ihr inne­wohnende. richtunggebende Kraft einen kategori­schen Imperativ, der sicher auf Befolgung rechnen konnte. Welche Wandlung haben Kriegs- und Rachkriegszeiten hier hervorgerufen I Achtung vor dem Gesetz. Rechtsbewußtsein und Rechtsgefühl, Rechtssicherheit und Rechtsautorität müssen neu zu Ehren kommen. DasRecht" must wieder Recht werden d?s ist eine Schicksalsfrage für das deutsche Volk. Denn Recht ist die Seele des Staates, Recht und Staat sind eins. Ohne seine Seele must der Staats körper sterben. Rur starkes, festes und sicheres Recht verbürgt einen starken Staat, gewährleistet also dem deutschen Bürger die Erneuerung und Erhaltung des höchsten Gutes, das er besitzt.

Buntes Allerlei.

Die konservierenden Kräfte der Natur.

Die Ratur verfügt über Kräfte, die unendlich viel mehr leisten, als die menschliche Kunst der Konservenherstellung vermag. Sie hat Organis­men Hunderttau'sende von Jahren hindurch er­halten. Als wichtigstes Mittel hat das Ge­frieren zu gelten, dessen Verwendung der Mensch von der Ratur gelernt hat. Das »Ge- frierfloisch", das bei den Mammutleichenfunden ini fibir.chen Eise gewonnen wurde, war so vortres.lich konserviert, daß man daraus aut- schmectendeMammut-Beefsteaks" herstellen konnte. Auch die inneren Organe dieser aus der Diluvialzeit stammenden Tiere waren ausgezeich­net erhalten, und aus dem Blut konnte man die Verwandtschaft des Mamnrut mit dem indischen Elefanten feststellen. Ebenso war das Fell glän- -,cn2> über die Jahrtausende hinübergerettet. So­dann sind als Konservierungsmittel der Ratur R a p h t h a und Erdwachs zu nennen. So hat man vor kurzem in einem Erdwachsschacht Ost­galiziens ein sehr gut «haltrnes Rashorn gesun­den. Im Torf haben sich Horngebilde, wie Haare, Hufe, Hörner, gut konservier! Eine gegen Zersetzung austerordentlich widerstandsfähige or­ganische Substanz ist das Chitin, und ma' hat festgestellt, dah Fossilien' der sog. R-esenglieder- füster auL der Primärzeit, die einen Chitinpanzer trugen, tatsächlich noch Chitin bergen. Von be­sonderem Interesse sind die in Bernstein cingeschlossenen tierischen und pflanzlich«» Reste. S?an<K Zeit war man der Ansicht, daß Diele in Bernstein emgekUollenen Organismen nur einen

Abdruck der Tiere darstellten, also gewisser- mafjcn eine Guhform. Doch haben neueste Untxr-» suchungen bewiesen, dast tatsächlich ganze Tiere im Bernstein konserviert sind, dast auch in ihnen daS Chitin gut erhalten ist und "nach Behandlung mit Chemikalien völlig elastisch wird. Das fossile Chitin zeigt die feinster! Einzelheiten sogar noch deutlicher als das, das von einem lebenden Käfer entnommen wird. Auch int Innern dieser durch Hunderttausende von Jahren bewahrten Körper ist nicht alles Organische zerstört! es tourbeit gut erhaltene Trachnen, die verzweigten Atvmröhren der Insekten, aufgefunden. Die pflanzlichen Bernsteineinschküsse ergaben ebenfalls wesentliche Aufklärung. Man hat ein in Bern­stein konserviertes Zweigstück eines Lebens­baumes auf seine Erhaltung hin untersucht. Die Gewebe erwiesen sich als noch vollständig in Form von Zellulose und Kutin erhalten. Sogar die Zellulose des zwischen den äußeren Blatt­häuten vorhandenen Gewebes war noch vor­handen. Die Zellengrenzen liehen sich volliommen scharf erkennen: und die als Atonrvorrichtungeit dienenden Spaltöffnungen konnten photographiert Werden. Die menschliche Konservierungstünst kann jedenfalls mit einer solchen wirklich unbegrenzten Haltbarkeit nicht in Wettbewerb werden.

Lebhafte Patentanmeldungen im Jahre 1924.

Die soeben erschienene Statistik des Reichs­patentamts für das Jahr 1924 läßt erkennen, dah sich der Arbeitsnmsang der Behörde i n st arte m Wachsen befindet. Im Jahre 1924 find 56 831 Patentanmeldungen gegen 45 209 im Vorjahr ein gegangen. Das Jahr 1924 übertrifft damit das bisherige stärkste Inslationsjahr 19'21 (mit 56 721) und das stärkste Vorkriegsjahr 1913 (mit 49532). Man kann amrehmen, dah jetzt nach zehnjähriger Unterbrechung durch Krieg und Rachiriegserscheinungen (1914 bis 1923) der An­schluß an die stetige Aufwärtsentwicklung vor dem Kriege gewonnen ist, und daraus eine Pro­gnose für die kommenden Jahre stellen. Ende 1924 waren in Kraft: 75 466 Patente. Am stärksten sind gewachsen die Patentamneldungen in den Klassen: Elektrotechnik (Radiotechnit), Motor­wagen und Chemie. Den Löwenanteil an der Zunahme haben die deutschen Erfinder (plus 31,6 Proz. gegenüber dem Vorjahre): das Aus­land hat nur 2,5 Proz. Anmeldungen mehr ein» gereicht. Roch stärker sind im Jahre 1924 die Gebrauchsanmeldungen gestiegen (5L884 gegen 37 200 int Jahre 1923). Der Stand, von 1913 (mit 62 678), ist hier allerdings noch nicht erreicht. Die W a r en zeichenanmeldun- gen haben um 82 Proz. gegenüber dem Vor­jahre zugenommen und ebenso wie die Patent­anmeldungen das letzte Friedensjahr 1913 und das Jnflationsjahr 1921 übertroffen.

Wirtschaft.

' Die U m ft e 11 u n g bei Krupp. Dem DHD. wird von der Friedrich Krupp A. G. folgendes mitgoteilt: Angesichts der wirtschaft­lichen Rotwendigkeit, den Aufbau der Firma Krupp noch mehr zu vereinfachen, hatte das Direktorium der Firma in seiner Gesamtheit dem Aufsichtsrat seine Posten zur Verfügung gestellt. Das Direktorium wollte hierdurch die achliche Entscheidung über die neue Regelung und auch in der obersten Leitung der Firma die Personalverminderung erleichtern. Auf Beschluß des Aufsichtsrats wird daher das Direktorium künftig nur aus den drei Herren Dr.-Jng. Otto O « sterlen, Wilhelm Duschfeld und Klotz- b a ch bestehen. In der außerordentlichen Haupl- verfammltntg wurden die Herren Dr.-Jng. Sorge (Berlin), Geheimrat Georg Bau r, Rechtsanwalt Heinrich V i e l h a b er, Dr.-Jng. Karl Wendt, Bergwerksdirektor Rich. För­ster, Dr. Phil. Bruno Bruhn und Herr W i e d f e l d t als Delegierten zur Unterstüt­zung des Direktoriums in finanziellen Angelegen­heiten bestellt.

Miag, Mühlenbau A. G. Die Auf- fichtsräte der int Miag-Konzern zusammenge- schlossenen fünf Mühlenbau-Aktiengesellschaften, Amme, Giesecke & Konegen A G.-Braunschweig, Mühlenbauanstalt und Maschinenfabrik vorm. Gebr. Seck-Dresden, Hugo Gressenius A. G.- Franlfurt a. M.. Maschinenfabrik und Mühlen­bauanstalt G. Luther A. G.-Braunschweig und Kapler Maschinenfabrik A. G.-Berlin haben be­schlossen. den für den 15. Mai nach Frankfurt a. M. einzuberusenden Hauptversammlungen die gleichmäßige Verteilung einer Dividende von 8 Proz. aus das umgestellte Kapital - 4 Rm. auf die Papiermarkaktie von 1000 Mk. vorzuschlagen.

A. G. für P e t r o l e u m i n d u st r i e (Api), Berlin-Schöneberg. Vor Be­schlußfassung über die zur Tagesordnung stehende Zustimmung zu dem bekannten Derschmelzungs- vertrage mit der Olea-Werke A G. für Mineral­ölindustrie in Halle legte der Vorsitzende. Hugo Stinncs in, die Gründe dar, die die Verwaltung zu dem Fusionsvertroge veranlaßt haben. Die Versammlung nahm darauf den Vertrag mit 136 017 gegen 154 Stimmen eines Aktionärs an; der letztere verlangte beim Umtausch eine Gleich­stellung der Api und der Olm AMen. Der Voc- sihende wies darauf hin, daß der Status der r-l£p\ vorsichtig bewertet worden sei. Der oppo­nierende Aktionär gab Protest zu Protokoll. Die A'.iisichtsratsmit'gli.der von Koch und von. Speyer haben ihre Mandate niedergelegt.

Mix L Genest, Telephon- u. Tele- graphen-Werke. Berlin-Schöne berg. Dio H.-V. genehmigte einst mmig den Abschluß 1924 und die Verteilung einer Dividende von 8 tßrod. auf die Stamm- und von 16 Proz. auf die Vorzugsaktien. Rach Ausführungen der Ver- waltuna sind die Steuern unb sozialen Lasten gegenüber 1913 von 6,4 auf 110 Proz. und die Unkosten von 26 auf 30 Proz. gestiegen. Die Verminderung des Beteiligungskontos um 88 000 Rm. rührt aus der Abstoßung der Anteile der Jndustriehof G. in. b. H her. Durch Aufnahme des Kreditsystems seien die Debitoren gestiegen. Zur Zeit liegen reichliche Aufträge vor.

Irankfurter Dorfe.

(Eig...er Drahtberichi desGießener Anzeigers".) Frankfurt a. M.» 25. April. Tendenz:

b e Haupt et. Die Börse stand am Wochenschluß völlig unter dem Zeichen der Präsidentenwahl, was in einer ungevöhnlich scharfen Zurück­haltung zum. Ausdruck kam. Die Unterneh- inungslust i-uar so gering, daß das Geschäft fast 'öl! g versagie. Obwohl die (Stimmung nicht un­freundlich ist läßt sich nicht gut von einer aus- ge'prock c.'.en Tendenzriät :ng spre en. Die Kurs­bewegung war, i>a es zu nennenswerten Umsätzen fair, ganz minimal, ..meist gingen die Aktien zu unveränderten Kursen aus dem Verkehr hervor. Kleinen Abschwächuugen

nach oben oder unten ist leine Bedeutung, be>- V-imeLett. Für die Aktienmärkte bestand keinerlei Interesse. Am M o n t a n m a r £ t e war die Hal­tung nicht einheitlich, dagegen erhielt fid) Inter­esse für einige Chemiewerte, ohne indessen eine Kursbewegung auszulösen. Elektro- to e r tc lagen ruhi g, Bankaktien waren fest und ohne Geschäft. Schiffahrtswerte be­haupteten ihren Kursstand, desgleichen Auto- und Zuckrraktien. Von Maschinenwerten erhielten Karlsruher eine neue Steigerung von 3",o. Snuaftien verkehrten auf gestrigem Stande. Völlig vernachlässigt war der deutsche An­leihemarkt. 5proz. Reichsanleihe eröffneten mit 0.618. Einiges Interesse erhielt sich für Türken werte, die etwas ins Geschäft tarnen, ohne daß sich aber eine wesentliche Kursver­änderung zeigte. Der F r e i v e r k e h r lag lust­los. Api 1,4, Beckerstahl 1,1, Beckerkohle 6, Benz 4,8, Brown-Doveri 60 Proz.. Growag 0,125, Krügershall 9,2, Petroleum 17,62, Ufa 82 Proz. Im" weiteren Verlause schrumpfte das Geschäft vollständig ein und die Kurse gaben auf den Hauptmärkten leicht nach. Der Geldmarkt, der unter dem Zeichen des bevorstehenden Ultimo steht, zeigte eine leichte Versteifung. Monats­geld hörte man mit 10 bis 11 Proz. Die Umsatz­tätigkeit war sehr klein. Im Devise nver- k e f) r machte die Hau s s e des englischen Pfundes weitere Fortschritte, inan hörte Lon­don gegen Kabel Reuyork mit 4,81 bis 4,81 V^. Paris lag unverändert bei einer Pfundpariiät von 92,60 und einer Dollarparität von 19,25. Die Mark behauptete ihren Stand.

Börsenkurse.

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50

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0,69

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Banknoten.

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78.25

80.29

2.28

3 1

8,12

103.75

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0,11-

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105

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8

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132

133 5

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0.36 5.750

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0 75

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72,5 8,5

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145

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137

125,7

89,3

116,75

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Dedisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

(9n siatomr. Mart auSgcdrücft. BuenoS-Al-eS, London. 91cu« yorl. Japan. Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Bndavest für 106000 Einheiten, alle- übrige für ICO Sinhettrn.) Telegraphische Au s a l) t u n g.

i 0 so l)4.7- I 94,75 <2,21 92,01

5A DenNche MclchSanlelhe . <% Deutsche NclchSanleih: . B'/a°/n Deutsche NcichSanlethr 5°/, Deutsche Reichöanleide . Deutsche Sparvramienanleth« 4°/0 Sreußilche KousolS . . . 4e'o Hrfsen .....

8Vi0/n Helfen........

3°/o Helsen..........

Deutsche Werth. Dollar-Au!, dto. Doll.-Schatz-?lnlreisng/l 4% Zolltürte» ...... > 5% Äoldmexikaner Berliner Handelsgesellschaft.

Commerz- und Prtvat-Dank. Lärmst, und Nalionalhank . Deutsche Bau!.........

Deutsche Bereinsbcink .... Disconto Commandit . . . Metallbank...........

Mitteldeutsche Kreditbank. . Ocsterretchische CreditanstaU. SBcftban! Sochumer Orb ......

Buderus.........

Caro Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpener Bergbau......

Kaliwerke AfchcrSlcben. . . * Kaliwerk Westeregeln .... Laurahüttc Oberbedarf Phönix Bergbau . Sibcinstabl Rlebeck Ätontan ....... Tellus Bergbau Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher LloUd .... Cheramtsche Werke Albln .. Zementwerk Heidelberg .. . Philipp Holzmann......

LInglo-Cont-Guauo .... Badische Anilin , , Chennschc Mayer Alapin .. Goldschmidt . . . .....: Gries l eimen Electron .... Höchster Farbwerke.....

Holzverkohlung ....... Rütgerswcrke ........ k-chetdeanstakt

Oo. Elektrizitäts-Gesellschaft Bngmanu . Mamkrastwerkr Echuckert Siemens & HalSke Adlerwerke Kkeyer ..... Daimler Motoren. ...... Heyligenstaedt ........ '.ViCQuin.............

Motorenwerke Mannheini .

Frankfurter Armaturen . . Konservenfabrik Braun . . Mrtallgcselvchaft Frankfurt. Pet. Union A.-G Schuhfabrik Herz Sichel.....

Zellstoff Wakdhof Zuckerfabrik Frankenthal .. Zuckerfabrik Waghäukel . .

0.619 I 0.625 - | 0 68 ,725 t 0.65 0,80 F0,795

3,342 I i 350 0,711 1,730

Frcmfsnrt-c. M.

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Datum:

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Berlin. 5. April.

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Spanische Noten.......

Tschechoslowakische tR»i« . .

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Ungarische Noten

1 81

83

Berliner Dors«.

(Ei?^ner Srabtfericbt des Gießener Anzeigers" )

Berlin, 25. April. Waren schon tue letzten Samstag-Börfen mehr mir Unterhaltung als mit Geschäften ausgefülü, so war es an dem letzten Bor- fentage vor der Wahi in erhöhtem Maße der Fall.

Es wurde stark diskutiert und wenig gehan- beit. Da jedoch von außerhalb, und zwar von rheinischer Seite wieder 5i.au s auf träge vor­lagen, so war die Tendenz im allgemeinen z i e m l i ch f c ft. Die Spekulation gab jedoch einiges Ma tcrial ab, so daß im Verlaufe der Börse das An­fangsniveau nicht gehalten wurde. Soweit von Ge­schäft überhaupt geredet werden kann, fonjrn- trierte sich dieses auf den Montan- und Chemie Markt. Für letztere Werte hielt die Aufsehen er­regende Erfindung bei den Badischen Anilin- und Sodafabrik das Interesse wach. Am heimischen R e n t c n m a r f t kam kaum etwas Geschäft zu­stande, Kriegsanleihe wurden mit 0,615 gehan­delt, K-Schätzo mit 0,515. Von Spezialwerten lagen Karlsruher Maschinen weiter fest. Die Lage am Geldmärkte ist unverändert, tägliches Geld 7}9 Proz., Dtonotsgeld 9J11} Proz. Am internationalen Devisenmarkt waren dec fran­zösische Franken weiter abgeschwächt, er wurde gegen London mit 92,70 genannt, dagegen befestigte sich das englische Pfund weiter auf 4,81 J- gegen Kabel Neuyork.

Berliner Produktenbörse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".)

Berlin. 25. April. Weizen (märk.) 248 bis 251. Weizen (Mai) 264 bis 265. Weizen (Juni) 258 bis 258.50, Roggen (märf.) 225 dis 229, Roggen (Mai) 214 bis 215.30, Roggen (Juni) 219 bis 218.50, Sommergerste 215 bis 233, Futter- qerfte 190 bis 202, Hafer (märt) 202 bis 211. Hafer (Mai) 187 bis 188 bis 187. Hafer (Juli) 186, Mais (Mai) 188 bisl88.50. Weizenmehl 32.25 bis 34.75, Roggenmehl 29.75 bis 32.25. Weizenlleie 14.80 bis 15. Roggenkleie 15.80 bis 16, Raps 395 bis 400, Viktoriaerbsen 22 bis 28. kleine Speiseerbsen 20 bis 22, Futtererbscn 19 bis 22, Peluschken 19 bis 21. Ackerbohnen 19 bis 20, Wicken 19 bis 20, Lupinen (blau) 10 bis 12, Lupinen (gelb) 11.50 bis 14.50. Serra­delle 14.50 bis 16, Rapskuchen 15 bis 15.40. Leinkuchen 22.40 bis 22.70. Trockenschnitzel 10.40 bis 10.50, vollwertige Zuckecfchnitzel 17.75 bis 18.50, Torsmelasse 9.50, Kartoffelflocken 1925 bis 19.70.

Berliner Produktenbörse.

Berlin. 25. April. Der Produktemuartt war bei stillem Geschäft fast unverändert. Es wurden bezahlt für 1000 Kilo: Weizen, märk. 248251, do. Mai 263,50, do. Juli 258. Roggen, märt 224 bis 227. do. Mai 213 bis 213,50, do. Juli 218 bis 218,50. Gerste, märk. 215 bis 233, Futtergerste 192 bis 205, Hafer, märt 202 bis 211, do. April 193, do. Mai 186, Mais, Mai 138.50, Raps 395 bis 400, Leinsaat 380 bis 390; für 100 Kilo: Weizenmehl 32 bis 34,50, Roggenmehl 29,25 bis 31,75, Weizenkleie 15 bis 15,25, Roggen­kleie 16, Viktoriaerbsen 22 bis 27. kleine Erbsen 20 bis 22, Futtererbsen 19 bis 20, Peluschken 19 bis 21, Ackerbvhnen 19 bis 20, Wicken 19 bis 21, Lupinen, blau 10 bis 12. do. gelb 11.50 bis 14,50, Serradelle 14 bis 16. Rapskuchen 15 bis 15,40, Leinkuchen 22,50 vis 22,80. Trocken- schnitzel 10,40 bis 10,60. Torsmelasse 9,50. Kar- toffelslocken 19,40 bis 19,60, Zucker 17,75 bis 18,50

Erweitertes Schöffengericht

Wetzlar.

2 Wetzlar. 24. April. In mehrstündiger Verhandlung unter dem Vorsitz des Landgerichts­rats Sammet verhandelte das Große Schöf- j fengericht heute gegen den Steuerassistenten W. G. von W., der sich schon über eht halbes Jahr in älntersuchungshaft befindet und wegen Urkundenvemichtung, Amtsmcterfchlagung und Betrugs angellagt ist. Der Angeklagte, der als Steuerassistent bei dem Finanzamt Dil­lenburg tätig war, soll, wie die Anklage behauptet. Steuerbeträge, die teilweise nicht zu seinem Zuständigkeitsbereich gehörten, verein­nahmt, jedoch nicht abgeliefert, sondern für sich verwendet haben. Die auf diese Weise erhaltenen Beträge trug er überhaupt nicht oder nur zum Teil in die Einnahmebücher ein, stellte teilweise gar teine Quittungen aus oder quittierte mit falschen Rarnen. Auch hat er. um eine Ent­deckung zu verhindern, Akten und Vorgänge bei­seite geschasst sowie Einnahmebücher mit falschen Rummern versehen. In einem Falle ergab die heutige Verhandlung, daß bei einem Zeugen wegen rückständiger Steuer gepfändet worden war. Der Angeklagte ließ in diesem Falle die Vorgänge verschwinden und erhob von der Frau des Zeugen die Steuer im Betrage von 25,30 Marl, behielt das Geld aber für sich. In einem anderen Falle hatte ein Zeuge, der eine Auf­forderung zur Einzahlung von Bermögenssteuer erhalten hatte, dieserhalb sich aus das Finanz' amt begeben, wobei sich herausstellte, daß der zu zahlende Betrag bereits lange vorher ein-- gezahlt worden war. (Sine Eintragung über den veceinnahmlen Betrag im Einnahmebuch war zwar nicht vorhanden. wol)l aber eine Quittung mit der Unterschrift des Angeklagten und ohne Einnahmeka'.chnumnier. 3n einem weiteren Falle hatte Der Angeklagte von einem Gastwirt Be­t', ege zur Abführung an die Kasse erhalten. Er stellte zwar zwei Quittungen über die erhaltenen Beträge aus, lieferte sie aber nicht ab, sondern verbrauchte das Geld für sich. Im ganzen sind ihm in elf Fäl <n strafbare Handlungen der vor­geschilderten Art zur Last gelegt. Der Ange­klagte gibt die Beschuldigungen im allgemeinen I zu und will aus Rot gehandelt haben, in die ! er durch außergewöhnliche Ausgaben Kosten einer Beerdigung usto. gekommen fei. Dec Antrag der 'Staatsanwaltschaft lautet auf zwei | Jahre Gefängnis. Das Gericht nimmt zugunsten des Angeklagten fortgesetzte Handlung an und verurteilt ihn unter Zubilligung mildernder Um­stände zu 1 Jahr 3 Monaten Gefäng- lnis unter Anrechnung von 6 Monaten 2 Wochen Untersuchungshaft. Auch wird auf Verlust Der Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter auf die Dauer von 3 Jahren erkannt. Der Ange­klagte nimmt die Strafe an.

In einem anderen Falle wurde gegen Den Hilfsarbeiter K. G. aus St. der eberckalls aus Der Untersuchungshaft vorgeführt wird, wegen schweren Diebstahls v.rhairdckt. Gr soll im De­zember 1922 auf dem Hosgut Altenberg mit zwei anderen zusammen durch Gi'Vruch Räucher- | waren aus der Räucherkammer gestohlen haben. Die Mittäter konnten bisher noch n'cht ermittelt I werden. Der Angeklagte, dec in dieser Sache I früher schon einmal in Haft war, dann «aber wieder I entlassen und im Februar d. I. wieder festgesetzt wurde, gestand die Tat ein. Er erhielt vier M o n a t e G r f ä n g n i s, worauf ihm 3 Monate I der erlittenen Untersuchungshaft angerechnet werden.