Nr. 73 Drittes Blatt
Siehener Anzeiger (General-Anzeiger für vvrrhesicn)
Kettag. 27. MSrz 1925
Die belgischen Dokumente
Kommt die Rede auf die „Belgischen Dokumente", so richtet sich das Augenmerk meist in erster L‘mie auf die sogenannten „Conventions Anglo>Bel> ges", jene engti fch-belgiichcn Militärbesprechung in den Jahren 1906 und 1912, mit denen fick vielfach die Vorstellung eines von den Belgiern schon vor dem Striegc begangenen Reutralitotsbruches verbindet Diese Lchriskstiicte, die im September 1914 natti der Belegung Brüssels durch einen Zufallsfund in deutsche .f)anb gelangten, bald darnach von der Reichsregierung veröffentlicht wurden und großes Aufsehen machten, sind aber keineswegs das historisch oder politisch Bedeutungsvollste, was an Dokumenten während der mehrjährigen deutschen Verwaltung in Belgien <jum Vorschein gekommen ist.
Das crweilt schon eine fluchtige Durchsicht des nach dem Kriege (1919) von Oberst a. D. Bernhard Schwertfeger herausgegebenen fünfbändigen Atkenwerkes „Zur europäischen Politik 1897 bis 1914". t5s enthält die Ergebnisse der vom Herausgeber uni) seinen Mitarbeitern Dr. Doren und Dr. Köhler sei' 1917 in den belgischen Minifterial- archiven betriebenen Studien.
Diesem Werke war bereits im Kriege, im August 1915, eine Publikation des Berliner Auswärtigen Amtes mit dem Titel „Belgische Aktenstücke 1905—1914" vorangegangen. Es waren 119 hochpolitische Gesandtschaftsoerichte aus dem Material der Registraturen des Außenministeriums, der Legationen und des Generalstabs in Brüssel.
In der demnächst erscheinenden Neuausgabe des Schwcrtfegerschen Aktenwerkes find sie als eigenen Gruppen neu eingefügt.
Der Neuausgabe schickt Oberst Schwertfeger in den „Süddeutschen Monatsheften" eine übersichtliche Einführung voraus. Sie schafft Klarheit über Art, Beschaffenheit und historisch-politische Bedeutung des urkundlichen Stoffes.
Die einzelnen Gruppen treten scharf unterschieden hervor. Die oben erwähnten „Conventions Anglo Belgcs" sind von Schwertfeger in seiner Schrift über die belgische 'Jkulralilät im genauen Tejrt festgeftellt und eingehend kritisch gewertet worden. Er lehnt die ht Deutschland während des Krieges vielfach aufgekommene Auffassung ab, daß es sich bei jenen englisch-belgischen Besprechungen um förmliche bündnismäßige Abmachungen und um eine Preisgabe der Neutralität an die Entente gehandelt haoe. Gleichwohl erblickt auch er in diesem Vorkommnisse eine unzuverlässige einseitige Begünstigung britischer Operationspläne durch den 9-elgifchen Generalstabschef Ducarne. Eine nachträgliche Rechtfertigung des deutschen Einmarsches von 1914 kann daraus aber nicht abgeleitet werden: der hat seine hinreichende Begründung in dem lebens gefährlichen Notstand, in dem das deutsche Volk durch seine Gegner bei Kriegsausbruch versetzt war.
Wir biirfen nach allem, was wir heute über das britisch-französische Zusammenspiel seit 1905 wissen, hier hinzufugen: Dio englische Absicht, im Kriegsfälle ein Expeditionskorps an der belgischen Allste (Ui landen und an der Seite der Franzosen eingreifen zu lassen, hätte sich wohl kaum unter allen Umständen auf den Fall eines vorgängigen deutschen Einmarfches in Belgien beschränkt, wenn hie Interessen Großbritanniens ein Anderes er- lorderteii In solch weltgeschichtlichem Zusammenhänge erscheint die Brüsseler Episode von 1906 doch als eine recht bedenkliche Begleiterscheinung der militärpolitischen Derständigungsaktionen zwischen England und Frankreich. Mit dem Sinne und Geiste der Neutralitätsverträge von 1839 lassen sich hie Brüsseler Besprechungen sicherlich nicht restlos in Einklang bringen.
Die Gesamtheit der in Brüssel ausgehobenen Dokumente bildet eine der aufschlußreichsten und wichtigsten Quellensammlungen zur Vorgeschichte des Weltkrieges. Ihr Inhalt kommt vor allem
Deutschland zugute. Dabei ist es von besonderem Wert, daß hier Diplomaten sprechen, die meist nicht als mithandelnde Beteiligte, sondern als kühle Beobachter das weltpolitische Getriebe verfolgten, dem sie aber nahe genug standen, um sich Meinung und Urteil bilden zu können.
Bereits das Auftreten und dann erst recht die Auswirkungen des russisch-französischen Zweibundes verfolgten die Berichterstatter mit gespannter Aufmersamkeit. Deutlich gewahren sie dos Erstarken des Panslawismus und das Wiederaufleben des französischen Reoanchegedankens, kennzeichnen den auf Konstantinopel und die Meerengen gerichteten russischen Ausbreitungsdrang und die gefährliche Begünstigung des serbischen Nationalismus durch Petersburg, der die Donaumonachie bedroht.
In diesen Diplomaten lebte auch eine klare Vorstellung davon, daß die Mehrheit des französischen Volkes keinen Krieg wolle, daß es aber von ehrgeizigen politischen und militärischen Führern immer mehr in einen Zustand überhitzten Chauvinismus versetzt wurde, der eine ruhige Besinnung oft nicht mehr aufkommen ließ. Die abenteuernde Marokkopolitik der französischen Staatsmänner, das offentsichtliche Streben der Delcasse, Clemenceau, Poincare nach Wiederaufrichtung einer französischen Vormachtstellung in Europa, die wachsende gallische Kriegslust nach Agadir und die Einführung der dreijährigen Dienstzeit in Frankreich: das alles erregt die lebhaftesten Besorgnisse der Gesandten. Und mit ebenso großer Beunruhigung nehmen sie wahr, daß Eduard VII. und die Politik Sir Edward Greys, die hartnäckig die Isolierung nehmen sie wahr, daß Eduard VII. und fährlichen Grundkräften des Zweibundes seit 1905 in stetig wachsendem Maße Rückhalt bieten. Damit war die Spaltung Europas in zwei feindliche Lager besiegelt.
„In Frankreich gibt es feine politische Partei und keinen Staatsmann, der es wagen dürfte, den Frankfurter Vertrag als endgültig anzusehen. Deutschland hat selbst bei einem glücklichen Kriege nichts zu gewinnen und wird ihn daher hinausschieben solange wie möglich."
Diese ausgesprochenen Leitsätze ziehen sich in wechselnder Ausdrucksform als zusammenhängende Linie durch die Geheimberichte hindurch. Auch noch der letzte Berliner Vertreter, Baron Beyens (1912 bis 1914), der mit feinen Gefühlen auf Seite der Westmächte stand und seiner Abneigung gegen Deutschland nach Kriegsausbruch in der „Revue des Deux Mondes" mit übertreibender Geflissentlich- feit Luft machte, selbst dieser Diplomat erblickt bis zuletzt die größere Gefahr für den Frieden bei der Entente. Wohl findet er auch in Deutschland bei einem Teile der führenden Schichten und der Militärpartei kriegerische Neigungen, die nach seiner Meinung in der Vorstellung wurzelten, daß der Kampf mit Frankreich unvermeidlich sei. Aber er kann nicht umhin, die Friedensliebe des Kaisers und der leitenden Staatsmänner anzuerkennen. Die Machthaber in Paris aber jagen dem „Phantom der Revanche" nach und in Petersburg und auf dem Balkan steigert der besonders auch von Iswolskis Rachsucht geförderte Panslawismus die Spannung fortgesetzt. Die verbohrt eigensinnige Wiener Politik der letzten Vorkriegsjahre schließlich, deren „Ungeschicklichkeit die deutsche Geduld allzuoft auf die Probe stellt", ist nach Beyens keineswegs noch dem Geschmacke der Berliner Reichsleitung, die „nur mürrisch" dem Bundesgenoffen folgt.
Die belgischen Vertreter wußten also genau, daß die europäische Kriegsgefahr, die auch ihr Vaterland in den Abgrund zu reißen drohte, auf der Seite des Dreiverbandes weit stärker war, als auf derjenigen des Dreibundes. Sie begegneten sich in dieser Auffassung auch mit dem Generalstabschef Ducarne.
Die Brüsseler Regierung aber wagte es nicht — das kann mit gutem Gewissen hier angefügt
werden —, praktisch-politische Folgerungen von Belang daraus zu ziehen. Sie stand allzusehr unter dem Macht-Drucke von Paris und London, wie die öffentliche Meinung ihres Landes weil überwiegend von der westmächtlichen Propaganda beherrscht wurde. Starren Blickes sah man in Brüssel nur die eine Möglichkeit eines kommenden deutschen Einmarsches vor sich, zu dem das Deutsche Reich im Zweifrontenkriege, in einem unerhörten Notstand, gezwungen sein würde, um den lebensgefährlichen Ring, den die Feinde um uns geschmiedet, an der schwächsten Stelle zu sprengen. Auf diese als fast unabwendbar angesehene Schicksalsfügung stellte sich Brüffel hinter dem Schilde der belgischen Neutralität vor allem ein.
Große Strafkammer Gießen.
* Gießen, 24. März. 3n der Berufungsinstanz sand heute die fast siebenstündige Verhandlung gegen den Magnetopathen Heinrich Scholz aus Langenbielau, wohnhaft in Gießen, wegen Verbrechens gegen die Paragraphen 218, 219 (Abtreibung gegen Entgelt) und 222 Abs. 1 und 2 (fahrlässige Tötung) StGB. statt. Der Anklage liegt folgender Tatbestand zugrunde: Am 21.Rovcrnber 1923 starb in Heuchelyeim-Abend- stern die ledige M. D. Der dortige Arzt konnte im Todeszeugnis die Todesursache nur als „unbekannt" bescheinigen. Dort umgehende Gerüchte, daß die D. keines natürlichen Todes gestorben sei, veranlaßten den Arzt zum Bericht an das Kreisgesundheitsamt Gießen. Dieses legte den Bericht mit gutärztlicher Aeußerung der Staatsanwaltschaft vor. Diese leitete sofort energische und umsangreiche Ermittlungen ein und ließ schließlich, da diese auf ein Verbrechen hinwiesen, die Leiche ausgraben und obduzieren. Die Leiche des Mädchens war, trotzdem sie fast drei Monate lang in der Erde gelegen hatte, infolge der Kälte noch gut erhalten. Die durch zwei Gerichtsärzte vorgenommene Leichenöffnung ließ keinen Zweifel darüber, daß der Tod des Mädchens auf ein Verbrechen, und zwar auf einen strafbaren Eingriff, zurückzuführen sei. Die Ermittelungen der Staatsanwaltschaft, die verschiedenen Spuren nachgegangen war, wiesen auf den Angeklagten Scholz als den 'Täter hin. Die Ergebnisse der über ein halbes Jahr dauernden umfangreichen Voruntersuchung stellten dessen Täterschaft außer Zweifel. Die Staatsanwaltschaft erhob gegen den Angeklagten, der inzwischen in einem anderen Falle wegen des gleichen Verbrechens gegen § 219 StGB, zu einem Jahre Zuchthaus verurteilt worden war und diese Strafe in Marienfchloß verbüßte, Anklage wegen Lohnabtreibung und fahrlässiger Tötung. Die Anklagebehörde stellte sich auf den Standpunkt, es sei erwiesen, daß der Eingriff am Samstag, 10. Aovember 1923, in der Wohnung des Angeklagten in Gießen an dem Mädchen vorgenommen worden sei, daß von diesem Tage ab der rapide Kräfteverfall datiere. Der Angeklagte gab selbst zu, daß das Mädchen mehrfach bei ihm gewesen, zuletzt aber nicht am 10. November, sondern vorher, im August.
3u der ersten Hauptverhandlung vor dem Schöffengericht Gießen konnte ein schlüssige» Beweis für die Täterschaft des Angeklagten geführt werden. Dieser behauptete, er sei allerdings noch am 20. Aovember bei der Verstorbenen gewesen, und zwar auf einen Brief derselben hin, er habe auch bei ihr von seinen Instrumenten Gebrauch gemacht: aber den Eingriff am 10. November leugnete er nach wie vor. Run konnte aber nachgewiesen werden, daß die M. D. an diesem Tage bestimmt bei Scholz war. Zur lieber» führung in diesem Punkte trug auch dessen eigene Angabe bei, als das Mädchen bei ihm in Gießen gewesen, habe es ihm vom Tode seiner Groß
mutter m Samberg erzählt. Olim wurde aber fest- gestellt, daß die Großmutter erst am 4. Aovember 1923 verstorben sei, also mußte der Besuch in Gießen nach diesem Datum fallen. Der Angeklagte behauptete auch, das Mädchen habe Selbstmord verübt, er habe am 20. Olovember gesehen, daß dasselbe ein Morphiumfläschchen bei sich im Bett gehabt habe, er habe das Morphium gerochen. Diese Behauptung konnte glatt wiederlegt werden. Die Sachverständigen erklärten, Morphium sei geruchlos und 2 Zeugen bekundeten unter ihrem Eid. sie hätten das Bett der Verstorbenen direkt nach deren Tod in Ordnung gebracht, aber fein Fläschchen gefunden. Der Angeklagte verwickelte sich noch in ,zahlreiche Widersprüche. Er ging sogar so weil, die Angehörigen zu beschuldigen, sie hätten um ein Verbrechen an der Verstorbenen gewußt: denn der Bruder der Verstorbenen habe ihm in seiner Wohnung erzählt, sie hätten zu Hause „alles Verdächtige" weggeschafft. 'Die als Zeugen vernommenen Angehörigen wiesen mit Entrüstung diese Insinuation zurück. Sie war auch offenbar erfunden, denn die angegebene Unterrcbung hatte bereits Ende 3anuar - - am 25. ds. Mts, 1924 war Scholz in der aoberen Sache verhaftet worden — statt gefunden. Aber erst bei der Obduktion der Leiche am 8. März 1924 Halle die Mutter von der Schwangerschaft ihrer Tochter durch das Gericht gehört und dabei ein verzweifeltes Verhalten gezeigt. Das Schöffengericht gelangte zur Vcrunftlung. Der Staatsanwalt beantragte mit Rücksicht auf das gemeingefährliche Treiben dieses „Heilkundigen" unter Einbeziehung der anderen Strafe eine Gesamtstrafe von 4 Jahren und 6 Monaten Zuchthaus. Das Urteil lautete auf zusammen 4 Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust.
Gegen dieses Urteil legte der Angeklagte Berufung em. Diese wurde heute vor der großen Strafkammer verhandelt unter Zuziehung von drei medizinischen Sachverständigen. Zwei der Sachverständigen gaben ihr Gutachten dahin ab, daß der Tob des Mädchens zweifellos auf den strafbaren Eingriff zurückzuführen sei. Der dritte Sachverständige wollte die Alöglichkeit, daß das (Einbringen der Bakterien eine andere Ursache, etwa Grippe oder Zahngeschwür usw., haben könne, nicht mit voller Bestimmtheit ausschließeu. Der Staatsanwalt trat entschieden für die Aufrechterhaltung des ersten Urteils ein, das Interesse der Allgemeinheit verlange, daß der Angeklagte für längere Dauer unschädlich gemacht werde. Der Verteidiger beantragte nach längeren Ausführungen die Freisprechung des Angellagten. Das Berufungsgericht kam toieberum zur Verurteilung des Angeklagten, allerdings nur wegen Verbrechens gegen H 219 StGB.: die sahrläftige Tötung müsse ausscheiden, da inunerbin, wenn auch nur die entfernte ONöglichtell bestehe, daß die zum Tode führende eitrige Bauchfellentzündung auf eine andere Ursache als den ftvafbaven Eingriff zurückzuführen sei. 3m übrigen aber sei das Verbrechen so schwer, daß die in erster Instanz ausgesprochene Strafe von zusammen 4 3obren Zuchthaus aufrechterhalten werden müsse; insoweit fei die Berufung des Angeklagten zurückzuweisen. Auch wurde die Aberkennung der büv- gerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 3afjver erneut ausgesprochen.
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Deutsches Hrauenelend am Rhein
Rachfolgenden Artikel entnehmen wir der Reuhorker S t a a t s z e it un g. Er wurde als Vortrag der Quarter-Collection gehalten von §rau Lisi Paasche, Gattin des bekannten deutschen Staatsmannes Geh. Rat Paasche. Auf allge- meinen Wunsch wird er in der Zeitung veröffentlicht.
Man steht in diesen Tagen der Wohltätigkeit unter dem bcglütfenöen Eindruck der großen Opfersreudigkeit für das unschuldig verarmte Deutschland. Der wundervolle Zusammenhalt der deutschen Frauen ist ein solcher Sonnenglanz, daß man von diesem Einblick in Amerikas deutsche Frauen Herzen lange zehren kann Rot zu lindern ist der beste Weg. Frauen zu vereinen, gleichgültig, welcher Ration sie angehören. Das ist die Aufgabe der Frau für die Zukunft.
Die größte Seelemwt der Frauen, das größte Frauenelend spielt sich nun schon seit 6 Fahren in den besetzten Gebieten am Rhein ab. Ein Frauendranra, das für das Weltgewissen aller Gebildeten eine Kuikurschande genannt werden muß und wird. Man versehe sich in die Lage der Familien, die haßerfüllte feindliche Soldaten ausnehmen und tagtäglich die schwarzen, farbigen und weihen Sadisten wehrlos um sich dulden muhten, nach Fahren des Hungers zu den verlorenen Söhnen nun auch noch die Töchter opfern müssen.
Wer fühlt nicht die Seelennot der Mütter, die ihre Kinder nicht schützen konnten vor dem moralischen Schmutz einer feindlichen Soldateska, vor dcr Bestialität einer geschlechtskranken Besatzung >'
Schon vor einigen 3ahren fanden in Berlin amerikanische Massenprotestversammlungen statt, in denen eine edle Amerikanerin, Miß Ray Bevcridge. gegen die schwarze Pest am Rhein kämpfte. Aber noch immer führen die Franzosen den Rachekrieg am Rhein gegen Deutschlands Frauen und Kinder fort.
Miß Beveridge sagte damals schon: ,Täglich werden neue Lügen in Amerika aufgedeckt.
die klar zeigen, wie das amerikanische Volk von Wilson und seinen Agenten in den Krieg gezogen wurde, täglich schließen sich mehr oder weniger wichtige Elemente zusammen, um die Wahrhell an den Tag zu bringen, täglich wächst die Zahl der ehrlichen Amerikaner, die lieber zugeben, Deutschland Unrecht getan zu haben, als fernerhin Unrecht zu tun. Diese Elemente bestehen jetzt nicht nur aus Deutsch-Amerikanern und 3rländern, sondern enorm ist auch der Zuwachs an Stockamerikanern.
Frankreich hat sich die Verachtung der ganzen zivilisierten Welt zugezogen. „Wer hat den Krieg gewonnen?" sagte sie weiter. „Richt Frankreich, nicht England, nicht Polen, sondern Amerika. Wer kann einen ehrlichen Frieden erzwingen ? Rur Amerika."
Es wurden unter härtester Bedrohung öffentliche Freudenhäuser gefordert von den Franzosen, wie immer den Männern zur Lust, den Frauen zum Leid. Deutsche Mädchen muhten unmenschlichen, zum Teil verseuchten Destten zur Verfügung sein. Wie neultch auf einem Kongreß amtlich fest gestellt wurde, alltags 40—50, Samstags und Sonntags 60—70 Soldaten für jedes Mädchen. (Rach anderen amtlichen Berichten 80—90.) Wo die Zahl noch nicht genügte, wurden anständige Frauen, junge Mädchen und 3ungens täglich aus den Häusern oder von der Straße geholt: es ist nicht selten vorgekommen, daß weihe Frauen mit Gewalt aus den Betten geholt wurden, und daß ihre Ehegatten, ihre Kinder, mit dem Revolver bedroht, machtlos zu- fehen muhten, wie sie von Farbigen vergewalttgt wurden. Aerzlliche Statistiken beweisen, daß 80 Prozent angesteckt und für ihr Leben lang unglücklich gemacht wurden, darunter 40 Prozent Kinder unter 14 Fahren. Wie mag es in den Herzen der Mütter aussehen, die ihre Lieblinge, das letzte bißchen Glück ihres Lebens, auf solche Weise verloren haben und die seellschen Verwüstungen dieser unglückllchen Geschöpfe mit erlebten?! Wenn eine Ration wie Frankreich alle diese Verbrechen seit 6 3ahren begeht, straflos begeht, um ihre Rachsucht gegen ihre gesitteten, fleißigen Rachbarn zu befriedigen, dann mühten sich die Frauen der ganzen Welt zusammen tun.
um diese Kulturschande in die Welt hinauszu- schreien, bis diese Schmach von Deutschlands 'Frauen gesühnt ist. Klingt es nicht wie Hohn, daß Deutschland 3000 Mk. monatlichen Sold für jeden Soldaten zahlen mußte und dadurch selbst die Mittel geben rnuhte, damit sie die Rassen- schändung, die Mulattisierung und Syphilisierung des deutschen Volkes in ausgedehntestem Maße betreiben können! Es muhte zur Feindschaft gedungene Kinder Afrikas ernähren, statt ungeduldigen deutschen Kindern das notigste Brot geben zu können. Sträubt sich nicht dagegen jedes edle amerikanische Herz, jede amerikanische Frauenseele ? Allein in einer Stadt des Rheinlandes waren in einem 3ahr 2323 uneheliche Geburten zu verzeichnen, von den Müttern standen allein 809 im Alter unter 16 Fahren.
Frankreich führte die Menschenopfer wieder ein, als Friedensgabe an die deutschen Frauen. Wie amtliche Statistllen beweisen, werden noch täglich im besetzten Gebiet rund 100 deutsche Mädchen geschändet und noch Knaben und Kinder ruiniert So sehen die Rechte der Frauen aus in unserem aufgeflärten Zeitalter, weil die Frauen dazu schweigen. Ahnen Sie, was es heißt, das mit anzusehen als Deutsche, und noch Hab und Gut opfern müssen, um die Unterhaltungskosten für unsere sadistischen Peiniger damit zu zahlen, damit sie vor unseren Augen ihr zügelloses Dasein führen können? Wie ist cs möglich, wird die Rachwelt fragen, dah die Alliierten diese Verbrechen Frankreichs, die Rasseschändung an den Frauen und Kindern duldeten? Sechs Fahre duldeten?
Wie ist es möglich, dah noch heute die Anstifter des Weltbrandes, unter dem jede Ration mehr oder weniger gelitten hat, frei Herumlaufen und die deutsche Ration, die vorher 44 Fahre den Frieden bewahrt hat, für den Krieg gestraft wurde und noch immer wird?
„Es kann der Beste nicht im Frieden leben, wenn es dem böfen Rachbar nicht gefällt!“ Was haben unsere Peiniger aus unserem schönen, sonnigen, hochkultivierten Rheinland gemacht? Deutschland, kannte aus feiner Leidensgeschichte früherer Zeiten feinen sadistischen Erbfeind jenseits des Rheins aus den früheren Kriegen,
darum kämpfte das deutsche Volk begeistert seinen Abwehrkampf, kämpfte bis zur letzten Kraft, zäh, tapfer, opferfreudig, heldenhaft vier Fahre lang, dann sechs Fahre wehrlos bis zum sogenannten Friedensschluh.
Thomas Carlyle, der große Geschichtsphilosoph, schreibt 1870 an die „Times": Keine Ration hat je einen so schlimmen Rachbar gehabt, wie Deutschland in den letzten 400 Fahren an Frankreich gehabt hat. Schlimm auf jegliche Art: srech, räuberisch, unersättlich, unversöhnlich, angrifss- lustig." Und in demselben Fahr schreibt die „Daily Rews": „Frankreich hat sich stets in Deutschland eingemischt. Es war nicht die eine oder die andere Regierung, die es getan hat, sondern das ganze französische Volk. Alle Staatsmänner, Fmperialisten oder Republikaner, toarer gleich eifersüchtig auf Deutschlands Einheit, gierig nach deutschen Landen. Ein Krieg für den Rhein war immer populär und wird es immer fein."
Frankreichs Größenwahn kann nicht besser gekennzeichnet werden als durch die Losung, die es in den Kriegen gegen die Engländer unter der Fungfrau von Orleans ausgegeben hat: „Wer gegen Frankreich kämpft, kämpft gegen Gott."
Wir stehen ball) an dem Wendepunkt eines neuen Fahres, 1925 ist wieder ein Vierteljahr- Hundert vor unseren Augen verflossen, 10 Fahr davon eine Geißel der Menschheit, die von dem 20. Fahrhundert den Völkerfrieden erhoffte zum Aufstieg der gequälten, itrenben MenschhÄt. Gibt es nicht schon genug Elend auf unserer kleinen Erdkugel, daß künstlich Herzeleid und Elend geschaffen werden müssen durch Feindschaft und Rachgier, Reid und Mißgunst? Wann wlld das glückliche Amerika, das Land des schnellsten Fortschritts, der bedeutendsten Erfindungen, den Weltfrieden erfinden und in die Tat umsetzen zum Wohle aller Frauen und Kinder, für die es stets soviel Liebe und Anerkennung zeigte und darin den anderen Rationen ein Vorbild war. Hoffen wir, dah das Fahr 1925 das segenbringende der heute in Waffen starrenden Rationen sein möge. 2llle Augen der leidenden Frauen ruhen auf Amerika als Helfer in der Rot.
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