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den 27. Mrz 1925.
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Mit der von Ihnen bezogenen Pneumette*) bin ich fehr zufrie> den. Da ich noch auher Senhfufo heftige Schmerzen an den Lallen hatte, so lieferten Sie mir ein anders geformtes Kissen, womit ich einen großartigen Erfolg halte und in wenigen Tagen meine Schmerzen los war und mich wie neugeboren fühlte. Mein Mann trägt ebenfalls von Ihnen die Pneumette und ist auch zufrieden und haben wir in unserem Bekanntenkreis sowohl hier als auch in München,
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Kirche und Schule.
Dorfkirche" Vorsteher-Tagung in Anqersbach.
i. Wie kürzlich im südlichen Oberhessen, so soll nu nau chim nördlichen Teile unserer Provinz am 30. März in Angersbach ein Dorfkirchenvorstehertag stattfindrn. Der Gottesdien ftbeginnt vormittags IO3/* ilfrr. Sic Festpredigt hält Prälat D. Dr. Diehl. Ge- Heimrat Dr. Bern deck referiert über das Thema .Die Aufgaben der Kirchenvorsteher in bezug auf die Finanzlage der einzelnen Gemeinden und der Landeskirche". Landesjugendpfarrer Zentgraf spricht über das Thema .Der Kirchenvorsteber und die Jugend seiner Gemeinde". Die Teilnehmer an der Tagung sind willkommene Gäste der Gemeinde Angersbach.
Die Fahrkartendruckers im Rohrplattenkvffer.
f pü Einem grohangelegtenSchwin- del mit gefälschten Eifenbahnfahrkarten zweiter Klasse lam die Hamburger- Eisenbahnkriminalpolizei im D:rein mit den anderen beteiligten Eiseirbahn-Kriminal- behörden auf die Spur. Wir erfahren darüber folgende Einzelheiten. Schon seit längerer Zeit waren außerordentlich geschickt nachgeahmte Eisenbahnfahrkarten zweiter Klasse für die Strecken Frankfurt a. M.—Heidelberg. Frankfurt a. M.—Hamburg. Gieß en — Hamburg usa> im amtlichen Verkehr festgestellt worden, ohne daß die Ermittlung der Verbreiter bzw. Fälscher gelang. Die Reichsbahnverwaltung hatte insofern einen empsindlichen Schaden dabei, als die gefälschten Karten von den Tätern bei den verschiedenen Fahrkartenausgaben der einzelnen Stationen mit dem Bemerken vorgezeigt wurden, man könne wegen plötzlich emgelretener Dehinde^ rung die Fahrt nicht antreten und bäte um Rückgabe des Fahrgeldes. Aach Abzug der üblichen Gebühren wurde dann auch in den weitaus
täUtge nufTtibnmg fanb, kam »etzt m BertttnOung mit älteren bekannten Kleinigkeiten des Russen Semen Iuschkewitzsch Tragikomödie „Sonkin und sein Haupttreffer* heraus. Die Darstellung unter des begabten Regisseur» Buch > feinziselierender Leitung bot Toni Impekoven Einzig, Leontine Sagau. Beu Spanier und Hans Ncrking ttzelegenhit. schauspielerische Feinkunst in einem Reichtum psychologischer und figürlicher Nuancierung zu zeigen, die allein, und zwar zum ersten Male dem eigenllidien Zweck bei Karnmcrspiele gerecht ward. Das Stück selbst ge riet ins ^Hintertreffen, die Gescistchte von dein armen Teufel Sonkin, der den Itcrftanb verliert als er mit dem Houpttrefsen endlich das Ziel keines arm seligen Lebens erreicht, ist künstlerisch ohne Be beutung, selbst russisches Wesen strahlt nicht aus den zerfließenden Szenen. Nur die prachtvolle Darstellung fesselte das Interesse an dem Stjict Die dramaturgische Zielsicherheit fehlt anscheinend den Kainrnerspielen noch. Und doch gibt es eine reiche Literatur, die diese intime Bühne zu einer Notwendigkeit machen könnte. l. w.
6en fest, dah die Karten technisch vollendet waren, nur war da- Geheimzeichen wenig gut gelungen. Sofort wurden alle Bahnhöfe von der Flucht der beiden Burschen benachrichtigt, und auch das Aeußere der Kerle, soweit dies mir möglich war, beschrieben.
Als einige Stunden später der Frankfurl-Ham- buoger D-Zug in dem Hamburger Hauptvahn- hof einlief, wurden die Fälscher von der dortigen Eisenbahn-Kriminalpolizei verhaftet. 3n dem mitgeführten Rohrplattenkvffer befand sich eine vollständig eingerichtete Druckerei mit s hr zahlreichem Tppenmaterial. Sogar ein stattliches Handbuch zum Erlermen der schwarzen Kunst fehlte nicht. Außerdem barg der Kolfer noch grobe Mengen fertiger und halbfertiger Fahrkarten. Den Koffer mit der Druckerei führten die beiden Schwindler au' ihren ausgedehnten Reisen stets mit sich. Unterwegs in den Gasthöfen stellten sie dann nach Bedarf die erforderlichen Karten her. So hallen die beiden Männer auch in Frankfurt in einem Gasthaus nahe dem Bahnhof regelmäßig Wohnung genommen. Durch den Holeldiener „reklamierten" sie dann am Hauptbahnhof die angeblich nicht benutzten Karten und erhielten das Geld dafür. Es handelt sich um den wegen Ürlunden- und Fihrkartensäl- schung bereits vorbestraften 24jährigen Kunstmaler OSkor Schöne aus Schwäbisch-Hall und den gleichallrigen Reisenden Karl Lamperts aus Hamburg. Beide hatten sich im Gefängnis ken n en g e l e rn t und sich nach ihrer Zreilafllina für das Fälscherunternehme.r zusammengeschlosten. Ihr lohnendes Handwerl hatten sie schon feit Monaten betrieben, vornehmlich auf den Stationen der Strecke Heidelberg-Frankfurt. Dieben- Hamburg Die Unter- suchunyen über den Umfang der Fälschungen sind noch nicht abgeschlossen.
Matratzen
Kapok la
«ewr durch wrpertiche cpevrechen «ymoert rtnb, ihren Stimmzettel eigenhändig auSzufüllen. oder in den Umschlag zu legen und diesen dem Ab- ftimmungsvrrsteher zu übergeben, dürfen sich im Abstimmungsraum der- Beihilfe einer Dec- trauensperson bedienen. Die Bert rauens Person vertritt nicht den Stimmberechtigten. Dieser muh persönlich im Abstimmungsraum erscheinen und mit der Vertrauen-Person vor dem Ab- stimmungSvvrstand treten oder getragen werden, unter Umständen auch die Dertrauensperson mit hi die Wahlzelle nehmen.
Vornotizen.
— TageSkalender für Freitag. Stadttheater- ZV» IIhr .Sappho". — Deutsche De- mokratische Partei, 8,z4 ilbr Turnhalle Wähler- Versammlung. — Lichtspielhaus, Bahnho'strahe: „Lotosblume". — Astoria» Lichtspiele und Palast- lichtspiele: „Der Mann ohne Verven".
— Au- dem S t a d 11 he a t e r bu r e a u wird uns geschriebene Um auch auswärtige 3n- lereffenten den Besuch der so überaus sehenswerten Vorstellung von KlabundS „Kreide- kreis" zu ermöglichen, ist der Anfang dieser Vrstellung m Snnlg — entgegen der Angbaaae tm Wochenspielplan — auf 7 ühr abgeänoert worden; infolgedessen kann mit einem Ende der Vorstellung gegen 93/< Uhr gerechnet werden.
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vvn VKonotstonen gegeben Tmo, empfretzll es Uch ledoch, diese zu beschaffen, da der Preis hrerfur gegenüber der , Teilmonats karte" geringer ifl Sür die 13. Woche (vorn 29. Marz bis 4 <^n tverden die Wochenkarten noch
an je»ermann zum seitherigen Preise ausgegeben^
. Die Giehener Frühjahrsschau- «J t nächsten Sonntag oVn den
Schaustellern wird im heutigen Anzeigenteil bekanntgegeben. dah sie für die Messewoche, di- bcs zum 4. April dauert, grohe Vorbereitungen treffen, um der Bürgerschaft Darbietungen viel- fettigster Art zugänglich zu macyen. Man be- achte^ bte Anz^iae.
Fleischbeschauerversammlung. 2un nächsten Sonntag findet in Giesten die Frühjahrs Versammlung der arnllichen Fleifchbefchauer des Kreises Gietzen statt. Diese Versammlungen sind von großer Bedeutung, da auf ihnen die Fletschbeschauer über den neuesten Stand ö*t örragen, die ihren Dienst betreffen, informiert werden. Diesmal wird u. a. auch die Frage der Leberoaelerkrankungen besprochen. Räheres in der Bekanntmachung im neuesten Amtsver- kündigungsblatt
Vmcksschcn aüerAtt
bie vrüki'scbe Unweriitete;fcrtid r. i R. (nnge. Gic^n. Sdsnlffr. 7
’• Aufgehobene Straßensperre. Rachbem die HauSanschlußarbeiten in der ®e= org-Philipp^ail-Straße beendet sind, hac das Polizeiamt die am 30. Januar ungeordnete Straßensperre wieder aufgehoben.
"Wichtig für Renten-Empfänger. Es werden mit Wirkung vom 1. April monatlich gezahlt: An Empfänger von Invaliden-. Kranken- und Altersrenten 16 Mk. (feit- ber 14 Mk.), Witwen- und Witwerrenten 12 Mk. (feither 10 Mk.) und Waisenreitlen für jedes versovgungsberechtigte Kind 8Mk. (seither 7 OHL). ®ine Erhöhung der llnfallrenten ist nicht ver- fügll Bemerkt sei noch daß die Quittungen zum 1. April amtlich beglaubigt sein müssen.
— DerPreiSaufschlagder Reichsbahn. Amtlich wird mitgeteilt: Wie bereits bekannt, werden vom 1. April ab die Fahrpreise für Monats- und Schülerkarten um nmb 25 Pro-- *ent erhöht. Die Fahrpreise für die bisherigen Wochenkarten werden nicht erhöht Die Wochenkarten werden jedoch künftig nur an Arbeiter im engeren Sinne ausgegeben, das sind solche Personen, die mit mechanischen und Handarbeiten beschäftigt find. Die Ausgabe erfolgt nur gegen Vorlage eines vom Arbeitgeber auszustellenden und von der Qrtspoli^eibehörde zu bescheinigenden Arbeitsausweises. Die Vordrucke für die Ausweise sind zum Preise von 2 Pf. für ein Stück an den Fahrkartenschaltern erhält- lich. Soweit sie aus Materialmangel auf einer Station nicht erhältlich sind, wird den Berechtigten ein Rachteil auS dem Mangel nicht entstehen. Die Fahrlartenausgab^n werden mit entsprechenden W.uungen versehen Kaufmännische Angestellte. Beamte usw. haben Mnftig keinen.Anspruch mehr auf die seit- berigen Wochenkarten. Um jedoch auch diesen Berufskreisen entgegenzukommen, wird ab 1. April 1925 eine Zeitkarte für die Kalend«woche, bie die Bezeichnung „Teilmonatskarte" trägt, ciuSgegeben Wo die Voraussetzungen zur Lösung
Die frankfurter Kammerkpiele.
Seit kurzem hat Frankfurt eine dritte ftäb- tische Bühne, die in einem ßoaeniaal in der Nähe des Opernhauses untergebrachten Äammenfpielc. Sie stehen unter der Leitung des Intendanten Weichert vom Schauspielhaus, die Vorstellungen ryerden mit Schauspielhauspersonal bestritten. Nach Shakespears „Liebesleid und ^Lu ft", das sich für den speziellen Zweck intimer künstlerischer Vorstellungen nicht so recht eignete, aber eine sorg-
Rundfunk-Programm
des frankfurter LenderS.
(AuS der „Radio-llmschau".)
Samstag, 28. März:
10.45 ühr. Wirtschaftsmeldungen. 11,55 Ühr Zeitangabe 12 Ühr Rachrichtendienst 3 und 4 ühr. Wirtschaftsmeldungen. 4,20 ühr. Rach richten dienst. 4.30 bis 6 il^r: Wunsch-Rachmittag des Hausorchesters 6 älhr: Wirtschastsmeldun gen. 6 bis 6,30 ühr Jugendstunde: Aus bem Vornan „Peter Simpel" von Kapitän Marvhat. 6.30 bis 7 ühr: Der Briefkasten. 7 bis 7,30 U^v: Vortrag von Otto Schwerin: „Großstadtverbrecher und Schutz gegen das Gaunertum!" 7,30 bis 8 lK)r: Funkhochschule. Vortrag von Prof. Dr. Schultz: „Ibsens und Strindbergs Problemen- kreis". 8 bis 8.30 Ahr: Stunde des Frankfurter Bundes für Volksbildung: Vortrag von Rektor Förster „Heber den Wert der Beschäftigung mit fremden Sprachen". 8.30 vis 9,30 ilhr: Sinfonie- Konzert: 1. Ouv. „Iphigeme in Aulis" (mit Schluß von Wagner) Gluck: 2. Sinfonie Rr. 6 (Pastorale) Beethoven. Musikalische Leitung: Dr. Ludwig Rottenberg, Erster Kapellmeister am Frankfurter Opernhaus. Ein Orchester wcs Mit° gliedern des Franlfurter Opernhausorchesters. 9.30 ühr Rachrichtendienst, Wettermeldung. Sportbericht. 10 bis 11 ühr. Konzert des Man dvlinen-Quartetts „Estudinntina". (Spanisches Programm.)
Schlnnk sein heißt jung sein! Llebermählge Körperfülle macht alt und seht bas Wohlbefinden herab. Wir raten Ihnen, in der Apotheke 60 oder 30 Gramm echte Toluba-Kerne zu kaufen, die unfchädllche Stoffe von fettzehrender Wirkung enthalten. Sicher: Llniversitäts-Apothete „Zum goldenen Engel". 2992A
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Altes Blei «BleirSbrem lauft Brühlfche Druckerei *U,D Schul,«. 7/3.
metftert Fällen der Wert der Karte, ohne day man sie näher nachgeprüft hatte, in barem Geld-c zurückgegeben. Autzerdem waren die Fa br- außerordentlich geschickt nach- daß nur ein sehr geübtes - Fälschung entdeckt hätte.
Inzwischen war die Zahl der aufgedeckten Fälschungen so stattlich geworden, daß man die einzelnen Eisenbahnpc-lizeibehörden benachrichtigte, die die Spuren bis nad) Hambura feststellten. Dor einigen Tagen versuchten nun die Schwcnd- ler die gefälschten Fahrkanen auch an dem Dchaller des Dahtchofes Gießen anzubringen. Der Schaltcrbeamte erkannte die Karten nach kurzer Prüfung als gefäffcht. Während er die Schwindler mit der Auszahlung des Geldes hinhielt, telephoi i.rte die Dahnhofsverwaltung sofort! nach Sranffurt und erbat nähere Instruktionen. Inzwischen aber hatten die Schwindler Lunte gerochen und flüchteten. Man stellte in Gie-
1 Butzbach, 28. März,
Man hüte sich vor Nachahmungen!
Der oft billigere Freie ist auf Qualitätsunterschiede und Mindergewicht zurOckzuführen. Es werden neuerdings Tafeln angeboten, die bis zu 10% weniger wiegen als Palmin.
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