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M empfindliche Un- ^ähnliche Dinge, wie nden dürfen ohne Er« Hörde nicht öffentlich -rden. Gefuchsslellcrn I« wird die Erlaubnis werden. Eelbst ganz Abzeichen in Fahnenerregt und zu Be
scher Lieber, die als :8 find, ist verboten, itionalhhmne „Deutlch- rS" in der Oeffentlich- •ji. 3m übrigen be- r Sieder feinem An
im besetzten Debiei r Aber dir Wierlen rr ^vM, oder auch wn adzugedrn. Ml in Deutscher aussieh',
kommen folgende al- Stage:
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X “Beamte der Sichel' , auf Verlangen durch imieren müllen.
,en anMch der 2ahi' >e gelten besondere 2e ? lmd von den M' i unter freiem Hunmel en. Es empfiehlt lck kommenden Men w des besetzten ® W i Landeskom-nssat m ') ™ Ä”U en Zentralbehörden tn ^«^2 Ttnüg*
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* Rixse 1 d, 25. Juni. Dor einigen Tagen hat
Gräfin geborene
deckerarbeiten an dem Hause Mäusburg Ar. 14 wird der schmale Teil der Rittergasse zwischen MäuSburg und eigentlicher Rittergasse mit sofortiger Wirkung wahrend der Tag^stunden für jeglichen Verkehr gesperrt. Die Anlieger können den gesperrten Teil auf eigene Verantwortung
nicht möglich ist, wurden Gleise gelegt und eine große Verladebühne an der Frankfurter Straße errichtet. . -
—o— Gr ohen-Li nden, 25. Juni. Die sprechend wohl.
letzte Volkszählung ergab eine ortsanwesende ------ _ _ .
Bevölkerung von 2419 Einwohnern: im Jahre | Frau Marie Bäuscher Ww. aus Altersruck-
Beteiligung am Kriegerfeste in der Verein, an
1919 waren es 2241. Diese Zunahme ist weniger auf einen Zuzug, als vielmehr auf den äleberschuß der Geburtenziffer über die Todesfälle zurückzuführen.
* Großen Buseck, 25. Juni. Nächsten Sonntag findet hier ein Gustav-Adolf-Fe st statt. Die Predigt hält Pfarrer L o rtz aus Burg. Gräsenrode. Er stand früher in Lothringen und wurde dort ausgewiesen. In der Nachversammlung, die in dem geräumigen Brückschen Saale abgehallen wird, will der geschätzte Redner von dem Protestantismus in Lothringen berichten.
' Treis a. d. Lda.. 25. 3uni. Der hiesige Gesangverein .Liederkranz" wird am Samstag. Sonntag und Montag sein 6 0. Stif- t u n g s f e st und 50. Fahnenjubiläum, verbunden mit einem Gesangswettstreit, begehen Zu diesem Feste werden zahlreiche Gäste erwartet, für deren gute Aufnahme bestens vorgesorgt ist. Am Samstagabend wird ein Fackel, zug sämtlicher Ortsvercine die Straßen des Dorfes durchschreiten, Sonntag früh beginnt das Wettsingen. für den Vachmittag ist ein großer Festzug vorgesehen, abends findet die Preisver» tctlung statt. Der Montagnachmittag wird ein frohes Volksfest bringen. 3m übrigen sei auf bas Inserat in der gestrigen Hummer des „Gießener Anzeigers" hingewiesen.
3 Reiskirchen, 25. Juni. Der Krieger- verein Reiskirchen, der über die Kriegs-
Q Laubach, 26. Juni. Die Georg zu Solms-Laubach. Prinzessin Solms-Lich. wurde gestern von einer gesunden Tochter entbunden. Das frohe Ereignis wurde der Bevölkerung durch 9 Böllerschüsse vom Ramsberg herab verkündet. Mutter und Kind befinden sich den Umständen ent-
Gerichtssaal.
fpd. Frankfurt a. M., 25. Juni. Seit Jab- resfrist fuhr ein Aschas fenburgerEinwoh- ne r auf Grund gefälschter Fahrkarten fast täglich von Aschaffenburg nach Frankfurt und sehr oft auch über Frankfurt hinaus nach Höchst. Kürzlich wurde der Fälscher entdeckt. Das Schöffengericht verurteilte ihn nunmehr zu 7 Monaten Gefängnis.
Briefkasten der Redaktton.
lRechtsr machten find ohne Verbindlichkeit btt
Redaktion.)
Feldbergturnfest-Interessenten. Beruhigen Sie sichl Daß die Belange der Deutschen Turnet- schaft von unS nicht stiefmütterlich behandelt werden. beweist unsere fortgesetzte, umfangreiche Berichterstattung über deren Veranstaltungen. Sie scheinen den „Gießener Anzeiger" wenig aufmerksam zu lesen. 3m übrigen wollen wir Ihnen sagen, daß ein Bericht über das Ergebnis des Feldberg-Tumfestes von unS bestellt wurde, daß er uns aber von unserem Mitarbeiter bis heute noch nicht geliefert werden konnte, weil bei bet Turnfestleitung ein Versager vorliegt.
Personen festgestellt.
Lauter. 25. Juni. Voraussichtlich werden in der nächsten Woche die Frühkirschen versteigert. Die Blüte der Kirschbäume war im Frühjahr sehr vielversprechend. Leider hat in der Blütezeit eine kalte Vacht viel geschadet, und durch die anhaltende Trockenheit sind viele Früchte abgefallen. Hierzu kommt noch die über- handnehmende Spahenplage. Große Scharen der gefiederten Räuber treiben sich auf den Bäumen und in den Feldern herum, trotzdem der Flur- schuh ihnen mit dem Gewehr eifrig nachstellt. ES ist nur mit einer Ernte von 8 bis 10 Proz. zu rechnen. Merkwürdig ist in diesem Jahre auch die Erscheinung, daß trotz der guten Lage des Ortes die 3mker noch keinen Bienenhonig schleudern konnten: dies kann wohl auch nur auf die Trockenheit zurückzuführen sein. — Die Bautätigkeit im hiesigen Ort kann man als recht gut bezeichnen. Zwei neue Häuser sind jetzt bezogen worden, ein Haus ist im Rohbau fertig, ein anderes ist in Arbeit und außerdem sind noch mehrere Daulustige vorhanden. — Vor kurzer Zeit ist auch hier eine Vereinigung des Stahlhelm ins Leben gerufen worden. Die Ortsgruppe umfaßt jetzt schon nahezu 60 Mitglieder, der Vorsitzende ist Otto Zimmer. Zum Ehrenmitglied ist Herr Troller, der 76 Jahre alt ist, den Felktzug 1870/71 (Metz und Sedan) mitgemacht und im letzten Krieg zwei Söhne verloren hat, ernannt worden. Aus dieser Vereinigung soll in der nächsten Zeit ein Turnverein erstehen. die turnerischen Hebungen wird Karl Schmidt III. leiten. Man hofft, daß dieser Turnverein durch die vorhandenen Kräfte bald die Höhe erreichen wird, wie der Turnverein vor dem Kriege, der geleitet wurde von den im Felde gefallenen Gebrüdern Tröller. den Söhnen des oben erwähnten Ehrenmitglieds Troller.
Kreis Alsfeld.
!•! Nieder-Ohmen. 25. Juni. Gegenwärtig findet hier ein Kursus für Werk - und Arbeitsunterricht statt, an dem sich etwa 20 Lehrer aus den umliegenden Orten beteiligen.
• Schwarz. 24. 3uni. Das Fest der g o l- ! denen Hochzeit feiern am 28. d. Mts. Heinrich Eifert II., Veteran von 1870 71 im ehern. Hess. Chevaurleger-Rgt., und seine Ehefrau Katharina geb. Hamel in geistiger und körperlicher Frische.
Kreis Lauterbach.
Richard nahm daraus die Echlußadstimmung über die von der Arbeitsgemeinschaft oorgeschlagenen Satze 450 und 700 Proz. vor, die mit 14 Stimmen bei zwei Enthaltungen angenommen wurden. — Eine neue Stadtverordnetensitzung soll nun am nächsten Dienstag stattfinden. Bemerkenswert ist, daß e< erst kürzlich wegen des Krematoriumsbaue« zu erheblichen Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Bürgermeister und den Stadwerordneten tarn, die damals gegen den Widerspruch der Verwaltung die sofortige Einstelluna de» Krems- toriums-Baues beschloßen, da die Kosten viel zu hoch seien.
Kleine Strafkammer Wetzlar.
sind.
f ® r ü n b e r g , 25. Juni. Zu dem heutigen Diehmarkte waren nur 292 Ferkel auf- getrieben. hiervon 82 Stück von Händlern. Es mürben für das Stück bis 7 Wochen 30, von 7 bis 8 Wochen 32 bis 34. von 9 bis 10 Wochen 38 bis 42. von 10 bis 12 Wochen 42 bis 46 und von 12 bis 14 Wochen alte 50 bis 52 Mk. bezahlt. Der Handel ging äußerst flott, lieber ft anb verblieb nicht. Der Krämermarkt war recht schwach, nur wenige Stände waren aufgeschlagen. Dagegen wurde den auf dem Marktplätze auf- geftelften landwirtschaftlichen Ma - --- . .. . . — -- - -roßes
betreten.
" Personalien. Ernannt wurden der Amtsrichter bei dem Amtsgericht Worms. Amts- gerichtsrat Karl Heid, zum Amt-gerichtsrat bei dem Amtsgericht Gießen mit Wirkung vom 1. 3uh 1925 der GesängniSoberinspektor bei der Zellen- ftrafanftalt Butzbach. Heinrich Mohr, zum Ge- fängnisoberinspcktor bei dem Landgerichtsgesang- nis in Mainz mit Wirkung vom 1. August 1925; der Forstassessor Hugo Sußner auS Dirllar vom 1. 3uni 1925 ab zum Oberförster.
•• Wem gehören di e Sachen? Beim Polizeiamt Gießen (Äriminalabtcilyng) ist ein Smailleschilb mit der Aufschrift Eingang" und zeigender Hand, sowie eine Sturmlaterne, die bei nächtlichem Unfug abgerissen bzw- beschädigt wurden, sichergestellt. Geschädigte wollen sich bei ber bezeichneten Stelle melden, woselbst auch «bte Gegenstände in Empfang genommen 1—-
Kommunal-Konflikt in Wetzlar.
Der städtische Haushaltsplan für 1925 abgelehnt.
* Wetzlar, 25. Juni. Der „Wetzlarer Anz." berichtet: Die jüngste Stadtverordnetensitzung verlies nach fünfstündiger Dauer frucht- l o s. Als bei der Beratung des Haushaltsplans für 1925 über die Deckungsfrage und in diesem Zusammenhang über die höhe der G e - werbe steuerzufchlage beschlossen werden sollte, wurde in namentlicher Abstimmung der A n • trag der Verwaltung, Die Zuschläge vom Ertrage auf 600 Prozent und vom Oeroerbetapital auf 900 Prozent festzusetzen, mit 14 gegen 13 Stimmen a b g e l e h n t. Die bürgerliche Arbeitsgemein, schäft hatte einen Antrag eingebracht, die Zuschläge aus 450 bzw. 700 Proz. festzusetzen. Der Vorsitzende erklärte, daß bei solchen Sätzen ein Wirtschaften ausgeschlossen sei: er würde einen solchen Antrag n i ch t zur Abstimmung bringen und untereinen solchen Etat nicht seine Unterschrift setzen. Er bedauerte lebhaft, daß man während der Beratung nicht den Mut gefunden habe, Abstriche zu beantragen. Angesichts des obigen Abstimmungsergebnisses übergab Dr. Kühn den Vorsitz an den Beigeordneten Rektor Richard und verließ den Saal, mit ihm die gesamte Linke, die für die Vorschläge der Verwaltung gestimmt hatte. Dabei wurden erregte Zurufe laut. Beigeordneter
Q Wetzlar, 24 3unl Wegen fortgesetzt« Diebstahls war der Gärtner R. T. von W e tz l a r vom Amtsgericht Braunfels zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Hiergegen verfocht der Angeklagte die Berufung. Wie btt Sachverhalt ergibt, wurden Im vorigen Herbst au6 Gärten in Braunfels verschiedentlich Wäschestücke gestohlen. Der Verdacht fiel damals auf den Angeklagten, der beobachtet wurde, daß «r nachts mehrere Mal mit einem zusammengerollten Sack unter dem Arm toegging und später wieder mit gefülltem Sack zurückkehrte. Als nun die «betrau des Angeklagten im 3anuar Wäsche im ©arten aufgehängt hatte und die Zeugin O. diese ~ ' «üglich des
fchinen seitens der Marktbesucher a 3nterefse entgegengebracht. — Hier will man eine Ortsgruppe des Sparerbundes grün* den, die sich an der Verfechtung der Aufwertungs- interelfen beteiligen soll. -- Die diesjährige Volkszählung ergab hier 2192 ortsanwesende Personen: 15 waren an dem Zähltage abwesend. Hiervon sind 1020 männliche und 1172 weibliche. Bei der vorigen Zählung wurden 2190
sichten ihr Amt als Handarbeitslehrerin der hiesigen Schule niedergelegt. Während der langen Dauer von 45 Jahren hat sie mit seltener Treue, unermüdlichem Fleiß und viel Gefchick den größten Teil der Rirfelder Frauen und Mädchen in den weiblichen Handarbeiten unterwiesen. Die Gemeinde ließ daher durch Bürgermeister Rahn, im Beisein des Schulvorstandes, der Scheidenden als äußeres Zeichen der Dankbarkeit und Anerkennung einen Ruhesesfel überreichen. Auch das Kreisschul- amt Lauterbach hatte in einem an die seitherige Handarbeitslehrerin gerichteten Schreiben ihre ersprießliche Tätigkeit im Dienst der weiblichen Ju- gendbildung in ehrenden Worten gewürdigt. Möge Frau Bäuscher, nach treuer Pflichterfüllung, ein gesegneter Lebensabend beschicken sein.
Kreis Friedberg.
fpd. V i [ b c 1. 25. 3unt. 3n der hiesigen Gemarkung hat man mit Dermefsungsarbei- ten für die jetzt in Fluß kommende Regulierung der Ridda begonnen. Die in Frage kommenden hessischen Gemeinden haben eine Denkschrift an die Regierung in Vorbereitung, in der sie auf die jährlich sich wiederholenden schweren Hochwasserschäden Hinweisen. — Der Di 1 be 1 er Jahrmarkt blickt tn diesem 3ahr auf ein einhundertjähriges Bestehen zurück und sollte deshalb tm Rahmen eines großen „historischen" Marktes mit Festzügen und vielem anderen Drum und Dran brunfboll gefeiert werden. Die Finanzierung sollte der Gemeinderat übernehmen. Dieser lehnte aber aus Mangel an Mitteln die großartige Aufmachung des 3ubiläumsmarkteS ab. So wird nun die Cr- innerungSfeter bescheiden in althergebrachter Weise begangen. ।
Kreis Wetzlar.
!*! Dutenhofen, 25. Juni. Zu einer K r e i s st r a h e soll der Verbindungsweg zwischen unserem Bahnhof und der Staatsstraße Gießen — Wetzlar ausgebaut werden. Die Arbeiten find in vollem Gange und werden von der Gemeinde Dutenhofen mit Unterstützung von Kreis und Staat ausgeführt. Nach der Vollendung, die noch etwa sechs Wochen in Anspruch nimmt, erfolgt die Uebernahme als Kreisstraße. Der Kostenanschlag beläuft sich auf 10 000 Mark.
Heften-NaFau.
fpd Frankfurt o. M., 25 3uni. Das schon feit Jahresfrist schwebende Disziplinarverfahren gegen den evangelischen Pfarrer Dr. Daconius von der Dreilönias- gemeinde hat ein unerwartetes Ende gefunden. Eine größere Anhängerschaft des Pfarrers hatte, als das Verfahren nicht den gewünschten 'Verlauf zu nehmen schien, die Bildung einer eigenen, außerhalb der Landeskirche stehenden evangelischen Gemeinde beschlossen und Pfarrer DaconiuS zum Geistlichen dieser neuen Gemeinde gewählt. Dr. Da» conius hat nunmehr die Wahl zum Geistlichen angenommen und gleichzeitig seinen Austritt aus dem landeskirchlichen Pfarramt zum 1. 3uli erklärt. Die neue Gemeinde beabsichtigt den Dau einer eigenen Kirche. — Bürgermeister Otto G r i m m, der von 1906 bis 1913 zweiter Bürger- meister und vorher 18 3ahre Stadtr^ i.i Fr furt war, ist heute früh in der Landesheilanstalt zu Marburg gestorben. Als Personaldezer- nent und langjähriger Leiter des Schulwesens hat sich b'T Verstorbene bleibende Verdienste erworben. An ihn erinnert die „Bürgermeister Grimmschule". Mehrere 3ahre vertrat Bürgermeister Grimm die Stadt Frankfurt im preußischen Abgeordnetenhause. — 3n einem Orte der Rachbarschast, den wir lieber nicht nennen wollen, nahm ein Gesangswettstreit e'nen überaus stürmischen Verlauf, il.ber die Bewertung der Leistungen entstanden Meinungsverschiedenheiten Als das gesprochene und später geschrieene Wort sich nicht durchzusehen vermochte. griff man zu den üblichen Wirtshauswaffen und suchte sich gegenseitig mit Biergläsern, Stuhlbeinen und anderen Instrumenten zu überzeugen. Es gab zahlreiche Blessierte, die vom Dorsarzt verbunden werden mußten. Ohne den üblichen Abschiedsgesang zogen die fremden Sänger mit blutigen Köpfen von der Walstatt nach Hause. — Zwei Erpresser, Lwnhard S rauß und Öfter aus Frankfurt, versuchten in zahlreichen Odenwalddörfern von K ufleuten unter schweren Drohungen Geld zu erpressen. 3n Reinheim versuchten sie das gleiche Manöver bei einem Kaufmann, der aber die Landjägerei mobil machte und die Kerle verhaften ließ
können. _
rg. Die Er dbeerzeit ist da. Manche Freunde dieser köstlichen Frucht wird es jetzt interessieren, ein gutes Rezept über die Derei- I tung von Erdbeerlikör zu hören. Es lautet. I Vier Pfund reife, trocken gepflückte, nicht zer- I quetschte Erdbeeren werden mit drei ßtter Branntwein übergossen, verkorkt und'an einen Hellen Ort 14 Tage lang stehengelassen. Hierauf gießt man ab, versüßt mit tatet Pfund Zucker. I den man vorher in zwei Liter Wasser aufgekocht hat. und füllt auf Flaschen.
Rdv. Die Eisenbahn-Expreßgut- besörderung. Oft genug steht der Kaufmann ober Gewerbetreibende vor der Stage, welche Art bei Beförderung für eine Wate, die er eiligst abschicken ober beziehen will, die schnellste, I billigste und bequemste ist. Für den. 8er den neuerdings verbesserten Sisenbahn-Expreßgutver- kehr kennt, ist die Beantwortung dieser Frage nicht schwer. Expreßgut kann nämlich zu jeder Tageszeit, also auch während der Rächt, sofern der Bahnhof besetzt ist. aufgeliefert werden. Die Beförderung ist die denkbar schnellste: sie erfolgt I mit allen fahrplanmäßigen Zügen, mit_ Eil-, Schnell- und sogar O-Zügen. Der Preis für die Beförderung ist dabei überaus billig: er liegt bei größeren Entfernungen erheblich unter bet Paket- Postgebühr. Zu halben Expreßgutsätzen werden aufjerbem befördert: Butter. Käse. Biet, frische Beeren, frisches Obst, Katiofseln und frisches Gemüse aller Art. Wer sich bet Expteßqutbeför- berung bedient, wird bald erkennen, daß spät abends ober gar in der Rächt aufgegebene Güter schon am andern Morgen in den Händen des Empfängers sind, insbesondere bei mittleren Entfernungen. Die Auslieferung von Expreßgut geschieht auf Grund von Exprehgulkarten (ähnlich den Postpaketadressen), die auf allen Dcihn- hösen erhältlich und leicht auszufüllen sind. Das Stück selbst muß die Anschrift des Empfängers tragen. Die Hastpflichr bet Eisenbahn für Expreßgüter ist ebenso weitgehend wie bei Eil- und Frachtgütern.
Bornotizen.
— Tageskalendet für Freitag. Vierter Welcker-Dottrag: 81ilbr Physikal. Institut (Stephanstr.). Prof. Schrader ..Die Gemälde dcs Polhgnot".
— DetDotvetkauf von Karten für bi e Rationalen Schwimmwett- kämpfe des Gießener Schwimm- vereins findet in der Müllerschen Badeanstalt I statt (Rähetes siehe heutige Anzeige.)
Landkreis Gießen.
V K1 ein - Linden, 25. Juni. Die Feld- ocrcinigung ist in unserer Gemeinde zur Zufriedenheit bet Einwohnerschaft beendet worben. Die Kosten sind infolge der 3nslationsverhält- nisse unbedeutend. Früher wat das Wegenetz in bet Gemarkung sehr unvollkommen. Durch bie Bereinigung sind jetzt alle Interessenten in der Lage, bequem zu ihren Grundstücken zu gelangen. Die ilcbcrtoeifung der Ersahgrunbstücke ist bereits im Herbst vorigen 3ahres erfolgt Die Zuteilung konnte allerdings bis jetzt noch nicht für vollziehbar erklärt werden, da einige Reklamanten das Oberfchiebsgericht angerufen haben, welches voraussichtlich im Monat Juli hier tagen soll. — Die Zahl der auf Grunb der Kontrvllisten am 16. 3uni ermittelten ortsanwesenden De - v ölke t ung in unserem Orte beträgt 1983Personen. davon 1002 männliche und 981 weibliche. Bei der letzten Zählung im Oktober 1919 betrug die Zahl der ortSanwesenden Personen 1994. — Alm dem jetzigen Uebelftanb des Bestehens einer sog. Wandetklasse abzuhelfen, hat bet Schulvorstand beschlossen, einen der großen Schul- säte durch eine Zwischenwand abzuteilen. um so noch einen Klassenraum zu gewinnen. Da bie Schületzahl in unserem Dorfe sich gegen bie Vorkriegszeit verringert hat, so stehen biefem Plane keine Bedenken entgegen, zumal bie kreis- ärztliche Besichtigung nichts finden konnte, was den schulhygienischen Bestrebungen nicht entspricht. Das Kreisbauamt ist mit der Ausführung der erforderlichen Arbeiten betraut worben. Diese sollen in den nächsten Ferien ausgeführt werden.
!*! Klein-Linden, 25. Juni. An der Krcis- straße Klein-Linden—Großen-Linden ist ein neues Jndustriewerk im Entstehen begrifefn. Das hoch- und Tiefbaugeschäft I. G. Müller- Wetzlar Hut die große Sandgrube, die zwischen der Main— Weserbahn und der Kreisstraße liegt, auf 20 Jahre von der Gemeinde Lützellinden pachtweise übernommen. Da ein Bahnanschluß zur Zeit noch
fahre hin auf einen toten Punkt geraten war, hat sich wieder zu neuem Leben entfaltet. Der Verein zahlt jetzt nahe an 100 Mitglieder. Seine erste Betätigung war die Beteiligung am Steinbach am 14. Juni. Hier war i Mitgliederzahl als zweitstärkster, vertreten. Arn nächsten Sonntagnachmittag hält er nun in der Gemarkung Reiskirchen, auf dem Kirfckberg, auf seinem polizeilich genehmigten Schießstand ein Preisschießen nach der Scheibe ab. Zu diesem Zweck hat er mehrere wertvolle Preise gekauft, die in dem Schaufenster des Kaufmanns Leopold Stiefel dahier zur Ansicht ausgestellt
aufgehängt hatte und die Zeugin O. biefe Wäsche sah. tarnen lehtcm Zweifel bezüglich des Eigentümers der Wäsche Wie durch d e bcrbei- gehvlten früheren Bestohlenen festgestellt wurde, handelte es sich tatsächlich um die teurer Zelt gestohlene Wäsche Es erfolgte daraus Beschlagnahme der Wäsche durch die Polizei. Die eingelegte Berufung beschränkte der Angellagtr heute auf das Strafmaß. Die Tat selbst gab er zu. Rach seinen Angaben war seine Frau niedergekommen, er arbeitslos und daher in größter Rot. Demgemäß erkannte bas Gericht auch wesentlich milder als im ersten Urteil und zwar auf 150 Marl Geldstrafe, anstelle einer verwirkten Gefängnisstrafe von 1 Monri. Dem Angeklagten wurden auch monatliche Ratenzahlungen von 15 Mark zugebilligt
Von dem Amtsgericht W-tzlar lEinzelrichter) waren der Schuhmacher E W. auS Krofdorf und ein zweiter Mitangeklagter H seiner Zelt von der AnNage des 3agdvergehenS mangel« Beweises freigesprochen worden. Da die Staatsanwaltschaft bezüglich des Angeklagten S W. gegen diese Erkenntnis Berufung eingelegt hatte W. sich heute vor der Strafkammer bieserhall» erneut zu verantworten Wie die Verhandlung ergab, sah der ©emeinbeförftcr M. auS Krosdvrs im Rovember v 3S des Morgens früh auf einem Dl en st gang im Distrikt ^Rote Gräben' dec Gemarkung Krosdors, alS er sich mit Jcurtt ihn begleitenden Frau dem Walde näherte, am Eingang zum Walde 2 Männer mit der Front nach dem Walde zu stehen, von denen einer ein Gewehr nach Jägerart schütze fertig unter dem Arm trug, während der andere anscheinend unbewaffnet war, wenigstens war keine Waffe bei ihm zu sehen. Durch sein Fernglas stellte der Förster fest, daß die mit dem Gewehr bewaffnete Person mit einem grünen Hut mit hellgrünem Band und einem gelbsichm Mantel bekleidet war und daß bie Derben nach dem Walde hinbeuteten unb schließlich m beit Wald hineingingen. 3eht folgte ihnen der Först« und rief sie auf ca. 50 Meter Entfernung an, worauf beide ausrückten. Auf deS ter en Zurusi „Halt oder ich schiene drchte sich der eine mit dem Gewehr um, kniete nieder und [egte auf den Förster an. Letzter stand jedoch auch schon schußbereit, und baber ergriff ber Un- bekannte, als er dies sah, schleunigst die Flucht und verschwand im Walde. Ein von dem Forster noch auf den Fliehenden abgegebener Schutz verfehlte sein Ziel. Der am Tatort danach gefundene grüne Hut, den einer der beiden auf der Flucht verloren hatte, lenkte den Verdacht auf bie beiden Angellagten. Der Angellagte W. soll nun derjenige gewesen fein, ber ohne Gewehr war. Er bestritt dies jeboch, wohl gab « zu, an dem fraglichen Morgen frühzeitig im Wald spazieren gewesen zu sein, auch will er eirfrn Schuß gehört haben, dessen Spuk auch nachgegangen, schließlich aber wieder nut «m Rad nach Krofdorf zurückgekehrt fein. Von den beiden Männern will er nichts wissen. Die Okr- banblung nahm verhältnismäßig geraume Zeit in Anspruch Rach Schluß der lehr eingehende^ Beweisaufnahme sah baS Gericht den Angellagten als schuldig im Sinne der Anllage an und diktierte ihm eine Geldstrafe von 200 Mk. »u während ber Vertreter der Staatsanwall- schaft 1 Monat Gefängnis beantragt hatte.
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