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Arbeit gelungen, baß lettische Staatswesen so zu konsolidieren, bah es heute als georbneter und moderner selbständiger Staat angesehen werben kann. Er hatte richtig erkannt, bah bie einzige Gefahr von Rußland drohe unb war daher ständig bemüht, bie baltischen Staaten gegen Ruhlanb eng zusammenzuschliehen, wöbet er auf polnische Llnterstühung rechnete.

Auch mit Englanb suchte er Vertrage abzuschliehen. btc hauptsächlich gegen Ruhland gerichtet sein sollten. Er war bemüht, auch auf wirtschafts-und handelspvliti- sch em Gebiet eine Annäherung zwischen Den baltischen Staaten herbeizuführen unb ihm ift es zu verdanken, dah zwischen Estland, Lett­land und Litauen verschiedene Abmachungen aus verkehrstechnischem unb handelspolitischem Ge­biet getroffen wurden, die die wirtschaftlichen

Aus aller Welt.

gwer Segelflieger bei einem Autounfall löblich verunglückt.

Tvasferkuppe (Rhön), 25. Aug. (IDTB. | Airnkspruch.) Der auf der wafferkuppe )um Segel- flug-wettbewerb weilende bekannte Segelslugzeug- führer Seiler-Liegnih ist in der Rächt zum Dienstag mit seinemk rastwagen tödlich ver­unglückt. Ans der Rückfahrt von Fulda über­schlug sich dec Dagen in einer Kurve aus dem Wege zur wasferkuppe. Der zweite Insasse des wagens, Peter (von der Weltenfegler-G. m. b. h., Baden- Baden) ist ebenfalls tot.

Grohfeuer in Monschau.

Ein Grohfeuer zerstörte die grohe Spin­nerei der Firma Kloeters. Der fünf­stöckige Hauptbau brannte vollständig aus. Durch den Brand werden viele Arbeiter erwerbs- und brotlos. Die Entstehunysursache ist noch nicht ermittelt. Der Schaden ist sehr groß.

Schweres Autounglück.

Bei München-Gladbach rannte Mon­tag nacht ein mit drei Personen besetztes Auto gegen einen Strahenbahnmast. Hier­bei wurde das Auto völlig zertrümmert und einer der Insassen getötet. Die beiden anderen In­sassen wurden schwer verletzt.

Bier Personen vom Blitz getötet.

Rom, 25. Aug. (WTB Funkspruch.) Bei Santuorio delle Gradia würben einige Tou­risten von einem furchtbaren älnwetter über­rascht. Acht Personen erreichten eine in der Rähe liegende Hütte und wollten das Ende des Unwetters dort abwarten. Plötzlich schlug ein Blitz in die Hütte unb tötete einen Mann, seine, Schwiegermutter, sein Kinb unb seinen 20jährigen Reffen. Die anberen vier Personen, barunter die Frau unb ber Schwager bes getöteten Man­nes, wurden verletzt.

Rückkehr der deutschen Spihbergenexpedition.

bankte bann für die unerschöpfliche Liebenswürdig­keit und reiche Gastfreundschaft. Nach dem Diner genossen die Gäste noch einige Stunden die Gast- freundschaft der Stadt in den prunkopllen Räumen des Stadthauses.

Kleine politische Nachrichten,

Zum 60. Geburtstage des Londtagsabgeordnetcn Hermann Hillger-Spiegelberg liefen zahlreiche Glückwünsche ein. Es gratulierten: Reichs­präsident v. Hindenburg, Reichskanzler Dr. Luther, die Reichsminister v. S ch l i e b c n , Dr. Stresemann, Graf Kanitz, S ch i e l e der Kronprinz, der Grohherzog von Baden, der König der Bulgaren. Glückwünsche lagen ferner vor von der Landwirtschaftskammer, dem Reichslandbund. Die Stadt Neustadt a. d. Dass? ernannte Hillger zu ihrem Ehrenbürger.

Anlählich der gestern begonnenen italtc- Nischen Flottenmanöver in Sizilien wurde zum ersten Male faszistische Miliz an Stelle von regulären Truppen eingesetzt. An den Manövern nahmen ber König unb der Kron­prinz teil. Bemerkenswert ist, dah die Haupt­aufgabe bei den Aufklärungsarbeiten in der Luft dem Zeppelin-LuftschiffE spe­rr a", der früherenBodensee" anvertraut ist.

Rach Meldungen der polnischen Telegraphen- Agentur findet im September in Paris eine Kon­ferenz der General st äbe Frankre ichs, Polens und der kleinen Entente statt. Ausgabe der Konferenz sei die Bildung einer Verständigungs-Kommission zwecks engerer Zu­sammenarbeit und Meinungsaustausch über den Sicherheitspakt.

*

Das Gebäude der polnischen Gesandtschaft in Paris wird seit vorgestern von einer starken Polizeitruppe bewacht. Die französischen Kommunisten sollen den Beschluß gefaht haben, wegen der Erschiehung der drei Kommu­nisten in Warschau den polnischen Ge­sandten in Paris zu ermorden und die Ge­sandtschaft in die Luft zu sprengen.

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x,5 sind zahlreiche Eingeborene getötet unb verletzt worden. Der Panzerkreuzer selbst ist von acht Gra­naten getroffen worden, hat zedoch dabei keinen wesentlichen Schaden erlitten-

Die Lage in Syrien.

ab sie nicht doch nun auf den einen warie'. einzigen, der sie brechen soll ?

Greftcncr Wocheunrarttpreisc.

am 25. August (Händlerpreise).

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Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkte das Pfunde Butter 220 bis 230 Pfennig, Matte 35 bis 40, Käse 70, Wirsing 20, Weihkraut 15, Rotkraut 20, rote Rüben 10, Spinat 40, Römisch- kohl 10, Bohnen 30 bis 35, Mischgemüse 15. To­maten 30, Zwiebeln 20, Rhabarber 20, Kürbis 10, Pilze 30 bis 35, Kartoffeln 6, Frühäpfel 15 bis 25, Falläpfel 8, Birnen 40 bis 60, Eierpflaumen 40, Zwetschen 30, Mirabellen 50, Brombeeren 40 bis 50, Weintrauben 50 bis 60; das Stück: LInterlohlrabi 5 bis 15, junge Hahnen 80 bis 100, Suppenhühner 120, Eier 14 bis 15, Blumen­kohl 60 bis 150, Salat 10 bis 20, Saiatgurken 30 bis 60, Einmachgurken 3 bis 5, Endivien 15 bis 25, Obertohlrabi 5 bis 15, Rettich 10 bis 20; das Bund: Radieschen 20, gelbe Rüben 20 Pfennig.

Wettervoraussage.^

Unruhig, noch einzelne Regenschauer, tags­über wärmer, sonst kühl, nördliche bis westliche Winde, stellenweise Rebelbildung.

Das starke kontinentale Tiefdruckgebiet hat in ganz Deutschland, mit Ausnahme des Ostens, die gestrige leicht regnerische, trübe Witterung verursacht. Es verlagert sich südöstlich. Im Rord- meer erscheint ein neuer Wirbel, der aus Mittel- skandinavien zuströmt. Ein Azorenhoch hat in Westeuropa etwas an Raum gewonnen. Die Regenfälle werden zunächst nachlassen, doch ist die Besserung der Wetterlage noch nicht ge­sichert.

Gestrige Tagestemperaturen: Maximum 19,4, Minimum 14 Grad Celsius. Riederschlagsmenge: 3,7 Millimeter.

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Als Dreihigjähriger vertrat er Lettland in Versailles und setzte die Anerkennung des Lan­des bei den Grohmächten durch. Die junge -Repu­blik war von auhen und innen ständig bedroht, ungeheure Schwierigkeiten waren zu überwinden. Bolschewistische Truppen hielten große Teile des jungen Staatswesens besetzt und die einheimischen Kommunisten verbuchten dauernd die Regierung in Ri^a zu stürzen. Es ist ihm in mühevolle«

*

** Von beiLanbesunlversität. Der Prioatdozent an der Universität Gießen und Meteo­rologe der Badischen Landeswetterwarte Karlsruhe, Dr. Wilhelm P e p p l e r, hat einen Ruf als Lei­ter des aerologischen Observatoriums Friedrichshafen am Bodensee erhalten unb angenommen. Das Observatorium wurde 1906 auf Veranlassung des Grafen Zeppelin und S). Her­ges e l l s in Leben gerufen; es hat die Erforschung der freien Atmosphäre mit gefesselten und ungefessel­ten Flugkörpern zur Aufgabe.

** D i e September-Miete. Der Minister für Arbeit und Wirtschaft gibt bekannt: Die Miete für den Monat September wird auf 8 8 v. H. der Friedensmiete festgesetzt mit der Maßgabe, daß diese Miete nur in denjenigen Gemeinden er­hoben werden darf, die mindestens 75 Reichspfennig von je 100 Mark Steuerwert des Grund- und Ge­bäudebesitzes als Sondersteuer vom bebauten Grund- besitz erheben. Wo dieser Satz nicht erreicht wird, verbleibt es bei der seitherigen Mietfestsetzung von 84 vom Hundert. Um Zweifeln zu begegnen, weise ich bei dieser Gelegenheit darauf hin, daß diejenigen Mieter, denen auf Grund der Vorschriften über die

blüht. Man kann sich nicht i b-5

Volk Sagen um sie spinnt unb fic 1 : - du,

wirst keinen finden, ber sie abpflücki . . !.: qe ix mit sich nach Hause nimmt, trotzdem s o b ich ne blaue Augen hat. Sie ist doch bas hüö'.'.o arme Kinb, bas man anblickt, aber nicht ninv*. ilnbi

biefem Ziel ein größerer moralischer Zweck, ein geistigesIbeal.zu Tage trete. Hier mühte bie Kirche eingreifen. Die Kirche müsse ben Rationen bai positive Ibeal ber Wahrheit, ber Gerechtigkeit und Liebe vorhalten. Was uns not täte, sei nach ben Worten bes Erzbischofs von Canterbury, baß wir ben Leib ber Politik in einen Zustand ber Gesundheit bringen und jedes Kriegsgelüste unschädlich machen.

Am gestrigen Abend hatte die Stadt Stock­holm die Mitglieder und Gäste der Weltkonferenz zu einem

Bankett im Stadthaus eingeladen. Der große Feftsaal, hie prunkvolle gol­dene Halle, war in würdiger Weise für diesen be» sonderen Anlaß hergerichtet worden. An dem Ban­kett nahm auch das kronprinzliche Paar teil. Der Bürgermeister von Stockholm entbot der Konferenz die Grüße der Stadt. Er bezeichnete das Weltkonzil als einen imposanten Ausdruck für den Einheitswillen der christlichen Kirche. Das Bedürf­nis nach gemeinsamen Zielen hat in dieser Konfe­renz Brücken geschlagen, wo sich sonst tren­nende Abgründe fanden. Dem Bürgermeister ant­wortete der greife Patriarch von Alexan­dria. Nachdem der Bischof von W i n ch e st e r den besonderen Dank der englischen Kirche überbracht ; hatte, sprach Reichsgerichtspräsident Dr. Simons. Er beglückwünschte die Oberhäupter der Stadt, die die Ehre haben, eine solche herrliche Stadt wie Stockholm zu regieren. Die Schönheit der schwe­dischen Hauptstadt hätte für alle Konferenzteilneh. mer eine Sphäre der Freundlichkeit geschaffen, die l wesentlich zum Gelingen der Konferenz beitrage. Er

Erhebung einer Sonder st euer vom bebauten Grundbesitz der auf sie entfallende Steueranteil er­lassen ist, berechtigt sind, diesen Betrag dem Ver­mieter gegenüber an der Miete in Abzug zu bringen.

Zum Steuerüberleitungsgesetz. Im heutigen Anzeigenteil findet sich eine Be­kanntmachung bes Finanzamtes Gießen, aus ber die Anmelbepflicht für bai nächste Wirtschafts­jahr ersichtlich ist.

O Fachausschuß für bas Konfek­tionsgewerbe. Rach einem dem Reichsrate vorliegenden Verordnungsentwurfe soll der Be­zirk bes Fachausschusses für bas Kon- f ektionsgewerbe unb die Stoffschuh- Herstellung in Frankfurt a. M. auf den Freistaat Hessen ausgedehnt rverden. Dieser Entwurf gründet sich auf einen Antrag der Hessischen Regierung, der dahin ging, einen Fachausschuß für das Konfektionsgewerbe (Kleiber- unb Wäschekonfektion) für Hessen zu errichten unb diesen mit Rücksicht auf den wirt­schaftlichen Zusammenhang ber Bezirke unb zum Zwecke ber Kostenersparnisse an ben in Frankfurt für den gleichen Gewerbezweig bestehenben Fach­ausschuß anzuschliehen.

** Gießener Konzertverein. Dem so Das Fischerei-SchuhfahrzeugZielen", bas I beifällig unter Beteiligung unserer Abonnenten auf Anordnung bes Chefs der Marineleitung auf genommenen Sinfoniekonzert unter Professor

nach Spitzbergen gegangen war, um die Abendroths Leitung folgt am Donners»

wissenschaftliche Expedition Dr. Grotewohl lag, 27. August, abends 8.15 hr, eine

obzuholen, teilt funkentelegraphisch mit, daß es weitere ähnliche Veranstaltung bei der es sich

die Expedition gefunden habe und die Rück- um die Aufführung von Beethovens siebenter

fahrt antreten werde. Sinfonie in A-dur, Strawinskys Suite de Pulci-

zayri amreren werve._______________ nella und Liszts Mazeppa handelt. Das Kon-

_ zert findet unter Leitung des bekannten hervor-

Aus Sraot uno uano. ragenden Dirigenten des Stadttheaters in Wies-

baden, Artur Rother, statt. Rückfahrt mit Gießen, den 25. August 1925. bem v-Zuge 10.59 abends. Da der Reinertrag Wortixmrtrio in die Orchester-Llnterstützungskasse fließt und

wvyvwuiiv* I Programm und Ausführung geeignet sind, das

Auf wen wartet diese blaue Blume, die besondere Interesse aller Musikfreunde zu er- träumerisch am Wege steht unb ben Wanderer regen, möchte ber Konzertverein seinerseits nicht so sehnsüchtig anblickt, als wenn sie eine Frage unterlassen, auf biefe Gelegenheit aufmerksam an ihn richten wollte? Wartet sie auf schöne Tage zu machen unb ben Besuch dieses Konzerts, bei ober auf freundliche Menschen oder auf ein I dem noch einmal das gesamte Orchester musiziert, Mädchen, das des Weges daher kommt in Zweifel nachdrücklich zu empfehlen. Preise sind aus dem und Trauer: daß die Treue doch kein leerer heutigen Inserat ersichtlich.

Wahn sei, denn blau ist ja die Farbe der Treue. '* Zum G l e i b e r g - F e st ist noch be- Auf wen wartet nur diese seltsame Blume? richtigend zu ergänzen, daß bie Gesangsabteilung

Wenige Dichter haben sie besungen, aber ber Bürger-Gesellschaft den Tag durch ihre Chor- Hermann Löns'kannte sie. Seine Verse klingen vorträge verschönern half.

mir durch den Sinn. Er trifft ja manchmal bie ** D ie ül r künde unb bi e K r a n z e Weise des Volkes so ganz schlicht und einfach, vom 4x50-Meter-Staffellauf des T. V. 1846 sind aber tief: mit einem Haken in ber Seele. Ja von Mittwoch bis Samstag in dem Pelzwaren,

schlicht ist sie, diese Blume, beinahe einfältig. Sie Spezialgeschäft H. Kretzschmar, Seltersweg 24,

ist schön und doch wieder nicht schön, denn sie ausgestellt.

wächst nicht an einem schlanken Halm wie die " Aus dem Gießener Standes-

Kornblume, der sie so gleicht, sondern auf einem a m t s r e g i st e r. Es verstorben in der Zeit graugrünen sperrigen Dusch. Da steht ein bau es I vom l. bis 13. August: l. August: Karl Alfred Auge neben dem andern, ein magisches Blau, bai Ientzsch, Landesgeolvge, Geh. Bergrat, 75 Jahre weithin leuchtet. Fliegen summen um die offenen alt, Gartenstraße 10. Otto Herr, 14 Jahre alt, Blüten herum und tragen die Kunde von dieser Walltorstrahe 77. 2. August: Marie Wilhelmine Blumensehnsucht ins herbstende Land hinein. Schiffnie, geb. Walter, 66 Jahre alt, Kaiser- Am Feldrain treffe ich die Wegewarte, am allee 3. Willy Stumpf, Hausbursche, 16 Jahre Bahndamm an ben Steinbrüchen, hinter ben alt, Kaiserallee 123. 3. August: Horst Joachim letzten Häusern der Stadt, wo sie bie Asche hin- Fillmann, 3 Monate alt, Schützenstrahe 10. Sieg­schütten wenn es niemand sieht dort überall bert Jacob, Kaufmann, 22 Jahre alt, Dahnhof-

wächst ja wuchert bie Wegewarte. Am liebsten straße 54. 4. August: Richarb Rudolf Emanuel

freilich steht sie am harten Feldweg, so dicht am Alexander Compter, Cisenbahn-Obersekretar l 2t.,

Rande, daß man mit dem Oltantel sie streift, wenn 65 Jahre alt, Alicestraße 22. 5. August: Chri-

man achtlos dahinschlenbert. ftiane Schneider, geb. Depler, OBitlDe, 72 Jahve

Auf wen wartet sie nur? Sie ist wirklich eine alt, Landgvafenstraße 4. 8. August: Klara 2)oll« Frage des Spätsommers, die lauteste Frage des mer, ohne Beruf, 67 Jahre alt, Sicher Straße 74. kahlen Feldes, wenn die Stare sammeln. Weh- 9. August: Christian Rain, Oberschaffner, 52 mutig geht ein Hauch über sie hin, trotzdem sie I Jahre alt, Frankfurter Straße 142. 10. August»

Paris, 24. Aug. (WTB.) Im Verlauf ber gegen bie aufstänbifchen Drusen burchgeführten Ope­rationen hat sich bas Flugzeuygeschwaber besonbers ausgezeichnet, indem es aus ziemlich geringer Hohe zahlreiche B o m b a r b e m e n t s unternommen habe unb täglich bie Zitabelle von Sueiba verproviantierte. Bei einem Erkundungs- flug ist ber Oberst B e r b e i l l o, ber bas Flugzeug- qejchwaber kommandiere, von den Ausständlschen a b g e s ch o s s e n worden. Sein Apparat habe Feuer gesanaen, jedoch hat er noch rechtzeitig die -------- ... - ,

französischen Linien erreichen können. Das Kriegs- Derhältnisse in diesen Ländern wesentlich ge- minifterium teilt ferner mit, daß in Dschebel bessert haben. Erst kürzlich stattete er dem 7)ru e die Lage weiter ruhig bleibe. Die Besatzung Reichspräsidenten v. Hindenburg von Sueiba werbe noch immer von ben Dru-inen Besuch ab unb führte eingehenbe Der­len belagert, jedoch regelmäßig durch Flu^ Handlungen mit dem deutschen Auswärtigen leuae verproviantiert. In der Gegend südwestlich ^lmt über die schon jahrelang schwebenden oon Alexandrette, im Dschebel Mussa, sei die E n t s ch ä d i g u n g s f r a g e n. Wohl kaum hat feindliche Bewegung vor etwa 14 Tagen so heftig ^in 38jähriger OKann in so kurzer Zeit sich eine gewesen, daß die Entsendung von Truppen not- angesehene Stellung in seinem Vaterlande ge° wendig gewesen sei. Nördlich von Aleppo sei es schaffen unb auch international solche großen in >2hai unb in Niaba zu Zwischenfällen gekommen. Erfolge erzielt, wie Meierowiz. Lettlanb hat Nörblich von Homs seien Banden von Ealmyra I M^n Grund, seinen auf so tragische Wvi^ her bis nach Hama unb Restcm vorgedrungen. Das umgekommenen Außenminister zu betrauern, seien allerdings nur einzelne, an sich nicht bedenk- -------

berun91 Die8tocholmer!ürchenkonferenz

_ - Stockholm, 25. Aug. (TU.) Der zweite große

Dre Macyte uno ^oina. I Proarammpunkt des Weltkonzils, das Verhältnis I

. tut* der Kirche zu den sozialen und sittlichen Problemen,

(Kitte neue Note. Kauton auch Tut wurde mit der Behandlung der

Amerikaner gesperrt. Alkoholfrage

London, 25. Aug. (TU.) Wie von unterrich- gnge gefüljrt. Dieses Thema wurde entsprechend teter Seile verlautet, bereiten die an China mter- ^er Bedeutung, die ihm innerhalb des Programms tifierten Mächte eine neue Note vor, die in ber zugemessen wird, besonders eingehend besprochen, nächsten Zeit durch das Diplomatische Korps der gn hex Diskussion kamen die Redner fast aller Na- Pekmger Zentralregierung überreicht werden soll. tjonen 3U 2ßOrt. Die Vertreter Schwedens und der Die Note wird eine eindringliche Tarnung an Vereinigten Staaten gaben eine Beurteilung der in die Zentralregierung, die Antwort auf die Em- j^ren Ländern zur Bekämpfung der Alkoholnot Ver­ladung Chinas für die Exterritorial i t a t s- Achten Probleme und die durch diese bisher er« konferenz unb auf bie Forberungen Chinas Erfolge. Am bekanntesten ist gegenwärtig

wegen ber Vorgänge in Schanghai enthal- ba5 in ben Bereinigten Staaten gültige ten. Englanb wirb bie Gelegenheit benutzen uno |ogenannte Prohibitionssystem, welches bie gleichzeitig Protest gegen bas Verbot des Berührens Produktion, ben Verkauf, ben Transport unb ben chinesischer territorialer Gewässer für britische Schisse un& gmpOrt ausreizenber Getränke zum Zwecke einlegen. Obgleich Großbritannien burch dwses Ber- ^c5 Trinkens untersagt. Daneben steht bas mit

bot schon jetzt schwer betroffen worben ist, hat Die größter Sorgfalt ausgearbeitete K o n t r o 11»

Regierung beschlossen, erst dann Schritte zu er- j9ftcm in Schweden, das den Zweck hat,

greifen, wenn ihnen durch gle i d) 8e 111 g e s ben Alkoholhandel so zu leiten, daß daraus ein mög-

Vorgehen der übrigen Machte große- geringer Schaden entsteht. Trotz der eingefjen- rer Nachdruck verliehen werden kann. <>n ben Erfahrungen, die über die einzelnen Systeme diplomatischen Streifen wird der abwartenden und uorliegen, glaubt die Konferenz dennoch nicht ge- vorsichtigen Haltung der Regierung veigestimmr, Anhaltspunkte zu haben, um die Empfeh-

da man allgemein der Ansicht ist, daß seder unvor- Iun eine5 Systems als das alleinige Heilmittel für sichtige Schritt, der nicht mit allen Mitteln nach- Alkoholfrage zu rechtfertigen. Die Kirche könne drücklich unterstützt werden kann, das ohnehin er- ... jebof{) mit ^cr Fortdauer der gegenwärtigen schülterte Ansehen Großbritanniens m China oou- Schäden nicht zufrieden geben, ohne ernstliche An- ends vernichten werde. strengungen zur Herbeiführung besserer Zustände zu

Trotz der freundlichen Haltung, die die amerika. rnachen. Die Kirche müsse ihren Mitgliedern immer nische Regierung und insbesondere Senator -ö o roieöcr j,ic Notwendigkeit eines guten Vorbildes r a I) gegenüber dem chinesischen Problem angenom- ^prägen.

men haben, hat die Kantoner Bezirksregierung auch s>er deutsche Vertreter, Prof. ® o nf er­bte Durchfahrt amerikanischer Schiffe und den Berlin, der über die Werbewoche für das Ge- Durchtransport amerikanischer Waren, insosem pe weindebestimungsrecht zur Schanttonzessionsfrage nicht auf chinesischen oder russischen SchMen ver- mit Tausenden von Versammlungen berichtete, laden sind, durch ben Kantoner Hasen g e | p e r r i. fter[te der Grundsatz und die Wirkung

Der Zweck ber Maßnahme ist d en glei chzeitt- beg amerikanischen Alkoholverbotes von der Kon­gen Mittransport englischer a re n kerenz nicht einheitlich beurteilt werde, dah jedoch zu verhindern. die starke sittliche Energie allgemein

-------- anerkannt werde. Die Alkoholgegner in Eu-

Allgemeiner Kinderwohisahrts-

Kongreh in Genf. bestärkt werden.

(n,n f ?4 Aua (TU.) Der erste allgemeine Dann wurde die Behandlung des wichtigen Kinderwohlfahrtskongreb wurde am Montag durch Programmpunktes

den schweizerischen Bundesrat H ä b e r l i n eröffnet.Die Kirche unb bie Beziehungen ber Volker Zum Vorsitzenden wurde der Genfer sozialdemo- zueinander"

kratische Staatsrat Oltramare gewählt. Zn der eegonnen. Reichskanzler Dr. Luther hatte im Bormittagssitzung hielt der Vorsitzende der drei Ab- Rahmen dieses Punktes ursprünglich über das teilunaen des Kongresses kurze Ansprachen. Prof. Thema®er nationale und übernationale Cha- Pirguet (Wien) sprach in deutscher Sprache über rakter der Kirche" sprechen wollen. Da er aber dieHygiene und Medizin", der französische^ Pro- bekanntlich an seinem Erscheinen verhindert war, fessor Scelle überSoziale Wohlfahrtspflege" und er seine Rede, die sich mit dem Programm» die Herzogin von Aberdeen überErziehung und punktRevision und Wirtschaft" befaßt, gestern Propaganda". Die Teilnahme am Kongreß ist sehr nachmittag im Plenum verlesen. Die hier schon rege. Ueber 800 Delegierte aus 58 verschiedenen ^rj toiebergegebenen Ausführungen Dr. Luthers Staaten sind eingetroffen. Besonders stark sind die wurden mehrfach von starkem Beifall unter- Abordnungen aus Deutschland und den skandina- brochen.

vischen Ländern. Die deutsche Reichsregierung wird Lieber das ThemaDas Wirken der chnst» durch Frau Ministerialrat Dr. Bäumer und Geh. sichen Kirche im internationalen Leben" sprach Regierungsrat Guerich vertreten. Heu^e wurde fr>r Bischof von Lichfield (England). Er hier außerdem die internationale Ausstellung wandte sich zunächst gegen diejenigen, welche für Säuglingyfürforge eröffnet, die ein per Kirche das Recht, zu den internationalen lehr anschauliches Bild von der Entwicklung der politischen Problemen Stellung zu nehmen, ab- Säuglingsfürsorge in den wichtigsten europäischen sprechen. Politisch^ Probleme könnten Ländern gibt. nicht auf der Basis der Selbstsucht und des

-------- Willens zur Macht, sondern nur nach dem christlichen Prinzip der Gerechtig- JJCeietOWld' keit gelöst werden. Der Völkerbund sei das

Der letliche Auhemnmister M-ier°wi» ift, Probat der besten E-n!ch°ftfichen stn°ts^nst wie schon gemeldet, am Sonntag bei einem Auto- unserer Zeit, aber .^nnoch wurden sei ne 2 a-

vnfall ums Leben gekommen. Die Rachricht hat ten leinen De stan d haben,, wenn nicht in

in Riga die größte Trauer hervorgerufen. Die Abendblätter heben die großen Verdienste des Toten um sein Land hervor und beklagen auf­richtig den Verlust dieses allgemein geachteten und geehrten Staatsmannes. Die ganze Stadt hat sofort halbmast geflaggt, und das Ministe­rium hat Staatstrauer angeordnet.

Meierowiz wurde 1887 als Sohn eines jüdi­schen Landarztes in Hasenpoth in Kurland ge­boren. Er studierte in Riga, widmete sich dann dem Dankfach und wurde 1918 Mitglied des liv­ländischen Landtages in Riga und später Prvpa- gandagesandter in Paris. Ra/ch dem Sturz des Kabinetts Tllman i s, in dem er seit dem Sommer 1919 Außenminister war, wurde er im Juni 1921 Ministerpräsident. Ende 1923 trat er von diesem Posten zurück und war kurze Zeit lett- ländischer Ges andter in Paris. Seit 1924 war er wieder Auß enminister. Seine Politik war keineswegs deutschfreundlich, und erst in letzter Zeit suchte er auch zu einem Ausgleich mit Deutschland zu kommen. Er war französisch orientiert und suchte ständig eine Anleh­nung an Polen. Zweifellos hat er sich große Verdienste um den jungen lettländischen Staat