Q5o tf en—<9 t e ff cn—Sr a n f f u r t a M unter Strom setzen. Es erscheint au< diesem Qlnlaf) wichtig, daraus hinzuweisen, daß daS Berühren der Drähte, auch der herab- gefallenen, mit Lebensgefahr verbunden ist. Auch das Erklettern der Masten kann den sofortigen Tod zur Folge haben.
•• D i e Ziehung der Wertlotterie deS VolkshallenvereinS ® iefjen findet endgültig am 15. Oktober statt. Gs ist jedermann Gelegenheit geboten, durch Erwerb eines Loses an dem weiteren Ausbau unserer Volk-Halle mitzuhelsen. Auch auf die günstigen Gewinn- möglichkailen sei besonder- bingewiefen.
" Zu dem ®ronfeuer bei der Firma Buderus in Wetzlar ist noch au berichten, bafr der Brand das Rohmühlengebäude der Zementfabrik vernichtete. Die übrigen Betriebe des Zementwerke- sind nicht gestört. Die Ursache des Brandes ist noch nicht aufgeklärt. man nimmt aber an, bafi sie wahrscheinlich in der Derarbei- fung der heißen Schlacke zu suchen sein wird, lieber die Schadenshöhe ist noch nichts genaues bekannt.
•• D i e Bewilligung des Armcnrech. t c s in Preußen. Aus Anlaß von Klagen bar- IIher, daß die in § 118 *2(bf. 2 ZPO. vorgesehenen Armutszeugnisse nicht selten ohne ausrei- cnenbe Prüfung erteilt würden, hat der preußische Minister jur Volkswohlfahrt im Einverständnis mit dem Innenminister und dem.Justizminister durch Erlaß oom 25.7. d.I. den' für die Erteilung dieser Ze'.igniiie zuftänbiaen Behörden nochmals die größte Sorgfalt in der Prüfung der Einkommen-, Ver- mögens und Familienverhältnisse der Antragsteller ,xur Pslichl gemacht. Wie die „Amtliche Preußische Pressestelle" mitteilt, ersucht nunmehr der Justiz- Minister in einer allgemeinen Verfügung (1.1702) die Justizbehörden bei der Behandlung der Armen- rechtsgesuche der Frage, ob die Bedürftigkeit de» Antragstellers ausreichend dargelegt ist, besondere Sorgfalt zuzuwenden. Insbesondere ist von den Beamten, welche Armenrechtsgesuche zu Protokoll aufnchmen, bei dieser Gelegenheit aufmerksam zu prüfen, ob die vorgelegten Zeugnisse ein deutliches und vollständiges Bild der für die Prüfung des Unvermögens in Betracht kommenden Derhältiiisse ergeben und erforderlichenfalls durch Befragung der Antragsteller auf die Beseitigung von Unklarheiten oder auf die Ergänzung unvoll- ftänbifler Angaben hinzuwirken.
•• Keine Abac-Klubflaggen im besetzten Gebiet. Zur Frage der Älub- abzeichen des Allgemeinen Deutschen Automobilklub- lA. D. A. E.) hat blc Rheinlandkommission nach einer neuerdings bekannt gewordenen Ent- scheibung zwar die Genehmigung zum Führen b c r Klubflaggc nicht erteilt, „da ber Verkehr in den besetzten Gebieten von Automobilen! mit einer derartigen Flagge geeignet ist, Zwischenfälle hervorzuruscn", feboch die Anbringung der emaillierten Schilber gestattet, da .dieselben infolge der Art und Weise ihrer? Anbringung an die Automobile und ihres verhältnismäßig geringen Almfang« kein Beflaggen im Sinne der Verordnung Ar. 30 bilden und daher kein Grund zu deren Verbot vorliegt".
*• Aufwertung von Kommunalanleihen in Polen. Der Deutsche Dftbunb in Berlin teilt mit: Die Stadtanleihen von Posen, Gitesen, Bromberg, Thom, Graudenz und Katto- witz, sowie von Lodz, Lemberg, Krakau und Wilna, wie auch die Obligationen, die durch den Landes- kominunalverband der Provinz Posen herausgegeben worden sind (Posener Provinzialanleihen), müssen bis spätestens zum 1. Oktober 1925 ange» meldet (ein. Befanden sich Stücke am 29, Juli 1925 in Polen, so hat der Besitzer sie unter Angabe des Tages, der Ausgabe der Serie, der Nummer und des Nennbetrages bei dem Selbstverwaltungskörper (Stabt- ober Provinzialverwaltung), der diese Wertpapiere ausgegeben hat, anzumelden. Befan- den sie sich am genannten Tage außerhalb Polens, so kann die Anmeldung durch Vermittlung der polnischen Konsulate erfolgen. Bei Nichtanmeldung verliert der Inhaber das Recht auf Aufwertung. Näheres über die oben erwähnten Anleihepapiere und die Posener Landwirtschaftsbriefe ist durch den Deutschen Ostbund, Berlin W. 9, Potsdamer Str. 14, zu erfahren.
spd ..Wolle mer wieder?" Sin reizendes Gcschichtchen. bas sich zwischen einem Landjäger und einem Landstreicher abspielte, wird aus der Vachbarschast von Frankfurt a. M berichtet: Ein „Monarch der Straße" wirb von einem sehr beleibten Gcnbarmeriewachtmeister verfolgt, weil er gebettelt haben sollte. Der Bettler gibt Fersengeld, ber dicke Wachtmeister hinterher. So geht die 3agb ein Stück Wgs, bis sich ber Verfolger. ermüdet und sich ben Schweiß obtrocknend, am Grabenvand niedersetzt Hundert Meter weiter sitzt ber Bettler und wischt sich auch ben Schweiß ab. Vach einiger Zeit beginnt die Verfolgung wieder. Das gleiche Ergebnis. Beide sitzen in respektvoller Entfernung im Straßengraben, und das Bilb wieberholt sich noch einige Male. Da. als bie Vast etwas länger al- seither bauert, ruft ber Bettler: ,Vu, Herr Wachtmeeschter, wolle mer toicbcr . . .?*'
•• Männerturnverein Gießen. Sn der am SamStag stattgehabten und sehr stark besuchten Herbst-Mitgliederversammlung warf ber I Sprecher zunächst einen Vückblick auf das 32. Mittelrheinisch.' Kreisturnfest. Heber das finanzielles Ergebnis konnte etwa« Endgültiges nicht mitgeteilt werden Der Dere-inslpielplah am Schreiberweg soll in ÄürAc spielfähig hergestellt werden. Zu diesem Zwecke wurde beschlossen, eine einmalige Umlage von den Mit- allcbcm zu erbeben DaS 40jährige Stiftungstest des Vereins findet im Vovember in der Turnhalle (Steinstraße) statt Hierbei wird eine Anzahl älterer, verdienter Mitglieder besonder- geehrt werben. Die Weihnachtsfeier (Liebigs- "be) wurde auf den 26. Dezember, eine weitere '-ranstaltung (ebenfalls Liebigshöhe) auf den R Februar 1926 festgesetzt. Zum neuen Dereins- h-'im wählte man das Gasthaus zum KarlSbof tH Faul'lich), Bahnhofstr. Die Eröffnung des neuen Heimes erfolgt durch einen Herrenabend am 3 Oktober Ein weiterer Herrenabend wird zu ber Feier des 40 Stiftungsfestes am 7. Vov. abgehalten. Bei dem weiteren Punkte der Tagesordnung. Vorstands- und TurnratSwahl. wurde beschlossen, den seitherigen Vorstand. Gg Kling. C. Lang und Gg. Dreher, bis zur nächsten Frühjahrsmitgliederversammlung in seinen Aemtern zu belassen, dagegen den Turnrat neu zu wühlen bzw. zu erweitern. Oberturnwart wurde V. Paul, Zeugwart V. LeiSler, 2 Sprecher R. Bauten berg. 2. Schriftführer H De chert, Turnwort L. Hebstreit. Su- gendturnwart W. Gerhard. Schülerturnwart H Brasch. Turnwarl für das volkstümliche Turnen W. Mohr, Gegenrechner P. V i i s e r t.
Fechttoart 9 Bürck, Spieswart A Vl a Wi tz - f y , Schwimm wart Gg Mayer. Wände rw an O. G u t j a h r, Beisitzer K. H u h k e , Gg. Hofmann, K. Deeg und W. Größer Erst gegen Mitternacht konnte der 1 Sprecher bie sehr anregend und harmonisch verlaufene Derfamm- lung mit einem .Gut Heil" auf den M. T. D. schließen.
•• Austrieb auf dem Frankfurter Schlachtviehmarkt: 19 Ochsen. 4 Bullen, 10 Kühe. 824 Kälber 687 Schafe 582 Schweine.
tanotrcie vttctzcn.
!*! Klein-Linden. 22. Sept. Die O b ft • Versteigerung brachte der Gemeinde trotz der die-Iährigen geringen Ernte eine Einnahme von rund 1000 Mk. Die Preise bei der gestrigen Versteigerung waren verhältnismäßig hoch Der Zentner kam am Baum je nach ber Sone auf 10 bis 15 Mk. Wesentlich niedriger kamen die Pceife bet der heutigen Obftt>crSteigerung an der Krei-straße Klein-Linden Dutenhofen. Je nach ber Sorte kam ber Zentner 6 bis 10 Mk. Das Obst würbe nur gegen Barzahlung abgegeben
— — Watzenborn-Steinberg. 23. September. Wieber wurde eine Kirchweih gefeiert, bie mit schönem Wetter sehr wenig zu tun hatte. Vielleicht lag eS baran, baß die Stadt Gießen gleichzeitig ein Fest feierte. Vur aus ein nasses und ein trockenes Auge hatte sich das Wetter eingerichtet. Trotzdem scheint man allerseits auf seine Kosten gekommen zu sein. Sowohl bie Feiernben als auch die Wirte sah man fröhlich. Vun wirb wohl jeher fein Schmunzeln verbergen, benn ber Alltag kommt griesgrämig daher. Der Landwirt hat große Sorgen, benn noch manches Grummet sitzt draußen, da- aus- gebreitete wirb wohl verloren (ein. Auch für die Kartoffelernte bürste enblich trockene Witterung eintreten. Die Obsternte entsprach nicht den Erwartungen. Teilweise waren sogar bie Erträge schlecht.
!—! Stangenrod, 23. Sept. Die Feld- bereinig ung ist in hiesiger Gemarkung im Gange. Zahlreiche langausgebehnte Gröben müssen zur Entwässerung nasser OelänbcfteUen angelegt werden. Die Gemarkungsgrenzen sind bereits reguliert, die Wunschzettel werden demnüchst verteilt. Jedenfalls läßt alles darauf schließen, daß bis zum Herbst 1926 die Zuteilung erfolgen kann. Der größte Teil der St oft en wird durch Verkauf von j)ol) aus dem Kemeindewald und nur zum kleinen Teil durch Anleihe gedeckt. Die Drainier ung unserer Felder, die bis jetzt nur zum Test ausgeführt ist, soll ebenfalls so gefördert werden, daß sie bis zum Herbste 1926 beendet ist. Die Ehaussierung einer Teilstrecke des Weges zwischen Stangenrod und Beltershain wird im Laufe des Winters ausgeführt. — Die Gemeinde Hal beschlossen, im nächsten Jahr ein Familienhaus mit vier Wohnungen zu erbauen.
f Reinharbshain, 23. Sept. Die Gemeinde beabsichtigt, in einem Teil unserer Dor fst raßen das Pflaster neu Herstellen zu lassen. Entsprechende Aufforderungen sind bereits an Interessenten ergangen.
)—( Vil 1 ingen, 23. Sept Zwecks Gründung einer Ortsgruppe bes Stahlhelm (Bund beutscher Frontsoldaten) fand am Samstagabend im Saale des Gastwirts Strack dahier eine Versammlung statt, die stark besucht war. Auch die Ortsgruppe Vuppertsburg und Vertreter der Ortsgruppe Laubach hatten sich eingefunden. Der Kreissübrer, Dr. Philippi aus Laubach, hielt eine Rede, in der er Zweck und Ziele deS „Stahlhelm" klarlegte. Trotz verschie- dentlicher Störungsversuche, hauptsächlich durch Jugendliche, konnte eine Ortsgruppe gegründet werden, der sofort 16 Mitglieder beitraten. Gruppenführer wurde Otto Klaus. Die Gruppe wächst beständig. Heute zählt sie bereits über 20 Mitglieder.
Kreis Friedberg.
sf. Friedberg, 23. Sept. Die landwirtschaftliche Kreisschau, die am Montag um 12 Ahr geschlossen wurde, hat einen in jeder Art alle Erwartungen übertreffenden Verlauf genommen. Wenn man schon am Sonntag einen starken Besuch verzeichnen konnte, so Übertraf die Frequenz des Montags die des Vortages noch weiter. Am Vachmittage wurde nochmals das prämiierte Vieh vorgeführt, im Saale von Groß-Friedberg wurden von der Badischen Anilin- und Sodafabrik und der Hess. Grünlandgesellschast wissenschaftliche Filme über Düngungserfolge und das Wachsen der Ruh-" pflanzen vorgeführt. — Ein an demselben Tags stattfindender Blumentag zum Vesten der Kriegerehrung ergab den Betrag von 261 Mk., so daß der Denkmalsfonds nunmehr auf 5071 Ml. angewachsen ist. — Der Beschluß der letzten Stadtverordnetensihung, die Arbeiten für ein städtisches Beamtenwohnhaus nochmals auszu- schreiben und nicht bet Firma Th. Mörschel zu übertragen, wie es nach dem Gutachten bes Oberbaurats Haag das Richtige gewese, wäre, hat den Inhaber dieser Firma veranlaßt, lein Stabtverordnetenmandat niederzuleg e n. Dieser Entschluß wird allgemein bedauert, da der Betressende der einzige Sachverständige der ganzen Versammlung in Tarif- und Bausachen war und sein Amt stets mit der größten Anparteilichkeit und Aneigennützigkeit ausübte. Man ist deshalb vielfach der Ansicht, einen bezahlten technischen Beigeordneten anzustellen, um (o mehr, als das Stadtbauamt schon lange mit Arbeit überlastet ist: vorerst soll der Leiter der hiesigen Gewerbeschule, Rektor Reu- bauer, den Vorsitz des Dauausschuftes übernehmen.
Bad-Nauheim, 23. Sept. Unsere Bade- ftabt, bie in biefem Jahre so oft Gelegenheit hatte, neben größeren Kongressen wissenschaftlicher Art auch zahlreiche Tagungen hessischer Verbänbe gastlich auhunebmen, rüstet sich zu festlichem Empfang ber 800 „freiwilligen Sanitäter", bie zu dem am nächsten Samstag und Sonntag statt- finbenben 7. Hessischen Kolonnentag bes Verbandes ber hessischen freiwilligen Sanitätskolon- nen vom Roten Kreuz hier eintreffen. Wir haben auf bie Bebeutung bes Tages vor kurzem schon ganz allgemein hingewiesen. Heute soll noch in Kürze einiges über bie geplanten Veranstaltungen gejagt werden. Für den Samstag ist ein Begrü- ungsabenb vorgesehen, besten Unterhaltungsprogramm von hiesigen Vereinen bestritten wirb Der Sonntag beginnt mit einer Gebächtnisfeier auf bem Friebhoi. Es schließen sich, bie Verhanblungen an, die bis zum Mittag währen werben. In ihrem Mittelpunkt stehen zwei aufflärenbe Vorträge. Der hiesige Arzt Dr. Haederlin wird über ..Einiges über Alkoholfragen" sprechen, während Privatdozenl Dr. R o t b m a n n ■ Gießen dos Thema „Die so-
Kreis Schotten.
x!x Schotten. 23. Sept. Heute wurde vor !dein Kreisausfchuß des Kreises Schotten die zweite Bürger m ei st erwähl von Her- ch e n h a i n verhandelt. Die unterlegene Partei hatte gegen den Ausgang der Wahl reklamiert. Vach Vernehmung von ca. 20 Zeugen zog sich der Kreisausschuß zurück und fällte daS Arteil. daß die Reklamation zurückgewiesen wird.
„?“ Ober-Schmitten, 23. Sept. Seitdem der hiesige Verein für BewegungS- 1 piele einen Sportplatz in unmittelbaren Rahe des Dorfes hat, ist es ihm gelungen, seine Leistungen im Fußballspiel gut in die Höhe zu schrauben, so daß er jetzt zu den spielstärksten Vereinen unseres Bezirkes zählt. 3m Verbandsspiel am vergangenen Sonntag gegen Sportklub 1919 Schotten gewann er mit 8:1.
XlX Laubach, 23. Sept. Am Samstag, 26. und Sonntag, 27. d Mts., findet im Saale des Solmser Hofes in Laubach eine Obst - und Gemüseschau für die Gemeinden L a ubach und Wetterfeld statt. Wie man hört, soll eine reiche Beschickung stattfinden. ganz besonders in Aepfeln. Es ist auch die Einrichtung getroffen, daß die AussteUer auf den Zetteln bei den Obsttellern vermerken, welche Mengen sie davon verkaufen können.
<> Feldkrücken, 23. Sept. Das Reichs- poftminifterium hat die Einführung ber Autopost Feldkrücken — Mücke genehmigt. Die Strecke wird eröffnet, sobald der Kraftwagen geliefert ist. Feldkrücken erbaut eine Autohalle.
HreiS Wetzlar.
d. Wetzlar, 22. Sept. Der KreiSt ag hat beschlossen, daß zur Bestreitung der nicht durch Reichssteuer-Aeberweisungen und die sonstigen Einnahmen gedeckten Ausgaben des Kreises sowie der Provinzialumlagen und der Kosten für Geisteskranke usw. im Rechnungsjahre 1925 eine Kreisabgabe in Höhe von 25 Proz. der den Gemeinden deS Kreises zufliehenden Aeberweisun- aen aus der Reichscinkommen- und Körper- schaftsstcuer und 52 Proz der Realsteuern erhoben werden soll. — Der Regierungspräsident in Koblenz macht die Gewerbetreibenden, die im künftigen Jahre ein Gewerbe im Amher- ziehen auShben wollen, daraus ausmerksam, den Antrag aus Ausstellung eines neuen Wandergewerbescheines möglichst schon im Oktober zu stellen, weil bei der Menge der Anträge und wegen Der erforderlich werdenden Ermittelungen die Anfertigung längere Zeit in Anspruch nehme und sonst die Aushändigung der Scheine zu Beginn deS neuen Jahres nicht gewährleistet werden könne. Da sich unter den Lesern des „Gießener Anzeiger" auch viele im Kreise Wetzlar wohnende Wandergewerbelrei- bende befinden, glauben wir auf die Bekanntmachung des Regierungspräsidenten im 3nteresse dieser Leser ebenfalls Hinweisen zu sollen.
b. W e tz I a r, 23. Sept. Der Kreisausfchuß hat bie Zahl ber im Kreise Wetzlar zu wahlenben Sreistagsabgeorbneten auf 26 festgesetzt. Zum Wahl- kommissar für bie Kreistagswahl ist Lanbrot Dr. Sartorius unb zu besten Stellvertreter Regierungsassessor Raguse zu Wetzlar ernannt.
bl. Greifenstein. 22. Sept. 3n unserem wunderbar gelegenen Bergdörfchen herrschte am Sonntag ein äußerst buntbewegtes Leben. Der Lahn -Dillbund des Deutschen Rad- fabrerbunbes hatte nach hier seine Bundes fahrt unternommen. Am die Mittagszeit
zialhygienische Bedeutung ber Geschlechtskrankheiten" behandeln wird. Der Nachmittag des Sonn tags wird bann eine größere öffentliche Hebung ber hiesigen Kolonne am Grand-Hotel unb in ben Trinkkuranlagen bringen. Die fiel) anschliehenbc Jufftellung ber Kolonnen und ber Vorbeimarsch ber '00 Sanitäter in Uniform bürste sich zu einem Höhepunkt ber Tagung gestalten. Eine kurze Besprechung über bie Einbrücke unb Ergebnisse brr Tagung wird darauf den offiziellen Teil ber Tages oronung beschließen. Für den Sonntagabenb ist noch ein zwangloses Zujammen sein mit Damen auf ber fiurhausterrafle vorgesehen. Den Teilnehmern unb ihren Angehörigen sink» van brr Kurverwaltung Ausenthastsvergünstigungen gewährt, u. a. freier Zutritt zu den Konzerten der Kurkapelle, sowie Führungen durch bie Babebeiriede. — Die Versteigerungen des staatlichen und städtischen O b st e s brachten Hunderte von Kauflustigen aller Bevölkerungskreije auf die Beine. Trotz der überaus reichen Obsternte in unserer Gemarkung kam ber Preis bes Obstes recht hoch. Durchschnittlich stellte sich ein Zentner Aepfel am Baume auf etwa R bis 10 Mark. Für einzelne stark behangene Bäume mürben bis zu 80 Mark bezahlt.
Kreis Büdingen.
Vidda, 22. Sept. Das neue gefällige Gewand des Kurhaufe- in Bad Salzhausen, das. trotz kühner Farben- symphonie (orange und tiefgrün) überaus vornehm und ruhig wirkt, scheint auch für die Umgebung vorbildlich zu werden. Eine Anzahl von hiesigen Häusern ist bereits dazu übergegangen. die gleichen Farben anzulegen. Sie beleben das Straßenbild und gewähren dem Auge einen ungemein freundlichen Anblick. Eine Verallgemeinerung dieser Farbenzusammenstel- lung darf aber nicht eintreten, namentlich nicht da. wo es sich um zusammenhängende Häuser- sronten handelt, die nicht durch das Grün von Bäumen oder Gärten unterbrochen werden. Das Einerlei der Farben ermüdet, und wären sie, oasenartig angewandt, noch so wirksam. — Die Aepfel werden in diesem Jahre früher abgeerntet, als eS sonst gebräuchlich ist. Sie fallen sehr stark und zwingen dadurch den Obst- züchter zum raschen Abernten. Schüttelobst ist begehrt. Man zahlt 10 Mark und auch höhere Preise für das Malter.
„?" Nidda, 23. Sept. In diesen Tagen findet die V e r ft e i g e r u n g des Obstes an den Kreis ft raßenpflanzungen unseres Bezirks statt. Die Apfelbäume sind, wie überall, gut behangen, während Birnbäume nur spärlichen Ertrag liefern. Man schätzt den gesamten Dbftertrag dieses Bezirks auf etwa 1500 Zentner, so daß dem Kreis aus dem Verkauf eine schöne Einnahme ,ju- fließt. — Die alte Turnhalle auf der sog. Gänswiese, die die Anforderungen unserer neuen Zeit nicht mehr erfüllen konnte, ist jetzt n i e berge l e g t worden unb soll burch einen zeitgemäßen Neubau ersetzt werben, der auf etwa 60 000 Mark zu stehen kommt. Man hofft, durch Zuschüsse von Staat und Stadt, freiwillige Spenden und Ausgabe von Anteilscheinen die Bausumme aufbringen zu können. Die neue Turnhalle, die gleichzeitig einen modernen Bühneneinbau erhält, soll nach Fertigstellung auch den übrigen Vereinen der Stabt zu ihren Veranstaltungen zur Verfügung stehen.
kamen aus ollen ®auen etwa 20 0 Lavier unb Radlerinnen, die. nachdem sie sich gesammeit batten, der altehrwürdigen Ruine einen Besuch abstatteten. Vach eingehender Besichtigung von Schloßkirche. Ruinen. Gewölbe usw. saß man tm Doi fe in verschiedenen Lokalen noch längere Zeit gemütlich beieinander. Verschiedene Ortsgruppen blieben bis zum Spätnachmittag noch hier. Entweder gingS durch daS Dilltal in die Heimat, ober man fuhrt über Waldhof .Elgershausen" resp. die .Dianaburg" zurück.
d. Dornholzhausen, 21. Sept. Der hiesige Turnverein hielt am Samstag in der Turnhalle sein diesjähriges VereinSsest. verbunden mit einer geschlossenen Tanzbelustigung und einer Versosung, ab.
Starkenburg un. Rheinhessen.
0 Kelsterbach, 23. Sept. Auf bem Gelände des früheren Mttnitionsdepots in Kelsterbach stehen eine Reihe von Gebäulichkeiten, die in den Jahren 1917 und 1918 auf f iskali schem Grund und Boden errichtet wurden, die nunmehr von ber französischen Besatzung freigegeben sink» unb zum Verkaufe kommen sollen. Wie wir hören, befinbet sich unter unteren Bewerbern auch der (Earitasoerbanb ber Diözese Mainz, der sich mit dem Gedanken trägt, die Gebäulich. feiten für soziale Zwecke, insbesondere für ein Kinderheim unb ein Heim für gefallene Mäbchen nutzbar zu machen.
• Darmstadt. 23 Sept. Auf dem frier abgehaltenen ersten Bundestag des Bunde- ehemaliger Leibgardisten wurde u a. die Frage der Errichtung eines Gefallenendenkmals erörtert. Es besteht die Absicht, das Denkmal aus der Vordwestecke des Schloß- graben-, gegenüber dem Landes- museum, zu errichten. Das Denkmal soll in einem mächtigen Granitblock und einem sterbenden Löwen bestehen. Für die Ausführung soll ein Preisausschreiben an die hessischen Künstler ergehen. Außerdem sollen, in Gemeinschaft mit anderen Regiments vereinen, Gedenktafeln für die Gefallenen im Schloßhof angebracht werden. Zum Ort der nächsten Tagung des Bundes wurde Friedberg bestimmt Zwischen der Heff. Eifenbahnaktienge- fellfchaft (Heag), einem gemischtwirtschaftlichen Betrieb, an dem die Stadt Darmstadt beteiligt ist, und dem Vorort A r h e i I g c n ist jetzt nach langwierigen Verhandlungen ein Abkommen über die Weitersühru ng der elektrischen Straßenbahn biS in den Ort hinein zustande gekommen — In Sugenheim fand eine von vielen Bewohnern der unteren Bergstraße besuchte Versammlung statt, die sich nrit dem Blan der Erbauung einerelektrischenDahn von Gberstadt über Malchen nach Seeheim und 3ugcnfreim. beschäftigte Die Versammlung leitete Bürge, - meister Burkhardt - Jugenheim Anwesend war u. a. KreiSdirektor Dr.. Reinhardt- BenSheim. Direktor Bohnenberger von der Heag legte der Versammlung die Pläne über die beabsichtigte Linienführung vor. Die Dahn soll zunächst biS AlSbach gehen: die Kosten betragen etwa 820 000 Mark. Die Heag verlangt von den Gemeinden kostenlose Bereitstellung des Ge- lätrdes und eine Zinsgarantie. — Vergangen^ Woche fuhr der Motorradfahrer Hans Fal- t e r von Heppenheim bei Kirschhausen in der Dunkelheit gegen ein Fuhrwerk und trug so schwere innere Verletzungen davon, daß er ihnen jetzt im Krankenhaus zu Heppenheim erlag. — 3n Jügesheim bei Offenbach sind drei mit Heu- und StrvhvorBäten gefüllte Scheunen, sowie einige Vebengebäude durch Fetzrer vollständig zerstört worden. Das Feuer brach nachts aus: man vermutet Brandstiftung
Hcssen-Rassau.
][ Marburg, 23. Sept. Mit Rücksicht auf die vom Bund Deutscher Architekten erhobenen Ein- wände dagegen, baß die Baupläne ö e.s Iubi- läumsinftituts zur Vierhunbertjahrseier ber Universität nicht zum öffentlichen Wettbewerb ausgeschrieben sind, beschloß der Arbeitsausschuß, über die ganze Angelegenheit nochmals mit dem Minister rium in Verhandlungen zu treten unb dabei auch den Gedanken eines Wettbewerbs zu erörtern.
J[ Fronhausen, 23. Sept. Arn Sonntag begingen die Eheleute Lehrer a. D. Müller in Bellnhausen, früher in Wolfshausen, das Fest der goldenen Hochzeit.
][ Wetter (Kreis Marbug), 23. Sept. In Birkenbringhausen wurde die in den 60er Jahren stehende Ehefrau Naumann von einer Kuh derart vor ben Leib gestoßen, baß sie bald darauf unter qualvollen Leiden ft a r b.
bl. Herborn, 23. Sept. 3m Oktober beginnen hier wieder Kurse in der Kleinkinder^ und Säuglingspflege. Die Lehrgänge sollen Frauen und Mädchen über Pflege und Ernährung der Kleinen gebührenden Aufschluß g^ben. Um weiten Kreisen die Teilnahme zu ermöglichen, ist der Besuch kostenlos
spd. Frankfurt a. M, 23. Sept. Bürgermeister Asch aus Höchst a M hat die auf ihn gefallene Wahl als Stadtkämmerer von Frankfurt angenommen und wird fein Amt sobald als möglich antreten. Die Bürgermeister- stelle in Höchst wird zur Veubefetzung bereits ausgeschrieben. — Der Besitzer einer Vergnü- gungs- und Animierstätte auf der Zeil, Vathan Herbst, war mit 2000 Mk. Dergnügungs- steuern veranlagt, erhob aber gegen die Höhe Widerspruch. Bei der Revision stellte es sich heraus, daß er In seinem Lokal junge Mädchen beschäftigte, die gegen Bezahlung die Gäste zu tunterhcüten und mit ihnen zu tanzen hatten. Vunmehr muh der Mann die für solche Fälle vorgesehene fünffache Strafe der Veranlagung in Höte von 2 2 000 Mk. bezahlen oder 220 Tage Gefängnis absitzen. 3n der Begründung wurde ausgeführt, daß Herbst in seinem Lokale nur die erotischen Beziehungen ausnützen wollte, und daß auch die Strafe so hoch ausfallen müsse, weil derartige Häuser ganz enorme Elnnahmen zu verbuchen hätten. — 3n den städtischen Zei» tungshäuschen wird, wie in einer Versammlung des Frankfurter Verbandes zum Schuhe der Jugend gegen die Schundliteratur festgestellt wurde, neben den Zeitungen und Zeitschriften eine Fülle sehr minderwertiger Literatur verttieben, die Kinder und Jugendliche sehr stark gefährdet. Die Versammlung beschloß, beim Magistrat die Beseitigung dieser slanda' lösen Zustände in den städtischen Zeitungshäuschen durchzusetzen. Auch in ungezählten anderen hiesigen Geschäften macht sich die Schundliteratur wieder außerordentlich bemerkbar und wird von den Geschäftsinhabern ben Jugendlichen und Kindern offen angeboten.


