Nr. M Drittes Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Donnerstag, 22. Mai 1925
Mittag- und Abendessen Fürstenberg-Bräu Gut gepflegte Weine
Universitäts-Restaurant
Plockstraße 5 Inh.: F. C. Günther Fernsprecher 198
Saal und Räume für private und gesellschaftliche Veranstaltungen
Vor und nach dem Theater
kalte und warme Platten
3842<
Marokko.
DaS gefährliche Pulverfaß, das schon 1911 einmal beinahe fast Europa in die Lust gesp cngt l^tte. scheint wieder einmal mit explosionsfähigem Stoss geladen zu sein: Abdel Krim, der Aührer der Rifkabylen, macht den Franzosen schwere Sorten Er hat ihre Vorposten überrannt und einen Dorstost in der Richtung Fes unternommen. Was dabei im Einzelnen geschehen ist. darüber breitet die franzölj'che Kvlonialrerwaltung einen Schleier, der vielleicht nicht nur aus militärischen Gründen berechtigt ist: sicher ist jedenfalls, daß jetzt auch für Frankreich die Stunde gekommen ist, wo es diese seine flröhte Kolonie zu verteidigen haben wird. Darin liegt ein Stück ausgleichende Gerechtirieil. denn die Franzosen haben mit schlecht verhaltenem Spott all die Jahre hindurch zugeseben. roo die Vpaniersich mit demselben Abdel Krim b rum- schlagen muhten, haben möglicherweise fegir dafür gesorgt, daß dem Empörer das GAd und die Gewehre nicht ausgingen. Hätte Fcankre ch da- ^ols getan, was eigentlich nur zu felbftocr- stäudlich war, dist es mit den Spaniern gemeinsame Sach? machte und die Aufständischen in die 8ange nahm, dann wäre die Sach? nie so gefährlich geworden. Aber in Paris liest man sich flar zu gerne durch die Schmeichelreden des Führers der Aufständischen besänftigen und glaubte ihm, dast cv immer ein Freund Frankreichs bleiben würde.
3 tz HU Frankr ich di' Qu tium dafür Ver- mu,riid) wird es den überlegenen technischen Vlilteln gelingen, d e Empörung niederzuschlagen, gber ganz einfach ist das nicht, weil das gebirgige Terrain für den Kleinkampf, in dem die Kabylen Meister sind, wie geschaffen ist. Es wird viele Opfer kosten, bis Abdel Krim zurückgedrängt ist, zumal weil nachher, wenn die Franzosen die Verfolgung aufnehmcn, eigentlich das schwierigste Tageswerk erst beginnt. Beginnt, weil bann die internationalen Gegensähe akut werden oder wenigstens akut werden können. Bei der Aufteilung Marokkos, die damals auf Kosten Deutschlands geschah, wurde der nördliche Zipfel den Spaniern reserviert, auf Drängen Englands. das gegenüber oder in nächster Rahe von Gibraltar nicht gerne eine so stirke Macht wie Frankreich sitzen h ben wollt'. Desh Ub wurde Tanger internationalisiert, und der übrige Teil der Aordküste den Spaniern überwiesen. Sie haben nicht viel Freude biran gehabt, haben sich finanziell und militärisch daran verblutet, mit den Kabylen fertig zu werden, bis sie vor einem halben Fahr den Entschlust faßten, ''ch ?.u । die Küste zurückzuziehen und nur die Hafenplähe zu halten. Damit aber hört theoretisch wenigstens, ihr Oberhoheitsrecht noch nicht auf. Abdel Krim wäre also imstande, sich vor verfolgenden Franzosen auf ein Gebiet zu- n^urt^en, das diplomatisch spanisch ist. ohne dast die Franzosen ihm folgen könnten, und vermochte so, sich zu einem neuen Vorstost zu erholen. Die Franzosen wollen diese Klippe umgehen und haben deshalb einen besonderen Abgesandten "ach Madrid geschickt, um rechtzeitig mit den Epa- mern zu verhandeln. Ob mit Erfolg, bleibt abzuwarten, weil die Spanier mit Recht verärgert sind. 3edenfalls verdient die Fortsetzung der Kämpfe gegen die Rifkabylen die gespannteste Aufmerksamkeit, weil von hier aus ein Konflikt Frankreichs nicht allein mit Spanien, sondern mit England oder Italien entstehen kann.
Wirtschaft.
Einlagenbestand der preußischen Sparkassen.
Zum erstenmal feit der Vorkriegszeit liegen wieder Zahlen über die Spareinlagenbewegung in Preußen vor, die einen Vergleich mit den Goldmarkziffern von 1913/14 zulassen. Bei der Gegenüberstellung muß man aber von vornherein berücksichtigen, daß der Charakter der auf Sparkonten angelegten Beträge heute teilweise ein anderer ist als vor dem Kriege. Während im Frieden aus den erübrigten regelmäßigen Einkommen Rücklagen bei den Sparkassen gemacht wurden, sind jetzt erhebliche Teile der Sparguthaben aus der Umwandlung der aus der Inflationszeit geretteten Sachwerte und Effekten entstanden: ferner liegen heute auf Sparkonten Beträge, die nach den 'Absichten des Einlegers vorläufig wenigstens nicht zur langfristigen Kapitalanlage bestimmt, sondern als stets greifbare Wirtschaftsreseroen anzusehen sind und durchschnitt, lich sechsmal mehr bewegt werden als 1913. Das Sparen im früheren Sinne wird erst mit der Besserung der Wirtschaftslage wieder allgemein werden können. Unter Berücksichtigung dieser Momente zeigt sich folgendes Bild: Ende März 192-5 betrugen die Spareinlagen bei den preußischen Sparkassen 621,7 Millionen Reichsmark, etwas geringer ist der Betrag der Girogelder, die sich auf 545.1 Millionen Reichs- mark belaufen. Seit November 1924, dem Zeitpunkt, von dem ab die amlliche Statistik einsetzt, sind die Gesamteinlagen wie folgt gestiegen:
Gesamteinlagen in Preußen.
Vovember 1924
Dezember 1924
Januar 1925
Februar 1924
März 1925 Gesamtzunahme
Spareinlagen Giroeinlagen in Taufend Mark
De- Zu- De- Zu- stand nähme stand nähme
332 225 272 926
404 102 71 877 395 709 122 783
482 302 78 203 485 610 89 901
553 947 71 645 511 380 25 770
621 722 67 775 546 134 33 754
289 497 272 208
Bei einem Vergleich mit dem Guthabenbestand Ende 1913 in Höhe von 13,11 Milliarden Mark erscheint das Ergebnis allerdings nicht erheblich, sind es doch nur 5,5 Proz. oder rund der 18. Teil der Friedenssumme, wobei allerdings berücksichtigt werden muß, daß 1913 noch das Sparkassenkapital der inzwischen abgetretenen Gebiete mitgezählt war. Der gegenwärtige Stand der Spartätigkeit entspricht ungefähr dem vom Jahre 1872; damals verteilte sich
I die cumme nur auf 930, heute dagegen auf zirka 1450 Sparkassen. Rach dem Einlagenbestand von Ende März 1925 kommen 16,03 Mk. Spareinlagen auf den Kopf der Bevölkerung gegenüber 311,38 Mk. Dur dem Kriege. Seit Beginn der Stabilisierung hat also durchschnittlich jeder 16 Mk. bei den Sparkasicn zurückgelcgk Diese Tatsache beweist wohl am eindringlichsten die Notwendigkeit einer inlensioen Sparpropaganda in allen Teilen der Bevölkerung und von allen hierzu berufenen Stellen
ODieFeststellungdesBörsenprei. s e s von Wertpapieren. Dem Reichsrat ist der Entwurf einer Verordnung über die Feststes- lung des Börsenpreises von Wertpapieren zu- gegangen. Der beigegebenen Begründung cnMehmen wir das folgendem Durch die Verordnung vom 20.7. 1923 wurden die § 4, 5, 6 und 7 der Bekanntmachung vom 21. November 1912 außer Kraft gefetzt und damit die Verrechnung von Stück zinsen auf Wertpapiere mit festen Zinsen be- seitigt. Maßgebend für die Beseitigung der Stück- Zinsenberechnung bei auf Mark lautenden Werten war, daß die in den Banken darauf verwendete Arbeit in keinem Verhältnis zu dem dadurch er* reichten Nutzen stand, und daß den Kursschwankungen gegenüber der aufgelaufene Zinsbetrag, der damals bei den am höchsten verzinslichen Anleihen nicht mehr als 9 Prozent halbjählich betrug, nur eine sehr untergeogrbnete Bedeutung halte. Von einer Wiedereinführung der Stückzinsenberechnung ist bisher abgesehen worden, da eine Zinsberechnung bei den auf Mark lautenden Wertpapieren nicht in Frage kommt und bei technischen Schwierigkeiten her Zinsberechnung bei den auf Sachwert lautenden Wertpapieren fortbestehen. Mit Rücksicht auf die Einführung der Reichsmarkwährung und mit Rücksicht auf die zunehmende Bedeutung der auf Gold- mark lautenden Anleihen ist der Zeitpunkt gekommen, die Stückzinsberechnung durch Aufhebung der Verordnung vom 20. Juli 1923 wieder einzuführen, Zumal das Fehlen der Stückzinsenberechnung in dem Börsenkurse keinen vollen Ausgleich gefunden hat. Die Verordnung soll am 1. Juni 1925 in Kraft treten.
* D i e Ermähigung des Diskontsatzes der Golddisk vntbanl. Die Deutsche Golddiskvntbank hat, wie nunmehr offiziell bekanntgegeben wird, den Diskontsatz von 3 auf 7 Prozent ermäßigt. Die Stempelvereini- gung hat sich im Zusammenhang hiermit über die Herabsetzung der Provision für Golddis- lontbanlwechsel schlüssig gemacht und sich mit einer Herabsetzung von 3 auf 2 Prozent einverstanden erklärt. Ein gleichlautender Beschluß der auswärtigen Firmen steht noch aus.
* Der Eisenmarkt des Lahn- und Dillgebietes im April. In der Lage des Cisenerzmarktes des Lahn- und Dillgebietes ist auch während des Monats April keine merkliche Besserung eingetreten. Die zu hohen Frachtsätze lähmen nach wie vor die sich allzu langsam anlassende Belebung des Erzmarftes. Auch die Hoffnung, einen regelmäßigen Versand nach den oberschlesischen Hüttenwerken aufnehmen zu können, hat sich nicht erfüllt, da die bislang von der Reichsbahn eingeräumte Frachtermäßigung nicht ausreicht, um die Verhüttung der Erze im dortigen Gebiet wirtschaftlich erscheinen zu lassen. Dieser Fall kann erst dann eintreten, wenn seitens der Reichsbahnverwaltung eine mindestens 40prozentige Frachtermäßigung auf den zur Zeit bestehenden Erzausnahmetarif 7b bewilligt wird.
* Dom Siegerländer Eisenerzbergbau. Der Absatz der Siegerländer Gruben im Monat April bewegte sich auf der Höhe dos Vormonats, dagegen erfuhr die Förderung einen Rückgang, da viele Bergarbeiter durch landwirtschaftliche Arbeiten in Anspruch genommen waren. Infolge der dauernd ungenügenden Verkaufspreise für Eisenstein und da die Eisenbahn den Anträgen auf weitere Frachtermäßigung für Brennstoffe und Erze nicht entsprochen hat, haben mehrere Bergwerke ihrer Belegschaft mitgeteilt, daß sie die fortwährenden Betriebsverluste nicht mehr zu tragen vermöchten und gezwungen seien, ihren Betrieb zu schließen. Die Vorrichtungsarbeiten wurden bereits eingestellt; die anstehenden Erzmengen werden tn einigen Monaten abgebaut sein.
* D i e Beamtenbank Darmstadt G. m. b. Sj. hielt ihre Hauptversammlung ab. Rach dem Geschäftsbericht schließt die Bilanz am 31. Dezember 1924 mit 610 179,99 Mk. ab. Der Mitgliederzugang betrug 688, der Abgang 225 und der Bestand 4129 mit 4129 Geschäftsanteilen. Das Geschäftsguthaben hat sich um 46 593,34 Mk. vermehrt; die Haftsumme um 13 760 Mk. Aus dem Reingewinn werden die Geschäftsguthaben mit 5 Prozent bedacht, auf die gesetzliche Rücklage wurden 831,76 Mk., auf die Sonderrücklage 1684,63 Mk. verteilt. Der Aufwertungsrücklage wurden 1500 Mk. und einer neugebildeten Sterbegeldrücklage 1000 Mk. zu geführt.
* Voigt L Haeffner AG., Frankfurt a. M. Die o. H.-V. genehmigte die bekannte Iahresschluhrechnung und beschloß, eine Dividende von 8 Proz. auf die Stamm- und von 7 Proz. auf die Vorzugsaktien zu verteilen. Die Verwaltung wurde entlastet, die Aussichten werden günstig beurteilt, so daß für das laufende Jahr mit einem befriedigenden Erträgnis zu rechnen ist.
* Maschinengesellschaft Karlsruhe. In der Generalversammlung wurden alle Anträge der Verwaltung einstimmig genehmigt. Es wurde die Verteilung einer Dividende von 5°/o 2,50 Mk. für jede Aktie beschlossen.
'Vereinigte Königs- und Laura» Hütte A. G. Der Grubenbetrieb der Gesellschaft wird, wie der D. H. D erfährt, demnächst weiter eingeschräntt. Es sind für die nächste Zeit größere Entlassungen auf den Fiziirusschächten der ßaura- grube zu erwarten.
Frankfurter Abendbörse.
Frankfurt a. M.. 20. Mai. Die Abendbörse verlief völlig geschäftslos: die wenigen zur Rotiz gekommenen Werte zeigten kaum veränderte Kurse. Geringes Interesse bestand für mexikanische Werte, die zu gebesserten Kursen
verkehrten. Kriegsanleihen, die sich weiter abschwächten. wurden im freien Vorkehr zu 0,562' , gehandelt. Die Börse schloß in behaupteter Haltung. Bankaktien: Commerzbank 102, Darmstädter Bank 125.5. Deutsche Bank 124,75. Dis- contogesellschast 113,75, Dresdner Bank 105, Mitteldeutsche Creditbank 102,50. Oesterrcichische Krcditaktien 7,60. Kaliaktien. JVili Aschersleben 15.87, Westeregeln 18,75. Industrieaktien. Adlerwerke Kley er 3.025, Dyckerhoff & Widmann 60.25, Eßlinger Maschinen 66, Theodor Goldschmidt 97.50, Höchster Farbwerke 125,12, Inag 1,05, Gebr. Iunghaus 80. Karstadt 109 50. TranS- portaitien: Baltimore 63,87. Ausländische Renten: 5prozentige Goldmerikaner 38,75, merilant- sche Irigalionsanleibe 21.
Tnhmt:
Berliner
Börse.
Börsenkurse.
(Ohne Gewähr.)
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".)
Berlin, 20. Mai. Die Hauptausmerksamkeit der Spekulation richtet sich heute auf die politischen Vorgänge. Während über die in der bevorstehenden Abrüstungsnote zum Ausdruck kommenden Retorsionsforderung immer noch Unklarheiten bestehen, wartet man die Wirkung der neuen Zolloorlaae
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt cl 2!L
(9n Billionen Mart auSatbrütfi. BuenoS-AtreS, London, Jha- hort, Japan, Rio be Janeiro für eine Einheit, Wien unb Budapest für 100000 Einheiten, olleü übrige für 100 Ein Heiken.) Telegraphische Auszahlung.
______________(Ohne Gewähr.)
?/, DcvNche NetchSanlekdr 4®/o Dcu'Ichr ReichSanleihe . S'///, Deutsche R.-ichSanleihr S°/„ Deutsche RctchSanletbe . Deutsche Lrarvraimenanleih« 4e/o Preußische KonlolS . . . 4% Hessen..........
«7?/» - - -
Vft Heuen...........
Deutsche Verth. Dollar-Sol. bto- Doll -Schatz-Anwetsag.'l ♦•/o Bolltürteo.........
5% Äolbmeritaner ... .
Berliner Handelsgesellschaft. Lommerz- und Pnval-Bank Darmst. und Naiioaalbauk . Deutsche Bank.........
Deutsche BereinSbank . . . . DtSconio Lommandit . . Metallbank...........
Mitteldeutsche Tredtibank . Leslcrreichtschr Kreditanstalt. Weltbank . .......
Bochumer Saß ....... BudcruS . . . . . '. , . . Caro Deutsch-Luxemburg ..... Gettemirchencr Bergwerke. . Harpener Bergbau Kaliwerke Aschersleben. . . . Ualiwcrk Westeregeln. . . .. Lanrahüttc Ldcrbcdars Phönix Bergbau ..... Rheimiahl . . Ricbeck Montan ....... TelluS Bergbau. ...... Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd Lheramische Werke arbtn . . Zementwerk Heidelberg . . Philipp Holzmann......
Ang lo< Ton l.-Guano . . . . Badische Anilin.......
Chemische Mäher Slajch, .. Goldschmidt Griesheimer Electron . . .. Höchster Farbwerte Holzverkohlung ........ RülgerSwerte . .....
kcheideanstalr .
«ltg. Elektrititätr-Gesellschof» Bugmann ......... Atomkraftwerke.....
Schultert . . ........ Clemens Jt HalSke .... «dlerwerke Kleyer ..... Daimler Motoren.
Heyligcnstaedt.....
Megutn......
Motorenwerke Mannheim . Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . .
Schuhfabrik Herz Eichel Zellstoff Daldhof Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .
irrantfurt a.M
Berlin
Schluß. Rur*
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19.5.
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II. 69
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0.37
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78
78
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—
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93
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95
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93.5
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-
67,5
67,70
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—
_
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—
—
115
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—
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—
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19 Mai
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Amtliche Noti rung
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78,85
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Stockholm
112,18
112,46
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112,48
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10 577
10,617
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17,00.5
17,4.5
16.97
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20,371
20,421
20,371
20,430
Ncuvork . -
4,195
4,205
4.195
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Schweiz . .
21,695
21,75.5
21,57
21,63
81.16
81,365
81 13
81,33
Spanien -
80.77
80.93
60.84
61,00
Japan . . - Rio de Jan. Wien in D -
1,763
1,767
1,761
0 429
1,765
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Lell. abgeft
59.05»
59,195
59,045
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12,43 -
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12.432
12,472
Belgrad . .
6,81
6,83
6 81
6.83
Budapest. -
5.89'
5,91
5.895
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Bulgarien
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3,052
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20,475
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Alben. .
7.69
7.71
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7.56
Banknoten.
Berlin. 20 Mai.
Geld
Briet
Amerikanische Noten ......
4,177
4,197
Belgische Noten .......
20,90
21,00
Dänische Noten .......
78,52
«8,92
Englische Noten........
20,35
20,45
französische ‘JZoito ......
21,51
21,61
Holkändhchc Noten.....
168.2<
169,14
Italienische Noten......
16,98
17,06
Norwegische Noten .....
70,07
7033
Deutich.Letterr. i 100 Kronen
>9,045
59.345
Rumänische Noten......
_
Schwedische Noten......
111,92
112,48
Schweizer Noten .......
81,09
81,46
Spanische Noten.......
60,70
61,00
Tschechoslowakische Noten . .
12,45
12,51
Ungarische Noieo . . .
5.86
5.8*
ab, deren Einbringung in den Reichstag bereits heute zu parlamentarischen Auseinandersetzungen führte. Die Spekulation verhält sich außerordentlich .zurückhaltend. Die Unterbrechung des Verkehrs tunt) den morgigen Feiertag trug zur Verstimmung bei, auch die neuerlich ven,»ehrten Zahlungsschwierigkeiten im Warenhandel wurden als Zeichen einer gewißen Verschärfung der Wirtschasiskrise gedeutet und übten einen ungünstigen Einfluß auf die Börfenftimmung aus. Da unter diesen Gesichtspunkten bei Beginn des heutigen Verkehrs einiges Material an den Markt kam, zeigte die Börse allgemein ein schwächeres Aussehen. Nur in einzelnen Special- werten wie Ufa (89 Proz.) und Schutzgebietanleihen (6,2) entwickelte sich etwas Geschäst, wobei Schutzgebiet späterhin wieder etwas abgeschwächt wurden. Am Devisenmarkt erlitt der sranzösische Franken einen erheblichen Sturz. Diese Erscheinung dürfte auf die internationale Mißbilligung über die von Frankreich gegenüber Deutschland fortgesetzte Politik anzusehen fein. Die Pfundparität stieg auf 94,35 (gestern 92,90), Kabel auf 19,46. Auch Italien lag stark abgeschwächt mit 120 gegen London. Das englische Pfund ist mit 4,8575 gegen Kabel fest.
Märkte.
5ranffurler Getreidebörse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger-".)
Frankfurt a. M., 20. Mai. ES wurden notiert: Weizen, Wetterauer 22.50 bis 24,25, Roggen, inländ. 20.25 bis 24, Sommergerste für Drauzwecke 21,50 bis 26,50, Haser, inländ. 19 bis 23, Mais (gelb) 21,25 bis 23, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 38 bis 39, Rvggenmeyl 31 bis 32,75, Wetz en kleie 13.25 bis 13,50, Roggenkleie 14,50 bis 14,75. Tendenz fester.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 20. Mai. Der Produltemnarkt war bei ruhigein Geschäft weiter fest. Der neue Zolltarif mag dazu beigetragen haben. Die Preise änderten sich aber mir wenig. Futter- artifcl blieben unverändert. Es wurden notiert für je 1000 Kilo: Weizen, märt. 267 bis 269, do. Mai 278 bis 280. do. Juli 271 bi« 274, Roggen, mark. 222 bis 225, do. Mai 226 bis 227, do. Juli 221 bis 224, Gerste, märt. 226 bis 242, Futtergerste 200 bis 218, Hafer, märt. 225 bis 233, do. Mai 220, do. Juli 190 biS 191, Mais Goto Berlin) 205 bis 210; für je 100 Kilc: Weizenmehl 34 bis 36,75, Roggenmehl 30,50 bis 32,75, Weizentleie 14,30 bis 14,40, Roggenkleie 15.20 bis 15,30, Biftoriaerbsen 22 bis 28, kleine Erbsen 22 bis 25, Futtererbsen 19 bis 21, Peluschken 18,50 bis 20, Ackerbohnen 19 bis 21, Wicken 20 bis 22,50, Lupinen, blau 10 bis 11,50, do. gelb 11,50 bis 14, Serradelle 13 bis 15,25, Rapskuchen 15,20 bis 15,60, Leinkuchen 22,40 bis 22,80, Trockenschnitzel 9,80 bis 10,10, Kartoffelflocken 19,60 bis 20.
Rundfunk-Programm
des frankfurter TenderS.
(Aus der „Radio-Umschau"^
Freitag, 22. Mai:
4.30—6 Uhr: Hausfrauen-Aachmittag In Musik und Wort. 6 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 6—6.10 Uhr: Iuristenfunt. 6.10-6.30 Uhr: Stenographischer Fortbildungstursus für alle Systeme (Diktat von 80 Silben aufwärts). 6.30—7 Uhr: Die Lefestunde (Meisterwerke der Weltliteratur): Aus „Soll und Haben" von Gustav Freh- tag (Fortsetzung). 7 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 7—7.15 Uhr: Die Besprechung. 7.15—7.30 Uhr: Esperanto-Unterricht. 7.30—8 Uhr. Funthoch- schule: Bortrag von Professor Künhel „Aus der Geschichte des deutschen Unternehmertums" — II. Abt. 1. Dortrag. 8—8.30 Uhr: Stunde des Südwestdeutschen Radioklubs. Dortrag von Dr. P. Lertes „Don Atomeo, Ionen und Elektronen". 8.30 Uhr: Der Zigeunerbaron, Operette in drei Akten von I. Strauß. Anschließend: Rachrichtendienst, Wettermeldung, Sportbericht.
Samstag, 23. Mai:
12 Uhr Rachrichtendienst. 3 unb 4 Uhr: Wirt- schaftsmeldungen. 4.20 Uhr: Rachri cht «»dienst. 4.30 bis 6 Uhr: Rachmittagskon-ert deä Hausorchesters: Amerika. 6 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 6 bis 6.30 Uhr: Jugendstunde: Aus dem „Schahkästlein der rheinischen Hausfrau" von Johann Peter Hebel. 6.30 bis 6.45 Uhr: Der Briefkasten. 6.45 bis 7 Uhr: Aus Historie und Phantasie (Anekdoten und Rätsel). 7 bis 7.30 Uhr: Vortrag von Dr. Lutz Weltmann: „Literatur und Theater". 7.30 bis 8 Uhr: Funkhochschule. Dortrag von Prof. Dr. Schultz: „Eduard Mörikes Raturdichtung". 8 bis 8.30 Uhr: Stunde des Frankfurter Bundes für Volks bi lr-ung. — Vortrag von Prof. Dr. Gündel: „Die Saalburg und der römische Grenzwall". 8.30 bis 9 30 Uhr: Zeitgenössische Kammermusik. 9.30 Uhr: Rachrichtendienst. Wettermeldung. Sportbericht. 10 bis 11 Uhr: Uebertragung von Kassel: Kompofitivns- abeud Wilhelm Rinkens.
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Gemeinden.
Isr. ReNgionSgemeinde. ^otteSd. i. b. Synagoge (Südanlage). Samstag, den 23. Mai. Dorabd. 7.45 morg. 8.30, abds. 8.30 u. 9.10.
Isr. Religion-gesellschaft. Sabbatfeier, 23. Mai. Freitag abd. 7.40, Samstag vorm. 8.00, nachm. 4.00, Sabbatausgang 9.10. Wochengottesdienst morg. 6.30 abends 7.00.
Speziell veraltetes Rheuma, auch Gicht, kann nur durch Mittel bekämpft werden, die stark harnsäurelösende Eigenschaften besitzen. Der echte Uroga-Extrakt lindert die Schmerzen und bringt die harnsauren Salze zur Ausscheidung. Uroga-Eftrakt ist in Flaschen zu 60 Gramm nur erhältlich in Apotheken, sicher: Universit^Apotheke zum goldenen Engel. Die Bestandteile sind auf der Dackuna rninonofoon 4RAA A


