Btttöm-, Bühl an L34 nachm^, Offenburg an 4.04 nad&m.» Freiburg (DreiSgau) an 5.13 nachm^ Müllheim (Baden) an &43 nachm., Basel, Bad. Bf. an 6dZ nachm. Fahrplan mäßige 2In- schlutzzLge: Baden Oo6 ab 3.58 nachm., Baden- Baden an 4.06 nachm., Offenburg ab 4.55 nachm., Trfberg an 6.22 nachm. 2lnschluhsonderzug: Freiburg (Br.) ab 5.20 nachm., Hinterzarten an 6.45 nachm., Titisee an 654 nachm. Preis der Rück- fahrkarten 3. Kl. ab Frankfurt a. M Hbf. Dach Baden-Baden (188 Kilometer) 11.60 ML. nach Triberg (279 Km.) 19,10 ML. nach Bühl (Bad.) (194 Km.) 11.80 ML. nach Freiburg (Br.) (286 Km.) 17,20 ML. nach Hinterzarten oder Titisee (322 Km.) 19,40 ML, nach Müllheim (Baden) (315 Km) 19.00 ML, nach Basel (Bad. Bf.) (347 Km) 21,00 ML
Kinder vom 4.—10. Lebensjahr zahlen den halben SondcrfahrpreiS.
Oluf der Hinfahrt gelten die Fahrkarten auf den Sonderzugstrecken nur im Sonderzug. im übrigen ist die Benutzung der fahrplanmäßigen Zuge gestattet, jedoch ist bei Fahrt im Schnellzug der tarifmäßige Schnellzugszusch'ag zu zahlen. Fahrtunterbrechung ist auf der Hinfahrt auf den Sonderzugstrccken ausgeschlossen, auf der Rück- reise kann die Fahrt einmal, und zwar innerhalb der Geltungsdauer, beliebig lange unterbrochen werden. Einzelplätze (Raucher-. Dichtraucher- und Frauenableil) können vorausb"stellt werden. Der Borverkauf der Sonderzugkarten hat am 20. Sonnar begonnen und wird am 30.3anuar, abends 8 Uhr, geschlossen. Sonderzugkarten werden in Frankfurt nur bei der Fahrkartenausgabe Frankfurt a. M. Hbf. ausgegeben. Schriftliche Bestellungen gegen Ginsendung des Fahrgeldes sind innerhalb der Borverkaufsfrist an die gleiche Stelle zu richten.
Reisegepäck wird zu den Sätzen des gewöhnlichen Begehrs befördert. Die Abfertigung erfolgt auch nach einer toeitergelegenen Station, sofern die Tarifentfernung feststehL Außerdem wird auf besonderen Antrag das nach der Bestimmungsstation dec Fahrkarten abgcfertigte Reisegepäck auf einer vorgelegenen Haltestation des Svnderzuges. ausgeliefert. Schneeschuhe, ein- oder zweisitzige Rodelschlitten dürfen in die Personenwagen mitgenommen werden, dagegen ist Las bei Bobs unstatthaft. Sie müssen als Gepäck aufgegeben und im Packwagen untergebracht werden.
Rücknahme oder Umtausch von Sonderzugfahrkarten ist nur bis zum Schlüsse der Borverkaufsfrist zugelassen.
Aus der Provinz.
Landkreis Giften.
* Ettingshausen. 21.3an. Heute sand hier eine Versammlung der ‘Bürger- meister der zwischen Lich und Grünberg an der Butzbach Lich er Eisenbahn liegenden Gemeinden statt. Die Vertreter der ©eineinbcn hatten sich zuerst mit ihren Gemeinde raten über Veränderungen des Fahrplans besprochen. Die Bersanrnrelten waren einstimmig der Ansicht, daß ein wirklich brauchbarer Fahrplan nur dann geschaffen werden Ginne, wenn ein Teil drs Fahrpersvnals nach Grünberg gelegt würde, so daß die Züge von beiben Endstationen der Strecke (Grünberg und Butzbach) fahren mühten. Solange dies nicht erreicht werden kann 'wegen Wvhnungsmangel), will man an dem bisherigen Fahrplan festbalten, wie er seit dem 12. Januar eingeführt ist. Aus keinen Fall könnte man den Wegfall des ^lrbeiterfrühzuges gutheißen. Dagegen soll es der Bohrckeittrng ins Belieben geteilt vxrden. den Abendzug von Lich nur bis Oneckbvr n laufen zu lassen, toerut sich dadurch efce Rückfahrgelegenheit von brrt bis nach Lich ermöglichen lasse.
Kreis Büdingen,
_ Büdingen. 21. Ian. Nachdem vor kurzem int ganzen Kreise die Maul- und Klauenseuche erloschen war. ist sie jetzt erneut in den ®tn>emben Bisses und Blofeld ausgebrochen.
„T* Aus dem Aiddatal. 21. Ian. Luser an Mühlen überaus reiches Aiddatal war in der Kriegs- und Inflationszeit der bedeutende Mcktelpuntt eines großen Kreises. Die Hoffnung, ein bißchen Mehl ergattert zu tonnen, um einem ungewissen Morgen gelassener eirtgegcn- zusehn, ließ nrandjen Famllrenvater weite Anmatschwege nicht als Last entpftnben. Die sonst einsamen Mühlen waren täglich das Fiel v'elrr Fremden, denen schwere Sorge den leeren Mehl- faxt in die Hand drückte. Jetzt hat sich w.edev alles gewendet, die Mühlen haben ihre Anziehungskraft verloren. Man si<cht sie zwischen uralten Linden und Erlen beroo ringen, hört das Plätschern des Mühlrads, freut sich an dem Frieden eines schönen Fleckchens Erde — und geht vorüber. Dre Müllerwagen. die in den schicksalschweven Fahren überhaupt nicht mehr die Doristratzen belebteir, stehen jetzt wieder an den Häusern, nehmen Korn und Weizen auf, geben Mehl und Kleie zurück, ganz so,
wie es in Vorkriegszeiten üdlny war. (Zeder Müller muh sich besondere Mühe geben, seine Kundschaft gut zu bedienen, sonst läuft er Gefahr, daß eines Tages seine Mühle still steht.
Kreis Lauterbach.
3 Maar, 18. 3an. Der erst 1919 begründete hiesige Turnverein, einer der längsten Vereine des Gaues Hessen, trat mit einem Werbeabend an die Oeffentlrchkett, um ein- mal die vielen noch abseits stehenden Ortsein- wohner von der hohen Bedeutung des Turnens zu überzeugen. Was der junge Verein an turnerischen Vorführungen bot, war in allem dazu angetan, weitere Kreise für die Turnsache zu begeistern und verdient daher Anerkennung.
Hcsien-Naiiau.
fpd. Frankfurt a. M., 21. Jan. Die erste Stadtverordnetensihung im neuen Jahre begann insofern „vielversprechend", als sie mehr als fünf Stunden dauerte und trotzdem nur einen winzigen Bruchteil der Tagesordnung erledigte. Das Präsidium wurde in feiner Gesamtheit wieder- gewählt mit Ausnahme des zweiten Schriftführers, des Kommunisten Fischer, den das Plenum aus dem Grunde nicht wiederwählte, weil die kommunistische Fraktton entgegen Öen Abmachungen nur Kommunisten in das Präsidium wählen wollte. Das Haus bewllligte sodann die Mittel zum Ausbau des Flugplatzes am Rebstocker Walde zu einem groben Flughafen für den internationalen Flugverkehr. Damit gewinnt die Stadt einen mehr als 100 Hektar großen Flughafen, der für lange Jahrzehnte voraussichtlich ausreicht. Ferner bewilligte man 260 000 Mk. für den Ankauf des Afrika-Archivs des Forschers Leo Frobenius-München. Die Stadt gelangt damit in den Besitz eines wissenschaftlich bedeutenden Archivs, um dessen Erwerbung sich in der letzten Zeit das Ausland stark bemüht hatte. Ein Antrag der Kommunisten auf Aushebung des früheren Beschlusses, das Bundespa- lais dem jeweiligen Reichspräsidenten als Wohnung zur Verfügung zu stellen, wurde abgelehnL — In der Festhalle und den benachbarten Räumen wird im Oktober 1925 eine große Internationale Ausstellung für Kochkun ft-, Hotel- und Gastwirts- gewerbe stattfinden. Ein besonders breiter Raum soll den sozialen Einrichtungen der Bolls- crnährung und der häuslichen Küche eingeräumt werden, die in Deutschlmrd vielfach noch im argen liegen. Zu diesem Zwecke sollen besondere Wettbewerbe unter den Berufsköchcn und Hausfrauen zur Hebung des häuslichen Küchen- wcsens ausgeschrieben werden. — Am Mar- bacher Weg steht ein unheilvoller Bergrutsch bevor. Schon im letzten Herbst muhte zum Schutz eines Hauses eine Mauer gezogen werden. Jetzt sind mehrere Häuser derart gefährdet, daß auf polizeiliche Anordnung sämtliche Wohnungen geräumt werden mußten, da der Bergrutsch unmittelbar bevorsteht und die Häuser zu vernichten drohL — Iustizral Dr. Liebmann. einer der ersten hiesigen Anwälte, feiert am 23. Januar sein goldenes Doktor- iubitäum. Er bestand 1873 in Berlin mit noch vier anderen Kandidaten von 700 Juristen seine Doktorprüfung. Die juristische Fakultät der 'Berliner Universität erneuerte unter ehrenden Morten das Diplom. 5t. Liebmann gilt aus dem Gebiet des Gesellschastsrechtes als Autorität und hat sich auch als juristischer Fach- schriftfteller einen weitbekannten Ramen gesichert. — Die Brückenbaulotterie vereinnahmte ZOO 000 Mark aus dem Berkaus der ßofe, sie muhte davon dem Staat für Steuern 116 000 Mark bezahlen, ferner für den Ankauf der Gewinne 270 000 Bll. verausgaben. Die sonstigen älickosten betrugen rund 40 000 ML Also bringt die Lotterie einen Reingewinn von rund 274000 Mark.
Manöver im KnM-Gebiet.
Eine größere Wrnterübung verschiedener Rrichswehr^Truppentelle fand vor einigen Tagen im Knüllgebiet (Kreis Ziegenhain) flott An der Hebung, öle nach einer von Oberst Fett (Inf -Rgt Ar. 15 in Gießen) gestellten Aufgabe unter seiner Leitung stattsand, nahmen folgende Truppenverbä.rde teil: 1. Dail. Inf.-Rgt. Ar. 15 aus Gießen, 2. Ball. Inf.-Rgt. Ar. 15 aus Eisenach und Sondershausen, 3. Batl. (Jäger) Inf.- 2igt. Ar. 15 auS Kassel. 1. Bail. Ins.-RgL Ar. 14 aus Meiningen, 2. Batl. Ins.-Rgt. Ar. 17 aus Göttingen, 1. Abt. Art.-Rgt- Ar. 5 aus Fulda, 11. (reiienbe) Batterie aus Fritzlar. 1. Schwadron 1. Reiter-Agts. 16 aus Hofgeismar, 1 Masch.- Gewehr-Zug des Reiter-Agts. 16 aus Hofgeismar, sowie Teile der Fahrcchllg. 5 und der Kraft- fahrabtlg. 5 aus Kassel. Der Hebung wohnten der neue Divisionskommandeur GenLralleutnant Hasse und der Iirsanterreführer 5 General Krähe bei.
Der Antransport der Truppen zu dem Manövergelände erfolgte am 14. Januar zunächst
mtt der Bahn, dann im Marsch Führer der Truppe Rot war Oberstleutnant Fritz vom Inf.- RgL 15 aus Gießen. Führer der Truppe Blau Major Groeneveld vom 1. Ball. Inf.»Regt. 14 aus Meiningen. Am 15. und 16. Januar waren die Kämpfe im Gange, die sich zum Toll unter schwierigen Gefechtsbedingungen (starker Aebel) abspielten, so daß die Truppen sich manchmal nur nach dem Kompaß orientieren konnten. Am 16. Januar fiel im Waldgelände bei Schwarzenborn die Entscheidung. Sämtliche Truppentelle lieferten an diesen Tagen hervorragende Marschleistungen; unter 30 Kilometer täglich kam keine Truppe davon, einige legten sogar 40 Kilometer am Tage zurück. Trotzdem war die Stimmung in allen Formationen sehr gut, wozu u. a. auch die überaus herzliche Aufnahme der Soldaten durch die Bevölkerung sehr wesenllich beitrug. Männlein und Weiblein, Jung und Alt aus der ganzen Akanövergegend waren mit großer Begeisterung mit „im Felde" und gaben in ihrer reizenden Tracht dem Manöverblld einen recht eigenartigen Anstrich. Wie gut es den Soldaten bei den gastfreundlichen Knüllbewohnern gefiel, konnte man am Abend des letzten Manövertagrs gelegentlich der Abschieds-Tanzvergnügen in allen Quartierorten besonders eindrucksvoll bemerken; schönste Harmonie und allgemeiner Frohsinn waren da überall die herrschenden Mächte. 2hn 17. Januar fuhren die Truppen wieder ihren Garnisonen zu in dem Bewußtsein, mit ihren Leistungen die volle Anerkennung der Führung errungen und ferner eine willkommene Abwechslung in der Winterausbildung erlebt zu haben.
Amtsgericht.
Gießen. 20. Januar. Man braucht sich über die ständige Zunahme der Fahrrad-Diebstähle nicht zu wundern, wenn man sieht, wie leichtsinnig viele Leute trotz aller Warnungen mit der Aufbewahrung ihrer Räder sind. Auch heute kant wieder ein solcher Fall zur Aburtellung, bei dem der Bestohlene von großem Glück sagen kann, daß er schon nach kurzer Zeit wieder in den Besitz seines Eigentmns kam. Ein mehrfach vorbestrafter Bergmann aus Westfalen kam Anfangs De- zevrber in ein Haus in der Steinstraße, um dort zu betteln. Als er wieder hevauskam, stand iui Hofe ein Fahrrad unangeschlofsen da. Er nahm es an sich und fuhr damit bis nach Friedberg, wo er es einem jungen Mann zur Aufbewahrung bis zum nächsten Tage gab. Er selbst meldete sich bei der Polizei als obdachlos. Aachlräglich kamen dem jungen Wann Bedenken wegen W Rades, er zeigte die Sache der Polizei cm, die den Bergmann, der sich inzwischen schon als Obdachloser bei ihr eingefunden hatte, fetz- nahm. Da am gleichen Tage auch in Friedberg Fahrraddiebstähle stattgefunden hallen, wurde er dieser verdächtigt. Mit Rücksicht herauf zog er es vor. alsbald zu gestehen, daß er das Rad in Gießen gestohlen habe. Im Hurblict auf sein Geständnis und feine wirtschaftliche Rotlage nahm das Gericht trotz seiner Rückfälligkeit mildernde Umstände an und verurteilte den Angeklagten zu 6 Monate n Gefängnis unter Anrechnung von 5 Wochen Untersuchungshaft.
Ein junger Bursche von hier, der in Fürsorgeerziehung gewesen ist, ist angellagt, seinem Stiefvater, einem hiesigen Schneider, eine Reihe von Gegenständen cnltnenbct zu haben. Die Weg- nahme verschiedener Kleidungsstücke gibt er zu, im Hebrigen stellt er seine Täterschaft in Abr^e. Da der Bat er den Strafantrag, den er früher gestellt Halle, und der eine Voraussetzung für die Verurteilung bildet, heute wieder zurücknimmt, wird das Verfahren c i n g c ft e 111. Der Antragsteller hat die Kosten zu tragen.
Gerichtsfackl.
" Darm st adL. 21. Ian. (Gigener Bericht.) Das Schwurgericht verhandelte gestern bis in die Abendstunden gegen die 33jähnge Witwe Marie Olzem. geb. Ernst, aus Pfungstadt, die am 2. Juli 1924 den 28jährigen Bauunternehmer Wilh. Wacker in Pfungstadt mit einem Dolchmesser getötet Halle. Der Fall Halle seinerzeit großes Aufsehen erregt und demgemäß war der Andrang des Publikums zu den Der- handlungen sehr stark; indessen wurde unter Ausschluß der 2Öffentlichkeit verhandelt, nur bei der Llrtellsverlündigung war diese zugelassen. Die Angellagte flammt aus Sulzbach im Kreis Saarbrücken, Halle ihre Jugend in Saarlouis verbracht. genoß dort aber keinen guten Ruf. Aach ihrer Behauptung war später ihre Ehe glücklich; ihr Mann ist zu Beginn des Krieges gefallen Wit ihren Eltern war die Angeklagte dann nach Pfungstadt gezogen, wo sie Wacker kennen lernte. Dessen Eltern waren gegen die 'Verbindung. Die Olzem opferte Wacker faft ihr ganzes Vermögen und ihre Ehre. W. wurde ihrer aber überdrüssig und trat in Beziehung zu einem anderen Mädchen, mit dem er sich heimlich ver
lobte; auch traf er Dorberetmngen zur Herrat. Die Olzem erfuhr davon und verfolgte in raten« der Eifersucht den früheren (Mtebten. Sine- Abends lauerte sie ihm in der Dunkelheit auf dem Hofe von dessen ell erlich en 'Wohnung auf und stach ihn mit dem Dolchmesser, das sie ständig bei sich trug, nieder. Der Staatsanwall beantragte gegen die Angeklagte 8 Jahve Zuchthaus unter Versagung mildernder Umstände. Die Verteidigung machte dagegen gellend, daß die Olzem hintergangen und betrogen worden war; sie habe wohl nicht die Absicht gehabt, W. zu töten, da sie ihn ja immer noch liebte. Der Fall grenze hart an Llnzurechnungsfähigkell. Das Gericht schloß sich in wesentlichen Punkten den Ausführungen der Verteidigung an und verurteilte die Angellagte zu fünf Jahren Gefängnis und rechnete ihr sechs Monate der Llnter- suchungshaft an.
Wirtschaft.
Wirtschaftspolitik und soziale %tctqu
Roch im Januar 1923 hatte Deutschland drei Mlllionen Vollerwerbslose und 1,5 MillionenI Kurzarbeiter. Diese Tatsache zeigt zur (Genüge, daß jede Sozialpolitik ohne Erfolg sein muß, wenn die wirtschaftspolitische llntcrbauung fehlt. Es ist deshalb für die Sozialpolitik von höchstem, Interesse, welchen Weg unsere Wirtschaftspolitik einschlägt. Der Wirtschaftspolitik aber sind zwei Rlöglichleiten gegeben; einmal der Versuch, unsere <üten Absatzgebiete auf dem Weltmarkt wiederzugewinnen, also das Hauptgewicht auf die Erportindustrie zu legen, und zum zweiten der Ausbau des heimischen Marttes, um den In- dustlieprodukten im Inland selbst Absatz zu schaffen. Die Anhängerschaft des ersten Weges ist durchaus nicht gering. Die Mächtegmrppen des internationalen Finanzkapitals haben seit der Revolution auch in Deutschland erheblich an 'Boden gewonnen. Trotzdem aber wird der erste Weg weder zu einer gesunden Wirtschaft, iroch zu einer höchstmöglichen Lösung der sozialen Frage führen. Während des Krieges sind in der ganzen Welt starke Industrien" entstanden. Wir können deshalb leine Hosfimng haben, wesentlichen Absatz auf dem Weltmarkt zu getoiitncn. Weiterhin würde uns ein derartiges Vorgehen wiederum die Feindschaft der anderen Industrie- Völker eintragen, die sich dann in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sehen würden. Somit bleibt nur der zweite Weg übrig, nämlich die Ausgestaltung unseres heimischen Marktes. Dar aber ist schlechterdings unmöglich, toenn es nicht gelingt, eine bedeutende Intensivierung unserer Landwirtschaft zu erzielen. Die Landwirtschaft muß unserer Industrie Arbeit geben und durch erhöhte Produttionsleistung unsere Volksernährung sicherstellen.
Aus führenden Kreisen der Landwirtschaft wird versichert, daß es durchaus möglich wäre, die Ernährung der deutscher Bevöllerung allein auf dem beimischen 'Boden sicherzustellrn. Das würde auch für die Sozialpolitik einen ungeheuren Fortschritt bedeuten. Mll der Intensiv Vierung der Landwirtschaft werden ungezählle neue Arbeitsmöglichkeiten geschaffen. Die Ar- bellslvsigleit in Stabt und Land geht bann alft zurück. Das schlinunste liebel in sozialer Hinsicht wäre behoben.
.Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine ve-r-- trauensvollL Zusammmrarbeit zwischen Stadt- unL Landbevvllerung notwendig. Es wird zabloeicher Aufklärung bedürfen, um es dahin zu bringen, daß die Bevölkerung in den Städten wieder Verständnis und Vertrauen zur Landbevölkerung gewinnt und umgetebrt Gleichzeitig mutz gerade im Interesse der Sozialpolitik der Weg vom Erzeuger zum Verbraucher erheblich verkürzt und hierdurch die Lebensmittel verbilligt werden. Es geht z.B. nicht an, daß der- Städter für ein Pfund 'Fleisch zwei 'Mark zahlen muß, während der Bauer dafür 0,25 Mark erhält.
c Vom Erzbergbau iin Lahn- unb Dillgebiet im Monat Dezember wird berichtet: In der Trosllosigkeit der Lage des «Äffen- steinmaritcs im Lahn- und Dillgebiet hat sich während des Monats Dezember keinerlei Wandel vollzogen. — Aus dem Siegerland wird dagegen gemeldet: Die im Vormonat etngetre- tenc Belebung hat auch im 'Dezember angehalten. Der Ab: uf der Hütten war noch stärker als im Rovern ber, und es hat den Anschein, als ob für Januar: die Vcchällnisse sich noch etwas günstiger gestalten würden.
Die Kohlenförderung im Ruhr- Bergbau im Dezember 1924. Im Monat Dezember 1924 tourben aus den Zechen des gesamten Ruhrgebiets 8968 922 Tonnen Kohle ge--- sörderü und 2 020 932 Tonnen Koks erzeugt gegen. 7 898 202 Tvnneii Kohle und 2 212 173 Tonnen Koks im Dezember 1922 und 9101858 Tonnen Kohle und 2098872 Tonnen Koks im Dezember 1913. Die Brikertherstellurig belief sich im De- dembei- 1924 auf 295 473 Tonnen (365 795 bezw 368285 Tonnen). ArbeitStäglich stellte sich im Dezember 1924 die Kohlenförderung auf 369 852
Verbesserte Lichtwirkung Gefällige Tropfenform
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Iranksur! tzUMM öcr ■ lcichttn Scdungai laufe einstellte, cf Mähe blieben a len klein. 2esond< sich durch leichte übrigen Mriie nwrau verlehriei hatte bei ruhigem Kurse. Dagegen Äenien ein ledh bcn ungarische v Ate bessere Final aor ötädte- und teresse zu und anziehen. Die 2 in gebesserter Hc Lnegsanleihc 1140, 31/»- 1 ländische Rentei 1914 Sö, Zolstüi 10,75, iprvz. Um Ungarn o. 1924 i 1,7. öolbi Silbermeiiianer i Xctüncc 6,75, Lannstäbler Dresdner Lari 9, deustche Areditbar Kredüaltien 10,7 151,50, Mannesn Sato 15, Phon lohten 53,12, Tel Destercgeln 21.5 mische Pariere: anftalt 24,6, Wc


