Ausgabe 
21.12.1925
 
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Ilie Bier-Anzüge werden jederzeit von der Fabrik lür wenig Geld verlängert oder ausgebessert! Ännaüm istelle sind wir.

Das Beste ist, Du kaufst Deinem Mann zu Weih­nachten einige Pakete Kiepenkerl oder Madastra und wenns langt, noch eine Original - Oldenkott-pfeife* dann ist Euch beiden geholfen.

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VERTRETER: H. Elges jr., Glefen, Seltereweg 68

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Aber Kind bei dieser Kälte im offenen Fenster?

Roggen (inlänö.) 17 bis 17,50, Sommergerste (für Brauzwecke) 22,50 bis 25. Hafer (inlänö.) 18,50 bis. 22, Mais (gelb) 21 bis 21,25, Weizenmehl (inlänö., Spezial 0) 40,50 bis 41, Roggenmehl 26,50, Weizen- und Roggenkleie 11, Erbsen 30 bis 36, Linsen 40 bis 70, Heu(süÖÖeutsches, gut, trocken) 9,50 bis 10. Weizen- unö Roggenstroh 5,50 bis 6, Treber (getroctnet) 18. - TenÖenz: Matt.

Frankfurter Schlachtbiehmarkt.

Frankfurt a. M., 21. Dez. Austrieb: 1703 Rinder (darunter 445 Ochsen, 53 Bullen, 1205 Färsen und Kühe), 1002 Kälber, 548 Schafe, 3357 Schweine. Rinder: Ochsen: vollsleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 50 bis 58, junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 4249, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 35 bis 40: Bullen: voll- sleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlacht­werts 48 bis 52, vollfleischige jüngere 40 bis 47, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 35 bis 39; Färsen und Kühe: vollsleischige aus­gemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 50 bi« 56, vollfleischige ausgcmästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 wahren 43 bis 50, wenig gut entwickelte Färsen 40 bis 49, ältere aus- gemästete Kühe und wenig gut entwickelte jün­gere Kühe 33 bis 42, mäßig genährte Kühe und Färsen 20 bis 30, gering genährte Kühe und Färsen 13 bis 20. Kälber: Feinste Mastkälber 78 bis 85, mittlere Mast- und beste Saugkälber 68 bis 76, geringere Mast- ünd gute Saugkälber 60 bis 67, geringe Sauglülber 50 bis 55. Schafe: Weidemastschase: Mastlämmer und Mastbammel 44 bis 48, geringere Masthammel und Schafe 35 bis 43. Schweine: Bollfleischige von 80 bis 100 Kilogramm 92 bis 94, vollsleischige unter 80 Kilogramm 82 bis 91, vollsleischige von 100 bis 120 Kilogramm 91 bis 93, vollsleischige, von 120 bis 153 Kilogramm 90 bis 92, Fett- schweine über 150 Kilogramm 90 bis 92, unreine Sauen und geschnittene Eber 70 bis 85. Markt­verlauf: Bei Großvieh schleppend und Lieber­stand, sonst rege und ausverkauft.

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öunn bei den «Zeinlo'i- u. Kolonialwaren- nevdiafien, Fleischereien ufro. beueus ein- geführt sind, bieiet sich Gelegenheit zum uändtaeu Berkaus eines eritflnfitoen Anbrirnt? in Schnell waagen bei nuten 3;erbiemtmönHd)fefien. Bet ent- ivredienöein LS-rfoln wir) Alle:nvertr?nnn übertragen. 9htr allererste, unbedingt seriöse BerkanfSkraste geseylen Alters finden Berück ichtigung.

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38 35.12 Börse.

klein, die Kurse neigten zum Nachgeben. Dos In­teresse für ausländische Renten hat gleich­falls stark nachgelassen. Die Stimmung war auch hier lustlos und die Kurse bröckelten weiter ab. Etwas Nachfrage bestand für Ungarn. Der Frei- verkehr war ohne Geschäft. Api 0,330, Becker­kohle 37,5, Benz 33, Brown-Boveri 52, Entreprise 8,50, Growog 36, Krügers hall 68,5, Petroleum 49,5, Ufa 48, Ufra 50,5 Proz. Im weiteren Verlaufe blieb die Haltung uneinheitlich. Im allgemeinen neigte die Tendenz weiter zum Nachgeben. Am Geld­märkte war Tagesgeld etwas gesucht, Monats­geld dagegen eher angeboten. Der Sag stellte für Monatsgeld auf 9,50 Proz. für erste Adressen und 1011 Proz. für zweite Adressen. Im Devisen- oerkehr nimmt der französische Fran­ken wieder eine rückläufige Bewegung an, er stellte sich gegen Mittag auf 129,20. Die übrigen Valuten sind unverändert.

Dörsenkurke.

(Eigener Drahtberich: des ..(Siebener Anzeigers".) Berlin, 21. Dez. Die Börse eröffnete die neue Woche in unsicherer und eher schwä­ch e r e r H a l t u n g. Die bevorstehende Unter­brechung des Geschäftes durch die Weihnachts­feiertage machte sich bereits geltend und ver­stärkte die Zurückhaltung außerordentlich. Die Widerstände gegen die Stabilisierungsvorschläge der französischen Inlustrie wirkten verstimmend. Der Pariser Franken ist wieder schwan­kend geworden und gegen London auf 130.' zurüagegangen. Am Montanmarkt ver­stimmte besonders der sehr ungünstige Abschluh der Rombacber Hüttenwerke. Demgegenüber ver­mochte die Einigung in den deutsch-französischen Handelsvertragsverhandlungcn keinen Einfluß zu gewinnen. Am Devisenmarkt waren keine nennenswerten Veränderungen zu verzeichnen. Die Reichsmark notierte in London 20,37, Am­sterdam 59.27'/s, Zürich 123,27.

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Hamburg Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovo ... Lveramtsche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Pbilivv Holzmann .....

«nglo Lont -Suano . . . . Badische Anilin Chemische Mayer Alavin . . Goldschmidt GrieS cimer Electron .... Höchster Farbwerke ..... Holzverkohlung.....

Nütgerswcrke ....... Scheideanstalt ........

«llg. ElektrUttätS-Gesellschast Bergmann .........

Mamtrastwerke Schuckert . .. Siemens & &a(Ste .....

Adlerwerke Kiener ..... Daimler Motoren Heyligenllaedt . ..... Mcguin. . . . . . . . . . . Motorenwerke Mannheim

Frankfurter Armaturen . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgrscll chaft Frankfurt. Pci. Union A- G Schub'abrll Herz

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Wirtschaft.

Der Erzbergbau int Rovember. Die Marktlage für Eisenstein im Lahn- und -Di ((gebiet hat sich weiter verschlechtert. Die Kapitalien, die in den auf Halde gestürzten Erzen festliegen, erdrücken durch ihre Zinsen­last für die notwendigen Kredite auch die we­nigen noch betriebenen und in Förderung ste­henden Gruben. Bisher wurde die Mehrzahl der stillgelegten Gruben noch durch Notstands- arbeiten vor gänzlichem Zubruchgehen bewahrt. Indessen ist eS unmöglich, die dazu erforderlichen Geldmittel noch weiter aufzubringen: so müssen viele Gruben nunmehr gänzlich aufgegeben wer­den. Die große Rotlage inY Siegerlän­der Bergbau besteht ebenfalls unverändert weiter. Die wenigen Gruben, die noch in Be­trieb sind, haben feinen vollen Absatz, obgleich sie ihre Förderung eingeschränkt haben. Man glaubt jedoch, daß die in Betracht kommenden Ministerien, an die sich die Siegerländer Gru­ben in einer D.nlschrift gewandt haben, die nach­gesuchten Erleichterungen nicht ablehnen werden.

Eine badische Staatsanleihe. Die badische Regierung hat dem Landtag einen Gesetz­entwurf über die Ausnahme einer Anleihe von 46,2 Millionen Reichsmark vorgelegt, die aus­schließlich für werbende Anlagen verwendet wer­den sollen» AI. a. soll die Erhöhung des Aktien­kapitals der Badischen Landeselektrizitä.'sversor- gung (Badenwerke) von 18 auf 21 Millionen Reichsmark erfolgen, damit sich das Werk an der Deutsch-Schweizerischen A tiengesellscha t für Bau und Betrieb der Rheinkrastwerke bei Schroer- stadt beteiligen kann. Rachdem die Verhand­lungen wegen einer Anleihe badischer Städte in London gescheitert sind, sind neue Verhand­lungen mit einer amerikanischen Gruppe ein­geleitet worden, die Aussicht auf baldigen Er­folg versprechen.

' Die Kohlenförderung im Ruhr-" gebiet Im Rovember. Im Monat Ro- nember wurden insgesamt in 24 Arbeitstagen 8 533 390 Tonnen Kohle gefördert (bei achtstündi­ger Arbeitszeit einschließlich Ein- und Ausfahrt) gegen 9170107 Tonnen in 27 Arbeitstagen im Oktober 1925. Arbeitsiäglich betrug die Kohlen­förderung im Rovember 1925: 339 634 Tonnen, im Rovember 1919: 265 473 Tonnen, im Ro­vember 1913: 386 261 Tonnen. Die Steigerung der Kohlenförderung im Monat Rovember ist eine alljährlich zu beobachtende Erscheinung, da der Rovember angesichts des bevorstehenden Weihnachtsfestes einen besonderen Anreiz zur Steigerung der Arbeitsleistung und damit zur Erhöhung des Arbeitslohnes gibt.

* Verlegung der Dietrich-Flug­zeugwerke, Kassel. Die Dietrich-Flugzeug­werke in Kassel werden, nachdem der Austritt der bekannten Kunstflieger Raab und Kahenstein und der technischen Leiter des Werkes erfolgte, nicht mehr in Kassel bleiben, zumal eine neue Flugzeugfirma Der bei Dietrich ausgetretenen Herren zustandegekommen ist. Die Dietrich-Flug­zeugwerke werden nach Köln verlegt und ver­einigen sich dort mit anderen Werken unter der neuen Firma Rheinische Flugzeug- und Karosse- rie°Werke A.-G. Das Aktienkapital wird von 100 000 auf 400 000 Reichsmark erhöht.

' Vorläufige Stillegung der Aga. Als Ergebnis der gerichtlichen Gläubigerver­sammlung der Aga ist zu berichten, daß der Betrieb der Aga bis auf weiteres eingestellt wird. Rach den Erläuterungen des Statuts durch den Konkursverwalter betragen die zusammen­gefaßten Aktiven 2,7 Millionen Reichsmark, von Denen ein Aktivrest von 1,7 Millionen Reichs­mark verbleibt. Schätzungsweise stellt sich die Passivität auf 17 Millionen Reichsmark, von denen 3,7 Millionen auf Warenverpflichtungen, 1,3 Millionen auf Wechsel und 12 Millionen Reichsmark auf Schadenersatzansprüche fallen.

" Stillegung der Reichardtwerke? Wie aus Hamburg berichtet wird, werden die be­kannten Reichardt-Schololadenwerle in Wands- deck demnächst den ganzen Betrieb stillegen. Schon am 19. Dezember sind rund 2500 Arbeiter und Arbeiterinnen entlassen worden, sodaß nur noch etwa 300 Personen weiter arbeiteten.

Fuchs Waggonfabrik A. -G., Hei­de l b e rg. Rach dem für das abgelaufene Ge­schäftsjahr vorgelegten Bericht schließt das Ge­schäftsjahr nach Abschreibungen von 119 835 RM. mit einem Verlust von 326 433 RM., der durch die gesetzliche Rücklage (382 118 RM.) gedeckt wird. Wie es in dem Geschäftsbericht heißt, lind die Aussichten ungünstig, wenn die Reichs­bahn. die immer Hauptauftraggeber an Wag- gonfabrifaten war, nicht wieder Bestellungen in größerem Umfange herausgibt.

Runmehr steht fest, daß auch die interalliierte Militärkontrollkommission in Düs'eldors und die ihr unterstellten Bureaus in Eisen und Köln am 1. Januar aufgelöst werden. Damit hört auch die interalliierte Kontrolle bei der Firma Krupp in Essen auf, wo die lev'.en beanstandeten Maschinen vor kurzem zerstört worden find.

Julius Sichel & C o., Mainz. Die Mehrzahl der Gläubiger der Firma Julius Sichel & (Io., Mainz, hat Antrag auf Verlängerung der abgelaufenen Gefchäfisauffichi gestellt, um das Cr- gcbnis der Verhandlungen abzuwarten, die mit der Firma Stachlin & Söhne eingcleitet sind und dar­auf hinzielen, ihre Zustimmung zur Uebertragung ihrer Forderung an den Sichelkonzern von 2 Mil­lionen auf die 21. G. für Industriewerte (Agfi) Luzern, zu erlangen. Wie wir erfahren, hängt diese Zustimmung im wesentlichen davon ab, ob es ge­lingen wird, durch Bildung eines neuen Konfor- timns die in den Händen der Großgläubiger von Sichel befindlichen wertvollen Beteiligungen zurück- zukaufen.

* Rheinisch-Westfälisches Elek­trizitätswerk A.-G, Essen. Die Haupt­versammlung genehmigte den Abschluß, der aus Dem Reingewinn von 12 028169 Reichsmark eine Dividende von 8 Prozent aus die Stammaktien und 12 Prozent auf die Ramensaktien vorsieht. Rach Abzug der fatzungsgemäßen Aufsichtsrats- Tantieme in Höhe von 642 816 Reichsmark wird dec Rest in Höhe von 9353 Reichsmark auf neue Rechnung vorgetragen. Die turnusgemäß ausscheidenben Mitglieder des Aufsichtsrates wurden wiedergewählt, ebenso die Landräte neu angeschlossener Kreise. Auch Hessen, durch dessen Gebietsteile die süddeutschen Leitungen ge­führt worden sind, hat sich nach größtem Ent­gegenkommen bei diesen Bauten am R. W. E. beteiligt. Hier wurde Ministerialrat Dr. Win- d i s ch neu in den Aufsichtsrat gewählt.

' Allgemeine Elektrizitäts-Ge­sell s ch a s t. Rachdem bisher an Der Börse die Verteilung einer Dividende von 8 bis 10 Prozent erwartet wurde, erfährt Der B. B. C. nunmehr, daß nur mit der Ausschüttung einer Dividende von 6 Prozent zu rechnen sei. Die Bilanzsihung wird voraussichtlich in der ersten Hälste des Januar stattsinden.

* Sie neuen Kredite der Görlitzer Waggonfabrik. Das Görlitzer Stadtparla­ment hat die selbstschuldnerische Bürgschaft Der Stadt Görlitz für einen 4-Millionen-Kredit an die Görlitzer Waggon- und Maschinenbau A.-G. ge­nehmigt, um deren Stillegung zu verhüten. Die Deutsche Verkehrskredit-Bank A.-G. in Berlin, an die sich der Magistrat um Vermittlung dieses Kredites gewandt hat, erklärt hierzu, daß von ihr einer ersten Bank im Görlitzer Bezirk ein Kredit von 2 Millionen Reichsmark zur Weiter­gabe an dortige Industrieunternehmungen unter unter Bürgschaft der Stadt Görlitz zugesagt worden ist.

Rückgang der schweizerischen Ausfuhr nach Deutschland. Die schweize­rische Ausfuhr nach Deutschland zeigt im Monat Rovember einen abermaligen Rückgang. Während sie im September 50,2 Millionen betrug, aller­dings eine Rekordziffer in Anbetracht Der am 1. Oktober eingetretenen Zolle Höhungen g ng sie im Monat Ottober auf 29,8 Millionen zurück, um fich im Rovember weiter auf 20,4 Millionen zu vermindern. Wohl eine Folge der heft gen Wirtschaftskrise in Deutschland ist der Rückgang des Exportes von Schweizer älhron. Der sich von 251 068 Stück im Oktober auf 28 485 Stück oder von 7,1 Millionen Franken auf 1,4 Millionen ermäßigte.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a.M., 21. Dez. Tendenz: schwä­cher. Die Börse, die bereits im Zeichen der Feiertage steht, eröffnete die neue Woche bei sehr ruhigem Geschäft in überwiegend schwächerer Stimmung. 2lnregungen irgendwelcher Art fehlten. Die noch ungeklärte inncrpolitifdje Situa­tion hat die Unternehmungslust weiter zurückge- örängt, und die Börse beobachtete im Hinblick auf die bevorstehende Unterbrechung durch die Feier­tage größte Zurückhaltung, fo daß für eine Neihe von Werken keine Erftnotierung zustande kommen konnte. Sehr verstimmend wirkte der Abschluß der Rombacher Hüttenwerke, der sich als sehr verlust­reich erweist. Montanwerte lagen gedrückt, mit Ausnahme von Niebeck-Montan, die 2,5 Proz. gewinnen konnten. Am C h e m i c m a r f t setzte sich die Abgabebewegung fort, die Kurse gaben weiter nach. Elektro werte waren dagegen ge­halten. Auch Bankaktien hatten wesentliche Veränderungen nicht aufzuweifen. Schiff­fahrtsaktien rendierten gleichfalls schwächer. Die Nebenmärkte lagen uneinheitlich. Am Anleihemarkt war das Geschäft ebenfalls sehr

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21. Dez.

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(Wetterauer) 24

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