Einzelbild herunterladen

'W

Stadttheatef

Wtt-

WM 'S« mb nach dm Theatn vawr und fallt Spellen ,l:i

ZLrYenberg.Dr«

Geld

**ä£

-»unebra.

unter &42D L^njieh. «11 ^netfdjafitotn gegen Lichtthelt liesncht.

Schrilillch, Änne >ole um. 2953D an !?ll_Gleh. Anjn,n, eibwarz-wt^rs Kätzchen tntlaukn. 02541

Goctdeftralit H, «önntag, 2Ok abends 8 Ubr. Rai- lhauSlnal.^jrchstr.S

Hl» MilM

Reinertrag zu Gun- sien der Anmüdie, Zufluchteftätie füt geiährdeie Jugend.

Elnlah U "D

der mvMM,

NontM.MMä n, anher »bonnfmMt Buil-beine adeo ö01t7'*ÄP

»jäbneunium von Schegier.

-E®

SSgfÄ ,

$jHS

S°^L e»«»!1SewF itÄ s'i'Ls

rs-rS rSF

eninS^F

eonnlaa,2LMärj. a?/. b. nachlMr- HtnrineMiler Lustspiel In 31 «ft« von Ludwig (falla

Nr. 68 Srocttes Blatt

Lietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Tberhessen)

Samstag 2s. MSrz 1925

PETERS- UNION

Sic Einsetzung einer Kommission bedeutet nicht etwa an sich das Versprechen der An­erkennung. Sie bedeutet aber eine gewisse Bereit­willigkeit. eine freundliche Geste, die, falls sie Entgegenkommen findet, zur Anerken­nung und damit zur Wiederaufnahme der diplo­matischen Beziehungen führen mag.

Es ist selbstverständlich, das; dieHandels- £1L*>®c!$äft6&cdiefjun9en zwischen den betoen Ländern ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste Faktor in dem ganzen Problem sind. Sie amerikanische Geschäftswelt drängt darauf, bao endlich etwas geschehe, damit der Geschäfts­verkehr nnt Ruhland wieder eine normale Grund« lagc erhalte vorausgesetzt, es läßt sich ein ließet» entkommen bezüglich der Fragen treffen, die die amerikanische Regierung als fundamental er­achtet.

Der neue Staatssekretär. Frank Kellogg, pat em wachsames Auge auf die russisch-ameri- Ansche Kontroverse und dürfte auch vor seiner Wreise von London Gelegenheit gefunden haben gu tnsormellen Besprechungen mit dem Sowjet- Botschafter üi England. Aus diesen Besprechun­gen mag sich ein definitiver Plan der Zusam­menkunft einer russisch-amerikanischen Kommission herauskristallisieren, welche die ganze Frage unter ! die Lupe nehmen mag.

mag.

0316 jetzt hat sich daS amerikanische Staats­departement rundweg geweigert, von Anerken­nung überhaupt zu reden. Dies bat den söge- nannten radikalen auch den bloß liberalen Elementen hierzulande Anlah zu schärfster Kri­tik an Herrn Hughes gegeben. Es ist aber mit Bestimmtheit anzunchmen, dah der Staats­sekretär sehr Wohl darüber unterrichtet war. was Ruhland zu tun sich weigern würde, und dah er deshalb der lleberzeugung war. dah alle Diskussion nutzlos wäre. Senator Borah aber, tote nicht wenige andere Amerikaner, glaubt, bah Ruhland den amerikanischen Ideen bei- pfllchten wird, vorausgesetzt. Amerika enthält Heb der Einmischung in die inneren Angelegen­sten wie die souveränen Rechte der russischen Rate-Republik. Freilich hat innere Politik nicht Tellen ihre Wirkung auch nach auhen hin, und erne auswärtige Michi mag eine Einschränkung ihrer Anwendung wünschen und suchen.

OMS immer die Differenzen auch sein mögen, fo können sie auf keinen Fall dadurch aus dem Wege geräumt werden, dah Amerika sich auf bte Dauer glatt weigert, mit Ruhland überhaupt zu reden. Herr Eoolidge sieht ein, dah der Gegenstand zumindest gründlicher Erörterung be­darf, so dah der Welt ein Licht aufgeht hinsicht­lich der Haltung Amerikas, und dah mit dem Ausgleich der bestehenden Differenzen zumin­dest der Anfang gemacht werde. Solange Ruh­land im IInklaren darüber ist. was Amerika eigentlich will, namentlich bezüglich der unauf­hörlich sich verschiebenden innerpolitischen und wirtschaftlichen Verhältnisse Ruhlands, solange kann kein Fortschritt zur Anerkennung der Re­publik durch die Vereinigten Staaten gemacht werden.

er zum Rotar ernannt. Eine Reihe von Jahren gehörte er dem Vorstände der Anwaltskammer, der Aotariatskammer und dem Disziplinarhose für Notare an Auher feinen beruflichen Pflich­ten betätigte er sich auch im öffentlichen Leber/ In ausgedehnter Weise; u. a. war er Mitglied der Kreisschulkommission, des Provinzialtages, der Stadtverwaltung als Beigeordneter. Den Charakter als Justizral erhielt er 1895. den als Geheimer Justizrat 1902; im Jahre 1915 wurde ihm das Komturkreuz 2. Klasse des Philip ps- ordens verliehen Auch im politischen Leben spielte er eine hervorragende Rolle; er war lange 3afjre Vorsitzender und Führer der Rational­liberalen Partei im hiesigen Wahlkreise, von 18751902 vertrat er die Stadt Friedberg in der 2. Kammer der Landstände. Durch fein freund- itchcs und gefälliges Wesen, durch seinen vor­nehmen Charakter hat er es verstanden, sich bie Artung und Zuneigung der ganzen Bevölkerung M erringen, und sein Geburtstag wird gewiß Anlah zu vielen Beweisen der Liebe und Der- cßrung geben. Dabei erfreut er sich trotz seines hohen Alters noch einer bewundernswerten gei­stigen und körperlichen Frische, er nimmt noch Anteil an allen Vorkommnissen der Zeit und macht jeden Tag einen gröberen Spaziergang. In dieser Woche hat die hiesige Obst- und Landwirts chaftsschule chren Winter- kursuS beendigt; die Anstalt war von 34 Schü­lern der Oberklasse und 28 Schülern der Unter­klasse besucht. Als Vertreter der Regierung war

I Landwirtschaftsrat Dr. May von Darmstadt an- 1

Aus der Provinz.

Landkreis Wietzen.

t ©rünberg. 20. März. Bei der Holz- hcrfteigetuna am 17. ds. Mts. im Stabt- toaib wurden folgende Preise erzielt: Lärchen- scheuer 8 Mb. Fichtenfcherter 7 Mk.. Lärchen-

6 F'chtenknüppel 4 Ml., Eichenreisig 15 OHL und Fichtenstangen 1.50 Ml. pro Rm. - Bei der Versteigerung am 19 März im Stadt- toalb waren die Preiie für Ruyholz folgende: /??^^utzreisig (Schichlhaufen) pro Rm. 4 Mk.. Eichen-Ruyscheiter, 3 Meter lang, pro Rm 20 Mark. Ktesernstammholz «Schnittholz) 2 Klasse 73 Mk. und 3. Klasse 70 Mk. pro Fstm., Eichen- Ruhscheiter 2. Klasse, 3 Meter lang. 12 Ml.

©rünberg, 20. März. Für Donners­tag. 2. April, ist unserer Stadt die Abhaltung I eines KlauenviehmarkteS genehmigt wor­den. Der Austrieb darf nur in der Zeit von 8 biS 9 Uhr vormittags ftaitfinben.

D 2id). 20. März. Der der heutigen Dren n- holzversteigirung im h.e.igen Stadtwald I wurden folgende D urchlchnittspreise bezahlt: Buchenscheiter 20 Mk.. Buchen stocke 10 Mk. jeRm.. Buchenwellen 15 bis 20 Mk., Cichenwll.en 10 bis I 14 Mk. je 50 Stück entsprechend der Qualität.

df. Langsdorf, 20. März. Gestern abend sprach in unserem Rathaussaal Herr Grade vor einer gröberen Zuhörerschaft. Er war über 30 Jahre in Siam, dem Reich des weißen Elefanten, als chofp olograph ansässig und kam daher mit Land und Leuten, auch dem König, in Berührung, kennt also Sitten und Gebräuche aus langjähriger An- I schauung. Seine Ausführungen über Siam wur­den noch durch über 70 eigene sehr schöne, teils farbige Lichtbilder, recht wirksam ergänzt. Sie zeig­ten nicht nur die siamesische Hauptstadt Bangkok, deren Leben sich zum großen Teil, wie in Vene­dig, auf den Wasserstraßen abspielt, sondern auch Aufnahmen aus dem flachen Lande, das Herr Grote auf Reisen oder bei Ausführung von Re­gierungsaufträgen ausgiebig kennen lernte. Be­sonders interessant waren die buddhistischen Tem­pel, die Szenen einer Elefantenjagd und die Sil­ber, welche die pompösen Zeremonien bei der Ver­brennung des früheren 1907 verstorbenen Königs zeigten. So fand denn der von der Liga zum Schutz der deutschen Kultur veranstaltete Abend den verdienten Beifall.

- Hungen, 19. März. Am Sonntag wurde hier der Rekt or Lorenz Metz zu Grabe ge­tragen. Eine schwere Operation, der er sich in Gießen unterzog und durch die er Genesung von einem langjährigen Le.den erhoffte, setzte seinem Leben unerwartet und in der besten Manneskraft [ er stand im 51. Lebensjahre ein Ende.

31 Jahre hat Rektor Metz ununterbrochen als Lehrer und zuletzt als Schulleiter hier gewirkt, nachdem er als blutjunger Schulverwalter von Rlsfeld hierher versetzt worden war. In der langen Zeit seines Hierseins hat er es verstanden, obwohl Ortsfremder, so mit den Geschicken des Städtchens zu verwachsen und solchen Einfluß auf sie zu gewinnen, daß es nicht zuviel be- . Haupt et war. wenn Bürgermeister Fendt an sein em Grabe sagte, mit dem Verstorbenen schwinde ein Stück Hungen dahin. Wohl selten hat ein Trauergeleile von solchem Umfang einem Hun­gener die letzte Ehre erwiesen, hatten sich doch zahlreiche Krieger- und Gesangvereine der Um­gegend sowie viele auswärtige Amtsgenossen und Freunde des Verstorbenen eingefunden. In be­wegten Worten entwarf der Ortsgeistliche, der dem Heimgegangenen persönlich sehr nahe­stand, ein Bild seiner Persönlichkeit und seines Wirkens. Der Kriegerverein Hungen feuerte eine dreifache Ehrensalve über das offene Grab, worauf die Schulkinder Kränze niederlegten und Abschied von ihrem Lehrer nahmen. Alsdann widmete Kreisschulrat Fischer bem ver­dienten Schumann« eiten warmen Rach ruf Se'nen Wollen, sowie den zahlreichen noch folgenden Rach rufen verschiedener Körperschaften und Vereine merkte man deutlich an, daß hier nicht einer bloßen Pflicht genügt wurde, sondern daß sie tiefempfunden waren und daß das H-.n- scheiden dieses Mannes in gar vielen Beziehungen eine empfindliche Lücke qer ffen hat. War er doch auch Mitglied des Kirchen- und Schulvor­standes, Organist sowie Dirigent des Kirchen- chores und eines Mannergesangvereins.

Hungen, 20. März. Am Montag, dem 30. März, findet hier ein Schweinemarkt statt. Der Auftrieb ist nur für die Zeit von 9 bis 10 Uhr vormittags erlaubt.

Kreis ^riedberq.

Friedberg. 20. März. Am 23. d. MiS. feiert der älteste Mit bürger unserer Stadt. Geh. Iustizrat H. Jöckel. feinen neunzig st enGeburtstag. Der Jubilar ist im Jahre 1835 zu Altenschlirf geboren, besuchte das Gymnasium zu Büdingen und die Universität Dießen (Mitglied des Korps Hassia) und erhielt 1868 die Zulassung zur Advokatur, 1879 die Zu­lassung zum Landgericht m Gießen. 1899 wurde

wesend, der sich In feiner Ansprache sehr lobend übet die Leistungen der Schul« und der Schüler ausspiach. Sin gemeinsames Essen vereinigte so­dann Im Kasino die Lehrer. Schüler und deren Angehörige zu einigen gemütlichen Stunden. Gestein abend wurde hier cm Ausschuß zur Voilx-reitung der Wahl für die Kandidatur der Reichsprastdenlschaft Jarres gebildet. Derselbe steht unter dem Vorsitze deS Professors Werner (Augustinerschule) und fetzt sich zu­sammen aus Vertretern der Deutfchna.ionalen Panei, der Deutschen DolkSpartei. dem Sauern- bunde, der Wirtschaft-Partei, der Handwerker­vereinigung und sonstiger größeren Verbände, außerdem aus Damen und Herren der weiteren Düigerschast der Stadt.

Dad-Rauheim. 20. März Die Frei- toiUige Feuerwehr verband mit ihrer dies­jährigen Hauptversammlung eine Gedenkfeier zur Erinnerung an ihr 30jähriges Bestehen Obcrbranbmeifter Salzmann leitete die vor­züglich besuchte Jubiläumsversanunlung mit einem Rückblick auf die Geschichte der Wehr ein, deren Gründungstag der 18. März 1895 ist. nachdem in £>en Siebziger Jahren sich schon einmal freiwillig eine Feuerwehr gebildet Halle. Warm empfundene Aborte, die von der Versammlung stehend an- gehört wurden, galten den im Weltkrieg ge­fallenen 14 Kameraden und Öen im letzten Jahre verst orbenen Angehörigen beider Wehren Als Vertreter der Stadt war Beigeordneter Kling anwesend. Aus seiner Hand wurden nach einer gehaltvollen Ansprache an 16 Mitglieder der Wehr Schnüre sür 30jährige Dienstzeit alS Aus­zeichnung überreicht. Die Mitgliederzahl der Wehr beträgt 4 Ehrenmitglieder. 127 ordentliche und 321 unterstützende Mitglieder. Die Einnahmen betrugen 3329 Mk., ebensoviel die Ausgaben. Das DereinSvermögen beläuft sich auf runö 700 Mk. Als Obcrbranbmeifter wurde Salzmann wieder- gewählt. Der Bildungsverein hielt gestern feine Hauptversammlung unter dem Vor­sitz von Sanitätsrat Dr. Dauer ab, der in feiner Begrüßungsansprache vor allem der Stadt- Verwaltung und den Stadtverordneten herzlich dankte für die dem Verein gewährten Unter­stützungen. Der Geschäftsbericht des Schrift­führers, Lehrer Porth, die Rechnungsablage des Oberinspektors Faust, sowie der Bücherei - Bericht des Bibliothekars, Lehrer Wehr heim, gaben ein umfassendes Bild von der vielseitigen und segenbringenden Arbeit des Vereins. Be­sonders hervorzuheben sind die 5 dieswinler- lid)en DortragSveranstaltungen. über die im ein­zelnen schon berichtet worden ist; sie waren durch­schnittlich von 150 Zuhörern besucht. In der Bücherei wurden an 49 AuSleihetagen von 175 Lesern zusammen 3445 Bände entliehen. Die .Zahl der jugendlichen Leser ist gegen die Vor- jabre ettoaS zurückgegangen Insgesamt umfaßt öte Bibliothek jetzt rund 5000 Bücher, wovon 1200 Eigentum der Stadt sind, aber auch ausge- llehen werden. Der seitherige Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. Die aus der Versamm­lung gebrachte Anregung, dah sich der BildungS- t>erein mit dem Heimatverein zusammen- schliehen möge, war wohl gut gemeint, kann aber mir in Form einer Arbeilsgen^inschafl zur Aus­führung kommen. Denn bei im allgemeinen gleichen 3ielen hat der Heimatverein aber durch die Herausgabe seines Jahrbuches eine Sonderaus­gabe zu lösen, für die eine eigene Geschäftsfüh­rung nötig ist.

Kreis Büdingen«

Amerika und Rußland.

Don unserem D. ^.-Korrespondenten. fDachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)

Washington, Ende Februar 1925.

Trotz aller Dementis, trotz aller Erklärungen, daß der bevorstehende Wechsel im Washingtoner Ministerium des Aeußern keinerlei Einfluß auf auf die Haltung der Vereinigten Staaten Sowjet- Rußland gegenüber haben werde, gilt es in der Bundeshauptstadt ineingeweihtem Kreisen als sicher, daß ötc di plomatischen Be­ziehungen zwischen Amerika und Ruhlandnoch in diesem Jahrewieder ausgenommen werden dürsten. Vorausgesetzt allerdings so behaupten die Wissenden, daß Rußland seine auswärtige Politik gewissen Aen- beningen unterzieht. Welcherlei Aenderungen den Herren in Washington wünschenswert scheinen, hat man in Rußland bislang allerdings nicht verraten, denn Staatssekretär Hughes hat sich bekanntlich beharrlich geweigert, die Sowjet-Re- gierung anzuerkennen, und mit Leuten, die für einen einfach nicht vorhanden sind, kann man auch nicht unterhandeln.

Zetzt aber scheint die amerikanische Regierung bereit, Vorbesprechungen mit den Mos­kauern Machthabern betreffs der Anerkennung der Sowjet-Republik anzubahnen. Zeit und Ort hierfür sind allerdings noch nicht bestimmt; aber der etnzuschlagende Weg die Einsetzung einer Kommission nämlich scheint Anllang bei Prä- ftbent Eoolidge wie bei Senator Borah. bem Vorsitzenden des Senats-Ausschusses für Auswärtige Beziehungen, zu finden. Herr Borah Plant eine Europa reise kurz nach Schluß der Kvngretz-Tagung. Aus solcher Reife pflegt man '«Uerlei Leuten zu begegnen. Es läßt sich vielleicht arrangieren, dah man, ganz zufällig, im Adlon in Berlin, in der Schweiz oder sonstwo mit diesem «der jenem Russen zusammentrifft und beim Tee Ansichten und Meinungen austauscht. Es ist auch keineswegs ausgeschlossen, daß eine amerikanische Kommission noch vor der Abreise Senator 'DorahS ernannt und er zu ihrem Vorsitzenden «koren werden wird.

Ein Präzedenzfall dieser Art liegt vor. Als die diplomatische Korrespondenz zwischen den Ver­einigten Staaten und Mexiko auf dem toten Punkt angelangt war und der Karren nicht mehr hin und nicht mehr her wollte, entschloß sich Präsident Harding zur Entsendung einer Kom­mission, die zwar keineswegs bevollmächtigt war. ber mexikanischen Regierung die Anerkennung Washingtons zu gewährleisten oder auch nur Au versprechen die aber den Auftrag hatte feft- zustellen. worin die Meinungsverschiedenheiten eigentlich lagen, und zu ermitteln, in welcher Weise sie sich in Einklang bringen ließen. Der 'Beriet wurde von den Bevollmächtigten beider Regierungen al« getreues Protokoll ihrer Be­ratungen und Verhandlungen unterzeichnet; ehe « jedoch in den Rang eines ilebereinfommend erhoben werden konnte, bedurfte er der Unter­zeichnung durch den Präsidenten wie den Aus­wärtigen Minister beider Länder.

Rach derselben Formel läßt sich das rufst- iche Problem erledigen. Sie beseitigt daS Argument, dah die Anerkennung Rußland« von .Bedingungen" abhängig gemacht toerbe, legt dabei aber beide Regierungen derart fest, dah irgend ein Wechsel in der äußeren Politik als ®runö zur Entziehung der Anerkennung dienen

1 Mk.. Sichtenschntttholz 2. Kl. 54,90 Mk..

Alk-. Fichtenbaubolz 2. Kl. 26,75 Zar!, £ ÄL 25,85 Ml.. 4. ÄL 23.74 Mk.. 5a. Klasse 22.33 AU.. 5b-Klasfe 21.27 Mk. je Fstm.

Ober-WidderSheim, 20. Marz. Stcfcr ^agc sand hier in dem geräumigen Saale von Karl Eifer II em Werbeabend statt, ber von dem Bezirk 2 deS Gaues Wei- t e r a u der T u r ne r f cha f t veranstaltet wurde. Freiübungen der Schülerriege, ein Volkstanz und Liederspielc der Schulmädchen leiteten den Abend ein. Der Gesangverein .Cintr acht", bte oingspielgesellschaf t ..Fidelio" und ein gemischter Chor trugen Chöre vor. Dortrefsliche Leistungen an den Geräten zeigte bie Werber lege des Bezirks, in der auch 2 Wie- feder Turner sich ganz besonders auszeichneten. Den Höhepunkt des Abends bildeten die Dor- führungen ber 10 Turnerinnen aud Wiefeck. Ganz befnnberen Beifall ernteten d ese mit ihren Volkstänzen unb Lieberreigen, ebenso bewunderte man ihre Hebungen an Barren und Pferd. Dor allem waren es die gute, straffe Körperhaltung, Die Gefchmeibigkeil und Gelenkigkeit, bie äftbo- tifdben unb rhythmischen Bewegungen, bie bad Erstaunen ber Zuschauer erregten Alle Zuschauer toaren von den Darbietungen höchst befriedigt und wünschten, einen solch gern streichen Abend nächstes 3aor wieder zu haben. Rköge bei allen Ellern immer mehr die Erkenntnis kommen, bist plan­mäßiges Turnen, verbunden mit ästhetischen und rhythmischen Hebungen, das beste Mittel ber körperlichen Jugenberziehung ist

Mrcie Schotten.

Schotten. 20. März. In den voraus» gegangenen Tagen hat man sowohl hier, wie m vielen anderen Orlen des Vogels be rges ?1l.n fl e f a r c n- um wenigstens einen Teil ber Eiskeller zu füllen. Die Eisschicht ber Teiche erreichte, je nach ber Höhenlage, eine Dicke von 58 Zentimeter. Auch bei- Harbteich bei Ridda würbe abgeeist. Die Eisschicht toar aber äußerst porös, so daß die Haltbarkeit be« eingekellerten Vorrats sehr in Frage gestellt werden must. - Die Bautätigkeit, bie in btefem Jahre frühzeitig begann, hat durch die entsetzende Frostperiode eine unangenehme Unterbrechung erfahren. Man hofft stark auf baldige warme Tage, um in der Arbeit fort- fahren zu können. Auch in den Dasal 1 stein - brüchen mußte man sich zur Verkürzung der Arbeitszeit entschließen.

Kreis Alsfeld.

H Als selb. 20. März. Eine sehr be­grüßenswerte Einrichttmg hat die hiesige Be- dirrdfbarfaf se feil einiger Zeil getroffen. Zeder Reugeborene erhält bei Anmel, bung seiner Geburt auf dem Standesamt cir. künstlerisch ausgeführtes Erinnerungsblatt mit gc eignetet Belehrung über bie Vorteile einer regen Spartätigkeit und zugleich einen Gutschein über 3 Mk. ©Bareinlage bei ber Spar­kasse als Grunbstock für spätere Einlagen. Der hiermit erstrebte Zweck, ben allgemeinen Spar- sinn im Volke toicber zu beleben, kann nur dank­bar anerkannt werden. GS mutz als ein erfreu- licheS Zeichen betrachtet werden, bah bte Spar­einlagen bet den hessischen Sparkassen nach ben statistischen Zusammenstellungen deS hessischen Sparkassenverbanbes allmählich wieder beträcht­lich nn Wachsen begriffen sind, ergab sich doch für den Monat Februar eine Zunahme bei ©bareinlagen bei den hessischen Sparkassen von 3 Millionen Marl, womit die gesamten Spar­einlagen von rund 15 Millionen Mark auf 18Mil­lionen Mark gestiegen sind.

Etartcndura und Rbeinhesscn. r:.r,s=^®armftabt 19 März. Die Hes- flsche Landwirtschaslskammer hiell Deute eine auherordenlliche Tagung ab. In ? 5 "Umstadt ist beabsichtigt, eine Land­wirtschaftliche Haushaltungsschule aii erri$lert. Zu diesem Zweck sott von dem hessischen Staat das Darmstädter Sch lost nebst ^gehörigem Garlengelände erworben werden Der Kaufpreis und die Umbaukosten belaufen NM «ul rund 130 000 Mk. Die Landwirlschaft- hd)e Haushaltungsschule Lindheim soll nach Friedberg verlegt werden. Die Stadt Fried­berg ist bereit, das Gelände, ungefähr 5800 qm du einem Reubau der Schule unentgeltlich ber Landwirtschaftskammer zu übereignen. Ferner ist Die Stadl Friedberg bereit, der LandwirtschaflS- tammer das Kapital für den Reubau der HauS- hallungsschule zunächst auf fünf Jahre unkündbar $u einem mäßigen Zinsfuß bereilzustellen. Die Gesamtkosten sind auf 200 000 Mk. - veranschlagt 3n beiden Fällen stimmte die Landwirlschafts- tommer den Vorschlägen des Vorstandes zu. Das landwirrscha ' lliche Versuchsgut ® r o 6 - il m ft a d t soll ausgestaltet werden, inS- befon^cre will man auch Gelände erwerben, um ben OBetnbau, der für bie Groh-Umslädter Ge- genb Bedeutung hat, zu bflegen, wenn auch in Ater Linie das Versuchsgut der Förderung des Dbft-, Gemüse-und Gartenbaus dienen soll. Zum Ausbau der Rebenzuchtstation Pfeb- dershelm sott weiteres Gelände gekauft toer- ben ebenfa für die Rebschule in Alzey unb aur Anlage von muttergärten für Amerikaner­reben in ber Gemarkung Alzey.

Hessen-Nauau.

][ Marburg, 19. März. Unter großer Beteiligung der Landbevölkerung aus dem hie- ngen unp den umliegenden Kreisen wurde hier neben dem Krammarkt der Frühjahrs- Pf e r d e m ar k t und zugleich ein Schweine- markt abgehasten. Auf dem Pferdemarkt ftan- ben rund 300 Pferde und Fohlen zum Verkauf unb zur Prämiierung. Der Handel war flau Dem Schweinemarkt waren etwa 420 Ferkel unb

"»Ab,n*e*h 20' mär3' 3n gestrigen Gemeinderalsfitzung orollten die Gegen laße unter den Mitgliedern wieder mal stark aufein- ander. Aus den Verhandlungen find folgende wich- tigepunfte 311 berichten: Die Gemeinderäte öimel, Hildner und Genossen beanstandeten Die seitherige Handlungsweise des Bürgermeisters in bezug auf dis- Auslegung des Art. 94, 2 der Landgemeindeordnung. Der Bürger­meister widersprach lebhaft und wurde in bie- |em «inne vom Beigeordneten Dotter unterstützt. Zu einem änbernben Beschlüsse kam es nicht, da alle dntrage der Gegenpartei abgele' nt wurden. Don ber Direktion des W o l f g a n g -C r n st - G y m n a- Hum s lag em Antrag vor auf Gewährung eines Zuschusses von 300 Mk. zur Anschaffung von Schul- banken. Diese Summe soll jährlich in den Ge- memdeooranschlag ausgenommen werden. Nach län­gerer Debatte wurde dem Antrag ftartgegeben. Gs folgte die Vorlage bett, die Kanalisie­rung bes Neuen Wegs, der Hindenburg- und- delsheimer Sttaße. Die Baukommission, die von dem Gememderat mit den Vorarbeiten beauftragt roar, Hal die notwendigen Arbeiten und Material­bestellungen durch Submission schon vergeben. Das Recht ;u dieser Vergebung ohne Anhörung des Gemeinderats wurde angezweifelt. Der Bürger­meister erklärte, daß ein diesbezüglicher Gemeinde- ratsbeschluß vorliege, konnte diesen nicht im Pro­tokollbuch ausfinden, so daß die Angelegenheit ver­tagt werden mußte. Die Daukommission hatte beantragt, den Dautechniker Heinrich Knaf (Ge- meinberatsmitglieb) mit der Anfertigung der Pläne und Kostenooranschläge für die zu erbauenden E i n- samilienhäuser zu beauftragen. Da die Stel­lungnahme des Gemeinderats ^u diesem Antrag, der in einer früheren Sitzung schon vorgelegen hatte, ebenfalls im Protokollbuch unauffindbar roar, mufcte hier gleichfalls Vertagung eintreten. Die Verlegung der projektierten Straße von Wittekind (Bruno-Straße) bis Neuer-Weg (Lehrer Hofmann) wurde genehmigt. Es gibt durch diese Verlegung einen Bauplatz mehr. ©eiter nahm der Gemeinderat Kenntnis von einem Antrag in Sachen Aussteifung der Kreisstraße Bübin- genSinbfadjfen, der zusländigkeitshalber an das fireisamt überwiesen worden war. Mit ber Erlebigung einiger unbedeutender Punkte wurde die oft stürmisch verlaufene Sitzung gesststos- fen. Bemerkt sei noch, daß die Büdinger Einwohner in letzter Zeit den öffentlichen Sitzungen des Ge­meinderats beiwohnen und sich dort Urteile und Er- fahrungen sammeln.

* Ridda, 20. März. Die Ruhholzver­steigerung des hessischen Forstamts Ridda die am Mittwoch in BerSdvN stattsand, brachte iolg-mde Durchschnittspreise: Buch enschnitt Holz wichen stamm hol, 6 Kl 66.05 Mark. Dirkenstammbol; 6. Kl. 55,36 Mk Eichen- schnittholz 3 Kl. 102.70 Mk.. 4 KI 100 Mk Eichenstammholz 4 Kl. 66.45 Mk.. 5 Kl. 55.61 Mark. 6. Kl. 52.10 Mk., Kiefernschnitlholz 2 Kl 59.20 OEf, 3. Kl. 60.48 Mk.. Kiefernbauholz 3 Kl §L1 Mk., 4. Kl. 28.05 Mk.. 5. Kl. 18L9 Mk' I Lärchenschnitthvlz 3 Kl. 69,77 Mk. Lärchen stamm- Holz 3. Kl. 52.28 Mk 4. Kl. 39,90 Mk. 5 Kl I

fahrrad- Reifen

§6drfte, Qualität

daI^op ppeLsrvept