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weis der äutzerft oielleiiigcn .bcrrocnoiing der- Dechn. DochUfe, deren Mitglieder teilweise recht schwierige und manchmal auch gesundheitsschäd­liche Arbeiten im Interesse der Allgemeinhei auSführen mutzten. Besonders interessant wäre» dabei die Bilder über die Em'atztätigkeit dei Techn. Rothilse in Wölfersheim and Mes­sel. sowie in der Landwirtschaft, im Handel, in Krankenhäusern, bei der Müllabfuhr und aus dem Friedhoi. 'Beide Vortragende ernteten für ihre Ausführungen reichen Beifall.

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Aus Stadt und Land.

Dieben, den 21. Februar 1925.

Auf dem Abendbummel.

<M ist argen Abend ich bummle durch die Straften. habe nicht eigentlich Feit, aber lege mir> meinen Weg so, datz er mich dahin führt, wo daS meiste Gedränge ist SS kostet etn paar Minuten, doch dann ftave ich da- Gefühl gehabt, .unter Menschen gewesen zu fein.

Wenn man den ganzen Tag im Bureau gefeflen, barm hat man das QWnirfntf. mit Menschen zusammen zu kommen, mit vtelMen­schen. ®tn Bekannter von mir nennt das .Hunger nach Menschen" 3a. wahrhaftig, dl Ist so eine Art Hunger, man braucht soviel Menschen, bi- man ,fatr IfL t ir

do schlendere ich die Strotze entlang, die Aktenmappe unttrm Arm. hierhin und dorthin ' lickend, bald schneller, bald langsamer gehend, aber bewutzt daS Gedränge erlebend und gc- niehend. Ich spüre viele Menschen an mir vor- uberglellen: sie streifen meine Ellenbogen, sie bilden mich an. hier und da grübt einer; ich danke, oder ich grühe und der andere dankt.

Wenn man lebensfroh ist und seine Phan­tasie mal ungezügelt schweifen Iaht, dann be­ginnt sie. im Stravengedränge sich lebhaft zu gestalten und )u fragen: Wer mag jener Herr sein, der au-sieht. alS ob er ein bedeutender Mensch märe? Diese markanten GelichlSzüge. die Festigkell seines Blicke» l Sine gaiue Welt geht womöglich hinter ihm her und lätzt sich durch (einen Schritt führen. Er taucht in irgendeinem Bierlokal Unter, man ist ein wenig enttäuscht.

AIS abgeraderter, vom Tagwerk ermüdeter Mensch geht man aber nicht ohne Desühlsspiele- reiem durch daS Gedränge; ich fvage nicht weiter, ob jene schöne Dame wohl Geist habe, ob jener DreiS zufrieden sei. ob der Jüngling einmal eis tüch­tiger Mann werde; ich sehe sie alle an und ver­gesse sie nach wenigen Schritten, well ich neue Gesichter in mich aufnehme und neue Blicke empfangen will- Ich möchte mich ganz vollsaugen mit Eindrücken von einer Masse von Menschen, die so tote ich vielleicht nichts weiter wollen als: Mensch unter Menschen sein.

Wenn ich bann meine Schritte wieder be­wußter setze und in die Etrahen komme, wo es weniger lebendig ist. dann s.ihle ich eS wohlig wie eine Art Ruhe in mir, datz ich mir wieder-

AuSwä rtige AmtStage des Äret6amt8 ®icf)en finden statt: Freitag. 27. Februar, vormittags 91/, bis 1 Uhr, im Rat­haus zu Grünberg, Donnerstag. 5. QHärx, vormittags 9 bis 1 Ayr im RaihauS zu L i ch, Freitag. 6. März, vormittags 9 bis 1 Ahr im Rathaus zu Hungen. Anliegen der Kreisein- gefeffenen aus den Amtsgerichtsbezirken Grün­berg. Homberg und Laudach können an dem Amtstagc in Grünberg. Anliegen der KreiSein- gesessenen aus den A.ntsgericht^be^ir.en Lich und Ridda an dem Amtstag in Lich. fotae von KreiS- eingesessenen auS den 2l ntsgerichtsoczir.en Hun­gen und Ridda an dem Amtstage in Hungen vor­gebracht werden.

300 Millionen Reichsmark neues Silbergeld. In der DonnerStagS- Sihung des ReichsrateS billigte dieser die R.'u- prügung von ReichSsilberm in.zen bis zu einem Gesamtbeträge von 300 Millionen Reichsmark. Die Münzen sollen so gestaltet werden, datz Fäl­schungen besser als bisher vorgebeugt wird.

* Personalien. Ernannt wurden der Lehrer Johannes Braun zu Rudingshain, KreiS Schotten, zum Lehrer an der Bul sichule zu Rüsselsheim. Kreis Droh-Gerau, der Rektor Kon­rad S p i e tz an der Volksschule zu Mörfelden, KreiS Drotz-Gerau, zum Lehrer an der Volks­schule zu Friedberg; die Studienräte Dc. Friedr. Koenig an der Realschule zu Langen und Dr. Wilhelm Schraub an dem Lehrersenü-ar in Alzey zu Studien raten an der Q>rrrealsHule in Dietzen mit Wirkung vom 16. Februar ab.

Eine Photographen-IwangS- Innung für Hessen ist mit Wirkung vom 15. Februar ab gebildet worden Von diesem Tage ab gehören alle öetoerbctrei.xibe. dir das Pl'vlo- graphenhandwerk im Dol.Sstaat Hessen betreiben, dieser Innung an.

d. Bei der gestrigen Brennholz- Versteigerung der Stadt Dietzen er­zielte man folgende Durchschnittspreise: Gichen- scheiter 10,50 Mk., Kte ernscheiter 9 Mk.. FiÄien- scheiter 7 Mk., Eichenknüppel 7 Mk. Kiefernknüp­pel 7,50 Mk., Fichten knüppel 6.50 Mk., Eichcn- stöcke 6 Mk., Kiesernsiöcke 5 Ml.. Fichtenstöcke 3 50 Mk. je Rm. Duchenreisig 35 Mk, Eichen­reisig 25 Mk.. Fichtenreisig 13 Mk. je 100 Wellen.

Erwischte Lavenvteve. wn Ehe­paar aus der Umgegend, das zum Einkauf nach Dietzen gekommen war. wurde durch die Aufmerk­samkeit de rDefchällSinhaberin dabei ertappt. wie eS auf dem Ladentisch aufgelegte Strickwaren verschwinden lieft. In einem anderen Geschäft dagegen hatte daS Paar unbemerkt einen Dieb­stahl ausll^ren können. Die Deute konnte der diebischen Kundschaft abgenommen unb an die Geschädigten zurückgegeben werden.

* Festgenommen und dem Gericht zu- geführt wurde eine von der Staatsanwaltschaft Frankfurt a. M wegen Betrug- gesuchte Manns­person. die hier zugereist war.

3 m Qberhessischen Kunstverein wird, so schreibt man unS. morgen Sonntag eine aropchische Ausstellung eröffnet. HeinrichHa- oer l-München bringt eine reiche Anzahl Ra­dierungen, darunter einige, welche nach einer eigenen technischen Erfindung bergcftellt sind. Frau Lotte P. Prechner - Köln bringt eigen­artige Holzschnitte; K. F. L i p p m a n n - Frank- furt a. M stellt in der Hauptsache Lithographien mit den Porträt- Fran.surter Schauspieler aus. Auherdem sind noch Arthur Stein - Witten­berge mit Radierungen und Leo Kayser- Darmstadt hessischen Motiven vertreten. Da diese Ausstellung nur Drei Wochen geöffnet bleibt und anlätzlich der Ausstellung demnächst ein Vor­trag über graphische Kunst von einem bekannten Kunstwi'senschas.ler gehalten wird, ist ihr Besuch schon jetzt zu empfehlen.

k. Die VezirkSgruppe Dietzen der Technischen Rothilse veranstaltete am Donnerstag Im graften Hörsaal des physikalischen Instituts einen VortragS- und Werbeadend. ^lach einer kurzen Einleitung des Dorsitzenden der die­sigen Dezirisgruppe. Avckuell Schucharvt. hielt Volkswirt S chr ei oe r- S t o lz e - Dassel einen sehr interessanten Vortrag über das Thema: Fünf Jahre im Dienste deS Volke»". Der Vor­tragende bedauerte zunächst, datz weite Kreise der Bevölkerung noch immer nicht über die Aufgaben der Technischen Rothilfe informiert seien und sich dadurch sehr oft zur Stellungnahme gegen diese Einrichtung hinreitzen heften. Die tech­nische Rothllse sei eine Arbeitsgemeinschaft, die sich bereit erklärt hat. lur Sicherung der inneren Ruhe und Ordnung und de» Wiederaufbaues des deutschen Wirtschaf Sieben» RotstandSarbeiien dort zu verrichten .wo es sich um die A u f r e ch t- e v ft a 11 u n g gefährdeter lebenswich­tiger Betriebe handelt, sowie in Fällen der Rot durch höhe« Gewalt, ä. D. bei FeuerS- unb Was! rtnot, Eisenbahnunfällen usw. ein­zugreifen. Sie leiste im Interesse der Allgemein» hrit nur unaufschiebbare Rotarbeit in lebenswichtigen Betrieben (DaS-, Wasser-, Elektrizitätswerke. Krankenhäuser. Volksküchen, LebenümitteltranSporten usw.) bis zur Wiederkehr der ersetzten Arbeitskräfte. Bei Ausübung dieser Tätigkeit werde daS versas- sungsmcitzige Koalitivnsrecht der Arbeitnehmer in keiner Weise angetastet. Redner schilderte die Entstehung der Technischen Rothilfe, deren gei­stiger Vater und Gründer der frühere ReichS- w^hrminister RoSke fei. besprach die Tätigkeit derselben, die in den letzten 5 Jahren ihreS Bestehens rund 4000 mal eingesetzt wurde, und zeigte die D'elseitigkeit der Verwendung dieser Einricktung. bezw. der Helfer. Mit Recht wieS der Vortragende darauf hin, datz eS nicht die vornehmste Ausgabe der Techn. Rothilfe sei. möglichst oft in Wirtschaftsleben eiryugreifen und I benswichtige Betrübe vor dem Ruin zu bewahren, sondern durch ihr Bestehen zu verhüten, d'tz di' Arbeitnehmersch'ft lebenswichtige De- tri be im St-che lätz'. Je schlag f'rt:qer und zahl­reicher die Techn. Rothilfe berellstehe. desto mehr den Strnfs in ledenSw'chtiaen Betrieben ver- tzu'et. Der zweite Redner deS Abends, Reg.» Baumeister HtlSdorf. Frankfurt a. M er­läuterte an Hand von Lichtbildern die Organt- sation und Den Umfang der Techn. Rothilfe, die z. 3 über 2000 Ortsgruppen verfügt, er zeigte weiter statist-fch' Rachive'le über hon Ein­satz der Techn. Rothilfe, die Fahl der beschäftig­ten Arbeiter und die geleisteten Arb^iSstunden, fftnr den Umfang der geretteten Lebensmittel. Autz rdem berich'ete er über die Ginsatztätigkeit frr Techn. Ra'hllfe im ve-aangmen Jahre. Die hierbei vorgeführfen Lichtbilder lieferten den De-

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Der Htz pol h eken-D u bi ger- und Sparer-Schuhdcrbarb. Ort gr p">e Dietzen, häll am Montag. 23 Februar, abends 8 Uhr. eine Mitgliederversammlung im Restau­rant .Hindenburg" ab. zu der alle Interessenten eingeladen sind. (Räheres über die Tagesord­nung tm Anzeigenteil.) Seit Begründung der Ortsgruppe haben, so schreibt man unS. mannig­fache Matznahmen der Reichsregierung stattge­funden. wichtige Entschlietzungen stehen bevor. Rach den Wahlen sind die Gegner der Auf­wertung wieder auf den Plan getreten. 2Tber dte Anhänger rühren sich allenthalben gleichfalls. Besprechung und Anterstützunq der Ve bindSbe- ftrcbunqcn auch seilen- der hiesigen Interessen­ten erscheinen unter diesen älm standen dringend geboten.

Wettervoraussage

Wechselnd b'toofft, höchstens lrichter Racht- froft. tag^Lbcr milde, stellenweise leichte Rieoer- schläge (teils Schnee).

Die neue nordwestliche Depression hat sich sehr schnell ostwärts auSg Dehnt und den vor­gelagerten h"hen Druck verdrängt, so datz die ein­getretene Aufbesserung nur von kurzer Dauer war. Ties-Auslauser nähern sich wiederum un­serem Gebiet. Das Luftdruckgefälle in Deutschland ist allerdings gering, so datz stärkere Störun­gen nicht zu erwarten sind. DaS zeitweise Ein­strömen von westlichen brS nordwestlichen Win­den bewirkt Riederfchläge, die teil» als Schnee nieberg?ften. während z g eich die T mpera u en biS 8um Gcfrierpu ckt gefu tfen sind und daS Mi­nimum in der letzten Rächt sogar noch etwas darunter lag.

Gictzcuer Wochcumarktvreise

am 21. Februar. (Händlerpreise.)

ES kostete daS Pfund: Butter 200, Malte 35. Käse 65 bis 07. Wirsing 15 biS 20, Weift- kraut 10 bi» 15. Rotkraut 20, gelbe Rüben 10, rote Rüben 10 biS 15, Spinat 40, Untcrtoftlrabl 8, Grünkohl 20, Rosenkohl 50, Feldsalat 100, Tomaten 150, Zwiebeln 15 biS 25, Meerrettich 40 bis 90. Schwarzwurzeln 50 bis 70, Kar­toffeln 5. Aepfel 12 bis 20. Dirnen 10, Dörr* übst 35 bi» 40, Honitz 40, Junge Hahnen 100, Suppenhühner 120, Gänse 90. daS Stück: öicr *2, Blumenkohl 100 bi» 150. Salat 50; Endivien ldaS Pfund) 100, Lauch 5 bi» 20, Sellerie 20 bis 70 Pfennig.

Vornatizen.

TageSkalender für SamStag. Scfangveicin Hetterkeit 8.11 Phlloiopbenwu.o karnevalistische UntcrlKtltung. Evang. Arbeiter- Verein 8.15 Uhr Dereinslokal Hauptversamm­lung. Touristen-Verein .D,e Raturfrcunde" 8 llftr Kathol. DereinShaus Heiterer Abend.

TageSkalender für Sonntag: TStadttheater: 3.30 IHjr ..Schnützekbutzhiusel". 6.43 ilftr .Der Iigeunerbaron". Konzeriverein: 4.30 ilftr Universität-rula Helge Lindberg. Spielvereinigung 04: 7.59 Hftr Liebigsh he Mas­kenball. Turnverein v)n 1816: 4 Uftr nachm. Turnhalle k. rncv listisches K-mzert. D llspiel- klub 1920 : 6.92 Uhr Phil sophenwald Mas en- ball. M nd-llnen-Glt:rre-Bcretn,,Re polita": 7 Uhr Öaalbau Sauer Maskenball. LukaS- gemcinbe: 8 Uhr Luk issaal Famllienabend. Wartburgverein: 8 Uhr im Heim Generalver­sammlung.

In der Stabtkirche spricht Sonn­tag. den 2 2. Februar, abends 8 U ft r,

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