sowie alle Arten v. Hautunreinigkciten, Hautausschlägen, wie
- 2Tn f < MMbuch i
AWg.-Tc volle Quellen wird heute c zugänglich g duräitveg Vv Knabentageb ohne pshcholi langt. Hier 6 buchacheichn lungspwzesser Jtnabin gcgeb Ainöerpshcholk vorliegt und < Eltern getvork den Tätern m Löhne m den!
— ®oel ichenReis Avmertungei scheint (oebei mal mit Re, Dichters illr Taschenausgo Zi?) als will reiter nach b, -Wolf ^'Liographi M wenig Z Eiterung [ Abch grünt 5?einen °Mken. G ?'Men Krnhanr ft* Hart 7 Mett 1fr- 1 K>xei ft6* Ld
unb*
a.t ^nöeroon N ®Qgi A'S 2ng'^ d-T Eöa 'Non. $r ö» in £?•bas r fr 6es Di
* 8 ft lür «01
HO r-r ft er W& SS
Pgnt 5'n:
Aus
Alt if*- 6%« nut oettiefW efa
K- »>' ZAL 5 3eonW Mn nusdenzrsttt vie * “2 Ä-S ;*» v"“ Mebran childebran 3utunV der ™ ®en|AV* Mng ilb« k brand se>ae6 den rlchMgg „ u fproche. - -Os der Teschs Sinne,i«Pt( mannes: fit W- stfl Die Juden. Papsttum, ° lionen. Wie an vielen Mittelolter" den erfolare von schul dem Bande „ iere Zeit lit! für sich zu v die ®i«berff dessen Wuch Halbdunkel zu verschwln Schiller. Hi Bande oerfl
gesehen von den gesundheitlichen Schädigungen. Der Versuch, zunächst einmal die Post für die Einrichtung eines ständigen Pers on en Verkehrs zu interessieren, schlug fehl, die Post verhielt sich ablehnend, da aus irgendwelchen Gründen die Post neben der Viebertalbahn keine Verkehrsmittel laufen lassen konnte oder wollte. 3n der Zwischenzeit ist eine Aenderung eingetreten; die Post bewirbt sich heute überall um die Einrichtung von Postautolinien. Zu diesem Zwecke fand vor kurzem eine informatorische Besprechung im Kreisamtsgebäude zu Gießen zwischen dem Oberpostrat Wittich- Darmstadt und den in Frage kommenden Bürgermeistern statt. Vorher hatte eine Besprechung des Vortragenden mit den Bürgermeistern von Rodheim, Fellingshausen, Crumbach stattgefunden, die zu dieser Frage eine zustimmende Haltung einnahmen. Der Verlauf und das Scheitern der Verhandlungen zwischen Gießen und W i es eck wegen der elektrischen Bahn hat wohl ebenfalls dazu beigetragen, die Post auf diese Strecken aufmerksam zu machen. Auf Grund der von Oberpostrat Wittich gegebenen Informationen müssen die beteiligten Gemeinden die Ileber- nahme einer Bürgschaft für die Rentabilität der Linie gewährleisten, ferner auf ihre Kosten eine Autohalle bereitstellen. Die übrige Einrichtung und Durchführung des Betriebs ist Sache der Post. Weiter wünscht die Post Angaben über die Größe der zu benötigenden Wagen. Zur Sache selbst führte der Redner aus, daß er der Einrichtung einer Postautolinie den Vorzug gebe. Wenn Wieseck dazu übergeht, einen Eigenbetrieb einzurichten, so ist zu bedenken, daß zwischen den Verkehrsverhältnissen Wiesecks mit Gießen und Krofdorfs mit Gießen ein großer Unterschied besteht. Wiesecks Arbeiterschaft ist vollständig auf Gießen oder auf den Weg über Gießen angewiesen, während die Arbeiter Krofdorfs zum großen Teil in Lollar und Wehlar Beschäftigung haben. Trotzdem ist er der festen Lieberzeugung, daß der Betrieb rentiert, mancher würde dann den bequemeren Weg nach Gießen wählen und dort Beschäftigung suchen. Außerdem ist eine starke Belebung des Fremdenverkehrs in die landschaftlich schöne Gegend zu erwarten. Ein weiterer Vorteil der Postautolinie ist eine wesentliche Verbesserung unserer nicht rosigen postalischen Verhältnisse. Der Brennpunkt der ganzen Frage sind die verhältnismäßig hohen Fahrpreise. Rach dem bestehenden Tarif der Post kostet ein Kilometer 10 Pf., für den Arbeiterverkehr werden 50 Prozent Preisermäßigung gewährt. Eine Fahrt Krofdorf—Gießen und zurück würde demnach auf 1 Mark zu stehen kommen. Rotwendig ist, festzustellen, ob die an der Linie interessierten Kreise auch bereit sind, das Auto, wenn es einrftai da ist, zu benutzen. In zuversichtlichster Stimmung schloß der Redner, daß es für das wirtschaftliche Leben der ganzen hiesigen Gegend von hohem Wert ist, mn Verkehrsmittel nach der nahen Kreisstadt Gießen zu haben.
In der Aussprache wurde zunächst das Ersuchen an die anwesenden Wiesecker Gern e i n d e v e r t r e t e r gerichtet, ihre Erfahrungen u nd Absichten der Versammlung mitzuteilen. Dem wurde weitgehend entsprochen. Ein Wie- secker Vertreter gab zunächst ein anschauliches Bild über die Entwicklung der ganzen Angelegenheit. um dann nachzuweisen, daß für Wieseck mit seinem außerordentlich starken Verkehr, der den ganzen Tag anhält, die Einrichtung einer Postautolinie nicht in Frage kommen kann. Wieseck ist fest entschlossen, einen Eigenbetrieb einzurichten und nach allen Richtungen und Möglichkeiten auszunuhen. Auch er erkannte an, daß zwischen Wieseck und Krofdorf in dieser Frage ein großer Unterschied besteht und hält ebenfalls für die Krof- dorfer Verhältnisse die Einrichtung einer P o st - autolinie für das vorläufig Gegebene. Eine ganze Reihe weiterer Redner ging auf die ein- l zelnen Fragen näher ein und gab sämtlich der •* Post den Vorzug. Rur wurde allgemein der 5chohe Fahrpreis bemängelt. Bei den Verhandlungen soll wenigstens versucht werden, den r Preis der Arbeiterkarten noch um etwas herab- zusehen.
Zum Schluß wurde die Wahl einer Kommission vorgenommen, die die zu erhebenden Wünsche bei den Verhandlungen vertreten soll. Zunächst wurde sie beauftragt, die erforderlichen Erhebungen anzustellen, damit der Post klare Unterlagen gegeben werden können. Als Mitglieder der Kommission wurden gewählt Apotheker Habich. Karl Friedrich Dende r. Karl Schmidt, Lehrer Praß, Karl Will und Ernst Moos.
Gegenteilige Meinungen traten in der Versammlung nicht zutage, alle Anwesende waren sich darin einig, daß etwas geschaffen werden muß, um die Verbindung mit Gießen endlich einmal sicherzustellen.
Aus der Provinz.
Landkreis Gictzen.
• Reiskirchen, 20. Juli. Zur Verlängerung der Wasserleitung und der Kanalisation in Reiskirchen ist die Kreisst raße am Ortsausgang Reiskirchen — Gießen für den Automobil- und Fuhrwerksverkehr bis 1. August gesperrt worden. Der Verkehr geht über Oppenrod — Burkhardsfelden — Reiskirchen und umgekehrt.
L Hattenrod, 20. Juli. Bei der gestrigen Bürgerin ei st erwähl erhielt der bisherige Bürgermeister Reeb 100 Stimmen, der Landwirt Heinrich Mengel 96 und der Landwirt Heinrich Albohn 70. Es findet demnach Stichwahl zwischen Reeb und Oltengel statt. Die Wahlbeteiligung war stark.
t Grünberg, 18. Juli. Die jüngste G e- meinderatssihung wurde von Regierungsrat Braun-Gießen eröffnet und zum Teil geleitet. Auf Antrag des Landwirtschaftsamtes wurde eine Vermehrung der Schulräume des Landwirtschaftsamtes dergestalt beschlossen, daß die Stadt im Prinzip mit der Errichtung eines Anbaues an die Ober- Realschule für die Erweiterung und Beschaffung von Räumen für die Landwirtschaftliche Schule einverstanden ist. Regierungsrat Dr. Braun machte den Vorschlag, die Stadt möge sich die Kommunalgeldverteilung zu etwa 5 Proz. Verzinsung zunutze machen und eine langfristige Anleihe von etwa 20 000 Mark aufnehmen, er werde einen dahingehenden Antrag beim Kreisausschuh befürworten. — Rach einer neuen Bestimmung in der Friedhofsordnung können Erbbegräbnisse nicht mehr beschafft werden. — Zum Wasserwärter
wurde Wilh. Schröder gewählt. — Die Versammlung erledigte hierauf noch eine Reihe kleinerer Angelegenheiten.
Kreis Alsfeld.
H Alsfeld, 18. Juli. Der Umbau des von der Stadt erworbenen Anwesens des früheren „Deutschen Hauses" macht rüstige Fortschritte. Die ilmänöerungen im Erdgeschoß, ft>» weit sie die Räume für den Wirtschaftsbetrreb und die Hotelküche und den kleinen Saal betreffen, sind im Rohbau fertiggestellt. Auch die Arbeiten zur Errichtung des großen Saales machen gute Fortschritte. Der Saal wird ganz in Eisenbeton ausgeführt, mit den Detonarberten hofft man im Laufe der nächsten Woche fettig zu werden, so daß alsdann das Dach auf geschlagen werden kann. Die inneren Derpuharbei ten sind bereits im öffentlichen Wettbewerbe ausgeschrieben. Mit den Ausstattungsarbeiten für die ganz modern vorgesehene Bühne im Saal wird gleichfalls demnächst begonnen werden. Die Herstellung der Heizungsanlage ist der tfirma Imhof u. Co. in Bad-Nauheim übertragen worden, die vorkommenden Betonarbeiten werden von der Gesellschaft für Beton- und Eisenbetonbau in Gießen ausgeführt. Der Hotelbetrieb mit allem neuzeitlichen Komfort, wird voraussichtlich bis zum 1 Oktober d. I. eröffnet werden, während der Saalbau erst 2 bis 3 Monate später fertig- gestellt werden kann. Die Stadt wird dann über einen m odernen Saalbau verfügen, wie ihn wohl nur wenige Städte von der Große wie Alsfeld besitzen. Der Hotel- unb Wirtschaftsbetrieb soll verpachtet werden.
Kreis Büdingen.
!! Büdingen, 18. Juli. Der jüngsten Gemeinderatssihung lag wieder ein Einspruch gegen die schon zum zweitenmal abgeänderte Ortssahung betr. der Anstellung eines besoldeten Ber ufsbürg ermei- st er s für die Stadt Büdingen vor. Der Antrag wurde als unbegründet abgewiefen und ein weiterer Antrag auf g änzliche Aufhebung des Ortsstatuts ebenfalls abgelehnt. Zum Reubau eines Försterhauses wurde beschlossen, 200 Quadratmeter Gelände am östlichen Erlenkippel unentgeltlich zur Verfügung zu stellen Die vorgeschlagene Kanalanlage am Schulhaus und Steinweg fand die Genehmigung des Gemeinderats. Verschiedenen Körperschaften und Vereinen wurden Llnterstühungen genehmigt, zum Teil abgelehnt. Die Aufstellung einer Dapolin- Kraftwagenbetriebs st off- Pumpe bei der Molkerei am Neuenweg durch Jean Henzel wurde genehmigt. — Die B ü d i n - ger Wollwarenfad rik in der Nähe des Bahnhofs hat dieser Tage ihren Betrieb wieder aufgenommen.
,/?" Nidda. 18. Juli. Um das Interesse an der Ziegenzucht zu wecken und eigne Zuchterfolge vor Augen zu führen, veranstaltet der Ziegenzucht- verein des Kreises am Sonntag, 26. Juli, hier auf der sog. Gönswiese eine große Kreisschau mit Prämiierung. Gleichzeitig können ausgestellte Tiere angekauft werden. — Die Stadt läßt ihre Sauerkirschen selbst abbrechen und gibt sie zum Preise von 30 Ps. pro Pfund an die Einheimischen und die Bewohner der Umgebung ab. — Seither war es für Privatleute schwer, im Sommer E i s für das Füllen ihrer Eisschränke zu erhalten, da die Bierverleger, die einzigen, die als Lieferanten in Betracht kamen, kaum den Bedarf ihrer Wirte befriedigen konnten. Der vergangene eislose Winter zwang die Besitzer geschäftlich notwendiger Kühlanlagen zur eignen Eissabrika- tion durch Anlage von Eismaschinen. Durch die Mehrproduktion wird es den Einwohnern möglich, jetzt ihren Bedarf zu decken, was als besondere Annehmlichkeit empfunden wird.
A Otibba, 19. Juli. Während aus der weiteren und näheren Umgebung über ausgiebigen Regen durch Gewitter berichtet wird, sind wir hi>er bis heute noch ohne jeden Regen geblieben. Es herrscht daher in Garten und Feldern eine große Trockenheit, die sehr nachteilig auf das Wachstum der Gemüse, der Kar- toffeln, der Hackfrüchte und des Grummets wirkt. Auch der Klee, das wichtigste Grünfutter, bleibt zurück. Der Roggenschnitt hat vor acht Tagen bereits auf höher gelegenen Reckern begonnen und liefert sehr gute Erträge in Körner- nnd Halmentwicklung. Auch ist schon auf einigen Aeckern Gerste geschnitten worden, die gegen sonstige Jahre infolge der Trockenheit meistens zu kurz geblieben ist. Die Aehren sind aber normal, so daß der Körnerertrag zufriedenstellend ist.
-/- Ortenberg, 18. Juli. Eine rege Tätigkeit zur Wiederher st ellung der durch den Krieg und die nachfolgenden schweren Jahre arg vernachlässigten Häuser hat auch hier begonnen. Wie in anderen Städtchen, herrscht bei der Wiederherstellung die bunte Farbe vor und bringt in bas landschaftliche Bild eine schöne Abwechslung hinein. Erfreulicherweise ist man bei diesen Arbeiten besonders auf die Erhaltung der alten schönen Spruche bedacht, die so manches Haus seit alters zieren. Eins der baugeschichtlchi interessantesten Häuser, bas Schiffsche Haus, soll mit Unterstützung der Denkmalpfleae und anderer Fonds erhalten bleiben. Das Kriegerbe nk- m a 1 1870/71 auf dem Marktplätze wurde gelegentlich des Schützenfestes einer gründlichen Wiederherstellung unterzogen und ist nun wieder eine Zierde unserer Stadt geworden, auch die beiden Denkmäler auf dem Friedhof für Pfarrer Bose und Lehrer Flick sollen demnächst erneuert werden. Ein Teil der Straßen wurde urngepfla- ftert und dadurch viele Wünsche befriedigt. — Unangenehm macht sich infolge des kolossalen Kraftwagen- und Motorradverkehrs in der Vorstadt die Staubplage bemerkbar. Es wäre sehr wünschenswert, wenn die Ortsdurchfahrt mit Kkein Pflaster versehen oder wenigstens besprengt werden könnte. — Mit dem Bau eines Bier-Fami- lien - Hauses seitens der Gemeinde soll demnächst begonnen werden. Das Haus kommt in den sog. Herrngarten zu stehen. Da noch mehrere Baupläne vorliegen, u. a. wird der Bau eines P o st- a m t s nötig werden, so will die Gemeinde, wenn möglich, den Herrngarten erwerben und ihn für weiteres Baugelände erschließen. — Ein schon lange ausgesprochener Wunsch vieler Reisenden wurde seitens der Bahnverwaltung jetzt erfüllt. Es wurden mehrere Bänke aufgestellt, von denen aus man sich an dem schönen Landschaftsbild des Niddertals erfreuen kann. Noch weitere Bänke sollen in den nächsten Jahren folgen.
KreiS Schotten.
„?" Ober-Schmitten, 17. Juli. Vor dem Kreisausschuß in Scho11en wurde heute
über unsere jüngst stattgehabte B ü r g e r m e i st e r- wahl verhandelt, gegen die von 6 Wählern der unterlegenen Partei Berufung eingelegt, die aber, da sie verspätet eintraf, gesetzlich nicht zulässig war. Die Wahl wurde aber auf Grund der in der Bcrufungsschrift erwähnten Wahlverstöße von dem Kreisdirektor beanstandet. Zu der Verhandlung waren neben dem Bürgermeister und dem Wahlleiter 9 Zeugen, sowie eine zahlreiche Zuhörerschaft aus dem Dorfe erschienen. Durch die Zeugenaussage konnten die in der Berufungsschrift aufgeführten Wahlverstöße nicht erwiesen werden, so daß der Kreisausschuß die Wahl für gültig erklärte. Die entstandenen Kosten mußten der Haupt st aatskasse auferlegt werden. Gewählt ist demnach der seitherige Beig. Karl Mantel.
Wirtschaft.
* Aus dem S ti nnes - K onz e rn. Zu den verschiebenen Meldungen über den Abbau im Stinneskonzern und den Verkauf der Berliner Hanbelsanteile erfährt ber „D. H. D.", daß die Neuordnung auf ber Grundlage vvr sich gehen soll, baß alle Interessen, soweit sie nicht mit den ausgedehnten Kohleninteressen der Gesellschaft zusammenhängen, langsam verringert werden. Aus diesem Grunde dürfte auch die russische Abteilung sowie die die ungarischen und österreichischen Interessen vertretende Hugo Stinnes A. G. für südöstlichen Handel und Industrie, die zur Stinnes Eisen QL®, gehört, zur Auflösung kommen.
* Gute Hoffnungshütte Oberhau- s e n. Die Verwaltung nimmt, wie der D. H. D. meldet, in verschiedenen Walzstraßen die Einführung der einfachen Schicht an Stelle der bisherigen Doppelschicht vor. Demnächst soll auf der Hütte ein Hochofen und in Neu-Oberhausen das Martinswerk stillgelegt werdem Die Zahl der von diesen Maßnahmen betroffenen Arbeiter beläuft sich auf etwa 800.
* Friedrich-Alfred-Hütte, Rheinhausen. Wie der D. H. D. bereits meldete, hat die Firma Krupp in Rheinhausen außer einem kleinen Stahlwerk zwei Hochöfen für Spezialroheisen stillgelegt. Diese Maßnahme erklärt sich aus dem mangelhaften Absatz, der im Gegensatz zu den Vormonaten — in denen noch neue Belegschaften eingestellt worden sind — sich nunmehr etwas fühlbarer macht. Es kommen aus diesem Grunde etwa 500 Mann zur Entlassung. Jedoch ist die Belegschaft nach dieser Maßnahme zahlenmäßig nicht unter die Höhe der Monate April und Mai heruntergegangen.
* Keine englische Kohleneinfuhr über Lübeck. In der Woche vom 5.—11. Juli waren, nach einer Meldung des Fachblattes „Industrie-Kurier", im Lübecker Hafen keine Kohlenankünfte zu verzeichnen, während in den vorhergehenden Wochen ausnahmslos ca. 4—5000 Tonnen wöchentlich eintrafen.
* Rückgang der französischen Eiseuer z p r o d u k t i o n im Mai. Die französische Eisenerzproduktion ist nach einer Pariser Meldung des Fachblattes „Industrie-Kurier" im Mai auf 2 791 206 Tonnen zurückgegangen, nachdem sie im April d. I. 3 531 702 Tonnen und im März 3 049 921 Tonnen erreicht hatte. Von der Maisörde- rung entfallen 1116 818 Tonnen auf das Becken von Briey, 214 148 Tonnen auf das von Longwy und 80 738 Tonnen auf den Distrikt von Nancy. Die Vorräte betrugen Ende Mai 1 669 784 Tonnen (April 1 797 478 Tonnen und März 1844 462 T.).
* Rückkehr zur Kohlenfeuerung beim Schiffsbetrieb. Infolge der hohen Oel- preise und der fortgesetzt sinkenden Kohlenpreife werden vielfach Schiffe wieder mit Kohlenfeuerung ausgestattet, da der Betrieb mit Kohle weit billiger zu stehen kommt. So hat nach den „Tgl. Berichten aus der Petroleum-Industrie" die Schiffahrts-Gesellschaft „Nederland" beschlossen, auf 5 ihrer größten Darnp- fer, die mit Delfeuerung eingerichtet sind, wieder die Kohlenfeuerung einzuführen. Die Einführung des Schiffahrtsbetriebes mit Rohölfeuerung hat dem Kohlcnabsatz wesentlich geschadet. Nunmehr ist aber infolge der rückläufigen Kohlenpreise der Betrieb mit Kohle wieder rationeller geworden.-
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 18. Juli, Der Produktenmarkt verlief bei ruhigem Geschäft unverändert. Nur Weizen schwächte sich im Verlaufe ab. Roggen bleibt weiter anqeboten. Es notierte die Tonne: Weizen (Juli) 273,50 bis 271,50, Roggen (neuer) 198 bis 203, Roggen (Juli) 210 bis 208,50, Wintergerste (neue) 190 bis 194, Futtergerste 200 bis 215, Hafer (märk.) 245 bis 255, Hafer (Juli) 190,50, Mais (La Plata, loko Berlin) 214 bis 216, Raps 340 bis 345: ber Doppelzentner: Weizenmehl 33,75 bis 36,50, Roggenmehl 30 bis 32,25, Weizenkleie 13 bis 13,20, Roggenkleie 13,50, Viktoriaerbsen 29 bis 34, kleine Erbsen 25 bis 26,50, Futtererbsen 22 bis 26, Peluschken 23 bis 26,50, Ackerbohnen 24 bis 26, Wicken 26 bis 27,50, Lupinen (blau) 12 bis 13, Lupinen (gelb) 15 bis 16,50, Rapskuchen 15,80 bis 16, Leinkuchen 22 bis 22,20, Trockenschnitzel 11 bis 11,20, Torfmelasse 9,60 bis 9,75, Kartoffelflocken 25 bis 25,50, Zucker 17,50 bis 19.
Buntes Allerlei.
Automatische Flugzeug-Steuerung.
In England werden gegenwärtig Versuche mit einer neuartigen Vorrichtung zur automatischen Steuerung von Flugzeugen gemacht. Ein Flugzeug, das mit der Vorrichtung ausgerüstet ist, verkehrt jetzt probeweise zwischen London und Paris. Es ist bereits gelungen, das Flugzeug eine halbe Stunde lang führerlos fliegen zu lassen. Der Pilot verließ zu diesem Zweck den Führersitz, nachdem er eine gewisse Höhe erreicht und die Steuerung auf den Kurs eingestellt hatte, den er einhalten wollte. Dann zog er sich in die Passagierkabine zurück und las hier dreißig Minuten lang in aller Ruhe ein Buch. Als er wieder den Führersitz eingenommen hatte, konnte er feststellen, daß das Flugzeug genau den Kurs beibehalten hatte, auf den es vorher eingestellt worden war.
Was kostet ein Blitz?
Es ist berechnet worden, daß ein Blitz beim üblichen Stromtarif etwa 1.20 Mk. wert ist. Schade, daß man ihn nicht einfangen kann — nur mühte man es allein können, denn wenn sich alle am Dlitzfang beteiligten, so würde es kaum lohnen!
Eine wildwachsende weihe Seerose im Wiener Stadtgebiet.
In einem etwas abseits gelegenen Gewässer des Wiener Praters fand ich im vergangenen Som
mer einen ganzen Stock dieser herrlichen Wasserrosen. Sie wachsen in einer kleinen Lichtung zwischen dichten Schiksbeständen in einer Wafsertiefe von 1,5 Meter. Der schlammige Untergrund, die nicht ganz unbedeutende Wassertiefe und die gegen das offene Wasser geschützte Lage dürften wohl ausschlaggebend dafür gewesen sein, daß dieses Kleinod vor unberufenen Händen geschützt, echten Naturfreunden erhalten blieb. Die Schwimmblätter des Seerosenstockes hatten einen Durchmesser von 20—25 Zentimeter und bedeckten gleich einem grünen Teppich die Oberfläche dieses Miniaturtümpels. Vier blendend-weiße, einen feinen Duft ausströmende Blüten ließen auf ein ganzes Stocksystem schließen. Hoffentlich bleibt diese herrliche Pflanze den Wiener Naturfreunden noch lange erhalten.
*
Voraussicht.
„Nicht wahr. Sie werben doch den Diebstahl meiner Juwelen in Ihrem Blatt recht ausführlich behandeln?" sagte die Schauspielerin mit verführerischem Augenaufschlag zu dem Berichterstatter. „Wann ist denn das LInglück passiert?" „O, eS hat noch Zeit," erwiderte sie harmlos. „Nächsten Montag."
Guter Grund.
„Warum versetzt Du denn alle Deine Nachthemden, Schmidt?" fragte fein Freund. „Weil ich sie nicht mehr brauche," sagte er triumphierend. „Ich bin doch jetzt als Nachtwächter angefteUf“
Der Sch rei des Arztes. „Ich hörte eben einen furchtbaren Schmerzensschrei, Herr Süttoti Der Patient hatte mir doch versprochen, bei bet Untersuchung die Zähne zusammenzubeißen?"
„Dach tat er auch, aber erst zum Schluß, als ich den Gaumen untersuchen mußte und die Finger zwischen seinen Zähnen hatte!"
Die Eifersüchtige. „Du hast was mit benj Dienstmädchen!"
„Aber Olga . . .!"
„Leuge es nicht! Sie ist den ganzen Tag qm Pfeifen, aber jedesmal, wenn du in die Küche gehst, macht sie einen Kuß lang Pause!*
(In einem Teil der Auflage wiederholt.-)
Der Affenprozeh.
Dayton, 17. Juli. (Wolff.) Sieben von den zwölf Verteidigern tm Scopesprozeh beteiligten sich gestern an einer Aussprache über den Antrag der Staatsanwaltschaft, d i e wissen- chaf11iche Beweisführung auszücht ie ß e n. Sehr dramatisch wirkte die zu Herzen gehende Mahnung des Vertreters ber Anklage Stewart, die mit den Worten schloß: „Wenn die Anhänger der Entwicklungslehre mich glauben machen könnten, daß ich in Urzeiten einmal ein Wurm gewesen bin, der sich im Staube krümmte, dann würden sie mir bie Hoffnung auf ein besseres Jenseits rauben, unb ich verließe biefe Welt, um zur Glückseligkeit einzugehen!" Der Verteibiger Matone erklärte bie Bemühungen der Verteidigung, Fachleute der Wissenschaft als Zeugen vernehmen zu taffen, bedeuteten keineswegs einen Angriff auf bie Bibel. „Behalten Sie ruhig Ihre Bibel!" rief er aus, aber nur so weit bas Gebiet des Gewissens in Frage kommt. „Behalten Sie ruhig Ihre Bibel für das weite Fell» der Theologie. Versuchen Sie aber nicht, intelligenten Wesen einzureoen, baß die Bücher ber Bibel, die von Leuten geschrieben wurden, von denen kein einziger auch nur bie einfachsten Grundsätze moderner Wissenschaft kannte, wissenschaftlich ausge* legt werden könnten. Findet Gefallen an der Wissenschaft ober an ber Theologie, ganz nach Belieben, aber verquickt nicht beides miteinander."
Zum erstenmal beteiligte sich Bryan persönlich an ber Verhandlung. Er wandte sich an den Gerichtshof und verlangte Ausschließung ber wissenschaftlichen Beweisführung. Das Gesetz, so erklärte er, bestimme ganz genau, was die Bevölkerung von Tennessee gelehrt zu wissen wünsche. Dieses Gesetz bedürfe keiner Auslegung. Der Mensch komme von Gott, also von oben, während bie Anhänger ber Entwicklungslehre glaubten, baß er von unten herkomme. Wenn die Evolutionisten auch manche Punkte der Darwinschen Lehre verwürfen, so hielten sie doch fest an Darwins Grundsatz, daß alles Leben vom einzelligen Protoplasma abstamme. Das sei eben ber Fehler der Entwicklungslehre. Bryan erklärte weiter, jeder Geistliche fei besser befähigt, Gutachten über bie Bibel abzugeben, als ein sog. Bibelsachverständiger, ber nicht Geistlicher sei. Jedenfalls hätten bie Vertreter ber Entwicklungslehre bie Absicht, den Gottesglauben ber unmündigen Kinder zu untergraben, ber boch bie Grunblage aller Dinge sei. Als nun ber Richter fragte, ob es mit der Bibel in Einklang gebracht werden könnte, wenn gelehrt werde, Gott habe dieUrzel)e nicht erschaffen, erwiderte Bryan, sicherlich sei das niäst ber Fall. Auf eine andere Frage des Gerichtshofes antwortete Bryan, die Entwicklungslehre bestreite unbedingt den Gedanken jungfräulicher Geburt und lehne die Auferstehung des Fleisches und die Idee der göttlichen Sühne ab. Sie lasse keinen Raum für das göttliche Wunder und für jene Bücher der Bibel, bie bavon handelten. — Die Geschworenen waren gestern während der ganzen Verhandlung ausgeschlossen.
Der Richter Raulston verkündete bann seinen Entschluß, die Beweiserhebung durch wissenschaftliche Argumente von ber Berhanblung auszuschlie - ß e n. Er führte aus daß cs nicht zur Zuständigkeit des Provinzialgerichts gehöre, zu entscheiden, ob bie biblische These von ber geistlichen Erschaffung ober bie Schöpfungsgeschichte ber 'Menschheit, wie sie burch die Evolutionstheorie gelehrt werde, wahr sei. Es sei ungesetzlich, in den öffentlichen Schulen zu lehren, daß der Mensch von einer niederen Tiergattung abstamme. Die Beweisführung der Sachverständigen würde aus diesem Grunde in die Verhandlungen kein neues Licht hineinbringen. Der Richter drückte auch seine Ueberzeugung aus, daß die Anhänger der Evolutionslehre schließlich boch bie Erwägung anfteücn müßten, daß ber Begriff der Abstammung von nieberen Tieren ersetzt werben müsse burch bas Wort „Aufstie g". Das Enbe bes Prozesses wirb für Montag erwartet.
von Bergmann <t Co., Badcbeal. überall zu haben. Krem-Drog. Angmt Noll, Naustadt-Drog. Haos Noll, P. J. Möbs, Seifenfabrik, Germania-Drog. C. Seibel, Adler-Drogerie W. Waldschmidt, Drogerie Georg Wallenfels, Drogerie Otto Winterhe», 46c
—


