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Nr. N? Zweites Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhessen)
Mittwoch, 20. Mai 192.
Die (Einigung der Parteien in der A iswertungsfrage.
Von Londgertchtsbirekwr Dr.Wunderlich, M. d. R.
'2115 kur; vur der zweiten Reichspräsidenten wähl le beibcn Aui vertungsgesiktzenttvürfe der Reichs- I Regierung dem .Ueichcrage zugingen, lösten sie aus 'einer Seite restloseLefriedigung*aus. Lite Parteien hallen an ihnen Erhebliches aus- siegen ' nun diegroge Gefahr, das, wie- »rum ein wilder Parteikamp' darüber ausbrechen t )nnte, wie die e (Beieltc endgültig zu gestalten feien, nh d >; bei diesem Wettlauf um die Gunst der be- feiligteu Kreise keine Grundlage für eine Losung C-firnt i werden könnte. In Erkenntnis dieser be> ohlichen L'a^c haben sich die Auswertungssachver- Ilänbigcn der hinter der Regierung stehenden Par. eien in der vorletzten lßod)c zusammengesetzt und ruhiger sachlicher Irbcit sehr rasch eine j Sinigung untersicherziel l. Das Ergebnis ' ourbc bann der Reichsregierung niilgeteili, i ie aber diefeui ompromißc nicht in allen Punkten ; ! «Gimmen zu tonnen glaubte. Es fanden nunmehr eitere Verhandlungen zwischen der Reichereaic- eng und den Regierungsparteien statt. Ihr 5ic- ■ultal war eine Einigung in den großen gründ- »;enden Fragen, die in den sogenannten Richt- iln ien vom 1 M a i 19 2 5 zusammengefasit i wrbc.
(£& liegt also eine doppelte Einigung vor: > nmnl eine solche zwischen den Regierungsparleien 1 rb dann eine solche zwischen diesem und dem < ichskabinc'i Das, das Ergebnis eines solchen '.ppelvergleiche nicht allenthalben befriedigen kann, 1 em aus ber Hund. Zweck der folgenden feilen soll ■ in, einmal kurz zu umreißen, inwiefern eine Eini- Ung erziili wurde, bi weite Bevöllerungskreise die ’ tapp gefaßten Richtlinien nicht vollständig verstau- । 7sn haben dürften, und weiter offen aufzudecken, VHS von den Forderunaen erreicht wurde und welche < - ch unerfüllt bleiben
Schematische oder individuelle kliiswertung. Grundsätzlich ist die schematische Lösung 'ssbehatten uwrdei. Allerdings ist der Kreis der eck)tsoerhultnisse, die künftig individuell aufgewertet oerben sollen nicht unerheblich oermel)rt worden 1 (I. § 3 und § 12 des Entwurfs, die künftige Auf- srtung her Kommunalanleihen, leßten '-ttdes auch der Auswertung der I n d u st r i c o b l i- a t i o neu). Ick) stehe nicht an zu erklären, daß X Verzicht aui die individuelle Aufwertung mir er n tioh i. br schwer gefallen ist. Wir irden zwar nie die sehr weitgehende individuelle lining, h'C bei Abg. Lest vertrat, gefordert, wohl XV erb!' tten wir in dem sog. M ü ge 1 sche n Ent. ’jurf tNormalsa.: mit der Möglichkeit, bei grober ’llbiUigfeit nach oben und unten abzuweichen) eine <rechte und pragische Lösung. Eine Mehrheit hier- r war jedoch nicht zu erzitzsen. Es wurde immer eher entgegengohalten, daß diese Gestaltung einen ca in tenappnrat erfordern würde, den wir 1 $ 0'10 nicht leisten könnten. Wenn ich diese U'ck'sorgnis auch nicht vollkommen teile, so Hot mich »'ich die Tatsache nachdenklich gestimmt, daß allein Mi der Aufwerttmgsstelle meiner Vaterstadt Leipzig Mi ihi r etwa 14 000 'Anträge eingegangen sind.
Der Hypothekenaufwertungssatz. Miirisiig sollen alle Hypotheken, gleichgültig, roel- «c n J.ang sie haben, mit 25 Prozent 'aufgewertet xben Es ist lange darüber gestritten worden, ob " h'CT zwischen erststelligen und Nachgeordneten fc) pothefen scheiden solle. Vorschläge, die dahin ' ’i hie erststelligen Hypotheken mit 30 Proz., wi? spateren mit 20 Proz. aufzuwerten, boten zwei- ■I t j • b?n Vorteil, daß dadurch den Teilungsmassen T nd Spirtajfen größere Be
■ ’.' jigcifih i worden wären. 'Auch hätte sicher ein > ) )lo| isch bester gcroirlt. .«tun ege; tu ber war aber zu bedenken, daß die zweiten «fi *' biiltcn Hypotheken vielfach in den Händen des '.u Beistandes waren, die in einer Differenzierung c-'ell". und mit Recht eine schwere Benachteili- f -i erblickt häi-.-.i. Außerdem ist aus technischen 1 i iibcn ein Einheil'satz bedeutend günstiger, weil ’f r den Grundbuchämtern schwierige Berechnungen i d damit Streit unter den Beteiligten erspart. Ich 1 । deshalb letzten Endes eigentlich für den Einheits- : Ji i eingetreten.
s : 3. Die (Einräumung einer freien t - 1 le in derHypothekenfolge für den l qentümer. Bei allen Vorschlägen zur Lösung Bt1 Aufwertungsproblems bot die meiste Schwierig. Bit, wie dem Grundbesitz die Möglichkeit geboten P oden könne, einen dringend benötigten Realkredit rr r iüfzunehmen. Der Regierungsentwurf schlug vor, k. den erststelligen Hypotheken zu scheiden zwischen
Himmelfahrt.
Don Karl Kotiger. Llcbermächtig ward der Dust Silüerlichter. grüner Fuhlingstagc. 2lLc Glocken, die da schlagen Durch d n Morgen, müssen tragen Durch die morgertblaffe Luft jrühlingÄ&uft auf ihren Schwingen. Mülsen fingen: „Geist und Liebe, "rast aus innen. Jener, Licht! "'aß nicht ohn' Vollendung bliebe in: Seel'. Aus Hohen regnet lusichtbar, was olles segnet lind in olle Herzen spricht: Licht und leicht ist alles Leben Der Dol.endung! Laßt c.id) tragen, ilnb mit leisem FlügeAchlagen Könnt ihr in Entrückung scyweben."
Tk Maler und der Krutzling.
IBon Walther Appell.
'.'.’?an nennt den Frühling die Zeit der Dich- ' J -^un 'st aber bas Dichten nur eines der oer- , s Lienen lui'.stleriichen AvedruckSmittel, die gleich- ; tLhligt neben einander stehen. Wenn also wirk- I I her Frühling die Dichter (b. h. die wahren '-er, nicht nur Dilettanten und liebende Gym- ullen) mehr anregte als die andern Jahres- l iet, bann müßte ganz das Gleiche auch für die il.r gelten, die wir einmal herausgreifen wol- I 1 Gewiß steigert das neu erwachende Leden und - te.sbewußlsein vielfach auch die schöpferischen r.f.e . . . aber dos ist doch wohl nicht nur in r J.unft so. Jedenfalls sind die Darstellungen und tHerschläge in der Malerei durchaus nicht auf. | Ug überwiegend. Eher ist das Gegenteil der |il. Dos mag feinen Grund darin Huben, daß Ui Frühling in farblicher Hinsicht nicht mit fo Mckm Vielfältigkeiten aufzuwarten hat wie die
dem Aufwerrungsdetrag von 15 Proz. und einer Zufatzauiwertung von 10 Pro;., diese letztere in die zweite Wertshälfte des Grundstücks zu verweisen und ihre Stelle vorn hinter dem Auiwertungsbelrag dem Grundstückseigentümer als Eigentümergrund, schuld einzuordnen. Ich habe diese Gestaltung als viel zu künstlich bekämpft und immer auf die großen technischen Schwierigkeiten bei der Durchführung Hingewielen. Dagegen habe ich mir vorzuschlagen erlaubt, hinter der ersten Hypothek, die ohne Schei- düng zwischen Auswertungsbetrag und Zusatzauf- Wertung geschlossen bleiben soll, eine Eigentümer- grundschuld einzuschreiben, >edoch nur in einer Höhe, baß die zweite Hypothek unbedingt an die Stelle des jetzigen Grundstückswertes zum 3uge kommt, der ihr nach dem Wenoerhältnis jeder Zeil der Begründung gebührt. Damit geschieht den zweiten und Nachfolgern den Hypotheten keinerlei Unrecht. Ich gebe ohne weiteres zu, daß noch diese Löfuna technische Schwierigkeiten in sich birgt. Schließlich einigte man sich jedoch hierauf in der Erwartung, baß weitere Der Handlungen noch eine Vereinfachung finden lasten werden. Hierzu besteht begründete Hoffnung.
3. Der Hypotheken zinssotz. Der Regierungsentwurf schlug vor, die den ersten Hypotheken gewahrte Zusatzaufwertung erst von 1928 an ju ver- zinsen. Trotz Bemühungen aller Parteien blieb die Reichsregierung hier unnachgiebig. Hauszinssteuer und Finanzausgleich boten angeblich unüberwindliche Hinderungsgründe. Es mußten sich schließlich die Re- gierungsparteien damit abfinden, baß von dem Auf. wcrtungsiatz von 25 Proz. ein Teil von 10 Proz. erst ab 1928 verzinst wird. Ich gebe offen zu, baß mir kein Zugeständnis so schwer gefallen ist wie dieses. Es ist das meines Erachtens die schwächste Stelle der Einigung.
5. Die Rückwirkung. Hier haben die Parteien gegenüber dem Reaierungsentwurf einen vollen Erfolg erzielt. Der Stichtag für die Rückwirkung ist auf den 15. Juni 1922 zurückgesetzt und dadurch der Termin erreicht worben, ben ich schon im vorigen Herbst im alten Aufwertungsausschuß vorgeschlagen hatte. Auch wirb ben rückwirkenb ausgewertctcn Rechten der volle Aufwertungssatz gewährt, nicht nur die Hälfte.
6. Sie Aufwertung der Industrie» Obligationen. Auch in diesem schwierigen und heißumstrittenen Kapitel ist erreicht worden, daß der Auswertungssatz letzten Endes 25 Proz. beträgt. Hier war der Schwerpunkt zu überwinden, baß bie G o l d- bi langen der Jnduslriegesellschanen inzwischen aufgeftelll waren, in bie sich ein neuer Schulbpoften nicht ohne weiteres einsügen ließ. Der 'Ausweg wurde gefunbep mit Hilfe von Genußscheinen, die tch’glid) auf ben Gewinn der Gesellschaften gestellt ivare», die Golbdilanz also nicht berühren. Der Gebante rührt von E^z. M ü tz e I her, und die Deutsche Voltspartei hat ihn seit vorigem Herbst auf meinen Vorschlag konsequent verfolgt. Es sind danach lediglich Gewinnverlelliingsvorschriften aufzustellen, nach welchem Schlüssel der Gewinn zwischen Genuß- scheininhadern und Aktionären ausgeschüttet werben soll. Die Genußscheininhaber sollen die vertrags- mäßigen Zinsen und weiter eine Rücklage erhallen, aus der alljährlich ein Teil der Genußscheine aus- g-löst werden muß. Auf letzterer habe ich besonderen Werk gelegt, damit bie Scheine einen leiblichen Börsenkurs erzielen. Diese Regelung gestattet gutgehenden Unternehmen, die Genußscheine sehr bald abzustoßen, während die notleidenden längere Fristen zugebilligl erhallen, so daß insoweit eine gerechte Individualisierung Platz greift.
7. Reichs- und Länderanleihen. Die Einigung hält hier an der von der Regierung vor- geschiayenen Scheidung von All- und 9teubesig fest. Don einer sofortigen Auszahlung von Zinsen soll abgesehen werden da ja der geringe Betrag, der bei der Finanzlage des Reiches'hätte gemährt werden fönnnen (2,50 Mk. alljährlich für 1000 Mk.!), eine Riesenarbeit, aber wenig Nutzen geschaffen hätte. Wohl aber wird eine verstärkte Auslosung durchgeführt, bie ben Gläubigern bas Doppelte des im Entwurf vorgesehenen Betrages (100 auf 1000 Mk.!) und außerdem 5 Proz. Zinsen davon bringt, allerdings ohne Zinseszins. Man wird diesen Betrag, der dem Reiche schwere Lasten aufbürdet, immerhin als eine leidliche Konkursdividende bezeichnen können.
8. Gemeinbeanleihen. Die größten Schwierigkeiten waren hier zu überwinden, weil sich die Ansichten der Regierung und der Parteien schroff gegenüberftnnben. Die Parteien wünschten sämtlich eine höhere Auswertung der Gemeindeanleihen, und zwar je nach der Leistungsfähigkeit der Gemeinde, und hätten am liebsten einen festen Rormalaufwertungsfatz eingestellt, mit der Möglich Feit, bei Leistungsunsähigkcit der Gemeinde nach unten abzuweichen. Hiergegen hat die Regierung
andern Jahreszeiten (einschließlich des Winters mit seinem Schnee, der immer eins der anziehendsten Probleme sein wird). Die Maler des Frühlings müssen mehr haben als ein offenes 'Auge. In einem gar nicht unbeträchtlichen Winkel ihres Herzens müssen sie Poeten fein, d. h. dem verträumten Klingen, bas unter der Oberfläche der Dinge schwingt, zu lauschen verstehen. Damit ist schon gesagt, baß ein Erbe gesunder Romantik in ihnen fein muß. Deshalb wohl nimmt ber Frühling eines Rur-Romantikers wie M. v. Schwind einen breiten Raum ein, wenn nicht immer als Eigentliches, fo doch als unierftrcichender Stimmungshinter- grunb des DargefteIllen. In dieser Beziehung — wie in manchen andern — führt ein gerader Weg von Schwind zu Hans Thoma. 'Aber auch im Werk des unlängst verstorbenen Allmeisters wird betätigt was fast durchweg bei aller ausgesprochenen „Frühlingskunst" zu beachten ist: baß ber K ünstler am ^stärksten ist, wenn er sich bamll bc> gnugt, ben Frühling — freilich unter Erfassung feines lichtwärts-führenben Einflusses auf Natur unb Mensch — barzustellen. Daß hingegen da, wo dieser Einfluß nicht ungezwungen (selbstoerstänb» lich), fonbeni „gestellt" zur Veranschaulichung komnu, feiten Höhepunkte erreicht werden. Und daß vollends ber Kitsch sich zum Worie meldet, wo allegorische Ueberflüksigleiten zum Tatsächlichen treten. — Aehnlichcs wie für Thoma gilt für Böcklin und Klinger.
Einen Gipfelpunkt in unserm Sinne bedeutet das Malen L. v. Hofmanns (in des Künstlers besten Jahren). Darin, z. B. in der wu.aderoollen Lithographienfolge „Tänze", ist eigentlich immer und überall Frühling. Unb zwar de.halb, weil daraus, ganz ohne berechnende Absicht und erst recht ohne alle Pose das keusche, sinnende Froh- fein leuchtet, das überhaupt einer ber hervor- stechenbsten Wesenszüge bieses Malers ist. Seine kno.penden Mädchenakte, feine straffen Iünglings- geficlten, feine unerschöpflich bewundernde" Ehr- furcht vor dem Heiligtum „Mutterschaft^ . . .
Schach-Ecke.
Gearbeitet von 2D Orbach.
2iUe für die ReLakrton bestimmten DEittei- lungen, Lösungen ufto sind zu richten an die Schachredaktion d?S ..Giehenei Anzeigers"
Problem Nr. 12.
Don 2>r. 3. D. Pilnacek in Prag. (Zlatä Praha.)
Schwarz: a b c d c f ß h
abedef g h
8
8
6
6
5
5
3
2
Weitz:
Matt in drei Zügen.
Weitz: 8 Steine. Khl, Dg5, Se5, Sf7, Bb3, Bb6, Bc4, Be2.
Schwarz: 5 Steine. Ket>, Bb7, 867, BfS, Bf4.
Ein fern pointiertes Problem
Partie Nr. 5.
Damenbauernspiel.
Gespielt in der 9. Runde des Internationalen
Schachturniers zu Baden-Baden am 27. April 1925.
Weitz: Dr. Larrasch (Deutschland).
Schwarz: Epielmann (Oesterreich).
1. 62-64 1. e7-66
2. Sgl - f3
3. Lei — f4
4. e2-e3
'5. Lfl-63
6. Sbl-62
7 Ddl-e? 8. c2-c3
2. 67-65
3. Sg8-f6
4. Lf8-e7
5. 0-0
6. Sb8 —67
7. c7 —c5
8. c5 - c4 .
Diese Spielweise ist nicht empfehlenswert, besser b6 nebst Lb7.
9. Ld3-c2
Schwarz Hal am Damenslugel die Oberhand, muß aber auf einen Königsangriff gewärtig sein. 10. e3-e4! 10. 65Xe4
11. S62xe4 11. Lc8-b7
12. 0-0
13. Lc2xe4
14. De2xe4
15. De4-e2
12. Sföxel
13. Lb7xe4
14. 867-sh
15. Sfö-65
16. U4-62
17. Sf3-e5
18. 12-14
19. g2-g3
20. a2-a3
21. Tfl-el Aun wird
22. 14xe5
23. De5-h5
16. D68-c7
17. Le7 —66
18. Ti8-cS
19. T»8-b8 20. a7-a5 21. L6Crxe5?
Punll 17 schwach.
22. Tc8-c8
23. Dc7 - 67
An dieser Stelle hält Spielmann Db7 für stärker.
24. L62-g5 24. b5-b4
25 a3xb4 25. a5xb4
26. Tel-e4 26. g7-g6
27. Dh5-h6 27. 17-15
Sin verzweifelter Dersuch. den weißen Angriff abzuschlaaen und selbst zum Angriff zu kommen.
28. e5xfo e. p. 28. b4Xc3
29. b2xc3 29. S65xc3
30. Te4Xe6! 30. Tb8-b2
31. T61-cl! Der stärkste Zug und zugleich der einzige, der den weißen Angriff festhalt und den gegnerischen pariert.
31 31. 067x644-
32. Lg5-e3
33. Tc6-e7
34. Kgl -fl
35. Le3-f4
36. Telxe2
37. Dh6xh74-
38. Te7xe2
39. Te2-12
32. 064 - 67
33. Sc3-c24-
34. 067-15+
35 015x16
36. Tb2xe2
37. Kg8 -18
38. c4-c3
39 Kf8-e8
40. L14 - h6 Ausgegeben.
Der Schluß der Partie itz von Di Tarrasch vortrefflich gespielt worden
Lösung be# Problems Ar. 11.
1. 068-10, Sg4x16 2. 867x16+4-
1 L66 beliebig 2. 01b-c6-j-+.
1 Lc2xe4 2. S67-b6++.
1 Lc2 beliebig 2. D!6- 64+4
1 , Sg4 beliebig 2. Te4-644+
1 , Sc5xc4 2. Df6-n+ +.
1 Sc5x67 2. DF6-64++.
1 Sc5 beliebig 2. Df6-e6+ + .
Lchachanckdotr.
Wie Emanuel Lasker Weltmeister wurde.
Wenige Dagc i p. bem WetUampf mit ö t eini ß im äahre 1894 wurde Lasier mLondon in einem Schach--Easä von einem alten ehrwürdig aussehenden Herrn zu einer Schachpartie aus-- gefordert. LaSker follle die Dame vvrgeben, und als Preis fetzte der alle Herr eine Kiste Zigarren aus. Laster gewann die Partie und befm) sich nun im Besitze der Kiste Zigarren, die äußerst verdächtig aussahen. Als er siegreich nach London zurücklehrte, begegnete ihm wieder der alle ehrwürdige Herr. „Aun," fragte dieser, „wie waren die Zigarren? ' „Ausgezrichiiel," erw bertc Laste: „ohne die hätte ich gar nicht gewonnen." „So? Das freut mich aber sehr." „3al“ sagte Laster. ..ich habe sie atle.Steinitz zu rauchen gegeben."
die allerschwersten Bedenken erhoben, unb ich muß offen gestehen, daß ein langes Gutachten eines preu« ßischen Rsgierungsvertreters erst die ganzen Schwierigkeiten enchülll hat, die diese Frage in sich birgt So kam es schließlick), daß auch für die Gemeinde- anleihen dieselben Auslosungsgrundsätze wie für die übrigen Anleihen angenommen wurden, mit dem Unterschied, daß der Mindestsatz 12,5 Proz. beträgt (also 125 Mk. für 1000 Mk.!, unb daß eine höhere Aufwertung, bis zu 25 Proz. bei leistungsfähigen Gemeinden, im Wege eines Befchwerdeverfahrens möglich ist. Als beschwerbeberechtigt sind hier auch bie Gemeindeanleihegläubiger selbst ober ein von ber Aussichtsbehörbe hierfür bestellter Treuhänber anerkannt.
Ueberblidt man sich nochmals die Einigung, fo wird man wohl offen unb ehrlich bekennen muffen: „Von Freub' ist nicht bie Rebe." Diele berechtigte Wünsche der burch den Währungsverfall Entrech. teten ist nicht erfüllt worden. Dagegen müssen selbst weitergehende Aufwertungsfreunde einräumen, baß immerhin recht wesentliche Verbesserungen gegenüber dem jetzt geltenben Recht erreicht worben sind. Deo am Kompromiß Beteiligten lag eben vor allem daran, überhaupt etwas und damit eine wesentliche. Besserung nun endlich durchzusetzen. Es war das HocherfreuUcht an den Verhandlungen, baß in biefem Sinne alle Regierungsparteien in rein sachlicher Weise zusammengearbeitet haben. Iebe ein- zelne Partei hat babei Opfer bringen müssen, um
alles das ist ohne plumpe Symbolik triebhaft len.j- lich gestattet. So sehr, baß die in feinster Beschränkung meist nur angedeuteten Hintergründe kaum etwas anderes sein können als Frühlingswiesen, blumiges Maienland, — daß ein Saum, ein Zweig oft gleichsam von selber zu blühen an fangen. . .
Manches von I. D. C i s s a r z kann so auf- gefaßt werden, weiter vieles von Hans Meid unb fast ohne Ausnahme bie rabierten Lanbschaften von Heinrich R e rf f e r f dj e i b. Die atmen, so wibersprechenb bas zunächst Hingen mag, vielfach auch da edelsten Frühlingszauber, wo sie ganz anderes sogen wollen. Ursache ist wohl auch hier das immer neue Ueberroältigtfein von dem ewigen Werden und Erneuern von dem sonnig blauen Erdenfrühling der ja — von höherer Warte aus betrachtet — auch durch die Unfreuden ber grauen Jahreszeiten verheißend und lockend Hindu rchstrahtt.
Malende Poeten im obigen Sinne zu fein, würden die dis zum Fanatismus nüchtern natur-- treu fern wollenden Impressionisten wohl entschieden bestreiten. Und doch muffen wir viele von ihnen fo nennen. Das ist in den Eigenschaften und Eigenwerten ihrer Kunst begründete Verlangen, sich Motive mit differenziertesten atmosphärischen — und ähnlichen — Feinheiten zu suchen, führte manchen unter ihnen dazu, dem Frühllng ein wenn nicht besonderes, so doch immerhin liebevolles Augenmerk zu schenken. Die Frage, inwieweit die Bilder ein bloß äußerliches Ädbild ober erfühlte* Aus schöpfen einer Fruhling-landschoft sind, ist zu- gleich die Frage nach dem Grad malerischen Könnens des Ein-elnen. Neben ben führenden französischen Impressionisten Monet, Corot, Pissarro usw. sinb hier vor allem bie Deutschen Mar Liebermann. Corinch, Leistikow, Trübner, W. Rösler und viele andere an hervorragender Stelle c in zu ordnen. Mil Einschrönlung auch abfeiis des unruhigen Richtungsgetriebes schaffende Landschafter wie G. Kampinann, R. eietf, Ernst Liebermann (der leider nicht immer «ohne figürliches Beiwerk
das Zusammenkommen zu ermöglichen. Alle hatten nur den einen Wunsch, daß durch das Zustandekom- men der AufwertungsHcsetze eine ber schwersten Krisen unseres Volkes überwunden werden mochte. Möge dieser Wunsch in Erfüllung gehen.
Gegen die Schundliteratur
Der Verein zur Verbreitung guter volkstümlicher Schriften E. V., Berlin, hielt unter Leitung feines Vorsitzenden, Geheimrat Dr. Ernst von B o r f t g, feine Jahresversammlung ab. Als seine dringendste Ausgabe betrachtet es der Verein zur Zeit, bie deutsche Kultur in den bedrohten Grenzgebieten durch uncntgcltlidje Bereitstellung von volkstümlichen Büchereien zu stützen, um ber Änlturpropaganba, bie im besetzten Gebiet wie auch in den übrigen Grenzgebieten durch die Nachbarvölker auf deutschem Boden getrieben wird, entgegenzuwirken.
Aus dem Geschäftsbericht geht hervor, daß ber Verein bisher über 60 000 Bände besten deulschen Schrifttums in die Grenzgebiete versandt hat, davon gut ein Drittel in den Westen des Reichs. Die östlichen Grenzgebiete — Ober- unb Niederfchlesicn, Grenzmark, Ostpreußen —, die durch die slawischen Expansionsbestrebungen bedroht sind, wurden mit 35 000 Bänden bedacht. Auch in der Wende« und im Bayrischen Wald wurde gegenüber der Tschechengefahr die Arbeit ausgenommen, ebrnso wurden u t-sj- w jn.t« auskommt), Hans o. Volkmann, der allerdings neben vielem Guten auch einen .Lenz" mit Elfen- theatralik gemalt ha». u|tn
Zum Schluß sei noch ein Bild genannt, — fo allein, wie es tatsächlich in ber neueren Kunst sieht . . . eine Ausnahme sogar zu dem oben bei ^oma skizzierten Schema bildend Es ist das Ge- mälde „Frühling" von Ferblnanb Hodler, der zwar Schweizer, aber doch mit feinem Schaffen gr.n.5 in der deutschen Malerei verwurzelt ist. Das Bild nimmt das Problem figürlich. Aber es symbolisiert nicht durch den üblichen MädchLnakt, es stellt nicht irgendwelche Menschen in eine aufdringliche Frühlmgslanbfchaft, der alles weitere überlaßen bleibt, — sondern- mit der reinen Aus- drucksstrenge, die sonst fast nur die Plastik (und einige Graphik) erreicht, gibt e$ vor einem Hintergrund, der eigentlich nur in der Farbe da» Thema des Bildes stützt zwei Menschen. (Kn Mädchen und einen finabcti, beide an der Grenze ber Reife. Elementar ist in dcnen ein Ahnen des Empfindenskompleres „Frühling" aufgefLammt, das sitz verwirrend bann:. Das fo unerhört stark und in feinen Perfpektioen fo gewaltig ist, daß sic zunächst vor einander — jedes im andern die Erfüllung des 2lufgebrochenen fühlend — zurück- fchrecken. Letzten Endes aber wird die Weite, in die der Knabe fragend starrt, enger fein, als er in dn- fem Augenblick weiß und wissen darf. .Was sich regt, ist ja nur die Pflicht zur Fortführung einer ewigen Kette, der auch diese beiden sich einzu- fügen haben. Sie sind nun einmal Menschen, *3lieber eines Kosmos, in bem nichts rußt, dessen oberstes Gesetz bas ständige Miteinander, Fürein- ander ist. Das Erkennen tiefes Gesetzes, ber — erst leise sich anbeutende — Wille, ihm zu gen Ven, eröffnet diesen wie allen Menschenkindern den Wen, der zum Gipfel führen kann. Und b-rin liegt — in einem höheren S'nne als bem des kalender- mäßigen Jahresablaufes —. ber große, wahr:, heilige „Frühling" im Auf und Ab unseres Erd weges . . .


