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Börsenkurse.

Zellstoff Walddos. . . Suderfabrtf Frankenthal .Zuckerfabrik «Boobäufti

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Frankfurter Börse.

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in einem Antrag ersucht, alsbald mit der tjchechv- slowakischen Regierung Verhandlungen einzuleilen, nm ein Abkommen zur Erleichterung des Besuches der landschaftlich schönen Grenzgebiete der beiden Staaten zu treffen, und zwar durch Einführung eines Touristenpasses zu ermäßigten Preisen.

Wir dürfen erwarten, daß man an oerantworl- licher Stelle in München und Berlin diese Ange­legenheit nicht im Sande verlaufen läßt, sondern sich zu Taten aufrafft, die den hartbedrängten Deut­schen im Böhmerwald zum Vorteil und Segen ge­reichen, damit der tschechischen Expansionspolitik an dieser Stelle endlich ein wirksamer Damm entgegen­gesetzt wird.

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schlesischen Tafelglashütten haben sich zu einem Verein Sckileftfch-Lausiher Tafelgloshütten G m. b. H." in Sorau zur Wahrung der wirtschaft­lichen Interessen zusammengeschlossen. Bei sämt­lichen Hütten stockt der Absatz. Sowohl in Schle­sien wie in Sachsen mußten bereits Oefen aus­geblasen werden. Die deutschen Hütten leiden, wie gemeldet wird, unter der scharfen Konkurrenz Belgiens und der Tschechoslowakei, die trotz des Zolkes billig offerieren. Die Rentabilität sowohl der Glashütten wie des Großhandels ist un­günstig.

in der Lage des Ruhrbergbaues.

Interessengemeinschaft schlesischen Tafelglashütten.

höchste Auszeichnung anerk. erstklassige Qualität UB2D einwandfrei doppelt abgebrannt In der Brennerei zu 6ro6en-Llnden

börse hervorgetretene leichte Erholung folgte heute bereits wieder eine empfindliche Ab­schwächung des gesamten Marktes. Die Wirt- schastsfchwierigkeiten, die durch eine Reihe neuer Meldungen ub.r Detriebsstillegungen und Arbeiterentlassung.n ihren Ausdruck fand, drückte außerordentlich stark auf die Stimmung der Börse und förderte die Abgabeneigung. Rach Meldungen sollen die Röchlingwerke be­absichtigen. sämtliche Filialen auszulösen. Einen deprimierenden Eindruck hin.erlie,)en auch die Gerüchte über Verhängung des Bela­gerungszustandes im Reiche anläßlich bevorstehender Arbeitslosen-Demon- strationen. Bei dem üblichen kleinen Sams- taggeschäst und dem Fehlen jeglicher Aufnahme­lust nah:..en die Rückgänge der führenden Werte ein größeres Ausmaß an. Die Spekulation hielt mit neuen Engagements zurück und blieb be­strebt, Glattstellungen vorzunehmen. Vermehr­tes Angebot trat besonders für Chemie-- Aktien, Montan- und Schiff­fahrtswerte ein, während die übrigen Märkte, wenn auch schwach veranlagt, doch we­niger davon betroffen wurden. Am Montan- markt wurden Gelsenkirchen 1,5 Prozent und Phönix 1 Prozent niedriger. Auch Chemie-Aktien senkten sich durch­schnittlich um 1 Prozent. E le k 1 r o a kt ie n lagen ebenfalls im Angebot und waren schwächer. Bankaktien konnten sich dagegen gut be­

Frankfurt a. M., 19. D§tz-

Schwächer. Auf die an der gestrigen Abend

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haupten. Darmstädter plus 0,25 Prozent. Arn Schiffahrtsmarkt gingen die Rückgänge bis zu 1 Prozent. Autoaktien lagen behauptet. Zuckeraktien umsatzlos. Für die übrigen Märkte bestand keinerlei Interesse, doch war auch hier die Tendenz nach unten gerichtet. Deutsche Anleihen ebenfalls niedriger. Schutzgebiet 4,2. Auch Auslandrenten blieben vernachlässigt und waren im Kurse etwas schwächer. Der Freiverkehr wurde kaum beachtet. Api 0,330, Beckerlohle 39 Prozent, Benz 23 Prozent. Brown-Boveri 50 Prozent, Entreprise 8, Growag 36 Prozent, Petroleum 49 Prozent, Ufa 48 Proz^ Ufra 50,5 Prozent. Eine geringe Erholung, die sich im späteren Verlauf« durchzusehen vermochte, wurde rasch wieder durch die schwächere Strö­mung verdrängt, wobei alle Aktienwerte erneut nachgaben. Der Geldmarkt ist leichter ge­worden. Tagesgeld wird heute bereits unter 9 Prozent (gestern 10 Prozent) angeboten, Mo­natsgeld für erste Adressen 9,75 Prozent, für zweite Adressen 10,5 bis 11,5 Prozent. Bank­diskonten 7 Prozent, Industrie Akzepte 9 Proz 2m Devisenverkehr lag Paris--gegen Lon­don mit 126,80 bis 127 stark gebessert. Die übri­gen Valuten sind nicht nennenswert verändert.

Brrliner Produktenbörse.

Berlin, 18. Dez. Die anhaltenden Rück­gänge in Liverpool und der damit in Uebecein- stimmung verflauende Weltmarktpreis nahmen der Berliner Produftenborse jede Unterneh­mungslust. Cs kam daher trotz erheblich redu­zierter Forderungen seitens des Inlandes kein Geschäft zustande. Am Lokomarkt waren schon vormittags die Rotierunaen 1 bis 2 Mark nied­riger, um bei Beginn des amtlichen Verkehrs weiterhin Rückgänge zu verzeichnen. Auch im Zeitgeschäft gingen die Preise für Weizen und Roggen nicht unerheblich zurück. So notierte Weizen Märzlieferung um Mark und Mai sogar um 5 Mark unter dem Schlußkurs. Doggen ebenfalls etwas schwächer. Hafer war bei etwa 2 Mark ermäßigtem Preis gefragt, Futtermittel lagen ruhig. Es wurden notiert für 1000 Kilo: Weizen, märk. 241 bis 246, do. Pomm. 241 b.s 246. do. Dez. 248 bis 250. do. März 257 bi» 257 50 do. Mai 260 bis 260,50, Roggen, mark. 138 bis 146, do. Pomm. 139 bis 146, do Dez. 152 bis 154 bis 152, do. März 170 bis 170.50, do. Mai 179,50 bis 178 bis 179. Gerste, märk. 185 bis 212. Futtergerste 154 bis 166, Hafer, märk. 158 bis 168, do. März 180. Raps 360 bis 365; für 100 Kilo: Weizenmehl 31,75 biS 35,50, Roggenmehl 21,50 bis 23,75, Weizenkleie 11,25 bi« 11,50, Roggenkleie 9,75 bis 10,20.

Buntes Allerlei.

WaS frißt der Hering!

Was der Hering frißt, wissen wir mm seit längerer Zeit. Es sind durchweg kleine Organis­men, der Schwebetierwrlt (Plankton) des Meeres: Krischen, Larven von Ringelwürmern und von kleinen Weichtieren. Aber wann nimmt er seine Rahrung auf? Diese Frage wurde aufgeworfen, als man bemerkte, daß die laichreifen Herbst- Heringe der nordwestlichen Rordsee j ebenfalls zu bestimmten Tageszeiten nicht fressen. Eingehende Untersuchunaen von H. Lihner haben jetzt ergeben, daß die nützlichen Schuppenträger erst am Rachmittage, wenn es zu dämmern beginnt, zu fressen anfangen und erst gegen Morgen damit aushvren. Trotzdem scheint da« Licht eine Rolle zu spielen aber nicht das Licht der Sonne, sondern das von den Leuchtorganen der Deutetiere erzeugte; denn es ist auffallend, daß die meisten vom Hering gefressenen Tiere Leucht- torgane besitzen. Erst wenn mit abnehmender Tageshelligkeit diese Leuchtorgane zur Geltung kommen, reizt die Deute, in wörtlichem Sikme, den Hering. Daß er ein Augentier ist, wußte man fa schon. Die Heringe des Skagerraks freilich der- halten sich anders. Ihre Mägen findet man durchschnittlich zu jeder Tageszeit gefüllt.

Rundfunk-Programm

de- Frankfurter Tender-,

(Aus der ^Radio-Umschau".)

Sonntag, 20. Dezember:

8.30 bis 9.30 Uhr: Morgenfeier, veranstaltet vom Wartburqverein Frankfurt. 11.30 bis 12 llhr: Der Dichter Zuckmayer" (anläßlich der Urauf­führung seines DramasDer fröhliche Weinberg" am 23. Dezember im Schausvielhaus). Vortrag mit peri vom Frankfurter Schauspielhaus. 12 bis 1 Uhr: Mittaasständchen, veranstaltet vom Haus- Proben aus fernen Werken von Oberregisseur Hil« Orchester: Die Oper der Woche. 4 bis 5 Uhr: Die Stunde der Jugend. 5 bis 6 Uhr: Uebertragung von Kastel (Wiederholung):Am Clowes-Owend . Eine Kasseler Nikolausfeier von Nikolaus Berndt. Musik von Johann Lewalter. 6 bis 7 Uhr: Stunde des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung: Sozialechifche Gedanken im Alten Testament", Vortrag von Dr. May. 7 bis 7.30 Uhr:Der heu­tige Stand der Telegraphen- und Fernsprechtechnik", Vortrag von Postinspektor Sinz. 8.30 Uhr: Mozart- Zyklus des Amar-Ouartetts. 10 bis 11 Uhr: Ver­anstaltung des Weihnachtsliebeswerkes 1925".

Montag, 21. Dezember:

3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 6 Uhr: Nachmittagskonzert des Hausorchesters: Franz Lehar. 6 bis 6.15 Uhr: Die Lesestunde. 6.15 bis 6.30 Uhr: Vortrag:Volkswirtschaftliche Beden- tung der kleinen Spargelder und Aufgaben der Mittelstandsbanken". 6.30 bis 6.55 Uhr: Die Bücher- stunde. 7.05 bis 7.30 Uhr: Stunde des Südwestdeut- schen Radioklubs: 32. Kursvortrag: Jng. M. Ran­dewig:Die Elektronenröhre als Gleichrichter (Audion). 7.30 bis 10 Uhr: Uebertragung aus dem Großen Saal des Saalbaues: Fünftes Montags- konzert des Frankfurter Orchesteroereins. 10 bis 11 Uhr: Bunter Abend.

von Millionen getrunken

Jubiläums - Dosen ohne Aufschlag überall erhältlich

Berliner Dorfe.

(Eigener Drahtberichi des ..Gießener Anzeigers" ) Berlin, 19. Dez. Das wichtigste Ereignis an der heutigen SBürfe war die starke Besserung des französischen Frankenkurses, die mit der beabsichtigten V e r.p f ä n d u n g des Ta­bakmonopols als Sicherheit für eine Stabili­sierungsanleihe und mit den neuesten Vorschlägen der französischen Industrie zur Frage des Franken- fturaes zusammenhängt. Paris besserte sich gegen London auf 126, wo noch vor zwei Tagen ein Kurs von 134 zu hören war. Auf die Effekten­märkte übte diese Bewegung aber keinen Ein­fluß aus. Hier herrschte das übliche Samstagge­schäft, das im allgemeinen bedeutungslos war. Die Kurse eröffneten wiederum unter den gedrückten gestrigen nchlußkurfen. Die bei Beginn der Börse mit 0,207 gehandelten Kriegsanleihen gingen später ebenfalls auf 0,202j zurück. Man diskutierte heute lebhaft die neuesten Veröffentlichungen über die zu unterstützenden Erwerbslosen, deren Zahl in den letzten 14 Tagen ganz erheblich gestiegen ist. Am Geldmarkt war die Lage leicht. Tägliches Geld 79 Prozent, Monatsgeld 9,511 Prozent. 3m Devisenverkehr sind außer der erwähn ten starken Frankenbesserung keine nennenswerten Veränderungen zu verzeichnen.

117,3 auf 115,4 ober um 1,6 v. H und die In­dustriestoffe von 132,2 auf 131,3 x»t'cr um 0,7 v. H. nachgegeben.

' Starkes Anwachsen der Zahlungs- c i ii st e l l u n g e n in der e r st e n Dezember­hälfte. In der ersten Dezemberhäslte mar ein weiteres starkes Anwachsen der Konkurse und Ge- schäsisaussichtcn zu verzeichnen. Die Zahl der neu veröffentlichten Konkurse beträgt 843 gegen 609 in der ersten November- und 565 in der ersten Ottoberhälske. Geschästsaufsichten wurden in der gleichen Zeit 652 gegen 408 bzw. 253 angeordnet. Im einzelnen entfallen auf das Textilgewerbe 208 Konkurse und 149 Geschäftsaufsichten, das Leder­gewerbe 61 bzw. 42, die Eisenindustrie einschl. Ma- jchinen- und Automobilbau 92 bzw. 101, das Le- bensmittelgewerbc 148 bzw. 89 und das Holz- gcwerbe 53 bzw. 44. Aufgehoben wurden in der Zeit vom 1. bis 15. d. M. 140 Geschäftsaufsichten.

* Zulassung von Wertpapieren zur Beleihung bei der R ei chsbank. Das Reichsbantdireltorium hat beschlossen, die nachstehend aufgeführten Wertpapiere zur Be­leihung bei der Reichsbant in »Klasse A zuzu- sassen: Bayerische Vereinsbant in München- Rürnberg, 8proz. Goldpfandbriefe Reihe 4650, Frankfurter Hypothekenbank in Frankfurt a. M., 8proz. Goldpsandbriefe Reihe 2. Mitteldeutsche Vodenlredit-Anstalt in Greiz. lOproz. Gold- Hypothekenpfandbriefe Reihe 1 und 2, Preußische Hypotheken-Aktienbant in Berlin, 8proz. Gold- Hypokhekenpfandbriefe von 1925 Reihe 3. Preaß. Landespsanobriefailsta.lt in Berlin '->proz. Gold­markpfandbriefe Reihe 3. 8proz. Gr .5markpfand' briefe Reihe 4. Preußische Pfandbriesbank in Berlin, lOproz. Gold-Hypothekenpfandbriefe Em. 39 und 40. Rheinische Hypothekenbank in 2stann- heirn. 8tro,v Gold-Hypothekenpfandbriefe Reihe 5, Sächsische Vodencreditanstalt in Dresden. 8proz. Gold-Hypolhelenpsandbriefe Reihe lOproz. Gold-Hypothekenpfandbriete Reih« . West­deutsche Vodenkreditanstoi! in Köln K proz. Goldpsandbriefe Ern. 5, Eisenbahn-^ > u- unö Stamm-Prioritätsaktien. Königsberq-Eranzer Eisenbahn Gesellschaft in Königsberg lPreuhen) Aktien.

* Die deutsche R vH st a h l g e w t n- nung im Rovember. Die ZeitschriftStahl und Eisen" bringt die Ergebnisse der statistischen Erhebungen des Vereins Deutscher Eisen- und Stahlindustrieller über die Rohstahlgewinnung im Rov«"".bep Danach wurden im Rovember 876 154 To. hergestellt, oder 60 Prozent der durchschnittlichen monatlichen Gewinnung von 1913. Gegen den Vormonat ist ein Rückgang um «etwa 50 000 To. zu verzeichnen.

* Deutschlands Roheisengewin­nung im Rovember. Der Verein Deut­scher Eisen- und Stahlindustrieller veröffentlicht in der ZeitschriftStahl und Eisen" die Er­gebnisse seiner statistischen Erhebungen über die Gewinnung an Roheisen im Rovember 1925. Es wurden crblafen 760 353 To. oder 54 Pro­zent der Durchschnittsleistung von 1913, gegen­über 741 741 To. im Oktober. Die Leistung hat sich also etwa in gleicher Höhe gehalten. Von 211 Hochöfen waren, wie im Vormonat, 93 in Betrieb. Ihre Leistungsfähigkeit von rund 47 000 To. täglich wurde durch die tatsächlich er­zielte durchschnittliche Tagesleistung von 25 345 To. nur zu 53 Prozent ausgenuht. Im Ro­vember 1924 war in 101 betriebenen Hoch­öfen die Leistungsfähigkeit zu 61 Prozent aus­genutzt.

* Arbeiterentlasfungen auf der Zeche Kaiser st uhl. Nunmehr ist auch die Zeche Kaiserstuhl 1 und II in Dortmund infolge der dro­henden Wirtschaftslage zu Arbeiterentlaffungen ge­zwungen worden. Wie die Verwaltung mitteilt, kommen in den nächsten Tagen auf den beiden Schachtanlagen zirka 180 Arbeiter zur Entlassung.

D i e Einschränkungen im Rühr­st a a t s b e r g b a u. Die bereits angekündigte Einschränkung des Staatsbergbaues im Ruyr- revier soll am 1. Ianua.r 1926 Wirklichkeit werden. Es handelt sich dad.i um die bereits angekündigten Entiassunge.. aufBergmanns­glück" mit ca 1400 Mann. Möllerschächte mit ca. über 1000 Mann. Schacht Scholven mit ca. 60 Mann und Westerhold mit 600 Mann. Zwar sind diese Entlassungen nicht in dem Ausmaße erfolgt, wie dies ursprünglich beabsichtigt war, falls die Krise sich verschärfen sollte. Doch zeigt auch die Entlassung dieser ca. 2200 Wann wie­der recht deutlich die weitere Abwärtsbewegung

Börse und Geldmarkt.

Die Vorverträge über die Freigabe des von 'Amerika beschlagnahmten deutschen Vermögens haben, worauf hier bereits des öfteren hin- gewiesen wurde, m der letzten Zeit der Börse eine Stütze gegeben. Die Aussichten über das Hereinströmen von Geldsummen nach Deutschland, die bei unserer heutigen Kapitallnappheit im­merhin eine Rolle spielen, haben der Kursent­wicklung der hiervon betroffenen Werte eine freundliche Richtung gewiesen. In der Berichts- Woche traf nun plötzlich aus Reuyork die Rach- richt ein, daß lt. einem Urteil des amerikanischen Bundesgerichtshofes die Befriedigung der ame­rikanischen Inhaber deutscher Vorkriegsanleihen in Dollarhöhe aus der beschlagnahmten deut­schen Vernwgensmasse zu erfolgen habe. Es ist klar, daß diese Rachricht bei der Spekulation eine starke Verstimmung Hervorrufen mußte. In­folgedessen haben wir letzthin wieder einige recht schwache Effektenbörsen erlebt. Außer dem eben angeführten Grund ist hierfür auch maßgebend gewesen, daß für ein schwach gewordenes aus­wärtiges Bankhaus Exekutionsverkäufe vorge­nommen wurden. Ein: Reihe von Industrie- Aktien, so u. a. die Werte des Anilinkon'.erns, verzeichnen daher im Augenblick leider einen neuen Rekordtiefstand. Ebenso hat die General­versammlung der Kaliwerte Benthe einen nach­haltigen Eindruck auf sämtliche Kaliaktien, in erster Linie die unnotierten, ausgeübt. Diese mußten infolge der bei Benthe aufgedeckten Miß wirtschaft Prozentweise zurückgehen. Der in Lon­don mit einem Agio von 4 Prozent bereits in Gang gekommene Handel in Kalianleihestücken und die günstigen Ausführungen in den Winters- Hall-Generaiver'ammlungen iennten demgegen­über fein Gegengewicht bilden. Allerdings kann man vielfach die Ansicht hören, daß nach über­standenen Winter sich auch die Kursentwicklung der börsenmäßig gehandelten Wertrapiere in günstigeren Bahnen bewegen wird, nachdem dann die augenblickliche überstarke Anfvannung unserer Wirtschaftsverhältnisse eine Erleichterung erfah­ren haben dürfte. Im Augenblick ist das ^Ge­schäft jedoch noch so gering, daß oft eine Ten- denzvildung an den Aktienmärkten überhaupt nicht zu erkennen ist. Diese Erscheinung wird sehr charakteristisch durch die Eingänge aus der Börsenumsatzsteuer illustriert. Bei gleichen Gteuersühen find im Rovember 1,76 Will. RM. eingegangen gegen 2.38 Mill. RM. im Ok­tober. Die Zahl der Sonderkursbewegungen ver­ringert sich ebenfalls ständig. Während bisher noch mehrere Spezial m ä r k t e infolge beson­derer spekulativ auSzuschlachtender Vorgänge et­was frischere Umsätze aufwiesen, trifft dies jetzt nur noch für einige Spezial Papiere zu. Da­bei greift man sich die Aktien solcher Firmen heraus, die voraussichtlich eine Dividende aus­schütten werden. Dies ist verständlich, da die Aktionäre, vor allem die Großaktionäre, bekannt­lich von den Dividenden leben und das große Gebiet der dividendenlosen deutschen Gesellschaf­ten nur wenige Oascn aufweist.

Die nach wie vor flüssige Geschäftslage des offenen Geldmarktes farm an der ®e- schäftsruhe nichts ändern. Tägliches Geld ist mit 7 und 9 Prozent weiter zu haben. Die Medio- liguidation blieb auf den Geldmarkt völlig ohne Einfluß. Inzwischen glaubt man ober eine Ten­denz zum Rachlassen des Geldangebotes zu et- lennen, da von selten staatlicher Stellen Geld- zurückzahlunaen mit Rücksicht auf bevorstehende Gehalts- und Gratisikationszahlungen zu erwar­ten sein sollen. Diese Kündigungen dürften je­doch nicht so bedeutend sein, daß Besorgnisse bezüglich des Verlaufes der Dezemberregulierung am Platze wären.

Der Saatenstand in Preuhen Ansang Dezember.

Die Bestellung der Wintersaat ist größten­teils beendet; vereinzelt wurde sie durch Nässe und Frost aufgehalten. Der Umfang der Bestellung scheint im großen und ganzen derselbe zu sein wie im Vorjahr. Die Verwendung von Kunstdünger wird vielfach infolge Geldmangels stark eingeschränkt. In der Provinz Sachsen waren stellenweise die Rüben- felber nicht rechtzeitig frei für die Getreideeinsaat. Im Nordwesten wird noch vereinzelt Roggen gesät, sonst ist auch hier die Bestellung fertig, soweit nicht vorzeitig Frost eintrat. Fn den südwestlichen Bezirken «st die Weizen- und Roggenbestellung infolge von Frost und Nässe allgemein etwas im Rückstand. Die Saaten sind im ganzen gut eingegrünt, an einigen Stellen allerdings infolge Frostes nicht mehr aufgegangen. Aus den Begutachtungsziffern in 3634 Berichten der landwirtschaftlichen Vertrauensmänner geht hervor, daß der Saatenstand im allgemeinen Der gleiche ist wie im Vormonat. So günstig wie im Vorjahr ist allerdings der diesjährige Saatenstand in keinem einzigen Falle, am stärksten ist der Unter­schied beim jungen Klee (3,1 gegen 2,6). Innerhalb Der Regierungsbezirke finden sich Diesmal ziemlich erhebliche Schwankungen, bei Weizen von 2,4 bis 3,1, bei Roggen von 2,4 bis 3,2. Gute und schlechte Noten liegen oft unvermittelt nebeneinander, wobei im großen und ganzen die Mitte des Staates die besten Ergebnisse aufweist. Mit dieser Aufstellung ist die diesjährige «saateirstandsberichterstattung ab­geschlossen. Der nächste Bericht wird erst Anfang April 1926 erscheinen.

D i e amtliche Großhandels^ Indexziffer vom 16. Dezember. Die auf '..en Stichtag des 16. Dezember berechnete Groß- handclsmdexziffer des Statistischen Reichsamts ist gegenüber Dem Stande vom 9. Dezember (122,5) um 1,3 v. H. auf 120.9 zurückgegangen. Von den Hauptgruppen haben die Agrarerzeugnisse von

Frankfurt a.M.

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103,«4

19,06

101.51

Englische Noten........

20.505

20,40.

Französische Noten......

15,61

15 7:

Holländische Noten .....

ItiS.to

168

Ztalientsche Noten......

Norwegische Noten. ...

16.1*05

16.U8.5

84 54

84 91,

Dcutsch-Oesterr, ä ioo .Kronen

59.04

59.34

Rumänische Noten ....

Sllnvcdische Noten......

112.07

112.63

Schweizer Noten .....

80,96

81.36

Spanische Noten ......

59.17

59 47

Tschechoslowakische Roten . .

C2.39

12.45

Ungarische Noten

5.82

5,86