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fh2e Scnntni5 des Ä if rtrv,d?t «rlwht teer« *1^** wi !. " l’d) ftlbit zeichnen. Denen rennen, bietet er in seinem ^"8 ferner Dichtungen, i "n ^eibenhni,' Str Äl^"^dri.Ueber. ®ei>i chen von Ilse Beyer- m gebunden 6 Bk. Verlag München. Der Schattend« len Mutter Virgitta, die ein gvttluchender Männer imb P- - dieser Schatten au$ ! hrhundert ist lebendig ^vollen Dradlin'gkeit khd • mb Suhe seiner SelbMo- hfterium seiner 6rfenrL<"c rinr die von sich m» kn verste sordert. CntssM bis Währung aller ihnr Dittrn wirksamste erzegei und in . was sie liebt, Vie sie. die stiller, reifer, milder wird bescheidet, -atz die Tollheit ringt auf die dunkle Frage. < h am brenneichsten danach ib Gerechtigkeit zu bienen, । Die tri? 3öfn mb bah iuf Seiten folgen mü^en, ! ich schön! 718 i I ns Mvuai^ritr. 10. • KH. IM- ^agTmg schweig tzawdurg. Mich- : ibei diesem Heft. SS zeiat oechnachtlichei Km^ktoewc in entzückendes M^chtS- cr Jithacl-Stahn. Wend . Arbeit über Stefar Loch' Kunst, auf deren W chten gern einmal HR W di- 3eWlf» Jerlags. lendet soeben toj i, siebenten Jahrgangs M | aria und wird durch s M n über ihn eingeleitet w
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Franziska.
Roman von Liesbet Dill-
24. Fortsetzung. Nachdruck verboten.
-Dein, es ist eben nichts genau angegeben." wandte sich der sübrende Bassist zu dem Kapellmeister. „das ist eben das Traurige —“
iSm Wann mit einem grünen Halstuch trat vor .Ich möchte bemerken, daß wir nicht besser 'ingen können, die Hälfte der Herren ist krank - ich auch." (3t stieß ein trockenes, bellendes Husten aus.
„Wo haben Sie das Attest?" ries Mariot.
Der Mann zuckte die Schultern. „Der Theaterarzt gibt kein Attest. Es sind jeden Tag Proben, gestern bis in die Dachl, heut früh wieder. daS hält ja kein Mensch auS —“
Der Taktstock klopfte auf.
„Wir überspringen den ersten Teil des zweiten Aktes und fangen da an, wo die Fanfaren das P geblasen haben. SS war ein regelrechtes ! , meine Herren, fis, fis, fis, wenn ich bitten darf, keine eigenen Kompositionen, also Seite dreiunddreitzig. Buchstabe w." Der Taktswck pfiff durch die Luft.
Das Orchester setzte ein. „Wo bleibt daS dritte Fagott?" pief der Kapellmeister.
„DaS dritte Fagott hat Umzug", rief jemand^ aus der Tiefe, wo die Musiker bei ihren Lampen saßen.
Die Schnitter wurden hinter die Kulissen gedrängt. der König legte seinen Arm um die Hüften der Sopranistin und der Ehor setzte ein.
„Etwas mehr Mondschein," dirigierte der Regisseur halblaut nach oben, „langsam, viel langsamer, sobald sich der König setzt, kommt der Mond aus den Wollen heraus, dann erst bitte die Sterne."
Der Autor meldete sich, er verlangte mehr rötliches Licht, die Beleuchtung sei viel zu matt. „Wenn wir jetzt schon rotes Licht nehmen, hab ich keine Steigerung mehr zur Abendröte", ries der Regisseur. - „Das Fagott deutlicher, zweite Geige mehr heraus, der Bast kommt wieder im ersten Takt auf zwei. Sie sollen zu mir her- sehen, meine Damen. Wer macht denn den
schrecklichen Spektakel dahinten?" rief Mariot. „5>a6 ist der Horizont", erwiderte der Regisseur. Der erste Tenor Wiehler trat auf. verschlafen, verdrießlich, in einer braunen Samtjoppe und einem dicken weißen Rosenkranz auf dem Kopf, er stieß mit der Fußspitze ein paar Glasscherben dem Souffleurkasten $u. Delle Wirtschaft". er räusperte sich und setzte ein. Der Autor unterbrach ihm „Aber bitte. Herr Wühler, nicht diesen Rosenkranz, der sieht ja aus wie eine Karikatur!" Hinter dem Tenor zogen nun die Hofleute auf, Lyra spielende Mädchen, andrängendes Boll, und die Musik auf dem Podest schmetterte der Einzugsmarsch, und zwischm hin und her wogenden Gesängen hörte Hasse plötzlich Franziskas warme Stimme aus der Ferne...
„Meine Herren, einen Augenblick." der Autor trat erregt an die Ranwe. „Die müssen, wenn Herr Wühler austritt, entsetzt zurückweichen, als wenn er den Auslatz batte. Der Herr hat etwas Schreckenerregendes — das muß sich auf allen Gesichtern ausprägen. Sie müssen eine Gasse bidlen!" ®r machte es ihnen mit großen Bewegungen vor. Brast erhob sich von der Kiste, den ^leberzieher halb aufgeknöpft, sein schwarzhaariger Koloß mit wulstigen Lippen und Stiernacken wirkte grotesk, aber bei dem ersten Ton seiner herrlichen Stimme schienen alle an» deren zu verbleichen.
Dann Ian: Franziska von links, sie trug ein mattgrünes perlgesticktes Kleid und iah blaß und ■angegriffen aus, ihre Augen suchten den dunklen 3ufd>aucrraum ab, sie erkannte Haffe und mefte ihm unmerklich zu, dann setzte sie ein.
Ein Auf klopfen auf dem Dirigenlenpull. „Ditte, Fräulein Roll. Ihr Einsatz kommt nach der Fermate. Warten Die doch ab, bis ich winke! Sehen Sie lieber zu mir her, sonst schmeißen Sie alles um. Die Fermate ist nämlich das Wichtigste am ganzen Akt. Los! Währenddessen kann die Berwandlung vor sich gehen." „Also starres Entsetzen", dirigierte Der Regisseur leise, während sich der König feiner Tochter näherte. „Tiefes Mitleid prägt sich aus allen Gesichtern aus, zum Schluß starres Entsetzen, bitte, meine Herren, recht starr, und die Damen nicht schwatzen."
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Stephansberger sang mit verhaltener Sttunne, die <ich ein paarmal überschlug, während der Daß Drasts dazwischentönte wie eine Orgel.
„Herr Stephansberger, Sie markieren doch bloß?"
„Jawohl, Herr Kapellmeister", sagte dieser grimmig.
„Bitte nicht zu markieren, sondern zu singen," rief Mariot zurück. „Eie haben heut abend feine Rolle. Allo noch einmal bei dem ersten Des..
Aber gleich darauf unterbrach sich Mariot selbst.
„Ich muh die Musik höher stellen, Herr Ritter, fo klingt der Ehor nicht", rief er.
„Ich !ann aber keine Podeste mehr bauen", grollte der Regisseur, der das Aussehen eines gereiften Hahnes anzunehmen begann
„Ohne Podest kann ich nicht weiterspielen lassen, dann müssen wir aushören." Auf der ganzen Bühne schien nieinand etwas dagegen einzuwenden zu haben. Sin dicker Mann lam herbeigelaufen. „Die Podeste find schon alle im Kulisfenhaus."
„Dann lassen Sie sie wieder holen, ich habe Zeit", sagte der Kapellmeister und legte den Taktstock weg.
^Der Regisseur setzte sich aus den Königsthron und wickelte sein Frühstück aus dem Papier. Im Hintergründe begannen die Dkänner Podeste aufzustellen, sie schleppten lange, mit bemalter Leinwand umwickelte Stangen herbei, die sie aus den Boden warfen, dah große Staubwolken aufflogen. Die Dekoration wurde eingehakt und aufgezogen, fit stellte einen sezessionistisch bemalten Königsvalast dar mit Marmorsäulen, die von Girlanden umwickelt waren, und teppichbelegten Treppen. Währeddessen lieh Marioi leise uwd gedämpft das Zwischenspiel spielen.
„Dun die Wolken!" kommandierte der Regisseur von seinem Throne aus. während er mit dem Messer das Brot schnitt. Eine blaue Wolke nach der anderen senkte sich herab, und dahinter verschwanden die Sänger und die rumorenden Arbeiter. Die Musik schloh mit einem langausgehaltenen Allord.
Der Autor schien aufgebracht hinter der Wolkenwand.
.Sind Sie f*nt ftrttgF
..Jawohl. Das Zwischenspiel bauert gerat* zehn Minuten", sagte Mariot.
„Aber die Dekorationen stehen noch nichr einmal halb, und kein Podest ist gebaut!" rief ber Autor. „Das läht sich auch in zehn Minuten nicht machen", grollte der Regisseur. „Wir brauchen allein zum Aufstellen der Podeste eine Diertclflunde."
..Dun. bann lassen Sie sie doch weg!" rief der Autor mit rotem Gesicht.
„Der Herr Kapellmeister besteht darauf —"
„Ohne Podeste kann ich nicht spielen lassen." Mariot blickte in seine Partittir. „Sonst müssen wir Aktschluß machen."
„Ausgeschlossen", regte sich der Autor auf — „Oder man mühte das Zwischenfpiel künflllch verlängern", meinte der Regisseur
„Ausgeschlossen!" rief Mariot.
Der Regisseur und sämtliche dicke Männer, die in Hemdärmeln herumstanden, waren für Aktschluß. Brast ging mit in die Westentaschen gesteckten Daumen mit großen Schritten auf und ab, sah nach der Llhr. steckte sie kvpfschüttÄnb wieder ein, „die schöne, kostbare Zeit". — „Wenn wir Aktschluß machen, ist der ganze Gfsekt zum Deibel", sagte der Autor.
Der Kögig kehrte auf seine Kiste zurück und sah nach der tthr.- „Heuf wird'S gewih wieder drei." Die Trompeten letzten schmetternd ein. der Tenor, der gerade sein Taschentuch foanfr- habte, vergaß den Einsatz. „Derzeihung, ich konnte nur — hatzi! — ich muh mir doch erst —'* „Dazu ist jetzt Feine Zeil", rief der zornige Kapellmeister aus der grell beleuchteten Unterwelt und llopfte wieder ab. „Also den Schnitter^ tanz noch einmal. Das ist ja entsetzlich, was Dis beut' zus.immensingen. Sie haben achtunddreihlg Proben gehabt. Wir nehmen den ganzen Akt von vorne." Aus allen Gesichtern prägte sich, auch ohne dah es der Regisseur angab, ftarre£ Entsetzen aus. Stephansberger faltete die Hände über der weihen Weste und sah gottergeben in das dunkle Parkett. Die Musiler hatten sich auf dein Podest versammelt, und der Chor der Schnitter begann wieder aufzuziehen, hinter ihnen die Mädchen mit den Friedenspalmen und leeren Drahtkörbchen. >iif?huna folgt)
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