gen. Dos Urteil lOeftörenbcn Lärms
geb Schäfer, 63 Jahre alt, Friederike Kann, geb. Reis.
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Marie Reumeier, Sonnenstrafte 20;
Absicht gehabt $u haben, den Bürgermeister m irgendeiner Wetse zu beleiblf**-
Die Lösung dies. Frage ist oft nicht leicht. Folgende Antwort wird Sie vielleicht nicht überraschen, weil Sie schou längst wissen, daß ein
lautet dahin, daß wegen des ruhestorenden LärmS hie Strafe von 50 Ult auf 10 Mt ermäßigt wirb,
ein Mittagsmahl oder den Abendtisch ganz glänzend abschlieiit, verrollsthndiut. bereich. Wenn das sonst Gebotene ans besonderen Gründen nicht immer so aiufallon kann, w io die Hausfrau es gern möchte, so sind ihr
Frankfurter Schlachtviehmarkt: Jäten und Kühe 4. Kälber 1208, Schafe 663 und Schweine 730.
63 Jahre alt, Liebigstraße 37; Philipp Karl Euler, Rentner, 84 Jahre alt, Marburger Strafte 30. 12.: Martin Habeth, Spengler. 65 Jahre alt, Reustadt 57. 13.: Wilhelmine Schwan. Schneiderin, 30 Jahre alt. Reuenweg 6; Heinrich Kurz, Eisenbahnsekreiär i. R., 70 Jahre alt. Landgrafen strafte 2; Johann Rudolf Wannenmacher, 3 Jahre alt, Marburger Strafte 49. 15.: Wolfgang Ruckstuhl, 1 Monat alt. Gnauthstrafte 22; Johann Jakob FrieS, ohne Beruf. 80 Jahre alt,
Im übrigen aber beide Berufungen verworfen werden.
Der Ziegelmeister R. auS Wetzlar ist vom hiesiyen Amtsgericht wegen Unterschlagung zu einer Gefängnisstrafe von einem Monat verurteilt worden. Gegen dieses Urteil hat her Angeklagte Berufung eingelegt. Die Anklage legt ihm zur Last, seinem Arbeitgeber Ziegelsteine unterschlagen zu haben. Der Angeliogte bestreitet entschieden, sich skrasbar gemacht zu haben. Da noch BeweiSanträge gestellt werden, gelangt da- Gericht zur Vertagung.
Unter her Anschuldigung her MilchVerfälschung haben sich in brei weiteren getrennten Derhanblungen im ganzen sechs Bauersleute zu verantworten. Diele Angeklagten sinh in erster Instanz teils freigesprochen, teil» zu Geldstrafen verurteilt worden. Keine her Verurteilten haben Berufung eingelegt. In allen Fällen hat hie Staatsanwaltscha't Berufung eingelegt, do nach ihrer Meinung hie Freisprechung zu Unrecht bzw. hie erkannten Gelbstrafen zu gering sind
3m ersten Falle sind zwei Frauen auS Kinzenbach angenagt. Die Milchverfälschung soll hier 10 und 19 Prozent betragen. DaS Urteil erster Instanz lautet gegen die eine Angeklagte aus Freisprechung, gegen die zweite auf 200 Mk. Geldstrafe. Das Urteil lautet auf Verwerfung der Berufung her Staatsanwaltschaft, ordnet aber die Veröffentlichung des Urteils an.
3m zweiten Falle sind zwei Gheleute nebst Schwiegertochter auS Lützellinden angeklagt. Der Vorderrichter hat auf Freisprechung erkannt. Hier beträgt der Wallerzusatz 16 Prvz. Die Angeklagten bestreiten, vorsätzlich gehandelt zu hoben und können sich nicht erklären, wie dos 'Wasser in die Milch gekommen ist. Antrag der Staatsanwaltschaft: Den Ehemann zu 300 Mk. Geldstrafe zu verurteilen und auf Urteilspublikation zu erkennen; die beiden Frauen aber freizusprechen. Urteil: Die beiden Frauen werden freigesprochen. Der Ehemann erhält ICO Mark Geldstrafe. Das Gericht hat bet ihm Fahr- lässtgkcit angenommen.
3m dritten Falle ist eine Landwirtsfrau aus Rieder kleen angeklagt. Hier beträgt der Dosserzusah 26 Proz. Antrag. 500 Mk. Geldstrafe und Urteilsvublikation. Die erstinstanzliche Strafe beträgt 300 Mk. Urteil: ES bleibt bei 300 Mk.; dagegen wird auf Urteilsvervsfent- lichung erkannt.
Interessant ist die Bekundung des Milchpreises. haft von Öen Im Kreise Wetzlar entnommenen Milchproben zu 90 Proz. festgestellt werden muftte, haft die Milch verwässert war. Diesen Umstand hebt her Vorsitzende in seinen Urteilsbegründungen besonders hervor und betont, haft diesem verbrecherischen Treiben mit den strengsten Strafen entgegengetreten werden muß.
Wegen verleumderischer Beleidigung des Gemeindepfarrers von Altenkirchen ist der Fleischbeschauer und Landwirt Sch. aus Oberlemp vom Amtsgericht Ehringshausen zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten verurteilt worden. Gegen dieses Urteil hat der Angeklagte Berufung eingelegt. Der Angeklagte bestreitet, die Absicht gehabt zu haben, den Pfarrer zu beleidigen; er Hobe im Gegenteil den Pfarrer nur aufflären wollen, damit dieser Gelegenheit habe, den unwahren Gerüchten enlgegenzutreten. DaS Urteil lautet auf 50 Mk. Geldstrafe. In zwei Fällen wurde dem Angeklagten der Schutz des § 193 StGB, zugebilligt.
Wilhelm Vogler von Hungen wegen Lohnabtreibung und Beihilfe zur versuchten Abtreibung und gegen eine Reihe von Frauen wegen Abtreibung und versuchter Abtreibung, sowie gegen mehrere Ehemänner derselben wegen Beihilfe hierzu verhandelt . Die Urteilsbegründung ergab, haft das Gericht Vogler in einem Falle der Lohnabtreibung und in zwei Fallen her Beihilfe zur versuchten Abtreibung für überführt erachtete. Mit Rücksicht auf fein gemeingefährliches Treiben wurde er zu 3 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt. Die anderen Angeklagten erhielten Gefängnisstrafen von4un!d6Monaten, eine Angeklagte wurde freigesprochen.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt oller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerfe' Verantwortung.)
Clo städtisches Leihamt.
Dis vor P/s oder 2 Jahren gab eS in Gießen ein Leihhaus, daS manchem aus augenblicklicher, dringender Rot geholfen hat. Auch heute noch ober vielmehr heute erst recht würden es viele begrüßen, wenn ein derartiges Institut wieder ausgemacht würde. Denn in dieser gelbarmen unb krebitlosen Zeit ist jeder auf sich selbst und seinen oft „barlosen" Geldbeutel angewiesen, unb viele, sehr viele wissen oft nicht, wovon bie aller
Kleine Strafkammer Wetzlar.
Q Wetzlar, 18. Febr. Der Fuhrunternehmer R. aus Siegen war wegen Verübung groben Unfugs, öffentlicher Beleibigung und Bedrohung vom Amtsgericht Dillenburg unter Freisprechung von der Anklage wegen Bedrohung zu einer Geldstrafe von 350 Mk. verurteilt worben. Gegen dieses Urteil haben sowohl der Angeklagte, als auch bie Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Der Angeklagte war am 31. August 1924 mit seinem Auto in Begleitung mehrerer Siegener Herren nach Manderbach gefahren. In einer Gastwirtscha t wurde ein Zechgelage veranstaltet. Als der Autoführer gegen 12 Uhr nachts das Auto zur Rückfahrt fertigmachen wollte, war dasselbe verschwunden. Dauernburschen, die offenbar über bie häufigen Zechgelage des Angeklagten in Manderbach erregt waren, hatten das Auto weggesahren und in einen Feldweg gestellt. Als der Angellagte sich mit feinen "Begleitern auf der Straße blicken ließ, wurden sie von einem Steinhagel empfangen. Hierüber erregt. schrie der Angeklagte, er werde alles nieber-
Licher Strafte 74.
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ein treuer Helfer in her Mche. Schnell, einfach u. ohne besondere Umstünde ist ein Pudding gekocht und nach dem Erkalten mit Frucht-aft oder Schokoladen- Sauce aus Dr. Oetker's Suucenpulvcr auf den Tisch gebracht Solch ein appetitlichangi rich- teter Pudding wird am Schluß alle zufrieden- steilen und auch recht gut satt machen.
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Schöffengericht.
• Gieften, 18. Febr. Unter Ausschluß Oefsentlichkeit würbe gegen den Postschaffner
schießen. Hierdurch eingeschüchtert, liefen bie Durschen fort Der Angelloate Randalierte jedoch weiter, unb zwar so laut, haft bie ganze Rachbarschalt auS dem Schlaf geweckt wurde Inzwischen wurde der Bürgermeister herbeigeholl. der den Tatbestand feststellte, wobei sich der Angeklagte zu beleidigenden Aeußerunoen gegen den Bürgermeister hinreißen ließ. Der Angellagte gibt an, durch die ganzen Dorgänge, wie auch durch den Allohol in starke Erregung gekommen zu sein. Er stellt aber entschieden In Abrede, di«
ee D i e Zuschläge zur Grwerbs- fofenuntcr ft üftung f ü r Rötst ands- arbeitet. Vom öffentlichen Arbeitsnachweis für daS nördliche Oberhessen wird uns mit- gctcilt: Die Zuschläge, die bei Rotstandsarbeiten beschäftigte Erwerbslose erhielten, durften bisher 70 Prozent der Löhne der entsprechenden Ver- waltungSorbeiter im Orte der Rotstandsarbeit nicht übersteigen. Laut Verfügung des Hessischen Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft vom 13. Februar 1925 ist diese Grenze mit Wirkung vom 9 d. M auf 80 Prozent erhöht worden.
•* Der hessische Verkehrsver- band fordert den Ausbau öffentlicher Kraftwagen! tnien: Der Hess. Verkehrsverband ftktt dieser Tage in Frankfurt O.Q3L eine DorstandSsitzung ab. ES wurde u.a. nachstehende Entschließung angenommen- „Der Hessische VerkehrSverband ist der Auffassung, daß auch in Hessen Kraftwagenlinien des öffentlichen Verkehrs grundsätzlich von der Reichsposwerwaltung betrieben werden sollten. Der Hessische VerkehrSverband erwartet, daft die Oberpostdirektion Darmstadt an den gegenüber anderen Gebieten bisher in Hessen vernachlässigten Ausbau von Kraft- ttxigenltnten nunmehr mit Rachdruck herangeht. Sollte die Reichsposwerwaltung wider Erlvarten sich der 'Rotwendigkeit tatkräftiger VcrkehrSförderung auf diesem so wichtigen Gebiete verschließen, so wird der Hessische VerkehrSverband alle anderweitigen Bestrebungen unterstützen, die einen den Bedürfnissen des Verkehrs gerechtwerdenden plan
nötigsten Bebürfnisfe des täglichen Lebens befriedigen. DaS Wenige, waS man aus den überstandenen schlimmen Tagen fterübergerettet hat. auch noch zu verkaufen, icheut man sich in der Hoffnung auf eine halb zu erwartende Einnahme. Unb zwingt hoch die Rot dazu, so steht der aus dem Verkauf erlöste Preis in keinem Verhältnis zu dem verkauften Gegenstand. Denn eS ist nun einmal so: Wir Armen warten biS zur letzten Minute mit dem Verkauf, immer in der törichten Hoffnung befangen, daß von irgendwelcher Seite Hilfe kommen müffe. Deshalb inserieren wir auch nicht in der Zeitung. So wird denn her Alt- händler ausgesucht, unb für wenige Groschen ist eine Sache unwiderbringlich dahin, die neben einem bedeutend höheren materiellen Wert einen oft unbezahlbaren ideellen Wert in sich schließt. Von den bitteren, demütigenden Versuchen unb Gängen au Freunden unb Bekannten' soll hier keine Rebe fein. Rur wer es am eigenen Leib« erfahren hat, kann hier mltrcben
Dielen Hunderten unterer Einwohnerschaft wäre allo geholfen, wenn wir wieder die wohltätige Einrichtung eine» Pfandhauses hätten. In vielen Städten, bie kleiner sind als Gießen, cri- ftieren Leihhäuser, unb zwar „städtische" Leihhäuser oder Leihämter. Sollte daS nicht auch in Gießen möglich fein? Unfer Stadtparlament tut doch sonst in vorbildlicher und anerkennenswerter Weise so viel gegen soziale Qlllf^ianbe unb verborgenes Elend. Es würde sich den Dank vieler, sehr vieler Bedürftigen erwerben durch bie gewiß gemeinnützige Schaffung eines städti- schen Leihamts. -n.
Geschäftliches.
Die naturgemäße Haarpflege' Die Grundbedingung einer toirflid) naturgemäßen und zweckentsprechenden Haarpsleae ist die regelmäßige Kopfwäsche, die den Haarbod^n doh allen ünrcinlicbfcttcn befreit, eine gute Durchblutung der Kopfhaut bewirkt und dadurch das Haar gesund und kräftig erhält Ein ideales Kopfwaschmittel, daS allen Anforderungen in vollkommenster Weise gerecht wird, ist das ärztlich empfohlene „Schaumpon mit dem schwarzen Kopf". Schaumpon hält durch feilte antiseptische Wirkung den Haarboden frei von Bakterien, die den Haarwuchs schädlich beeinflussen, reguliert den Fettgehalt des Haares unb befreit von den lästigen Kopsfchuppen. Es erzeugt, nach Vorschrift angewandt, reichlichen weichen Schaum, ist aufterordentlich mild unb wird selbst von bet empfindlichsten Kopfhaut gut vertragen
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Gemeinden.
Jsr.ReNgionSgemeinde. Gotteid. i. d.Stznagoge lSüdanlage). Samstag, den 21. Februar. Vocavd. 5.46. morg. 9.00. Predigt, abds. 6.00 u. 6 40.
NB. Von fetzt ab findet her Gottesdienst wieder regelmäßig in der Haupt-Sy nagoge statt.
3fr. ReligionSgesellschast. Sabbatfeier, 21. Febr Freitag abb. 5^25, SamStag vorm. 8.30, Predigt, nachm. 3.30, Sabba tauSgang6.4Q, Wochengottes dienst morg. 7.00, abends 5.30.
mäßigen Ausbau des hessischen Kraftwagen- lmtenneyeS fördern."
h. B e i her gestrigen Brennholz- Versteigerung her Stadt Gießen ergaben sich folgende Durchschnittspreise Äiefem- scheit er 10,50 Mk.. Kiefernknuppel 9 Ml. Kiefern- stöcke 7 Mk., Kiefernknüppelreisig 3 Mk. je Rm.. Aspenreisig 16 Mt., Ätefernrnflg 18 Mk. je 100 Wellen.
** Personalien. Ernannt wurden der Lehrer Alfred D e g g a u in Ober-Breidenbach zum Real lehr er am Landes zuchthaus Marien- schloß mit Wirkung vom Tage seines Dienstantritts. der Poliieiwachtmeister aus Probe Ernst Schmidt auS Rieder-Ohmen. Kreis AlSseld. zum Polizeiwachtmeister mit Wirkung vom 1. März, der Lehrer Wilhelm Baum zu Ilbeshausen. KreiS Lauterbach, zum Lehrer an der Volksschule zu Watzenborn-Steinberg.
” Aus dem Gießener Standesamt S r c g t ft c r. Es verstarben in der Zeil vom 1. biS 15. Februar: 1. Febr August Weller. Kutscher, 22 Jahre alt, Walltorftrafte6. 2 Karl Franz, Kaufmann. 24 Jahre alt. Krvsdvrser Strafte 37; Eberhard Weyer. 2 Tage alt. Am Riegelpfad 108. 3.: Julie Brenne, geb Günge- rich, Krankenschwester, 42 Jahre alt, Lbeistrafte 12. 4.: Marie Schädel, ohne, Beruf. 38 Jahre alt, Sicher Strafte 74. 5.: Heinrich Schaefer, Gendarmerie-Wachtmeister i. R.. Steinstrafte 55; Oskar Otto Dürr. 1 Monat alt, Leihgestern er Weg 3; Johanna Urbanzke, geb. Brückner. Witwe. 70 Jahre alt, Licher Strafte 74. 7.: Lina Sngel- bad), geb. Hoffmann, Privatin, 77 Jahre alt, Gartenstraftv 14; Katharine Henze, geb. Weckert, Witwe, 77 Jahre alt, Licher Strafte 74. 8.: Heinrich Schott, ohne Berus, 53 Jahre alt, Wall- torftraftc 24; Julius Alker. Amtsgerichts-Oberassistent, 49 Jahre alt, Weser strafte 23. 9. Friedrich Karl Louis BarluSky, Rentner, 83 äahre alt, Ludwigstrafte 37. 10.: Margarete Lieselotte Lihinger, 4 Monate alt, Wetzsteingalle 43. 11.:
Höri aal veS PhmUat JnstrtutS ivtepyanstr.). Dorträge. — Lichtspielhaus. Dahnhofstr.: „Die Liebe ist der Frauen Macht". — Astor,a-Lrcht- Jpiele: .Die Jagd um bie Welt in 18 Tagen".
— Born Konzert verein wird uns geschrieben: Der wegen seines stimmgewaltigen Baritons und seiner kraftvollen Persönlichkeit hochgeschätzte Künstler Helge Lindb erg be- findet sich zur Zeit auf einer Reife durch Weft- eurvha. auf der er ua. in Berlin unb Parts mit beispiellosen Erfolgen konzertiert hat. Er wird auch in Frankfurt auftreten unb am © o n n- tag. 2 2. Februar, die Gießener Muslkfreunde mit feiner ungewöhnlich bedeutenden GesangS- kunst erfreuen. Lieber feinen Werd-yang berichtet ein Frankfurter Blatt anläßlich seine- doNtgen 2icberiEenb6: Lindberg ist von Geburt Finnländer Serne GefangSstudien begann er beiemem finnländllchen Meister Schcm in jungen Jahren bcaab fich Lindberg nach Deutschland und heft sich nach feiner Verheiratung mit einer Sranf- ‘urterin in Stuttgart nieder. Durch Zufall lernte bei Inhaber einer Frankfurter Konzertagentur den jungen Lindberg kennen, nahm fich seiner an unb führte ihn, nachdem em eigner Abend m Frankfurt daS gröfttc Aussehen erregt hatte, in d s Konzertleben ein. Helge L ndberg wurde schnell berühmt. Man anerfaimte nicht nur ha- hohe musikalische Empfinden in der Wiedergabe ber Kompositionen, sondern auch seine geradezu vollendete Technik, die er wie kein zweiter seit VkifchaertS Zeiten meisterte. Rach seinen Er- jnlgcn in Deutschland sand er in Wien begeisterte Aufnahme. Don da führte ihn sein Weg nach ollen Ländern Europas. Ueberall blieb ihm der Erfolg treu unb heute gilt der Künstler als der beste Interpret der alten Musik von Bach und Händel. Saft der grofte Sänger sich auch alS Bildhauer eine viel beachtete Stellung erworben hat und als Meister des — Boxsportes gilt, dürfte nicht ohne einen gewissen pikanten Reiz sein.
— Der Turnverein von 1 846 veranstaltet. so schreibt mnn unS. am kommenden Sonntagnachmittag, 4 Uhr. in seiner Turnhalle ein groft-S karnevalistisches Konzert. Dor dem Kriege fanden diese beliebten Veranstaltungen außerordentlichen Zuspruch. Auch diesmal ist. den Rachiragen nach zu urteilen, vermutlich mit einem vollbesetzten Haus zu rechnen. Die Turnhalle wird schon eine Stunde vor Beginn geöffnet. Auch Richtmitgli^er haben Zutritt. (Siehe gestrige Anzeige).
Gicftriicv ^uaicnnmrftbrciK am 19. Februar (Händlerpreise).
Es kostete auf dem heutigen Wochenmarkt Vas Pfund: Butter 200. Matte 35. Käse 70, Wirsing 20, Weißkraut 15, Rotkraut 20, gelbe Rüben 10. rote Rüben 20. Spinat 40 bis 50, Unter-Kohlrabi 8. Grünkohl 20. Rosenkohl 60, Feldsalat 100. Endivien 100, Tomaten 150, Meerrettich 40 bis 100, Zwiebeln 15 biS 20, Schwarzwurzeln 70, Kartoffeln 5. Aepsel 12 bis 20, Birnen 10, Honig 40, Suppenhühner 120; daS Stück Eier 12. Blumenkohl 70 bi« 200, Salat 50, Lauch 5 bis 20, Sellerie 20 biS 70.


