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gefallenen annahmen und ihnen die Weihnacht», freud« zu bringen versuchten, die wohl bei manchem daheim fehlen dürfte. Zum Schluß noch die Fest- stellung, dah beide Feiern auch bei den zahlreich anwesenden Erwachsenen vollste Anerkennung fanden.
•• Hochschulgruppe der Deutschen Volk-Partei. Zur Gründung emer Hoch- schulgruppe hatte die hiesig« Ortsgruppe der Deutschen DollSpartei eine Reihe von Studenten auf Dienstagabend in den Postkeller geladen. Rach kurzen Degrühungswortrn des Ortsgrup- penvorsitzenden, Prof. Dc. Kraus müller. gab der Dert-auensmann. Referendar 1 v. Driesen das Wort dem Dechüst-kührer Weiher. 3n seinem Dortrag „Zweck und Ziele der Hochschulbewegung" führte der Rrdner aus, dah heute mehr denn je der junge Akademiker die Pflicht habe, sich m t den politischen Fragen zu beschäftigen. D c D. D. P. strebe durch die Dildung von H?chschulgruppen Acbeit^eme.nschaftrn an, in Lenen die politischen 6 i^itfragen nicht mit Schlag- rvorten, sondern un akademischen Geiste, auf Grund ernsten Studiums behandelt und erörtert werden. Qlcctbem in der anschl'eßenden Diskussion zu r ,\:i Ausführungen noch manch: wertvolle Anregung gegeben wurde, traten die Anwesenden fäim;i4> der Hochschulgruppe bei. Zum 1. Dor- Ich.'nden wurde stud. rer. Pol. W. Meyer ge- wahlt _
'x Dringt Briefkasten an! Seit Iahr .n sucht die Reichspost durch S.nw rkungen au) die Ha asbesi.)e. vereine, Bauunternehmer, Baugenossenschaften ufw. zu erreichen, dah bei der Errichtung neuer Wohngebäude am Gitter des Borgarlens oder im Hauseing-ang zu eben.r Erde Bricskasten usw. zum Einlegen der zuzustellen, do-n gewöhnlichen Bnefsendungen und Zeitungen angebracht werden. Leider haben die Bemühungen d^r Reichspost bis jetzt nicht den gewünschten Erfolg gehabt. Wie w r hören, ist das Reichspost- miniKcrium im Interesse der Förderung der Sache nunmehr an die einzelnen Reichsressorts, Länder, Gemeinden und Körperschaften mit dem Ersuchen herangetreten, die zu errichtenden neuen Dien st Wohngebäude, und mögl chst auch die schon vorhandenen, mit Driefkastencinrich- tungciT der vorerwähnten Art zu versehen.
GeiMl M öimgernoen Eög?l!
Oberhessen.
Krcrs Schotten.
Ig. Aus dem DogelSberg, 17. Dez. Jetzt rückt die Zeit wieder heran, wo keine Woch-- vergeht, ohne baß in diesem oder jenem Distritt eine Drennholzversteigerung gewesen wäre. Hier und da haben die ersten schon stattgefunden, um Mittel zu bekommen für die Entlohnung der Waldarbeiter. Es wäre nun zu wünschen, dah die Phantasie- preise der letzten Jahre, die auf manchen Der- steigerungen durch unsinniges Drauflosbieten erreicht wurdvir, endgültig der Borgangenheit an- gehörten. Die allgemeine Geldknappheit dürfte ja wohl schon ihr Teil dazu beitragen, dah die Preise sich in erträglichen Grenzen halten. Auch haben sich viele Leute, die früher auSschliehlich Holz verbrannten, dem billigeren und gleichmahi- geren Kohlenbrand und dem äuherst boliebten Brikettbrand Angewandt, der sich bei der bäuerlichen Bevölkerung in steigendem Mabe ein- bürgert
X!X Schotten, 17. Dez. Dem eifrigen Bemühen der Kreisstrabenoerwaltung Schotten ist es zu oanken, daß nun auch die Kraftpostlinie U l ri ch st e i n—S chotten wieder verkehrt. Der Streisbireftor und der Regierungsbaurat waren wiederholt an Ort und Stelle, um die nötigen Anordnungen zu treffen, damit die Schneewehen von den Kreisstratzen aufgemacht wurden. Manche
Strecken waren lo verwebt daß selbst die Benutzung des Schlittens gefährlich war. Der diesjährige Schneefall kostet den Kreis Schotten viel Geld. Eine Heranziehung von Erwerbslojen war nicht möglich, da in den in Betracht kommenden Gemeinden keine Erwerbslose vorhanden sind. — Zu Ehren des demnächst von hier scheidenden Lehrers Weitz vereinigten sich im „Darmstädter Hof" die Sänger des Männergesangoereins Schotten zu einem Abschiedsabend. Dem Dirigenten wurde ein Ehrengeschenk für die in selbstloser Weise geleistete Arbeit überreicht. Während des einjährigen Bestehens des Bereins herrschte zwischen dem Chormeister und den Sängern ein herzliches Einvernehmen. Es ist zu bedauern, daß durch den Wegzug des Herrn Weitz der Verein um seinen Dirigenten gekommen ist. Für den Scheidenden selbst mag es eine Befriedigung sein, dah von der seinerzeitigen Gründung des Vereins ab, die unter besonders schwierigen Umständen stattfand, bis zuletzt fast alle Sänger (40—50 Mann) dem Dercin die Treue hielten und die Singstunden besuchten.
n Laubach, 17. Dez. Die Drogerie Stotz in d.r D chnhosstrahe feiert in dies cm Zahr ihr 25jähriges Jubiläum. Die'e F muie erscheint hier bereits in ber zweiten Hälfte des 16. Jahrhund.rts (1574), wo ein Johannes Glut- zius aus Laub ch zum zweiten Lehrer an ber hiesigen Lateinschule ernannt wurde. — Für Die Hess ifche Fürsorge für Krüppel hat die hiesige Stadtschule 22 Mark 40 Psg. gesammelt.
)—( Ruppertsburg, 17. Dez. Nachdem Ende voriger Woche Tauwetter eingetreten war, konnten nunmehr auch die Holzhauer wieder ihre Tätigkeit beginnen. Es sind aus unserem Orte beschäftigt in den hiesigen Gemeindewaldungen 4, und im Grüfl. Laubachschen Walde 3 Rotten mit insgesamt 53 Arbeitern. Darunter sind 50- bis 60jährlge Leute, die diese schwere Arbeit schon seit ihrer Konfirmation verrichten. Man bewundert die Ausdauer, den Humor und Frohsinn, die die Holzhauer bei der Ausübung ihres Berufes, der ganz besonders in dickem Winter bei stellenweise noch hohem Schnee müysam, beschwerlich und gefährlich ist, zeigen. — Don Mitgliedern und Freunden des Vereins für „Kriegsgräberfürsorge" wurden in diesen Tagen an den Vorsitzenden des Vereins 50,20 Mk. abgeliefert.
Mreis Büdingen.
!! Büdingen, 18. Dcz. (Eigener Drahlbe- richt des „©iefi. Anz") Die für gestern abend angesetzte Wahl eines Berusvbürger- m e i st e r s wurde aus unbestimmte Zeit verschoben, da das Ministerium des Innern die bedingungsweise erteilte Genehmigung der Ortssahung für die Anstellung eines Berufs- bürgenneisters zurückgezogen hat. Der Grund dafür ist darin zu suchen, dah eine Bedingung des Ministeriums von der Gemeinde nicht erfüllt wurde.
Starkenburg.
Darmstadt, 17. Dez. (WSA.) Aus dem Wege von Darmstadt nach Frankfurt hat ein Automobil der Chemischen Fabrik von Merck in der Rähe von Reu-Isenburg eine Büchse mit 18 Kilogramm eines der gefährlichsten Gifte verloren. DaS Gift hat Pulverform und ist von schneeweiher Farbe.
Rheinhessen.
Mainz, 17. Dez. (WER.) Heute nachmittag gegen 4 Uhr fuhr bei heftigem Schneegestöber ein Arbett-zug dem Güterzug Rr 8615 in die Flanke, wobei mehrere Wagen des Güterzuges und des Arbeitszuges entgleisten Hierbei wurden 6 Reichsbahnbedienstete verletzt und der Heizer des Arbeitszuges getötet. Die Ursache des Unfalls ist noch nicht geklärt.
Preußen.
Dom hessen-nassauischen Provinzialausschuh.
Der Provinzialausschuhhalin seiner gestrigen Sitzung mKafselfein Einvernehmen mit der Ernennung des Polizeipräsidenten Ehrler- Frankfurt a. M. zum Regierungspräsidenten m Wiesbaden mit 14 Stimmen bei einer Stimmenthaltung ausgesprochen. M.t dem gleichen Stimmverhältnis wurde beschlossen, den Landrat von Pappenheim in Kassel für den Posten des Regierungspräsidenten in Kassel in Borschlag zu bringen. Wie Wagners Südwestdeutscher Nachrichtendienst erfährt, wird Regierungspräsident Ehrler noch vor Neujahr vom Oberpräsidenten Dr. Schwander in fein neue# Amt einge- sührt werden.
kreis Wetzlar.
kz. Wetzlar, 17. Dez. 82 französische Kriegerleichen wurden in den letzten Tagen auf dem Waldfriedhof in der Nähe des ehemaligen Gefangenenlagers (heute Stadtteil Wetzlar-Büblingshausen) unter Leitung zweier französischer Agenten und in Anwesenheit hiesiger Pelizeiorgane ausgegraben und nach Frankreich abtransportiert.
xp. S a l z b ö d e n , 17. Dez. Heute nacht gegen 3 Uhr brach im AiUvesen des Landwärts Schreiner Feuer aus. Die Scheune brannte bis aus die Brand- und Grundmauern nieder. Die Tätigkeit der Salzbödener und Odenhäuser Feuerwehren muhte sich auf Bergungsarbeiten und Verhütung des Ueb'rgreifens aus andere Gebäude beschränken. Das Bieh konnte gerettet werden. Nur ein Schwein wurde abge- tötet. Die Ursache des Unglücks ist bis jetzt noch nicht geklärt.
<O> Aus dem Hüttenberg, 17. Dez. Wohl noch nie so grob wie in diesem Jahre war die Zahl der Personen, die sich an den Holzfällungen in den Gemeindewaldungen beteiligen wollen. Es ist dies in erster Linie auf die große Zahl der Erwerbslosen zurüctzuführen, die bei_ den Holz- fällungcn vorweg eingestellt werden müssen. Andererseits ist aber auch bei den kleineren und mittleren Landwirten das Geld so knapp, daß sich diese den sehr willkommenen Winterve di.mst nicht entgehen lassen möchten. Cs wäre verfehlt, wenn von selten der Gemeinden gegen dieses Bestreben Maßnahmen getroffen würden, da einerseits eine wesentliche ÄrbLitsstrectung zugunsten der Arbeitslosen doch nicht erreicht würde und andererseits auch wieder einmal die ßeit kommen kann, in der die Gemeinden troh sind, aus diesen Kreisen Holzfäller gewinnen zu können. Außerdem befinden sich unter den kleineren Landwirten viele, die schon jahrelang Holz gefällt haben, während mancher Erwerbslose die Axt zum ersten Male in die Hand nehmen dürfte. Selbswerstänndlich ist: wer so viel Land bewirtschaftet, daß er von dessen Erträgnissen ohne Nebenverdienst leben kann und schließlich den Fällerlohn auf die Sparkasse legt, sollte so viel Taktgefühl besitzen, daß er zu Hause bleibt und auf den Nebenverdienst zugunsten der Erwerbslosen, die sich zum Teil m bitterer Not befinden, verzichtet.
CO Niederkleen, 17. Dez. Um die durch die Berufung des Pfarrers Lic. Müller nach Dutenhofen frei gewordene h efige Pfarrstelle sind 1 3 Bewerbungen eingegangen. Don den Bewerbern werden zunächst 8 Probepredigten halten. Die Besetzung der Stelle erfolgt diesmal durch Ausübung des Wahlrechtes der Kirchengemeinde. — D.e Rohrlegungen für dieW a s ser- Leitung im „S ch n e i de r b e rg" mußten wegen des Frostes eingestellt werden. Die dadurch erwerl^slos gewordenen Arbeiter werden- bei den Holzfällungen beschäftigt.
KretS Marborq.
)f Marburg, 17. Dez. Die Diehzäb- tung im hiesigen Kreise ergab bei 7320 viehbesitzenden Haushaltungen 4293 Pferde. 4 Maultier«, 2 Esel. 25 329 Haupt Rindvieh. 9369 Schafe. 23 620 Schweine. 5658 Ziegen. 2810 Kaninchen. 95 047 Stück Federvieh und 1698Dtenen- stöcke. Bei der vorjährigen Biehzählung waren es 7307 Haushaltungen. 4259 Pferde, 25 345 Haupt Rindvieh. 11 748 Schafe, 25 594 Schweine. 6226 Z egen und 97 555 Stück Federvieh. Die Dcrminderung der Zahl öcr Ziegen und Schafe ist besonders auf die Leberegelseuche zurückzuführen.
DtUkreis.
bl. Dillenburg, 17. Dez. Die Stadtverordneten beschäftigten fid) in der jüngsten Sitzung abermals mit der Frage der Herrichtung eines Freibankraumes. Wie der Magistrat hierzu mittedte, war es nicht möglich, einen anbet;n geeigneten Raum als den der ehemaligen Totenhalle am alten Friedhof zu finden. Da die Dcrsammlung jedoch nach wie vor sich für bte Totenhalls nicht entschließen kennte, wurde beschlossen, 2000 M k. für den Zweck zur Derfügung zu stellen und den Magistrat zu ersuchen, einen Neubau auf städtischem Gelände herzustellen, wenn sich kein geeigneter Raum mieten lasse. - Der Magistrat hat den Antrag des hiesigen Wirte Vereins auf H rabsetzung der Getränke st euer um 50 Prozent resp. gänzliche Aushebung a b g e 1 e h n t. da den Ausfällen keine Deaung gegenüberstehcn werde. — Die Dom ©illtriegerbunö zugunsten der Kriegsbeschädigten und Hlntcrblleoenen veranstaltete W o h l t ä t i g f c i t«I o 11 c r l c hat ein äußerst günstiges Ergebnis gehabt. Aogesetzt wurden rund 24 000 Lose, die eine Einnahme von etwa 12 000 Mk. erbrachten. Der Krieger- bund wird damit in die Lage versetzt, schnell und erfolgreich Rot zu lindern, r
Mainaau.
Hanau. 17. Dez. (WSN.) der hiesige G a st- wirteverband hielt gestern eine stark besuch»? Versammlung ab, in der nach einem Referat des Syndikus Dr. Bentz, der die Rechts- Ungültigkeit der Getränke st euer nach allen Seiten beleuchtete, beschlossen wurde, dem Vorgehen der Wirte In Offenbach und Mainz zu folgen.
Streit Anlda.
Fulda. 17. Dez. (WSN.) Die Reichs- pvst v e r w a 11 u n g t>ai gelter? ihren Fährbetrieb in bei Stadt auf Kraftwagenbetrieb umgestellt. In den Mittagsstunden führte der letzte P f e r d e P o st w a g e n mit einem Postillon in Galauniform und schmetterndem Posthorn seine letzte Fahrt aus.
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