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Er ging daher sofort auf den Angeklagten zu und fragte ihn nach dem Grunde seines Suchens an der -s)ecke, worauf dieser entgegenete, er suche einen Rechenstecken. Auf die weitere Frage des ZeUAen St, ob Angeklagter im Besitze von Waffen wäre, verneinte dieser. Als aber der Zeuge seine Waffe zog, gab der Angeklagte einen mit 2 Schrotpatronen geladenen Revolver heraus. Das Gericht sprach den Angeklagten des Jagdvergehens schuldig, ermäßigte aber in Anbetracht der seitherigen Unbestraftheit des Angeklagten, sowie mit Rücksicht auf seine lange Arbeitslosigkeit die Strafe auf 10 0 M t.

Schwerer Diebstahl, begangen in zwei Fällen, war dem Zimmermann Albert R. von Emmers- b a u s e n zur Last gelegt worden. Dieserhalb hatte das Amtsgericht Braunfels gegen R. 10 Monate Gefängnis verhängt, wogegen der Angeklagte Berufung einlegte. Der Angeklagte ist angeklagt, im Herbst 1918 aus dem verschlossenen Keller des Jagd­hauses Schwabacherhof 2 Flaschen mit Inhalt sowie aus dem ebenfalls verschlossenen Holzschuppen eine Säge gestohlen zu haben. Ein kurze Zeit später in dem gleichen Jagdhause erfolgter Einbruchsdiebstahl, wobei eine große Anzahl Gegenstände, wie Inven­tar- und Kleidungsstücke, sowie Lebensmittel ver­schwanden, ist dem Angeklagten ebenfalls auf sein Konto gesetzt, weil nämlich bei einer späteren Haus­suchung ein Teil dieser Gegenstände bei dem Ange­klagten vorgefunden wurde. Der Angeklagte gibt den ersten Diebstahl zu, bestreitet aber, den zweiten ausgeführt zu haben. Die bei ihm vorgefundenen Gegenstände will er seinerzeit auf dem Wege zur 'Arbeit von einem unbekannten Manne gekauft haben. Das Gericht schenkte den Angaben des An­geklagten keinen Glauben, sieht ihn als Täter in beiden Fällen an und verurteilt ihn mit Rücksicht auf die Länge der Zeit und die damals (1918) herrschen­den Zeitverhältnisse zu 6 Monaten Gefäng- n i s.

Wirtschaft-.

Börse und Geldmarkt.

Wenn man zu einer richtigen Beurteilung der augenblicklichen Börsenlage kommen will, darf man die inneren und technischen Gründe nicht übersehen, die die Börse mit beeinflussen. Es hat den Anschein, als wenn die Konsolidierung, die wir im ganzen deutschen Wirtschaftsleben beob° achten können, auch auf die Börse übergegriffen hat, und im Interesse der Reinigung ist diese Bewegung nur zu begrüßen. Wohl auf keinem Gebiete hat die Aufblähung während der Infla­tionszeit derartige Ausdehnung angenommen, wie auf dem des Börsenkommissionsgeschäftes, und es erscheint notwendig, daß ehe das Ultimo* geschäft wieder in seine alten Rechte eingesetzt wird hier die Spreu von dem Weizen ge­sondert wird. Bedauerlich ist' dabei, daß die Schwierigkeiten auch hier nicht auf die.Inflations­gründungen beschränkt bleiben, sondern auch alte, gut eingcführte Börsenfirmen angesichts dec augenblicklichen Rotlage die Flinte ins Korn werfen und zur Liquidation schreiten. Diesen Liquidierungen (man spricht zur Zeit von der Liquidation von vier altangesehenen Börsen­firmen) gehen naturgemäß die Liquidierungen der Engagements voraus. Hinzu kommt, daß gewisse Dörsenzweige sich unter der veränderten tech­nischen Lage nicht mehr produktiv gestalten lassen. Dies gilt in erster Linie von dem Arbitrage­geschäft. Man wird also auf die Dauer mit einer wesentlichen Einengung der an der Börse inter­essierten Firmen rechnen müssen, was wie bereits angedeutet der ganzen veränderten Grundlage des Börsengeschäftes nur entspricht.

Aeußerlich war in der vergangenen Woche für die Dörsenlage maßgebend die Anhäufung der pessimistischen Meldungen aus den Industrie­zentren. Die Krise im Bergbau scheint sich auch auf die Eisenindustrie zu übertragen. Kenn­zeichnend für die Lage in der Eisenindustrie ist r. das überaus langsame Fortschreiten der DerhanD- *lungen, die auf die Kartellierung der einzelnen ^ Zweige hinzielen. Auf der anderen Seite lagen / jedoch eine Reihe von Momenten vor, die ein r Interesse für gewisse Effekten-Kategorien hervor­riefen. Hier ist vor allem die günstige Entwicklung der Kaliindustrie zu nennen, die auch dazu bei­trägt, daß das Arbeitslosenproblem noch nicht so akut geworden ist, wie es angesichts der dauernden Arbeiterentlassungen in der Kohlen­industrie hätte befürchtet werden müssen. Gerüchte über neue Erfindungen in der chemischen Industrie, sowie über größere Aufträge für die Elektro­industrie riefen Interesse für diese Werte hervor, so daß vielfach.Umtausch-Operationen von Mon­tanwerten in Kali, chemische und Elektrowerte beobachtet werden konnten. Die Entwicklung am Anleihemarkt hat wiederum große Verluste der Spekulation gezeitigt, was sicherlich nicht ohne Einwirkung auf die Gefamtlage der Börse ge­blieben ist. Hatte man, wie dies vielfach in der Presse propagiert worden ist, die Einstellung der Kursnotiz für Anleihewerte angesichts der undurchsichtigen Entwicklung schon früher vor-

genommen, so wäre mancher, und damit auch die Volkswirtschaft, von Verlusten verschont geblieben. Nachdem die Aufwertungsfrage nunmehr durch den Reichstag gelöst ist, wird man voraus­sichtlich bereits in den nächsten Tagen die Votie­rung wieder zulassen. Ob sich aber nochmals großes Geschäft in diesen Werten entwickeln wird, steht dahin. Verständlich ist das Interesse, das sich für Vorkriegspfandbriefe zeigt, da unter der Voraussetzung, daß das vom Reichstag an­genommene Gesetz auch tatsächlich in Kraft tritt, der innere Wert dieser Pfandbriefe auch unter der Berücksichtigung, daß er sich erst im Jahre 1932 realisieren läßt, die heutige Kursnotierung wesentlich übersteigt.

Am Geldmarkt hat sich schließlich doch eine leichte Besserung durchsetzen können, d'.e aller­dings bisher nicht das Ausmaß derjenigen der Vormonate hatte. Reben den hierfür schon früher an dieser Stelle herangezogenen Gründen ist auch noch der Termin für die Steuervorauszahlungen zu nennen. Da die in der Steuernovelle vorge­sehenen Erleichterungen einstweilen nur in sehr geringem Maße zur Auswirkung kommen, Dürften die für die Steuervorauszahlungen benötigten Mittel enorm fein. Auf der andern Seite werden sie jedoch, indem sie soweit sie nicht unmittelbar benötigt werden von den öffentlichen Stellen dem Markte wieder zur Verfügung gestellt wer­den, wieder in die Erscheinung treten.

* D i e G r o h h a n d e l s i n d e x z i f f e r. Die auf den Stichtag des 15. Juli berechnete Großhandelsindexzifser öeS_ Statistischen Reichs­amts ist gegenüber dem Stande vom 8. Juli (135,8) um 0,7 v. H. auf 134,9 zurückgegangen.

Börsenkurse.

(Ohne Gewähr.)

Berlin

ftrmtffiirt a.M.

Datum:

Kaliwerk Westeregeln Loarahüne .... Oberbedarf......

Phönix Bergbau . .

570 Deutsche MctchSanIetve . 4*Vo Deutsche Reichsanleihe . 9,'s®,'n Deutsche Ncichsanlcthe 3% Deutsche Reichöäuleibe . Deutsch, Svarpramienan leihe 4% Preußische KousolS . . . 4e/o Hegen...........

8/.°/o Hessen...... ...

3% Hessen ......

Deutsche Äertb. Dollar-Ant. bto- Doll-Schas-Anwetsng.'l

«/o Bolltürken 5% Goldmcxtkaner.....

Berliner HandelLacsellschast. Commerz- und Privat-Bank. Darmst. und Nationalbank . Deutsche Bank.........

Deutsche BereinSbank . . . . Dtsconlo Connnandit Metallbank...........

Mitteldeutsche Crcditbank. Qcsicrreichische Kreditanstalt. Weltbank .........

Bochumer Guß ,

DnderuS . . . Caro ...........

Deutsch-Luxemburg .....

Gelsenkirchener Bergwerk» . .

Riedcck Montan . .

TrlluS Bergbau. ......

Hamburg-Amerika Paket. ..

Norddeutscher Llovd . . . . .

Cheramische Werke Albi» . .

Zementwerk Heidelberg . . .

Philipp Holzmann......

Auglo-Touk -Goano . . . . , Badische Anilin ....... Chemische Maver HlctÄt .. Goldschmidt . Grießbetmer Electron . * « 6öd)fter Farbwerke ..... Holzverkohlung RütgerSwerke ...... Echeideanftalt ........

Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bnamann ..........

Mtunkrafttverbe........

Schlickert . .

Siemens 4 Halske .....

Adlerwrrke Kleyer .....

Dainüer Motoren. ......

Heyltgenstaedt. . ...... Megutn..... ......

Motorenwerke Mannheim .

Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . , .

Schuhfabrik Herz......

Sichel . , Zellstoff Waldhof...... Zuckerfabrik Frankenthal .. Zuckerfabrik Waghäusel - . .

Schluß fl-iri

Schluß Aden». bftrs«

Schlnh» Kurs

SchluhK Mittag hörte

16.7.

17.7.

16.7.

17 7.

_

_

_

.

89,75

89.75

91,75

91,75

93,55

93,4

93,5

93 5

6.8

7,1

6,9

6,75

-

35,62

123

124]

123

124,75

97.1.3

97

97

97

118

117

117.75

117

119

117,50

118.5

118

63

107.75

107.50

107,35

107

88

87

96

96

!6

96

8.20

8.20

8,40

8.40

0,08

0,085

0,1

0,1

67.25

68,5

49,75

50,70

50

48

48

46

61.50

62

61.60

61

50,5

50,75

50,25

50,10

103

105,25

103

123

122,5

123.60

123,30

136

132,5

20,3

20,20

43

44,5

47

53,5

53,5

52,13

82

82,7

81.10

64,5

65,40

64,25

69

71

70

2,2

53.9

52

62,90

.13

55,4

56,25

56,90

_

72

71.5

60

58,50

59,5

60

95,75

93

125,5

125,50

126

125,5

0.45

0,45

81,60

81.b

82

81,50

115.5

115,25

115

114,75

115.80

115,40

115,70

116,9

5.8

5,85

68.75

69,50

68,91)

103 25

103

98

98

98,75

97,25

73.75

74,5

74,5

84

84.5

59

59,25

59,3

59,25

74

74

73.25

73

56,25

66,50

57

57

53

57,5

52

50,50

40

40.25

47.5

47,5

18,5

48,76

61

60

0.4

0.38

-

0,785

0.77

100,5

HK)

19,5

70,5

2,1

2,6

2,6

2,5

35,13

35

34,5

33

9,50

9.50

.1,62

9.60

75

75,1

65,25

64,25

66

66

Frankfurter Abendbörfe.

Frankfurt a.M., 17. Juli. Die Abendbörfe verlief bei stillem Geschäft in freundlicher und mit leicht nach oben gerichteter Stimmung. Deckungen, die in einigen führenden Werten oorgenommen wurden, förderten die Kursbewegung, die Besserun­gen von 0,5 bis 1 Prozent aufwies. Die freund­

lichere Strömung kam namentlich dem Montan- markt zugute. Kaliwerte unverändert. Chemische Aktien leicht gebessert. Am Aufwertungsmarkt be­stand weiter Interesse für Pfandbriefe, ohne indes die Kursgestaltung, die gehalten war, zu beein­flussen. Kriegsanleihen zeigten gleichfalls eine Er­holung auf 0,255 bis 0,257£. Bon ausländischen Renten waren Türkenwerte bei anziehenden Prei­sen gut beachtet. Die Abendbörse schloß die Woche in befestigter Haltung. Deutsche Anleihen: Schutz­gebietsanleihe 4,350. Ausländische Renten: Bag­dad I 8.25. Bagdad II 6,6, Zolltürken 7.10. Bank­aktien: Commerzbank 97, Darmstädter Bank 117, Discontogesellschaft 107,50, Dresdner Bank 101, Mitteldeutsche (Kreditbank 96, Oesterreichische Kredit­aktien 8,20. Montanaktien: Deutsch-Luxemburg 62, Mansfelder 62,75, Phönix 82, Kali Aschersleben 122,50, Kali Westeregeln 132,50. Chemische Aktien: Badische Anilin 125,50, Elberfelder Farben 115,50, Th. Goldschmidt 81,50, Höchster Farben 115,75. Jndustrieaktien: AEG. 98, Fuchs Waggon 0,625, Licht und Kraft 98, Gebrüder Junghans 68,62, Sie­mens & Halske 74.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

(In Billionen Mark auSgedrückt. BumoS-Aires, London, Neu- York, Japan. Rio de Janeiro für eine. Einheit. Wien, »ad Budapest für 109000 Einheiten. alles übrige rur 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung.

16 Jnl:

17. Juli

Amtliche Notierung (Äeld Brief

Amtliche Notierung

Geld 1 Brief

Bu.n.'AtrcS Brff.-?Intw Christtanta. Kopenhagen Stockholm . LclsingforS. Italien. . . London. . Neuyork . . Paris. . . . Schwei» . . Spanien. . Japan . .. 9tio de Jan. Wien in D« Lest, abgest- Prag .... Belgrad .. Budapest. . Bulgarien . Lisiabon Danzig. . . Konstantin. Athen. .

168,16 , 168,58

1,691 | 1,695

19 45 ! 19,47

74,78 : 74,96

87,39 , 87,61

112,61 112,89

10,565 | 10,605

15,58 1 15.62

20,390 20,442

4,195 4,205

19,81 19,88

81.45 81,65

60,82 60,98

1.730 ; 1.751

0 469 1.471

59,06 i 59,20

12,42 1 12,46

7,37 1 7,38

5,895 5,915

3.03 3.04

20 825 -0,875

80,83 1 81,03

2.32 1 2,33

6 99 7.01

Banknote

168,36 1.691

19,36

75,41 87,89

122,68 10,5 t 5 15,46» '0,390

4,195

19,72

81,48 60,77 1,733 0.475

59,06 12,42

7,37 5,895

3,03 20,825

80,83 2,32

6.99

n.

168,78 1,695 19,40 75,59 88,11

122,91 10,605 15,505 20,442

4,205 19,76 81,68 60,93 1,737

0.477

59,20 12,46

7,39

5,915 3,04 20,875

81,03 3,33 7.01

Berlin, 17 Juli.

Geld

Brief

Amerikanische Note» ..... Belgische Noten ........ Dänische Noten ....... Englische Noten........ Französische Noten ...... Holländische Noten ...... Italienische Noten......

Norwegische Noten......

Dentsch.Ocsterr-, ä 100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten ...... Schweizer Noten ...... Spanische Noten ....... Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . ...

4.175

19,30

87.78

20,354

19,67

167,93

15,54

75,31

59,08

112,37

81,46

60,55

12,39

5,82

4.195

19,40

88,22

20,454

19,77

168.73

15,62

75,69

59,38'

112.91

81.66

60.85

12,45

5.86

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".)

Berlin, 17. Juli. Zu Beginn der heutigen Börse war die Tendenz allgemein matt, namentlich in Montanwerten. Es hat den Anschein, als wenn hier beachtliche Aktienbeträge an den Markt gelangten, die angeblich aus Kreisen DeS Stinnes-Kousortiums herstammen. Wenn auch offiziell diese Tatsache bestritten wird, so glaubt die Börse doch hierin den Hintergrund für die feit gestern eingetretene starke Ver- f lauung der Mon t anaktien zu sehen. Phönix gingen heute bis auf 80 Prozent her­unter, nachdem sie noch vorgestern 86,13 notier­ten. Gelsenkirchen unterschritten bereits 50 Proz. Auch sonstige Montanwerte lagen recht matt. Verschärft wurde die Bewegung durch neuer­liche Blankoabgaben Der Spekulation. In der Frage Der heimischen Staatsanleihen findet zur Zeit eine Sitzung des Börsenvor­standes statt, in Der Dem Vernehmen nach Die Wiederaufnahme der Anleihenotie­rungen beschlossen werden Dürfte. Die Ten- Denz Dieser Werte war vorbörslich recht matt. Kriegsanleihe gingen zu 0,22772 um, konnten sich aber auf Deckungen hin später etwas erholen. Der Geldmarkt liegt unverändert, täg­liches Geld 8,5 bis 9,5 Prozent, Monatsgeld 10 bis 11 Prozent. Am internationalen De­visenmarkt war das Geschäft bei minimalen Schwankungen gering. Wesentliche Kursverände- rungen traten nicht hervor. Die Mark notierte in London 20,42, Zürich 122,60, Paris 5,07, Amsterdam 59,367».

Frankfurter «ä::rc;Dcbötfe.

Frankfurt a. M., 17. Juli. Getreide, Hülsen­früchte und Biertreber ohne Sack. Weizenmehl, Rog­genmehl und Kleie mit Sack. Weizen, Wetterauer 24 bis 24,50, Roggen, inländischer 19,5021,50, Hafer, inländischer 20,5023, Mais (gelb) 2121,25, Wei­zenmehl, südd. Spezial 37,5038, Roggenmehl 31,50

bis 32, Weizenkleie 11,9012,25, Roggenkleie 12/50 bis 12,75. Tendenz: Fest.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 17. Juli. Der Produktemnarkt lag für Weizen wesentlich fest, für Roggen da­gegen wieder matt. Die Kauflust für prompten Roggen, der auch in alter Ware angeboten ist, war sehr gering. In Gerste, Hafer, Mehl unb Futterartirel blieb die Geschäftslage sowie die Preisgestaltung wenig verändert. Es wurden notiert für 1000 Kilo: Weizen, Juli 268,50 bis 270, Roggen, märt. 214 bis 218, do. Juli 214,50 bis 213,75, Wintergerste 210 bis 215. Futtergerste 190 bis 196, Hafer, märt. 240 bis 250, Do. Juli 188 bis 188,25, Mais, loko Berlin 214 bis 216. Raps 340 bis 350; für 100 Kilo: Weizenmehl 33 bis 36,50, Roggenmehl 30,25 bis 32,50. Weizenkleie 13, Roggenkleie 13,50, Viktoriaerbsen. 29 bis 34, kleine Erbsen 25 bis 26,50, Futter­erbsen 22 bis 26, Peluschken 23 bis 26,50, Acker­bohren 24 bis 26, Wicken 26 bis 27,50, Lupinen, blau 12 bis 13, do. gelb 15 bis 16,50, Rapskuchen 15,80 bis 16, Leinkuchen 22 bis 22,20, Trocken­schnitzel 10,80 bis 11,20, Torfmelasse 9,50 bis 9,60, Kartoffelflocken 25 bis 25,50, Zucker 17 bis 19 Mk

(In einem Teil der Auflage wiederholt.) lleberfaK auf eine hessische Eisenbahn­station.

Darmstadt, 7. Juli. (Eig. Drahtbericht.) Ein lleberfatl auf d i e Stationskasse wurde in der letzten Rächt auf der benachbarten Station Messel ausgeführt. Rach Abgang des letzten Zuges um 12.30 Ahr trat ein Fremder mit schwarzer Maske auf den Abfertigungsbeamten: mit vorgehaltenem Revolver zu und verlangte die Kasse. Die Kriminalpolizei in Darmstadt, die von einem bevorstehenden Äeberfall benachrichtigt worden war, hatte sich bereitgehalten und nahm den sich Wehrenden fest, wobei verschiedene Schüsse fielen und der Räuber schwer verletzt wurde. Gr kam in bedenklichem Zustande in das hiesige Krankenhaus. Der Täter soll 27 Jahre alt sein und aus Rürnberg stammen.

Rundfunk-Programm

des Frankfurter Senders.

(Aus DerRadio-Tlmschau".)

Sonntag, 19. Juli:

89 Uhr: Morgenfeier, veranstaltet vom Wart» burgverein Frankfurt a.M. 45 Uhr: Kinderstunde. 56 Uhr: Nachmittagskonzert des Hausorchesters: Karl Zeller (geb. 19. Juli 1842). 78 Uhr: Stunde des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung: Mittelalterliche Erzählungen, erzählt von Dr. Her­bert Kranz. 8.30 Uhr: Groteske Lyrik der Zeit. An­schließend: Nachrichtendienst, Wettermeldung und Sportfunkdienst.

Sonntagsdienst d.Aerzteu. Apotheken am 19.7.25 San.-Nat Dr. Platz. Dr. Ploch. Htrschapotheke. Zahnarzt: Dr. Kockerbeck. Frankfurter Straße.

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Universität Frankfurt a. M.

Das Vorlesungsverzeichnis für das am

15. Okt beginnende Wintersemester ist erschienen und von der Buchhandlung Biaxok & Bergmann,Frankfurt a.M ,Goethestr.34, gegen Voreinsend. von 75 Pf. zu beziehen, ^ee

Geöenket es öoch recht/ eöle Keeunöe: Mas ist Las Leben?

Es glcidjtt einer trübseligen Hundehütte,

an Lee öer Mmsch zeitlebens an öer Kette lieget. Welche Sprünge kann er machen? Soweit öie Kette reichet. Unö ihr wollet öie wenigm Kreuöen/ so euch öas Leben lästh noch beschranken unü freiwillig z. H. auf üen mastigen Alkoholgenust verzichten?

Äeiö keine Karren/ Hreunüe! Lin halbes Gläschen Ur-Krank Weinbranö oöer Kölner Dom machet euch öie Hunöehütte zum Palast unö verschaffet euch für ein Weilchen ein froh Gefühl/ als ob ihr Grost-Mogule wäret.

Dmn fo ein paar Ur-Krank-Tropflein regen öie Stimmung unö öie Veröauung mächtig anz unö öas ist für alle Menschen/ besonöers für Stubenhocker/ höchlichst gesunö. Schoöen tut nur öer unmästige Aitoholgenust,

besser gesagt: öer Alkohoimistbrauch. Davor freilich must man sich hüten. Wie man sich vor allem Zuviel hüten must/ beim Essen so gut wie beim Trinken/ beim Sport wie bei allen anöeren Dingen. Mässig genossen wirket Ur-Krank 1852- M Weinbranö oöer Likör * wie eine wunöervolle/ heilbringenöe Meöizin. Wollet einen Versuch machen/ unö ihr weröet preisen für unö für:

Ür&t iSj2

Weinbranö Likör Kölner Dom