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Pfarrer.

Hessen-Nassau.

Ginzel-Betten

Eilen

Eicke

6092a

ßausrat * kindenplafe

Gießen, den 18. Juni 1925.

05263

Tel.

06267

Cannen gelfrichen

mit Einlagen

Bekanntmachung.

Der vom Gemeinderat durchberatene Voranschlag der Gemeinde Klein-Linden für Rj. 1925 liegt vom 19. Juni 1925 ab eine Woche lang auf unserem Bureau zur Einsicht der Interesienten osten. Ein- wenöunoen dagegen können schriftlich oder zu Protokoll während dieser Zeit vorge­bracht werden. Zu der beschlostenen Um­lage haben auch die Ausmärker beizu­tragen. 6087D

Klein-Linden, den 17 3uni 1925.

Hessische Bürgermeisterei. Jung.

Branntwein.

Fritz Keßler

Dienstags. Ferkel von 68 Wochen kamen im Durchschnitt auf 3035 Mark, solche von 810 Wochen auf 3540 Mark im Durchschnitt, solche bis zu 1215 Wochen auf 4045 Mark. Der Austrieb begann gegen 8 Uhr: um 10 Uhr waren gegen 200 Ferkel verkauft. Insgesamt waren 241 Ferkel auf. getrieben. Bemerkenswert ist noch, daß der Kricgsveteran August Jochem den zweit­besten Schuß hatte unter 400 Bewerbern. Er zählt 78 Jahre. Nur wenige Millimeter war er hinter dem Schützenkönig zurückgeblieben. Derselbe Bete- ran hatte kürzlich beim Preisschiehen des Schützen- Vereins eine Ehrenscheibe herousgeschossen.

B Burkhards, 17. Juni. Die Wahlbeteili­gung bei der B ü r g c r m e i st e r w a h l des Der- gangenen Sonntags war recht eifrig. Es entfielen auf Landwirt Wilhelm Kunkel 140 und auf den teuherigen Bürgermeister Heinrich Kneipp II. 141 Stimmen. Letzterer ist mit der Mehrheit von einer Stimme gewählt.

Kreis Alsfeld.

!*! Groh-Felda, 17. Juni. Die Eheleute Gastwirt Friedrich F i g g e feierten das seltene Fest der goldenen Hochzeit.

Kreis Lauterbach.

!*! Schadges, 17. Juni. Ein großes Po- saunenchorfest findet am 19. Juli hier statt. Es werden über 20 Vereine aus allen Teilen Ober- hepc-ns, darunter auch Vereine aus Gießen und Um­gegend, eintreffen.

Starkenburg und Rheinhessen.

O D a r m st a d t, 17. Juni. Bekanntlich ging vor etwa 3 Wochen über die Gemeinde Zorn- heim und N i e d e r - 01 m ein verheerendes H a - gelunwetter nieder, das nach Schilderung von Augenzeugen von einer Heftigkeit war, wie man dies dort noch nicht erlebte. Am empfindlichsten wurden dabei die Weinberge mitgenommen, bei denen mit einer Ernte für 1925 nicht zu rechnen ist. Nächst detz Weinbergen wurde der in der Ent­wicklung weit vorgeschritten gewesene Roggen am stärksten beschädigt. Wie wir hören, sollen nun den durch das Unwetter betroffenen Grundbesitzern neben Steuererleichterungen auch Darlehen zu geringem Zinsfüße aus der Staatskasse gewährt werden.

Kreis Wetzlar.

* Braunfels, 17. Juni. Ein Heirnatfest begeht das z. T. mittelalterlich erhattene Braun- s e l s am 1 2. 2 u I i. Es sollen sich an diesem Tage alle wiedersehen, deren erste Stunden hier geschla­gen, die ihre Schuljahre hier verlebten oder die sonst Bande der Liebe und Freundschaft mit Braunfels geknüpft Haden. Unsere Stadt rüstet sich zu beson­deren Festlichkeiten mit Festzug und bengalischer Beleuchtung des in landschaftlicher Schönheit lie­genden Schlosses.

xx Oberndorf, 17. Juni. Der Krieger­oerband des Kreises Wetzlar hat für den letzten Juni-Sonntag an Stelle des früheren Ge­neralappells einen Werbetag in unserem Dorfe festgesetzt. Aus Anregung des Verbandsvorstandes hat die Bahnverwaltung für diesen Sonntag einen Sonderzug von Wetzlar nach Braunfels-Obern­dorf und zurück vorgesehen.

xx Dutenhofen, 17. 3uni. Die seit April erledigte Pfarrstelle Dutenhofe n- n ch- holzhauscn wurde Pfarrer Lic. Müller aus dem nahen Niederkleen übertragen. Herr Müller, ein Sohn des verstorbenen Lehrers Müller- Grohrechtenbach, war bekanntlich früher Marine-

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VarnunMichen ge- -eibeamten sind an- arr Vorschriften zu öibcrbaiMnte > welche durch herab- oder gefäMl M' zuständigen W zeige machen^ estelll ntscheidunS 22 ^11 ter auch

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Allen Verwandten und Bekannten die traurige Mitteilung, daß mein lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel

Carl Haas

infolge Herzschlags plötzlich verschieden ist.

Um stille Teilnahme bitten:

Die trauernden Hinterbliebenen.

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O b e r ft u f c 1. Erich HirzeI - Hirzenhain, 2. A. Langlin Merkenfrig, 3. H. Geissel-Hungen.

Unterstufe: 1. W. Ttühler - Hungen, 2. E. Reichert-Gedern, 3. 9t Katz-Hungen.

Schüler 1. R. Beutel- Wallernhausen, 2. E. Jung-Villingen und W. Zube-Nidda, 3. K. Fay-Langsdorf.

Sieger in den Sonderkämpfen: Aktive: Kugelstoßen: Walther F a y - Langsdorf, Freiweit: Hans Heil-Langsdorf, Stabhoch: Hermann Hof- nr a n n - Hungen. Oberstufe: Kugelstoßen: H. L a n g I i tz - Mcrkenfritz, Freiweit: E. Hirzel- Hirzenhain, Stabhoch: H. L a n g I i tz > Merkenfritz. U n t c r ft u f e: Kugelstoßen: E.R eiche r t-Gedern, Freiweit: R.K a tz-Hungen, Stabhoch: R. Henkel- Gedern.

Den 1. Sieg in der 4mal 100-Meter-Stafette er­rang der T.-D. Hungen.

Rudolf Mischer, G.L.C.lvOtt, läuft 1OO Meter in 10,8 Letundcn.

Man berichtet uns: Der bekannte Gießener Kurzstreckenläufer 9t Fischer legte am Sonntag in Kreuznach erneut einen Beweis seines ungewöhn­lichen Könnens ab. Da Fischer sich seit längerer Zeit schon einem ganz besonders planvoll durchdachten Training unterzogen hatte, so herrschte anläßlich seines ersten Starts in diesem Jahre allgemeine Spannung. Schon bei den Dorläufen kam der junge Gießener mit dem z. Z. besten Frankfurter Sprinter Dörr, zusammen, der letzchin die 100-Meter-Streckc verschiedentlich in 11 Sekunden durchmaß. Abgesehen von ein paar Eingeweihten rechnete alles mit einem überlegenen Stege des rennerfahrenen Frankfurters. Aber es kam anders. Dom Start an in Führung liegend, vergrößerte Fischer seinen Vorsprung mit Leichtigkeit auf reich­lich zwei Meter und erzielte dabet die glänzende Z e i t d o n 1 0,8 6 e t, eine Zeit, die außer Hau­ben in diesem Jahre noch keiner in Deutschland gelaufen hat. Beim Zwischenlauf war Fischer seinen Mitbewerbern aus Frankfurt, Trier, Karls­ruhe, Darmstadt usw. bis 60 Meter ebenfalls klar überlegen, als er sich bei 70 Meter infolge einer Unebenheit der Bahn einen Muskelriß am Ober­schenkel zuzog und deswegen sofort abstoppen mußte. Das tragische Mißgesä)ick des Gießeners wurde all­seitig bedauert, wird es ihn doch wenigstens zwei Monate lahm legen. Auf jeden Fall war allen Sach­verständigen klar, daß wir in Fischer einen An­wärter auf einen ehrenvollen Platz unter der deutschen Kurzstrecken-Elite be­sitzen. R. B.

Der Süddeutsche Ruderverband, der in diesem Jahre auf ein 20jähriges Bestehen ruiruckblickt, veranstaltet am 20. und 21. Juni in Frankfurt a. M. unter Leitung des Frankfurter Regatta-Ausschusses seine 50. Regatta als Jubi­läumsregatta. Zu dieser Veranstaltung sind 17 Rennen aller Bootsgattungen ausgeschrieben und so zahlreiche Meldungen abgegeben worden, daß bei einer Anzahl Rennen Vorrennen laufen müssen. Der hiesige RuderklubH a s s i a" ist bei acht Rennen beteiligt. Die in Mühlheim a. M. sieg­reiche Rupp- Mannschaft (Steuer 91 o I 0 bestreitet in Frankfurt wiederum den Gastvierer, sowie den 1. Seniorvierer. Weiter sind gemeldet: Schüler-, Jungmann-, Ermunterungs- und 2. Seniorvierer, Jungmann-Achter und Jubiläums-Achter. Durch die nach der Regatta in Mühlheim im Achter und zwei- ten Seniorvierer oorgenommene Umsetzung der Mannschaft steht zu erwarten, daß der sieggewohnte Verein in Frankfurt gut abschneiden wird.

Turnfest in Nieder-Ohmeu.

Nieder-D hm en, 17. Juni. Bei lachendem Sonnenschein zogen am Samstagnachmittag und Sonntagmorgen die Turner des 4. Bezirks in unseren festlich geschmückten Ort ein, um zu ringen um den Stolz des deutschen Turnens: die Ehren­urkunde. An der Begrüßungsfeier am Samstag­abend auf dem Feftplatz nahm außer den Turnern die gesamte Einwohnerschast teil. Besonders dank­bar wurde es empfunden, daß der Gesangver­ein unter Leitung seines Dirigenten Lehrer Schä - f e r durch den Vortrag herrlicher Chöre dem Feste eine besondere Weihe verlieh. Nach den herzlichen Begrüßungsworten durch den Vorsitzenden unseres Turnvereins, Lehrer Dem, sprach Bezirksvertreter Ehr. G u n t r u m - Schlitz über die hohe Bedeutung der Deutschen Turnerschaft für Volk und Vaterland. Besonderes Interesse erweckte dann das Geräte­turnen der besten Turner des Bezirks. Am Sonntag früh begann das Wetturnen, das sich glatt abwickelte, so daß die Turner um 112 Uhr am Festgottesdienst teilnehmen und der eindrucksvollen Festpredigt des Pfarrers R e u s ch lauschen konnten. Der Nachmit­tag brachte den stattlichen Festzug, allgemeine Frei­übungen von über 200 Turnern und Turnerinnen, die Sonderwettkämpfe, einen exakt ausgeführten Reigen der Homburger Turnerinnen usw. Wie im Festgottesdienst, so richtete auch auf dem Festplatze Pfarrer R e u s ch inhaltsvolle Worte an die Turner und Gäste. Bezirksvertreter ® untrum bat die Turner, nach den Worten des Herrn Pfarrers zu leben und zu streben, dann handelten sie im Jahn- schen Sinne, und Volk und Vaterland würde eine bessere Zeit erstehen. Besondes erfreute es die Turner, daß Dbergautumroart Will- Gießen und Gaurechner Post- Alsfeld zum Fest erschienen, Be- zirksturnwart Bastian- Alsfeld gab dieser Freude in beredten Worten Ausdruck. Dbergautumroart Will sprach seine hohe Anerkennung aus dem Be- zirksturnroort Bastian, der sich bereits seit fünf­undzwanzig Jahren dem Bezirk treu und gewissen­haft widmet und dazu beigetragen habe, daß der Turnbetrieb im 4. Bezirk einen so erfreulichen 'Auf­schwung genommen habe. Dank der flotten Arbeit des Berechnungsausschusses konnte um 6 Uhr die Preis­verteilung ftattfinben, und dankerfüllten Herzens gegen die hiesige Bürgerschaft, die den Turnern hohe Gastfreundschaft entgeaengebradjt hatte, nahmen darauf die Gäste Abschied.

ee Q3. H. C. Eine der schönsten Wander- strecken in der näheren Umgebung unserer Vaterstadt hatte sich am Sonntag der D. H. E. Gießen zur 3unia:anderung erkoren. Von Fron- hausen, bis wohin das Dampfroß di« 72 Teil­nehmer gebracht hatte, führte der Tkg bei gutem Wanderleiter über einen Höhenrücken, von dessen Kamm man einen hübschen Ausblick genoß, an der idyllisch im Salzbödener Tal gelegenen Schmelz vorbei, bas schöne Tal durch­querend, zur gelben Punktmarkierung 3n mäßi­ger Steigung gelangte man auf ein.' mit mäch­tigen Vuchbäumen bewachsene Anhöhe, wo sich eine hervorragende Fernsicht auf die Marburger Gegend, den Frauenberg, (Rimberg usw. bot. Aach einer Frühstücksrast führ e der Weiter- marsch über den Sau .a en, wo fid) nochmals ein enijüesnfcr Ausblick auf das breite Verstal mit freundlichen Dörfchen und Mühlen und die Gladenbacher Berge bot, zum Hauptziel der Wanderung, dem gastlichen Forsthaus Wald- Haus, wo eine ausgiebige Auhetz-auie ftottfauö. Der Heimmarsch führte ?urch >as liebl-'che Fohnbachtal mit schönem ÖleibcrgLdid, den die photographische Abteilung im Bilde sesthielt, zu- nätft nach Krofdorf, das nochmals zu kurzer Aast einlud. Der alten Karsdorfer Straße ent­lang ging es gegen Abend unter dem Gesang« sroher Wanderlieder der Hednat wieder zu.

** Die Maul- und Klauenseuche ist in 'Lick; und in Langsdorf erloschen. Die Sperrbezirke wurden ausgehoben.

Auftrieb aut dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: Ein Ochse, 6 Färsen und Kühe, 1012 Kälber, 127 Schafe, 926 Schweine.

Pornotizcu.

Die Deutsche Demokratische Par­tei, Ortsgruppe Gießen, lädt im heutigen An- zeigenteil ihre Mitglieder zu der am Samstag, 20. 3uni, nachmittags 3l/3 Uhr, im »Aquarium" stattfindenden Dertreterversammlung bet- Pro­vinzialverbandes Oberhesfen der D. D. P. ein. (Siehe Anzeige.)

Wettervoraussage.

Meist bewölkt, frische nördliche Winde, falt, stellen weile Niederschläge.

Trotzdem das Hochdruckgebiet über Island lang­sam in östlicher Richtung vorrückt, ist auch das Tief über dem Baltikum etwas südwestlich vorgestoßen. In Mitteleuropa fällt dos Barometer weiter. Aus Schweden, Dänemark, Hamburg und Wien werden Regenfälle gemeldet Zu stärkeren allgemeinen Nie­derschlägen ist noch keine Aussicht vorhanden. In­folge Eindringens nördlicher Luftströmungen dürste die Abköhluvg noch fortbauern.

Landkreis Gießen.

Bersrod, 17. 3uni. Zu dem Bericht in Ar. 128 deS »Gieß. Anz." über das Wertun g s- singen in Beuern wird von beteiligter Seite mitgeteilt: Der Arbeitergesangverein 11 n i o n"- Londorf kam nur durch ungenaue Berechnung ber Punktzahl an 2. Stelle. Bei ge­nauer Derechnu.g mußte -er Gesangverein Sängerkranz" Bersrod allein an 2. Stelle (mit 69l/? Punkten) und der Arbeitergesangverein Union"-Londorf mit 69 Punkten erst an 3. Stelle stehen.

* Watzenborn-Steinberg, 18. Juni. Die Kreisstraßenortsdurchfahrt Stein­berg und die Kreis ft raße Steinberg Grüningen sind bis auf weiteres wegen Vor­nahme von Walzarbeiten für jeden Verkehr g e - sperrt. Der Verkehr yach Gießen wird von Stein­berg über WatzenbornSchiffenberg und von Grü­ningen über Lang-Göns geleitet.

Kreis Friedberg.

* 5 r i c b be r g, 17. Juni. Unsere Stadtverwal­tung hat in den st ä d t i s ch e n Haushaltsplan für 1925 ein großzügiges Bauprogramm eingestellt, das die ersten Bauraten für den Neubau der Schillerschule und des Polytechnikums enthält, ferner zahlreiche Straßenbau- und Straßenbefesti- gungsarbeiten und schließlich flanal- und Wasser­bauten vorsieht. Die Kosten dieser Bauvorhaben sind auf 1 50 0 000 Mark veranschlagt, die man auf dem Anleiheweg zu beschaffen hofft.

vw. Butzbach, 17. Juni. Aus der großen Zahl ber Bewerber für den Bürgermeifter- p o ft e n mürben zunächst sechs herausgestellt. In aller Kürze bürste Butzbach nun wohl sein neues Stadtoberhaupt erhalten. In einer vor einigen Tagen abgehaltenen Mitglieberversammlung ber Deutschen Volkspartei würbe beschlossen, künftig an jebem Donnerstag in ben ungeraben Mo- naten eine Tagung abzuhalten, in ber ein Abgeord­neter bzw. ber Geschäftsführer politische ober soziale Fragen behanbelt.

Kreis Büdingen.

Bingenheim, 16 3uni Bei der Bürgermei st erwähl erhielten der Bürger­meister Schultheiß 178, Karl Müller II. 78, Beigeordneter Bauer 57, Ad. Müller 28, Adolf Luther 26 Stimmen. Am 21. 3uni findet Stichwahl zwischen Schultheiß und Müller statt.

Kreis Lchottcn.

Q Laubach, 16. Juni. Bei bem Preisschieben desLaubacher Ausschusses" erzielte Rich. Seitz (Gasthaus zur schwarzen Rose") ben besten Schuß. Er bekam bamit ben vom Grafen gestifteten H a m m e I sowie von bem Grafen bie 1920 ge­stiftete Denkmünze in Silberbronze. Im Zug trägt er nächstes Jahr als Schützenkönig bas flleinob von 1540. Das Fest verlief in schönster Weise: es war herrliches Wetter. Der Abenb des Montags, bes Hauptfesttags, würbe burch einen großen Ball im Schützenhof" abgeschlossen. Am Dienstag war mit­tags allgemeine Volksbelustigung (Karussell, Schieß­buben, Wettlauf, Hahnenschlag). Außerdem war noch ein großer Ferkelmarkt am Morgen des

fpd. Frankfurt a. M., 17. Juni. In einer Buchdruckerei an der Offenbacher Landstraße in Dberrab brach in ber vergangenen Nacht Grobfeuer aus, bas erhebliche Ausdehnung an­nahm, da bie Freiwillige Feuerwehr nicht rechtzeitig zur Stelle sein konnte. Erst als bie Frankfurter Be­rufsfeuerwehr eingriff, konnte ber Weiteroerbrei- tung bes Branbes Einhalt getan werben. Das Buch- brurfereigebäube brannte oollftänbig aus.

fpb. B a b S o b e n a. T., 17. Juni. Durch bie Kriminalpolizei würbe hier eine Falschmünzer- werkstä11e aufgebedt. Die Falschmünzer, oon benen mehrere verhaftet würben, befaßten sich in ber Hauptsache mit ber Herstellung von Ein­markstücken ber neueren Ausgabe.

Turnen, Sport und Spiel.

Bezirkswetturnen des 3. Bezirks des Gaues Hessen (D. T.)

Mit bem in Bilfingen abgehaltenen bies« jährigen Bezirkswetturnen bes 3. Be­zirks b e s Gaues Hessen ber Deutschen Turnerschaft war bie Weihe ber neuen Fahne bes Turnvereins Billingen verbunden. Schon am Borabenb fanben sich zahlreiche Wett­turner ein. Der erste Vorsitzenbe bes Turnvereins Billingen begrüßte in warmen Worten bie Gäste, währenb ber 2. Bezirksvertreter Bausch in seiner Ansprache hauptsächlich bie Ziele ber Deutschen Tur­nerschaft hervorhob. Das Wetturnen verlief unter der sachgemäßen Leitung der beiden Bezirksturn- warte Z e s ch k y - Schotten und Reitz-Langsdorf programmäßig. Die Leistungen waren durchschnittlich gut. Am Nachmittag bewegte sich ein Festzug durch bie schön geschmückten Straßen bes Dorfes. Im An­schluß baran fanb bie Weihe ber Fahne burch Pfr. Kähler statt. Besonbers hervorzuheben sinb bie gut gelungenen Reigenoorführungen ber Turne­rinnenriege Langsborf unter Leitung bes bewähr­ten Dberturnroartes Reitz. Die Wertung ergab für diese bie Boterecht gut". Auch ber übrige Verlaus des Festes war ein burchcms schöner. Der Bezirk hat gezeigt, baß er noch auf ber Höhe ist. Als Sietfer gingen folgenbe Turner aus bem Wettkampf hervor:

Aktive: 1. Ab. Rathsch lag - Nidba, 2. W. Fay-Langsborf, 3. Alwin Sperber-Schotten.

Diese Woche mofiiown sowie MW« täglich Gulasch, Sauerbraten, warnte Wurst, ff. Biere und

Amtsgericht Gießen.

' Gießen, 13. Juni. Ein Arbeiter von hier verfolgt einen Kaufmann, mit bem er zusammen in einem Hause wohnt, mit seinem Haß. Er ist bereits im vergangenen Jahr wegen gemeiner Beschimp­fungen deshalben bestraft worben. Anfangs April soll er ihn roieberum schwer beleibigt haben. Er be­streitet bies unb behauptet, ber Kaufmann habe ihn im Vorbeigehen mit bem Finger gebroht unb ihm zugerufen:Mein Rechtsanwatt lebt noch!" Darauf habe er, ber Angeklagte, fein Wort erwidert, son­dern nur gelächelt unb sei fortgegangen. Seine Ehe­frau bestätigt zwar seine Angaben, allein bie Haus­eigentümerin, bie bei bem Vorfall zugegen war, gibt baoon eine anbere Schilberung. Darnach hat ber Angeklagte bem Kaufmann mit seinem Stock gedroht unb ihm babet zugerufen:Gib acht, baß Du nicht noch einmal Deine Prügel bekommst". Weitere Worte beleibigcnben Inhalts, bie ber Singe- klagte noch gebraucht haben soll, hat sie in ihrer Aufregung nicht gehört, auch nicht wahrgenommen, baß ber Kaufmann bem Angeklagten mit bem Fin- gcr gebroht unb ihm zugerufen hätte:Mein Rechts- anroalt lebt noch!" Das Gericht schenkte ben beeibig- ten Aussagen ber Hauseigentümerin vollen Glau­ben unb verurteilte ben Angeklagten wegen Beiei- bigung zu einer Geldstrafe von 25 M k

Kleine Strafkammer Wetzlar.

Q Wetzlar, 17. 3uni. Wegen Hehlerei wurde gegen den in Wetzlar in Untersuchungs­haft befindlichen Elektrotechniker T. verhandelt. Der Angeklagte war bis anfangs 1924 bei der Firma Budcrus-Aöchling in Wetzlar in Arbeit. Dis zu dieser Zeit waren bei dieser Firma verschiedene Diebstähle vorgekommen, und es gelang nicht, der Diebe oder des Diebes hab­haft zu werden. So verschwanden im 3anuav 1924 bei der Firma drei loertvolle Apparate sowie eine Batterie, auch hier war keine Spur von einem Täter festzustellen. Zufällig entdeckte die Polizei gelegentlich einer Haussuchung bet dem Angeklagten, der nach Deuthen i. Oberschi, verzogen war, ein ganzes Lager verschiedener Gegenstände, unter denen sich auch zwei der der Firma Buderus-Aöchling entwendeten Appa^ rate befanden. Der Angeklagte bestritt damals wie auch heute, diese Apparate gestohlen zu haben, sondern will sie in Gießen von einem angeblichen Weber gekauft haben, ^lrsprünglich war gegen T. Anklage wegen Diebstahls er­hoben. jedoch war er in erster Instanz nur toegen Hehlerei zu 3 Monaten Gefängnis ver­urteilt worden, wogegen sowohl der Angeklagte als auch die Staatsanwaltschc»ft die Berufung verfolgten. 3n der heutigen Verhandlung sprach aud) das Berufungsgericht den Angeklagten der Hehlerei schuldig und verwarf die Berufung. Der Staatsanwalt hatte Erhöhung der Strafe auf 6 Monate Gefängnis beantragt.

Weil er im 3ahre 1924 wegen rückständiger Steuern gepfändete 6 Paar Schuhe beiseite ge­schafft oder in anderer Weise der Verstrickung entzogen hatte, war der Kaufmann H. K. von Wetzlar wegen Pfandbruchs in der ersten 3nstanz zu 20 Mk. Geldstrafe verurteilt worden. Hiergegen hatte die Staatsanwaltschaft Be­rufung eingelegt. Der Angeklagte gibt zu, die Schuhe aus dem mit Siegel versehenen Karton entnommen zu haben. Er will sich aber hierzu für berechtigt gehalten haben, da er den rück­ständigen Steuerbetrug bereits bezahlt hatte. Heute wurde die Strafe auf 50 Mk. er­höht und dem Angellagten monatliche Raten­zahlungen von je 10 Mk. zugebilligt.

Mehr Glück mit seiner Berufung hatte der Kaufmann F. M. von Wetzlar, der in erster 3nstanz vom Amtsgericht Wetzlar wegen Be­trugs in einem Falle zu einen Monat Gefäng­nis verurteilt und in drei weiteren Fällen von der Anklage des Betrugs freigesprochen worden war. Gegen dieses Urteil hatten der Angeklagte und die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Vach der Anklage soll der Angeklagte im Laufe bes 3ahres 1924 bei mehreren Wetzlarer Ge­schäftsleuten Waren entnommen haben, für die er Bezahlung versprach, aber nicht leistete. 3n einem Falle hat er auch mit einem Scheck bezahlt, für den, als er zur Einlösung präsentten wurde, keine Deckung vorhanden war. Der Angeklagte bestreitet, die Absicht des Betrugs gehabt zu haben. Bezüglich des Schecks gibt er an, daß für diesen zur Zeit der Ausstellung Deckung vor­handen gewesen sei, er sei aber zu spät der Bank zur Einlösung übergeben worden. Bezüglich der anderen Fälle will er durch unglückliche Zwischenfälle (Krankheit usw.) in zeitweisen Zahlungsschwierigkeiten gewesen fein. Das Ge­richt vermochte in der Handlungsweise des An- gcfloatcn bezüglich aller Fälle keinen Betrug zu erblicken und sprach den Angeklagten k o st e n - los frei. Auch der Vertreter der Staats­anwaltschaft hatte in seinem Plaidoher, auf alle Fälle näher eingehend, seine Berufung zurück-

KkechNche Nachrichten.

Israelitische Gemeinden.

Gottesdienst der isr. Religionsgesellschaft. Sabbatseier den 20. Juni 1925. Freitag abenb 7.45, Samstag vorm. 8 00 Predigt, nachm. 4.30, Sabbat­ausgang 9.40, Wochengottesdienst morgens 6.30, abends 7.00

Speziell chronische Verstopfung beseitigen Sie durch die rein pflanzlichen Herbex- flerne, die auch bei längerem Gebrauch unschädlich sind und an Wirkung nicht nachlaflen. Die echten Herber-Kerne erhalten Sie in Packungen zu 30 Gramm in den meisten Apotheken, sicher Universitäts-Apo­theke Zum goldenen Engel. Die Bestandteile sind auf der Packung angegeben. 586253