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muiwer Drudenunglück gefallenen Bergleuten die letzte Sbrs erwiesen.

< LSd^icher Unglüdif all auf de« Giehener Bahnhof. Sinern tragischen Unfall fie gestern nachmittag gegen 3 Uhr der Lokomotivführer Johann Rau auS £ i m - bürg aut dem hiesigen Bahnhol zum Opfer Hau hatte einen Personenzug von Limburg nach Diehen befördert und wollte mit feiner Loko­motive zum Kohleneinnehmer fahren. Beim Heransahren an die Kohlenbühne muh er sich wohl zu weil au- der Maschine herauSgclchnl Haven, denn ihm wurde von der Brüstung der Kohlenbühne die Brust eingedrückt, wodurch der Tod auf der Stelle eintrat. Der Bedauerns­werte ft and in den vierziger Jahren und hinter- läftt eine Frau mit acht Kindern, von denen daS jüngste erst vier Jahre alt ist. . _

M Feftgenommen wurde hier cm Hand- Werksbursch« au« Berlin wegen Diebstahls und eine Person wegen Trunkenheit und unerlaubten Tragens von Waffen.

Kaninchen- und ©eflugclbicb- stahl. In einer der letzten Rächte wurden in der oberen Frankfurter Strafte aus einem ve» fchlosfcmen Kasten und Stall zwei Kaninchen und . ;nc Gan« gestohlen. Als Täter wurden drei junge Leute au« Giehen ermittelt. Die Tiere wurden in der Wohnung des einen Täters abge- schlachtet, wo sie von der Polizei gesunden wur­den und dem Eigentümer wieder auSgehändigt

werden konnten.

"Der Beit-und FahrklubGiehen und Umgebung veranstaltete im Sonntag- ncichmittag in der Univcrsitätsr^.ibahn unter Leitung von UniversitätSreitlchrer S ch ö m b s gut gelungene reiterliche Vorführungen. Die Reithalle war zu diesem Zweck in gefchm ickvoller Weise mit Wimpeln und Bildern, letztere gemalt von R. Dietz, dekoriert, wodurch der Gesamt­eindruck der Darbietungen wesentlich gehoben wurde. Rach dem Einzug aller beteiligten P'erde, bei denen man sorgfältige Pflege und durchweg gute Schulung konstatieren konnte, zeigten sich zu­nächst Angehörige der beiden Korps Hrssia und Hubertia als flotte Reiter. Auch die Damenab­teilung bot bewundernswerte Leistungen. Bei der Herrenabteilung, deren Darbietungen eben­falls viel Beifall fanden, sah man neben zahl­reichen jugendlichen Reitern auch mehrere äLe'c Herren, tue sich von der Jugend im Sport in keiner Weise übertrumpfen Heften. Bei der

Herren- undSamenabteilung, welche den Schluft deS ersten Teil« deS Programms bildete, kamen die Darbietungen, durch die geringere Zahl der Mitwirkenden, besonder« gut zur Geltung. Rach einer Pause werden in zwei weiteren Abtei­lungen , Fahrschule" undSpringen" gezeigt. Auch hier kamen teilweise bewuttdernSwerte Leistungen heraus, die ebenso wie daS sonst Ge­botene erkennen liehen, mit welcher Siergie. aber auch mit welchem ßrfolg sich die Veranstalter Wie auch die Leitung des UniversitätSreitinstitutS um die Förderung deS Reitsports bemühen. Abends vereinigten sich die Mitglieder unb Freunde de« Klub« zu einem gemütlichen Zu­sammensein im Hotel Schütz.

Evangelischer Landeskirchentag

* Darmstadt, 17. Febr.

Beginn der Sitzung 9,15 U$r norm. Abg. Schuster- Riersteln schildert die Leiden rhein- hessischer Diasporagemeinden und bittet, in be­drohten Gemeinden Psarrer fest anzustellen.

Geh. Rat 11 Dr. Flöring beantwortet Dr. "Balger-Gieften weift im Ramen feiner sich die Kirchenregierung zur Verwendung von Sludienassesloren. die die Berechtigung zur Er­teilung des Religionsunterrichts haben, als Re­ligionslehrer an höheren Schulen? Geh. Rat Flöring führ! aus. daft in der Regel Pfar­rer al« Religionslehrer angeftelU werden müh­ten. um die Beziehungen zur Kirche aufrecht­zuerhalten.

Abg. L a m p a S - Friedberg betont die Wich­tigkeit pfarramtlicher Erfahrung für die Re­ligionslehrer an höheren Schulen und die Rot- wendigkelt, daft fte auch die Lehrbefähigung in anderen Fächern erwerben.

Es folgt der Antrag der Gruppe der Lin­ken. die Wahl deS Vizepräsidenten de« LandesklrchentagS für ungül­tig zu erklären und Reuwabl vorzunch- men. Im Juni 1923 waren, nachdem Prälat und Vizepräsident der Landevlirche gewählt waren, bei einem SlärloverhältniS von 25:20:15 Abgeordneten 5 Sitze in der Kirchenregierung zu verteilen. Bei dielen Wahlen siel auf die Linke nur 1 Sitz. Sie fühlt sich dadurch benachteiligt und fordert llngü(tigteit«crllärung der Wahl des Vizepräsidenten (D. Waltz, Gruppe der Mitte».

Abg. K n a u h - Giehen erstattet den AuS- schuhbericht und betont, dah der Ausschuß sich in seiner Mehrheit nicht auf den Standpunkt der Linken stellen kann, zumal die Mitte, obgleich dies nirgend« parlamentarischer Brauch ist, der Linken den Stellvertreter des Vizepräsidenten zugestanden hat Abg. D. Hermann- Darm­stadt bekämpft die Stellungnahme des AuS*chusteS und betont, dah, entsprechend dem Stäricver- hältniS, die Sitze in der Kirchenregierung 3.2:2 verteilt werden mühten. Abg L a m g a S - Fried­berg bestreitet dies, da Prälat und Vizepräsident gewählt sind. Daher seien nicht 7. sondern nur 5 Sitze der Kirchenregierung entsprechend dem Stärleverhältnis der Gruppen zu verteilen. Abg. Dr. Balger- Giehen weist tm Ramen seiner Gruppe den Antrag der Linken zurück. Abg. Dr. Schmidt- Giehen weist aus dte Unmöglichkeit hin, den Prälaten iraenöeiner Gruppe zuzurech­nen, dah also die Zahl 7 nicht für Berechnungen zugrunde gelegt werden kann. Abg. Dr. Müller tritt seinen Vorrednern entgegen und hält den Antrag seiner Gruppe für völlig berechtigt.

Abg. K n a u h - Giehen warnt davor, den Rechtsstandpunkt zu verlassen und nach Dillig- keitsgründen zu handeln. Aög. Dr. Hermann- Darmstadt richtet an den Landeslirchentag die Ditte, da« Recht der Minderheit zu schützen. Der Antrag der Linken wird mit groher Mehrheit abgelehnt.

Das PfarrstellenbesetzungSgesetz wird einstimmig angenommen.

Ein Antrag, der wünscht, dah die Dekane bei ihren öffentlichen AmtShandlun - gen ein silberne- Kreuz tragen sollen, wird der Kirchenregierung als Material ver­wiesen.

Für den ausgeschiedenen D. Dr. Schian wird 2ll>g. L a m p a s-Friedberg in den Landes- kirchenausfchuh gewählt, in den FinanzauSschuft kommt Abg. Kicker ich. Abg. Der n be ck kommt für den ausgeschiedenen Abg. Wagner in die Kirchenregierung. Zu seinem Stellver­treter wird Abg. Aus seid bestimmt.

Präsident Dr. Freiherr von Hevl erklärt hiermit die Derhandlunaen des Landeskirchen- tags für beendet und schlicht hierauf die Sik-

,ung. oas Dwluygevet spricht Abg. D. Han« -chmidl -Giehen.

Turnen, Sport und Spiel.

Hallenwetturnen des 4. Bezirks im Gau Hessen.

rr. Schlitz, 16. Febr. Das gestern hier stattgefundene Hallenwe ttu r nen de« 4.Bezirks im Gau Hessen nahm einen sehr erfreulichen Verlauf. Der Samstag­abend vereinte zu einem geselligen Bei­sammensein. Behörden, Ehrengäste mit unsrer Türnerschaft und den auswärtigen Turnern, welche unter den Klängen einer Musikkapelle am Bahnhof abgehvlt und zur Stadt geleitet werden waren. Bezirksvertreter Ehnstian ©untrum begrüßte in der festlich geschmück­ten Turnhalle die Erschienenen, welche den weiten Raum dicht besetzt hielten, und gab der Hoffnung Ausdruck, dah die Veranstal­tung zum Besten der Deutschen Turnerschaft, zur Ertüchtigung der Jugend und damit zum Segen de« Vaterlandes diene! Das ^Har­monische Kränzchen- trug im Verlauf des Abends stimmungsvolle Chöre vor, tote: Die Leipziger Völkerschlacht" undHochamt im Walde"; die M u s i k v e r e i n i g u n g spielte fröhliche Weisen. Den Höhepunkt der Veranstaltung aber bildeten turnerische Darbietungen der besten Turner des Bezirks; es waren Glanzleistungen, die den stürmischen Beifall wohl verdienten. Sonn- tagfrüh begann unter Leitung des Bezirks- vorsiyenden B a st i a n-Alsfeld und unter Teilnahme von über 230 Turnern das Wett- turnen. Es bot ein erfreuliches Bild von der Höhe, auf der die gute Sache der Turnerei im Bezirke steht, was auch bei der PreiSver- teihmg vom Vorsitzenden rühmend hervor­gehoben wurde. ES erhielten Preise: Ak­tive Turner: 1. Preis Fritz Dvhnacker, Turnverein Schlitz; 2. Preis Berk, Turnge- metnde Lauterbach; 3. Preis List, Turnverein Lauterbach. Jugend (Oberstufe) l.Pr.iS Karl Bücking, Turnverein Alsfeld; 2. Preis Heinrich Zl.nt, Turnverein Maar; 3. Preis Wilhelm Boh, Turnverein Maar. Jugend (Unterstufe): 1. Preis K. Bücking, Turn­verein Alsfeld; 2. Preis K. Schwalm. Turn­verein Alsfeld; 3. Preis K. Herzog, Turnver­ein Alsfeld. S ch Ü l e r - W e 11 u r n e n: 1. Pr. K. Gesing, Schlitz; 2. Preis A. Modelbach- Schlitz; 3. Preis Johs. Ritz, Pfordt.

Hvchschnlwettkampf im Kunstturnen.

Um das deutsche Geräteturnen auch inner­halb der Studentenschaft zu fördern, haben die Universitäten München. Heidelberg und die Tech­nische Hochschule Darmstadt einen Hochschul- Städtekamps im Geräteturnen vereinbart, der künftig in jedem Jahr abgetragen werden soll. Zum erstenmal fand dieser Wettkampf jetzt in Darmstadt statt Wie zu erwarten, endete er mit dem Sieg von München mit 593 Punkten vor Darmstadt 558 Punkte und Heidelberg 127 Punkte. München ging schon am ersten Gerät. Barren, in Führung, vergrößerte seinen Vor­sprung am Pferd, hielt gleiche Punktzahl mit

Darmstadt bei den Freiübungen uno mutzte nm am Reck die Ueberlegenheii Darmstadt« ancr kennen. Hetdelberg kam nie für den Sieg tr Frage. Im nächsten 3abr wird München di< Durchführung dieses Hochlchul-Städtekampie- übernehmen.

Rundfunk-Programm

deS frankfurter LenderS.

(Au« der .Radio-Umschau-.) Donnerstag, 19. Februar.

11,55 Uhr Zeitangabe 12 Uhr Rachrichten dienst 4 Uhr Wirtschaft «Meldungen 4,30 bi? 6 Uhr Rordischer Rachmittag. Konzeri des Hau«orchefters. 6 Uhr Wirtschaft-Meldungen 6 bis 6,30 Uhr Die Lesestunde «Au« fernen Län­dern) AuS dem Bucke .Al« Landstreicher bürd' Amerika" von Erich Scheurmann. 6,30 Ubr Sportvvrtrag von Dir. Gchternach vom Frank surter Stadtamt für 2cibe«übungen .Die körper­liche Erziehung des jungen Rlenschen 7 bl« 7,30 Uhr Vortrag von Jng. Bencker .Lichtfignal- Anlagen in einem modernen Hotel". 7,30 Ubr Zunlhochschule, Vortrag von Prof. Dr. Schultz .Georg Buchner al« Vorläufer im Drama deo 19. Jahrhundert«-. 8,30 bl« 9,30 Ubr Ruftland« Volkslied und Romanze. 1. Orcheftermusik au« russischen Volksliedern; 2. russische Volkslieder, u. a ..Am Flüftchen". .An der Mutter Wolga". »Der rote Sarasan"; 3. Romanzen, u. aDie Wollen" von Dargomyschski und.Die Gegangenen ' von Gretschaninow, 4. Orchestermusik aus ruffv schen Volksliedern. Au«führende: Herr Raumow- Fleischmann (Bariton), am Flügel: Dr. R Mer­ten von der Frankfurter Oper, ein Kammerorche- st er. 9,30 Uhr Rachrichten. Wettermeldung,

Sportbericht. 10 bi« 11 Uhr Singspiel-Abend 1. Das Versprechen hinterm Her-d von Aler Bau­mann. Personen Michel Quautner, Wirt in der Abtenau, Loisel fein Sohn. Rändel, Almerin. im Dienst bei Ouantner, Frhr. v. Strizow, Ort: die österreichischen Alpen. 2. Kurmärker und Picarde von Loul« Schneider. Personen Land­wehrmann Schulze, die Picarde. AuSführende Erna Reigbcri (Reue« Theater), Ilde Overhost <Schauspielhaus). 2lloiö Groftmann, Georg Leng bach, Alfred Scherzer (sämtlich vom Reuen Thea ter). Begleitende Zither- und Klaviermusik.

1733e

Kontrolle de< Direktors des Hyyl >n sc <en Ins I' ts der Universität 8er In, Qrheimrat Professor Dr Manin Hahn, unterstellt.

Gesellschaft der Gießener Kunstfreunde

Freitag, 20. Februar. 81 , Uhr pünktlich spricht lin großen Hörnal der l'nlvernltttt

Paul Schubring

Professor der Kunstgeschichte an der Technischen Hochschule Hannover über

DantesHölleimBildederJahrhunderte von Botticelli bis Feuerbach.

Eintritt für Mitglieder der Gesellschaft frei, für Mitglieder des Oberbessischen Kunstvereins 0,50 ük., für NicLtmlt- glieder I. Hk., Studenten 0,30 Hk.

Vorverkauf bei e Ohailler, Neuenweg.

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Samstag, den 21. Februar abends

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