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«ruf Anmeldung keine Borschriften. Die Wirk­samkeit des Verzichtes erscheint daher -um min­desten nicht unzweifelhaft, und es brsteht jeden­falls da, wo Rachbrrechtigte vorhanden sind, für den Gläubiger die Gefahr, durchdasUn» terlassen der Anmeldung Aechts- nachteile zu erleiden oder boa) in Rechts- streitigleiten verwiäelt zu werden. Aus diesem Grunde werden die VrteUigten gut tun, die An­meldung noch rechtzeitig bis 1. Sanuar 1926 nachzuholen.

Dom Auto-Betrieb WieseckGiehen.

£ Die außerordentlich starke Inanspruchnahme des neugcschasiencn Verkehrsmittels zwischen Wie- fort und Gießen macht bereits eine völlige U m- p ch nltung des seither benutztenFahr. planes notwendig. War sich die Leitung des Betriebes auch bewußt, daß der zunächst festgelcgte ihrplan nicht für lange Zeit in Geltung bleiben funni, |o rechnete man doch nicht damit, daß ein derartiger Andrang wie jetzt einsetzen wurde. Der neue Fahrplan, der im Anzeigenteil der gestrigen Ausgabe desGießener Anzeigers" ver- öffcntlicht wurde, versucht nun, den erhöhten 'M i lorderungen nachzukommen, indem zu- nächst eine Reihe von Fahrten neu eingelegt wurde. Anstelle von seither 18 Fahrten weist der Nl.ue Plan nunmehr 23 Fahrten nach dem Bahnhof und ebensoviel zurück nach W i e | e tt auf. Dadurch verspricht man sich eine wesentliche Entlastung der am meisten beanspruch­ten Wagen. Diesem Zweck soll ganz besonders eine Neuerung Im Fahrplan dienen, indem soge­nannte Rundfahrten eingelegt wurden. Die RundfahrteN'Wagcn berühren aus ihrer Fuhrt durch Gießen den Bahnhof nicht. sondern fah­ren, von Wieseck kommend, durch die Ostanlage. Stidanlage, Westanlage, Nordanlage zurück nach Wieseck. Dadurch soll erreicht werden, daß die Fahr­gäste, die eigentlich eine andere Haltestelle zum Einstelgcn benutzen können, nicht mehr nach dem Bahnhof zu eilen brauchen, um sicher zu sein, aus­genommen zu werden. Diese Fahrgäste werden durch die Rundfahrt gewissermaßen gesammelt, während der fast zur gleichen Zeit am Bahnhof abfahrende Wagen für die Fahrgäste von dort frei bleibt. Außer dieser Aenderur.g mußten im neuen Fahrplan verschiedene Absahrtzeiten früher bzw. später verlegt werden. Der sog. Schü. l e r w a g e n . der seither 8.15 Uhr in Wieseck ab- fuhr, fährt jetzt schon 8.05 Uhr. um das recht­zeitige Eintreffen der Kinder in der Schule zu garantieren. Die Schülerwochenkarten er­fuhren außerdem noch eine Vergünstigung im Preis, sie kosten bis zur Bismarck-, bzw. Schiller­st raße. bzw. bis Bahnhof 1,50 Mk. Am Nachmittag verkehrt eine ganze Reiye neu eingelegter Wagen. Die seither am Bahnhof Gießen abends um 6.10 Uhr und 7.30 Uhr abgehenden Waaen sind 10 Mi­nuten später verlegt worden und fahren um 6.20 Uhr und 7.40 Uhr. Damit hofft die Leitung des Betriebs, den geäußerten Wünschen, deren Berech­tigung anerkannt wurde, gerecht geworden zu sein. Der Plan für den Betrieb am nächsten Sonn- tag erfuhr ebenfalls eine grundlegende Aenderung, und dürfte, da es der goldene Sonntag ist, dem Stadtbild ein besonderes Gepräge geben. Die seither vorgesehenen 10 Sonntagsfahrten nach der Stadt wurden auf 15 erhöht. Diese werden von einem Wagen gefahren. Der zweite Wagen beginnt um 12 Uhr mittags mit den oben beschriebenen Rundfahrten, die sich stündlich wie­derholen. Diese Fahrten sollen in der Hauptsache dem Verkehr in der inneren Stadt dienen. Die Betriebsleitung hofft, wenn der gegenwärtig unnatürlich starke Verkehr etwas abgeklungen ist, den Fahrplan endgültig festlegen zu können, wo­bei an dem gegenwärtigen Wochensahrplan kaum etwas geändert werden dürfte, da der Fahrtverkehr der Arbeiterschaft kaum geringer werden dürfte. Zn diesem Zusammenhang muß an eine Einrich­tung erinnert werden, von der anscheinend aus Unkenntnis heraus noch viel zu wenig Gebrauch gemacht wird. Es handelt sich hierbei um die un- reaelwäßigen Benutzer der Omnibusse, welche die Fahrscheinhefte noch zu wenig beachten. Sie übersehen hierbei ihren eigenen Vorteil, da sie für den gleichen Betrag wie für 10 Einzel­

fahrten ein Heftchen mit 12 Einzelfahrscheinen, also zwei umsonst, erhalten. Außer diesem persönlichen Vorteil erweisen sie dem Betrieb ein Entgegen- kommen, da das Benutzen von Fahrscheinheften den gegenwärtig stark beschäftigten Schaffnern die Ar­beit erleichtert und die Abwicklung des Verkehrs be- deutend beschleunigt.

Schont die Zugtiere!

Die vereisten und mit hartem Schnee be­deckten Fahrbahnen machen den Zugtieren die Fortbewegung der beladenen Wagen eben ganz besonders schwer. Darauf sollten die Fuhrherren und Fuhrleute Rücksicht nehmen und ihre Ge­fährte etwas leichter beladen. Eine derartige Rücksichtnahme auf das hilflose Tier ehrt dessen Besitzer und Genfer, die Gefühllosigkeit aber, die sich in dem rücksichtslos schweren Beladen der Fuhrwerke und dann in dem Draufschlagen auf die gequälten Tiere äußert, ist eine Schande. Polizei und Publikum sollten gegen derartige Tierquälereien einschreiten und unbarmherzige Menschen der Bestrafung zuführen.

Gietzener Wochenmarktpreise.

Es kosteten heute: Butler 190 bis 2,20, Matte 40, Käse 65 bis 70, Wirsing 15, Weißkraut 10, Rotkraut 15, gelbe Rüben 15, rote Rüben 12, Spi­nat 50, Unter-Kohlrabi 1012, Grünkohl 30, Rosen­kohl 60, Feldsalat 120, Tomaten 120, Zwiebeln 12, Meerrettich 3080, Schwarzwurzeln 50, Kartoffeln 4, Achtel 1518, Birnen 30, junge Hahnen 120, Suppenhühner 120, Gänse 100130, Nüsse 50 bis 60 Pf. je Pf.; Eier 1920, Blumenkohl 60 bis 120, Endivien 1020, Ober-Kohlrabi 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 2040 Pf. je Stück.

Vornotizen.

Tageslalender für Donners- tag. Deutscher Bund: 8 Uhr, Sohcmniskirche, Weihnachtsfeier. Lichtspielhaus, Bahnhofftr.: Moral der Gasse". Astoria-Lichtspiele:Ge­ächtet".

Ober hessischer Geschichtsverein. Der zweite dieswinterliche Vortrag, der in dieser Woche stattsinden sollte, mußte verschoben werden. (Siehe Anzeige.) Wkliül Her WWMnWki!

O 93 Prozent der Friedensmiete für Januar 192 6. Wie wir hören, soll die gesetzliche Miete zum 1. San. auf 93 Prozent der Friedensmiete erhöht und diese Erhöhung dem Hausbesitzer als Aequivalent für die Steigerung der Zinsen und der Materialpreise für die Sn» standsetzui-gsarbeiten überlassen werden.

** Eine empfindlich« Störung in der Elektrizitätsversorgung trat ge­stern nachmittag gegen 5 Uhr in einem Teile des Stadtzentrums auf. Als Ursache des Mal­heurs wurde ein Schaden im Derteilungskabel festgestellt. Für die Ladengeschäfte, die kauf­männischen Bureaus und die technischen Be­triebe war die Störung sehr peinlich, denn hier mußte man sich entweder in notdürftigster Weise mit Kerzenlicht behelfen, was natürlich recht hemmend auf die Erledigung des Publikums­verkehrs bzw. der Dureauarbetten einwirkte, oder die Arbeit mußte wegen Mangels an Licht und Strom gänzlich ruhen. Erst gegen 3 * * * */47 Uhr war der Schaden behoben.

** Verlängerung der Sonntagsrück- f a h r k a r t en an Neujahr. Die Sonntagsrück­fahrkarten der Reichsbahn gelten am diesjährigen Neujahrsfeste ausnahmsweise von Donnerstag, 31. Dezember, mittags 12 Uhr, bis zum Sonntag, 3. Januar 1926, nachts 12 Uhr.

* Vorsicht. Schwindler! Der Frank­furter Polizeibericht meldet; Sn den letzten Tagen treiben zwei noch unb.kannte Betrüger ihr Untoefen. indem sie Ladengeschäfte aufsuchen und eine Kleinigkeit kaufen. Bei dieser Gelegen­heit lassen sie sich auch größere Geld­scheine wechseln und lenken dabei durch

allerlei Reden die Aufmerksamkeit des Laden- '.nhabers usw. vom Geldwechseln ab. Sie streichen dabei da- Wechselgeld «in und Untertanen, den zum Wechsln bestimmten Geldschein hinzu- geben. Auch einen anderen Trick wenden sie an. indem sie sich einen Betrag von 20 oder 50 Mk. Kleingeld für einen entsprechenden Geld­schein umwechseln lassen. Der Betrüger steckt diesen Geldschein sofort In den Briefumschlag, schließt diesen und steckt ihn in die Tasche. Rach- dem der Geldwechsler bei dem Kleingeld einen kleinen Fehlbetrag festgesteNt hat. nimmt der Betrüger das Geld wieder zurück, gibt ben ge- schlo lenen Briefumschlag mit der Begründung zurück, den fehlenden Betrag sofort zu holen. Rachträglich stellt es sich heraus, daß das Ganze nur eine Schwindelei ist und der zurückgelassene Briefumschlag nur Papi «r schnitzel enthält.

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für die Somstagsnummer können nur bis Freitag vormittags verbindlich angenommen werden. Zwecks wirksamer Satzausstattung erfolgen Bestellungen zweckmäßig bereits im Laufe des Donnerstags

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RDD. Wann werden Fahrkarten zurückgenommen? Kann einem Reisenden ein seiner Fahrkarte entsprechender Platz nicht angewiesen uni) kann er vorübergehend auch in einer höheren Wagcnllasfe nicht untergebracht werden, so darf er eine niedere Klasse benutzen, wenn dort Platz ist. Er kann in diesem Falle den Preisunterschied zurückverlangcn. oder die Fahrt gegen Erstattung des Fahrgeldes und der Gepäckfracht unterlassen. Eine Entschädigung steht ihm inssen nicht zu. Auf der Zugan angsstation darf der Reisende bis 5 Minuten vor der Abfahrtszeit des Zuges seine Fahrkarte, wenn sie noch nicht gelocht oder nachweislich nur zum Betreten des Bahnsteiges benutzt ist, unser Aus­gleich des Preisunterschiedes gegen eine andere umtauschen. Fahrkarten, die noch nicht ge­locht sind oder nachweislich nur zum Betreten des Bahnsteiges benutzt wurden, können nach dem Ermessen der Eisenbahn in Fällen eines Irrtums, einer Erkrankung, oder aus sonstigen Billigkeitsgründen vor oder unmittelbar nach Abgang des betreffenden Zuges von der Fahrkartenausgabe zurückgenommen wer­den. Auf Stationen mit abgesperrten Bahn­steigen wird der Preis für eine Bahnsteigkarte dabei abgezogen, wenn die Reise nicht wegen Platzmangels. Anschlußversäurnnis, Berspätung oder Ausfall des zu benutzenden Zuges auf­gegeben wird.

*° Die neuen Benutzungs-Bestim- mungen für die Jugendherbergen. Sn Hinsicht auf die vom RerchShervergstag beschlos­sene Einführung des Führerausweises ändern sich ab 1. Sanuar 1926 die Denutzungs-Deftim- mungen für die deutschen Sugendherbergen ent­sprechend. Es haben sich alsdann auszuwelsen:

1. jugendliche Einzelwanderer bis zum vollendeten 20. Sah re durch den Bleibenausweis mit Angabe

des Alters, abgestempeltem Lichtbild und gültiger

Sahresmarke: 2. die M tglieder durch die Mit­

gliedskarte iLichtbild. Sahresmarke); 3. Führer

von Sagend- und Schülergruppen (Mindestalter

17 Sah re) in allen S.-H. (mit Ausnahme der in

den Alpen und dem Alpen-Borland) durch den Führerousweis (Lichtbild, Sahresmarke). Keines

Ausweises bedürfen Sugendliche bis zum voll­endeten 20. Sah re in Gruppen von mindestens drei Teilnehmern und unter vercwtwortlichem, mit einem gültigen Führerausweis versehenen Führer. Die Bleibe.'ausweise und Mitgliedskarten werden durch die zuständigen Ortsgruppen und Zweigausschüsse für D. S. H. ausgestellt, die Füh-

rercm-weise durch di« den Ortsgruppen und Zweigausschüssen angeschlossenen Bereite und Verbände und durch die Schulen, notfalls durcd die Ortsgruppen und ZweigauSschüss« für Deut­sch« Jugendherbergen.

Auftrieb auf dem Frankfurter Schlachtviehmarkt: 3 Kühe, 1416 Kälber, 1143 Scyafe. 1501 Schweine.

Strafhammer Gießen.

Gießen. 15. Dez. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde gegen den Kaufmann Hch. Schmitz von Gießen und vier weiteren An- aellagten wegen Abtreibung verhandelt. Rach dem öffentlich verkündeten Urteil wurde Schmitz wegen Lohnabtreibung in einem Falle und Bei­hilfe zur versuchten Llbtreibung m drei Fallen unter Einbeziehung der gegen ihn bereits früher erkannten Stra'en zu 7 Sagten 3 Mona­ten Zuchthaus verurteilt. 2 Frauen er­hielten wegen verlachter Abtreibung Gefängnis­strafen von je 2 Monaten 2 Wochen, der Ver­walter Otto W. von Wieseck wegen Anstiftung zur versuchten Abtreibung eine solche von 6 Mo­naten. Die fünfte Angeklagte wurde mangel« Beweises freigesprochen.

Turnen, Sport und Spiel.

Winter port.

Bayerische Rodelmelsterschaflen.

do. In Oberaudorf kam die Bayerische Rodel- Meisterschaft bei guter Beteiligung zum Austrag. 31 Teilnehmer stellten sich dem Starter. Den ersten Platz erzielte Resch- Oberaudorf mit 2:53,6, dem Wechselberger-Mühlbach und Stengel in 3:04,6 folgten.

Skispringen.

vo. Sn Lauscha wurde der Wintersport mit einem Eröffirungsspr.ngen auf der vm:besser° ten Schanze eingeleitet. Die gezeigten Leistungen waren über Srw.irtrn gut. Kob- Lauscha konnte mit 45 Meter den weitesten Sprung erzielen. Die Ergebnisse sind: Senioren: 1. Kob-Lauscha Rote 12.416; 2. Schönfelder-Lauscha, Klasse 18 bis 20 Sahre: 1. Böhm Kantz-Ernsttal Rote 17, 250 ; 2. Müller Uri-Lauscha, 16 bis 18 Sabre: 1. Waller TSpfer-Sgelshieb Rote 18,416Engel- Lauscha.

Sn R e i ch e n h a l l hatten sich die Zu­schauer zahlreich an der großen Reichmhaller Schanze versammelt, bei der recht guter Sport geboten wurde. Mit 37 Meter erzielte 5) em et er- Reick^nhall die größte Reichweite.

Rundsunst-Programm

deck ^rankrnrtrv SenderS.

(Aus derRadio-Umschau".)

Freitag, 18. Dezember.

3.30 bis 4 ilbr: Die Stunde der Sugend. 4.30 biS 6 älhr: HauZfrauen-Rachmittag, Pro­gramm u. a.: ^Vorweihnachtliche Plauderei über das Spielzeug, die Weihnachtstanne und die Frau Rat Goethe" von Schriftsteller August Kruhm. 6 bis 7 Uhr: Rätselfunk-Wettbewerb 7 bis 7.15 Uhr: Stunde der Frankfurter Ber­einigung für Heimatkunde:Sm Kampf um Warte und Landwehr". Vortrag von Professor Dr. E. Pellissier. 7.15 bis 7.30 Uhr: Die Besprechung. 7.30 bis 8 Uhr: Stallenischer Sprachunterricht. 8 biS 8.30 Uhr:Goethes gesprochener Urfaust". Vortrag von Universitätslektor Roedemeher. 8.30 bis 9.30 Uhr: Tanzmusik der Tanzkapelle Steinmetz. 10 Uhr: Die neuen Operetten.

Kirchliche Nachrichten.

Jfraellttichc Gemeinden.

Isr.ReNgionSqemein're. Gottes). L d.Synagoge (Süöanlage). Samstag, 19. Dezember 1925. Vorabb. 4 30, morg. 9.00. aböd. 4.35 u. 5 15.

Gottesdienst der isr. ReligtonSgesellschaft. Sabbatfeier, den 19. Dezember 1925. Freitag abds. 4.00, Samstag vorm. 8.00, nachm. 3.30, Sabbat- ausgang 5.15. Wochengottesdienst morg. 7.00 und abds 4.00

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