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Weitere Wahlergebnisse

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(Sieben, den 17.November 1925.

Vorsicht -Weihnachtsanzeiger"

Die zahlreichen Anzeigenfriedhöfe, die im Laufe des Jahres auf Kosten der hiesigen Ge­schäftsleute angelegt worben waren in Form von Empfehlungen in Festbüchern, Vereins- und Kaffeehausprogrammen, Lampenständern und wer weih noch in welchen anderenunerreicht wirk­samen" understklassigen" Reklamegelegenhsiten, geraten nach und nach ein wenig in Vergessen­heit. Freilich, die gebranbschatzten Taschen der leidtragenden Besteller sollten immer wieder daran erinnern, bas) man an die nächstekon­kurrenzlose" Reklamesache nur mit äuberster Vor­sicht herantreten sollte. Bald wirb Gelegenheit zu dieser Vorsicht gegeben fein, denn zu Beginn der Weihnachtsgeschüflszeit werden sich wieder allerleiaußergewöhnliche Reklamcgelegenheiten" marktschreierisch an die Geschäftswelt heran- brängen, Reklamegelegenheiten, die vollkommen wertlos sind, d'e nach Verbreitung und Wirkung niemals kontrolliert werden können, die den An- zetgenauftraggebern lediglich das Gelb ab nehmen und so die Geschäftswelt und die gesamte Wirt­schaft schädigen. Gewöhnlich erscheinen im No­vember oder spätestens anfangs Dezember rede­gewandte Herren, um dem Geschäftsmann in überschwenglichen Worten einzureden, bah er seiner Konkurrenz nur gewachsen sein könne, wenn er seine Anzeige in dem neugegründetenWeih­nachts-Anzeiger" oderGeschäfts-Anzeiger" oder Deamten-Kalender" oder Frauen-Wcihnachts- markt" erscheinen lasse. Hohe und höchste Auflagen werden zugesichert, so daß dagegen keines der bekannten ortsansässigen Blätter aufkommen kann.

Der erfahrene Geschäftsmann weib wohl, was er von diesen Verheißungen zu halten hat. und es ist meist der mittlere oder kleinere Geschäfts­mann, der immer wieder hereinfällt auf die Lockungen derartiger zweifelhafter Anzeigenunter­nehmungen. Es versteht sich von selbst, daß solche Geschäftsleute gegenüber denjenigen im Rückstand bleiben müssen, die sich zielbewubt und unter Ausnützung ihrer Vorzüge der heimischen Tages­zeitungen zu ihren Empfehlungszwecken bedienen. Denn der sicher in Aussicht gestellteriesige Erfolg" deraußergewöhnlichen Reklamegelegen­heit" endigt immer und jedesmal mit einem glänzenden Reinfall, und damit ist dann das Vertrauen zur Werbekraft der Anzeige überhaupt

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Der Provinzialtag der Provinz Oberhessen.

der am Sonrztag für die Amtsdauer vom 1. Januar 1926 bis 31 Dezember 1929 gewählt wurde, wird sich nach den uns bekanntgewordenen Ergebnissen voraussichtlich wie folgt zusammen- sehen:

Zentrumspartei: 5925 Stimmen

2 Sitze (1922: 4441 Stimmen 1 Sitz).

Sozialdemokratische Partei: 35334 Stimmen = 12 Sitze (1922 : 42 187 Stimmen = 14 Eitze).

Deutsche Dem akratische Partei: 6035 Stimmen 2 Sitze (1922 : 8021 Stimmen = 2 Sitze).

Deutsche Dolkspartei: 7788 Stimmen

«jng 1619 (0).

Die Mandate verteilen sich folgendermaßen: sozialdemokratische Partei 11 (12), Demokraten 2 >. Deutsche Volkspartei 3, Deutschnationole Volks- rlei und Hessischer Landbund 13 (beide zusammen 22: 15). Kommunisten 0 (1), Mittelstondsvereini-

(26-38), Deutsche Volkspartei 3373 (4603), Deutsch- ralionale Dolkspartei und Hessischer Landbund il 12 021 (12877), Evangelische Volksgemeinschaft 762 1,(4), Kommunisten 810 (1403), Mittelstondsvereini-

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Stimmen » 6 Sitze (1922: 12 745 = 5 Sitze).

Hess. Landbund und Deutschnatl. Volksp. im Kreise Alsfeld: 4380 Stirn- men -- 1 Sitz (1922 : 5523 Stimmen = 1 Sih).

Hess. Landbund und Deutschnatl. Volksp. im Kreise Bübingen: 5091 Stimmen = 2 Sitze (1922 : 5718 Stimmen 2 Sitze).

Hess. Landbund und Deutschnatl. DolkSp. im Kreise Friedberg: 8881 Stimmen = 3 Sitze (1922: 11 102 Stimmen = 4 Sitze).

Hess. Landbund und Deutschnatl. Volksp. im Kreise Lauterbach: 3730 Stimmen 1 Sitz (1922 : 4816 Stimmen = 1 Sih).

Hess. Landbund und Deutschnatl. Dolksp. im Kreise Schotten: 4649 Stim­men =» 2 Sitze (1922: 4832 Stimmen 1 Sih).

Evangelische Volksgemeinschaft: 3044 Stimmen 1 Sitz (1922 : 0).

Kommunistische P artet: 2999 Stim­men --- 1 Sih (1922 : 3942 Stimmen = 1 Sih).

Reklamegelegenheit".

Bornotizen.

Tageska lender für Dienstag. Etabttheater: 7.30 LlhrDer Familientag" (Ende gegen 10 Uhr). Lichtspielhaus Bahnhofstraße: Husarenfieber". Astoria-Lichtspiele: Black, der König der Hengste".

Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: 3*/$ älhr nachmittagsDer Glücks­pilz" (Ende gegen 6 Uhr). Abends 7V< ^Ihr ..Der fidele Bauer" (Ende gegen 10 lHjr). Buchhandlung Keißner, Schulstraße: 8l/< Uhr, Vortrag über die Technik der künstlerischen Gra­phik. Lichtspielhäuser wie Dienstag.

Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Die zwei Vorstellungen, die am Mittwoch, 18. Nov., gegeben werden, bringen beide Werke heiteren Charakters.Der Glücks­pilz" von Gustav Rickelt, der um 3,30 H&r in Szene geht, ist eines der heitersten Lustspiele der deutschen Literatur und sich das meistgegebene Werk der letzten und diesjährigen Spielzeit und wird am Stadttheater in einer außerordentlich flotten Darstellung herausgebracht. Die um 7,15 anfangen de Operattenaufführung bringt Leo

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spart geblieben. Die Wahl fiel, da nur ein Wahlvorschlag eingereicht wurde, aus. Der Ge­meinderot bleibt in seiner bisherigen Zusammen­setzung bestehen, lediglich eines der bisherigen Mit- glichet schied aus und wurde durch einen anderen Einwohner ersetzt. Unter Dorf ist in der seltenen Lage, alle G e rn e i n o e w a h l e n ohne Wahl­kampf durchgeführtzu haben, da auch die Bürger- meister- und Beigeoronetenwahlen ohne Gegenkan­didaten verliefen.

Kreis Friedberg.

** Gambach. 17. Nov Bei der ®e- meinderatswahl wurden von 968 Wahlberech­tigten 812 Stimmen abgegeben, von denen 4 un­gültig waren. Es entfielen auf Wahlvorschlag 1 (Dauern- und Landbund) 214 Stimmen (3 Sitze), auf Wahlvorschlag 2 (MittelstandsPartei) 108 Stimmen (2 Sitze), auf Wahlvvrschlag 3 (Sozial­demokraten) 240 Stimmen (3 Sitze), auf Wahl- Vorschlag 4 (Handwerker und Gewerbetreibende) 246 Stimmen (4 Sitze).

B. Rodheim v. d. H, 17. Nov. Bei der Gemeinderatswahl erhielten der Hess. Landbund 5 Sitze, die Sozialdemokratie 5 Sitze, die Gewerbetreibenden 2 Sitze.

Darmstadt.

Darmstadt, 16. Nov. (WTD.) Nach dem jetzt vorliegenden Ergebnis derBtadtver- lotdnetenwahlen hat die SPD. mit 19 Sitzen ihren alten Stand gehalten, ebenso das Zentrum mit 3 Sitzen. Die Deutsche Volkspartei ist von 22 auf 14 Sitze zurückgegangen, blo Deutsche demokratische Partei von fünf auf drei Sitze. Die Deutschnationalen haben einen Sih gewonnen und belegen jetzt vier Sitze, lvährend die Kommunisten von drei aus einen Sih zurück­gegangen sind. Die Mietervereinigung hat einen Sih (früher keinen). Ortsgewerbeverein und Handwerkervereinigung verlor einen Sitz und be­haupteten noch zwei. Die Nationalsozialen haben einen Sitz erhalten.

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(Gewählt sind:

Sozialdemokratisch« Partei: 1. Gg. Beckmann, Angestellter, Gießen: 2. Ludwig Haas IL, Zigarrenfabrikation, Steinberg: 3. Paul Hornberger, Rechtsanwalt, Gießen: 4. Johann Karl Benner, Ge- werkschoftsangestelllcr, Wiescck: 5. Heinrich Rohr- bad) VIII., Krankenbesucher, Lollar: 6. Frau Ma­rianne Hüter geb. Weber, Hausfrau in Gießen: 7. Heinrich Decker IX., Bürgermeister in Asten- Buseck: 8. Ferdinand Germer I., Stuhlschreiner in Heuchelheim: 9. Otto Weißgerber, Professor und Studienrat, Gießen: 10. Georg Wissemann, Bahn- schlosfer, Lollar: 11. Heinrich Rudlos, Bürgermeister und Landwirt, Trais-Horloff.

Deutsche Demokratische Partei: 1. Dr. Gustav Güngerich, Landgerichtsvräsident a. D., Gießen: 2. Georg Kreiling, Bürgermeister, Heuchel­heim.

Deutsche Volkspartei: 1. Schudt, Rich., Landgerichtsdirektor, Gießen: 2. Rinker, Karl, Zim­mermeister, Ronnenroth: 3. Wagner, Ludwig, Land­wirt und Bürgermeister, Geilshausen.

Deutschnationale Volkspartei und Hessischer Landbund im Kreise Gie­ßen: L Wilh. Fenchel, Landwirt, Oberhörgern: 2. Dr. Otto Lenz, Studienrat, Gießen: 3. Friedrich Bommersheim, Landwirt, Langsdorf: 4. Heinrich Will VIII., Landwirt und Bürgermeister, Treis a. d. Lda.: 5. Konrad Anton Schaum, Landwirt, Langgöns: 6. Friedrich Weicker, Oberregierungsrat a. D., Gießen: 7. Georg Friedrich Müller, Landwirt und Bürgermeister, Bellersheim: 8. Heinrich Bausch, Landwirt und Metzger, Grünberg: 9. Johannes Ludwig Lotz, Rektor, Leihgestern: 10. Konrad Ha- nack, Landwirt, Watzenborn-Steinberg: 11. Ludwig Hofmann V., Landwirt, Lollar: 12. Heinrich Gott­mann, Landwirt, Gießen: 13. Phil. Klein V., Werk­führeranwärter, Klein-Linden.

Mittel st andsoereinigung Gießen: 1. Johann Joseph Sauer, Kaufmann, Gießen.

Kreistag Friedberg.

sf. F r iedberg, 16. Nov. Die Kreistags­wahl für den Kreis Friedberg hatte folgendes Er­gebnis: Zentrum 3650 Stimmen 3 Sitze, Sozial­demokratie 11426 Stimmen 13 Sitze, Demokraten 2472 Stimmen 2 Sitze, Deutsche Dolkspartei 1966 Stimmen 1 Sitz, Landbund und Deutschnationale 8963 Stimmen 9 Sitze, Kommunisten 1514 Stimmen 1 Sitz, Bürgerliche Partei 1294 Stimmen 1 Sitz, Evangelische Volksgemeinschaft 635 Stimmen 0 Sitz.

Kommunalwahlen.

Landkreis Gießen.

f. Klein-Linden, 17. Nov. Das gestern ge­brachte Ergebnis zur Gemeinderatswachl bedarf einer Berichtigung insofern, als auf Liste 1 Bürgerliche Vereinigung mit 118 Stimmen nur 2 Gemeinderatssitze entfallen. Bezeichnend bei der Wahl war die überaus große Stimmenenthaltung der Frauen.

£ Wieseck, 17. Nov. Zu den in dar gest­rigen Ausgabe des Gießener Anzeigers veröf­fentlichten Mahlresultaten ist berichtigend nachzutragen, daß zur Kr e i s ta g s wa h l für die Sozialdemokratische Partei nicht 632, sondern 707 Summen abgegeben worden find. Der Fehler wurde erst entdeckt, nachdem alle Meldungen bereits weitergegeben waren. Der neuge­wählte Gemeinderat wird in seiner Zu­sammensetzung ein wesentlich anderes Gesicht auf­weisen. als der seitherige, in welchem 11 Ver­tretern der Sozialdemokratie 4 Vertreter des Bürgertums gegenüberstanden. Von den dies­mal gewählten 7 Vertretern der bürgerlichen Parteien gehörten 3, Schlossermeister Scherer, Schreinermeister Kümmel und Landwirt So» denhausen, dem seitherigen Gemeinderat an. Neu ziehen ein Landwirt Werner 3, Landwirt Lang, Eisenbahn-Wagenmeister Weller und Sandgruben bescher Kretling. Von den ge­wählten 6 Vertretern der Sozialdemokratie ge­hörten 5, Angestellter Denner. Buchdrucker Bremer, Maurer Stein, Dreher Laudon unu Dreher Rößer dem Gern inderat bereits an, während Schlossermeister Schmidt als neu? Mitglied erscheint. Die Kommunisten tre­ten 'i ersten Male zur Gemeinderatswahl selbständig auf. Die von ihrer Liste gewählten 2 Vertreter ziehen also ebenfalls als neue Mit­glieder im Gemeindeparlament ein, und zwar Arbeiter Hildebrand und Eisenbahnarbeiter Erb. Nach dem Ergebnis vom Sonntag dürften die Mehrheitsbildungen im zukünftigen Gernein-- derat recht.schwierige werden.

Saubringen, 15. Nov. F >r diesmal stand unser Dorf nicht im Zeichen des Wahlkampfes, der meist, besonders bei Kom­munalwahlen mit nicht geringer Leidenschaftlich­keit geführt wird. Anfänglich lagen für die auf den heutigen Sonntag festgesetzte Gemein- deratswahl 3 Wahlvorschläge vor: später­hin einigte man sich, sodaß die 2 neu aufgestellten Listen wegfielen und eine Einheitsliste ein­gereicht wurde. Auf diesem Wahlvorschlag er­schienen sämtliche Namen der Mitglieder des seit her igen Gemeinderats.

Kreis Schotten.

Ig. Gedern, 15. Nov. Bei der heutigen Wahl zum Gemeinderat wurden 776 Stim­men Abgegeben. Es gewannen Sitze: Landbund (286 Stimmen) 5, Demokraten und Sozialdemo­kraten (198 Stimmen) 3, Deutsche Dolkspartei und Deutschnationale Dolksp. (127 Stimmen) 2, äleberparteiliche Liste (130 Stimmen) 2.

ld. Eichels d o r f, 15. Nov. Durch Vor- wohl kamen 3 größere Landwirte, 3 Kleinbauern und 3 Arbeiter auf eine Einheitsliste, also ohne Wahl in den Gemcinderot.

I Ober-Lais, 15. Nov. Die Kämpfe einer Gemeinderatswahl sind unserem Dorfe e r

LU. Von der Landes-Universität. Das Lektorat für deutsche Sprache ist leider dem Abbau verfallen. Studienrat Gräber ist mit der Abhaltung von Hebungen im Gebrauch der deutschen Sprache und von Dispositions- Übungen beauflagt. Diese Hebungen finden Mitt­wochs statt (Anschlag am Schwarzen Drett).

' D i e Osterferien 1926 im Frei­staat Hessen beginnen am Sonntag, 28. März. Das neue Schuljahr wird am Montag, 19. April, mit der Aufnahmeprüfung und am Dienstag, 20. April, mit dem vollen lehrplanmäßigen Un­terricht beginnen.

* Zur Reise in das besetzte Gebiet. Wie aus dem besetzten Geuiet mitgeteilt wird, tref­fen dort immer noch zahlreiche Reisende aus den un besetzten Gebieten ein, die nicht im Besitze eines Passes ober Personalausweises sind und dafür von der Besatzungsbehörde mit empfindlichen Strafen bedacht werden. Es wird wiederholt darauf hinge wiesen, daß bei Einreisen in das besetzte Gebiet alle über 16 Jahre alte Personen einen mit Lichtbild versehenen Personalausweis ober einen Reisepaß bei sich führen müssen. Die Ausstellung ber Ausweise erfolgt burch bie Ortspolizeibehörbe.

* Bekämpfung von Geschlechts­krankheiten. In ber von ber Lanbesoersiche- rungsanftalt Hessen eingerichteten Beratungsstelle für Geschlechtskranke in ber Universitäts-Hautklinik zu Gießen, Klinikstraße 40, werben Ratsuchenbe kostenlos unb streng vertraulich ärztlich untersucht unb beraten. Gegebenenfalls wirb kostenfreie Be- hanblung vermittelt. Sprechstunden: Jeden Werk­tag vormittags von 10 bis 12 Uhr unb Dienstags unb Freitags nachmittags von 45 Uhr.

" Neue Fünfmark stücke. Nach ber jüngsten Münzstatistik sind im Oktober erstmals neue Fünfmarkstücke geprägt worden, und zwar in Höhe von 484 380 Reichsmark. Es handelt sich dabei offenbar um die sogenannten ..Rhein­landdenkmünzen". An sonstigem Hartgeld wur­den im Oktober geprägt für 3.35 Millionen Einmarkstücke, für 5.9 Millionen Zweimarkstücke, für 8,32 Millionen Dreimarkstücke sowie rund 65 000 Mk. in Pfennigmünzen. 3m ganzen sind damit jetzt 412 Millionen Reichsmark Silbergeld und 188 Millionen Dronzemünzen im Umlauf.

** Gegen die Verunreinigung der Straßen durch Füttern von Zug­tieren. Das Polizeiamt teilt mit: Nach dem hier bestehenden und noch gültigen Lokalregle­ment vom 1. Dezember 1879, die Reinhaltung und Wegsamkeit der Straßen und Plätze in dev Provinzialhauptftadt Gießen betreffend, ist das Verunreinigen ber Straßen und öffentlichen Plätze durch Füttern von Zugtieren verboten. 3n ver­letzten Zeit haben wir die Beobachtung gemacht, daß das Füttern der Zugtiere mit Heu auf den Straßen und öffentlichen Plätzen der Stadt und daS damit verbundene Verunreinigen derselben in einer Weise, die als äußerst mihständig zu bezeichnen ist, vorgenommen wird. Pflicht eines jeden Fuhrunternehmers, der die Fütterung feiner Pferde auf Straßen und öffentlichen Plätzen notgedrungen vornimmt, ist es. die durch die Fütterung verunreinigte Stelle der Straße 'ober des Platzes wieder so herzurichten, daß von einer Verunreinigung nicht mehr gesprochen werden kann. Die Polizeibeamten sind angewiesen, gegen alle Fuhrunternehmer und Pferdehalter, Die gegen diese die Sauberhaltung der Straßen und öffentlichen Plätze regelnde Pflicht verstoßen, unnachsichtlich einzuschreiten.

Wichtig für Pferbebesitzer. Am nächsten Freitag, vormittags 10 Uhr deginnenb, finbet in ber Zeughauskaserne (Bronbplatz) in Gießen eine Vorführung unb Lehrbehanb- lung schwieriger unb bösartiger Pferbe statt. Eine Anzahl solcher Tiere wirb vom Gießener Bataillon zu bieser Veranstaltung gestellt. An Hand ber Tiere soll gezeigt werben, wie man Untugenben ohne große Schwierigkeiten schnell unb sicher beseitigen kann. Die Veranstaltung wirb vom Lanbwirtschafts- kammerausschuß für Oberhessen gesörbert. Den in­teressierten Lanbwirten sei ber Besuch bieser Vor­führung empfohlen. Die Behanblung ber mitge­brachten Pferbe ist unentgeltlich. Näheres im An­zeigenteil.

D i e Vereinigung des ehe­maligen Landwehr-Znfanterie-Re- gim ents 116 für Gießen und Umgegend fei­erte am Samstagabend im Saalbau Sauer ihr 5. Stiftungsfest bei sehr guter Beteiligung und echt kameradschaftlichem Verlaus. Nach herzlichen Begrühungsworten seitens des Kameraden Dopf fand eine Ehrung für die gefallenen Helden statt, die Bühne zeigte einen Friedhof in den Argonnen. Die Musik spielte dazu die Weife:Ich hatt' einen Kameraden". Glück­wünsche der Gießener Regimentsvereine über­brachte Prof. Wenzel für die Arbeitsgemein­schaft der Gießener Regimentsvereine, Prof. Dr. Hehmann für die Offiziers-Vereinigung § I R. 116 und Kurt Mohr für den Verband der 116er-Vereine. Die Darbietungen auf der Bühne, besonders Matrosenreigen und ein Ein­akter, ernteten lebhaften Beifall.

8aIM betamte, ja populär» OperetteDer ftoeie Dauer" mit den Gästen des Frankfurter Operet­ten ensembles. Da diese Operettenaufführung Im Abonnement stattflndet, werden auswärtige Re­flektanten gut tun, sich beizeiten Plätze zu sichern. Ein Wagen der Straßenbahn steht ab 10,05 zur Fahrt nach dem Bahnhof bereit

Der Naturheilverein zeigt im An­zeigenteil unserer gestrigen Dummer einen Lehr­gang der Anw^ndungssormen des Naturheilver- fahrenS an, der heute, Dienstag, im Gewerbe- Hause, Kirchstraße, beginnt. Die Freunde einer natürlichen Lebens- und Heilweife haben dort Gelegenheit, einmal die rein praktische Dcikc der Naturheillehre kennen zu lernen.

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Bei der Abstimmung erhielten noch Stimmen:

Liste Eintracht: 589 Stimmen 0 Sitz (1922 : 0).

Mittelst andsvereiniflung: 1990

Stimmen 0 Sitz (1922 : 0).

Bürgerliche Partei: 1508 Stimmen = 0 Sih (1922: 0).

Gewählt sind:

Zentrumspartei: 1. Theodor Schröder, Friedberg, Rechtsanwalt, 2. Friedrich May, (Sie­ben, Fnbrikdirektor.

Sozialdemokratische Partei: 1. Anton Lux, Landtagsabgeordneter, Nieder-Flor- Itadt, 2. Dr. Albert Aaron. Rechtsanwalt, Gie­ren, 3. Bernhard Rechthien, Bürgermeister. Dil- Bit, 4. David Meinhardt, Mufiklehrer, Alsfeld, 5. Heinrich Kipper 8., Bürgermeister, Ober-See- men. 6. Heinrich Laudon, Dreher, Wieseck, 7. Qeorg Hildner, Beigeordneter. Büdingen, 6. Her­mann Wal?,, Bürgermeister, Lauterbach, 9. Fried­rich Wilhelm Wiesenbach, Bürgermeister. Büdes­heim, 10. Frau Christine Doll geb. Simon, Haus­frau, Gießen. 11. Karl Schott, Staatsförster, Schotten, 12. Otto Ottilie, Gewerkschaftsange- siellter, Gießen.

Deutsche Demokratische Partei: l Iustizrat Dr. h. c. Heinrich Reh, Rechtsan­walt und Notar, AlSseld, 2. Kommerzienrat Hein­rich Langsdorf, Friedberg.

Deutsche Dolkspartei: 1. Neuen- l '.gen, Ludwig, Präsident des Landgerichts der i.lvvinz Oberhessen in Gießen, 2. Christ, Hein- rch, Mühlenbefiher und Landwirt, Holzmühle bei Lollar.

Deutschnationale Volkspartei unb *'e f f. ßnnbbunb: Kreis Gießen: 1. Wilhelm Fenchel, Lanbwirt, Ober-Hörgern,2. Karl Schmahl, Ämtsgerichtsbirektor, Gießen, 3. Otto Schneiber I., tiaubtoirt, Utphe, 4. Karl Schwalb, Lanbwirt, Gr - ^useck, 5 Abolf 9loU, Fabrikant, Gießen, 6. Ernst 2i(freb Rompf, Lanbwirt, Lang-Göns. Kreis Slsfelb: Karl Hesse, Lanbwirt in Otterbach. Kreis Tübingen: Gustav Mogk I.,Lanbwirt in Grunb- Schwalheim, Karl Roemhelb, Geh. Justizrat, Ober- «ntsrichter i. R., Nibba. Kreis Friedberg: 1. K. Lreibcnbach, Lanbwirt in Dorheim, 2. Konrab PH. Biehl, Lanbwirt unb Bürgermeister in Hochweisel, Ä Franz Kisiel, Oberbabmeister, Beig. in Bad-Nou- btim. Kreis Lauterbach: Friebrich Jost, Bürger- Mister unb Landwirt in Bermutshain. Kreis schotten: Theobor Cellarius, Lanbwirt in Schotten, Iriebrich Wilhelm Stein, Landwirt in Stümper- I mrob.

Evangelische Volksgemeinschaft: Iheodor Völker, Bürgermeister in Lich.

Kommuni st ifche Partei: Jakob Schäfer, Schneiber in Bab-Nauheim.

Der Gießener Kreistag.

Zur Kreistaaswahl im Kreise (Sie­den waren stimmberechtigt 61751 Personen. E» würben 34 836 Stimmen abgegeben, bavon waren L472 ungültig, 33 064 gültig.

Die Stimmen verteilen sich wie folgt: Zen- tsum 612 (1922 : 664), Sozialbemokratische Partei 11411 (13 653), Deutsche Demokratische Partei 2456

Dixin