Ausgabe 
17.1.1925
 
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Die Raumfrage uni) damit Das schwerste Hindernis ist dadurch gelost, daß die Erweiterte Mädchenschule im Qtbbau begriffen ist, wodurch die nötiger Schulräume für die weiteren Klassen der Studienanstalt frei werden.

Zugleich wird die Errichtung von Studien­anstalten in Hessen ein allgemeines Bedürfnis durch den Abbau der staatlichen Lehrer innen- Seminare. Ader nicht nur die bisher darin vor- gebildeten BolkLschullchrerinnen sind in Zukunft für ihre Vorbildung auf die Studienanstalten und ihre 'Reifezeugnisse angewiesen, sondern dresc Reise fol: auch für die Turn-. Sing-. Zeichen- und Handarbeitslehrerinnen und ähnliche Berufe zur Bedingung gemacht werden, und auch bei der Bewerbung um priüatc Anstellungen wird dieses Zeugnis vielfach eine Rolle spielen. Die Gießener Familien werden also ihre Töchter, denen sic eine Berufsausbildung zu Teil werden lassen, drei Jahre länger zu Haus behalten können, trenn eine Studienanstalt am Ort errichtet wird.

Dabei hebt das .Universitätsstudium als Zweck des Reifezeugnisses durchaus in zweiter Linie. Für die Volkswohlfahrt ist zu wünschen, Dati nur soviel Mädchen zu Bcrufszwecken auf der Hniversilät studieren, als der Staat und die Volkswirtschaft studierte Frauen braucht, und nur solche, die starker Drang und ausgesprochene Befähigung auf diesen Weg treibt. Ebenso wich­tig ist es aber für das Vvlkswohl, das) möglichst viele Mädchen ftd) durch eine abgerundetere Bil­dung als bisher auf die besonderen Frauen­berufe oder auf die Anforderungen des häus­lichen Lebens vorbereiten. Die Studienanstalt ermöglicht es, die engere Berufswahl bis zum 19. Lebensjahr hmauszuschiebcil, während ohne Studienanstalt in Gießen nach den neuen Lehr­plänen die Entscheidung für das Hnipersitäts- studium einer Tochter schon im 10. Lcbensiahrc ihren Uebertritt in eine der Gießener höheren £ebranftalten für Knaben erfordern würde. Bei einer so verfrühten Entscheidung wären Rück­schläge und verlorene Jahre in vielen Fällen zu befürchten.

Studienanstalten bestehen in Hessen seit 1913 in Darmstadt und Main z, Ostern 1924 hat Offenbach mit der Errichtung begonnen und im Herbst 1924 Worms den Antrag darauf beim Landesamt gestellt. Starkenburg und Rhein­hessen werden also zu Ostern 1925 über je zwei Studienanstalten verfügen, und Oberhessen hat noch keine einzige. Xlnb dabei ist Gefahr im Ver­zug. Denn die Abschaffung der staatlichen Leh- ' erinnen-Seminare im Zusammenhang mit der Forderung des Reifezeugnisses für alle Lehrerin­nen- und andere Frauenberufe wird den Staat in wenigen Jahren dazu zwingen, die bestehenden Studienanstalten nach dem Vorgang der hö­heren Knabenschulen zu verstaatlichen. Dann aber Wird er sich wohl auf die bis dahrn auägcbautcn beschränken und die Provinzialhauptstadt Gießen tonnte das Rachsehen haben, wenn ihr inzwischen andere Städte Oberhessens zuvorkämen.

Als das Problem des Ausbaus unserer Höheren Mädchenschule in früheren Jahren erör­tert wurde, machten sich manche Stimmen für eine Frauenschule neben einer Studienanstalt geltend. Dieser Gedanke ist jetzt bei den 'Behörden wie tn den Eltern Versammlungen aufgegeben worden. Eine Frauenschulc würde große Erweiterungs­bauten, kostspielige Einrichtungen und Malena- lien erfordern. Zudem besitzen wir eine solche schon in der trefflichen Aliceschule. Auch ist klar, daß der Lehrplan einer Studien anstatt, die ausdrücklich für Mädchen bestimmt wird, den An forderungeu der weiblichen Betätigung in Haus und Berus viel besser angepaht sein wird als der einer höheren Knabenschule. Daß nach wie Vvt die oberste Klasse der bisherigen Höheren Mädchenschule als Abschluß einer Mädchenbil­dung. als mittlere Reife in Geltung bleiben wird, ist^ebenso selbstverständlich.

5>ic- Höhere Mädchenschule wird zur Hälfte von der Stadt Gießen, zur Hälfte vom Staat unterhalten, und dementsprechend werden auch die Einnahmen an Schulgeld zwischen Staat und Stadt geteilt. Der Staat beteiligt sich in der gleichen Meise an den Studienanstalten der Pro» pinzialhauvtstädte Darmstadt und Mainz, so daß nach der Billigkeit dasselbe für die dritte Pro­vinzialhauptstadt zu erwarten ist. Da von feiten des Landesamts die grundsätzliche Zustimmung $ur Errichtung einer Studienanstalt gesichert ist, 1d wäre nur noch die Ausbringung der Kosten zwischen Staat und Stadt zu regeln, die sich wie oben erwähnt, auf die Bezahlung der er- sorderlichrn Lehrkräfte beschränken. Ihre Schät­zung ist auf Grund der dem Elternausschuß «ur Verfügung gestellten Unterlagen nur in Grenzwerten möglich, da sie von dem jeweiligen 'Dienstalter der Lehrer abhängig ist. ES ergeben sich darnach an Ausgaben rund 7000 bis 10000 Mk. im ersten Jahr (Ha), rund 12 000 bis 16000 im zweiten Jahr (Ha 4- Ib), rund 20000 bis 25 000 Mk. vom dritten Jahr ab (Ha-t-lb-j-Ia).

Davon sind abzurechnen die Einnahmen an Schulgeld, die nach den geltenden Sätzen bei sehr niedrig angenommenen Besuchszlfsern ge­schäht sind auf 15 Schülerinnen (Ha) im ersten Jahr -- rund 2700 Mk.. 3335 Schülerinnen ,(Ha-Mb) im zweiten Jahr rund 6300 Mk., 5153 Schülerinnen (Ha-i-Ib-^) vom dritten 'Jahr ab rund 9300 Mk.

Dadurch vermindern sich die Kosten auf rund 4500 bis 7500 Mk im ersten Jahr (1925), rund 6000 bis 10 000 Mk im zweiten Jahr (1926), rund 1! 000 bis 16 000 Mk. vom dritten Jahr ab (1927 und folgende).

Menn der Staat die Hälfte der Kosten auch für diese drei Klassen übernimmt, so bleiben die Kosten im Iahreshaushalt der Stadt rund ,2250 bis 3750 für 1925. rund 3000 bis 5000 Mk. für 1926, rund 5500 bis 8000 Mk. für 1927 und folgende Jahre.

Tas sind Beträge, bei denen die Stadt sicher kein Risiko übernimmt. Jeder, der mit den Zahlen des städtischen Iah res Haus Halts und der Schuluvterhaltungskosten in ihm einiger­maßen vertraut ist, wird erstaunt sein, mit wie geringen Kosten hier ein großer Fortschritt er­zielt werden kann. Menn die Stadtverwaltung mit einigem Vertrauen der Entwicklung der Studien anstatt cnigegensieht, so darf sie die Ernnohmen steifend wesentlich höher einsehen und dadurch ötc Kosten auch dann niedriger,

wenn dcr Stacr, sich nicht peieutgtc, da dann die Stadt auch über die ganzen Einnahmen ver­fügen würde. Sobald die Studienanstalt er­richtet fein wird, dürfte sich ihre werbende Kraft auf weitere Kreise erweisen, fo daß man bald aus Klassen von 20- 30 Schülerinnen wird rechnen können. Denn wie schon bisher die Höhere Töchterschule nicht nur von Gießener Töchtern besucht wurde, sondern auch aus der obcrhessischen Umgebung, ja auch aus der Gegend von Wetzlar und weiter im Lahn- und Dilltal, fo wird dieser Besuch sich bei der Studienanstalt noch steigern, da Wetzlar zwar ein Lyzeum, aber kein der Studienanstalt entsprechendes Ober-* lyzeum besitzt. So kann die Stadtverwaltung auch im ungünstigsten Falle den Ausbau in Angriff nehmen tn dem Bewußtsein, aus eigener Kraft eine Einrichtung zu schaffen, die bem Wohl weiter Bevölkerungskreise dient.

Handelt cs sich doch- nicht etwa um eine Stcmdesfchnlc. sondern um eine Anstalt, die der ganzen Bürgerschaft zugute kommt. Der Eltern- ausschuß hat sich eine Statistik über die Be­rufsstände der Eltern der Schülerinnen der Höheren Mädchenschule aufstellen lassen. Diese ergibt, daß über 75 Prozent der Eltern den Berufen der mittleren und unteren Beamten, Landwirte. Handwerker. Angestellten und Ar­beiter angeboren. Diese Statistik wird in leben­diger Welle bestätigt durch die Folgen dos Ab­baus der Erweiterten Mädchenschule. Dieser hat nämlich in weit überwiegender Menge zum Heber» tritt nicht in die Volksschule, sondern in die Höhere Mädchenschule geführt. ES tritt darin der für die Zukunft unseres Volkes so hoff­nungsreiche Zug zutage, daß die Eltern darnach streben, ihren Kindern nach Möglichkeit und Be­fähigung eine Bildung zu verschaffen, die ihnen den Aufstieg frei macht.

Die Stadt Gießen wird echten Bürgersinn und vaterländischen Geist beweisen, wenn sie diesen Bestrebungen cntgegcntomml und über der drängenden Daunot der asten Schulen nicht den Ausbau dieser neuen versäumt, die bei ge­ringen Kosten große Werte zu schaffen berufen ist. Die Zeit drängt, denn der Anfang des ersten Schuljahrs für die Studienanstalt ist nicht mehr ferne. Die Elternschaft der Höheren Mäd­chenschule wird ihr für die Tat danken, und dieser Dank wird immer weitere Kreise um­fassen, je mehr sich ihr Segen für unsere weib­liche Jugend entfaltet.

Wirtschaft.

Börse und Geldmarkt,

Die Börse hat sich in bemerkenswerter Weise von den politischen Wolken, die seit Beginn des Jahres den deutschen Himmel verdüstern, frei- gemacht. Sie sagt sich nicht mit Unrecht, daß schließlich einmal auch die deutsche Regierungs­krise vorübergeheu muß und bleibt bezüglich der deutsch - französischen WirtschaftsverhaiMungen Lptimrstisch. Unterstützt wird sie hierbei aller­dings auch dadurch, daß das Ausland erneut in den schweren Eisen- und Kvhlenwerten zu Käufen übergegangen ist, und namentlich der Umstand, daß eS französische Wirtschaftskreise find, die als Käufer aufgetreten sein sollen, sprechen dafür, daß man auch auf der anderen Seite an eine schließliche Verständigung glaubt. Denn wie die Dinge liegen, ist es in erster Linse Frankreich, baS wwohl unter dem Scheitern der deutsch- französischen Handelsvertragsverhandlun­gen, wie auch der privaten Wirtschaftsverhand­lungen leiden würde. Cs entspricht durchaus der deutschen Kapitalverfassung, daß die aufstrebende Linie an der Börse immer wieder leichte Unter­brechungen erfährt, well der Kapitalmangel so­wohl die Spekulation, wie auch das Publikum zwingt, seine Gewinne häufig sicherzusteuen. Die in der vorigen Woche ausgesprochene Vermutung, daß dem amerikanischen Kredit für Krupp bald andere folgen würden, ist mittlerweile bereits zur Tatsache geworden. Auf Krupp folgte Thyssen, auf diesen Spaniel; jetzt schweben Ver­handlungen mit Siemens, überdies sind die Ver­handlungen in der Kaliindustrie bekannt. Da es sich durchweg um langfristige Anleihen ban­delt, kann man diese Transaktionen nur außer­ordentlich begrüßen, sowohl im Interesse der Befruchtung des deutschen Wirtschaftslebens, wie auch im Interesse unserer Währung und des Ausgleichs unserer Handelsbilanz. Diese Anlei­hen in Verbindung mit den seinerzeitigen Aus­führungen von Dr. Schacht über die Devisen­bestände der Reichsbank dürften die Befürch­tungen, die an die vielen kurzfristigen auslän­dischen Anleihen geknüpft worden sind, zu schän­den machen.

Angesichts unserer chronischen Kapitalsarmut ist es als eine Anomalie anzusehen, daß der deutsche Geldmarkt von einer nahezu übergroßen Flüssigkeit ist. Diese Flüssigkeit führt zu recht ungesunden Verhältnissen. Die Banken können ihre täglichen Gelder nur mit Berlust unter» bringen, und dieser Verluft hindert sie baran, tm Konto-Korrentverkehr ihre Zinssätze herab­zusetzen, denn sie suchen hier einen Ausgleich für die Berluste. Es kann aber auf die Dauer un­möglich eine Marge von etwa 10 Prozent zwi­schen Soll- und Habenzinsen aufrecht erhalten werden. Die Reichsbank scheint zwar ernstlich mit dem Gedanken an eine Diskontermäßigung umzugeheu. Diese hat aber, solange die Reichs- bank gleichzeitig ihre Kreditrestriktionen auf­recht erhält, nur einen problematischen Wert. Diese Kreditrestriktionen sind es auch, die sowohl der Derbreiternng des Warenwechselumlaufs, wie auch der gesunden Bildung eines Privatdiskonts im Wege stehen.

6 Lebhafte rKaliabsayirn Januar. In den ersten 10 Tagen des laufenden Monats belief sich der Llbsatz an Reinkali auf rund 360 000 Doppelzentner, so daß die Schätzung des Absatzes für den ganzen Monat laut Vossischer Zeitung vom Kalisyndilat inzwischen auf V\ Mill. Doppelzentner erhöht worden ist. In den ersten 14 Tagen sind Aufträge in Höhe von 870 000 Doppelzentner an die Syndikats Mitglieder ausgegeben worden.

M Aufsichtsratsverändcrung beim Steinkohlenbergwerk Becker 21.-0».

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Der nächsten a. o. H. V. des Steinkohlenbergwerkes A.-G. Becker wird eine vollständige Neubesetzung des Aufsichtsrates vorgeschlagen werden. Es sollen sowohl die Vertreter oev schweizerischen Interefsett, wie auch die Angehörigen der Familie Decker ihre Mandate niederlegen zu Gunsten neu zu wählender Persönlichkeiten aus dem Lothrin­gen-Konzern, in dessen Besitz bekanntlich die Mehrheit der Aktien des Steinkohlenbergwerkes Becker A.-G übergegangen ist.

" M o t v r e u f a b r i k Darmstadt 21. (8. In her GeneralvcrsanunLung ist die Papiermg.rk- bilanz genehmigt worden, wonach der Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen ift; eine Divi­dende kommt demnach nicht zur Verteilung. Der Antrag des Vorstandes und deS Aufsichtsrates über die Goldmartbilanz, wonach die Stamm­aktien im Rennbetrag von 140 Gm. und die Vor­zugsaktien im Qlenntielrag von 40 Gm. abgestem­pelt werden sollen, fand ebenfalls die Genehmi­gung. Die Verwaltung gibt bekannt, daß die Abteilungen voll beschäftigt sind und auch für die nächsteii Monate genügend Aufträge vor­liegen.

* Konkursnachricht. Heber das Ver­mögen de« Kaufmanns Max Kolb in Darm­stadt ist bas Konkursverfahren eröffnet worden. Forderungen sind bis zum 16. Februar beim Amtsgericht I in Darmstadt anzumelden.

DöNenkurfe.

Frankfurter Adendbörse.

Frankfurt a. M., 16. Jan. Die Tendenz ber Abendbörse neigte weiter zum Rach geben der Kurse, zumal auch das Ausland mit Ver-

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tanfgaufttägen beit Markt beernfLufote. Irmnev- hin zeigte die Haltung etwas mehr Widerstands­fähigkeit infofern, als die Einbußen hn großen ganzen kein größeres Ausmaß annahmen. Das Geschäft verlief bei größerer Lustlosigkeit und stark verminderter Umsahtätigkcit sehr ruhig. Deutsche Anleihen waren bei stillem Geschäft niedriger angeboten. Am Moiüanmarkt setzten sich die Rückgänge überwiegend fort. Am Markte der chemischen Papiere toar die Stimmung etwas freundlicher. die Kurse gehalten, zum 'Teil leicht gebelfert Das gleiche Bild wies der Elektro markt auf. Rur Schuckert gingen weiter mäßig zurück. Der Banlaitienmarkt hatte ruhiges Geschäft bei uneinheitlicher Haltung. Ausländische Renten vernachlässigt Die Börse schloß ruhig in unein­heitlicher Haltung. Deutsch? Anleihen: bproz. Aeichsanleihe 0.935 bis 0,925, Zproz. Preußische Konsols 1.35, 1' -proz. Schatzanweisungen (Agio) 0.74. bto. von 1924 0,69, Zl -.proz. Bayern 1,6. i Ausländische Renten: Zollllirken 10,50. 'Bank­aktien: Bayerische Hypotheken- und Wechselbanl 3.90. Kommerzbank 7, Darmstädter Baill 14,79, Deutsche Banl 13, Diäkontogesellschaft 19, Dresdner Bank 9,4. Metcrllbank 19,5, Mittel­deutsche Kreditbanl 2, Reichsbaick' ?3,-'Rhelnifche Kreditbank 3.60. Ocfterrctd)if<bc Kreditakticn 11, 70,75, Mansfelder 5,12, Garn 13.40. Phönix 20.50, Harpencr 139. Öllannesmann 70L0 bis Wiener Bankverein Z.. Montanaktien: Buderus 60J25 bis 60. Rheinische Braunkohlen 49^725 bis 49.37, Rheinstahl 56,75. StinneS-Riebect 51,50, Kali Westeregeln 21,25. Ehemische Aktien: Ba­dische Anilin 32,75. Chemische GrieshÄm 2b, scheideanstail 26, Th. Goldschmidt 26, Höchster Farben 27,12, Holzverkohlung 10,50, RütgerS- werke 22. Clektroaltien: AEG. 12.70. Licht und Kraft 8.60. Felten 38,25, Schuckert 72,37. Sonstige > Inbustrieattien: Kleyer 3.80. Aschaffenburger. Zellstoff A4.75 dis 34.50, Zement Heidelberg, 10250. Daimler 5,40, Dyckerhofs und Widmam^ 5.10, Holzmann 6.30. Inag 2,30, Gebe. Iunghans 13,20, Hirsch Kupfer 23,25. Metallgesellschaft 17,62 bis 17,50, Aheliimetall 12.X>, Heilbroim- - zucker 4,35.

Berliner Börse.

^Eigener Drahtbericht desGießener Anzetgers".) Berlin, 16. 3an. Die gestrige Abschwä­chung an der Börse nahm heute ihren Fort­gang. Bon dem Zustandekommen des Kabinetts Luther wird an der Börse angenommen, daß das Ausland große Absagen vornehmen toirb,' weiterhin aber weist man der sozialdemokra­tischen Opposition dem neuen Kabinett gegen über eine ernste Bedeutung zu. Die Börsen- Tendenz bewegte sich im allgemeinen nach unten , was besonders klar nm 'Montanaktien^ markt in Erscheinung trat. So verloren Har«, pener gegenüber dem gestrigen Schluhkurs V/> Prozent. Deutsch-Luremburg und Mannesmann, die nach dem Hmstellungsvcrhältnis bereits übev pari stehen, verloren etwa 1> . Prozent. Der. Markt der Oprit-Aktien hielt sich auf dem gc ftrigen Stande. Am Markt der heimischeiH Renten zeigte sich etwas Interesse, doch wa­ren die Kurse durchweg abgeschwächt Der Geldmarkt lag ziemlich unveränbrrl. Tages-' gelb ist mit 8 bis 12 Prozent angeboten. Mo-^ natsgeld notierte 912 Prozent. Privat-Dis- kont 8 Prozent. Die Lage am D e v i s e n ma r ft ist ausgeglichen. Das englische Pfund liegt fest,

Frsrrkfurter GekrskSebörfe.

Frankfurt a. M., 16. Jan. (Gig. Drahts bericht desGießener Anzeigers". ' Es wurden notiert. Weizen, Wetterauer 21,50 bis 24,75, Roggen, inländischer 22 bis 24.25, Sommergerste für Brauzwecke 25,50 bis 33, Hafer, inländischer 18 bis 22,50. Mais (gelb) 22 bis 23,25, Weizen-- mehl, inländisches (Spezial 0) 40 bis 42. Roggen­mehl 35 bis 38,50, Weizenkleie 14,40 bis 14,60» Rrggenkleie 14 bis 14,25 Mk. Tendenz: stetig.

Berliner Produktenbörse.

Berlin. 16. Jan. Die am gestrigen Pro» buitenmarft schon hervorgetretene Tendenz einer Lösung von Amerika durch Bewahrung der Festigkeit bei Ermattung der amerikanischen Preise wurde heute deutlicher. Die inländischen Produzenten übten Zurückhaltung, obwohl man noch reichliche Vorräte in ihren Händen ver» mutet. Der Terminrncuckt lag 2 bis 3 Marü über gestern. Es notierten: Weizen, märt'. 251 bis 257. bto. März 277 bis 276, dto. Mai 286 bis 287. Roggen, märl. 241 bis 247, dto. März 269 bis 270. dto. Mai 277 bis 278, Gerste, mark. 295 bis 310, dto. neue 215 bis 240, Hafer, mätf, 190 bis 200, dto. pomm. ISO bis 189, dto. Mai 222 bis 223, Mais (La Plata) 227 bis 230, dto. Mai 218, Ravs 405, Leinsaat 410 bis 420; per 100 Kilo: Weizenmehl 33,75 bis 36,25, Rog­genmehl 33,50 bis 36, Weizenkleie 16,20. Rog­genkleie 16 bis 16,25, Viktoriaerbsen 30 bis 35, kleine Erbsen 20 bis 23, Futtererbsen 19 bis 20, Peluschken 17 bis 17,50, Ackerbohnen 18 bis 20, Wicken 16 bis 18, Lupinen blau 12 vis 13, gelb 16 bis 16,50, Seradelle, neu 16 bis 18, Raps­kuchen 18.50 bis 18,75, Leinkuchen 26, Trocken» schnitzel 9,60 bis 9,80, Torsmelasse 9,60 bis 10, Kartoffelflvücn 19,80 bis 20,30.

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