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Gießener Brauhaus-1 o61■ BOCK ist -m Ausschank!
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6.2 J.03
iannt würben. Gin aefelfigt-: inte am Arn- noch die gemein wohtzelungenes W. bas ulttbaif) bei bet 50. Wtrlrtr ges feiern tonnte und das len, eine bleibende Gtinnening
Antwort des OberhefsisHea Museums.
Auf das Gingefanbt im „Gießener Anzeiger" Ar. 290 erwidert die Leitung des Oberhessischen Museums, daß bei dem unerwartet schweren Wettersturz ein Offenhaltcn des Museums unmöglich war. Denn, weg n der Bauart des Alten Schlosses ist eine Heizung der Räume vollkommen ausgeschlossen, und es bedeutet einen Frevel an der Gesundheit nicht nir der aufsicht- führenden Person n, sondern auch der Besucher, ihnen den Aufcn halt in solchen Zimmern bei einer derartigen Temperatur zuzumuten.. Daher sind die Gießener Museen seit ihrer Gründung, wie allgemein bekannt, beim Eintritt kalten Wetters geschlossen. An dem fraglichen Sonntag waren zudem die Aussichtsührenden nicht erschienen. so daß auch aus diesem Grunde eine Oeffnung des Museums nicht möglich war: das war auch eine weiter: Ursache dafür, daß die Schließung vorher nicht belai.ntgegeben werden konnte.
8.5
42
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung.
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Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik
stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem
63.5*
39* 02 2-5* b9.75* 109.75* I 99 101 25
28 25 40* 64 62* 52.25*
* Die Stoewer-Werke unter Geschäftsaufsicht. Die Steewer-Werke 21.-3., vormals Gebr. Stoewer (Auto-Stoewer) in Stettin, haben gestern Geschäftsaufsicht beantragt. Der Status des Unternehmens ist jedoch, wie die Firma mitteilt, durchaus aktiv. Die genannte Maßnahme ist durch die allgemeine wirtschaftliche Lage notwendig geworden, die die Beschaffung des notwendigen Betriebskapitals erschwert, während andererseits die Außenstände des Werkes nicht einzutreiben sind.
• Sie Entschädigung amerikanischer Besitzer deutscher Dorkriegsanleihen. Wie dem DHD. aus Reuhork gemeldet wird, traf der Oberste Gerichtshof die Entscheidung, daß die amerikanischen Besitzer deutscher Dorkriegsanleipen unadhäng g von deutschen Aufwertungsgesetzen aus der beschlagnahmten, unter der Verwaltung des Verwalters fremden Eigentums befindlichen deutschen Eigentumsmasse entschädigt werden müssen.
138.7* 96.75' il.W 6*
108.P
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89.75*
6,25
V v3
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London. - Vieunor! .
Paris. . . Schweiz . Sva iuz - Japan . . . •Kiobe Jan Wien In D.- CtQ. abgeft Prag . . . Belgrad . . Budapest. Bul arten V'fiabon Danüa. . Konst ntin.
Biden Canada. .
Urugnah
ibenburg.
t. 15. Dez. Zu dm önberg bei Iensheim (w: einet 2lutoi eMblerte) ii 14 Personen Sranb 8er 15 Iahte alte Soh. Tatenbotb ist seinen 03 er ■ icn. Tn anderer Jung: iitzi verloren. Mchrm noch in Leb.'nsgeflihr.
-Gerau, 15. Sy. 3n kr romstadt bei Aus- das Mit eines mächtigen Tieres mit einem 1,85 Meter Sängt gefuno.-n z Damstädter Mstmi M' Tier vor ungefähr lM t haben dürste. Ter mftaöler Museum über-
Gsrichtssaal.
Der Düchelberg-Prszetz.
WSA. Aschaffenburg, 15. Dez. Unter ungeheurem Andrang des Publikums hat heute vormittag der sogenannte Büchel bergpro- zeß begorrnan. Cs handelt sich um die vor 22 Fahren unter besonders grausamen Umständen erfolgte Ermordung der damals 24jährigen Telephonistin Josephine Haas aus Bamberg. Die Haas wurde damals, am 2D. 3uli 1903 am hellen Aachmittag am Büchelberg, einem beliebten Ausflugsort der Aschaffenburger, ermordet und beraubt. Der Täter konnte in den verflossenen 22 Jahren nie erm ttelt werden, trotzdem sogar einige verdächtige Personen aus Amerika ausgel'.e'ert worden waren. Dor einigen Wochen ist nun der Metzger und jeh-ge Wirt Benno älmhöfer, geboren im Jahre 1867 unter dem dringenden Verdachte, diesen Mord begangen zu haben, verhaket worden, älmhöfer war übrigens bereits damals verdächtig gewesen und in Untersuchungshaft genommen worden, mußte aber wegen Mangel an Beweisen wieder frei- gealssen werden. Die AnNage wird vertreten durch den ersten Staatsanwalt Dr. Güllich. Verteidiger ist Rechtsanwalt Dr. Schwarzbauer- Aschasfenburg. Es sind etwa 50 Zeugen und mehrere Sachverständige geladen. Den Vorsitz führt Landgerichtsdirektor Dr. Seidel. Der Beklagte leugnet die Tat bis jetzt noch entschieden, trotzdem die Indizien ihn sehr schwer belasten. Man rechnet mit einer Prozehdauer bis zu vier Tagen.
nutzen.
eis Wetzlar.
\ « H-z Dei vno
kohlenbriketts. Außerdem wurden in Hessen erzeugt eine Anzahl To. Steinpreßkohlcn.
Unter Berücksichtigung der aus Vormonaten übernommenen Bestän:e sowie des Absatzes und Selbstverbrauchs verblieben am Monatsschluß absatzfähig 10 944 To. Rohkohlen, 120 To. Vri- letts. 1274 To. Raßvrrbsteine. zusammen 12 333 To. Draunlohlen und Braunlohlenprodu le im Gesamtwerte von 55 860 Rmk.
Dörsenkurle.
Schöffengericht Gießen.
* Gießen, 14. Dez. Der wiederholt wegen Diebstahls vorbestrafte 'Arbeiter Heinrich W. von Bochum und der Taglöhner Willy M. von Lochum hatten im Juli d. I. eine Zeitlang bei einem begüterten Landwirt in Bruchenbrücken gearbeitet. Die während dieser Zeit über die einzelnen Räumlichkeiten und Gewohnheiten der Familie des Land wirts gesammelten Erfahrungen hatten sich die beiden Angeklagten in reichem Maße zunutze gemacht, als sie am 29. September d. I. dort einen Einbruchsdiebstahl begingen, wobei ihnen Gold- und Silbcrsachen im Werte von etwa 6U0 Mark, bares Geld im Betrage von etwa 150 Mk., sowie zwei Revolver in die Hände fielen. Im Dunkel der Nacht waren sie am Abend vorher durch ein Kellerloch eingestiegen, hatten sich von dort in die Scheune begeben, wo sie die Nacht zubrachten, und warteten dann am anderen Tage dort zur Ausführung des Diebstahls die Zeit nach dem Mittagessen ab, zu der sie, wie sonst üblich, alle Hausbewohner auf dem Felde glaubten. Entgegen ihrer Bermutung war aber gerade an diesem Tage die Ehefrau zu Hause geblieben. Durch Gepolter auf dem Speicher aufmerksam gemacht, öffnete sie, um nachzusehen, die Spcichertür in der Bermutung, daß Kinder an den Aepfeln sich zu schaffen machen wurden. In diesem Augenblick packte sie aber schon der Angeklagte M. am rechten Arm, hielt ihr einen Revolver vor die Brust und drückte ab, es ging infolge eines glücklichen Zufalls der Schuß nicht los. Die Angeklagten ergriffen bann die Flucht und schossen auch hier nochmals auf die sie verfolgenden jungen Leute des Dorfes, wobei sie aber auch hier zum Glück ihr Ziel verfehlten. Wegen räuberischen Diebstahls mußten sich daher heute die Angeklagten verantworten. Das Gericht hielt sie im Sinne der Anklage sür über führt. Mit Rücksicht auf ihr gemeingefährliches Verhalten wurde der Angeklagte W. zu zwei Iah re n sechs Monaten Zuchthaus und der Angeklagte M. zu zwei Jahren sechs M o - naten Gefängnis verurteilt. In Anbetracht der bewiesenen ehrlosen Gesinnung wurden beiden die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren aberkannt.
Der Grenadier Karl H. von Schlangenbad, ein Angehöriger des hiesigen Bataillons, hatte sich Mitte November d.J. von seiner Truppe eigenmächtig entfernt, da der Militärdienst ihm nicht mehr zusagte, er sich ungerecht behandelt fühlte und auf diese Weise glaubte, vom Militärdienst wieder freizukommen. In Anbetracht, daß H. einige Zeit später wieder freiwillig zur Truppe zurückkehrte, und auf Grund des Eraebnisses der Beweisaufnahme konnte sich das Gericht aber nickt davon überzeugen, daß H. seinerzeit sich eigenmächtig in der Absicht von seiner Truppe entfernt hatte, um sich seinen von ihm übernommenen Verpflichtungen zum Dienste dauernd zu entziehen, und verurteilte ihn daher lediglich wegen unerlaubter Entfernung zu vier Monaten Gefängnis.
Der wiederholt vorbestrafte Arbeiter Otto H. von Gießen war des Betrugs und der Urkundenfälschung angeklagt. Er mußte aber mangels Beweises freigesprochen werden, da der einzige Zeuge in dieser Sache, der auch die Anzeige erstattet hatte, als Schwager des Anaeklagten — im Gegensatz zu seinem bisherigen Verhalten — heute von der Befugnis dec Zeugnisverweigerung Gebrauch machte.
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Berliner HandelSaelellschast Commerz- und Prtvat-Bonk
Tarmst. und Nulionaldaak Deutsche Bank Deutsche VereinSdank ....
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Bochumer Saß .
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Phönir Bergbau ...... Rheimtahl ....... RiebcU Montan TelluS Bergbau
Hamburg Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd . . ,
Chcramische Werke tilbtn . . Zementwerk Heidelberg . . Plnlivv Hol,mann «nglo lLont -Guano Badische Anilin .......
Chemische Mauer Alavin . . Goidiamtdi .... GricS eimer Electron .... Höchster Farbwerke Holzverkohlung . . 9iülgerswerke ......... Scheidcanstalt .
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Mainlraftwerke Schmiert . . . Siemens 4 Halske .....
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Daimler Motoren Hebligenliaedr "■.eauin. . . .
Motorenwerke Mannheim
Frankfuner Armaturen . . Konservenfabrik Braun . . Metallgesell chaf« JrankfuN . Pc«. Union A -G. . . . .
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Hellstctt Balbbof . ■ . . . . Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Wagbäulel . . .
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in ure folgt)
< <S> Großrechtenbach. 15. Dez. Bei
feinem gestern hier ftattgefundcnrn Kessel- unb Waldtreiben auf Hasen und Füchse Wurden von 15 Schützen 55 H a s e n und 2 Füchse erlegt. Auf die beiden Füchie machte der Rentner Ortenbach Den Wetzlar eine ©Dublette. Die Jagd ist an den Fabrikanten Friedrich Hollmann zu Wetzlar verpachtet, der bisher so gut wie noch keine Hasen geschossen hatte.
Maingau.
0DSR. Frankfurt a. M.. 15. Dez. Am Sonntag hat hier die Grundsteinlegung der neuen F r i ede n s k i r ch e im westlichen Industrieviertel an der Frankenullee unter gro» 6er Beteiligung der Gemeindemitglieder, sowie in Gegenwart von Dertre.ern der kirchlichen und städtischen Behörden in feierlicher Weise ftait- gcfunden. .Das neue Gotteshaus, das nach einem Entwu.f des F.an.furter Archite trn Dlatt- ner erb.ul wird, dürfte In etwa l‘/2 Jahren s.itiggestcllt fein. — Der Stadtsekretär Paul Dresde aus Schwanheim hat beim Städtischen Jugendamt, wo er beschäftigt war, etwa 50 — 70 000 Mk. unterschlagen, die er mit Frauenzimmern und im Spiel verbrachte. Dresdr ist flüchtig.
Frankfurter Dorfe.
lEigener Drahtbericht des ..Gießener Anzeiger-".)
Frankfurt a.M., 16. Dez. Tendenz: Befestigt, später abgeschwächt. — Nach der gestrigen Abschwächung war die Börse heute etwas zuoersichtlicher gestimmt. Die Aktienmärkte eröffneten über- wiegend in befestigter Haltung bei nicht ganz einheitlicher Kur-gestaltung. Die Spekulation zeigte heute etwas mehr Kaufneiaung, wobei sich das Interesse besonders aus Schisfahrts > und Montan- a 11 i c n konzentrierte. Verstärkte Nachfrage bestand besonders für S ch i f f a h r t s a k t i e n, die erneut begünstigt waren durch eine Prefseausiaffung, wo- nach die Entschädigungen für die Schisfahrtsgesell- schäften sich günstiger gestalten würden, als man bisher annahm. Daraufhin konnten Hapag auf 91 und Nordd. Lloyd auf 93 anziehen. Auch für M o n t a n - werte stellte sich etwas Kauflust ein bei leicht gebesserten Kursen: doch lag der Markt nicht einheitlich. Die Aktien der Farbengruppe waren weiter gedrückt, die Rückgänge waren aber nur geringfügiger Art. An ilinwerte verloren etwa 1 Prozent, Höchster 0,5 Prozent. Geringes Interesse bestand für Elektrowerte, die Kurse waren gehalten. Bankaktien verkehrten ruhig in behaupteter Haltung. Discontogesellschaft gaben etwas nach. Autoaktien lagen behauptet, Zuckeraktien schwächten sich weiter ab. Am Kassamarkt der Jndustriepapiere konnten viele Wette nicht zur ersten Notiz gelangen, da Käufer kaum vorhanden waren. Deutsche Anleihen waren zunächst etwas lebhafter im Geschäft, die Kurse aber kaum verändert. Schutzgebietanleihe 4,6. Am Auslandtentenmarkt ist für Türkenwerte ein kleiner Tendenzumschwung zu verzeichnen dadurch, daß der Völkerbund in der Mossulfrage eine für die Türkei ungünstige Entscheidung gefällt hat. Die Türkenwerte blieben aber trotzdem ziem- lich widerstandsfähig, so daß nur kleinere Einbußen zu verzeichnen waren. Der Freiverkehr war fast ohne Geschäft. Benz 26, Brown Boveri 53, Entreprise 8, Growag 36, Krügershall 72, Ufa 51, Unterfranken 50,5 Prozent. Der weitere Verlauf war durch große Geschäftslosigkeit sehr beeinträchtigt, die Kurse schwächten sich mehr ober weniger ab. Am Geldmärkte ist eine leichte Entspannung eingetreten. Tagesgeld 9 Prozent, Monatsgeld 9,5 bis 11 Prozent, je nach Adresse. Bankdiskont 7 Prozent, Jndustrieakzepte 9 Prozent. Im Deoisenverkehr sind gegen gestern keine wesentlichen Veränderungen eingetreten. Paris lag gegen London mäßig erholt auf 134,50. London notierte gegen Kabel 4,847/s.
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".)
Berlin, 16. Dez. Die Börse begann allgemein in freundlicher S timmung. Anlaß hierzu war die im Laufe des Vorrnitbags- verkehrs eingetretene Besserung des französischen Franken, ter sich gegen London auf 131,50 erholte. Besonders Montan- aktien profitierten hiervon. Auch für Schiff- fahrts - und Freigabe werte bestand wieder günstigere Meinung, so daß dieser gestern etwas vernachlässigte Markt wieder in den Vordergrund trat. Die übrigen Aktienmärkte lagen nach wie vor darnieder. Die geschäftliche Stagnation führte gegen Schluß der ersten Dörsensttmde auch bei den anfangs freun^ich gelegenen Werten zu leichten Rückgängen. Am Geldmärkte ist der Medio-Termin vorübergegangen, ohne daß eine fühlbare Steigerung der Inanspruchnahme zu verzeichnen war. Tägliches Geld notierte 7 bis 9 Proz.. Monatsgeld 91/, bis 11 Prvz. Am Valutamarkt rahm die Besse ung des französischen Franken das Hauptinteresse in Anspruch. Die Abschlüsse sind im Vergleich zum Vortage lebhafter geworden. Die übrigen Werte waren nicht wesentlich verändert. Die Reichsmarkt notierte gegen Mittag in London 20,36, Amsterdam 59,25, Zürich 123,40.
Frankfurter Getreidebörse.
lEigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".)
Frankfurt a. M., 16. Dez. Es wurden notiert: We'zen, Wettcrauer 25, Roggen, inländ. 17,50 bis 18, Sommergerste für Drauzwecke 22,50 bis 25, Hafer, inländ. 18,75 bis 22, Mais, gelb 21 bis 21,50, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 41 bis 42,25, Roggenmehl 27.25 bis 27,75, Weizen- und Roggenkleie 11,25. Tendenz stetig.
Berliner Produktenbörse.
Die Tendenz im Berliner Produktenhandel bleibt für Brotgetreide allgemein ruhig. Die Kurse lagen gegenüber den letzten amtlichen Rotierungen schwächer, allerdings bedeuten die ersten amtlichen Festsetzungen nach der sehr starken Derflauung im gestrigen Spätverkehr eine leichte Erhöhung, und zwar wohl in Auswirkung der etwas freundlicheren Meldungen aus Liderpol. Am Lokomarkt trat größeres Angebot von schlesischem We'zen hervor, während Roggen ohne beträchtliche Offerten in den amtlichen Verkehr ging. Am Markt der Zeitgeschäfte eröffnete Weizen per lfd. Monat sowie per Mai je 2l/2 niedriger, März 3— Mk. unter letztem Kurs. Für Roggen stand der Dezembertermin unter verstärktem Druck. Der erste Kurs wurde 3.— Mk. niedriger, während März nur l1/, Prozent nachgab. Hafer überreichlich angeboten, Gerste gleichfalls in mittleren Qualitäten offeriert. Mehl ruhig. Die Absatzschwierigkeiten blieben nach wie vor bestehen. Futterartikel ohne nennenswette Bewegung. Es notierten pro 1000 Kg.: Weizen (märt) 245 —250, Weizen (Pommern) 248—253, Weizen (Dez.) 255, Weizen (März) 262,50—263, Weizen (Mai) 265.50—266,50, Roggen (märt) 143—150, Roggen (Pommern) 147—153, Roggen (Dez.) 161, Roggen (März) 176,50—177, Roggen (Mai) 185, Gerste (märt) 186—213, Futtergerste 154—166, Hafer (märt) 161—171 ;pro 100 Kg.: Weizenmehl 32,25—36. Roggenmey! 22—24,25, Weizenkleie 11,25—11,75, Roggenklcie 9,75 bis 10,20, Raps 360—365, Viktoria erb sen 26—32. Kleine Speiseerbsen 22—24, Futtererbsen 19,50 bis 20,50, Peluschken 17—18, Ackerbohnen 20—21, Wicken 21—23, Lupinen blau 11,75—12,25, dto. gelb 12—14,50, Rapscuchen 15—15,25, Leinkuchen 23,60—23,80. Trockensc^nihel 8,30—8,50, Torf- melaffe 7,70—7,80, Kattoffelflocken 14,50—15, Soya-Schrot 21,80—22.
Wirtschaft.
Die Zuspitzung
auf dem Ardeitsmürkt.
Die Verschlechterung auf dem Arbeitsmarkt macht in der letzten Zeit geradezu sprunghafte Fort- schritte. In einigen westfälischen Kreisen ist z. B. von einer Woche bis zur andern die Zahl der unterstützten Erwerbslosen um 35 bis 55 Proz. gestiegen. Dabei ist die Zahl der Arbeitslosen noch viel höher, als sie in der Statistik zum Ausdruck kommt, da durch die Einführung von Kurzarbeit unb Werksbeurlaubungen die tatsächliche Arbeitslosigkeit stark verschleiert wird, und da viele tatsächlich Erwerbslose in der Erwerbslosenstatistik nicht zum Ausdruck kommen. Auch in den Bezirken mit bisher günstigen Arbeltsmarttverhältnifsen wird eine starke Verschlechterung gemeldet, wie z. B. aus der Stadt Duisburg, die bis vor kurzem den sichersten Arbeitsmarkt im ganzen Ruhrgebiete hatte, jetzt aber 6000 Arbeitslose zählt. — Bezeichnend ist auch, daß in Dortmund sich die Zahl der Arbeitsuchenden jetzt auf 12900 beläuft, die Zahl der offenen Stellen dagegen nur auf 255. Die Kosten für die Erwerbslosenfürsorge steigen immer stärker; in der Rheinprovinz sind die Mittel der Provinzial- ausgleichskasie bereits erschöpft; in manchen befon» ders ungünstig liegenden Gemeinden können die Gelder für die Notstandsarbeiten kaum noch aufgebracht werden
Die Gründe für eine Verschärfung so starken Ausmaßes liegen verschieden. Rein äußerlich betrachtet, spielt natürlich eine Rolle die Einwirkung der Jahreszeit, die sich allerdings in diesem Jahr besonders stark äußert. Weiter ist wesentlich, daß Oie Unternehmungen, die bisher ihre Betriebe in der Hoffnung auf eine bessere Konjunktur durchgchalten haben, jetzt erkennen müssen, daß ihre Kreditmöglichkeiten erschöpft sind, und daß an eine Konjrmk- lurbcfferung in absehbarer Zeit überhaupt nicht zu denken ist. Auch die Rationalisierung her Betriebe, die an sich das Produkt einer gesunden Entwicklung ist, macht natürlich viele Arbeitskräfte (besonders m der Eisenindustrie und im Bergbau) frei. In diesen Momenten liegt aber nicht das Entscheidende; das Ausschlaggebende ist vielmehr die grundsätzliche Verschiebung innerhalb der Industrie. Diese zeigt sich ’ besonders im Ruhrbezirk, wo die Krise des Bergbaues auf weitgehende Veränderungen im Brennstoffverbrauch zurückzuführen ist. Zu bemerken jind diese Momente auch bei solchen Industrien, die in der Vorkriegszeit in der Hauptsache auf bestimmten Bedarf (z. B. Kriegs- bzw. spezieller Ausfuhrbedarf) eingestellt waren, und die sich jetzt vor einer völligen Veränderung ihrer Absatzmä-kte sehen. In der Eisenindustrie wirken sich besonders die frachtlichen Verschiebungen aus, die manchen kleinen Eisenwerken einfach die Absatzmöglichkeit rauben. Achnliches gilt für den Erzbergbau, wo (wie z. B. im Siegerland) die Grubenbetriebe (hauptsächlich wegen der hohen Frachten) nur ein Drittel ihrer früheren Belegschaft beschäftigen. Auch die eisenverarbeitende Industrie leidet unter diesen Verschiebungen, da viele Länder während der Kriegszeit sich eigene eisenverarbeitende Werke erbaut haben und nunmehr den deutschen Erzeugnissen ihren Markt versperren. Auf die Textilindustrie sei ebenfalls verwiesen, wo Veränderungen in der Geschmack-richtung manchen Zweigen des Tettilgewerbes restlos frühere Produktionsmöglichkeiten entzogen haben.
Schon diese Darstellung zeigt, daß grundsätzlich mit einer Besserung auf dem Arbeitsmarkt nicht zu recknen ist. Es ist sogar anzunchmen, daß die nächste Zeit eine weitere erhebliche Verschärfung bringt, da die Konjunkturentwicklung deutlich nach unten gerichtet ist Typisch für die kommende Zeit ist z. B., daß die Handelsfirmen die sonst vor Weihnachten zu beobachtende Nachfrage nach Ver- laufspersonaf überhaupt nicht aufweisen, daß im Gegenteil gerade aus dem Handel besonders zahlreiche Entlassungen gemeldet werden. Besonders .betroffen von der Arbeitslosigkeit sind die ungelernten Arbeiter In einer größeren westdeutschen Stadt waren Ende Oktober ungefähr 500 gelernte Arbeiter erwerbslos gegenüber 1100 ungelernten. Im Baugewerbe sind 35 Prozent mehr Bauhilfsarbeiter erwerbslos als gelernte Arbeiter. Es rächt sich jetzt schon die Kurzsichtigkeit der gleichmacherischen Lohnpolitik der Nachkriegszeit, die jeden Anreiz zum Erlernen eines Gewerbes restlos genommen hat.
Die KohlenprodukLLon in Hessen.
Die monatliche Statistik der Kohlenproduktion des Vollsstaates Hessen weist für den Monat November 1925 folgende Zahlen nach: An Rohbrannkohlen wurden gefördert 37 466 To., verkauft wurden taoon 5751 To.; der größte Teil der Rohkohle wurde weiter verarbeitet oder zur weiteren Verarbeitung bestimmt. Aus den verarbeiteten Rohkohlen wurden neben Schwelerci'-rodukten erzeugt: 920 To. Braun-
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Banknoten.
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Daiiiiche Noten ......
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Englisch, Noten........
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Holländische Noten ......
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Rumänische Roten ......
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Schwedische Noten......
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112.53
Schweizer Noten.......
80.70
80 90
Svanische Noten ......
59 07
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Tschechoslowakische Noten . .
12.-86
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Ungarische Noten . . .
5.83
5.87


