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Geburtstag). König Ricolo (Dedekind). DaS Apostelspiel (Tlar Mell). LLsar und Cleopatra (Shaw). Die blaue Stund« (gehl 3oftö). Dau- meister volneß (3b<tn). »in Spiel von Tod und Liebe (Romain RoNanb). Ueberfahrt (Sutton Dane, -- Das glü­hende Einmaleins (Philipp-). S a tun - t a I a iin der Bearbeitung von ßaudner oder Kornfeld, Ein Werk von Pirarrdello u. a. m.

Selbstverständlich ist, bah dabei wertvollen Neuheiten, die während der Spielzeit erscheinen, die g^ührende Aufmerksamkeit gewidmet wird. So ist ja unsere Bühne im vergangenen Dinier mit den Ausführungen vonKreidekreiS und ..Heilige Johanna" vielen größeren Theatern vorangegangen.

Bei späterer Gelegenheit soll auch auf das Personal und feine Ergänzung eingegangen werden

Pornotizcn.

lage-kalender für Mittwoch: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Sklaven der Liebe'.

Deutsche Dolkspartei. Man schreibt und Morgen. Donnerstag, hält die hiesige Orts­gruppe der Deutschen Dolkspartei im Gewerbe- s)auS ihre diesmonatliche Mitgliederversammlung ab. in der Prof. Rolofs - «Stehen über die deutsch-französischen Beziehungen in den letzten Jahrhunderten sprechen wird. Da dteS Thema gerade heute von allgemeinem Sntereflt ist. wer­den die Mitglieder gebeten, sich an der Verlamm- lung möglichst zahlreich zu beteiligen. (Siehe Anzeige).

* Kurzer 1 e i I ft r e i f ftädtifchcr Ar­beiter in Gießen. Die von dem Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter, Rhein-Main-Dczirk, und dem dtntralDerbanb der Arbeitnehmer öffent­licher Betriebe und Verwaltungen ausgehende Lohnbewegung der städtischen Arbeiter, die u. a. auch Gießen mit berührte, hat, nachdem ein Schiedsspruch von Arbeitgeber- und von Arbeit- nehmerfeite abgelehnt roorben war, gestern Streif- abflchten der stäbtifchen Arbeiterschaft gezeitigt, teilte früh sollte in allen in Betracht fommenben Stäbten ber Streit bet Gemeinbearbeiter beginnen. Ein Teil der Gaswerksarbeiter und der Arbeiter der Bauverwaltung unserer Stabt folgte bieser Parole, dagegen war im Elektrizitätswerk und im Schlacht- Hof alles an der Arbeitsstelle. Mittlerweile traf von granffnrl < i die Nachricht hier ein, daß es dort gestern nad > g zu einer Verständigung beider Parteien gekommen ist, worauf die Streikparole zurückgezogen wurde. Auch hier wurde alsbald nach dem Bekanntwerden dieser Sachlage Gegenordre gegeben, so daß von 1U Uhr ab alle Leute wieder in Tätigkeit waren. In F r a n k s u r t a. M. konnte die Arbeitsniederlegung noch rechtzeitig abgewendet werden.

0 Eine Krastpo ft Verbindung Feld- kracken Mucke beantragt. Wie wir hören, ist beim Reichspostminifterium die Einrich- lung einer Kraftpoft auf der Strecke Feldkrücken Mücke (Oberheffen) beantragt worden.

D i e Umlage der Landwirt- Ichaftskammer für 1 925. Die Lanbwtrt- schaftskammer erhebt zur Deckung ihrer Ausgaben eine Umlage in Höhe von 4,7 Pf. auf je 100 M. des der Umlage unterliegenden Vermögens. Die Umlage wird auf die Umlagepflichtigen nach dem Steuerwert des ihnen eigentümlich zustehenden Grundbesitzes (ohne Hofreite und Wald) und ihres Anlage- und Betriebskapitals ausgeschla- gen. wie er für die Gemeindesteuerveranlagung

Die Ernte im hohen Vogelsberg.

§ Am Samstag unternahmen di- Herren Oberlandwirtschaftsrat May. Dr Heilert vom LandwirifchastSamt Schotten. Dr. v. Hel­ms l t und Landtagsabg. Fenchel vorn Sauern- kund. Jinanzrat Dr. PI och vom Finanzamt Schotten und Direktor Dr. Hamann von der Landwirtfchaftskammer Sarmfiabt üne Rund­fahrt durch den oberen Vogelsberg, von Schotten über Ulrichstein nach Hartmanns- Hain. Sie konnten sich davon überzeugen, daß durch die lange Regenzeit das Getreide teilmelle nicht gemäht, zum anderen Teil nicht eingebracht werden konnte und darum noch auf den Feldern lag oder stand: Deizen. Gerste, Hafer haben in den tieferen Lagen stark durch Auswachsen ge­litten. in den höheren Lagen ist auch das Korn in Mitleidenschaft gezogen Dort ist also, nach der Mißernte des letzten wahres, wieder von einer Mißernte zu reden. Die betroffenen Landwirte geraten dadurch in äußerste Rot. weil sie durchweg vom vorigen Misterntejahr her mit Schulden belastet sind und natürlich Darauf gehofft hatten, durch ein besseres diesjähriges Ernteergebnis ihre Lasten abtragen zu können. Menschliche Voraussicht hat aber hier nicht recht behalten, und darum darf von den beteiligten Behörden erwartet werden, bah sie dieser Rotlage im hohen Vogelsberg Rechnung tragen und entsprechende Mahnahmen treffen

In welcher Richtung diese liegen müssen, bas war au» der BürgermeifterBersamm-

lung zu ersehen, die am Sonntagmittag 1 Uhr auf Dem f) o h e r o b 5 f o p f durch Bürgermeister Appel- Ulrichstein eröffnet wurde: Dcrtrctcn waren 33 Gemeinden, und zwar 30 des Kreises Schonen und 3 des Kreises Lauterbach, alio ift bas Gebiet, daß von ber Mißernte betroffen ift, recht beträchtlich. Die geschädigten Gemeinden wurden ge­nau feftgefteQt, auch die prozentuale Schädigung :n den einzelnen Gemeinden die naturgemäß oerfchie den ift, wurde eingehend behandelt An der Ber sammlung, die bis gegen 4 Uhr bauerte, nahm auch fircubircttor öebeimrat Doeckmann-Schotten teil. Der eine mit herzlichem Beifall aufgenommene, von wirklichem, marinem Berständnis Der Röte zeu­gende Ansprache hielt. Das Ergebnis ber Aerfamm- lung waren zwei Entschließungen, deren eine, be­treffend Steuerermäßigung und Steuer- ft u n b u n fl , von Dr. belfert vom Lanbwirt- Ichastsamt Schotten unb Bürgermeister Appel- Ulrichstein noch näher ausgcarbcUet wird: sie geht an das Lanbessinanzamt in Darmstabt. Die andere Enlfchließung, die ebenfalls an die zuständige Re­gierungsbehörde geht, beschäftigte sich mit der Rückzahlung der sog. Rotftandsfre- dite von 1 9 2 4; für sie ro^rbe eine Kommis- sion gewählt, bestehend aus ben* Herren: Lanbwirt Stein- stumvertenrod, Landwirt Cellarius- Schotten, Geschäftsführer des Bauernbundes v ch n ä g e l b e r g e r - Alsfeld. Lehrer Stein- mann fterchenhain unb Bürgermeister Appel- Ulricbftein.

rechtskräftig festgestellt wirb. Der Höchstwert eines Grundstückes, der für die Erhebung der Umlage in Frage kommen soll, darf 1 M. für das Quadratmeter nicht übersteigen. Berufung gegen die Veranlagung finden in derselben Deise. wie gegen die Veranlagung zur Gemeindesteuer statt.

Rentnerbund G letzen 3n der am Montag Im Saale deS Kath. Bereinshaufes ab­gehaltenen Mitgliederversammlung der Orts­gruppe Gießen des Deutschen Rentnerbundes sprach Dr. iur. Ruckeishausen über die wich­tigsten Bestimmungen des Aufwertungsgesehes. Angesichts der unser Wirtschaftsleben und be­sonder« die Lebensverhältnisse der Kleinrentner und Sparer tief berührenden Folgen der Geld­entwertung ift eine eingehende, allgemeinver­ständliche Behandlung der AufwertunqS- frage im Zusammenhang mit den neuen Auf- wertungSgesehen ganz besonders zu begrüßen. Dieser Ausgabe wurde der Vortragende in jeder Hinsicht gerecht, so auch in der Form seines Vor­trages, In der jede Kritik an der Arbeit des Gesetzgebers vermieden war. so daß strenge Sach­lichkeit den Redner leitete! Es galt in der Hauptsache, den Gläubigern wie den Schuldnern zu sagen, ob. wie und wann ausgeweclet werden kann, fowohl bei privaten, hypothekarischen, wie öffentlichen Ansprüchen. Der Vortragende be­handelte eingehend die in dem Bereich des Ge­setzes gezogenen Auswertungsodjekte in bezug auf die unter ihnen zu beobachtende Verfchieden- artigfeit, besonders auch nach der Seite hin. wo die DermögenSverhältnisse des Schuldners auf der einen Seite und diejenigen des Gläubigers aus der andern Seite zu erwägen sind, im wei­teren auch die Zeiten, bis zu denen Anträge auf Aufwertung gestellt werden müssen. Der Durchführung eines Gesetzes, wie das noch ohne Vorbild dastehende Aufwertungsgeseh. stehen na­türlich noch teilweise Schwierigkeiten entgegen.

die notwendigerweise zu Ergänzungen führen werden. Die Versammlung nahm die sachlichen Ausführungen des Redners mit verdientem Bei­fall auf, dem am Schlüsse der Vorsitzende des Rentnerbundes noch befonbereu Ausdruck gab.

* D i e Vorsührung von Hunden des Hess Polizei- und Schuhhundevereins 1914 am Sonntag im Philosophenwald zeigte Dres­suren in den verschiedensten Stufen nach der am 1. Juli in Kraft getretenen Prüfungsordnung für Polizei- und Schriyhunde. Eine ansehnliche Zu- schauermenge folgte den sehenswerten Uebungen. Die Leistungen und die Lust und Liebe, mit der alte und junge Führer und Führerinnen arbei­teten, waren beachtenswert, und man konnte die Schwierigkeiten erkennen, die mit einer solchen vielseitigen Ausbildung der Hunde verbunden sind. Die Vorführung kann als gelungen bezeich­net werden. Von elf vorgeführten Hunden wur­den von dem Preisrichter deS Hess. Landes­verbandes. Kaul- Arheilgen. 5 mitSehr gut", 2 mitGut" und 2 mitBefriedigend" ge­wertet. Die Besitzer und Führer dieser Hunde erhielten vom Verein und von Mitgliedern ge­stiftete schöne Preise.

Schöffengericht Gießen.

* Gießen, 14. Sept. Um sich einer be­freundeten Frau gefällig zu erweisen, stellte ihr der Stationsmeister K. G. in W. unter Miß­brauch seiner AmtSbesugnis eine gefälschte Fahr­karte nach Torgau aus Wegen Verbrechens im Amt erhielt er deshalb heute eine ZuchthauS- strase von einem Jahr und 150 Mk. Geldstrafe. In der gleichen verbrecherischen Weise hat er sich einer anderen Frau gefällig erwiesen, nachdem er abgebaut worden war: er mißbrauchte dabei das Vertrauen eines jüngeren Beamten, der ihm gestattete, im Stationsgebäude ein- und auszu­

geben. Da er hter nicht mehr Beamter war. konnten mildernde Umstände angenommen wer­den. Die Strafe von sechs Monaten Gefäng­nis wurde mit der anderen Strafe zu einer GefamtzuchthauSstrafe von einem Jahr zwei Monaten vereinigt. Die zwei anderen Angeklagten wurden freigesprvcheu. da ihre Behauptung sie hätten nicht gewußt. daß die Karten gelatscht seien, vielmehr angenom­men. G. habe den Brei- dafür selbst bezahlt, nicht widerlegt werden konnte.

Freigesprochen wurde ein der fahr­lässigen Tötung angeklagter Autoführer. Er hatte bei einer Probefahrt von dem eigentlichen Füh­rer die Lenkung übernommen. Dieser saß neben ihm unb veranlaßte ihn, in der Rahe von Lol­lar an einem Bahnübergang die Schnelligkeit der Fahrt ,u steigern und ein anderes Aut» zu überholen. Kurz vor dem Bahnübergang vlahte ein Reisen, auf den Schienen kam der Wagen inS Schleudern, fuhr rechts gegen einen Steinhaufen, bog scharf nach links ab und über- Idjlug sich. Der Autoführer wurde getötet. Durch die Beweisaufnahme konnte nicht festgestellt wer­den. daß der Beschuldigte übermäßig rasch ge­fahren war. auch ist es nicht ausgeschlossen, daß der Führer selbst im letzten Augenblick in die Steuerung gegriffen und so daS Unglück selbst herbeigeführt hat. Demgemäß erfolgte Frei- fprechunq mangels Beweises Wegen Fahrens ohne Führerschein erhielt der Angeklagte eine Geldstrafe von 13 0 M k.

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Der neue Stadtkiimmerer von Frankfurt a. M.

Frankfurt a. M.. 15. Sept. (WTB.) Die Stadtverordnetenverfammluug hat in ihrer heuti­gen Sitzung Bifgermeister A s ch , H ö ch st a. M., zum Stadtkämmerer gewählt. Für ihn stimmten Sozialdemokraten, Demokraten, Zentrum und Kommunisten. Der Gegenkandidat Dr. Lange erhielt die Stimmen der Rechtsparteien.

Transportarbeiterausftanb in Kassel.

Kassel. 15. Scpt (Wolfs.) Die TranS- portarbeiter sind in den AuSstand ge­treten. Sie erklärten, Rotstanbarbeiten, wie Güter- abfubr ufw., nicht übernehmen au wollen

Aus Veranlassung der ReichSbähndirektivtr wurde mit Genehmigung der Regierung die Technische R o t h i l s e bei der Speditions­firma Heiirrich Wenzel mit 12 Mann ein­gefetzt zwecks Entladung und Abtransport der Güter auf den Kasseler Bahichösen. Dieser Einsatz war erforderlich, um eine Verstopfung der Bahn- böse zu verhindern und Qebemsmittel vor dem Verderben zu bewahren. Weitere vom TranS- poitarbeiterflreit betroffene Firmen haben um Gestellung von Rothelfern gebeten doch unter­liegt die Cinsatznotwendigkeit noch dex Prüfung der Regierung.

geschäftliches.

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