Ausgabe 
16.7.1925
 
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3n bet Nach, vom 30. J Katletaller dahier ' Reichswchtlolbaien w Weren waren darüber lchswehrsoldaten. die sie meraden hielten, onge- tt|MnÖ ein Wortwechsel, 1 einem Zivilisten einen - chorauf Letzterer dem

so daß er zu Hoben der auf und wollte an r unb einer feiner Le. hn einschlugen. 5n bu> PollzeiwachlnMn, die drgrissen waren, hinzu auseinander zu dringen, rderle den Toldalen uir und xum Dorzeigen sei. lejer aber trotz wiederhol, lehnte. Auch ein hinwki» t auf bit Wache gehen ? beiben Polizeibeamien 'n Solbafen zwecks fftfti auf bie ÜBad/e mitzu« irderten, mit ihnen zu einen Beamten einen on dem Biirgecheia aus und dah seine Mütze zu mchte der Beamte seinen sohle den Soldaten am um sich, unb die beiden i bis dahin mehr passio sich dazwischen, um ihren unmehr blieb den Beam- als von ihren @ummi* idjen, zumal der feftge« n fein Seitengewehr ge> tmeister damit bedrohte, en ein, es gelang ihnen tziihalten, da die beiden immer wieder zu W t die drei Soldaten den nen Polizeibeamten der ar, um davon zu lausen.

konnten sie aber nicht ststellung ihrer Persona. n die Soldaten über bit

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Vertreter des

Darmstadt uni

Börsenkurse.

Berlin

Frankfurt a.M.

desGießener Anzeigers".)

(Eigener Drahtbcricht

100 g Butter 100 g Zucker 500 g Mehl 2 Eier

Wie billig sich die Törtchen stellen, kenn Jede Haus­frau selbst sehr leicht berechnen.

als Vorsitzender des Verbandes der Vereine.

Dazwischen erklangen immer wieder die Weisen der unermüdlichen Posaunenchöre, die es sich auch nicht nehmen ließen, nach Schluß noch einmal die festlich gestimmte Menge mit Musik zum Marktplatz in der Stadt zu geleiten, wo sich dann der Zug auflöste und alle zufrieden über das so schön und erhebend verlaufene Fest heim- würtS strebten.

ten Hauptes mitsang. Es sprachen noch der Hauptvorstandes, Pfarrer M a r x - io Pfarrer Dock- Obermockstadl

Französischer S t a a t s a u f t r ag für die Vulkan-Werke. Wie verlautet, hat die französische Regierung den Vulkanwerken

weiteren Angebot. Stabil lagen namentlich Vor» kriegsplandbririe. die Dotierungen lagen etwas über den Vorlagskurfen.

Wirtschaft.

Abbau in der rheinisch- westfälischen Eisenindustrie (Von unserem Essener Mitarbeiter.)

ouyörec mögen D^g.o. c.t i.i t. buicy»

brausten die Jtlänge der von Künstlerhand ge­spielten Orgel und die frisch gesungenen Choräle, sowie die beiden MassenchöreSrunn alles Heils, dich ehren wir" und das liebliche, jedes Herz erfreuende und vollendet zum Vortrag kommende geistliche VolksliedSchönster Herr Jesu" die weiten Hallen der Kirche, feierlich erklangen die vom Hochaltar gesprochenen Worte und Gebete und wechselten mit dem Gesang der Gemeinde ab. packend kam von der Kanzel die Festprcdigt von Psarrer R a u m a n n Schwickartshausen, der es verstand, auf Grund des ApvstelwortesDer Gerechte wird seines Glaubens leben" die ge­spannt lauschende Festgemeinde auf den Ton dankbarer Freude und heiligen Ernstes zu stim­men. Rach einer Koffcepause versammelten sich viele hunderte von Teilnehmern bei herrlichstem Welter auf dem Marktplatz am Kriegerdenkmal. Inzwischen war auch der Superintendent von Oberhessen. OberNrchenrat W a g n er . einge­troffen, von den Posaunenchören von Obermock­stadt und Glauberg mit Musik an der Bahn empfangen und auf den Festplah geleitet worden, wo sofort die Äachvcrsammlung durch Musik, einen prachtvollen Drgrüßungschor der Schul­kinder unter Leitung von Lehrer Roß und durch eine Ansprache des Ortsgeistlichen eröffnet wurde. Mafsenchöre und Cinzelchöre der Kirchenge^ang- vereine und des MännergefangvereinsFroh­sinn" wechselten nun in bunter Reihenfolge ab mit Ansprachen des Superintendenten und des Dekan-, und führten zum Höhepunkt der Ver­sammlung, der Festansprache von Hofprediger Widmann- Gedern überHeimat und Vater­land". Machtvoll brauste das Hoch auf Heimat und Vaterland über den Festplah und hallte wieder von den Vergen und wurde ausgenommen von dem Deutschlandlied, das die Menge entblöß-

Zutaten:

1 Tasse Milch

I Päckchen Dr. Oetker s BackpulverBackin

Saft u. Schale ein. Zitrone

Berlin, 15. Juli. Der Produktenmarkt hatw bei stillem Gefcl)äst nachgedende Preise. Die weitere gute Wetterlage läßt eine Beschleuni­gung der Ernte erwarten. Für Weizenmehl und Futtcrarlikel bestand geringes Interesse. Es tour» den notiert für 1000 Kilo- Weizen. Juli 263,50 bis 264, Roggen, märk. 223 bis 226. do. Juli 219,50 bis 219, Wintergerste 192 bis 197, Futter» gcrste 200 bis 215. Hafer, märk. 233 bis 243, do Juli 189 bis 189,75. Mais, loko Berlins 214 bis 215, Raps 340 bis 355; für 100 Kilo: Weizenmehl 33,50 bis 36. Roggcnmehl 30,75 bis 33. Weizenkleie 12.80, Roggenkleie 13,30 bl« 13,40, Diltoriaerbsen 29 bis 34, kleine Erbsen 25 bis 26,50. Futtererbsen 22 bis 26. Peluschken 23 bis 26,50. Ackerbohnen 24 bis 26. Wicken 26 bis 27*50, Lupinen, blau 12 biS 13, >

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Gemeinden.

Gottesdienst der isr. Religionsgesellschaft. Sabbatseierden 18.Juli 1925. Freitag abend 7.40, Samstag vorm. 800, Predigt, nachm. 4.30, Eabbat- auögang 9.25, WochengotteSdienst morgens 6.30, abends 7.00.

Es scheint so, als ob die Einschränkungen, die der Ruhrbergbau schon seit längerer Zeit durch- sührt, bald in größerem Umfange auch auf die Eisen­industrie übergreifen würden. Die schlechte Lage auf dem Welteisenmarkt ist bekannt. Sie hat dahin ge­führt, daß die deutsche Eisenausfuhr zur Zeit nur ein Viertel der Dorkriegsmenge beträgt, während die Einfuhr auf das Vierfache gestiegen ist. Für die Gedrücktheit der Preise ist bezeichnend, daß Schie­nen im Frieden 105 Mark je Tonne kosteten, wäh-

Zubereltungi Die Butter rührt man zur Sahne, fügt Zucker, EicelD, das Abgeriebene und den Saft einer Zi­trone, zuletzt das mit dem Backin gemischte und gesiebte Mehl und die Milch hinzu. Man verarbeitet alles zu einem festen Teig, rollt denselben dünn aus, sticht mit einem Weinglase dünne Scheiben aus. formt aus dem Rest des Teiges dünne Teigröllchen und legt diese als Rand auf die kleinen Tortenböden. Die Törtchen werden auf ein gefettetes Blech gesetzt und hellgelb gebacken. Die fertigen Törtchen belegt man mit gekochtem Obst, wie Stachelbeeren, Erdbeeren, Kirschen, Zwetachen usw. Den Obstsaft verdickt man mit Dr. Oetkers Oustln und fibt ihn noch warm Ober die Früchte. DieObet-Törtchen alten sich, in einer Blechdose aufbewahrt, llng. Zettfrtsch, man belegt sie jedoch erst am Tage desQeoranchs mit Obst. Verlangen Sie vollständige Rezeptbücher kostenlos in den Geschäften, oder, wenn vergriffen, umsonst u. portofrei von Dr. A. Oetker, Bielefeld.

Berliner Ter Je.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) Berlin, 15. Juli. Die gestern in zweiter

Lesung des Reichstages erfolgte Annahme des Aufwertungs-Gesetzentwurfes hatte zur Folge, daß unter der Hand in den zur Zett amtlich nicht notierten heimischen Staatsanlei­hen allgemeine D e r k a u f s n e l g u n g bestand, so daß die Kurse dieser Werte einen empfindlichen Druck erlitten. Kriegsanleihe, die man am Vortage nachbörslich mit 0,265 nannte, wurden bei Beginn des heutigen Verkehrs mit 0,227'/2 genannt. Auch 3,5prozentige Preußische Konsols gingen von 0,365 auf 0,300 zurück, Schutz­gebiet-Anleihen ermäßigten sich auf 4,92'/,. ob- wohl offiziell in heimischen Staatsanleihen zur Zeit kein Handel stattfindet, wirkte sich die Sttm- mung dieses Marktes auch auf die übrigen Märkte aus. Sämtliche noch gestern favorisierten Werte unterlagen daher Kursabschlägen, die am Montanmarkt besonders stark her­vortraten. Es verlauten hier Gerüchte von mög­licherweise bevorstehenden Arbeitsstreitigkeiten bei den westdeutschen Kohlenzechen, auch außen­politische Bedenken trugen zu der wenig freund- lichen Tendenz bei, ebenso der evtl, zu erwar­tende Streik bei den Berliner Gas- und Wasser­werken. Am Geldmarkt blieb der heutige Medio ohne Einfluß auf die Lage. Tägliches Geld war ausreichend vorhanden und mit 8,5 bis 9,5 Prozent zu erhalten. Rach Monatsgeld hat die Rachfrage etwas zugenommen, die Sätze lauten jedoch unverändert auf 10 bis 11,5 Proz. 3m Devisenverkehr traten keine wesent­lichen internationalen Kursveränderungen au. Etwas günstiger lag Italien zu dem leicht ge­besserten Kurs von 131,5 gegen London. Die Marl notierte in London 20,42, Paris 5,07, Amsterdam 59,39, Zürich 122,58/*. Rach Fest­setzung der ersten Kurse kam es allgemein zu

rend der Weltmarktpreis sich jetzt auf 110 Mk. be­läuft. Dazu kommt, daß im Inland« der Eisen­bedarf außerordentlich zurückgegangen ist. Es braucht nur daran erinnert zu werden, daß die Maschinen­fabriken, die Werften, die Brückenbauanstalten usw. nur zu einem geringfügigen Bruchteil ihrer Kapazi­tät beschäftigt sind, daß die Reichsbahn (diese allein beschäftigte früher große Werke beinahe bis tzur Hälfte ihrer Produktionsfähigkeit) kaum Aufträge erteilt, daß die Verdrängung der Eisenkonstruktion durch den Beton den Bedarf stark vermindert usw. Die deutsch-französischen Eisenverhandlungen ver­folgten das Ziel, die unhaltbaren Verhältnisse auf deut Weltmarkt wenigstens in etwa zu bereinigen. Hauptsächlich aus diesem Grunde hat Deutschland die Verpflichtung der Zulassung einer Menge an Eisen übernommen, die ungefähr das Vierfache der Einfuhr des 1. Halbjahres 1925 umfaßt. Wenngleich nicht zu verkennen ist, daß auch in normalen Zeiten große Mengen aus Luxemburg, Lothringen und dem Saarreoier nach Deutschland gekommen sind, so muß doch die aus dem Eisenoertrag sich ergebende starke Belastung des deutschen Eisenmarktes pessimistisch flimmen, falls der Vertrag zustande kommt, was bisher nicht der Fall war, da die Erfüllung verfchie- dsner Vorbedingungen noch ausstehl.

Zu diesen Produktions- und Absatzsorgen kommen noch sehr starke finanzielle Sorgen. Von den großen Konzernen der Ruhrinduftrio hat in dem am 30.6. abgelaufenen Geschäftsjahr kein einzige F Werk der­artige Ueberfchüsse erzielt, daß Beträge für um­fangreichere Abschreibungen ober gar für Dividen­den bereitgestellt werden könnten. Angesichts der auf der Industrie ruhenden Lasten ist dieses Ergebnis nicht zu verwundern. Bei einem großen Konzern betrug im letzten Friedensgeschäftsjahr die Summe der Sieuern 3,029 Millionen Mark, im letzten Ge-

Rundfunk-Programm

des Frankfurter Senders.

(Aus derRadio-Umschau".)

Freitag. 17. Juli:

12 Uhr: Nachrichtendienst. 3 Uhr: Wirtschafte Meldungen. 4 Uhr: Wetterbericht der Gießener Wei- lcrdienststelle. 4 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 4.20 Uhr: Nachrichtendienst. 4.306 Uhr: Hausfrauen- Nachmittag. Programm u. o. :lieber Märchen­erzählen und kindliche Stegreifsviele", Vortrag von Frl. Irma Drsodner. 6 Uhr Mirtschastsmeldungen. 66.30 Uhr: Die Lesestunde (Meisterwerke dec Weltliteratur): AusSoll und Haben" von Gustav Freytag (Fortsetzung). 6.306.45 Uhr: Juristen- fünf. 6.457 Uhr: Die Besprechung. 7 Uhr: Wirt- schastsmeldungen. 77.30 Uhr: Die Bücherstunde. 7.308 Uhr: Funkhochschule. Vortrag von Prof. Dr. Schultz:Richard Wagners Tristan- und Par- sival-Dichtung" 88.30 Uhr:Chile, das Land", Vortrag von Major a. D. Bansa. 8.30 Uhr: Dis Musik der Bar.

ur.tn jutiitua aui a.i 4/jd von 25 000 Tonnen für Bordeaux übertragen, der auf Reparations­konto verrechnet werden wird. 3m übrigen ist die Geschäftslage analog der Lage in der ge­samten Werstindustrie wenig befriedigend.

Konkurse und Geschäftsaufsich- ten in Bayern. 3m zweiten Quartal 1925 wurden in Bayern insgesamt 246 (1. Quartal 277) Anträge auf Eröffnung des Konkursver- sahrens und 107 (72) auf Anordnung der Ge­schäftsaussicht gestellt. Es wurden 188 (195) Kon­kurse eröffnet und in 83 (55) Fällen Geschäfts - aufsichl ungeordnet Konkurseröffnung mangels Masse wurde in 58 (82) und Geschäftsaufsicht in 24 (17) Fällen abgelehnt.

Frankfurter Abendbörse.

Frankfurt a. M.. 15. 3uli. Die Abend­börse verlief anregungslos und hatte weiter stilles Geschäft. Der Aktienmarkt, der zu wieder nachgebenden Kursen verkehrte, war vernach­lässigt. Etwas lebhaftere Umsatztätigkeit batte der Pfandbriefmarki, dessen Hauptwene zu höhe- ren Kursen umgingen. Auch für Kriegsanleihen zeigte sich bei leicht erholten Kursen etwas Kauf- neigung. Kriegsanleihen hörte man zu 0,242' ,. Die Abendbörse schloß lustlos mit Utigung zum Dachgeben. Deutsche Anleihen: Schutzgebiets- anlcihe 4,500. Bankaktien Berliner Handels­gesellschaft 120,50, Commerzbank 97,12, Darm­städter Bank 118, DiScontogesellschaft 107,50, Dresdner Bank 101.75, Mitteldeutsche Eredubanl 96, Rheinische Ereditbank 89,75, Oesterreickische Ereditaltien 8,30. Montanaktien: Mansfelder 63.25, Kali Aschersleben 122,50, Kali Wester- ege In 136,50. Chemische Aktien: Badische Ani­lin 126, Scheideanstalt 103,50, Elberfelder Far­ben 116, Th. Goldschmidt 81,50, Höchster Farben 116,25, Holzverkohlung 5,90. Industrieaktien: AEG. 100. Dyckerhofs 39. Gebr. Iunghaus 69.50, Reckarwerke Stammaktien 76, Thüringer Elektrizi­tät 72.

Das Gericht stellte fest, daß die Polizeideamten | sich in jeder Hinsicht sachgemäß und entaegenkom- inend benommen und erst dann zu ihrer Waffe ge­griffen haben, als sie von dem einen Soldaten wie­derholt tätlich angegriffen worden waren, daß die Soldaten sich dagegen schwere Ausschreitungen gegen die Polizeibeamten haben zu schulden kom- men lassen. Mit Rücksicht hierauf und weil sie das Ansehen der Reichswehr durch ihr Verhalten schwer geschädigt haben, wurden die Soldaten wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt bzw. wegen (jefangenenbefreiung zu Gefängnisstrafen I von je 1 Monat verurteilt.

Kirche und Schule.

Wichernheim.

Einern schon lange empfundenen Bedürfnis wurde dieser Tage durch die Eröffnung des Auf- I nähme- unb Deobachtunasheims bei der E r - zi e h u n g s a nsta l t ,21 um üb lc' in Wir- I Hausen bei Darmstadt abgeholfen. In der neuen Anstalt sollen der Fürsorgeerziehung überwiesene männliche Jugendliche untergebracht werden, die dort beobachtet werden, um über die beste Art ihrer späteren Erziehung ein Urteil zu gewinnen. DaS neue Heim, nach dem Vater der inneren MissionWiehern heim" genannt, ist also Mnc Erziehungsanstalt, sondern es ist als Durch- gangsstation gedacht, auf der entschieden wird, ob für einen jungen Menschen Anstalts- oder Familienerziehung das richtige ist. Als fach­männischer Berater siedelt der Gründer der evan­gelischen Delanatserziehungsvereine, Dekan Rös­chen- seither in Freienseen in die Anstalt über. Don hier aus leitet er auch den Verband für evangelische Fürsorgeerziehung, in dem die Dekanatserztehungsvereine und die evangelischen Erziehungsanstalten zusammengefaßt sind.

Die Einweihung des neuen Heims fand in Gegenwart einer großen Zahl von Gästen statt. Als Vertreter der Staatsregierung sprach Regie- iungsrat Dr. Krebs vom Ministerium des Innern Worte der Begründung und der Aner­kennung. Glückwünsche brachten dar die Kreis­ämter, für die Kreisdirektor Dr. Merck be­grüßte. Das Landeskirchenamt hatte Oberlirchen- rat Wagner als Mcberbringer feiner Glück­wünsche gesandt. Der Landesverein für Innere Mission war durch Geheimerat Theobald- Dannstadt vertreten. Das große Interesse der Rechtssprechung an dem Wichernheim bekundete Oberstaatsanwalt D a p p e r t - Darmstadt. Direk­tor Daffinger vertrat die Zentralstelle für I VoUSbildung und Jugendpflege unter der Zahl der Gratulanten, unter denen sich auch die städti­schen Jugendämter Darmstadt und Worms be­fanden. Alle Anwesenden konnten sich davon überzeugen, daß Anlage und Einrichtungen des neuen Heims mustergültig sind, so daß sie ein- stimmig waren in der Hoffnung, daß auch von dieser Stelle ein reicher Segen auSgehen werde für das Wohl unserer Jugend und damit für unser ganzes Volk.

Die S2. Jahresversammlung des hessischen Hauptvereins der (Suftav- Lldolf-Ltiftunq.

fand am 7. Juli im Anschluß an die Jubiläums­feier der Dreifaltigkeitskirche in Worms statt. Mit Rücksicht auf die Tagung des Gesamt­vereins in Gießen vom 20. September an sah man von der üblichen Ausgestaltung ab und be­gnügte sich mit je einer Sitzung deS Verwal­tungsrates und der Frauenvereine. Erstere wurde eröffnet und geleitet von dem Vorsitzenden, Frei­herrn Hehl zu Herrnsheim, nach dessen einleitender Ansprache der Superintendent der Provinz Rheinhessen. Oberkirchenrat Zentgraf, im Rainen der Kirchenregierung sprach. Professor D. Dr. Frick übermittelte die Grüße der Theolo­gischen Fakultät der Landesuniversität Gießen. Pfarrer Wagner- Bensheim erstattete den Jahresbericht, der von einem erfolgreichen Fort­gang der Arbeit zeugte. Die Rechnungen für 1922. 1923 und 1924 wurden geprüft und dem Rechner, Oberrechnungsrat Zulauf. Entlastung erteilt. In den Vorstand wurde neu gewählt Dekan Mahr- Eppelsheim. Sodann genehmigte der Verwaltungsrat den Unterstützungsplan, nach dem 39 000 Mk. verteilt werden konnten. Es erhielten: der Zentralvorstand in Leipzig 13 000 Mark, die Baugemeinde Ober-Mörlen 10 000Mk., die Baugemeinde Bürstadt 6000 Mk., die Ge­meinde Herbstein zur Erhaltung ihrer Schule 500 Mk., die hessischen Dammelgemeinden zu- | fammen 1500 Mk. die allgemeine Liebesgabe 1000 Mk., Gemeinden außerhalb Hessens 7000 Mk. Für 1926 wurde die Dauerlaubnis der Gemeinde Gau-Algesheim erteilt, der auch die Konfir- manbengabe des Jahres 1925/26 zugesprochen wurde. Als nächstjähriger Festort wurde Oppen­heim gewählt. Einen breiten Raum in den Ver­handlungen nahm ein die Aussprache über die Frage:Was muß zur Vorbereitung und Durch­führung der Gießener Tagung geschehen 7 3n der Sitzung der Frauenvereine wurde zu­nächst Bericht erstattet über die Tätigkeit der hessischen Gustav-Adolf-Frauenvereine inl92!/25, worauf Pfarrer Weiß- Bieber einen Vortrag hielt überGustav-Adolf-Arbeit vor Bestehen des Gustav-Adolf-Vereins". wg.

Kirchengesangvereinsfest in Ortenberg.

- - Ortenberg, 13. Juli. Ein in jeder Weise gelungenes K i r ch e n g e s a n g v e r e i n s- f e st fand gestern in unserer Gemeinde statt. Bereits zu früher Morgenstunde trafen die Vereine von Gedern und Wenings ein und wur­den am Bahnhof vom Vorstand empfangen, die Vereine von Büdingen, Glauberg. Obermockstadt und Wallernhausen folgten um 10 Ähr. Unter Borantritt der beiden Posaunenchöre marschierien die Vereine durch die mit reichem Fahnen-, Blumen- und Girlandenschmuck geschmückten Straßen nach der Kirche, wo sofort unter Leitung von Pfarrer Lic. Dr. Stumpf- Eschenrod die Hauptprobe begann, die dank der vorzüglichen Einübung der Chöre durch die Dirigenten rasch und glatt verlief. Während der Probe gaben die unermüdlichen Posaunenchöre, die ihre Dienste selbstlos zur Verfügung gestellt hatten, zwei Platz­konzerte. die dankbar ausgenommen wurden. In der Mittagspause waren die 300 auswärtigen Teilnehmer Gäste der Einwohner, die in der gastfreiesten Weise ihre Türen geöffnet hatten, ilm 1 ä2hr folgte der Höhepunkt des Tages, der feierliche F e st g o tte sdie n st in der altehr­würdigen upd wundervoll mit Edeltannen und Blumen geschmückten Kirche, die aber ihren schönsten Schmuck in einer andächtig den Dar­bietungen lauschenden Gemeinde fanb, die bis zu den Emporen die Kirche schmückte; wohl 800

Frankfurt a. M., 15. Juli. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 2424,50, Roggen, inländischer 19,5021,50. Hafer, inländischer 20 bi» 23, Mais (gelb) 2121,25, Weizenmebl. inlän­disches, Spezial 0 87,2538. Roggenmehl 3132, Weizenkleie 11,90---!2,25, Roggenkleie 12,5012,75. Tendenz: Fest.

schäftsjahr dagegen 11,466 Millionen Mark, trotz­dem ein Ueberschuß überhaupt nicht erzielt worden ist. Aus die Tonne Rohstahl berechnet, ist die steuer­liche Belastung auf das Fünffache gestiegen .Die sracht'.iche Belastung macht ungefähr 160 Prozent des Friedens aus. Der Gesamtlohnelat in der Eisen- indusirie ist um rund 50 Prozent höher als im Frie­den .bei einem großen Werk entspricht einer frühe­ren monatlichen Lohnhöhe von 800 000 Mark jetzt eine solche von 1,3 Millionen Mark. Früher kam auf den Arbeiter ein Gesamtaufwand an Löhnen, sozialen Beiträgen usw. von 135 Mark monatlich, jep' ein solcher von 186 Mark. Die soziale Be­lastung ist bei den Werken jetzt in der Regel etwa 2,5 mal höher als die Gejaintsteuerbelastung vor dem Kriege. Die sozialpolitische Gesetzgebung hat zur Folge gehabt, daß die Belegschaften allein aus die­sem Grunds um ungefähr 10 Prozent erhöht werden mußten. Die Verzinsung der Anleihen, die Belastung der Werke mit unproduktiven staatlichen Aufgaben usw. hat die allgemeinen Unkosten auf das Dop­pelte der Fricdenshöhe gebracht.

Diese doppelte Last der Produktions- und Fi­nanzsorgen ist nicht mehr länger tragbar, zumal in­folge der andauernden rückläufigen Preise das Der- hältnis zwischen Selbstkosten und Erlösen immer ungünstiger wird. Es wird deshalb wohl nichts an­deres übrig bleiben als die Produktion der ver­ringerten Aufnahmefähigkeit des Marktes anzupassen und alle finanziell unproduktiv arbeitenden Be­triebe abzustoßen, um die noch verbliebene Finanz- traft auf die rationellen Betriebe konzentrieren zu können. Es besteht Grund zu der Annahme, daß diese Einschränkungen schon bald vorgenommen werden.

jeiea te seine!

Dieser schöne Grundsatz kann mitunter am großen Familientisch nicht gut durchgeführt wer­den. Es ist daher sehr angenehm, wenn J>e Haus­frau von vornherein richtig einteilen kann. Mit

Oisst-Törtchen nach folgendem Oetker-Rezept können Sie dies le'cht erreichen:

___________Datum:

»I, Deutsche RetchSanIech« </« Deutsche RrttHantcibe I1///« Deutsche 9tfid)<an(«6t S°/, Deutsche Reichsaulelde . DeoNchr Lvarvramienanleld, 4*/0 Prcohisch« Äonfott 4* e Hessen '/./« Hesseo........

y/o Hetze»...........

Deonche Werth. Dollar-Ant.

bfo. Toll Cchay.2nwelsna-'>

»le Hontittten.........

6*/ SolbmerifonCT . . verltner Handelsgesellschaft. Lammerz- und Privat Bant Dann ft. >md Ölaitonalbont . Deutsche Bank.........

Deutsche Verclnsdaok . . DtSconto Lommaudit Metallbank ........

Pttiteldeutsch« Lreditbank . Lefterreichische LredUanfkaU. Wcftdank .........

Bochumer Satz ....... BuderuS . ......... Caro ........

Deotsch-Lurembarg......

Vclsentrrchrner Bergwerk» . . tzarpener Beradau......

«aloverke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln..... Lama dritte . ...... Oberbedars . ...... Phöiür Sergkxw ....... Rbelnilahl ..........

Riebe ck Mo Mao ...

TrllnS Bergbau.......

Hamburg Amerika Paket. . « Norddeutscher Llovd . . .

L-deramtsche Werke Slbta . . Zementwerk Heidelberg . . . Pbilivv Holjmonn ....

plnglo-Conl -Suau» . . ... Badische Anilin........

Ifbcmifttie Mader Alaptv Soldichmtd» ...... Gries deimcr Electron .... Höchster Farbwerke...... ooljorrtoohmo ....... NülaerSwerke ........ echcideanftalt ........

Allg. ElektrUitätS-Telellschak» Btrmnann .........

'xtatnfrafttocTfr . ....... Schaden Siemens <k Halske ...... Ädlrnvrrke «letzer ..... Daimler Motor«. ...... Heyligenftaedt . . ...... Meaum.........

Motorenwerke Mannheim

Frankfurter Armaturen . . Konservenfabrik Braun . . . Mclallnescll'chaft FrankflM. Pet. Union Ä--G.

Schuhfabrik Her; tzichel Zellstoff Daldhof...... Zuckerfabrik Frankenthal Zuckerfabrik Waghäusel * . -

Banknoten.

Berltzt, 15. Jul«.

Seld

Vries

Amerikanische Roke» .....

1.176

4.196

Belgische Noten .......

Englische Raten

19.35

86 83

Ni. 355

19.45

20,455

19.65

19 <5

Halländiiche Roten......

167,13

168.57

Sr.litiMicht Roten ......

Rorwegilchc Roten......

Deuiich festere. i 100 Rrone»

15,52 71.96

59,05

15.60

75,54

59,35

Rumänische Roten......

Lchwedtzche Roten .....

112.39

112.95

Schroetter Roten ......

81,48

81.88

8pantsche Roten.......

Tschechotloivakische Roke, . .

60.70

12.392

61.00

12.452

Ungarische Raren . ..

5.8

5.87

Devisenmarkt Berlin

Frankfurt a. M.

rftn WOtontn Mark auLaedruck«.

Bueno» ?itrr«. London. 9?cn*

üort Japan, «io de Janeiro inr eine rvtbeit^ »ten uu» 1 ),da»eft iik 100000 Smdeilcn. olle» übrige für 100 fmfceitaijl

Telegraphische

Auszahlung

14 'stvl'.

15. 9al!

Amtliche Rott runa

Amtliche Notierung

Brief

Arid

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168.16

168.57

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Budapest. - Bulgarien

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ristabon Danilo. . Konstantin

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