u
’ Al?!
ci,,lldJe& ;»S iHLL^Uniiet.
-HvpGk neu, »es Mi-ez nbaus,
* MU niultt erbeieu. bunlidjt Ange, £»03211 all
An,, ttb, chneiderin-' 1,1 notb Kunden ’?• •’iäb. n der MSftelle dZ s_An,etaerS.^, WmM Mkmbtikn w out U. billigst Statuten anker dem Hause. Mjwiy. 'traWstzer hhdlg.Mer er für beuteV 'gie Borirog ). Larsen.' wm» WM! fintet er« Mmtz 18. bd. 9)113., $.8VJIf)ti!a:t. jrapbiftbc Su5' mo nur) aui ;an evömtet
twrstaa, len 9. llovembcr, tnbs 8V3 Wt i Hotel „Hindenburg":
trtrcg von Dr. lernet: 6W über
Sowjet« -Band.
Wieder B«un' ieö Lcren's lut
,§ ^tnfdiium im «Sinn» «U M elnaelad-__"
tadftheater anntna-iö'^r
n 7 b. fiep® Mk»A
1Cl iiNd -5 *W,'B von Lein.
ZM
'"JSÄ*9, onGU'u» -p|h 8J&S k#6.
*&U- «Wtffouw
sgfc ’rÄÄ.M 'Ml-B
K e>Ledel'"°
»SA An T< Aldern Aören^ivcl-
von zz.sNov. Konn>^nn'lüii
llr. 268 Zweites Blatt
Aus der Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 14. November 1925.
Die Bekanntgabe der Wahlresultale
erfolgt morgen abend durch Aushang an den Fenstern unserer Geschäftsstelle. Ein um« fangreicher Wahldienst wird uns zu schnellmög- lichster Berichterstattung befähigen. Wir hoffen, die ersten Deilresultate aus dem Kreise Gießen gegen 6V2 41 hr herausbcingen zu können.
Winke für die Wahl.
ES kommen nur amtlich herge st eilte Stimmzettel zur Verwendung, in die der Wähler, tote bei den früheren Wahlen, den vorgeschlagenen Anwärter kennzeichnet, dem er feine Stimme geben will. Die Stimmzettel tragen den Aufdruck »Wahl der Stadtverordneten" oder /Dahl der Kreistagsmitglieder" oder »Wahl der Provinzialtagsmilglieder". Sie enthalten nutzer den zugelassenen Wahlvorschlägen mit ihren Renntoorten die Namen der ersten vier Bewerber. Alle drei Stimmzettel kommen in einen nit dem Dienstsiegel des Oberbürgermeisters versehenen Wahlumschlag.
Die Wahlzeit dauert in Giehen von 9 4Ihr oonnittaas bis 6 41hr nachmittags: sie darf nicht vor 9 Tlhr beginnen und nicht nach 6 41hr enden. 3n manchen Orten des Kreises Gießen wird nur bis 5 4lhr gewählt.
41m 6 41hr nachmittags darf nur noch zur Dahl zugelassen werden, wer beim sechsten Glok- ckenschlag im Wahllokal anwesend ist. Nachdem liefe gewählt haben, ist die Abstimmung ge- Ichlossen. Bon diesem Zeitpunkt ab dürfen Stimm, settel und Wahlumschläge nicht mehr ausgegeben Derben.
Die Stimmabgabe erfolgt durch ein Kreuz, sinter streichen oder in sonst erkennbarer Weise Lei d e m Wahlvorschlag. dein man seine Stimme geben will. Es wäre also ein Stimmzettel auch Bann gültig, wenn nutzer dem gewählten alle anderen Wahlvorschläge gestrichen sind. Dagegen wäre ein völlig durchstrichener Stimmzettel ungültig, da sich der Wille des Abstimmenden richt unzweifelhaft erkennen läht. Desgleichen ffind zerrissene Stimmzettel ungültig, ebenso solche, En denen in den Wahlvorschlägen Aenderungen tn den Aamensaufdrucken vorgenommen sind. Die Listen müssen also s 0 gewählt werden, wie sie trorfiegen, wenn man auch den einen oder anderen Bewerber nicht wählen mochte. Leichte Deschä- Digungeu berühren die Gültigkeit des Stimmzettels nicht. Die Kennzeichnung darf aber nicht derart sein, datz der Stimmzettel als „mit Vermerken oder Dorbehalten versehen" anzusehen ist, sonst ist er ungültig.
Konfesfionsftatistik der Stabt Gietzen.
Die Zahl der Einwohner der Stadt Gietzen betrug nach der Volkszählung vom 16. 3uni d. 3. im ganzen 33 590. Bet dieser und den im Rach- fvlgenden mitgeteilten Zahlen handelt es sich um die Wohn bevölkerung, nicht um die orts- anwesende Bevölkerung. Hiervon sind evange- l,!ch 28 526, darunter 474 Militärpersonen, katholisch 3314, darunter 117 Militärpersonen, jüdisch l "17. Sonstige Christen gibt es tn Gietzen 443, . darunter 4 Militärpersonen. 41nter diesen son- ftigen Christen befinde nstch 15 Adventisten, 10 Lltlutheraner, 16 Altkatholiken, 69 Apostolisch- Katholische, 43 Baptisten, 38 christltche Dissidenten, 8 Griechisch-Orthodoxe, 2 Mennoniten, 10 TAethodisten, 208 Aeu-Apostolische, 2, die such birzweg als »Orthodoxe" bezeichnen. Zu den j Taufgesinnten, zur evangelischen Brüdergemeinde i^errnhuter Brüdergemeinde) und zu den Dar- b-iften rechnet sich je eine Person. Eine Person b-ezeichnet sich als evangelisch-katholtsch, 4 gehören einer Freikirche an, 11 einer freien evan- aelischen Gemeinde, 3 der Gemeinschaft christlich Getaufter. Ihrer Religion nach sind außer» dem 2 Buddhisten, 8 Christen ohne besondere Benennung, 25 Dissidenten ohne besondere Dell ennung, 14 Freidenker, 69 Freireligiöse, 3 Heiden, 26 Konfessionslose, 7 Mohammedaner, 6 Areidissidenten. Zur ethischen Gesellschaft und tim theosophischen Derein rechnet sich je eine Gerson. Keiner religiösen Gemeinschaft gehören , Z«4 an, unbekannt ist die Religion in drei Fällen, in 19 Fällen ist eine Angabe über das Religions- ön-kenntnis nicht gemacht worden, ausdrücklich als religionslos bezeichnen sich 32. Man sieht hier- a-a8, datz in Giehen so ziemlich alle in Europa verkommenden Religionsformen vertreten sind.
Gicßcner Wochenmarktpreise.
am 14. November (Händlerpreise).
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkte: Butter 210—220, Matte 40, Kose 70, Wirsind 8, Wreißkraut 3—4, Rotkraut 10, gelbe Rüben 10, rete Rüben 10, Spinat 20, Unter-Kohlrabi 6, Grünkohl 40, Feldsalat 100, Zwiebeln 12, Meerretich 30 b:ii 100, Schwarzwurzeln 50, Kürbis 6, Kartoffeln 34—4, Aepfel 15—20, Birnen 25—35, junge Hahnen l!20, Suppenhühner 120, Gänse 100—120, Nüsse 5»n—60 Pf. je Pfund: Eier 18, Blumenkohl 20 bis l"0, Endivien 10—20, Ober-Kohlrabi 5, Lauch 5 b i, 10, Rettich 10—20, Sellerie 10—40 Pf. je Stück.
L. 41. älniversitäts-Gottesdienst. 25m Sonntag, 15. Rovember, Dorrn. lll/< 4lhr, fändet in der Reuen Aula ein 41niversitäts- Dottesdienst statt, zu dem die Angehörigen der Universität eingeladen sind. Selbstverständlich hat i:rch jeder andere Zutritt. Die Predigt hält Prof. Or. Riebergall aus Marburg.
•• Die Gewerbe- und Maschinen- b i u s ch u l e hat ihr Wintersemester mit 386 Schülern am 1. Rovember begonnen. Diese verteilen sich wie folgt: Maschtnenbauschule 152, Bmabteilung 128, Schreinerfachschule, Malerklasse 3ä, Heereshandwerkerschule 23. Schuhmacherfach- 'lHule 19 Schüler. Diese Schülerzahl wird noch vermehrt durch die Teilnehmer an den zahlreichen Ltrsen (z. D. Schornsteinfeger, Elettriker, Ma- schinenschlcsser, Dorbereitungskurse für die Mei- Ärrprüfung usw.). Die der Anstalt angegliederte Mverblich« Fortbildungsschule hat zur Zeit 832 Müler. Für den Unterricht in all diesen Ab- i^tungen stehen folgende Räume zur Verfügung: 9 Säle int Gewerbehaus, 1 Saal in der Alten Mnik, 1 Schulbaracke, 1 Saal im Kaufmännischen Sereinshaus. 41m diese große Schülerzahl nur
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Samstag, (s. November (925
Außenpolitische Umschau.
Von Prof. Dr. Otto
Während die europäische Auseinandersetzung um Locarno noch auf halben Wege steht, drängen wichttge außereuropäische Vorgänge an die Kabinette von London und Paris heran, hemmend. durchkreuzend und ablenkend. Wer die Schwierigkeiten Frankreichs in Syrien, die durch die Beschießung von Damaskus hervorgerufen worden sind, ansieht, wer die innere Krise Frankreichs und die Kabinettskrise Painleves heranzieht, wer sieht, wie die 91b - sehung dec Dynastie und 41mwälzung in Persien am 1. Rovember Schatten von großen Spannungen in Asien zwischen England und Rußland vorauswirft, wer sieht, wie auf der Pekinger Zollkonferenz England nahezu isoliert, jedenfalls im Gegensatz zu Amerika steht, für den wäre doch der Schluß nur logisch, daß nun die Kabinette von London und Paris aUes täten, um die europäische Ordnung her- zustellen und um Deutschland mit einer großen Handbewegung, mit einem großen Zuge den Anschluß an Locarno zu ermöglichen.
3n Worten wird dieserhalb ja einiges getan. Weniger in F r a n k r e i ch, wo der Franken- stürz (int Verhältnis zum Pfund heute über 120), der Sanierungsplan und die Regierungs- krise die Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen, und wo daher die Regierungserklärung Painleves nur allgemeine Fragen brachte. Dagegen wird in England in Wort und Schrift viel von Locarno gesprochen und gehofft, und man findet für Deutschland, sogar für den früher als Militaristenhaupt bekämpften Reichspräsidenten von Hindenburg die freundlichsten Worte. Wir haben gewiß Verständnis für eine Szene auf traditionellem Hintergrund, wie sie sich am 29. 10. bei dem berühmten Guildhall-Bankett zwischen Chamberlain und dem deutschen Botschafter ab- spielte. Wir glauben auch, daß es dem sehr nüchternen und schwunglosen Chamberlain durchaus ernst war, daß er mit dem deutschen Botschafter aus demselben „loving cup", dem historischen „Liebesbech?r" getrunken habe. Aber wesentlicher dafür, daß etwas zustande kommt, wäre doch gewesen, daß sowohl Chamberlains wie Baldwins Rede weniger farblos gewesen wären, datz sie bestimmter und konkreter sich zu dem geäußert hätten, was Deutschland an Einwänden und Bedenken gegen das Dertragswerk selbst hat, und daß der Geist von Locarno tatsächlich in den nächstliegenden Fragen. in den Rückwirkungen, eine Auswirkung verlangt.
Statt dessen tut man, als gäbe es Schwierigkeiten gegen Locarno in Deutschland überhaupt nicht. Man rüstet schon die Feier des 1- Dezember. Der König will zu einem großen Bankett einladen, und man rechnet mit absoluter Sicherheit damit, datz der Vertrag zustande kommt, ohne sich irgendwie zu fragen, ob die deutsche Seite davon auch wirklich etwas Konkretes habe. Den englischen Reden soll nächste Woche eine solche D r i a n d s folgen, der bisher merkwürdig lange still gewesen ist, obwohl
Hoetzsch, M.d.R.
man doch schon in der letzten Debatte der Kammer Erllärungen von ihm erwartet hatte.
Wir sprachen von Syrien. Persien, China. Mit seinen Angelegenheiten auf das stärkste beschäftigt, achtet Europa wenig auf das, was da vorgeht. Wir legen dabei nicht fo sehr Wert darauf, datz eine allgemeine Erregung der orientalischen Welt oder der islamischen Welt unzweifelhaft vorhanden ist. Das ist in der Agitation ganz schön, das bedeutet aber in der Praxis nicht allzuviel. 41nd die gesamtislamische Bewegung wird weder das englische Weltreich noch die französische Kolonialherrschaft Umstürzen. Zmmerhin: Das ist wohl deutlich, datz von Ma- rollo bis Korea Probleme wachgeworden sind, die der alte europäische Kolonialimperialismus nicht vollständig und auf die Dauer wird meistern können. Man hat das Gefühl, datz das Zeitalter^ dieses Imperialismus zu Ende geht und allmählich, aber sicher die großen Rachwirkungen des Weltkrieges, für den gerade die Deutschland feindlichen Mächte alle die Kräfte der Tiefe aufgewühlt haben, sich dort in Asien gefährlich bemerkbar machen. Aber das ist mehr Andeutung und Kombination. Dagegen ist eö keine Andeutung und keine Kombination, datz alles dies zuungunsten von England und zugunsten von Rußland geht. Cs ist nun einmal so, datz Rußland der gegebene Verbündete ist für alles, was sich in Asien frei machen will, und Rußland braucht sich mit seiner Agitation in Asien nicht übermäßig anzustrengen.
So ist es das Interesse Sowjetrußlands, diese Bewegungen nicht einschlafen, sondern sich auslaufen zu lassen, aber ohne daß Rußland selbst zu großen kriegerischen Aktionen dazu gezwungen wird. In der gleichen Richtung geht sein Interesse nach Westen; und während die Moskauer Presse noch in der bekannten Weise gegen Deutschlands Anschluß an Locarno und gegen Deutschlands Eintritt in eine „antirufsische Front" schreibt, deutet sich mancherlei schon an, das auf eine Schwenkung, mindestens darauf schließen läßt, daß Rußland, wenn Locarno zustande kommt, sich eben auch darauf einrichtet. Fühler werden ausgestreckt nach Frankreich, Andeutungen werden laut aus Tschitscherins und Rakowskis Munde, die auf eine solche Schwenkung schließen lassen, und die deutsche Politik hat allen Grund, sich auf das Genaueste zu überlegen, wie sie sich dazu stellt. Mit der Redensart, daß Deutschland zwischen Westen und Osten liege, ist dies Problem wahrhaftig nicht gelöst.
Wer in Deutschland Locarno heute will, muß sich klarmachen, daß damit das bisherige deutsch-russische Berhättnis auf eine sehr harte Probe gestellt wird. Er muß sich weiter klarmachen, daß platonische Der. sicherungen, Deutschland wolle gleichwohl seine guten Beziehungen zu Rußland weiterpflegen, nicht aus- reichen, sondern daß Locarno und Rapallo zusammen, wenn wir das so in Schlagworten ausdrücken dürfen, eine deutsche Außenpolitik und Diplomatton notwendig machen von einer Sicherheit, einer liebet: sicht, einer Geschicklichkeit und lang anhaltendem geduldigen Zielbewußtsein, wie wir sie in den letzten 3ö Jahrzehnten nicht erlebt haben.
einigermaßen unterbringen zu können, und um nicht noch mehr Schüler abzuweisen, mußte ein Konfirmandensaal und ein Saal in einer Wirtschaft^ b(uu gemietet werden. Es wäre unbedingt zu wünschen, daß die 41nterbringung aller Klassen tn einem Gebäude endlich durch die Erstellung des Reubaues ermöglicht würde.
• • Die Sendeverfuche des Gießener Dersuchssenders sind bereits in 30 Kilometer Entfernung von Gießen gehört worden. Die nächsten Versuche finden statt Sonntag. 15. Nov., vorm. 11 bis 12 und nachm. 3 bis 4 41hr, voraussichtlich auf Welle 450 m. Alle Hörer werden gebeten, Mittellungen über die Art des Empfanges, Lautstärke, Enrpfangsapparatur usw. an den Dersuchssender Gießen, Stephan- straße 24, Fernsp. 1396 gelangen zu lassen. Besonders erwünscht sind kritische Bemerkungen mit genauer Zeitangabe über die Güte der ileber- tragung, Störungen u. a. m. Die Versuche dienen rein wissenschaftlichen Zwecken und wollen in feiner Weise den Rundfunk ersehen oder beeinträchtigen. Wo Störungen in dem Empfang anderer Sender durch den Gießener Deiiuchs- fertber trotzdem Vorkommen, werden besonders genaue Angaben erbeten.
" Der Winter im Gebirge. Dom Hoherodskopf wird uns heute früh gemeldet, daß die Schneedecke gleichmäßig und gut und 10 Zentimeter hoch ist. Schi- und Rodelbahn besteht noch nicht. Die Temperatur betrug heute früh 4 Grad Minus. Aus der Rhön wird uns gemeldet: Schneehöhe 10 Zentimeter, lockere Schneedecke, gutes Sch'.gelände, Wasserkuppe 5 Grad, Gersfeld 3 Grad unter Rull.
• • Zur Abgabe einer Vermögenssteuer e r k l ä r u na für 1 925 fordern die Finanzämter in unserem heutigen Anzeigenteil auf.
• • Teuerungszulage für die Del e- ranen. Kriegsteilnehmer aus den Kriegen 1864, 1866 und 1870—71, die Veteranenbeihilfe ab 1. April 1925 erhielten, bekommen mit Wirkung vom 1. Oktober 1925 eine Teuerungszulage von 45 Mark. Die Zahlung wird, wie der Reichs - bund der Kriegsbeschädigten mitteilt, in sechs Baten von je 7,50 Mark erfolgen. 41nzutreffend swd die Meldungen, datz diese Teuerungszulage auch den Kriegsbeschädigten aus dem Weltkriege, die Renten nach dem Reichsversorgungsgesetz beziehen, zugute kommt.
Bornotizeu.
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen, Sonntag, 15. Rovember, geht das feine und geistvoll aufgebaute Lustspiel »Heimliche Drautfahrt" von Leo Lenz in Szene. Das Werk zeichnet sich durch erquickenden Humor, eine reizvolle Handlung und graziös gearbeiteten Dialog aus. Herr V 01 ck, der die Spielleitung hat. hat das Werk sorgfältig einstudiert. 3n den Hauptrollen sind beschäftigt Fräulein Krahmer und die Herren Hanke. Goll, Da st 6 und Geffers.
— Der Goethe-Bund veranstaltet am Sonntag und Montag ein Tanzgastfpiel der Tanzkünstlerin 3rmgard Schütte aus Bremen. Den Räumlichkeiten des Kausm. Dereinshauses ist eine der Veranstaltung entsprechende Gestaltung gegeben worden. Es durfte ein genußreicher
Abend zu erwarten fein. (Siehe heutige Anzeige.)
— Sängerkranz Gießen. Sonntag, 22. Rovember, nachmittags 5 41hr, in der Reuen 2Iula der 41niversität Konzert. Man beachte die heutige Anzeige.
— Vortragsverlegung. Der für heute. Samstag, angekündigte Vortrag O. Larsen über „Die Entstehung einer Graphik" mußte besonderer 41mstände halber auf Mittwoch verschoben werden. (Näheres siehe Anzeige.)
Oberhessen.
c. ru.
X Klein-Linden, 13. Noo. Der hier bestehende F r a u e n d c r e i n Hot in den letzten Jahren an Mitgliedern bedeutend zugenommen. Er bält seit voriger Woche im Saale der Kleinkinder- schule wieder regelmäßig Dereinsadende ab. Durch freiwillige und regelmäßige Betträge ist es mit Hilfe dieses Vereins gelungen, unsere Krankenft a t i 0 n und die K1 e i n k i n d e r f ch u l e wäh- rend der letzten schweren Jahre durchzuhalten. Die aufopfernde Tätigkeit der beiden Scywestern wird hier allgemein anerkannt.
• Grohen-Buseck, 13. Rov. Nachdem schon früher verschiedentlich Vorschläge gemacht worden sind, auch hier ein Denkmal für d ie Gefallenen zu errichten, hat man jetzt Oie ersten Schritte dazu getan. Architekt Schmidt in Gießen wurde vor einiger Zeit beauftragt, Entwürfe zu liefern. Da er von hier stammt und mit den in Betracht kommenden Oertlich- keiten vertraut ist, ist anzunehmeir. daß er seiner Heimatgemeinde Wohl ein würdiges Ehrenmal schenken wird. AIS Platz war anfänglich die Umgebung der Kirche, eine der ältesten und schönsten des Dufecker Tals, in Aussicht genommen. Da sich aber hier bereits das Denkmal von 1870/71 befindet, neigt man neuerdings mehr dazu, das Denkmal auf dem Höch st gelegenen Teil des Friedhofes, der das ganze Tal beherrscht, in Form einer architektonischen Anlage mit figürlichem Schmuck auszuführen.
bs. Aus dem Lumdatal, 13. Rov. Durch bie 41ngunft der Witterung ist das Saatgut der Winterfrucht qualitativ nicht auf der Höhe. Trotz Beizens mtt den neuzeitlichen Beizmitteln läßt der Saatenstand an sehr vielen Stellen zu wünschen übrig. 3n besonders feuchten Gemarkungen haben stellenweise die Schnecken — zwar nicht so stark als im Vorjahr — ganze Aecker abgefressen, fo daß ein nochmaliges Ein- fäen notwendig war. — 'Durch die andauernden Niederschläge der letzten Wochen, ganz besonders aber im Dorherbst, zeigt die Lumda ununterbrochen hohen Wasserstand, so daß der Fluß streckenweise große Wiesenflächen überschwemmt hat. Das Grummetgras schaut heute noch ungeerntet aus dem Wasser heraus.
~ Aodheim a. d. Horloff, 13. Nov. Zur Gemeinderatswahl hatte man sich auf eine gemeinsame Liste geeinigt. Es brauchte demnach eine Wahlhandlung nicht stattzufinoen. Gewählt sind vier Vertreter der Bauernschaft und drei Vertreter der Arbetterschast. Da Bürgermeister und Beigeordneter der Bauernschaft angehören, entspricht die Verteilung der Ratssthe bem Zahlenverhäftnis der beiden
Stände: 2:1. Bei diesen Wahlen wird immer deutlicher, daß die Listenwahl ein völlig städtisches Gewä ch s ist, das für die städtische Mal enp'yche berechnet ist, aber der andersartigen Psyche deS Landmanns in keiner Weife Rechnung trägt.
Nrcitz Kriedberg.
t Friedberg, 13. Nov. Am 27. November veranstaltet der Hochschulring eine große Kundgebung gegen das Schanddiktat von Versailles. Professor Dreher spricht über „Die Totengräber Europas als Verfechter der Krieasschuldlüge". Das in Versailles hinter verschlossenen Türen ohne Verhör zu endlosem Frondienst verurteilte deutsche Volk fordert zwecks Erlangung menschenwürdiger Lebensbedingungen Wiederaufnahme des Prozesses, öffentliche Verhandlung vor neutralen Richtern und Revision des Fehlspruchcs gemäß dem allein gültigen, Sieger wie Besiegte bindenden Vorvertrag vom 5. November 1918.
4 Bad - N cmh cim , 13. Nov. Für die Stadtverordnetenwahl liegen hier c l f Wahlvorschläge vor. Auf die'en stehen 90 Bewerber um da3 Stadtverordneten amt, von denen nach neuester amtlicher Verfügung aber nur 21 gewählt werden können. Sine ganze Reihe von Listen werden Mühe haben, auch nur einen Sih zu erlangen. Unter den 90 Kandidaten befinden sich 24 Gewerbetreibende, 11 Gastwirte und Hoteliers, 10 Beamte, 4 Lehrpersonen. 20 Arbeiter und Angestellte, 3 Landwirte, 9 Vertreter des Einzelhandels, 5 Aerzte, 4 freie Berufe. Don den seitherigen 24 Stadtverordneten befinden sich 18 wieder unter den Bewerbern, größtenteils mit Aussicht auf Erfolg. Bon den seitherigen Stadtverordneten erscheinen nicht mehr wieder Dr. med. Haeberlin (Dtsch. Dpt.). Kaufmann Hrch. F. Genzel (Dtsch. Dpt.), Schlossermeister W. Salzmann (Handwerker- bund), Stadtrechner Ph. Stamm (Unpolitisch), Oberingenieur O. 3übeII (Privatangestellte), Buchhalterin Lina Muth (Privatangestellte). Bei der Wahl in 1922 .a en neun W<ll or'ch ägc vor, von denen die Liste ..Privatangestellte", ..Handwerkerbund" und ..F e c wirtschaft.i.'^e Bereinigung der Dadeindustrie" diesmal nicht austreten, sondern in anderen Wahlvorschiägen ausgehen. — Wie wir schon berichteten, hat sich das Zentrum bei der Stadtverordnetenwahl gespalten, indem außer dem offiziellen Zentrumswahlvorschlag in letzter Stunde noch eine Liste „Katholiken" eingereicht worden ist. Zn dieser Angelegenheit hat nun der Vorsitzende der Bezirk2ausschusseS ter Zenlrumspartei, Rechtsanwalt Schröder, Friedberg, in einem Aufruf „An die Zentrumswähler von Bad- Nauheim!" öffentlich Stellung genommen. Die Erklärung spricht von einem Mangel an Parteidisziplin und wirft dem Spitzenkandidaten der Liste „Kathollken", der durch feine Handlungsweise sich außerhalb der Partei gestellt habe, politische Unreife vor. Die Zentrumswähler werden aufgefordert, die offizielle Liste „Zentrum" der Zentrumspartei zu wählen.
Pb. Butzbach, 13. Nov. Den Bemühungen der Stadtverwallung ist es gelungen, für die Stadt Butzbach einen Auslandskredit in Höhe von 150 000 Mk. zu erhalten. Der Betrag ist mit 7 Prozent zu verzinsen. DaS Geld wird durch Vermittelung der kommunalen Landesbank gezahlt. Mit dieser wird in Kürze ein Vertrag abgeschlossen. — Während des Krieges mußte auch eine Glocke unserer altehrwürdigen Markusttrche für den Dienst deS Vaterlandes geopfert werden. Nunmehr soll diese wieder ersetzt und neu beschafft werden. Mit Genehmigung der Aufsichtsbehörde werden zur Aufbringung der Kosten Listenfammlun- gen veranstaltet werden. Man hofft, auf diese Weise das Werk so zu fördern, daß die neue Glocke, wenn möglich, schon am nächsten Osterfest ein geweiht werden kann. — Die erste Stadt- verordne^ensihung unter dem neuen Bürgermeister wird voraussichtlich Freitag nächster Woche statt- finden. 3n dieser wird wahrscheinlich die Wahl der beiden Beigeordneten getätigt werden, falls bis dahin eine Einigung der Parteien über die aufzustellenden Kandidaten herbeigeführt worden ist.
- Butzbach, 13. Rov. Die hiesige L a u b - wirtschaftliche Schule eröffnete ihren 6. Lehrgang. Reu aufgenommen wurden 25 Schüler in bie Unterflaffe, die Schüler des letzten Lehrgangs waren vollzählig zur Ober- klasse erschienen, so daß bie Schule zur Zett von 40 Schülern besucht wirb. Der Llnterricht wirb von vier LandwirtschaftSlehrem und einem Tierarzt erteilt Erfreulicherweise besuchen alljährlich auch Schüler aus den nördlichen Ortschaften bet Wetterau, fo aus Klein-Lnben. Großen- Linben und Leihgestern, die Landw.rtfchaftliche Schule in Butzbach. Mit bet Lairdwirtschasts- schule_ ist eine Beratungsstelle verbunden, die sämtlichen Landwirten des Bezirkes unentgeltliche Auskunft in allen landwirtschaftlichen Fragen erteilt, sowie Dodenunters uchungen, Milchuntersuchungen, ferner Vermittelung und ilnterfudjung von Saatgut vomimmt. Seit ihrem Bestehen im Jahre 1920 haben 180 Landwirts- söhne die Landwirtschaftliche Schule Butzbach besucht.
5 Butzbach, 14. Rov. Zum ersten D u n- deSvorsihenden des Lahntal-Sängerbundes wurde als Rachfolger des ver- fiorbenen Rektors August Storch der hiesige Reallehrer H. Stroh mit großer Mehrheit vom Sängertag des Bundes gewühlt.
e Dorheim. 13.Rov. Hier haben die Wähler unter drei Wahlvorschlägen die Auswahl, die durch folgende Kennworte bezeichnet finb: Sozialdemokratische Partei. Dauernliste, Handwerker und Beamten.
L Rödgen (Kr. Friedberg), 13.Rov. 3n unserem Orte, in dem man vor drei Jahren eine Einheitsliste gewählt hatte, liegen diesmal drei Wahlvorschläge vor: ii.' der Kommunisten und Sozialdemokraten sind politisch, der dritte geht unter dem Kennwort „Sj e i m a t" und enthält hauptsächlich Vertreter der Dauern und Gewerbetreibenden, darunter auch so.ialdcmoiratische Angehörige des seitherigen Gemeinderat
6 Steinfurth, 14. Rov. Gestern feierte Herr Christian Michel, der älteste Einwohner unseres Ortes, in voller körperlicher und geistiger Rüstigkett seinen 8 9. Geburtstag. — Heute abend findet in dem im letzten Sommer geweihten großen Saale deS Gast->


