Herzlichen Glückwünsche der Stadtverwaltung au- und betonte dann, der Sport-Club 1900 könne für sich den Ruhm in Anspruch nehmen, daß er der erste in Giehen war, der die große Beideutung deS Sports und der körperlichen Hebungen für unser Volk erkannte und tatkräftig unterstützte. Wenn auch früher die Pflege des Sports nicht genügend gewürdigt wurde, so sei das jetzt erfreulicherweise doch ganz anders, der Sport- gedanke sei auf dem Marsche. Mit Befriedigung könne er hier feststellen. daß wir auch in Gießen in der Pflege des Sports und ebenso in der Schaffung von Sportplatzanlagen durch die Schöpfung auf dem Trieb erheblich vorangekommen seien. Bei der Schaffung dieser Anlagen habe der Sport-Club 1900 mit an erster Stelle gestanden und sich auch dadurch sehr verdient gemacht. Die Stadt Gießen sei dem Club für seine Tätigkeit zu großem Danke verpflichtet, er dürfe mit Stolz auf seine Vergangenheit zurückblicken.
Ramens der Stadt wünschte er dem Klub von ganzem Herzen, daß ihm auch weiterhin eine glanzvolle Aufwärtsentwickelung beschieden sein möge. Weitere Glückwunschansprachen hielten ein Vertreter des Wetzlarer F. C. Ob, der dem Jubelverein zugleich ein Bild der Stadt Wetzlar als Geschenk überreichte, Redakteur Dlum- schein für den „Gießener Anzeiger". Hofmann als Vertreter dcs Gaues Hessen-Hannover. Pros. Geyer für die Gießener Ruder- Gesellschast 18Z7, der zugleich ein Diplom übergab. Kraushaar für die Spielvereinigung 1904, er überreichte als Jubiläumsgeschenk eine Bcwle, Prof. K n e l l für den Reit- und Fahrtlub. Gießen, Wehn für den 1. Hanauer F. C. 1893, als Geschenk überbrachte er eine Plakette, Kaltenbach im Auftrage der Alten Herren vom 1. Hanauer F. C. 93, der zugleich einen silbernen Becher stiftete, Schäfer für den Gesellschaftsverein Union, Roll für den Gießener Schwimmverein und D e m u t h für den Gesellschaftsverein Bavaria. Die
Ehrung von Mitgliedern für langjährige treue Arbeit im Club nahm der 2. Vorsitzende Adolf Münker vor. Zu Ehrenmitgliedern wurden ernannt: Albert B ö h , Willi Schwan und Karl Demuth. Die silberne Ehrennadel erhielten: A. Botz, Willi Schwan, K. Demuth, Dr. Lrumm- kitz, E. Seyfferth, G. Schmidt, L. Köh - linger, L. Hof, O. Wasser, K. Müller, Fr. Bieler, W. Plank, Dr. Schütz. H. Roll, Dr. Sack, Fr. R e n n st i e l, D. Rubin. £?. V o g t. Fr. Lösch, Th. Weber. Fr. Kühn, E. Schmidt. F. Kehr, G. S p oerh ase: aktive Fußballspieler: E. Böh, W. Luft, H. Bieler. Walter Jung, Albert Jung: aktive Leichtathleten: A. Wallenfels. R. Fischer.
Als Freundschaftszeichen wurden den Gästen vom 1. F. E. 1893 Hanau die Vereinsnadeln des Gießener Sport-Clubs 1900 verliehen.
Bei frohem Wort und flotter Musik verlebte man einige recht genußreiche Stunden, die den Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben werden.
Am Sonntag vormittag ging die Rundfahrt der Gäste des Klubs durch die Stadt vor sich, am Rachmittag folgten die
sportlichen Kämpfe
auf dem alten Spielplatz an der Hardt. Ein Ball am Abend im $>oufe des Gesellschaftsvereins schloß die Feier in harmonischer Weise ab. Kleber die Spiele ist zu berichten:
Jugend 1900—03. f. S. Frankfurt. 2:1.
> Das Spiel brachte gleichwertige Mannschaften, die eine ausgeglichene Kombination zeigten, t (Bei der Halbzeit führte 1900 2:0, Frankfurt - holte dann 1 Tor auf.
1. §. C. Hanau 93, Alte Herren—1900 Alte r Herren 3:0.
Hier zeigte besonders die Hanauer Stürmerlinie ein raumgreifendes, sich ergänzendes Spiel, während 1900 im Sturm ziemlich zerfahren spielte. Die Deckung war bei beiden Vereinen gleichwertig. Bei 1900 war der Mittelstürmer durch den nassen glatten Rasen infolge körperlicher Schwere gehindert. Bei Halbzeit fielen 2, gegen Schluß das 3. Tor.
I. F. C. Hanau 93—1900 Ligamannschaften. 4:1, Halbzeit 3:0.
Vor der Halbzeit ein ausgeglichenes Spiel, nach Halbzeit eine leichte lleberlegenheit von 1900, die sich auch in dem Ehrentore ausdrückte. Bei den Gästen sah man Ballbehandlung. Abspiel und Stellungsvermögen in sehr schönem Maße, dagegen sind bei 1900 erst die Anfänge vorhanden, doch hat sich die 1900er Mannschaft gut geschlagen. Es war ein Wille in der Elf, und das ist unbedingt ein Fortschritt. Wie in den vorhergehenden Spielen, bot auch die erste Elf der 93er ein faires Spiel. Gießen konnte an dem Spiel der Gäste lernen. Bei Hanau ist der linke Verteidiger, Schlett, besonders zu erwähnen. Gießens Stühe war der rechte Verteidiger. gut die beiden Torhüter.
Stillauf der Leichtathleten.
'Bei Halbzeit der 1. Mannschaft führt die 1900er Leichtathletikabteilung einen sehr gut ausgefallenen Stillauf vor, der helle Freude bei allen hervorrief. Es war eine Lust, die junge Schar zu sehen: der kleine Bannerträger voran, zeigten die Leichtathleten ein Bild guter Körperhcrrmonie. Man muß die jugendlichen Gestalten gesehen haben, und darf dann sagen, wenn ein Verein sich den Rachwuchs so heran- zieht, dann geht es aufwärts. Hier sah man ein Beispiel, wie man gesunde, kräftige Menschen heranbildet, zum Wohle ihrer selbst und zum Besten unseres deutschen Vaterlandes, denn nur im gesunden Körper wohnt der gesunde Geist.
Vom hessische« Landestheater Darmstadt.
In die Reihe der Städte, die mit der Generaldirektion des Landestheaters Verhandlungen wegen Gastspielen angeknüpst haben, sind jetzt auch Bensheim und Alsfeld getreten. — Die nächsten Schauspielaufführungen des Hess. Landestheaters bringen Luigi Pirandellos Schauspiel „Jeder nach seiner Art", Schillers „Räuber". Kalidasas „Sakuntala" in der Bearbeitung von Paul Kornfeld, Sternheims „Die Marquise von Arcis". Max Halbes .Jugend" (zum 60. Geburtstag des Dichters) und Molieres Posse „Der Herr von Pourceau- guac“ in der Bearbeitung von Otto Stockhausen- Darmstadt und mit der von Dr. Friedrich Roack- Darmstadt besorgten Bearbeitung Lullyscher Musik.
Wirtschaft.
Die Reichsregierung gegen Kartellauswüchse.
Im Zusammenhang mit der Ankündigung der Reichsregierung, die Karrellverordnung im Interesse des Preisabbaues schärfer als bisher zu handhaben, hat sich die Reichsregierung bereits mit einer ganzen Reihe von Kartellen in Verbindung gesetzt und erreicht, daß Bestimmungen, die geeignet sind, verteuernd zu wirken, aus den Satzungen gestrichen worden sind.
Gegenüber sechs Verbänden der Textil- branche hat der Reichswirtschaftsminister von dem ihm im § 10 der Kartell- Verordnung gegebenen Recht Gebrauch gemacht und beim Kartellgericht den Antrag gestellt, auszusprechen, daß die benachteiligten Der- tragsteile von allen Verträgen zurücktret e u können. Es handelt sich um den Verein Deutscher Wollkämmer- und Kammgarnspinnereien, den Verein der Sächsisch-Thüringischen Webereien in Greiz, den Verband Deutscher Herrenwäschefabriken in Berlin, den Verein Deutscher Kleidersiosfgrossisten in Berlin, den Verband der Großhändler bunter Webstosf- und Leinenwaren in Berlin und den Verband Rord- und Westdeutscher Baumwollwarenausrüster in Berlin. Diese Verbände haben immer noch die Valutaklausel in ihren Bestimmungen und bauen ihre Preiskalkulationen hieraus aus. d. h. sie rechnen immer noch in ihre Kalkulationen eine R i s i k o p r ä m i e ein. die, so klein sie auch sein mag, doch, da es sich im wesentlichen um Rohstoffe handelt, in ihre Einwirkung auf das Fertigerzeugnis ein erheblich verteuerndes Moment darstellt. Die Verbände begründen ihr Vorgehen teilweise damit, daß es zum Schutze der Valuta diene, daß sie selbst im Ausland kaufen müssen und auf ausländischen Kredit angewiesen sind und daß sie ihre Ein- und Verkäufe in Einklang bringen müssen. Die Reichsregierung steht demgegenüber auf dem Standpunkt, daß, abgesehen von der preisverteuernden Wirkung der Einkalkulierung einer Risikoprämie die Valutaklausel gerade das Gegenteil Hervorrufe. Sie drücke ein Mißtrauen gegen die Stabilisierung unserer Währung aus und müsse infolgedessen auch das Ausland gegenüber der Stabilität der deutschen Währung mißtrauisch machen. Der Schutz der deutschen Währung fei der einzig hierfür maßgebenden Stelle der Reichskank zu überlassen, und die Reichsregierung könne daher die Argumentation 6er Verbände nicht anerkennen.
Was die mit den Banken schwebenden eindringlichen Verhandlungen über die Zinssätze anbetrifft. so ist die Entscheidung der Kartellgerichte bedeutsam, nach der die Berliner Stempelvereinigung nicht als Kartell zu betrachten ist. Analog dem § 4 der Kartellverordnung, durch den zwingende Bindungen an Preisabschlüsse verhindert werden sollen, führt das Reichswirtschastsministerium Verhandlungen über die Gestaltung der Kohlenpreise mit den hierfür in Frage kommenden Stellen, z. B. mit 6em Braunkohlenshndikat.
Aufhebung der Geschäftscrufsicht
Amtlich wird mitgeteilt: In Ausführung des Kabinettbeschlusses betreffend Aufhebung den G e s ch ä f t s a u f s i ch t hat das Reichsjustizministerium einen entsprechenden Gesetzentwurf im Benehmen mit dem Reichswirtschaftsministerium inzwischen ausgearbeitet. Reben einer völligen Aufhebung der Verordnung vom 14. Dezember 1916, 8. Februar und 14. Juni 1924 betr. Geschäftsaufsicht sieht die Verordnung eine E r • Weiterung der Konkursordnung vor. Durch neue Vorschriften soll nämlich in den Fällen, in denen die Gläubigerschaft zu einem vergleichsweisen Abkommen mit einem in Schwierigkeiten geratenen Schuldner bereit erscheint, eine Vermeidung des Konkurses und unter Wahrung der Interessen der Gläubiger eine beschleunigte Abwicklung der Verbindlichkeiten und Verwertung der Bestände erreicht werden.
Besserung im Ruhrbergbcru.
Der Absatz im Ruhrbergbau hat sich im Monat August im Vergleich zu den Vormonaten um ungefähr 4 bis 5 Proz. gebessert. Diese Besserung rührte daher, daß in Erwartung des englischen Bergarbciterstreiks vom Ausland größere Aufträge nach Deutschland gelegt wurden und daß mit Ende August die billigen Sommerpreise des Kohlenshndikats abliefen. Letzthin hat sich der (allerdings sehr verlustbringende) Ausland- absah. der zeitweise ein Drittel des Inland» absahes einschließlich der Reparationslieferungen betrug, wieder verschlechtert. Dafür hat sich die Rachfrage aus dem Inland gebessert, wobei wesentlich ist, daß gerade solche Kohlenverbraucher größere Bestellungen aufgeben, die direkt oder indirekt für die Landwirtschaft tätig sind. Man rechnet in Anbetracht des kommenden Winters damit, daß die Beschäftigung zum mindesten nicht zurückgehen wird. Sehr auf den Markt drücken noch immer die hohen Lagerbestände, die nur unwesentlich vermindert werden konnten.
Die Stillegungen im Ruhrbergbau können im großen und ganzen als beendigt angesehen wer6en. Man kann rechnen, daß anfangs September die Belegschaftsziffer im Ruhrbergbau etwas mehr als 400 000 b trug; damit war sie ungefähr 25 000 Köpfe geringer als im Frieden und ungefähr 160 000 niedriger als die Höchst- zifser aus dem Jahre 1922. Der Rückgang der Förderung ist jedoch verhältnismäßig stärker als die Dermin6erung der Belegschaftsziffer: man kann mit einer durchschnittlichen arbeitstäglichen Förderung von 325 000 Tonnen gegen 380 000 Tonnen im Durchschnitt des Jahres 1913 rechnen. Man sieht also, 6aß die Airpassung der Förderung an den verringerten Bedarf bereits weitgehend durchgeführt worden ist. Zwar werden noch manche Feierschichten eingelegt (durchschnittlich zur Zeit 50 bis 60 000 in der Woche); diese Tatsache erklärt sich jedoch daraus, daß die hohen Lagerbestände allmählich in den Verbrauch übergeführt werden müssen. Der finanzielle Stand der Zechen hat eine Entspannung insofern erfahren. als von den unrentablen Betrieben wegen ihrer Stillegung die Selbstkosten der Werke nicht mehr belastet werden. Von eigentlichen Gewinnen kann jedoch auch jetzt bei der überwiegenden Mehrzahl der Zechen noch keine Rede sein. Immerhin ist vielfach die Ansicht verbreitet, daß auch im Ruhrbergbau der Tiefstand überwunden sei und daß die Linie der Entwicklung wieder langsam nach oben geht. Voraussetzung ist natürlich, daß keine Störungen politischer, wirtschaftlicher oder sozialer Art der anfteigenöen Kurve wieder einen Knick nach unten geben. In einem
solchen Falle wäre eine Gesundung des Ruhrbergbaues um lange Zeit zurückgeworfen.
Die Kohlenproduktion in Hessen.
Die monatliche Statistik der Kohlenprodkutron des Volksstaates Hessen weist für den Monat August 1925 folgende Zahlen nach: An Rohbraunkohlen wurden gefördert 34 404 Tonnen, verkauft wurden davon 15 377 Tonnen; der größte Teil der Rohkohle wurde weiter verarbeitet oder war zur weiteren Verarbeitung bestimmt. Aus den derarbeiteten Rohkohlen wurden neben Schwelereiprodukten erzeugt: 398 Tonnen Braunkohlenbriketts, 738 Tonnen Rahprehsteine. Außerdem wurden in Hessen erzeugt eine Anzahl Tonnen Steinpreßkohlen.
Unter Berücksichtigung der aus Vormonaten übernommenen Bestände, sowie des Absatzes und Selbstverbrauchs verblieben am Monatsschluß absatzfähig: 9973 Tonnen Rohkohlen, 312 Tonnen Briketts, 1973 Tonnen Raßpreßsteine, zusammen 12 258 Tonnen Braunkohlen und Braunkohlen- produkte im Gesamtwert von 67 675 Rm.
* Die Frankfurter Bankwelt am Privatdiskontmarkt. Die Sonderstellung, welche in der Angelegenheit der Primabankdiskonten von der Reichsbank für die Akzepte der Mitglieder der Berliner Stempelvereinigung zugestanden worden ist, hat sich, wie die „Frankfurter Zeitung" erfährt, das Reichsbankdirektorium entschlossen, auch den Akzepten einer Reihe von Frankfurter Bankfirmen einzuräumen, unter der Voraussetzung, daß die Firmen die bekannten Verpflichtungen einzugehen bereit sind. Es handelt sich dabei um folgende Frankfurter Firmen: Baß und Herz, Gebrüder Bethmann, Deutsche Effekten- und Wechselbank, Grunelius & Co., Georg Hauck & Sohn, Ladenburg. B. Metzler seel. Sohn & Eons., Lincoln Menny Oppenheimer, Lazard Speyer-Ellissen, Jak. S. H. Stern, Gebr. Sulzbach, Ernst Wertheimber & Co. und L. R. Wertheimber.
* Adlerwerke vormals Heinrich Kleyer, A.-G. in Frankfurt a. M. Die allgemeine Geldknappheit hat, wie die Verwaltung mitteilt, bei den Adlerwerken, wie allgemein in der Automobilindustrie, ein Nachlassen des Ariftrags- eingangs zur Folge gehabt, was eine Einschränkung der Belegschaft erforderlich macht. Die entsprechenden Anträge unterliegen zur Zeit der behördlichen Prüfung.
* Ausscheiden der Brüder Stin- nes aus der Rhein-Elbe-Llnion. Die Trennung des Stinneskonzerns von der Rhein- Elbe-älnion, die schon durch den Verlaus der im Besitze des Stinneslonzerirs befindlichen Aktien zur Tatsache geworden ist, wird nunmehr auch nach auf) en hin durch eine Mitteilung im Reichsanzeiger dotqmentiert, wonach neben Dr. Edmund Stinnes auch Hugo Sttnnes jr. aus dem Aufsichtsrat der Gelsenkirchner Bergwerks A.-G. ausgeschieden sind. Es ist anzunehmen, bah auch das Ausscheiden aus den anderen Konzemgeseli- schasten erfolgt.
Börsenkurse.
Frankfurt a.M-
Berlin
cirWiifc iSdjlufeh.
Schluß Nur,
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Mittag börfe
Datum:
11. 9. | 12 9.
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13 9.
5% Deutsche RcichSanlttbe - 4% Deutsche NrichSanleiye . 3V2% Deutsche Reichüanleihe 3% Deutsche NcichSanleihe . Deutsche Svarprämicnanleihe ■ 4% Preußische Konsuls . . . 4% Hessen
Deutsche Derlb. Dollar-Anl. bto- Doll.-Schatz-Antrcilng.tt 4% Zolltürken 5% Goldnicrikancr ....
Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat-Bank Tarmst. und Nationalbank . Deutsche Bank.........
Deutsche Bereinsbank .... Tisconto Commandit . . . Metallbau!...........
Mitteldeutsche Kreditbank. . Ocsterreichische Kreditanstalt. Weltbank ...........
Bochumer Guß . ...... BudcruL Caro Deutsch Luxemburg Gelserstircheuer Bergwerke. . Harpener Bergbau......
Kaliwerke Aschersleben.... .ttaliiDcrf Westeregeln rsaurahütle......... .
Obcrbedars Phönix Bergbau Ryeinstahl . Ricbeck Montan........ TclluS Bergbau Homburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd.....
Cheramtsche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann......
Anglo-Cont -Guano . . . . Badiscke Anilin.......
Cbeniilchc Mayer Alapin . . Goldschmidt Gries'cimer Electron . . .. Höchster Farbwerke Holzverkohlung Nütgerswcrkc .
Scheideanstalt Alla- Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann ..........
Mainkrastwerke ...... Schlickert . . ........ Siemens & Halske .....
Adlerwerke.lllcyer ..... Daimler Motoren Heyligenstaedt.........
Mcguin Motorenwerke Mannbeim frankfurter Armaturen . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgescll'chaft Frankfurt. Pet. Union A.-G........
Schuhfabrik Her; . . . . . . Sichel........... . .
Zellstoss Waldhos ...... Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .
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Frankfurter Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".)
Frankfurt a. M., 12. Sept. Tendenz: Befestigt. — Die Verstimmung, die die Börse seit einer Reihe von Tagen beeinflußte, dürfte völlig als überwunden anzusehen fein. Das scharfe Angebot ist zum Stillstand gekommen und der Markt war infolgedessen wesentlich entlastet. Die Haltung war zuversichtlich, und die im gestrigen Abendverkehr hervorgetretene Erholung der Kurse konnte weitere Fortschritte machen. Das Geschäft verlief aber ohne jede Anregung, und es kamen nur bescheidene Umsätze zustande, da immer noch eine gewisse Zurückhaltung vorherrschte. Die ungünstigen Wirtschaftsverhältnisse sind geeignet, die Kauflust wesentlich zu beeinträchtigen, und so
konnte es nur in einigen führenden Werten zu geringen Umsätzen kommen. Am Montan- markt wurden Buderus um 2 Prozent höher, während sich die übrigen Werte nur wenig veränderten. Für chemische Werte stellte sich Interesse ein, das aber zu Kursveränderungen keinen Anlaß gab. Elektrowerte waren leicht befestigt. Bankaktien lagen ruhig und zum Teil nachgebend. Sehr fest verkehrten dagegen Schiffahrtswerte bei Kursbefse- rungen bis zu 2 Proz. Autoaktien unverändert. Am Kassamarkt waren die Kursbewegungen äußerst gering. In Rentenwerten traten keine wesentlichen Veränderungen ein. Kriegsanleihe 0,247, Schutzgebiet niedriger 6100. Der Freiver kehr war umsatzlos, die Kurse bewegten sich auf dem gestrigen Stande. Der weitere Verlauf brachte zwar noch neue kleine Erholungen, aber das Geschäft schrumpfte noch mehr zusammen. Die Börse schloß die Woche in ruhiger befestigter Haltung. Die Geldverhältnis s e der Börse blieben weiter leicht. Tagesgeld dürfte sich auf 81/-. Proz. stellen. Auch Monatsgeld ist leicht erhältlich. Erste Adressen zahlen 91/.- Proz., zweite Adressen 10V2 bis 11 Proz. Im Devisenverkehr blieb Mailand gegen London mit 118,75 bis 119,25 weiter schwach. Paris war mit 103,25 613 103,40 unverändert. Das englische Pfund stellte sich auf einen Gegenwert von 4,833,4. Die Reichsmark liegt unverändert.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
<Jn Billionen Mark auSgedrückt. DuenoS-AireS. London, Neu« York, Japan, Rio de Janeiro für eine (Etnbeir, Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alles übrige für 100 Einheiten.^
Telegraphische Auszahlu »g.
11 Septbr.
12. Sept r.
Amtliche Geld
lloti rung Briet
Amtliche Oioticruna
Geld
Brief
Amst.lttott.
168.64
169,06
166,67
167,09
Buen. Aires
1.688
1.692
1.687
1.691
Brss.-Antw
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18,60
18.50
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102,92
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Stockholm •
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London. ■
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Spanien .
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Japan . . .
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Belgrad . .
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Lissabon
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Konstantin.
2,385
2,395
2.385
2.395
Athen. . .
6.09
5 11
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Canada. . .
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4,205
4.195
4.205
Uruguay . .
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0,21
4,20
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Banknoten.
Berlin, 12 Septbr.
Geld
Brief *
Amerikanische Violen.....
>.221
4.241
Belgische Noten........
Dänische Noten . .......
18,40
102 84
18,50
103,36
Englische Noten........
20,30-'
.0,402
Fran;öiischc 'Noten ......
19.74
19 81
Holländische Noten......
168,27
169.11
Italienische Noten......
17,28
17,36
Norwegische Noten......
88.62
89,06
Ten" ' ' . csterr , 5 ioo Kronen
59,00
59,30
Run- die Noten......
—
—
Sch-v. >id)c Noten......
112,22
112,78
Schwerzer Noten.......
8O,8u
81,20
Svanische Noten..... .
60.75
61.05
Tschechoslowakische Noten . .
12,392
12.452
Ungarische Noten.......
5.84
5.88
Berliner Börse.
Berlin, 12. Sept. Die letzte Börse der Woche begann bei stillem Geschäft zu den Kursen der gestrigen Rachbörse, die bekanntlich auf die Rachrichten über die Besserung des Absahes im Ruhrbergbau eine Erholung aufzuweism hatten. Die offiziellen ersten Rotierungen hielten fid/ auf dieser etwas gebesserten Grundlage. Da der Orders-Eingang infolge des frühzeitigen Beginns der Börse recht schleppend war, zeigte auch die Spekulation eine gewisse Zurückhaltung. Teilweise wurden wieder Blanko-Abgaben vorgenommen. die im Verlaufe der ersten Stunde die Dörsenhaltung ungünstig beeinflußten. Besonders Interesse bestand für Anilin-Werte auf die Meldung hin, daß die Beratungen über die Fusionsbestrebungen im Anilin-Konzern, die gestern in Frankfurt a. M. begannen, heute fortgesetzt werden. Entsprechend dem ruhigen Geschäft an den Aktienmärkten hielten sich die Llmsähe in engen Grenzen. Am Geldmarkt waren die offiziellen Sähe unverändert. Tägliches Geld 8 bis 9 Prozent, Monatsgeld 10 bis 11 • _> Proz. Darlehenswechsel wurden schon unter 8; i ausgenommen. Auch am Diskont-Markts stehen reichliche Mittel zur Verfügung, doch fehlte es hier an Material. Der Devisenmarkt hatte keine nennenswerten Veränderungen aufzuweisen. Die Reichsmark notierte in London 20,35. Paris 5,07, Amsterdam 59.21.
Berit:'.?: Pro'-vl e:.börse.
Berlin, 12. Sept. Der Produktenmarkt verlief heute in etwas freundlicherer Stimmung. Das Angebot ist sehr zurückhaltend geworden. Es notierten für 1000 Kilo: Weizen, mark. 215 bis 220, Roggen, matt. 166 bis 170, Gerste, märf. 210 bis 243, Futtergerste 178 bis 183, Hafer, märf. 176 bis 184, Mais, loko Berlin 214 bis 218, Raps 355; für 100 Kilo: Weizenmehl 30,50 bis 33,75, Roggenmehl 24,25 bis 26,25, Weizen- fiele 12, Roggenkleie 11, Viktoriaerbsen 26 bis 31. Futtererbsen 21 bis 24, Wicken 25 bis 28, Lupinen, blau 12,75 bis 14, Rapskuchen 16 bis 16,20, Leinkuchen 22,60 bis 22,90, Trocken schnitzel 12, Kartoffelflocken 18, Zucker 21.
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