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Frankfurter Frühjahrsflügc.

Frankfurt a. M., 12. Mai. (Wolff.) An den beiden Lagen der Iranlfurter Früh- jahrsflüge am 16 und 17. Mai werden, wie im vorigen Jahr, auch wieder Fallschirm- absprüngc aus dem Flugzeug gezeigt. Sine ganz besondere Anziehungskraft erhalten die Vor­führungen durch die Anwesenheit des neuen d r e i m o t o r i g e n Junkers-VerkehrS- F l u g z e u g s G. 23. daS am Montag unerwartet über der Stadt erschien. DaS Flugzeug, das neben neun Passagieren noch einen Luftbub und zwei Führer ausnehmen kann, ist erst vor kurzem durch das Internationale Garantiekomitee für den Luft- dienft in Deutschland zugelassen worden.

!*| Butzbach, 12. Mai. Sin Gau - Frauen-Wetturnen veranstaltet die Frauenab t e i lung deS Turn- und Sportvereins Butzbach am 23. und 24 Mai auS Anlast ihres 25jährigen Be­stehens. Am Samstagabend wird ein Kommers in der Fest Halle, verbunden mit turnerischen Dar­bietungen, Beigen und rhythmischen Tänzen vor- auSgehen, während Sonntag vormittags das Frauen-Wetturnen auf dem Sportplatz ..Lust­garten" stattfindet. Um 1 .2 Uhr nachmittag« wird ein Festzug in der Stadt ausgestellt, der nach dem Sportplatz führt, wo onschliestend allgemeine Freiübungen, Musterriegenturnen u. a. m. ge­plant sind Abends um */'.»6 Uhr findet die Siegerverkündung statt. 3n der Festhalle ver­anstaltet abends um 8 Uhr der Turnverein Bochum-Herne ein grosteS Bühnen- schauturnen. Die Frauenabteilungen der deutschen Turnvereine aus Grosten-Liirden. G i e st e n , Marburg, Wetzlar, Friedberg. Aidda haben ihre Beteiligung am Wetturnen zugesagt.

Schöffengericht Giehen.

* Gießen, 11. Mai. Der Uhrmacher Karl B. in Hilsbach (Baden) hatte am 1. April einen schweren Einbruch bei dem Gastwirt Wenzel in Bergheim verübt und Geld, Branntwein, Zigarren, Zigaretten, Schokolade, Seife sowie sonstige Gegen­stände gestohlen. Da er wiederholt wegen Diebstahls vorbestraft und rückfällig ist, erhielt er 2 In h r c Zuchthaus und 3 Jahre Ehrverlust.

Hinter verschlossenen Türen wurde gegen ein noch jugendliches Dienstmädchen aus Gießen wegen Abtreibung und gegen die Eheleute Andreas G. dabier wegen Beihilfe zur Abtreibung verhandelt. Erstere wurde zu 1 Monat Gefängnis ver­urteilt, gegen letztere erging Freisprechung. Au» der mündlichen Urteilsbegründung ging hervor, daß das Gericht den Angaben des schlecht beleumun­deten Mädchens, soweit es die Eheleute G. belastete, leinen Glauben schenkte.

Wirtschaft.

' Herabsetzung deS Privatdis­konts? Sine Herabsetzung des Zinssatzes für lange Privatkonten steht, falls nicht unvorher- aesehene Ereignisse eintreten, in Aussicht. Das Angebot hat feit Mitte der vorigen Woche der­artig nachgelassen, dah Käufer Konzessionen in bezug auf den Zinssatz zu machen geneigt sind. Der Sah für lange Sichten hat sich seit dem ersten Vvtierungstage, dem 3. April d. 3., bis heute unverändert auf 8 Proz. gehalten, während der Sah für kurzfristige Wechsel zwischen 8 Prvz. und 81,8 Proz. schwankte. Die Entspannung am offenen Geldmarkt ist in diesem Monat später eingetreten, als man erwarten konnte.

Feuer am Nordpol.

Techntsch-polittscher Roman aus der Gegenwart.

Don Karl-August von Laffert.

40. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Ein sofort herbeigerufener Arzt ordnete seine Ueberführung in ein Krankenhaus an. Hier wurde er durch zwei Aerzte einer eingehenden Unter­suchung und Begutachtung unterworfen, die aber au keinem oofitiven Ergebnis führte. Die schwache Atmung und eine fast völlig aussetzende Herztätig­keit Hetzer die Bermutung einer schweren Vergif­tung zu.

Während man zu einer Belebung der Herztätig, feit durch äußere Massage und durch Injektionen schritt, begab ich mich wieder ins Hotel, um die Wertsachen unseres Freundes unter Verschluß zu nehmen. Dabei fiel mir ein auf seinem Nachttische liegender Zettel in die Hand, den er wohl in der Nacht mit äußerster Kraftanstrengung hingekritzelt hatte. Er lautete :Fort, ober ich sterbe."

Schleunigst eilte ich ins Krankenhaus zurück und hörte hier von einem der Aerzte, daß der Pa­tient so gut wie aufgegeben wäre. An seinem .Kör­per zeigten sich bereits auffallende Stellen, söge- nannte Leichenflecke, wie sie bei frisch Verstorbenen aufträten.

Ich verlangte nun mit aller Energie ein Kran­kenauto, das uns aus dem Kohlenrevier fortbringen sollte. Schließlich fetzte ich meinen Willen burdi, und kurze Zeit daraus fuhren eine Schwester und ich mit dem Sterbenden nach Munster ab. wo wir ihn in eine Klinik bringen wollten.

Bereits eine Stunde nach unserer Abfahrt zeigte unser Patient eine deutliche Besserung. Der Puls- schlag wurde lebhafter, die Atmung freier, und als mir in Münster an kamen, konnte selbst ich als Laie erkennen, daß keine Lebensgefahr mehr vor­lag, was auch der dortige Chefarzt bestätigte. Aus den Angaben der Schwester ersah er, daß es sich an­scheinend um eine schwere Erkrankung gehandelt habe, deren Art und Veranlassung er aber auf keine Weise festzustellen vermochte.

Unterdessen war Sanders wieder völlig bei klarem Bewußtsein und behauptete, daß lediglich die Ausstrahlungen der Kohle Veranlassung sei-

Börsenkurse.

Frankfurter Abendbörse.

F r a n k f u r t a. M., 12. Mai. Zuversichtliche Stimmung gaben auch dem Abendverkehr das Gepräge. Der optimistische Charakter der Ten- denA war noch etwas gesteigert durch die günstige Ausnahme, die die Rede des Reichspräsidenten v. Hindenburg fand. Die Spekulation setzte die Rück- und Deckungskäufe in mäßigem Tempo fort, eine Geschästsbelebung war aber damit nicht verbunden, und die Amsähe hielten sich auch weiter in bescheidenen Grenzen. Bevorzugt waren wiederum chemische Werte, die neue ansehnliche Kurssteigerungen zu verzeichnen hatten. Auch einzelne Montanaktien erzielten neue Kursge­winne. Auf den anderen Märkten sind nennens­werte Veränderungen nicht eingetreten. Sproz.

Franksun a-M.

Berlin

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Chemische Maver «lavtzl . .

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Höchster Farbwerte......

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NülgerSwerke.........

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107,75

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101

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frankfurter «rmatoren . . .

Konservenfabrik Braun . . .

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Melallgesell'chaft ffrankfutt. kchublabrik Herz ....... Sichet..............

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Zuckerfabrik Frankenthal .. tiuderiabnf Wagbäulel - . .

3.90

2,05

4,05

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3,1

Kriegsanleihen fehlen die AufwärtSbewegung fort. Die Börse schloß in ruhiger fest er Haltung. Deutsche Anleihen. 5proz. Reichsanl:ihen 0.581. Bankaktien Commerzbank 102,25, Darmstädter Bank 125.25. Deutsche Dereinsbank 80. Disconto- gesellschast 114,50, Dresdner Bank 10525, Mittel­deutsche Creditbank 99.75. Reichsbank 133.50, Oesterrcichische Kreditaknen 7.90. Montanaktien: Deutsch-Lurembnrg 95,75. Harpen er 123. Rbein- stahl 97.50, Kali Aschersleben 16,10, Westeregeln 19,75. Chemische Aktien: Badische Anilin 138. Chemische Griesheun 127,62, Höchster Farbwerke 128.75. Holzverkohlung 7. Rütgerswerke 86 3n- dustrieakt.en: Adlerwerke Kleher 3,10. Aschaffen­burger Zellstoss 91. ASG. 107,75. Dyckerhoff u. Widmann 61,75, Cßlinger Maschinen 63. Spin­nerei Hammersen 27.12, Hanf Füßen 85, 3nag 1,12, Lahmeyer 75,75. Rheinmetall 7,53, Wanst u. Freytag 90,50, Zellstoss Waldhof 12, Badischer Zucker 2,975, Frankenthalzucker 4,05.

Devisenmarkt ctlinSrantfuri a. M.

On Billionen Mott eiitgebriüft. Buenos ?!fit». London. Reu- dort. Japan. Nio de Janeiro für eine Etndeu. Men und Bubapc: für 100000 Einheiten, alle« übrige für 100 Einheiten.)

Telegraphische Auszahlung.

11 Mat

1,'. Mai

Amtliche Noti rung

Äiiuliche Notierung

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Brief

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168.69

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169,09

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1,659

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Br» 'Intw-

21,18

21,24

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21.27

Gbrifiianld

70,81

70,99

70,33

70,51

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79.15

79,35

79,05

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112.18

112,46

112,16

112,46

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10,565

17.225

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10.565

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Vkunort . .

4.195

4.205

4.195

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Schweiz . .

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Spanien . .

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Japan - . - Rio de ynn.

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Wien ln D-.

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Prag ....

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Belgrad . .

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Budapest. .

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Bulgarien .

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Lissabon

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Danüg. . Konstantia.

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7 89

7.91

7.89

7.91

Banknoten.

Berlin, 12. Mat.

s^eld

Brief

rimerikanlkche R»le» ..... Belgische Noten . ....... DanUcke Noten........

Englische Noten. ....... Französische Noten ...... Holländische Noten ...... Italienische Noten . . . .

Norwegische Noten......

Deutsch Qesterr , Ä100 Krone» Rumänische Noten.....

Schwedische Noten ...... Schwerer Noten.......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . ...

4,178

21,15 78,75

20,327

2i,89

188,28

17,23

70,17 69,04

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1.87

4,198

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169,14

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69,34

112,48

81,49

60,80

5.89

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers

Berlin. 12. April. Die heutige Börse brachte für Kriegsanleihen eine Steigerung auf 0,67. Während die übrigen heimischen Anleihen in diese Besserung hineingezogen wurden, hatte es den Anschein, als wenn auch für die Effekten­märkte hiervon eine gewisse Anregung auSgmg. Daneben lagen einige weitere anregende Mo­mente vor, die geeignet waren, einer freund­licheren Haltung die Wege zu ebnen. Wäh­rend aus der Eisen-3ndustrie Berichte über eine leichte Besserung vor lagen, wurden auch auS an­deren Branchen ähnlich lautende Meldungen be­kannt. Auch die allgemeine Arbeitslage hat nach den vorliegenden Berichten eine Entlastung ei­

ner Erkrankung wären. Bereits in früheren Iah- ren bäte er in großen Kohlengebieten an Unluft- gefühlcn gelitten, die sich zeitweise zu krankhaften Störungen steigerten. Er habe daher nach Mög­lichkeit alle Kohlengebiete gemieden. Mit den Jah­re n sei wohl seine nervöse Uebereupfindlichkeit zugleich mit seiner Nutentätigkeit gestiegen und habe den jetzigen Anfall verursacht.

Als der Chefarzt von den bewußten Leichen- flecken Hörle, erklärte er, daß ein längeres Ver­weilen von nur wenigen Stunden in Gelsenkirchen feinen sicheren Tod verursacht hätte. Er behauptete, vor einem ärzlichen Novum zu stehen, das er auf dem nächsten Aerzekongreß vortragen würde.

Nach weiteren zwölf Stunden fühlte Sanders sich so weit hergestellt, daß der Arzt eine lieber- führung nach Kifjingen gestattete. Professor von Dapper ist ein alter Freund von Sanders, dem er bereits mehrfach bei nervösen Störungen geholfen hat. Er stellte eine nervöse Erregung des Herz- muskels fest sowie eine allgemeine Schwächung des Organismus und will ihn noch etwa vier Wochen in feiner Obhut behalten.

Ich reife morgen nach Kalmikowfkaja, wo meine Anwesenheit dringend erforderlich ist, denn unser Projekt wird jetzt spruchreif und bedarf an­gestrengtester Tätigkeit.

Ich bin, hochverehrte Fürstin, Ihr aufrichtig er­gebener , Georg Nagel.

Telegramm an Professor von Dapper in Kissingen.

Ich bitte, mir vom 23. ab Zimmer mit Salon und Bad zu reservieren.

Fürstin Linda Lahory.

Vierter Teil.

1.

Paul von Gunther hatte als junger (General- slabsoffizier im Weltkriege der Obersten Hereslei- tung angehört und hier sein.angeborenes Organi­sationslust vervollkommnet. !)a das stark verklei­nerte deutsche Heer seinem Ehrgeiz nicht mehr ge­nügte, suchte er eine Anstellung in der Industrie.

Zwei Jahre arbeitete er hart und unbeachtet in untergeordneten Stellungen, zuletzt in der Martens­

schen Flugzeugfabrik in Gotha. Ein Zufall brachte ihn mit seinem Ehef in nähere Berührung, der alsbald seine Begabung erkannte. Jetzt ging es Schritt für Schritt auswärts, und kurz vor der Ver­haftung von Martens erhielt er die Stellung als stellvertretender Direktor. Einige Zeit später wurde er durch Vermittlung von Hagen beauftragt, die Fabrik in Gotha allmählich aufzulösen und mit allem Personal nach Kalmikowskaja überzusiedeln. Hier traf er den glücklich befreiten Martens wieder, auf dessen Empfehlung ihm die Einrichtung der Ope­rationsbasis in Archangelsk übertragen wurde.

Mit einem Stabe von Gehilfen, der sich aus Technikern, Ingenieuren, Kaufleuten und ehemali­gen Offizieren zusammensetzte, trat er seinen neuen Posten an. Auch eine Anzahl sachverständiger und ortskundiger Nüssen teilte Stratosf ihm zu.

Nun folgte ein halbes Jahr angestrengtester Tätigkeit. Mitte Juni des nächsten Jahres waren bann alle Vorbereitungen vollendet, und auf eine dringende und ungeduldige Anfrage Nagels schickte Günther folgendes Telegramm nach Urals?:

Ausgänge des Weißen Meeres immer noch von starker Eisbarriere verschlossen. Durchbruch mit­tels Eisbrechers nicht vor vier Wochen aussichts­reich. Schlage vor, das Nowaja-Semlja-Projekt fal­len zu lassen."

Drei Tage später trafen Nagel und Stratosf in Archangelsk ein. In den weitläufigen Gebäuden der ehemaligen Arktik-Walfischfang-Gesellschaft war der Etappenhauptort der germano-russischen Nordland­kompagnie untergebracht. Einige gut eingerichtete Fremdenzimmer standen den Leitern der Gesellschaft zur Verfügung, während Günthers Köchin aus­reichend für Verpflegung sorgte. Günther holte die Gäste im Auto von der Bahn. Eine Stunde später saßen die drei Herren in einem größeren Zimmer und betrachteten eine detaillierte Karte des Nord­polgebiets.

,^aft dreitausend Kilometer von hier bis Pla- tinia", sagte Stratosf.

Es war der gewählte Name für die Fund­stelle des edlen Metalls. Die im Delgebiet anzu- legende Jabrikstadt sollte Petrolea heißen, wäh­rend das gesamte Neuland die Bezeichnung Nova Thule erhielt.

Das bedeutet für unsere Flugzeuge eine fast fünf Stunden längere Fahrzeit als von Nowaja

fahren 3m allgemeinen war bic Stimmung cm her Börse freundlich. Der Geldmarkt tnai weiter leicht. Am internationalen Devisen« markt waren keine nennenswerten Veränderung gen zu verzeichnen Paris waren gegen das englische P^und leicht gebeffert. Die Mark no­tierte in Zürich 123, in Pari» 4.55, in London 20.37. in Amsterdam 59.22',«.

Frankfurter Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht des ..Gießener Anzciger«*.1

Frankfurt a M. 12. Mai. Es wurden no­tiert: Weizen. »Wetterauer 21,75 bis 24. Roggen, inländischer 20 biS 23,75, Sommergerste für Brau­zwecke 21 bis 26, Hafer, inländischer 18 bis 23, Mais (gelb) 20,75 bis 22,75. Weizenmehl, in­ländische« lSpezial 0) 37,25 bi« 38.75, Roggen­mehl 30,75 bis 32,25. Weizenkleie 13,50 bis 13,75, Roggenkleie 14,50 biS 14,75. Tendenz: ruhig.

Berliner Produktenbörse.

Berlin. 12. Mai Am Produften markt schwächten sich die Preise nur mäßig ab. da das Meblgeschäst weiter schleppend ist. 3n Gerste und Hafer ist daS Geschäst rubtg geworden. Cs notierten je 1000 Kg Weizen (mätk.) 260 bi« 262. Weizen (Mail 264 bis 265, Weizen (3u£l) 260 bis 260.50, Roggen (märt) 223 bi« 227, Roggen (Mai) 225 bi« 224.50. Roggen (3uÜ) 221 bis 222.50, Gerste (märt) 224 bis 240, Futtergerste 198 bis 212. Has er (märt) 214 biS 222. Hafer (Mai) 199 bis 200.50. Hafer (3uli) 199 bis 189. Mais (frei Hamburg) 198. MatS (loko Berlin) 205 bis 209; für je 100 Kg.: Weizenmehl 33.00 bi« 36.50, Roggenmehl 3025 bis 32.75, Weizenkleie 14.80 bi« 15.25, Roggen- flcie 16.20 bi« 16.30, Diktonaerbsen 22.00 bi« 27.00, kleine Crbsen 20.00 bi« 22.00, Futter- erbfen 18.00 bis 20.00, Peluschken 18.50 bis 20.00, Ackerbohnen 19.00 bis 20.00, Wicken 19.00 bi« 21.00. Lupinen (blau) 10.00 bi« 11.50, Lupinen (gelb) 11.25 bis 13.50, ©eiTabellc 14.00 bis 15 30, Rapskuchen 15.20 bis 15.60, Leinkuchen 22.40 bi« 22.80. Trockenschnitzel 10.40 biS 10.60. Torf» mclaffe 9.20. Kartoffelslocken 19.80 bi« 20.20. Zucker 17.60 bi« 17.80.

Rundfunk-Programm

des frankfurter Senders.

(AuS der »Radio-Umschau".) Donnerstag, 14. Mai:

12 Ahr: Rachrichtendienst. 3 und 4 ilfjrj WirtschastSmeldungen. 4,20 Uhr: Nachrichten­dienst. 4.30 bi« 6 llbr: Rachmittags konz erck de« Hausorchesters: .Operetten". 6 Ahr: Wirtschafts- Meldungen. 6 bis 6.30 Ahr: Die Lesestunde (Aus lernen Ländern): Aus denKalifornischen Er­zählungen" von Drei Harte. 6.30 bis 7 ilbn Stenographischer Fortbildungskursus für alle 6 t) ft eine (Diktat von 150 Silben aufwärts). 7 llbr: WirtschastSmeldungen. 7 Ahr. ilcbcrtra- gung aus dem Frankfurter Opernhaus: »Die lustigen Weiber von Windsor". Anschließend; Rachrichtendienst, Wettermeldung, Sportbericht.

Darüber herrscht kein Zweifel, daß das Kind vor dem Schulgang unbedingt einer kräftigenden Nahrung bedarf. Geben Sie Ihrem Kinde Kuteke'sKubeka, es schmeckt ausgezeichnet, Ist sehr nahrhaft, regt an und Ist leicht verdaulich Schulärzte habe* Kubeka erprobt und bezeichnen es als das wertvollste FrOhstOcksgetrflnk. Holen Sie aus der nächsten Apotheke oder Drogerie ein PäckchenKubeka Der Versuch führt zum dauernden Gebrauch.

Semlja aus", jagte Nagel.Bis Petrolea sind cs sogar 3600 Kilometer, also gegen 18 Stunden. Eine starke Leistung, die ich unseren Flugzeugführern gern erspart hätte."

Sie werden es machen", meinte Güntbec. Andererseits haben wir hier das ganze Jahr hin­durch die gesicherte rückwärtige Verbindung durch die Eisenbahn, während der in Nowaja Semlja an- zulegendc Etappenhauptort neun Monate lang zu Schiff nicht erreicht werden kann."

Wie dachten Sie sich den ersten Verlauf, falls wir die Expedition von hier aus beginnen?" fragte Stratoff.

Sechzehn Flugzeuge liegen fahrbereit", faßte Günther. _,,'2ßir find uns ja einig, daß aus Grün­den der Sicherheit immer nur paarweise geflogen werden soll. Es beginnen zwei Aufklärungs­maschinen als Staffel eins, die Platma aufsuchen und die Stelle der anzulegenden Plattngrube ge­nau festlegen. Sie nehmen nur Benzinvorräte mit.

Am nächsten Tage folgt Staffel zwei, die wie­der Benzin und außerdem Lebensmittel ladet. So­bald sie in Platina eintrifft, fährt Staffel eins .zurück und bringt Meldung hierher. Dann erst fliegt Staffel drei, bestehend aus den beiden großen Wohnschiffen mit auserwählten Ingenieuren und Arbeitern. Nu» kann Tag für Tag eine weitere Staffel folgen, die abwechselnd Maschinen, Arbeitsgerät, Proviant und Benzin lodet.

Auf diese Weise fährt jedes Flugzeug alle sechs Tage hin und zurück, und ich behalte für unvor­hergesehene Fälle immer noch zwei Fahrzeuge in Reserve. Wir schasse also täglich zwei Tonnen nach Platina, so daß alles für diesen Platz vor­gesehene Material in drei Wochen dort sein wird, einschließlich der großen Funkenstation, die nach ihrer Aufstellung einen direkten Verkehr hierher ermöglicht.

Wollten wir dagegen warten, bis das Fahr­wasser nach Nowaja Semlja frei wird, so können noch sechs Wochen vergehen, bevor die erste Staffel abgeht. Da nehmen wir lieber den etwaigen Verlust einiger Maschinen mit in Sauf, der bei der großen Strecke von fünfzehn Stunden Flugzeit natürlich viel eher zu gewärtigen ist.-

(Fortsetzung folgt) k k *

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MUR DEMTADE