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Abendbörse.

(£.11.) Die

1,18

28

19,8

3,15

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(Nachdruck verboten.)

40. Fortsetzung.

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* Dhckerhosf L Widmann A G Biebrich a. Rh. Der Aufsichtsrat beschloß, der G. V. die Ermäßigung des Papiermark- Aktienkapitals für die Stammaktien im Der» hältnis von 50:3 und für die Vorzugsaktien im Verhältnis von 50:2 vorzuschlagen, unter Ermäßigung der Dorzugsdividende von 6 auf 4 Proz., auf insgesamt 7,3 Mill- Mark.

Dörlenkurse.

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Husten / Heiserkeit werden Ihnen untief turnte Krnntheiten beim brauch der L.xaitta-Hustcri-Boubons. die ©le tn allen Apotheken erhalten tonnen, oteta vorrätig: Univ.-ApothekeZum goldenen Engel. dläss heil wurde. Aber es stählte die Gleichgültigkeit gegen Gefahren und erhöhte die Lebensverach­tung. Unö auch in diesem Punkte traf Gert sich mit Murray. Es belästigte ihn nicht, ob Masarbai den Weg zu den nächsten Aulen finden würde oder ob es noch tagelang weiter­ging im Sonnenbrände und in sibirischer Kälte. Räubergefindel fomrte sich zeigen da hatte man Waffen zur Hand, ilnö wenn der Duran toste, verkroch man sich in einer Felsenhöhle.

Der erwachende Morgen kündete sich durch gewaltige Rebelschwaden an, die so dicht toawi. daß man nicht fünf Schritte weit sehen könne- Aber da Masarbai erklärte, nun seiner Sache sicher zu sein, so zog man trotz des Rebels wei ­ter. Stundenlang und mit größter Dorsicht, denn in dem undurchdringlichen Weih konnte jeder Fehltritt den Lod bringen. Gert und Murray ritten wieder voran. Murray war sowieso ein karger Sprecher, jetzt schwieg er völlig. Auch Gert war nicht zum Plaudern aufgelegt, äber er hatte die Höhenkrankheit überwunden und fühlte sich körperlich durchaus frisch. Der Ritt durch das milchige Gebrodel erzeugte in ihm nur ein eigentümliches Empsinden von Unwirklich­keit Man ritt wie in die Unendlichkeit hxnem, in ein großes Nichts, das von allen Seiten über den kleinen Menschen zusammenschlug.

Gegen Mittag drang die Sonne durch. Die Rebel zerrissen und zerflatterten. In langen Fetzen stiegen sie himmelan, sie lösten sich auf zu unwahrscheinlichen Gebilden, sie verdunsteten. Lind nun sah man Unerwartetes. Man war nicht auf der Pahhöhe. sondern in einem breiten Fel­senkorridor mit steil ragenden Hängen zur Rech­ten und zertrümmerten Schieferblöcken linksseitig, durch die man tief, tief hinab in eine schneefreie Talmulde blicken konnte. Braunes Gras schien da den Boden zu bedecken, und in weiter Per­spektive nach Osten zu schillerte das unvereiste blausilberne Band eines Flusses, der aus einem Quertal strömen muhte. Die Sonne lag voll auf dem Grunde der Mulde, wo es von dunklen Gestalten wimmelte. Menschen oder Tiere? Das Fernglas rückte die Erscheinung in nähere Sicht: eine gewaltige Schafherde weidete in der Schlucht.

(Fortsetzung folgt.)

34

27,9

27 28,62 1-3 90

22 . 25.80

12,70

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3 90 5,75

Die rote Kaschgar

Roman von Fedvr von Zvbeltih.

Es kam wieder eine abenteuerliche Zeit. In den endlosen Gassen Pekings tobte nicht lange mehr der Kampf, unter den Schüssen der Allner- ten ging der Aufstand zu Ende, durch das Gewrrr der Mandschusladt ritten russische Kosaken, zwi­schen den Lehrhäusern und den Holzbuden und durch den Iahrmarktstrubel des Chinesenviertels schmetterten die Märsche der Franzosen, und in das Allerheiligste der kaiserlichen Garten, durch das übereinander geschachtelte ..Tor der hohen Lauterkeit" rückten englische Truvven und schlugen zwischen P lästen un) m rm rnen ..hren- bogen in den Wecken Parkanlagen ihre Biwaks auf.

Die Deutschen unter Waldersee wartete man nicht ab. Gordon Murray überhastete den Auf­bruch, und Gert war es so recht. Fort von hier zum Teufel, was hatte man noch zu tun in diesem organisierten Wirrwarr, unter brüllenden Soldaten und plünderndem Raubgesindel und Europäern, die sich schon wieder die Rägel polierten, und drm Heer von Dirnen aller Rassen, die aus den geöffneten Freudenhäusern in par­fümierten Hausen quollen, um den Sieg zu begrüßen!

Also fort! Vorderhand immer im Anschluß an Truppenverbände, mit einer britischen Kamel­karawane, mit russischer Artillerie, mit einer französischen Reckerabteilung, mit einem Batail­lon Japaner. Roch Ist das Land in Aufruhr. In Zypressenhainen, unter zerschossenen Stadt­mauern, zwischen Pagoden und Tempeln, m den Staubtromben der Steppe und in den Bergen haben Boxer und versprengte Reguläre sich ein- genistet, und überall kommt es zu Gefechten. Auch mit Räuberbanden hat man gelegentlich zu tun, man hängt die Kerle an die Akazien und schießt sie reihenweise nieder, und wenn einmal ein Man­darin in irgendeiner Kleinstadt den europäischen Truppen entgegenkommend eine Augenweide be­reiten will, läßt er zu allgemeiner Belustigung auf dem Marktplatz ein halbes Dutzend Banditen

ebenso der hetmx icye Rentenmarkt. Der Geldmarkt liegt dauernd leicht, das Angebot überwiegt die Rachfrage. Tägliches Geld 8 bis 12 Prozent p. a.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

(Eigener Dxahtbericht des .Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M. 12 Ian. Auftrieb

1317 Rinder, darunter 374 Ochsen, 61 Dullen, 882 Färsen 408 Kälber, 359 Schafe. 4009 Schwei nr Es wurden bezahlt pro Zentner Lebendgewicht Rinder Ochsens voNfleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwertes 5257, junge, fleischige, nicht ausgemästetc und ältere ausgemastete 42 bis 50. mäßig genährte junge und gut genährte ältere 33-40; Bullen: vollfleischige ausgemastete Färsen höchsten Schlachtwertes 45-50 vollfle - schige jüngere 38-44; Färsen und Kühe, voll- leischige ausgemästete Färsen hochst«x Schlacht­wertes 5057, vollfleischige ausgemastete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 40 bis 48, wenig gut entwickelte Färsen 3849, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut ^wickelte jüngere Kühe 30-39, mäßig genährte Kuhe^und Färsen 20-30. gering genährte Äuje unö <zar- sen 1419. Kälber: feinste Mastkalber 62 bis 68. mittlere Mast- und beste Saugkälber 5460, geringere Mast- und gute Saugkälber 4452. Schafe: Mastlämmer und Mastham- mel 4044, geringere Mafthämmel und Schafe 3039, mäßig genährte Hämmel und Schafe <Merzschafe) 18-25. Schweine: vollflexschige von 80 bis 100 Kilo 6870, unter 80 Kilo 60-67, von 100 bis 120 Kilo 68-70, von 120 bis 150 Kilo 6870, Fettschweine über 1505nlo 6870, unreine Sauen und geschnittene Eber 5565. Marktverkauf: Rinder und Kleinvieh bei ruhigem Handel geräumt. Schweine hinterlassen bei gedrücktem Geschäft etwas lieberstand.

Frankfurter Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht des »Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 12. Jan. Es wurden notiert: Wetterauer Weizen 21,50 bis 24,50, Roggen, Inland., 22 bis 24, Sommergerste für Brauzwecke 25,50 bis 32. Hafer, xnland. 18 bis 22 50, Mais, gelb 21,75 bis 23, Weizenmehl inländ.. Spezial 0, 39 bis 41,75 Roggenmehl 34,50 bis 38.50. Weizenkleie 1425 Ji« 14,50, Roqgenkleie 13.25 bis 13,75, Erbsen 35 bis 38, Linsen 45 bis 50, Heu, süddeutsches, gut, Brocken 10, Weizen- und Roggenstroh 6 bis 6,50, -«--re» ber, getrocknet 21,50 bis 22. Dendenz: Fest.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 12. Ian. Der Produktenmarkt war fest, vorwiegend wieder am Termmmarkte. Das Geschäft nicht besonders umfangreich. Max- weisen 280281. Es notierten die Tonne Wetzen (mäckck.) 239-243, Weizen (März) 270, Welzen (Mai) 281-282. Roggen (mark.) 230-236, Roggen (März) 261. Roggen (Max) 270-271,5, Gexlte (märt.) 282 -294, Gerste (neue) 200-220, Hafer (märt.) 179-186. Hafer (pomim) lb?-178, Mais (La Plata) 220-224. Mais (Max) 211.», Raps 405, Leinsaat 420-425; der Doppelzentner Weizenmehl 32,75-35. Roggenmehl 32,25-34,75, Weizenkleie 16,60. Roggenklexe 15,40, Dcktorxa- erbsen 31-35. kleine Erbsen 20-23, Futtererbsen 19- 20, Peluschken 16-17.70. Ackerbohnen 18-20, Wicken 1618, Lupinen (blau) 11,3013 Lupinen (aelb) 1616,50, Serradelle 1618, Rapskuchen 1818 20, Leinkuchen 26, Trockenschnihel 9,30 bis 9 50, Torfmelasse 9,6010, Kartoffelflvcken 19,20 bis 19,50.

(Sn einem Teil der Auflage wiederholt.)

Neue Kämpfe in China.

Paris, 12. Jan. (TU.) Rach Meldungen aus Schanghai finden an der Grenze der aus­ländischen Riederlassungen heftige Kämpfe zwischen zwei chinesischen Divisio­nen statt. Die Truppen des Gouverneurs von Schanghai mußten sich bis an die Grenze der französischen Riederlassung zuruckziehen Aus Den benachbarten Dörfern treffen sausende von Flüchtlingen ein. Man erklärt, daß für die Ausländer zur Zeit noch ferne Gefahr besteht. 3um Schutze der französischen Rxederlassung wurde eine Marineabteilung gelandet.

köpfen. Endlich ist man in Kalgan. wo die Große Mauer sich in Doppellinien über den Bergrücken zieht, und man kann an die Zusammenstellung der Expedition denken. Die geretteten.Missionen Schwedens und Amerikas leisten dabei hilfreiche Dienste, es geht älles im Fluge und Gordon Murray doch noch nicht eilig genug. Er ist gewissenhaft in den Einzelheiten und oberflächlich für das Ganze, er sieht auf Zweckmäßigkeit und ist in vielen Dingen wahnsinnig unpraktisch. Er Will zuverlässige Leute um sich haben, doch nur wenige, er spricht nie von Forschung, sondern lediglich von seinem Vergnügen, er will auch keine gelehrte Ausrüstung mit sich fajteppen, er will Tourist sein und nichts sonst. 11 m> ge­rade so paßt es Gert Hova.

Die ersten Herbststürme unterbrechen ine Sommerglut, da geht es weiter. Es ist friedlicher geworden, der Aufstand ist niedergerungen, nur hie und da auf den Gebirgspässen regt es sich noch, wo der flüchtende Feind sich verschanzt hält. Doch die kleine Karawane hat bald das Gebiet der Revolutionäre hinter sich. Einmal trifft sie auf einen Zug bewaffneter Chinesen, die ein Dutzend Sänften über die Landstraße geleiten, aber scheu weiterziehen und nicht an Angriff denken. Sie gehören auch nicht zur Armee und noch weniger zu den Boxern, sie tragen zum Teil sogar Prunkgewandung und dazu sehr alte, kaum noch brauchbare Waffen, und zwischen den Sänften fällt ein kostbarer Palankin auf, etcrgen- söimig gebaut, mit goldenen Drachenköpfen und von allen Seiten durch gelbe Seide verhüllt. Als nun die Karawane vorüberzog, stutzten die begleitenden Kulis, warfen sich in den Staub und erhoben ein großes Geschrei, und für einen Augenblick wurde der gelbe Seidenstoff gelüftet und dahinter erschien ein altes Weißes Frauen­gesicht unter einem turbanähnlichen Aufbau mit breiten gestickten Bändern. Die Kulis sagten, es sei daserhabene Antlitz", und es mag auch wirklich die greife Kaiserin gewesen fein, die auf ihrer Flucht durch die Hungersnot im Lande von einem Ort zum andern, gejagt wurde...

Die letzte Vision im Aufstandsgebiet. Run steigen die Wege an, unermeß iche Wälder dehnen sich aus, man durchzieht das Hochland von Gansu, umschrextet das Silberblau der Seefläche von

Berliner Dorfe.

(Eigener Drahtbericht des »Gießener Anzeigers".) Berlin, 12. Jan. Die Börse eröffnete die neue Woche in durchweg fester Haltung, bei allerdings nicht umfangreichen- Umsätzen. Die Regierungskrise legte eine gewisse Zuruckhaltung auf, auf der anderen Seite wird die feste Hal­tung dadurch unterstützt, daß bei dem Heber * angebot an flüssigem Geld dieses teil» weise Anlage am Cfsek tenmarkte suchte. Während sich teilweise das Kursniveau gegen Samstag kaum verschob, stehen doch wieder eine Reihe von S p e z i a l p a p i e r e n xm Vorder­gründe des Interesses. So war am K a 11 m a 111 außerordentlich starkes Interesse für Krugers- h a l l vorhanden, während die übrigen Kaliwerte eher vernachlässigt waren. Auch in Petro- leumteerten entwickelte sich exn größeres Geschä ft, ferner in Goldschmidt und Hochbahn. Der Kolonialmarkt lag ruhig,

Kokonor, ' nähert sich den ewig dampfenden. Sumpfen von Zaidam und klettert dann wieder hangan in höhere Regionen, in bie Heimat des wilden Vaks. Run ist man schon in dcn tibetanischen Bergen, oft in unfruchtbaren Ein­öden, die Kamelen und Gäulen kaum Rahrung bieten, in Schneestürmen und wirbelnden Stauv- massen, im Urwald und im Wüstensande, trifft aber immer noch auf chinesische Ansiedlungen, wo keine Fremdenfeindlichkeit herrscht und man freundliche Aufnahme findet. Und weiter zwi­schen lichter werdenden Waldungen, durch das Trümmermeer einer alten Ruinenstadt, auf einem CEeae den vor undenklichen Zeiten schon Marco Polo'beschritten haben soll, durch neue Wüsten- felder und verstreute kleine Oasen über die Grenze von Ost-Turkestan nach Chotan. Ein paar Tage Rast dann abermals weiter auf der großen Karawanenstraße am Rordrande des Kyenlun- Gebirges. durch versiegte Flußtäler, tief einge­bettet zwischen mächtige Konglomeratbänke, wieder auf Bergmatten mit weidenden Antilopen Herden, durch malerische Landschaften, Granitbogen, Schluchten in die belebte Ebene von Iarkent, der Hauptstadt des chinesischen Ost-Turkestan.

Köstliche Reise, reich an taufend wechselnden Bildern, an mancherlei Gefahren und Entbehrun­gen, an Reugeschautem, an Unvergeßlichkeiten! Sn der Hindukarawanserei von Iarkent ein län­geres Ausruhen, unterbrochen durch die Aus­rüstung einer neuen Karateaste, Schlendertage durch die chinesischen und mohommedanischen Stadtteile, durch schmutzige. enge, staubige Gassen und das Gewühl der Basare, mit der Aussicht auf stahlblaue Berg kämme, die Mauerwand um das geheimnisvolle Innere von Pamir.

Und nun hier in dieser einsamen Bergwelt. Man hatte erreicht, was man wollte: die abso­lute Kulturlosigkeit. Und es war doch auch so, daß der unersetzliche Verlust der Karten mit Mög­lichkeiten rechnen ließ, die nicht einmal in das Programm ausgenommen waren: mit langen und vielleicht unendlich mühevollen Irrfahrten, ehe man wieder aus menschuche Wesen stieß. Es lag in der ganzen Art Murrays, sich lieber auf sich selbst zu verlassen als auf andere. Dies Stolz­gefühl nützte nicht viel in einem unbekanntem | Lande, in dem die Ratur zum Feinde der Mensch-

toir rechnen, daß eine durchschnittlich- Ara<^ von 150 Prozent vorhanden ist, dann liegen darin 10.5 Prozent Verkehrssteuer, und der Be­trag. den die Reichsbahn in Wirklichkeit be­kommt. ist 139.5 Prozent. Das ist deshalb von ungeheurer Wichtigkeit, weil diese Verkehrs«-uer versteinert; sie muß solange erhoben werden, wie die Reparationspflicht dauert. Schon ans diesem Grunde ist es ganz ausgeschlossen, daß wir zu Friedei'starifen in Deutschland zurückkommen denn bie Verkehrssteuer wird immer die Tarife nach oben brücken. Wir haben im Personentarif eine Erhöhung von ungefähr 132 bis 135 Rechnen Sie die billigste Klasse, die vierte Klasse, bei der 10 Prozent Verkehrssteuer zu erheben sind, so macht das schon 13,5 Prozent für ine Verkehrssteuer, und wir haben nur eine tatsäch­liche Erhöhung von 121.5 Prozent. Roch un­günstiger rcd",net sich dies für d'.e Reichsbahn bei der dritten Klasse, weil hier 12 Prozent Ver­kehrssteuer erhoben werben; tetr bekommen hier 118.80 Prozent des Friedens.

Run die Fragen, wieweit sich die Selvst- kosten der Eisenbahn erhöht haben. Darüber muß ich Ihnen einige detaillierte Mitteilungen machen. Die allgemeine Weltteuerung wird mit 25 Prozent angenommen. Das ist die angeb­liche echte Teuerung. Darüber hinaus haben wir für unsere eigenen Bedürfnisse erheblich höhere Preise zu zahlen; für die Kohle 140 Prozent des Friedenspreises, für die Schmier­öle 153 Prozent. Kupfer 160 Prozent. Stahl­blech und Werkzeugstahl 140 Prozent, Roststabe 200 Prozent, Farben 200 Prozent, Textilien und Leder 175 Proz. Wir liegen also mit unseren Tarifen vielfach unter dem Preise, den tetr für die hauptsächlichsten Bedarfsartikel der Reichs­bahn anlegen müssen. Dazu kommen die Per­sonalkosten. Wir haben eine der härtesten Maß­nahmen durchführen müssen, die vielleicht nie in der Geschichte eine- industriellen Unternehmens sich ereignet haben, den Personalabbau, der ja bei uns die ungeheure Größe von 300 000 Men­schen angenommen hat. Richtsdestowen-ger sind die Personalkosten auch heute noch relativ hoch. Die Kopfkosten waren im Jahre 1913 1588 Mk. Sie waren am 1. Januar 2243 Mk. Wir hatten vor dem Kriege eine Belegschaft von 692700 Mann mit einem Kostenaufwand von 1,1 Mil­liarden. Etwas besser rechnet sich der Per­sonenverkehr. Der Personenverkehr war ja in Deutschland immer insofern ein Defizit der Reichsbahn, als man nie die Tarife mit den Selbstkosten in Einklang brachte. Das ist jetzt in der Hauptsache durch die letzte Erhöhung der Tarife geschehen, aber nicht allein dadurch, son­dern auch dadurch, daß wir in dem Bestreben, den Betrieb so wirtschaftlich wie möglich zu machen, den Rachtbetrieb vielfach eingestellt ha­ben daß die Züge nicht mehr an allen Statio­nen' halten, wenigstens soweit es vermeidlich ist, um an Personal und an Kosten zu sparen. Hätten wir nicht überall die Ausgaben einge­schränkt und hätten wir das zum Teil nicht auch voitübergehend getan in bezug auf rollen­des Material und Bauten, so würden wir mit den heutigen Tarifen nicht auskommen, und wenn unsere eigenen Ausgaben erheblich stm- gen sollten, so wäre zu befürchten daß nicht eine Ermäßigung, sondern eine Erhöhung der Tarife erfolgen muh.

Deulichr ReichSonIrtve <®/0 Deutsche ReichSanleihr 3/»% Deutsche Neichsanletl», 3®/ Deutsche SieichSanleihe I.utfdx SuuröramienanltUx 4°/o Preuhische ÄoulolS t°, Hellen ......

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Berliner Handelsgesellschaft frommett- und Privatbank Tarmft. und Na>tonatdank Deutsche Baut - Deutsche BeremSbank . . TlScomo fromrnandir Mrtallbank Mitteldeutsche Credttbank L?csle>reichlich« frreditanstaU flBeftban! ...........

Bochumer ÖH8 ...... BuderuS Caro ....... Deutsch-Luxemburg ..... Gelsenkirchener Bergwerk. Harpeucr Bergbau.....

zsalnverke SlscherSleben. . . . ftaitiverf Westeregeln. . .«< . Laurabülre. . .....

Cberbebarf ....... Pbonil Bergbau ....... mheim'tadl...........

Stiebest Montan . TelluS Bergbau - ..... Hamburg-Amerika Pakt. . . Norddeutscher Llovd ... Cheramtsche Werke Slbw . - -jeineutwerk Heidelberg . Pl'ilivv Holjmann ..... Anglo front -Guano .... Badische Anilin Tbrmiiche Mayer Alapta - Goldschmidt GrieS i eimer Electron .... Höchster Farbwerke ..... Holzverkonlnng . - ..... viütgerswcrke .....

^chetdcanstali Villa Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann . . Mamkraftwerk: ..... . . ©ändert ..... Siemens L Halste ...... Adlerwerke Kley« ..... Daimker Motoren. ..... Heyligensiaedt ....... Megnin o Frankfurter Armaturen Konservenfabrik Braun , . Meral!geselvchast Frankfurt Pet Union A.-G Echubtabrik Heiz . .

Sichel. . . ......... Zellstoff SBaiobof Zuckerfabrik Frankenthal .. Zuckerfabrik Waghäusel . . .

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

(An Billionen Mark aukgedrückt. vuenoS-SirrS, Sondon. «e«, toor!. Jovan. Rio de Io.ietrv füt et ne Ein bett. Zim u.itz tzudapeit für 100000 Einheiten, alle« übrige für 100 Einheiten.»

Telegraphische Auszahlung.

Brie'

«,192 21.0 76,0 re,18 .2 6

70,02 17,7 14,21

6,9.8

2,16 1'3,71. t1,?7

9,4' 12,bl 6

5,83

Vorläufige Richtzahlung von Rentenbankzinsen. Unter B^ugnahme auf die Verfügung deS Reichsministers der Finmx- zen' vom 20"September 1924 gibt der Rachrich­tendienst der Deutschen Rentenbank bekannt, daß tne zum 15. Februar 1925 fällige zweite Rate i$r Rentenbankzinsen von den Industriellen, ae» werblichen und Handelsbetrieben einschließlich der Banken vorläufig bis zur' anderweitigen Rege­lung nicht zu zahlen ist. Der von der Landwirt­schaft, Forstwirtschaft und Gärtnerei evtl, noch zu zahlende Restbetrag für April bis Oktober 1924 ist erst nach Feststellung des Zinssolls auf Grund des berichtigten Mehrbeitragswertes zu entrichten. , . ,

.* Benz & Co. Automobil- und Mo- torenf o6rif in Mannheim. Der Auf­sichtsrat beschloß, der auf den 6. Februar cmzu- berusenden a. o. G. D. die älmfteHung des Stamm­aktienkapitals im Verhältnis von 16 - j : 1 vor­zuschlagen. Dementsprechend würde jede Stamm­aktie über 1 000 Pm. auf 60 Rm. ermäßigt wer­den. Heber die Behandlung der Dvrratsaktien wurden endgültige Beschlüsse noch nicht gefaßt.

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4,17 20,94

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2,1 112,72 b0,8 59,1 12,36

5.81

Frankfurt a. M., 12. San- . Abendbörse hatte heute ein außergewöhnlich leb­haftes und angeregtes Geschäft. Infolge von Auslandskaufaufträgen nahmen die atmsaye einen sehr großen Umfang an und erzielten auch tm weiteren Verlaufe weitere Steigerungen. Fast alle Gebiete setzten mit bedeutend erhöhten Kur­sen ein, so daß die Börse mit den höchsten Tage»' Eurfen schloß. Bevorzugt war wieder der Mon­tan- und Chemiemarkt, außerdem die Autowert<. Auch am Elektromarkt stellten sich neue Kurs­steigerungen ein. Die Höherbewegung und leb­hafte Kaufneigung übertrug sich auch aus den Bankattienrnarkt, der sich heute erstmals beweg­licher zeigte. Am Anleihemarkt konnte sich gleich­falls eine Befestigung durchsetzen. Ausländische Renten waren lebhafter gefragt. Im ^oro^r- arunde standen wieder türkische und ungarische Renten. Deutsche Anleihen: 5proz. Reichsanleihe 0.945. 4proz. Reichsanleihe 1180, ^proz. Preuß. Konsols 1437, 3proz. Preußische Konsols 1350 Agio-Schätze 0,7, 41/3broA. Schatzanleihe von 24 610 4proz. Baden von 1901 1650. Ausländische Renten: Zolltürken 11,37, 4proz. Türken (Ad­ministration) 9,5, Türken von 1905 9.37 Bag­dad II 9,12, Monastir 10, Ungarische Gvldrente 10 5, 4> .proz. Ungarn von 1924 9,62, 4proz. ^lng. Staats.e'nte 8.62. G-ldmexikaner (abgestempelt) 38. Bankaktien: Berliner Handelsgesellschaft 173.5, Commerzbank 6.87, Darmstädter Dank 14.50. Deutsche Dank 13.62, Deutsche Effekten- und Wechselbank 4.40, Deutsche Vereinsbank 0.32, Dis­kontogesellschaft 18.55. Dresdner Dank 9.45, Me­tallbank 20.75. Mitteldeutsche Kreditbank 1.95, Rheinisch- Kreditbank 3.45, OesterreichischeKredit- aftien 10.50, Wiener Bankverein 6.75. Montan­aktien: Bochumer 91, Buderus 23, Harpener 135.50, Mannesmann 69, Mansselder 5.37 Phö­nix 60, Rheinische Braunkohlen 46.37, Rhein- stahl 55, Rombacher Hütte 30.50, Tellus 3.40, Laurahütte 7.30, Kali Aschersleben 20.37, Kali Westeregeln 23.75. Chemische Xtien; Badische Anilin 34, Berliner Anilin 26.90, Chemische Griesheim 27, Scheideanstalt 25.80. Elberfelder Farben 28,70. LH. Goldschmidt 27,87, Höchster Farben 28.62, Holzverkohlung 10.87, Che­mische Rhenania 8.12. Rütgerswerke

22 75 Elektroaktien: AEG. 12,70, Elek­

trische Lieferung 110.75, Licht und Kraft 8.90, Felten 35.50, Lahmeyer 14.87, Mainkraft 12.90, Schlickert 67. Transportwerte: Hapag 30.25 bis 30, Rordd. Lloyd 4. Schantungbahn 2.90. Son­stige Industriewerte: Kleyer 3.90. Daimler 5.75, Reckarsulmer 9.12. Aschaffenburger ZeMvff 33, Cernent Heidelberg 28. Dyckerhoff und Widmann 5 12 Deutsche Erdöl 60.37. Lechwerke 23.40. Gebr. Iun'ghans 13. MetallgescMchaft 19,80. Julius Stichel 3.15, Ehern. Mainz 12.20, Dinger 4.60, Waghäusel 4.40, Stuttgart Zucker 4.40.

Neva.t ° I,

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r,rn«., te. Januar.

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Belgische Noten .......

Dantichr Noten ......

frnqlifdic Noten .....

Französische Note«

holländische Noten

Ftalienische Noten .....

Norwegische Noten.....

Deutscv-Oesterr, i 100 Kron«

Rumänische Noten

Schwedische Roten

Schweixer Noten ......

Spanisch: Note» .....

Tschechoslowakische RottO . .

Ungarische Noten

Frankfurter

Fran"nrt M

Bern»

5d)tu6- fiur»

Schluß k. Abend» bb>se

Sd-Iu^k 5* u<h Mittag. b^rle

10.

12. .

.1.1 c 1

10. Januar

12. Januar

Repartz

10J12.

Amtlich» 9 Aeld

totierung Brief

kUntUchr Nonec 111

ÜlelD i

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vmll -Rott

17», IS

170,61

1.9,41

169,86

volljvoll

Brll -Antw

20.54

11, »a

20,9)

21,0j

voülüod

Gbdftinnlc.

64.34

64,50

61,12

64,2

volljvoll

Kovenbagen

7.,16

75,31

74,91

7;» ,09

voll voll

Stockvolm .

113,01

11o,29

113,01

113,29

voll voll

HelkingforS.

16,55

10,59

10,515

10,9

voll voll

Itoliert. . .

-7,67

17,61

17,63

17 67

voll.voll

London. . .

20,10

20,15

20,115

20,165

DOO'UOU

Neuvork ..

4,195

4,205

4,1)5

4,205

voll.voll

Pari?. . . .

12,61

£2,57

22,50

£2,50

voll voll

Schweiz . .

81,18

81,36

83,90

61,10

vou voll

Spanien . . Wien itt D---

b9,03

>9,74

D9.43

k9, 7

voll.voll

Ceft. abgest

5,907

r,9?7

6,907

8,927

voll voll

Prag . . . .

15.61

1k,85

12,60

1£,64

voll voll

Budapest.

8,825

6,84 "

5,84

5,86

voll voll

Gucn.Airek

:,C63

1^67

1.665

1,6 9

voll voll

Bulgarien

Ü,05

8,66

8,025

8,03

voll voll

Japan . . Rio de ft an-

1,608

1,812

1,668

1,612

vou voll

7,34

1,468

s.,-19

t,501

ucu voll

Belgrad .

7,36

6,92

b 94

voll voll

Lissabon

19.89

19.ES

13.83

! 19.92

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