Büchertisch
— Städtebilder und Kulturprobleme aus Italien. Betrachtungen über Erlebtes und Erschautes von Karl Wohlig. (Bergland-Verlag Elberfeld.) Mit 16 Kunstbeilagen. Ganzleinen 4 Ml. — Das Werk Möhligs ist nicht etwa eine einfache Reisebeschreibung. . sondern alles ist mit dem Auge des Well- anschaulers gesehen, ist die seelische Reaktion auf Erlebtes und Erschautes, das Ganze zusammengehalten in einem künstlerischen Rhythmus. 3n großen Zügen, plastisch geschaut und klassisch geformt, läßt der Verfasser die einzelnen Städte Italiens im Glanze ihrer Palazzos, Denkmäler und Kirchen erstehen und stellt die einzelnen Kulturbetrachtungen — denn das ist der rote Faden der Darstellung — in grandioses Weise unter ein scharfes, charakteristisches Schlaglicht. So bringt er unter Verona das Problem germanischer und romanischer Kultur in ihrer Durchdringung; unter Bologna wird der Rehts- staat und das Agrarproblem behandelt: unter Florenz wird ein farbenprächtiges Bild der Renaissance, weiter der Wiege der Menschheit, des subjektiven Ich, dann der Träume deS Quattrocento gezeichnet: unter Rom w'.rd das Problem Kultur gewürdigt, während in dem zweiten Kapitel über Rom („Die Lebendigen und die Toten") besonders das Problem Volk in poetisch feiner und zugleich soziologisch tief schürfender Weise untersucht wird: unter Reapel wird dem Leser das primitive Menschentum vorgestellt und die Frage aufgeworfen, ob dieses eine überwundene Stufe ist: unter Genua taucht der Typ der heutigen Zivilisation und Dekadenz, das moderne kulturlose Genießerleben auf, und letzthin in dem Kapitel über den „feuerspeienden Berg und die tote Stadt" werden denl Verfasser Vesuv und Pompeji zu Urbildern, welche Revolution und Evolution, ferner das Kulturende veranschaulichen. Es muß in der Tat ein Genuß sein, mit einem solchen Führer durch Italien zu reisen, nicht bloß zu sehen, sondern zu verstehen, zu empfinden, was einem entgegentritt. und als Lebensgut in sich aufzunehmen. Die Fülle der einzelnen Probleme, welche das Buch bringt, und die Hellen Gedanken, die: immer wieder aufblihen, machen das Werk zu einer Bereicherung unserer Literatur: es ist das reife Werk eines genialen Gelehrten, eines gelehrten Künstlers. 52f
Von allem
ist Cafetin das Beste. 1O799D Versuchen Sie selbst t
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)
Nr. 266 Dritter Blatt
Donnerstag, (2. November (925
Historische Kommission für Hessen und Waideck.
Die diesjährige Hauptversammlung fand am 31. Oktober im Senalösaale der Universität statt. Von auswärtigen Vorstandsmitgliedern, Strstern, Patronen und Mitgliedern waren erschienen die Herren Geheimrat Prof. Dr. Bchaghel (Sie- ßen), St - i nrat Pros. Dr. Blecher (Friedbergs, Prälat I >. Dr. Diehl «Darmstadt-. Archivdirektor Dr. Dieterich iDarmstadt). Bibliotheksdirettor Prof Dr Eb:l (Gießen), Bibliothelsdireltor a. D. Geheimrat Prof. Dr. Haupt (Gießen), Heusohn, Vorsitzender des Hanauer Geschichtsvcreins «Hanau), Bibliothetsrat Dr. Israel (Kassel). Stu- dicnrat a. D. Prof. Leih (Eorbach), Universitäts- Professor Dr. Rauch (Gießenß Hosmarschall a. D. Gunlhram Frhr. Schenk zu Schweinsberg (Fron- Hausen). Graf zu Solme^ Rödelheim (Reinhards), Bibliotheksdirettor Prof. Dr. Steinhausen (Vertreter der Stadt Kassel) und Zolldirektor a. D. Woringer (Kassel). Der Vorsitzende Staatsarchiv- direklor Geheimer Archivrat Prof. Dr. Kück trug den Jahresbericht vor, dem folgende Einzelheiten entnommen seien. Die Kommission hat durch Tod verloren die Herren Geh. Kommerzienrat Dr. Henschel (Kassel), Oberst a.D. v.Geyso (Marburgs '.''niverpjlätSprofessor Geheimrat Dr. Rachfahl (Freiburgi, ^ln.versitätsprofessor Dr. Digener (Gießen). Generalleutnant a. D. Deß (Marburg) und Superintendenten D. Wissemann (Hofgeismar). Als neue Mitglieder wurden gewählt die Herren LlniversitätZprosessor Dr. Aubin (Gieren), Archivasscssor Dr. Elemm (Darmstadt). Pr.vat- do-ent Dr. Eckhardt «Göttingen). Llniversttats- prosessor D,. F> blich (Gießen), Oberbibliothekar a. D. Professor Dr. Fabrlcius (Marburg). Landgerichtsrat a. D. Geh. Iustizrat Heer (Marburg) und Archivdirektor a. D. Geh. Archivrat Wagner (Wiesbaden). AuS dein Kassenbericht des Schatzmeisters ergab sich, daß die Mehrzahl der Patrone ihren Jahresbeitrag von r.iindestens 50 Mk. für das Jahr 1924 noch nicht bezahlt, viele einen weit geringeren Beitrag geleistet haben, so daß die Einnahmen sehr gering waren. Selbst körperschaftliche Mitglieder, w:e Kreisstädte, haben nur kleine Beträge zur Verfügung gestellt, andere sind über den Mindestsatz in anerkennenswerter Weise hinausgegangen. Bei diesen spärlichen und ungewissen Einnahmen kann die Kommission ihren Verpflichtungen, wichtige, druckfertig vorliegende Veröffentlichungen herauszu» gcbrn, nicht nachkommen. Es müssen daher die Patrone on ihre übernommene Pflicht nachdrücklich erinnert werden. Die Rotgemeinschaft der deutschen Wissenschaft hat auch weiterhin zwei große wissenschaftliche Unternehmungen der Kommission unterstützt. Reimers Historisches Orts- letilon für Kurhessen ist nunmehr mit 34 Bogen vollständig gedruckt. Einige Rachträge und Berichtigungen sind nod) anzufügen, so daß das Werk denrnächst abgeschlossen ist und in Buchform ausgegeben werden kann. Gundlachs ..Eatalogus professorum Marpurgensium". das Verzeichnis sämtlicher Marburger Hochschullehrer mit lebens- geschichtlichen Angaben von 1527 bis 1910, ist bis zum Bogen 18 gedruckt. Die Drucklegung des ersten Bandes der „Quellen zur hessischen Reformationsgeschichte". deren Einleitungsband seit 1915 vorliegt (W. Sohin, Territoriüm und Reformation in der hessischen Geschichte 1526 bis 1555) wird Herr Archivhilfsarbeiter Dr. Herzog vorbereiten, und die von Reimer bearbeiteten Regesten der Urkunden des Klosters Haina in dec Abteilung „Klosterarchive" sollen von Herrn Staatsarchivrat Dr. Gutbier druckfertig gemacht werden, vorausgesetzt, daß die für den Druck erforderlichen OTtfet aufgebracht werden können. Lieber die im Rahmen der „Quellen zur Rechtsund Verfassung, g Schichte der hessischen Städte" geplante Veröffentlichung der Rechtsquellen der Werrastädte Witzenhausen, Allendors, Eschwege und Sontra berichtete Herr Privatdozent Dr. Eckhardt aus Göttingen. Die Arbeit ist für die beiden ernstgenannten Städte bereits in Angriff genommen. Wie zahlreiche ausgelegte Karten beweisen, ist das Geschichtliche Kartenwerk unter. Leitung von Herrn Prof. Dr. Stengel im vergangenen Jahre erheblich weiter gefördert worden. Dor dein Druck steben Arbeiten über die Grafschaft Wittgenstein (Dr. G. Wrede) und die Verwaltung der turmainzischen Aemter in Hessen und auf dem Eisfeld (Dr. H. Falk): abgeschlossen oder nahezu fertig sind Untersuchungen über Ziegenhain (F. Brauer), Hersfeld (E. Ziegler), Frankenburg (E. Anhalt) und die solmsischen Territorien (Dr. Uhlhorn), in Arbeit find einige niederhessische Aemter, Ridda und Fulda. Rä° heres und weitere Pläne enthält der Bericht Stengels „Dom geschichtlichen Atlas für Hessen und Rassau" im „Hessenland", 37. Jg. (Kassel 1925), Heft 9. Lieber die Abgrenzung der einzelnen Arbeitsgebiete haben die beteiligten Kommissionen von Kurhessen und Hessen-Darmstadt ein Abkommen getroffen. Im Anschluß an die Hauptversammlung fand im Gasthof „Zum Ritter" ein gemeinsames Essen statt, an dem sich über zwanzig hiesige uni> auswärtige Mitglieder beteiligten.
Wirtschaft.
• Herabsetzung des Diskontsatzes für preußische S ch a tz a n w e i s u n g e n. Wie der „Amtliche Preußische Pressedienst" mitteilt, hat sich das preußische Finanzministerium infolge der seit einiger Zeit stetig zunehmenden Geldflüssigkeit entschlossen, den Sah für die weiterhin durch die Preußische Staatsbank (See- Handlung) zur Ausgabe gelangenden preußischen Äeichsmarkfchatzanweisungen um Proz. zu ermäßigen. Die Abgabe erfolgt daher bis auf weiteres an Banken und Bankiers zu 71 < mit der Maßgabe, daß eine Weitergabe an Danken, und Bankiers zu 7'/^ Proz., an Privatkundschaft zu 7 Proz. zu erfolgen hat. Bezüglich der Möglichkeit der Rediskontierung oder Lombardierung verbleibt es bei den bisherigen Sähen.
" Die Wirtschaftskrise im Saargebiet. Die schwere Wirtschaftskrise im Saargebiet wird durch die Frankenentwertung von Tag zu Tag bedrohlicher. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, stehen große Arbntskämpfe im ganzen Saargebiet bevor. Die Gewerkschasts- gruppen haben den Arbeitgebern neue Lohnforderungen unterbreitet. Der Arbeitgeberverband der Saarindustrie hat dis Lohnforderungen der Gewertschastsor^anisationen wegen der schlechten Wirtschaftslage abgclehnt. Im Holz- und Baugewerbe will der Arbeitgeberverband
zur Aussperrung der gesamten Holz- und Bauarbeiter schreiten. In drei Saarbrücker Großbetrieben haben die Arbeiter bereits ihre Kündigung erhalten.
Dörsenkurfe.
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Berliner
Börse.
Börse begann,
Berlin, 11. Rov. Die heutige
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Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung.
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Banknoten.
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Berliner Handclsgesellichast.
•Lommerz. und Privat-Bank Tarnst. und Nanonalbant • Deui'che Bank.........
Demlche veretnSbauk .... DiSconlo Lommandit . . . Metall bank..........
Mitteldeutsche «Kreditbank. .
Oellerrcichische Creditanstalt Weltbank .........
Lochumer Sutz ......
BuderuS ........
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Deulsch-Luremburg Gelsenkirchener Bergwerke . .
Harpener Bergbau Kaliwerke AscherSleben.... Kaliwerk Westeregeln..... Laurahüttc ........
Oberbcdarf
Phönir Bergbau sllbein'wbl ..........
Nie deck Montan ....... TelluS Bergbau. ...... Hanlburg.Aulerika Paket. . . Norddeutscher Llovd
Theramischc Werke 2Hbtn . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp HoUmann......
Änglo-Lom .Guano . . . •.
Badische Anilin...... .
Cbenmche Mayer Alavin . . Goldschmidt . .....
Gricsi ebner Electron .... Höchster Farbwerke .vol;verkohlung ....... NütgerSwerke .. Scheideanttalr
«llg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann Maiirkraftwerke..... .
Schultert Siemens <fc Halske ..... Adlerwerke Kleber ..... Daimler Motoren. ..... Hcbligenstaedt..... ...
Meguin.....
Motorenwerke Mannheim .
frankfurter Armaturen Konservenfabrik Braun . . . Mctallgeiell choft Frankfurt. Pcl. Union A -G. . . . .
Schub'adrik öcr, ....... Sichel . . Zellstoff Waldhos Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .
obwohl das Geschäft noch weiter zusammenschrumpfte, in freundlicher Tendenz, insbesondere für einige Spezialwerte bestand ein gewisses Interesse. So wurden K a l i w e r t e — auch die unnolierten — von der Spekulation bevorzugt, da man die amerikanische Anleihe des Kausyndikats grundsätzlich für perfekt hält und den endgültigen Abschluß noch in dieser Woche erwartet. Daneben behaupteten heimische Renten ihre gestrige Befestigung. Ungarn waren weiter bemer» tenswert fest. Am Monianaktienmarkte blieb die Berbindlichkeitserklärung des Schieds- spruchs im Ruhrbergbau, der eine Erhöhung der Spitzenlöhne um 6 bis 7 Prozent vorsieht, und der die Zechen veranlaßt hat, weitere Einschränkungen, Betriebsstillegungen und Entlassungen anzukündigen, unbeachtet. Der Geldmarkt ist weiter sehr leicht, Tagesgeld war für erste Firmen schon mit 7 Prozent angeboten, im übrigen bewegten sich die Sätze zwischen 7L und 9,5 Prozent. Monatsgeld unverändert 10 bis 11,5 Prozent. Das Devisengeschäft war ruhiger. Paris lag gegen London leicht gebessert mit 121,60. Die polnische Währung war heute schwächer. Die Reichsmark notierte gegen Mittag in London 20,35, Amsterdam 59,17.
Frankfurter Mendbörse.
Frankfurt a. W., 11. Rov. Die Abendbörse war bei lustlosem, unbedeutendem Geschäft für die Aktienmärkte erneut schwächer. Stärkeres Inte.esse dagegen nahm der Auslandsmarkt in Anspruch, wo ungarische Werte aus der bereits
131* 94 25* i103.5* . 105*
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Frankfurt a.M.
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Amtliche Noti runa
Amtliche Notierung
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Brief
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Norwegische Noten......
83/4
84 36
Deutsch^esterr-, ä 100 Kronen
58,96
59.26
Rumänische Noten......
—
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Schwedische Noten......
111,99
112,55
Schweizer Noten.......
80.64
81.04
Spanische Noten.......
59.63
59.93
Tschechoslowakische Noten . -
12.577
12.437
Ungarische Noten.....
5.84
5.88
§chach-Eckre.
Bearbeitet von W Orbach.
Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaition des „Gießener Anzeigers".
Problem Nr. 36.
Don P. Lea Haudworth.
I. Preis „Brighton Guardian" 1883.
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Schwarz, d e
Weiß zieht und setzt in zwei Zügen matt. Weiß: 5 Steine. Kc6, Dg2, Td4, Tf8, Lai.
Schwarz: 4 Steine. Ke5, Bc3, Be4 Bf5. Ein sehr feiner Zweizüger.
Partie Nr. Ä7.
Die beiden Führer der nachfolgenden lehrreichen Partie, welche beim 1. Kongreß des Allrussischen Schachbundes zu Petersburg am 18. Juli 1923 gespielt wurde, sind russische Teilnehmer des jetzt beginnenden großen Moskauer Schachturniers.
Zweifpringerspiel im Nachznge.
Weiß:
Rabinowitsch.
Schwarz: L ö w e n f i sch.
1. e2-e4 1. e7-e5
2. Sg!-f3 2. Sb8-c6
3. Lrl—c4 3. 8x8-16
4. Sf3-g5
Diese alle Fortsetzung führt zu einem verwickelten Spiele. Sie wurde in neuerer Zeit an der Turnierpraxis von Dr. Tartakower angewandt.
4 4. d7-d5.
5. e4xd5 5. Sc6-a5
6. Lc4 - b5+
An dieser Stelle ist die von Morphy gebrauchte Fortsetzung 6. d2—d2 besser, da es hiernach nicht so leicht für Schwarz ist, den Angriff durchzuführen.
6 6. c7-c6
7. d5xc6 7. b7xc6
8. Lb5-e2 8. h7-h6
9. Sg5-f3 9. e5-e4
10. Sf3-e5 10. Lf8-d6
Alles nach bekannten Mustern.
11. d2-d4 11. Dd8-c7
12. Lcl-d2
Dieser Zug wurde von Tschigorin oft angewandt. In der Partie desselben Turniers
Lebedjew—Löwensisch war die Fortsetzung 12. f4. et! 13. Sxf3, 0-0 14. 0-0, c5 15. Le3, Ld7 16. d5, Tb8 und Schwarz stedt besser.
Schlecht für Schwarz wäre die Fortsetzung. 12 12. Sa5-b7!
12 , LXe5 13. de, Dxe5 14. Lc3, Dg5 15. Dd6, Dxg2 16. Thl-fl
13. Ld2 - c3 13. Sf6-d5
14. Ddl—d2. Um Dauernverlust zu vermeiden« 14 14. 0-0
15. Sbl-a3 15. f7-f6
16. Se5-c4 Schlecht wäre Sg6 wegen Te8 mit der Drohung Kh7 nebst g5!
16 16. Ld6xh2!
Hiermit erobert Schwarz endlich seinen geopferten Bauern mit überlegenem Spiele zurück und zwingt Weiß entweder nach 17. 0-0 -0 L14, 18. Se3, Lxe3 (oder Sxe3. fe, Lg5, Lc4+, Kf8, D12, Sd6, Le2, Sf5 usw.) 19. fe, Dß3.
20. Sc4, Leb mit üblerer Position zufrieden zu geben, oder das Figurenopfer anzunehmen. Aach- oem Weitz sich zum letzteren entschließt, verliert er die Partie forciert.
17. g2-g3 17. Lh2xg3
18 \2xrf 18. e4-e3!
Sehr richtig gespielt! Auf sofort Dxg3 +, Kdl e3, folgt Del.
19. Dd2-d3 19. Dc7xg3+
20. Kel-dl 20. Sd5-f4!
Das ist Pointe: hierauf wäre das Bauernschlage« falsch, wegen 21. Dxe3, Sxe2 22. Kxe2, Dg2-b 23. Df2, Lg4+ 24. Ke3, Ta 825. Se5, Dd5 und gewinnt. 21. Dd3-e4 21. Lc8-g4!
22. Shl-el 22. L^4xe2-s-
Weih gab die unhaltbare Partie auf.
Lösung des Problems Rr. 35.
Don D. Hülsen in Beelitz.
1. Df7 - f8, Kd5 2. e4 + usw. 1 , Kb5, b6 2. Dc5 4- usw.
Aus der Schachwelt.
Schachweltmeister Capablanca, welcher sich auf der Durchreise von Cuba nach Moskau (zwecks Teilnahme am dortigen Turnier) befindet, gab in Berlin im Cafö Zilka eine Simultan- Dorstellung gegen 30 Gegner. Rach sehr langer Spieldauer muhten 1 '3 der Parteien abgeschäht werden. Das Resultat war, da Capablanca scheinbar sehr übermüdet, kein hervorragendes. Er gewann 19 Parteien, verlor 1 Partie und machte 10 Partien unentschieden. Unter den Zuschauern befanden sich die Meister Dr. Emanuel Lasker, Reti und Sämisch.
Die Narrenkappe.
Splitter und Sparren Dom RedaktionStisch.
Aeulüner.
Die Zeitschrift des Deuffchen Sprachvereins bringt Dorschläge, die zum mindesten originell sind. Es handelt sich natürlich wieder einmal um die Verdeutschung längst in die deutsche Sprache eingegangener Fremdwörter. Rach anderen Uebersetzungsversuchen: Automobil gleich Zitter- oder Bebewagen, wird folgende Gleichung ausgestellt: Der Theaterdirektor = Schaubold. Der Regisseur — Spielbold. Wir möchten noch Vorschlägen: Krittler — Diebold!
(Aus „Die Premiöre".)
Gipfel beS Fortschritts.
Mein Weg führt mich täglich an der Wohnung eines Arztes vorüber. An der Haustür prangt ein Schild mit der Aufschrift: „Höhensonne im Erdgeschoß."
bekannten Ursache lebhaft und zu steigenden Kursen umgeietzt wurden. Schiffahrtswerte umsatzlos. Deutsche Anleihen wenig beachtet. Die Abend- börse schloß in schwächerer Haltung. Deutsche Anleihen: 5prozenttge Reichsanleihe 0,2121/2. Ausländische Renten: Ungarische Goldrente 13,275, 4.5prozentige Ungarn von 1924 11,75, 4prozenttge Ungarische Staatsrente von 1910 10,50. 4prozenttge Türken (Bagdad II) 6,62. Bankaktien: Commerzbank 93,75. Darmstädter Bank 103,50 (Medio), Deutsche Bank 104,25, Dresdner Bank 100, Mitteldeutsche Creditbank 89,50, Reichöbank 133,50, Qesterreichische Crcdit- aftien 6,80. Chemische Aktien: Badische Anilin 117,75, Elberfelder Farben 118 (Medio), Höchster Farben 117,25. Industrieaktien: AEG. 91, Elektrisch Licht und Kraft 90 (Medio), Fuchs Waggon 0,21, Löwenbräu München 158, Rombacher Hütte 22, Waßtz & Frehtag 65,75.
Ausfall der Abendbörse am Freitag.
Frankfurt a. M., 11. Rov. Am Freitag, den 13. Rovember, fällt mit Rücksicht auf die Anwesenheit des Herrn Reichsptäsidenten von Hindenburg die Abendbörse aus.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M.» 11. Rov. Cs wurden, notiert: Weizen (Wetterauer) 23 Brf., Roggen (inländischer) 17,25, Sommergerste (für Brauzwecke) 21,50 bis 23,50, Hafer (inländischer) 18,50 bis 21, Mais (gelb) 18,50 bis 18,75, Weizenmehl (inländisches, Spezial 0) 38 bis 38,50, Roggenmehl 24,50 bis 24,75, Weizenkleie 9,75 bis 10, Roggenkleie 10 bis 10,25. Tendenz: Geschäftslos.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 11. Rov. Der Produktenmarkt war für Weizen fester, für Roggen behaupteL Die Ausfuhrmenge für Weizen ist jetzt wieder grötzer geworden, auch für Roggen besteht jetzt Exportbedarf, ebenso für -Ha,er in guter Ware. Gerste still, Mehl und Futterartikel weiter ruhig. Es notierten pro Tonne: Weizen (märkischer) 221 bis 224, Weizen (Dezember) 236,50 bis 237, Weizen (März) 239 bis 240, Weizen (Mai) 244, Roggen (märkischer) 135 bis 138, Roggen (Dezember) 155, Roggen (März) 167,50 bis 166,50, Roggen (Mai) 171,50 bis 171, Gerste (märkische) 184 bis 208, Futtergerste 148 bis 160, Hafer (märkischer) 160 bis 169, Hafer (Dezember) 173,50 bis 174, Hafer (März) 179 bis 179,50; pro Doppelzentner: Weizenmehl 27 bis 31,25, Roggenmehl 20 bis 22,25, Weizenkleie 11,20 bis 11,30, Roggenkleie 9 bis 9,20, Biktoriaerbsen 23 bis 31,50, kleine Speiseerbsen 22 bis 24, Futter- erbsen 18 bis 20, Peluschken 16 bis 18, Acker«» bohnen 19 bis 22, Wicken 20 bis 25, Lupinen (blau) 11,50 bis 12,50, Rapskuchen 14, Leinkuchen 21 bis 21,20, Trockenschnitzel 7,60 bis 7.80.
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