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Nr. 290 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Freitag, u. Dezember (925
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hall 70,5, Ufa 44, Unterfranken 50,5 Prozent, weiteren Verlaufe wurde das Geschäft ruhig. Stimmung wurde etwas beeinträchtigt durch immer noch ungelöste Regierungskrise. Auch drückende Wirtschaftslage trat wieder mehr in
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zu 71/2 bis 9 Prozent, für erste Adressen noch darunter .Monatsgelb 91 _> bis 11 Prozent. 3m Devisenverkehr notierte Warschau gegen Kabel 9,5. Die Reichsmark wird gemeldet: London 20.37, Amsterdam 59.25.
Börsenkurse.
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Vordergrund. Infolgedessen kam es in einigen stark gestiegenen Werten zu Gewinnsicherungen. Die Grundstimmung blieb aber weiter fest. Der Geldmarkt steht unter dem Zeichen des Angebotes in Tagesgeld, das schon zu 7 Prozent zu haben ist. Monatsoeld 9,5 bis 11 Prozent. Bankdiskonten 7 Prozent. Im Devisenverkehr stellte sich Paris auf 128.45. London ist mit 4,85 bis 4,85g etwas fester. Die übrigen Valuten sind unverändert.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 10. Dez. Es wurden notiert: Weizen. Wetterauer. 25.50 bis 25.75, Roggen.inländischer, 18 bis 18.25, Sommergerste für Brauzwecke 24 bis 26.50, Hafer, inländischer, 18.75 bis 22, Mais (gelb) 20.75 bis 21. Weizenmehl, inländisches. Spezial 0, 41.50 bis 42.50, Roggenmehl 27.50 bis 28. Weizenkleie 11.50 bis 11.75, Roggenkleie 11.50 bis 11.75, Tendenz: Abgeschwächt.
Rundfunk-Programm
deS frankfurter Senders.
(Aus der »Radio-Umschau".)
Samstag, 12. Dezember.
3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend.
4.30 bis 6 Ahr: Äachmittagskonzerl des Ha.ts- orchesters. Hektor Beclioz. 6 b'.s 6.30 Ahr: Die Lesestunde (für die reifere Jugend): Aus „Die rote Koppel", eine Tiergeschichte von Svend Fleuron. 6.30 bis 6.50 Ahr: Die „Amschau". 6.50 bis 7.30 Ahr: „Schülerreise nach Spanien". Dortrag von Prof. Franz Wünenberg. 7.30 bis 8 Ahr: „Chinesische Musik". Vortrag mit Beispielen von Dr. W. Heinih-Hamburg. 8 bis 8.30 Ahr: Stunde des Frankfurter Bundes für Volksbildung: „Können imAntergrund von Frankfurt und Umgebung Bodenschätze erbohrt werden?". Vortrag von Dr. H. Adluft. 8.30 bis 10 Ahr: „Das Postamt", ein Bühnenspiel von Rabindranath Tagore. 10 bis 11 Ahr: Übertragung von Kassel: Lautenabend aus alter und neuer Zeit.
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Letzte NaMrichten.
Totschlag in Frankfurt.
Frankfurt a. M., 11. Dez. (WTB.-Draht- meldung.) In der vergangenen Nacht ist es in der Weinwirtschaft Jaidc, Bethmannstr. 29, aus bisher noch nicht aufgeklärten Gründen zu Streitigkeiten gekommen, in deren Verlauf der Inhaber des Lokals, Iaide, einen Schlag auf den Kopf erhielt. Der Mann wurde in dos Heiliggeist-Hospital eingeliefert, wo er im Laufe der Nacht seinen Verletzungen erlegen ist. Ob es sich um einen häuslichen Streit oder um einen Streit mit Gästen handelt, konnte bisher noch nicht festgestellt werden. Die Ermittelungen sind noch im Gange.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt <t M.
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Reisenden der bei der Landkundschast gut etngeführt ti't und sich über bisherige Erfolge auS- roeifen kann.
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statt. Oberpfarrcr Knodt (Schlitz) schilderte in einem kurzen Referat die Entwicklung der Arbeit der oberhessischen Volksmission, die sich die Aufgabe gestellt hat. die geordnete Arbeit des Pfarramts und der Seelsorge in brüderlicher Weise zu unterstützen. Nachdem es gelungen ist, innerhalb fünf Jahren nun schon den dritten Bcrufsarbeiter anzustellen. können von diesen drei Verufsarbeitern auch in diesem Winter achttägige Evange - lisationen in großer Zahl durchgesühri werben. Gern dienen sie, wo sie von Kirchcnvorstän- den oder Pfarrämtern gerufen werden. Da sie aber doch in erster Linie für Obcrhessen zur Verfügung stehen sollen, wurde beschlosien, die Arbeit der Dolksmission auch in den beiden anbauen und sie unter der Leitung des Landesvereins für Innere Mission als Zentralstelle zusammenzufassen. Ferner ivurde beschlossen, die Arbeit, welche seit Februar d. I. im ^chwesternkreis der Volksmission in Oberhessen für Schwestern, die keinem Mutterhaus angehören, organisiert ist, auch in Starkenburg und Rheinhessen in Angriff zu nehmen. Der Landesverein für Innere Mission wird die Schwestern, die feinem Verband angehören. zu vorbereitenden Versammlungen nach Darmstadt und Mainz einladen, bei denen Pfarrer OT cm inert, der den oberhessischen Schwestern- kreis im Auftrag der oberhessischen Volksmission leitet, über diese Arbeit berichten und die gleiche Organisation für Starkenburg und Rheinhessen in die Wege leiten soll.
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Kirche und Schule.
Kirchlich positive Vereinigung in Oberhefsen.
Am Dienstag hatte sich nach längerer, durch den Druck der Zeit gebotener Pause die Kirchlich positive Vereinigung in Ober- Hef s e n in der Herberge zur Heimat dahier, zur schlichten Feier ihres 20jährigen Bestehens versammelt, nachdem der Landesverein bereits im November snne Hauptversammlung zu Darmstadt gehalten hatte.
Die Kirchlich positive Vereinigung will, wie schon ihr (Harne und ihre Monatszeitschrift: „Für Bibel und Kirche" andeuten, die evangelische Kirche in den Tagen der religiösen Zerfahrenheit, ja des Abfalls und dessen traurigen Folgeerscheinungen, auf dem ewigen Grund erhalten wissen, auf den sie die Reformatoren neu gestellt haben: auf die unverfälschte Bibel, d. h. die unvergänglichen Heilswahrheiten, und sie will die christliche Lehre durch Tatbekenntnis im All- tagswandel bewähren und so, auf die Amwelt wirkend, der Kirche dienen.
Rach Verlesung des 24. (Advents-)Psalmes grüßte der Vorsitzende, Prof. Dr. Weimar, auf den Ernst der Zeitlage hindeutend, die aus Stabt und Land erschienenen Männer, Frauen und Jugend, worauf Dr. Avemarie aus Darmstadt den angekündigten klaren, tiefbeweaenden, stark anfasfenden Vortrag über das Thema: „Wir und die Bibel" hielt unter Hinweis auf die Hauptfeinde der Bibel aus drei Lagern, die ihr doch nichts anzutun vermögen, auf die hohe Wertschätzung des Buchs der Bücher durch die größten Geister der Jahrhunderte, sowie unter Zurückweisung der Anstände, die schiefen, oft törichten Arteile über die Bibel. Die Ausführungen nur zu skizzieren, läßt leider der verfügbare Raum nicht zu. Die folgende Aussprache bestätigte nicht nur die dankeswerte Darbietung, sondern suchte sie auch u. a. durch Darlegung des rechten, segensreichen Gebrauchs der heiligen Schrift in Kleinmünze zu prägen.
3m 2. Teil der Tagung behandelte und formulierte eingehend und eindringend Staatsanwalt Knauß, unter allseitiger Zustimmung, Organisationsfragen mit der Aufforderung zu reger Werbung für die Sache der Kirchlich positiven Vereinigung, die für ihre Gießener Mitglieder fortan allmonatliche, für den weiteren Kreis auch aus der Provinz vierteljährliche Zusammenkünfte plant.
Zur Förderung des Turnunterrichts.
nd. R i d d a, 10. Dez. Die Lehrer und Lehrerinnen des Bezirks Ridda, die Turnunterricht erteilen, haben sich zu einem „Turnlehrerverein Ridda und Amgegend" zusammengeschlossen, um durch gegenseitige Aussprache, Vorträge und Vorführung von Turnübungen der Schüler den Turnunterricht zu fördern und einheitlich zu gestalten. Auch die in Betracht kommenden Lehrpersonen der hiesigen Realschule i. E, haben sich dem Vereine angeschlossen. Zum Vor.itzen- den des neuen VeremZ wurde Lehrer Deck, hier, bestimmt, der die Turnlehrerprüfung für Volks- und höhere Schulen bestanden hat und bereits ü.er vielseitige Erfahrungen und tiefgründige Studien auf diesem Gebiete verfügt. Er hielt in der ersten, gutbesuchten Versammlung des Vereins eigen sehr lehrreichen Vortrag über den „Stand der Leibesübungen in Deutschland" und führte in Lichtbildern neuere Hebungen e.nrr Musteranstalt in Leipig und hervorragender Meister der Leibesübungen vor, die den Turnlehrern sicher viel Anregungen boten, den Turnun.erricht immer erfolgreicher zu gestalten und den neuzeitlichen Richtungen anzupassen.
Ausbreitung der Missiousarbeit.
ow. Frankfurt a. M., 9. Dez. Am Montag fand hier eine Besprechung des Vorsitzenden und des Direktors des Landesoereins für Innere Mission mit Vorstandsmitgliedern der oberhessischen Volksmission und Vertretern verwandter Bestrebungen in Rheinhessen
Gerichtsfaal.
WSR. Mainz, 9. Dez. 3m Vorort Bretzenheim waren in der Abortan'age einer Wirtschaft des öfteren die elektrischen Birnen ge stöhlen wordcn. Am den Dieb zu erwischen, hatten der Wirt und sein 60911, ein Monteur, die Beleuchtungsbirnen mit einer Stark st romleitung in Verb'.n- bung gebracht. Einige Tage später fand man abends in der Ecke des Pissoirs einen jungen Mann leblos. Angestellte Wiederbelebungsversuche hatten keinen Erfolg. Vater un) Sohn hatten sich nunmehr wegen fahrlässiger Tötung vor dem Schwurgericht zu verantworten. Der erstere erhielt zwei Monate, der letztere zwei Wochen Gefängnis. Der als Sachverständige zugezogene Kreisarzt hatte festgestellt, daß der junge Mann ein Herzleiden gehabt und es nicht erwiesen sei, oaß der verstärkte elektrische Sttom die direkte Todesursache gewesen sei. — Vor dem Schwurgericht stand ferner eine 69jährige Monatsfrau unter der Anklage, in einem Ehescheidungsprozeh einen Meineid geleistet zu haben. Das Gericht hielt die Angeklagte des wissentlichen Meineids nicht für schuldig, nahm aber an. daß bei ihrem Alter eine gewisse De- einflussung durch bei dem Ehescheidungsprozeß interessierten Zeugen nicht in Abrede zu stellen sei. Das Gericht verurteilte die bisher unbe- strafte Angeklagte unter Zubilligung mildernder Amstände wegen fahrlässigen Falscheids zu z w est Monaten Gefängnis.
Wirtschaft.
• D i c Grobhandelsindexziffer. Die auf den Stichtag des 9. Dezember berechnete Großhandelsindexz-.ffer ist gegenüber dem 2. Dezember (123,9) um 0,3 Proz. auf 122,5 zurück- gegangen. Don den Hauptgruppen haben die Agrarerzeugnisse von 117,9 auf 117,3 oder um 0,5 Proz. nachgegeben, während die Industriestoffe mit 132,2 (Vorwoche: 132,3) nahezu unverändert blieben.
’ D i e Detriebsschwierigleiten im Ruhrgebiet. Der Demob.lnrachungskommissar genehmigte die Verminderung der Delegschaft der Zeche „Friedrich der Große" um 500 Arbeiter und fünf Beamte zum 1. Januar. 3n der betreffenden Sitzung, an der Vertreter der Zeche, der Arbeiterschaft und der Gewerkschaften, sowie auch Oberbürgermeister Träger teilnahmen, erstattete Generaldirektor Klein Bericht über,die Lage. Die Gewerkschaftsvertreter schlugen vor, die Arbeit durch die Einlegung von Feierschichten zu strecken, um dadurch die Entlassung von 500 Bergleuten zu verhindern. Die Verwaltung wies jedvch an Hand eingehender Unterlagen nach, daß "dies für die Verwaltung nicht tragbar sei, da eigentlich 1200 Mann hätten entlassen werden müssen und man.um die Feierschichten sowieso nicht herumkoinme. Sollte sich die Lage bessern, so würden die Entlassenen bei der Reu- einstellung bevorzugt.
* Zur Fusion Junkers-As ro-- Lloyd. Bekanntlich kann die Fusion der beiden Anternehmungen in der Form als gesich:rt angesehen werden, daß hierdurch weder eine Verreich- lichung und Verstaatlichung noch eine Monopolisierung in Frage kommt. Eine Monopolisierung ist schon deshalb ausgeschlossen, weil die Provinz-Luftverkehrsgesellschaften bestehen bleiben sollen und unter Amständen ein Gegengewicht gegen eine Monopolstellung der neuen Gesellschaft bilden könnten. Wie der DHD. erfährt, erfolgt bei der Lurag (Luftverkehr Ruhrgebiet A. G.) die Einstellung des Betriebes zum Zweck der Amstellung bereits am 23. Dezember. Cs ist nicht ausgeschlossen, daß der gesamte Luftverkehr aus diesem Grunde bis zum 31. März 1926 eingestellt oder zum mindesten äußerst eingeschränkt wird.
* D i e Sanierung deS Kahn-Konzerns. Der Kahn-Konzern hat di:srr Tage eine Eingabe an die Reichsregierung und das Preußi- sche Staatsministerium gerichtet, in der um die Gewährung von tz'/z bis 8 Mill. Rin. Betriebskapital gebeten wird, nachdem das Hauptwerk Les Konzerns, die Stock Motorpflug A. - G., durch die auf Veranlassung des Reichsernäh- rungsministeriums in diesem Jahr durchgeführten Transaktionen in Schwierigkeiten geraten ist. lieber den Antrag auf Verhängung der Geschäftsaufsicht dürste voraussichtlich noch in dieser Woche entschieden werden. Inzwischen wird ein Teil der Kahtt-Anternehmungen, insbesondere der Stockbetrieb voraussichtlich geschlossen werden müssen.
' DrotHprn- und Kartoffelernte in Preußen. Wie der amtliche Preußische Pressedienst einer Aebersicht der Statistischen Korrespondenz, des amtlichen Publikationsorgans des Preußischen Statistischen Landesamts, entnimmt. zeigt es sich, daß die Hektarerträge im Staatsdurchschnitt bei Winter- und Sommerweizen um 2.1 und 2.7 Dz. gegen die Vorschützung höher ausfallen und daß an dieser besseren Bewertung fast sämtliche Provinzen beteiligt sind. Die Roggenerträge sind im Staatsdurchschnitt (17.6 Dz. je Hektar bei Winter- roggeti, 11.8 Dz. bei Sommerroggen) unverändert geblieben. Bei Kartoffeln (Staatsdurchschnitt 153.5 Dz. je Hektar) besserten sich die Durchschnittserträgnisse im ganzen um 6.3 Dz., woran fast sämtliche Gebiete beteiligt sind. Die Ge- famterntemengen an Brotgetreide stellen sich infolge der recht günstigen Weizenernte um rund 2 Millionen Dz. höher als die Vorschähungs- ergebnisse und an Kartoffeln um 11.8 Millionen Dz. Gegenüber der sehr mäßigen Getreideernte, jedoch leidlichen Kartoffelernte des Vorjahres ergeben sich Mehrerttäge an Brotgetreide von rund 24.6 Millionen und an Kartoffeln von 30.8 Millionen Dz.
Berliner Börse.
Berlin, 11. Dez. Die Haussebewegung der Schiffahrtsaktien, die an der gestrigen Mittagsbörse zu einem stürmischen Geschäft führte, nahm heute eine etwas langsamere Fortsetzung Die stark erhöhten Schluhkurse des Vortages konnten anfangs noch um 1 bis 2 Prozent anziehen, so daß sich Rordd. Lloyd dem Paristande zu nähern beginnen. Ein Gegenstück zu der Bewegung am vchiftahrtsmartte stellt das heute plötzlich hervorgetretene Interesse für heimische Anleihen bar. Sämtliche notierten heimischen Staatsanlechen erfuhren durch spekulative Käufe Befestigungen. Man vermutet. daß demnächst die Rotierung der Anleiheablösungs stücke aufgenommen werden soll. Die Vorbereitungen hierfür werden seitens des Dörsenvorstandes bereis getroffen. Die Kurse der sog. Freigabewerte lagen ebenfalls freundlich. Die an den Industrieaktien- märften letzthin zu beachtende Verstimmung ist heute gleichfalls gewichen. Anregend wirkten dabei die Aeuherungen des Reichsbankpräsiden- len, daß die bisherigen deutschen Auslandschulden ohne preis- oder währungspolitische Bedenken durchaus noch eine Erhöhung vertragen können und daß der amerikanische Geldmarkt für produktive deutsche Anleihen weiter aufnahmefähig sei. So konnten z. D. M 0 n t a n w e r t e bis zu 2 Prozent anziehen, insbesondere oberschlesische Werte. Bei letzteren stimulierten unkontrollierbare Gerüchte über zu erwartende weitere Transaktionen. Die Befestigung der Gesamtbörse dürfte nicht zuletzt auch in Deckungs- und Rückkäufen im Hinblick auf die bevorstehenden Medio--Liquidationen ihren Grund haben. Der Geldmarkt ist weiter sehr leicht. Tägliches Geld ist reichlich angeboten
Frankfurter Börse.
Frankfurt, 11. Dez. Tendenz sehr fest. Das Börsengeschäft nahm heute eine außergewöhnliche Ausdehnung und in seinem Verlaufe einen teilweise stürmilchen Charakter an. Die hausseartige Bewegung. die bereits vorbörslich einsetzte, nahm ihren Ausgangspunkt vom Schiffahrts- und Anilin-Markte. In Chemiewerten sind mit dem Her- annahen der Medio-Liquidationen infolge des lau« fchen gegen Schiffchrlsaktien Rückkäufe und Deckungen notwendig geworden, die von der Spekulation vorgenommen wurden. Die scharfe Aufwärtsbewegung der Kurse ist also in der Hauptsache auf börsentechnische Momente zurückzuführen. Immerhin zeigte die Spekulation größere Unternehmungs- lüft und schrill auch auf den anderen Märkten zu Käufen, wodurch das gesamte Kursniveau stark gehoben wurde. Für Chemiewerte stellten sich Besserungen von 5—6 Proz ein. Die Nachfrage in Schiffahrtsaktien war wieder überaus rege, so daß sich Hapag auf 92,75 Proz. und Nordd. Lloyd auf 97,75 stellen konnten, diese Werte wurden aber im Freiverkehr noch wesentlich höher genannt.
Montanwcrte lagen ziemlich fest, doch hielten sich hier die Gewinne in bescheideneren Grenzen. Für Kaliwerte bestand weiter Begehr, so daß Westeregeln 6 Prozent und Aschersleben 3 Prozent gewinnen konnten. Elektrowerte lagen ruhig, aber fest. Auch Bankaktien ließen keine wesentlichen Veränderungen erkennen. Maschinen- und A u t 0 a k t i e n lagen gebessert, desgleichen Zucker a k t i e n. Der K a s s a m a r k t der Industriepapiere schloß sich der besseren Strömung an. Deutsche Anleihen tendierten in befestigter Haltung. Ausländische Renten lagen verachkässigt, die Kurse wiesen keine wesentlichen Veränderungen auf. Der Freiverkehr war etwas freundlicher veranlagt. Api 0,4, Becker Kohle 37, Benz 24, Brown Boven 53, Entreprise 8,25, Growag 35, Krügers-
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