Datum:
der
Banknoten.
FLEISCH-EXTRAKT
LIEBIG
einer Dividende den Aktionären von Hypotheken- ober Obliga- Gläubigern des Unternehmens Rechtlich ober dürfte Heber ein»
gleich, ob z. D. schäft in Gestalt oder in Gestalt tionszinsen den
Eine gute Suppe
ist der St^z der Hausfrau.
Sie kann sich jetzt eine solche zu jeder Mahlzeit bereiten, denn der echte Liebig Fleisch - Extrakt ist wieder zu haben
Wirtschaft.
Börse und Geldmarkt.
Zeit, Geld und Brennmaterial spart die Hausfrau, die in ihrer Küche Liebig Fleisch-Extrakt verwendet, denn er enthält alle Extraktivstoffe des besten Ochsenfleisches in gebrauchsfertigem Zustande
Tnrgegenkommens toirb svellicy von einzelnen In- [ buftrien nicht gebilligt: vor mir liegen ein Artikel des Generaldirektors der Lingner Werke in Dresden und der Brief eines hervorragenden TextilindustrieUen, die beide in den schroften Ausdrücken den Satz von 15 Proz. Tlufwertung Derurteilen und weitgehenden Erleichterungen das Wort reden. Es ist gar nicht zu leugnen, daß eine ganze Anzahl Unternehmungen weit über die jetzt geltenden Sätze in der Hypotheken- rmd Obligationenaufwertung hinausgehcn könnten, ohne deswegen ihre Weiterentwicklung zu gefährden. Einzelne tun es freiwillig, aber teiber verhält sich die grobe Masse ablehnend, ja es gibt Fälle, in denen Schuldner durch hohnvolle Angebote ihre Gläubiger noch reizen und verbittern. Erst kürzlich würbe mir aus einer groben Stadt Mitteldeutschlands ein Fall durch Briefe nachgewiesen. in denen der Käufer eines großen Apo- thekengrundstückö mit Apothelergerechtigkeit die aus 1911 ausstehende Restkaufgeldhypothek von 500 000 Mart im Herbst 1923 mit einem Milliardenschein ablösen wollte, während der das Angebot enthaltende Brief mit einer 20-Mil- liarden-Marte freigemacht war. Solche Fälle haben die Stimmung der Gläubiger und Sparer mit Recht maßlos verbittert. Bei jeder Gemeinde gibt es ähnliche Fälle. Ist es ein Wunder, wenn sich dann die Stimmung überschlägt? Run wird neuerdings aus Kreisen der Wirtschaft verbreitet, eine ftärfere Aufwertung schaffe neue zusätzliche Kaufkraft und müsse deshalb zu neuer Inflation führen
Ich halte derartige Ausführungen für falsch. Ich möchte hier dazu soviel bemerken. Zunächst sollen ja nur Zinsen der aufgewerteten Kapitalien ausgezahlt werden, gar nicht das Kapital selbst, das ja bis 1932 gestundet bleiben soll.
zugeführt wird.
stimmung herrschen, daß der Gläubiger vor dem
Aktionär kommt. Aber selbst wenn eine höhere
Der Osterwunsch
kann jedermann in der Preutzisck-Süddeutsche« Klasscnlotterie erfüllt werden. Neber 38 Millionen Reichsmark werden insgesamt in der bevorstehenden 25. (251.) KlassenloNerie ausgesvtelt. Darunter befinden sich Gewinne von 5 0000, 300000, 200 000, 100000 RM., ferner an den so sehr beliebten Mittel- gennnneu: 116 zu 5000 RM., 324 zu 3000 RM. 532 zu 2000 RM. 1048 zu 1000 RM. und noch zahl- reiche andere Gewinne. Der gröfete Gewinn im günstigsten Falle beträgt
2 Millionen RM. auf em ganzes DovvelloS, 1 Million RM auf ein ganzes Los.
Schon in jeder der 4 Borklassen kann ein Höchstgewinn von 100000 RM. erzielt werden. Zn der Haupt- und Schlußklasse allein werden 131000 Gewinne und 2 Prämien von zusammen über 29 Millionen RM ausgesvtelt.
Wer noch an dem Svrel bteter größten und geivinnreichsten Votierte teilnebmen will, muß sich beeilen, da der Ausverkauf der Lose bevorsleht. Die riesige Nachfrage nach Losen ist der überzeugendste Beweis dafür, welch großer Beliebtheit und welch uneingeschränkten Bertrauens die staatliche Klassenlotterie in allen Kreisen der Bevölkerung sich erfreut. 3757id
Ziehung 1- Klasse noch in dieser Woche, nämlich am 17. und 18. April 1925.
Weiterhin ist es für bte innere Kaufkraft ganz bet Gewinn einer Aktiengesell-
Aufwertung vom wirtschaftlichen Standpunkte be» benflidj wäre, mühte aus politischen Gründen den Sparern und Rentnern entgegengekommen werden. Die ganze Frage ist zu einem sittlichen Problem geworden, die Fälle, wo im einzelnen grobe Ungerechtigkeiten vorkamen und einzelne Schuldner auf Kosten ihrer Gläubiger bereichert worben find, schreien zum Himmel. Das verletzte Rechtsg-efühl fordert Sühne. Der Staat muh dafür sorgen, dah die Mähe der entrechteten Sparer und Rentner toieber Vertrauen zur Gesellschaftsordnung und zum Staat selbst gewinnt. Rur wenn hier zwischen den einzelnen Bevölkerungsschichten wieder Frieden einzieht, können wir aus dem gegenwärtigen Zustand innerer Spaltung wieder herauskommen. Gerade die Wirtschaft mühte in ihrem eigensten Interesse alles daran sehen, um die jetzt in weiten Kreisen des Mittelstandes, der Beamtenschaft und der Arbeiterschaft gegen sie bestehende Animosität zu beheben. Sie kann selbst nicht gebeiben, wenn sich weite Schichten des Volkes gefühlsmäßig gegen sie einstellen.
Schliesslich werden für die Lösung des Aufwertungsproblems im grossen dieselben Grund- jähe gelten müssen, die ba£ berühmte Reichs - Gerichtsurteil vom 28. Rovember 1923 für jeden Einzelfall aufgestellt bat: es.muß ein billiger Ausgleich zwischen den Interessen Der Gläubiger u nd Schuldner gefunden werden. Opfer werden beide Seite bringen müssen. Das deutsche Volk hat insgesamt durch Krieg. Revolution und Inflation Mesenwerte verloren. • Diesen Schaden werden alle Schichten des Volkes gemeinschaftlich tragen müssen.
Gerade das Osterfest, das ja den Opfer- gedanken in den Mittelpunkt ferner Betrachtungen stellt, mag jeden Volksgenossen daran mahnen, daß er seine eigenen Sonderinteressen unterordnen muß dem Wohle des großen Ganzen, dessen kleiner Teil er ist
Die Depression, die seit Wochen auf ... Börse lagert, hat sich auch in der letzten Woche
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinden.
1. Ofterfeiertag, den 12. April.
Dietzen. Stadtkirche. 9'/,: Pft. Mahr. 11:Km- derkirche für die Matthäus- und Markusgem. Pft. Mahr. 6: Pft. Decker. Deichte für die Konfirmanden aus der Markusgem. und deren Angehörigen. — Zohanneskirche. 97,: Pfr. Dechtolsheimer. 11: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfr. Bechtols- Heimer. 6: Pfarraff. Schultheis- - Kirchberg. 10. 11: Hl. Abendmahl s. d. alten Gemeindeglieder von Staufenberg. 17,. Mainzlar. 17,; Heiliges Abendmahl für die Alten der Gemeinde. — Watzenborn» Garbenteich. Watzenborn-Steinberg: 10 (Kirchenchor) anschl. Konfirmationsbeichte. Garbenteich. 17- • - Wieseck. 9',: (Frauenchor) Opfer für die Ausschmückung der Kirche. 172: Deichte.
2. Ofterfeiertag, den 13. April.
Gießen. Stadttirche. 97,: Pfr. Becker. Konfirmation der Kinder a. der Markusgemeinde. Feier des heil. Abendmahls. 2: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden a. der Matthäusgemeinde Pfr. Mahr. 6: Psarrass. Hertel. JohanneSkirche. 97,: Pfr. Ausfeld. 11: Kinderkirche f. d. Johannes- gemeinde. Pft. Ausfeld. 2: Vorstellung u. Prüfung der Konfirmanden (Knaben) aus der Lukasgemeinde. Pfr. Dechtolsheimer. 6: Pfarrer Dechtolsheimer. — Kirchberg. 10: Konfirmationsfeier. (Kollekte für die Epileptischen-Anstalt in Rieder-Ramstadt. — Wahenborn-Garbenteich. Watzenborn-Steinberg 7,9: Rachbeichte. 9: Konfirmation und Feier des heiliges Abendmahls. Garbenteich. 1: Konfirmation anschl. Deichte und heiliges Abendmahl. (Kollekte fürs Kruppcllheim). - Wieseck. 9 . Feier der Kon- firmatton; im Anschluß Feier des heiligen Abendmahls. (Opfer für den Kapellenbau in Ober» Mörlen.) Rachm. 5. KonfirmationSnachfeier. Osterdienstag. 273: Ofterfeier der Äinbcrfirdje (bei gutem Wetter im Walde).
Katholische Gemeinden.
Gießen. Samstag, den 11. April. 4 u.7 Deichte. Ostersonntag, 12. April. 67, Deichte, 7 Messe, Kom d. Jüngl., 8 Kom-, 9 Hochamt m- Pred., 11 Messe m Pred.» 27, Vesper m. Segen, 47, und 7 Deichte. - Hungen. 3 Hochamt und Pred. — Lich. 10. Hochamt u. Pred. — Ostermontag, den 13. April. Gießen 67, Deichte, 7 Besse, 8 Kom., 9 Hochamt, 11 Messe, 27, Andacht m. Segen. - Grünberg, 9*/3 Messe m. Pred. - Lich. 77, Hochamt. - Laubach 1C Messe u. Predigt. — Hungen. 6 Oster-Andacht.
Franksutter Getreidebörse.
lEigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers^
Frankfurt a. M., 9. April Es wurden notiert: Weizen. Wetterauer 20 bis 24, Roggen, inländ. 19 bis 23, Sommergerste für Brauzwecke 22 bis 29, Hafer, inländ. 17 bis 21. Mais, gelb 19,50 bis 19,75. Weizenmehl, inländ., Sp^ial 0 35,50 bis 36,50, Roggenmehl 30,50 bis 33, Weizenkleie 13,25, Roggenkleie 14,50. Tendenz ruhig
Berliner Produktenbörse.
B e r 11 n, 9. April. Der Produktenmarkt zeigte heute, wie vorauszusehen war, Feiertagsstim- mung. Das Inlandangebot war sehr gering. Gerste nach wie vor still. Hafer bei Rachfrage für Konsum behauptet. Futterartikel ruhig. Es notierten pro 1000 Kilo: Weizen, mark. 247 bis 250, do. Mai 255 bis 255,50. do. 3uli 255 bis 256, Roggen, märk. 230 bis 233, do. Mai 224 bis 225, do. Juli 223 bis 224,50. Gerste, märk. 210 bis 213, Futtergerste 185 bis 205, Hafer, märk. 190 bis 199, do. Mai 180 bis 181, do. 3uli 181, Raps 390. Leinsaat 380 bis 385; für 100 Kilo: Weizenmehl 32.25 bis 34,75, Roggenmehl 31 bis 32,75, Weizenkleie 14, Roggenkleie 14.40 bis 74.50, Dil- toriaerbfen 23 bis 29, kleine Erbsen 19 bis 21. Futtererbsen 18 bis 19, Peluschken 19 bis 20, Ackerbohnen 18,50 bis 20, Wicken 19 bis 21, Lupinen, blau 10 bis 11,50, gelb 12 bis 14, Serradelle 13 bis 15, Rapskuchen 15,20 bis 15,50, Leinkuchen 21,30 bis 21,60, Trockenschnitzel 9,90 bis 10,20, Torfmelasse 9,20, Kartoffelflocken 19,10 bis 19,50, Zucker 17,50 bis 18,50.
5% Deutsche RckchSanlelde . 4% Deutsche ReichSanleihe . 5V,°/o Deutsche RcichSanlethe 3% Deutsche Reichsanletbe . Deutsche Sparprämienanleth« 4% Preußische KonsolS ...
4% Hessen 3'/,% Hessen 3% Hessen Deutsche Wertb. Dollar-Anl. dto. Doll.-Schatz-Anwetsog.'j 4% Zolltürken ........ 6% Goldmextkaner......
Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat-Bank. Darmst. und Nationalbaot . Deutsche Bank.........
Deutsche VereinSbank .... DiSconto Commandit .... Metallbank...........
Mitteldeutsche Credttbank. . Ocftcneichlsche Creditanftalt. Westbank............
Bochumer Suß ....... Buderus.......
Caro ...
Deutsch-Luxemburg .
Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpener Bergbau.....
Kaliwerke AscherSleben. . .. Kaliwerk Westeregeln .... Laurahütte Oberbedarf Pbömr Bergbau Rhcinitahl...........
Ricbcck Montan ....... Tellus Bergbau.....
Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd Cheramische Werke Albin .. Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann.....
Anglo-Cont-Gaano ., ... Badische Anilin ........ Chemische Mayer Alavü» .. Goldschmidt TT. .* Griesietmer Electron .... Höchster Farbwerke...... Holzverkohlung ....... Rütgerswerke Scheidcanstalt.........
Allg. ElektrstitätS-Gesellfchast Bergmann......
Mamkraftwerke Schuckert Siemens & HalSke .....
Adlcrwerke Kleyee ..... Daimler Motoren. ..... Heyltyenftaedt........
Megurn.........
Motorenwerke Mannbeim .
Frankfurter Armaturen . .. Konservenfabrik Braun . . . Metallgesewchaft Frankfurt. Pet. Union A.-G Schuhtabrik Herz Sichel Zellstoff Baldhof.......
Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel - . .
Br1,>
4,198 21.19
17
20.15
21 68
168 09
17 37 67 32
W.2 7
$13 39 81 85 59,95 U 46
5.80
bet der gegenwärtigen Lage des Geschäfts dteses so gut wie gar nicht. Die Erklärung des Zen- trawerbandes des Deutschen Bankier- und Bcmk- gewerbes fand im allgemeinen zwar Beachtung, drückte sich aber, da der Inhalt bereits bekannt war, in den Kursen nicht aus. 3mmerhin lagen heimische Staatsanleihen durchweg gehalten, während daneben der Markt der türkischen Werte weitere Beachtung fand. Wie schon erwähnt, spielen hier neuerliche Erwartungen über die Kuponzahlungen eine Rolle. Am Geldmarkt ist die Unsicherheit gewichen, die in den letzten Tagen mit Rücksicht auf die Prolongationen der Seehandelskredite bestand. Der GeQmarkt zeigte daher ein ausgesprochen leichtes Gepräge. Tägliches Geld wurde unvermindert mit 772 bis 91/2 Prozent, Monatsgeld mit 9 bis 11 Prozent genannt. Am internationalen Devisenmarkt war der Bedarf geringer, sodaß Kursveränderungen kaum eintraten. Der französische Franken schwankt gegen London zwischen 92,19 bis 92,97. Aus dem Auslande lagen heute folgende Markmeldungen vor: London 20,10, Paris 4,63i/2, Amsterdam 59,621/2.
Börsenkurse.
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nicht gehoben, wenn dies auch weniger in einer weiteren Ermässigung des Kursniveaus als in einer fast völligen Geschäftsstockung zum Ausdruck gekommen ist. Die Börse ist wieder einmal in der Stimmung, dass sie ungünstigen Rachrichten williger Gehör schenkt als günstigen. Vor allem hat der Abbau der Geschäftstätigkeit und des Personals nicht nur bei den Grossbanken, sondern auch bei den Privatbanken auf sie ein t schlechten Eindruck gemacht, wobei man vergisst, dah der Apparat, der dem Effektengeschäft heute zur Verfügung steht, noch ganz wesentlich umfangreicher ist, als in der Vortriegszeit, und dass also, selbst wenn sich das Effektengeschäft wieder hebt, ein Leerlauf in der Organisation stattftnden muh, den zu vermeiden die Banken bemüht sind.
Dass auf der anderen Seite gewisse Anzeichen vorliegen, die für eine geringe Besserung der Konjunktur sprechen, bleibt einstweilen ohne Beachtung. wohl in erster Linie, weil die Lage in der Schwerindustrie immer noch recht deprimierend ist. 3m allgemeinen ist dagegen die Ziffer der Erwerbslosigkeit in wenn auch langsamen Rückgang begriffen, und auch der Anteil der Kurzarbeiter ist zur Zeit so gering, wie überhaupt nicht im 3ahre 1924.
Wie stets zu Zeiten von Geschästsstillc hat sich die Börse in dieser Woche wieder lebhafter daran erinnert, dass der Börsenumsahstempel immer noch ein Vielfaches des Vorkriegsstempels beträgt, und diese Stimmung hat in einer Eingabe des Dörsenvorstandes an das Preussische Handelsministerium Riederschlag gefunden. Bekanntlich sieht die neue Steuervorlage eine Halbierung
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
(9n Billionen Mark auSgedrückt- BuenoS-NireS, London, Neu- York, Fapan, Rio de Janeiro für eine Einheit. Wien und Budapest kür 100000 Einheiten, alles übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung.
Kell, 4.178 21 09 77.0t 20 0 ">
1 58 167 23
17 29 16 98 18 97
112 79 80 95 59,65 1-. 40
5.78
der derzeitigen Stempelsteuer vor, uno oet Bor- senvorstand glaubt zum mindesten eine weitere Halbierung dieser Sätze verlangen zu müssen. Wenn man berücksichtigt, dass der Vorkriegs- stempel nur 0,3 pro Mille betrug, so muh man allerdings den jetzigen Vorschlag von 3 pro Mllle für Kunden stempel als exorbitant bezeichnen, und nicht mit älnrecht sieht der Dörsenvorstand in derartig hohen Sähen eine Drosselung des Effekten verkeh^. Bei der langsamen Art der Behandlung der Steuerentwürfe wäre zu fordern, dass sich die gesetzgebenden Instanzen vorweg mit der geplanten Aenderung der Kapitalverkehrssteuern beschäftigen sollten, damit die wenn auch durchaus unzulängliche Milderung der Stempelsteuern möglichst schnell in Kraft tritt.
Am Geldmarkt ist die in der Vorwoche befürchtete Versteifung nach dem Ultimo zwar ein- getreten, doch konnte sie schnell überwunden werden, da wider Erwarten die Seehandlung die ihr von besonderer Seite zur Verfügung stehenden Gelder dem Martt weiter belassen kann,, und es ist sogar der Umstand eingetreten, dah die Geldnehmer teilweise die Prolongation gar nicht in Anspruch nehmen wollen, weil ihnen die Sähe zu hoch find, und auf der anderen Seite der Bedarf für kurzfristige Mittel bei der völligen Stockung gering ist.
*
Wiederaufnahme der Kreditgewährungen. Dem Vernehmen nach hat die Preußische Staatsbank dis auf einen kleinen Betrag alle an Banken ausgeliehenen und am 15. April fälligen Beträge auf 3—5 Monate prolongiert. Die Rückzahlung soll in verschiedenen Terminen, nämlich im Juli, August und September erfolgen. Eine Prolongation der Gelder über diesen Termin hinaus ist nicht ausgeschlossen. Das „Berl. Tageblatt" erfährt in bezug auf das assgekündigte Wiederauflebenlassen der Tätigkeit der Golddiskontbank, daß eine Wiederaufnahme der Kreditgewährungen der Golddiskontbank zu erwarten ist. Seitens der Golddiskontbank seien Kreditgewährungen für die Dauer bis zu 6 Monaten, in Ausnahmefällen sogar bis zu 9 Monaten, in Aussicht genommen.
* Die Lage im 2vubr ber g bau. Die zum Konzern der Essener Steinkohlenbergwerke gehörende Zeche „Gottfried Wilhelm" in Essen- Rellinghausen hat sich wegen des anöaucrnbcn schlechten Absatzes genötigt gesehen, abermals 50 Arbeiter zu entlassen, nachdem schon vorher 150 Bergleuten gekündigt worden war.
Die Landesgenoffenschaftsbank e. G. m. b. H. zu Darm stabt verschickt foebeir ihren Bericht über das zwölfte Geschäftsjahr: 1924. Die Anzahl der Genossenschaften hat sich im Berichtsjahr um 50 vermehrt. Am 31. Dezember 1924 waren der Bank 1 Zentralgeschäftsanstalt, 432 Kreditgeiwssei^chasten, 63 Bezugs- und Absahgenossenschaften, 19 Winzergenossenschaften, 27 sonstige Genossenschaften, 4 Vereinigungen, 3 Einzelpersonen, zusammen also 549 Mitglieder mit zusammen 1277 Geschäftsanteilen zu je 3000 Rm. gleich 3 831000 Rm. Geschäfts- guthaben und einer Gesamthaftsumme von 38 310 000 Rm. angeschlossen. Eingesetzt wurden 559 000 000 Rm. Die Bilanzsumme einschliesslich Giroverbindlichkeiten beträgt 18 440 234,73 Rm., der Reingewinn 181 336,40 Rm. Nimmt die Generalversammlung den Vorschlag von Vorstand und Auftichtsrat an, den Reingewinn mit je zur Hälfte dem Reservefonds und der Betriebsrück- lage zu überweisen, so betragen der Reservefonds 127 905,50 Rm., die DetriebsrücNagc 127905,50 Rm., die Rückstellungen 44189 Rm., die Reserven zusammen 300 000 Rm.
Dyckerhoff & Widmann A. --G.» Biebrich a.RH. Die Hauptversammlung beschloss die Erhöhung des Grundkapitals von 7,3 Mill. Mk. auf 9,415 Mill. Mk. Die Verwaltung teilte mit, dass die Kapitalserhöhung durch die Erweiterungen, die das Unternehmen in letzter Zeit vorgenommen hat und auch noch weiterhin beabsichtigt, notwendig geworden fei. Die Ausgabe der neuen Aktien geschieht zu einem Kurs von 100 Prozent.
Main-Kraftwerke A. - G. in Höchst a. M. Der Geschäftsabschluss für 1924 weist einen Reingewinn von 1 789 342 Rm. aus, aus dem 8 Prozent Dividende auf die Stammaktien und 6 Proz. auf die Vorzugsaktien in Vorschlag gebracht werden sollen.
Frankfurter Qlbcnbbörfe
Frankfurt a. M., 9. April. Bei geringem Besuch war die Abendbörse still und fast geschäftslos. Einige Umsätze, die aber ohne Belang waren, fanden in verschiedenen Lcckalwertrn statt. Die Sttmmung ist an Hand der geringen Rotterungen als ziemlich gehalten zu bezeichnen. Dir Abendbörse schloss in lustloser Haltung. Deutsche Anleihen: ZwangSanleihe 47. Ausländische Renten: Bagdad II 9,50. Dankaktten: Bank für Brau- industrie 1,85. Commerzbank 109,50, Darmstädter Bank 137, Deutsche Bank 135, Dresdner Bank 108,20, Mitteldeutsche Credttbank' 99,75, Oester- reichische Kreditaktien 8,30. Montanaktien: Deutsch - Luxemburg 73, Rheinstahl 51, Kali Aschersleben 17, Kali Westeregeln 21,87. 3n- dustrieaktien: Adlerwerke Kleyer 3,55, Badisch: Anilin 139 87, Fuchs Waggon 1,30, Ludwig Ganz 0,145, Chemische Griesheim 26,50, Gebr. Fung- Hans 12, Metallgesellschaft 128.
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Giessener Anzeigers".) Berlin, 9. April. Die letzte Börse der Woche stand völlig unter dem Zeichen der nunmehr herangerückten Ofterjeiertage. Schon der "besuch der Börse war ein geringerer als sonst, wozu auch wohl der jüdische Feiertag beigetra- gen haben mag. Die Umsätze waren daher sehr gering, so dah sich die Festsetzung der ersten Kursnotierungen etwas hinauszögerte und durchaus für alle Werte bei Beginn des Verkehrs nahezu festzustellen war. Die Tendenz konnte aber im wesentlichen als behauptet be- zeichnet werden. Aeuhere Gründe beeinflussten
Berlin, 9. April.
Amerikanische Not« .... 4 Belgische Noten . ...... Dänische Noten ....... Englische Noten ....... Französische Noten ..... Holländische Noten Italienische Noten ..... Norwegische Noten......
Deutsch Lelterc ,Lim Kron« Rumänische Noten......
Schwedische Noten .....
Schweizer Noten .
Spanische Noten ...... Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . .
Frankknrti. M.
Vertin
Sch,utz. Rur»
Schluhk.
Abend» hörte
SchlnH.
Kur»
Schluß» Mittag b’rle
8.4.
9 L
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9 4.
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O.661
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0,69
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0 675
0 685
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—
0,785
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0 735
—
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0 72
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9,9
—
—
39,5
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146,5
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146,5
109,50
109,5
109,50
109,50
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137
137
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—
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—-
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3,39
3,4
3,4
3,4
R. April
9 April
Amtliche Notierung
Geld Vries
Amtliche chel»
loHertii
ÄnUt.-choN.
167.59
168.01
167.59
lfij.01
Bucu.«Aires
1,593
1.597
1.603
1,6)7
Brss.-Antw-
?1.16
21.22
21 14
51 20
Christiania.
67.00
67 16
67.17
67 33
Kopenhagen
77 20
77 40
77 20
77.40
Stockholm •
113,03
113,31
113,030
113.31
Hclsmgfors.
10.584
10,604
10,56.5
17.2’5
10,605
Ztalicn. .
17 23
17 27
17.295
London. . .
20.073
20 1-3
20 075
20,125
Neuhork . .
4,195
4,205
4.195
4,202
Poris. . .
21,64»
21,7’5
21 54
21 60
Schwei; . -
bl 0
81 20
81,05
61.25
Spanien.
69 6:3
59 77
W 73
69,87
Japan . . .
1,738
1,743
1,738
1,742
Nio de Jan. Wien in D--
M49
0,451
0,451
0,453
Oest. abgeft
69,075
89,215
69,06
59.20
Prag ....
12,435
12.175
12,435
12,475
Belgrad . .
6,785
6.805
6 78
6,80
5,835
Budapest. .
6.815
8,835
6,815
Buloarien
LOG
8,07
E.06
5.07
L'ssabon
19,975
20 025
79 85
20,425
20,475
Danpg - . -
79,65
79 65
79 85
Konst.mtin.
• 18
i 19
2 18
2,19
Silben. . •
7,04
7,06
6,99
7 01


