Mtzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessen)
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Landkreis Gießen.
Zamrtag. April 1925
desgenossen. Wafferrfchmieden und neutrale Schildwachen. WaS die letzteren anbelangt. so wurden bereits Jugoslawien und die Schweiz, in weiterem Abstande Oesterreich und die Tschechei, durch meisterhaste Verträge gesichert, die Flanken sind geschützt. Italien braucht Deutschland als Degen, sei es der eines Bundesgenossen oder der eines Sekundanten, Italien braucht die Freundschaft oder mindestens das wohlwollende Deiseiteslehen Englands, denn, Mussolini erwähnte auch das front und frei, das Mittelmeer hat nur drei Zugänge, die blockiert werden tonnten. Dieser Konstellation, wie sie dem kriegsbereiten Italien vorschwebt. entsprechen durchaus alle Züge seiner Politik seit Mussolini, und es ist daher grundfalsch. ihr Wankelmütigkeit vorzuwerfen, weil sie jenseits der Alpen so häufig nicht verstanden
wird.
Vichts könnte die Breite ihres Kardinal- aedankens besser beleuchten als die Tatsache, dah sowohl Mussolini wie sein grimmigster Gegner auf innerem Gebiete, Vitti, sich hier begegnen. Beiden schwebt als innigst ^u wünschen- de« Ziel das von der Vordfce bis zum Mittel m e e r reichende vertikale Bündnis vor. Daher eine förmliche Begeisterung in Italien jedesmal, wenn das Pendel in Deutschland nach rechts auszuschlagen scheint, wie erst dieser Tage wieder bei der ersten Präsidentenwahl, daher die scharse Front gegen Polen, wobei die römische Presse mindestens nicht toc- Niger kräftige Worte gegen die unnatürliche Danziger Freistaatbildung, den widernatürlichen Korridor und die ungerechte Teilung Oberschlcsiens gebraucht als die deutsche. Für die polnischen Weichselwünsche wird Italien nie und nimmer zu haben sein, nie und nimmermehr für einen französischen oder halbfranzösischen Rhein.
Vun muhte aber schon Vitti erfahren, dah Deutschland die dargebotene Dündnishand nicht sehen will. Die pazifistischen Strömungen m diesem Volke, der Sozialismus (der auch von italienischen Deutschfeinden, die allerdings spärlich vertreten sind, gern mit Giftgasen und Torpedierungen und ähnlichen „teutonischen Teufelserfindungen" in einem Atemzug genannt wird), die geringe Aussicht auf Geldmittel bei einem neuen Kriege machen das 65-Millionen-Volk in italienischen Augen zu einem unsicheren Kunden. Italien würde deshalb zwar beide Augen zu- drücken, wenn Deutschland wirklich tun wurde, wessen es verdächtigt wird, nämlich rüsten, laßt aber vorsichtshalber — und so erklärt sich.der scheinbare Widerspruch seiner auswärtigen Politik — die italienischen Räder in der Ententc- maschlnerie noch mitlaufen, leer mitlaufen; es hat seinen Vertreter in dem so grimmig bespöttelten Völkerbund, es seht, formell, seinen Varnen unter jedes gegen Deutschland gerichtete Ententedokument. . Ä
Daneben unterhandelt es mit England. Chamberlain nun möchte auch nichts umsonst hergeben. Er zwinkert daher unter seinem schonen Monokel bald Marianne, bald dem deutschen Michel zu. Aber ob auch Köln oder Kattowih gesagt wird, Mussolini weih: Es geht nicht um Rhein ober Weichsel; es geht immer um das M i t t e l m e e r.
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Heil jenem Schacher hinter den Kulissen des Völkerbunds ist Mussolinis Verachtung der Genfer Liga ins Maßlose gewachsen. Weit ent» |cmt. ein Hehl daraus zu machen, nannte er sie in Parlament, vor gefüllten Diplomaienlogen, ine zur Erzeugung von Weltkriegen ins Leben enc Maschinerie, und ihre Heizer, die Pazi- ilten, die schlimmsten Kriegsmacher. „Vachdem das Protokoll mit einer Blume und einer ränc begraben worDen ist", um die sehr dräsche Ausdimcksweise Chamberlains zu gebrau- sind alle Probleme der Sicherheit und des copäischen Friedens auf dem Tapet. Der Porsche Augenblick ist außerordentlich inter-
den Standort deS Denkmals ist indessen noch nich' getroffen worden. An vier verschiedene Plätze ist gedacht worden: An die höchste Stelle der Südseite des Friedhofs vor die Zyprefsenwand des gräflichen Erbbegräbnisses, sodann an den Platz zwischen 11 nterpforte und Et ei nw eg. an der Südseite des Schloßgarlens ; dritten« an die Anlagen der Bahnhosstrahe auf dem linken User der Wetter; weiter auch an den Garten des allen Landgerichts, gegenüber der Fried- richsburg und deni Schlohportale. Zwecks einer öfsenilichen Erörterung der Frage hat der Äricgcrverein in Aussicht genommen, eine allgemeine Versammlung auf Samstag nach Ostern einzuberusen. um die Stellung der Bevölkerung kennen zu lernen. — Die Schnepfen sind abgezogen Seit Ende der letzten Woche wurde von den Langschnäblern nichts mehr gehört und gesehen. Die letzte war am Freitag in der Silbach bei Gonterstirchen, wo immer ein guter Strich war, gesehen worden Hier erlegte der Graf Friedrich Ludwig, wie er in einem Briese von 1801 mitteilt, an einem Abend in der Regel . 10 bis 12 Stück. Voch vor vier Jahrzehnten strichen sie hier wie die Schwalben. Jetzt ist die Beute wesentlich geringer. Wenn ein Jäger, der jedest Abend zum Strich geht. 8 bis 10 Stück in«- gefamt heimbringt, ist er recht zufrieden Jedenfalls ist das „Duschieren" nach den Schnepfen, das sehr überhand genommen hat und fortgesetzt von den „Iagdjägern" betrieben wird, zum großen Teil schuld an den schlechten Ergebnissen des Strichs. Gerade die „Lagerschnepfen" fallen zunächst den rücksichtslosen „Schießern" zum Opfer. Die Hegzeit der Schnepfe müßte unbedingt einige Jahre lang weiter ausgedehnt werden. Dami käme diese Jagd, die so viel Freude macht, wieder hoch.
ttrciö Büdingen.
Vidda, 9. April. Die Vachricht, daß bef Landtag die Erweiterung unserer Höheren Bürgerschule zu einer Realschule genehmigt hat, rief h.er, wie schon kurz berichtet, die sreudigste Aeberraschung hervor. Schon seit mehreren Jahrzehnten war dies der Wunsch einer großen Zahl angesehener Männer unserer Stadl, namentlich des verstorbenen langjährigen Landtagsabgeordneten Wilhelm Erk, der auch der Gründer der Höheren Bürgerschule war. Am l.Vovember 1880 wurde hier eine Erweiterte Volksschule in einem gemieteten Hause in der Mühlstraße mit 32 Schülern eröffnet. Leiter derselben war der damalige 2. Pfarrer Eckstein hier; als zweite Lehrkraft wurde Schulverwalter Heinrich Andres, der jetzt noch als Kreisschulrat i. R. in Lauterbach lebt, von der Volksschule Vidda an die Erweiterte Voll«- schule verseht. Die Anstalt hat sich im Laufe der Jahre als Höhere Bürgerschule immer mehr entwickelt und in den letzten Jahren Über 100 Schuler gezählt. Die Schülerzahl würde sicherlich hoher gewesen sein, wenn nicht die Untersekunda gefehlt und der abgehende Schüler die früher viel begehrte Einjährigenberech- tigung erlangt hätte. Ollan hofft auf eine stete Steigerung der Besucherzahl der neuen Real-
lincr französischen Erfinder jene Marionette er» ||fen: Zunächst die Räumung Kölns verhüten, ri England das Odium einet Umgehung de« Wattier Vertrages aufzuburden und einen Prä
gungen Frankreichs hin und kennzeichnete klar anö überzeugend das Mittelmeer als den Schauplatz des Kampfes, nachdem sich mit dem verschwinden der deutschen Flotte das Gleich- S-vicht zur See verschoben habe, er hob, alle JTiäftc des Landes aufrufend, beschwörend die Xrmc: Alle würden ungenügend fein, die toirt- Ihastlichen. polit.schm. militärischen Kräfte, auch bec hohe Kulturgrad, wenn sich das Volk einem iorigen Wohlleben hingeben würde und einer kriegerischen Anstrengung n'cht mehr fähig wäre."
'Mussolini ist dabei in nicht höherem Grade (irt „Kriegshetzer", als der römische Kaiser ein Blutsäufer war. wenn er den Damnen nach unten breite. Denn bevor er das tat. richtete er sich nich dem Daumenzeichen der gegenüberfitzenden Malin und diese wiederum befragte erst mit einem Rundblick den Willen des Volkes. Tat- ählich ist es denn auch das italienische Volk, das einen neuerlichen gewaltigst Zu- 'Mnnenstoß zwar nicht will, aber als unabwend- bet empfindet und daher die Rustungspolitik initmacht. , r ,. r
Stellt man sich nun einmal auf diesen Standpunkt. so erkennt man ohne weiteres^ daß der p»eursche Friedenspakt in Rom keine Hfere Aufnahme finden konnte als das Genfer Protokoll. Mussolini wie Chamberlain mußten d»:s letztere ablehnen, weil es die französische Vorherrschaft auf dem Kontinent festgelegt hatte, lud die französischen Rheinsorgen sind keine ita- Icmischen und keine englischen. In dürren Wor- ten: Italien braucht für die Auseinandersetzung mit Frankreich — jeder Italienkenner sieht tanrt den berühmten ..populären Krieg" — Dun-
schlossen, den diesjährigen A u g u st i n e r s ch u l- । tag am Samstag, 13. und Sonntag, 14. Juni, , abzuhalten. Die Tagung, die sich von Jahr zu ' Jahr einer steigenden Beliebtheit und Teilnahme i erfreut, soll in diesem Jahre eine ganz besondere Weihe erhalten, indem in Verbindung mit einer 1 akademischem Feier am Sonntagvormitlag gleichzeitig die EMhüllung des von dem seitherigen • Zeichenlehrer der Anstalt, Studiemat Roth, geschaffenen plastischen Kunstwerks „Der Fackelträger" stattfinden soll. Dieses Werk soll auf einem der Gänge Aufstellung finden und wird einen hervorragenden Schmuck der Schule bilden. Am Sanistagnachmittag findet eine sportliche Veranstaltung, ein Drerkarnpf zwischen den Oberklassen des Gymnasiums und der Oberreal» schule statt; der siegenden Mannschaft wird ein von dem Vereine gestifteter Wimpel überreicht werden. Auch der Vorabend soll in diesem Jahre durch künstlerische Darbietungen befonber« reich ausgestattet werden, der Sonntagnachmittag wird mit Ausflügen und Zusammenkünften ausgefüllt sein. — In einer aus gestern emberusenen Sitzung beschloß der seither hier bestehende Verein für Handel und Industrie, dem sowohl die Firmen des Groß- und Kleinhandels wie der Industrie angehörten, seine Auflösung. Dagegen soll der frühere D e t a i l l i st e n v e r e i n, der im Intereffe des Kleinhandels in früheren Jahren eine sehr segensreiche Tätigkeit geübt hat, wieder ins Leben gerufen werden.
4 Dad-Vauheim, 8. März. Der vordem Kriege gegründete Heimatverein, der sich die Pflege der heimatlichen Geschichte und Landeskunde als Ziel gesteckt und im Dad-Vau- heimer Jahrbuch schon wertvolle Bausteine zur Heimaturkunde zusammengetragen hat, hat feine Tätigkeit zur Freude aller Heimatfreunde wieder aufgenvmmen. Der 3. Jahrgang des I a b r - buchs, der 1915 fein Erscheinen einstellen muhte, wurde zu Anfang dieses Jahres vollendet, und vom neuen 4. Jahrgang sind bereits zwei □lummem herausgekommen. Daneben will der Hei- matvcrcin aber auch durch Zusammenkünfte und Vorträge den Heimatgedanken und die Heimat- liebe wieder pflegen. Im Sitzungssaal des Stadthauses fand dieser Tage nach langer Pause wieder eine heimatkundliche Zusammenkunft statt, an der Freunde des Vereirrs und der Heimat in größerer Zahl teilnahmen. Dr. Martin berichtete zunächst über die kürzlich im Park gemachten prähistorischen Funde und brachte sie in Zusammenhang mit den früher hier schon toieber- holt vorgenvmmenen ergebnisreichen Ausgrabungen. Sehr viel Interesse fanden dann die von einer Berliner B bliothek geliehenen sehr seltenen Kräuterbücher des im Ausgang des 16. Jahrhunderts an der Kirche zu St. Johannes (der Johann esberaturm ist ein Rest derselben) tätigen lutherischen Pfarrers Konrad Roßbach, von denen das eine 1588 erschien unter dem Titel „Paradeißgärtlein, Darinnen die edelste und für» nembste Kräuter nach ihrer Gestalt und Eigenschaft abcontrafehtet und mit zweherleh Wirkung. Laiblick und Geistlich auß den besten Krau- tcrbüchem und H. Göttlicher Schrifft zusammen geordnet und beschrieben sind. Durch den Ehrw. Herrn Conradum Roßbachium, Psarrherm zu Rider-Mörlen und St. Johanns Berg in der Wetteraw. Allen Haußvätem, Frauwen und
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zdenzsall zu schaffen für die spätere Richträu- iung der französischen Zonen; zweitens womog- |j> die augenblickliche Wellaufteilung verewigen, auf jeden Fall aber die Friedensliebe Frank- , ich« ins hellste Licht rücken. Man handelte faher in Rom mit rheinischen und aegyptischen »lagen, mit albanischem Petroleum und uni das
rtnalgc spanische Erbe in Marokko, um sich end- ch auf die Fortdauer der Kölner Besetzung u einigen und zu beschränken. Schon damals ?utbc der famose Kontrollbericht mit seinen .HeiseÖlungen", deren Vachweis drolligerweise 'kutschland für nötig hielt, bestellt und prompt
schule. Dec Stadtvorstand l>at einstimmig die Kosten für die Anstalt bewilligt. Freilich muh er auch den vor 20 Jahren gemachten Fehler, daß anstatt eines neuen Schulgebäudes für die Höhere Bürgerschule nur ein kleines Haus für zwei Votksschulllassen errichtet wurde, wieder gut machen und den Dau eines zeitgemäßen Re'alschulhauses sobald wie möglich ausführen lassen.
△ Echzell, 9. April. Zu einer unumgänglichen Votwendigkeit hat sich die Anlage einer Jugendherberge in hiesiger Gegend erwiesen. Der Vogelsberger Hohenklub ins Auge gefaßt. Die Gemeindeverwaltung hat hat eine solche Einrichtung in unserer Genieindo einen Zuschuß dazu bewilligt.
Kreis Wetzlar.
r. Wetzlar, 9. April. Die Lahn--Ver» band-Regatta wird in diesem Sommer hier veranstaltet. Eine stattliche Schar von Booten wird sich bann auf der Lahn vereinigen. Leider darf die Eiserne Brücke ihrer verringerten Tragkraft wegen nicht von Zuschauern bestanden werden. Das große Bootshaus am Eingänge des Lahnkanals hat in diesem Jahre eine bedeutende Vergrößerung seiner Wirtschaftsräume und der Räume für die Boote erfahren. Ein stattlicher neuer Bau hat sich an den hohen,älteren Bau angeschlossen. Der Lagerplatz der Firma Schaufler neben dem Bootshause ist von dem Ruderverein käuflich erworben worden. Es kann nun auf diesem neuerworbenen Platze eine große Zahl von Booten der auswärtigen Vereine aufgestellt werden. — Einem längst gehegten Wunsche vieler Einwohner, an sonnigen Tagen auf der Lahn dem Vergnügen des Boot- fahrens huldigen zu können, ist in diesen Tagen ein Unternehmer namens Schulteiß aus Vallendar am Rhein gerecht geworden. In der Nähe der Ausmündung des Lahnkanals unterhalb des cho- spitalwehres hat er ein leichtes Sommerbäuschen am Ufer aufgeschlagen und eine Landeftelle für Boote hergerichtet. Augenblicklich fahren nur sechs Boote, doch wird deren Zahl in dieser Woche auf zwölf erhöht. Die Fahrpreise hat der Besitzer recht mäßig gehalten. Die letzte Einrichtung für Bootfahrten bestand hier in den neunziger Jahren. Mit dem Tode des Besitzers der Boote hörten damals die Fahrten auf.
Hessen-Nassau.
][ Marburg, 8. April. In der gestrig« Stadtverordnetensihung wurde die durch den Tod der Lellerin der hiesigen Ge-
Iungfrawen, zur Leibes-' und SeÄenarzney zu- gebiauchen, sehr nützlich und auch notwendig". Konrad Roßbach wird als der erste evangelische Pflanzenshmboliker angesprochen. Seine Bücher sind aber auch wertvolle Beiträge zur Sitten- und Sprachgeschichte der Wetterau; nach dieser Richtung sind sie bis jetzt kaum ausgewertet worden. Anschließend daran gab Lehrer O ß - Wald einen geschichtlichen Lieberblick über die wissenschaftliche floristische Erforschung der Um» geburg Bad'Vau Heims. die durch ihren Reichtum an seltenen Pflanzen von jeher von Botanikern gern aufgesucht worden ist. Vachdem Dr. Martin dann mxb Erläuterungen zum Siegel der Herren von Vauheim gegeben hatte, sprach er über das Schicksal der Gießener Glo den» gießerfamilie Henschel, von der ein Angehöriger nach dem hiesigen Kirchenbuch auch in Vauheim ansässig war und in den Lehmgruben der Umgebung verschiedene Glocken der Vachbarschaft gegossen hat. lieber den Schuh der heimischen Pflanzenwelt sprach dami L'hrer O ß w a l d im allgem-nnen und verbreitete sich dann üb^r das Vorkommen der Anemone Pullatitta (Küchenschelle) in der Wellerau. Mallenhaft vertreten ist diese farbenprächtige, im zeitigen Frühjahr blühende Pllan-e auch auf dem (Siebborg bei Wisselsheim. Der Redner regte an. daß sie wie in Bayern. Württemberg und einigen preuß'schen Regierungsbezirken, auch in Hessen, geschützt werden möge. Sämtliche Roferate sanden großes Interesse und lebhaften Anklang Die daraus erfolgend Vorstandswahl Halle W folgende Erg-bnis: Dr Uta r - t i n. Lehrer Oßwald, Dr. H a n st e i n. Dei- georWter Kissel. Buchhändler E Al et ter.
ZBad-Vauheim, 10. April. Die Kur ist schon in vollem Gange. Etwa 800 Kurgäste sind bereits anwesend. Dazu kommen zahlreiche Besucher, die das Osterfest über hier weilen wollen In den Tagen nach Ostern tagen hier Hessens Lehrer. Die Kurverwaltung gibt ihnen zur Begrüßung ein Festkonzert unter Professor Windersteins Leitung. Vom 25. bis 21 April findet ein großer R ön t gen kon g reh hier statt, zu dem etwa 2000 Aerzte aus allen Teilen der Welt erwartet weiden
Kreis Schotten.
□ Laubach, 10. April. Das Andenken an bie im Weltkrieg gebliebenen Sohne unserer Stadt ist zwar durch drei geschmackvoll ausgeführte Tafeln in der hiesigen Kirche geehrt worden. Es ist jedoch vom Krieger» verein angeregt worden, die Erinnerung an die Hellen durch ein besonderes Denkmal wachzuhalten. Der Verein hat sich in dieser Angelegenheit an den Gemeinderat gewandt und mit diesem sich eingehend beraten. Eine endgültige Entscheidung über die Art der Ausführung und
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Das ist er nun wirtlich. Im Jahre 1914 jfrar die Erde so verteilt, daß England ein Viertel. Rußland ein Sechstel, Frankreich ein zwölftel und Deutschland ein Vierzig- |:e [ besah. Vach einer in die Lesebücher über- j^gangenen Darstelluirg machte sich dieses Dier- ; jigftel in seinem militaristischen ilebermut auf, unt die übrigen 39 Vierzigstel zu verschlucken. Mer wurde nach vollzogenem Triumph des Rechts und der Gerechtigkeit in Versailles die 5rbe gerechter verteilt, und zwar erhielt c. England, bisher so stiefmütterlich bedacht, tie Linie Kapstadt Kairo und die Landbrücke ad) Indien. Frankreich mehr, als es verdauen lanit, und Italien, nach seiner Meinung — ■ d) f *. Hier ist der Herd für die kommenden xciegc zu suchen, die nach Mussolini vor der i'Hwelle stehen. Rüsten, rüsten! lautet daher ' n Programm, und der Vierziger zeigt dabei richt weniger Energie als jener Siebziger, C l e - ricnccau , als er das deutsche Friedensangebot mit seinem ..Ich führe Krieg. Krieg, nichts als ÜBteg!" beantwortete. Jedenfalls hat sich der ialitnische Diktator mit seiner großen Rede vor Mn Senat, mit der er sein eigenes Heeres- icformprojelt und dessen formellen Träger, den tataufbin sofort zurückgetretenen Kriegsminister
Giorgio preisgab. wieder einmal als ein Staatsmann von ungewöhnlichem Ausmaß er- vicsen. Jene Heeresreform hatte den Zweck, der 'aszistischen Armee in der Armee das unbedingte Ücbergewicht zu sichern, aber nach viertägigem Rambf der Generale gegen Di Giorgio erkannte Mussolini, daß das Wohl der Ration auf dem Spiele stand, und in einem solchen Falle gibt für ihn kein Uebcrlegcn. Er verwarf den respektablen, aber gefährlichen Optimismus", der Seltlrieg sei der letzte gewesen, rief er aus, der v je könne plötzlich ausbrechen, und daher müsse ran sich beizeiten darauf vorbereiten, -r wies wiederholt auf die bedrohlichen Rü-
» (steinbad), 11. April. Das Fest der gol- du en Hochzeit begehen heute, Samstag, 11. April, der Flurschutz i. R. Ludwig Größer und Frau Margarethe, geb. Nicolaus in voller körperlicher und geistiger Frische
Dg. Grohen-Buseck. 9. April. Vach Berkaus seines Anwesens wird der seitherige Besitzer der ^Fußmühle". Landgrebe, am zweiten Ofterfeiertag Gr.-Duseck mit seiner Familie verlassen, um sich in Britisch - O st - Afrika anzusiedeln Bereits vor dem Kriege hatte er in Deutsch-Ost-Afrika sich eine ausgedehnte Farm angelegt. Durch ten Weltkrieg aing er als Teilnehmer an den Kämpfen der Schuhtruppe seines Besitztums verlustig, seine Fa- milie wurde ausgewiesen, er selbst kam in Gefangenschaft. Obwohl er hier eine Heimat und zahlreiche Freunde gefunden, hat er sich doch entschlossen, im fernen Afrika noch einmal von vorn anzufangen.
Grünberg, 9. April. Die Sperrung der Kreisstraße Grünberg — Lauter ist wieder aufgehoben. .
t ©rünberg, 10. April. Bei derDrenn- Holzversteigerung im Distrikt Breite Loh wurden folgende Preise pro Raummeter g^aplt: Duchenscheiter 12. Fichtenscheiter 6. Eichenscheller 11 Buchenknüppel 8, Fichtenknüppel 4, Eichenknüppel 9, Fichtenstockholz 3, Kiefernstockholz 5, Buchenreisig 2, Fichtenreisig 1 Mk. — Für den Veubau des Schulhauses in Lehn- heim wurden jetzt auf Grund von Submissions- angeboten die Arbeiten vergeben. Es erhielten Die Maurer- und Steinhauerarbeit Wilhelm B ö ch e r - Bellersheim, die Zimmerarbeit Georg Haas & Co.-Grünberg, die Spenglerarbeit 3. Von-Eiff - Grünberg, die Dachdeckerarbeit PH. Bender-Grünberg. — Die Bautätigkeit verspricht in diesem Jahre sehr rege zu werden. Es werden Wohnhäuser bauen: Friedr. Deck er , R Ritter Steuersekretär Kreutzer in der Frankfurter Straße, Architekt 3ägcr ein Doppelwohnhaus in der Vähe der Schulstraße, Ober- forst meister Schneider und Karl Seng in der B'.smarckstraße, Lehrer Lauder in der Bahnhofstraße, Ülnterassistent K o ch in der Theo-Koch- straße und Maurermeister R. Dock in der Gartenstraße. Sehnsüchtig erwartet auch die Stadtverwaltung die bestellten Gußrohren zum Gegen der Wasserleitung nach der Warte, damit der Dau des Hochbehälters dort in Angriff genommen werden kann.
Kreis Friedberg.
sf. Friedberg. 8. Aprll. 3n der gestrigen Vorstandssitzung der Vereinigung ehemaliger Auguftinerschüler wurde be-
Dittelmeer, Rhein oder Weichsel?
j Von unserem römischen ll-Kvrrespondenten.
Rom. Anfang April.
Das sogenannte Genfer Protokoll, eine interessantesten Qleuerf(Meinungen auf der bi- zt'matischen Mustermesse der Vachkriegszeit. turbc nicht erst kürzlich, wie man noch immer Um kann, begraben, sondern schon, wie ich da- mils eingehend ausführte, während der vömi» fcen Volkerkmndstagung im vergangenen Dezem- frr. Man konnte höchstens sagen, daß die feiet- px Beisetzung an seiner Geburtsstätte erfolgte, lijdem cs von Chamberlain und Driand in jom, nach Erfüllung seiner Aufgabe, umgebracht igiotben war. Der Sille der Zell entsprechend jaigtc man ihm dami jene pontpösen Phrasen um, V dem Derufspazifisten das Herz höher schlagen trfen. und stellte es noch eine Weile für das laubige Publikum aus
Eine doppelte Mission sollte nach den Plänen
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