Ausgabe 
10.1.1925
 
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Nr. 8 Viertes Blatt

Samstag, JO. Januar 1925

Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Vverhefsen)

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war der Erbe von Norwegen, Schweden und Dänemark, aber er ftatb scheu als Knabe 1387. und feine kluge Mutier wußte Me Herrschaft über die drei Rordländer dem Surften Erik von Pommern zu verschaffen, der mit Philippa, der Tochter König Heinrichs IV. von England, vermählt war. Da er keine Kinder hatte, folgte

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Die vernachlässigte Alicestrafte.

Es wäre wünschenswert, dah sich die zustän­dige Stelle der Stadtverwaltung des Äbends nach eingetretener Dunkelheit die Beleuchtung der Alicestrafte einmal näher ansehen würde. 3n der ganzen Strafte, von Frankfurter- bis Lud- wigstrafte, befindet sich eine einzige Lampe. (Die kleine am Eingang des Weges an der Wieseck entlang brennt nämlich die meiste Zeit nicht.) Wenn die Lampe bei dem Hessischen Hof in der Frankfurter Strafte einige Meter näher nach der Drücke zu hängen würde, würde sie auch in die Alicestrafte hineinleuchten, aber so wie dieselbe jetzt aufgehängt ist. kann sie das nicht. Das gleiche ist auch in der oberen Alicestrafte am Eingang von der Dahnbosstrafte aus der Fall. Die Einbrüche, welche in dieser Strafte schon häu­fig vorgekommen sind, so auch wieder diese Woche in der Rächt von Dienstag aus Mittwoch, sind auch hauptsächlich der mangelhaften Beleuchtung zuzuschreiben. Es wohnen viele Gewerbetreibende in dieser Strafte, welche man des Abends gar nicht habet, aber ihre Gewerbesteuer muffen die selben genau so bezahlen, wie solche in gut bp= leuchteten Straften. Um Abhilfe wird gebeten.

Ein Anwohner der Alicestrafte im (Hamen vieler.

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sein Resse Christoph 1439 in Dänemark Schweden, 1442 in (Norwegen, und er 1448 kinderlos starb, wurde Fürst Christian von Oldenburg, der Witwe heiratete, zum König von Däne- von Rorwegen und Schweden gewählt.

Tägliches Geld nannte man mit 8 -12 Proz. p. a., Monatsgeld 1114 Proz. p. a. Privatdiskont 8 4. Am internationalen Devisenmarkt setzte sich die Aufwärtsbewegung des englischen Pfundes fort. Kabel gegen Pfund 4,76. Auch der Gulden liegt fest.

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Frankfurter Armaturen Konservenfabrik Braun . . Metallgesewchaft ftrantfurl Del Union A -G Schnh'abrtk Her» Sichel .........

Zellstoss Saibbof Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel - . -

Eine Eingabe zur Verbesserung des Rechtsschutzes in Steuersachen. Die Industrie-- und Handelskammer Frankfurt am Main hat an den Reichsminister der Finan­zen eine Eingabe gerichtet, in der sie wesentliche Verbesserungen des Rechtsschutzes in Steuer­sachen verlangt. Sie nimmt vor allen Dingen ge­gen die Verschlechterung des Rechtsschutzes Stel­lung. die die 2. und 3. Steuernotverordnung ge­bracht haben. Hiervon seien die Einschränkung der Rechtsmittel in den Fragen der Einkommen- steuervorauSzahlungen. die Beschränkung der Zu­ständigkeit und der Finanzgerichte und die Ver­schärfung der Vorschriften über die Bemessung und Vorauszahlung der Kosten des Rechtsmittel­verfahrens erwähnt. Die Eingabe wendet sich weiter dagegen, daft die Kosten des Steuer­streitverfahrens im allgemeinen zu hoch sind, und fordert eine Ausgleichung an die Kosten des preuftischen Verwaltungsstreitverfahrens. 'Weiter wird in der Eingabe im Interesse der Rechtssicherheit ganz allgemein die Erstattungs- sähigkeit der Kosten für Zuziehung eines Be­vollmächtigten im Rechtsmittelversahren ver­langt. Die Industrie- und Handelskammer tst der Ueberzeugung, daft das Zutrauen der Steuer­pflichtigen zur Objektivität der Steuerverwaltung und zur Zuverlässigkeit der Rechtsordnung eine

entscheidende Voraussetzung für den staatlichen Reuaufbau bedeute. Sie ist deshalb der An­sicht, daft wichtige staatspolitische Interessen ge­fährdet werden, wenn die heute eingerissene Rechtsunsicherheit fortdauert. Gegenüber der Wichtigkeit dieser Interessen können auch 'Be­fürchtungen der Reichsfinanzverwaltung über eine Mehrbelastung der Rechtsmittelbehörden keine Rolle spielen.

D i e Hm Teilungen der Bilanzen der Attiengesellschaften auf Gold­mark hat die Commerz- und Privatbank in einem sehr instruktiven Heftchen zusammenge,aht. Die Lieber sicht enthäll eine Zusammenstellung aller an der Berliner Börse amtlich notierten Werte mit ihrem Friedenskapital, dein Divi­dendenerträgnis der letzten drei Friede.rsjahre, dem neuen Goldmarkstainmkapital. dem Verhält­nis der Zusammenlegung und der Stückelung der Aktien. Das Heftchen wird an Interessenten kostenlos abgegeben.

* Deutsche Werft QI.j ®. Hamburg. Die von demHamburger Frenchenblatt" ver­breitete Mitteilung der schwedischen Reederei Arel Broström u. Co. wird von der Deutschen Werst dahin richtiggestellt, daft die fraglichen Motorschifte nicht jetzt, sondern bereits ttn Sep­tember 1922 bestellt worden sind und das_ erste Schift bereits in diesem Monat vom Stapel laufen wird. Reue Bestellungen von der ge­nannten Gesellschaft sind nicht getätigt worden.

* Einkaufs sperre im Äramatten- gewerbe. Wie die ,-Köln. Volksztg^ aus Krefeld meldet, bat die Wirtschaftliche Ve^Mt- gung der Krawattenfabrikanten Deutschlands für ihre Mitglieder eine Cinkaufsfperre gegenüber den Mitgliedern des Verbandes der Krawatten- swff-Fabrikanten cintreten lassen.

Frankfurter Abendbörse.

Frankfurt a. M.. 9. Ian. Die .Abend­börse war für Aktiemverte allgemein weiter av- Seschwächt. da sich die 'Realisationen foftfefttar. ine Ausnahme bildeten wiederum chemv^-

Buntes Allerlei.

Die größten amerikanischen Häsen.

Rach einer Statistik, die inWerft, Reederei, Hafen" veröffenllicht wird, hat den größten Schiffsverkehr auf dem amerikanischen Kontinent Reu York mit einer Schiffszahl von 504. Der zweitgrößte Seehafen ist Tampico mit 262 Schiffen! dann folgt Reu Orleans mit 252 Schiften. Die anderen Häfen, wie Balti­more. Philadelphia und Boston haben geringere Bedeutung.

AnS der Geschichte des alten OSlo.

(Boni 1. Januar ab gibt es offiziell keine norwegische Stadt Christiania mehr, fonbem die Hauptstadt heiftt nunmehr Oslo. Dielen wird es unnötig erscheinen, daft der alte (Karne, der gerade 300 Jahre mit der Stadt verknüpft war, nunmehr verschwindet, aber diese Umtaufe hat für den Rorweger einen tieferen Sinn, denn bevor die Hauptstadt Christiania hietz, trug sie durch viele Jahrhunderte den (Kamen Oslo, und dieser (Käme ist mit der großen Zeit des alten Rorwegens verknüpft. Als König Harald Har- braaba im Jahre 1047 eine Stadt gründete, und hier die Marienkirche erbaute, da führte der Ort schon feit unvordenklichen Zeiten den Rainen Oslo, und der Glanz der neuen Grün- bung machte auch den Ortsnamen berühmt. Sein Sohn König Olaf Kyrre erhob Oslo zu einem Bischofssitz und errichtete eine Kathedrale, die dem Heiligen des Ortes, einem Begleiter des bl. Olaf geweiht war. dessen Gebeine unter dem Hochaltar begraben lagen, und dessen Martyrium in dem Stadtsiegel von Oslo und später auch im Siegel von Christiania dargestellt war. Die Kathedrale war sehr reich und hatte 24 kleinere Altäre. Oslo wurde bald der Mittelpunkt des norwegischen Landes, hatte neun Kirchen und drei Klöster, und die Könige von Rorwegen residierten hier während des 14. Jahrhunderts. Aber das Erlöschen der männlichen Linie dieses Königsgeschlechts wurde für Oslo wie für ganz Rorwegen verhängnisvoll. 1319 starb König Haakon X'. ohne männlichen Erben' ihm folgte der Prinz Magnus von Schweden, der Sohn seiner Tochter, und auf Magnus folgte fein Sohn Haakon VI.. der die Prinzessin Marga­rete von Dänemark heiratete. Ihr Sohn Olaf V.

$ran!fn-ter Ge're^ebörle.

(Eigener Drahtberich: desGietzener Anzeigers".) Frankfurt a. M, 9. Jan. Es wurden no­tiert : Wei-en. W^tterauer 21,50 bis 24,50, (Kog­gen, inlänb. 22 bis 24, Sommergerste für Brau- zwecke 25,50 bis 31,50, Hafer, inlänb. 18 bis 22,50, Mais (gelb) 21,75 bis 23, Weizenmehl, inlänb, Spezial 0 39 bis 41,75, Roggenmehl 34,50 bis 38,50, Weizenkleie 13,75 bis 14,25, Roggenkleie 12,75 bis 13,25 Mk. Tendenz: unverändert.

Berliner Produktenbörse.

- Frankfurt Iw. M. 9. Ian. Es wurden notiert für je 1000 Kilo: Weizen, mark. 238 bis 242. Mgrz 266 bis 268,25. Mai 278 bis 280.50. Roggen, mär?, 228 bis 234, März 261,50, Mai 269 bis 270, Gerste, märk. 281 bis 283, neue 200 bis 218. Hafer, märt 175 bis 184, pornin. 164 bis 174, Mais, La Plata 221 bis 224, Mai 211. Raps 405, Leinsaat 420 bis 425. für je 100 Kilo: Weizenmehl 32.50 bis 34.70. Roggenmehl 31,75 bis 34.70, Weizenkleie 15,90 bis 16, Roggenkleie 15 bis 15,20. Diktoriaerbsen 31 bis 35. kleine Erbsen 20 bis 22, Futtei-erbsen 19 bis 20, Peluschken 15 bis 16. Ackerbohnen 18 bis 19, Wicken 16 bis 18, Lupinest. blau 11 bis 13, gelb 16, Serradelle, alt 10 bis 11, neu 16 bis 18, Rapskuchen 18 bis 18,20. Lein­kuchen 26. Trockenschnitzel 9,50, Torfmclasse 9,60 bis 10, Kartoffelflocken 19 bis 19,50. Am heu­tigen Produktenmarkt trat keine wesentliche Aen- derung ein.

Bttiftcrtisch.

* Ein neues Buch von O. Hammann: Deutsche Weltpolitik 1890-1912. mit 20 B ld'.afeln. wird Ende dieser Woche im Buchhandel erschienen. Mit Genehmigung des Verlags Reimar Hobbing in Berlin SW. 61 können wir schon heute folgendes aus dem Vorwort veröffentlichen: In mei­nen in cen Jahren 1918-1921 erschienenen Er- innerungsschristen habe ich D:iträge zur deut­schen WeltpUitik dec letzten baeiftig Jahve ge­geben. Dabei war neben gelegentlichen Aus­zeichnungen aus der Zeit meiner Tätigkeit im Auswärtigen Amt mein Gedächtnis das Archiv, aus dem ich schöpfte. An eine zusammen­fassende Darstellung d:r wechselnden weltvolitischen Krnstcllationmi konnte erst nach vollständiger Oeffnung der Archive gedacht wer­den. zu der sich die Reichsregierung, um die grobe Untoahrbcit des Versailler Vertrags von Deutschlands A'.leinschuld am Weltkriege zu wi­derleg en.inzwischen entschlossen hat. Bei Ueber-- nähme des Versuchs, meinem Verlag eine mög­lichst objektive und einheitliche Darstellung dessen zu liefern was Deutschland in der Vorkriegs­zeit wirklich getan oder nicht getan hat. um den Weltkrieg zu cntfeffeln. war ich mir der auftcrorbentlidien Schwere der Ausgabe wohl bctruftl. Zwar tonnte ich bei der 'Bear­beitung einiger Telle der Ausgabe z. D. bei dem englischen Bündnisangebot 1901 und bei der Maiokkokrisis 1905- 1906, auf meine 6rirate- rungsschristen zurückgreifen, in denen diese Wendepunkte schon nach Aktenauszügen richtig geschildert sind, aber Lucken mutzten ausgcsüllt, der ganze Stoff anders gruppiert und manche Aktion in cm helleres Licht gerückt werden. Bei dem Studium der Akten und bei der Ausarbei^ tung des Textes war ich bemüht, die großen Linien in der Politik der Mächte festzuhalten und neben den Akten auch charakteristische Par - larnentsreden und Zeitungsartikel sowie histo­risch-politische Werke zu berücksichtigen, ohne mich hier wie dort in nebensächliche Einzelheiten zu verlieren. Der grobe Wert der Karikatur für den Geschichtsschreiber, als Ausdruck der je­weiligen politischen Stimmungen und Tendenzen der Völker untereinander, hat den 'Verfasser in Gemeinschaft mit dem Verlag veranlasst, eine Anzahl ausgewählter charakteristischer Bilder auf der Zeit dem Texte einzufügen

Wirtschaft.

Börse unb (Geldmarkt.

Die politischen Verhältnisse haben den Optt- misten, die für den Januar eine kräftige Auf­wärtsbewegung an der Börse sahen, einen schwe­ren Streich gespielt, und die Herren Darmat tun ejn Uebriges, um das Fundament, das die Hausse tragen foll, zu lockern. Richtsdestoweniger bleiben trotz der Erschütterungen die sesten Grundlagen bestehen, und es ist anzunehmen, daft die Börse ihr guter Instinkt, bei dem sie noch immer auf die Dauer recht behalten hat, nicht trügt. Man darf nicht vergessen, dah in dem heutigen Kursniveau hen so unendlich großen Schwierigkeiten, mit Denen die deutsche Industrie zu rechnen hat, doch reichlich Rechnung getragen ist. Wovon wir heute leben muffen, ist Zukunftsmus l. und die nun bald völligidurchgeführten Goldrimstcl ungen haben dcn Beweis gebracht, datz die Grundfesten der deut­schen Industrie lediglich erhalten geblieben ftnd. Auch das Ausland scheint diese Uebcraeugimg in vollem Matze zu besitzen. Cs beweist dies nicht nur durch feine recht lebhafte Betätigung an den deutschen Börfen, sondern auch dadurch, daft es geneigt ift, dem Organismus der deutschen In­dustrie durch langfr stige Streb le das nötige Blut zuzuftihren. Richt wenig zu dieser Dereiiwillig- keit hat der Umftanb beigetragen, dah Deutschland seinen Verpflichtungen, die es bisher gegenüber dem Ausland und namentlich den Vereinigten Staaten übernommen hat, einwandfrei nachge- kommen ist. Die Geldgeber der (Bereinigten Staa­ten haben in der letzten Zeit sehr viel von ihrer anfänglichen Zurückhaltung und ihrem Mitztrauen abgestreift, und die deutschen Bemühungen, nach den bisherigen kurzfristigen Anleihen solche lang­fristiger (Katur, die allein der deutschen Industrie helfen können, zu erhalten, erscheinen mehr von Erfolg gekrönt. Dies beweist z. B die von der Firma Krupp aufgenommene Anleihe, die nicht, wie es in der Presse hietz, in Amerika zur Zeich­nung aufgelegt worden ist, sondern von einer amerikanischen Dankengruppe glatt übernommen worden ist. Man darf wohl damit rechnen, dah binnen kurzem nvch mehrere Derartige Anleihen von Amerika übernommen werden. Datz w r durch die engen Beziehungen, die sich hierdurch mit Don amerikanischen Geldgebern bliben, d.üben einen starken Bundesgenossen gewinnen, bedarf keiner besonderen Hervorhebung. Solche langfristigen Anleihen werden uns in die Lage versetzen, vor- vorausgcs.ht, d<tz b.c maftgebenben Stellen die nöt'ge C:nsicht für die deutsche Wirtschaftspolitik haben, unseren inneren Markt wieder gesund zu gestalten und dadurch auch zu einer Balancie­rung des Außenhandels zu kommen. So allein ist der Optimismus der Börse zu verstehen.

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130110. die überwiegend mit neuen geringen Er- I Holungen aus dem Derlehr hervorgingen. Auch für einzelne Bankwevte, so für Reichslmnk. zeig- I ten sich leichte Besserungen. Der Dlontanmarkt hatte totes Geschäft. Die Kurse bröckelten weiter ab. Auch Clektrowerte tendierten wieder in ge­ringem Umfange nach unten. Auf dem An­leihemarkt war die Tendenz etwas freundlicher. 5prozentige Kriegsanleihen fliegen auf 0.92. Im allgemeinen waren die ilmfätje äußerst gering. Die Abendbörse schloß bei stillem Geschäft in lustloser Haltung. Deutsche Anleihen: bprozentige Reichsanleihe 0.920.915. 3> prozentige Preutz. Konsols 1412. Bankaktien: Kommerzbank 6.87, Darmstädter Dank 13,75. Deutsche Bank 13. Dis- kontogesellfchast 18.12. Metallbank 20. Mittel- deutsche Kreditbank 1.95. Reich-dank 64,87, Oester- reichische Kreditaktien 10,40. Montanaktien: Mansfelder 5,10. Phönix 57.37- 57.25, Rhein- stahl 53. Kali Aschersleben 20. Westeregeln 24. Chemische Werte: Badische Anilin 32. Chemische Griesheim 25.75. Scheideanstalt 24,80. Elberfel­der Farben 27,25. Th. Goldschmidt 26,50. Höch­ster Farben 27,12, Holzverkohlung 10,30. Elek­troaktien: AEG. 12,30. Bergmann 20,50, Licht und Kraft 8.50. Reiniger 3.25. Schuckert 65. Sonstige Industrieaktien: Kleyer 3,05, Daimler 4. Dyckerhoff und Widmann 3,85. Hammersen Spin­nerei 23,12, Gcbr. Iunghans 12,62, Ryeinmetall 11.90, Doigt und Häffner 2, Waggon Fuchs 1,85, Zement Heidelberg 27,50, Peters Union 2.40, Badischer Zucker 4,40, Frankenthalzucker 5.65, Heilbronnzucker 4,10, Osssteinzucker 4,35. Aus­ländische Renten: Zolltürken 10,62. 1905er Tür­ken 7,37, Ungarische Goldrente 9,80, 4> .prozen­tige Ungarn von 1923 7,90, do. von 1924 7,90. 4prozentige Ungarische Staatsrente von 1910 7,50, Reue Lombarden 8,50.

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Spanische Noten Uch^choNowakilcht Noten . . Unaani±r Noten . . .

DerNner Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzergers".) Berlin, 9. Ian. Rach der gestrigen, ziem- lich starken Abschwächung zeigte sich heute die Börse recht widerstandsfähig, uird eine große -Reihe von Werten konnte einen Teil der gestrigen Verluste wieder einholen. Die gestrige Abschwä­chung erweist sich wieder einmal als ein Vorstoß der Spekulation, wobei unkontrollierbare Gerüchte, die sich mittlerweile zum größten Teil als falsch erwiesen, herhalten mutzten. Trotz der ungünstigen innen- und auhenpolitischen Lage läht sich das Publikum nicht aus der Fassung bringen. 2m all­gemeinen nahm das Geschäft keinen großen Um­fang an. Die in den letzten Tagen favorisiseten Werte waren auch heute wieder gesucht und fest, so ^berkols und Goldschmidt. Für Reu-Guinea kam mangels Angebot keine (Kotierung zustande. Ruch am R e n t c n m a r f t hat sich das Geschäft wieder belebt, namentlich bleiben weiterhin Städtanleihen und Pfandbriefe ge­sucht. Man rechnet damft, datz beim Zustande­kommen einer Regierung die ^uswertungsfrage doch eine Lösung finden wird. Am G e l d m a r r t bleibt tägliches Geld weiterhin leicht und findet nicht genügend Llbfatz. Die Meldungen, daß die Rentenbank einen grotzen Teil ihrer kurzfristigen Kredite gekündigt habe, erweisen sich als fatsch. Wie derDeutsche Handelsdiensf bereits früher dazu gemeldet hat, wird die Zurückziehung nur allmählich erfolgen, um den Markt nicht zu stören.

Das Haus Oldenburg verlor Schweden 1521. aber die Union zwischen Rorwegen und Däne­mark blieb bis 1814 bestehen. AIS die Reforma­tion in den nordischen Ländern ihren Eiiizug hielt, da wurden die herrlichen Gotteshäuser des Oslo von den Bilderstürmern zerstört. Unter Christian III. wurden die Kirchen und Klöster von der Krone konsisziert. der prächtige Bischofs» palast in Oslo wurde 1539 den Burgern alS Steinbruch überlassen, und die Stadt wurde während des Krieges mit den Schweden öfters durch Feuer schwer heimgesucht. Da Oslo un- beteiligt war, wünschten die Könige die Stadt dichter unter die Kanonen der Festung AkershuS zu rüden, die etwa l1 Kilometer weiter west­lich lag. Als ein großes Feuer im August 1624 den größeren Teil vo.i Oslo vernichtete, besah! König Christian IV. den Bewohnern, sich unter den Mauern Ak. rshus wieder anzusiedeln, und schus eine neue S'.adt, die er nach sich Christiania nannte. Aber seitdem das norwegische Rational» gesühl wieder zu erwachen begann, hat man auch den alten (Kamen Oslo wieder aufsrischen wollen. Zuerst trat dasür der große norwegische Historiker P. A. Munch ein, und seitdem ist diese Forderung nicht mehr verstummt, bis sie nunmehr zur Freude des ganzen Volkes erfüllt wurde.

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