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Die Frankfurter

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Heißwasserkochrr cm Wasserhahn Außerordent­lich wohltuend ist der ,Seceini5 -Elrktro-Zerstäu- ber. welcher Arbeits- und Wohnräume billig und gut mit reiner und feuchter Luft versieht. Er beseitigt sofort die so störend empfundene trockene Luft, welche leicht besonders bei Zen­tralheizungen sich vorfinde:

3n das Gebret der elektrischen Beleuchtung führen uns dre stohfesten Lampen der Radium E le k t r t z i t ä t s g e s e l l scha f t in Wip­pe r f ü h r t h (Rhld.). Außer ihren bekannten und bewährten stohfesten Radium-Spira.draht- lampen, sehen wir die Radium-L-Lampe, welche im Stromverbrauch den Lcunpen mit freigespann­ten Drähten gleichwertig sein dürfte, < der an Stohfestlgkeit dieselben weit übertrifft. Wir alle wissen ja, wie leicht die Metalldrahtlampen durch Stoh unbrauchbar werden und werden deshalb überall da, wo Stöße auftreten körnten, gerne eine dafür geeignete Lampe verwenden.

Die Rundfunkhalle war recht gut be­schickt. Es führt uns natürlich hier zu weit, alle die vielen größeren und kleineren Verbesse­rungen auf diesem heute so aktuellen Gebiets der Technik näher zu besprechen. Wir wollen nur das Telefunkon 3 26 der Telefunken- Gesellschaft In Berlin SW. 11 heraus­greifen, welches ein neuer und äußerst bemer­kenswerter Vierstufen - Empfänger mit unbe­schränktem Wellenbereich ist. 5n dem Sapra- Phon hat Telefunken ferner einen nach einem ganz neuen Prinzip gebauten Lautsprecher her­ausgebracht, welcher sich nicht nur äußerlich von den bisherigen Lautsprechern in Trichterform unterscheidet, sondern auch alle Töne in natür­licher Klangfarbe wiedergibt . Es wird dies durch die Verbindung eines Holzresonanzbodens und einer Metallmembran erreicht.

Zum Schlüsse wollen wir noch kurz auf die Schuhmaschinen eingehen, welche eine Spe­zialität der Frankfurter Messe sind. Wir waren überrascht, hier ei..e ganze Menge teilweise recht beachtenswerter Fortschritte zu finbcn.

Die Maschinenfabrik A. & W. Heute in Schwelm i. W. zeigt als Reuheit eine Pan- zerthal-LederwalzeMarkana", welche mit einer AuSPuhmaschine verbunden ist. Die Maschi­nenfabrik Heinrich Spang in Ober­ursel führt als Reuheiten schnellaufende Dop­pelmaschinen vor, welche zum Andoppeln der Sohle verwendet werden. Sie haben elektrische Heizung und direkten elektrischen QJntricb sowie Momentbremse. Außerdem sehen wir hier noch eine Kantennähmaschine für Koffersäbrilation mit selbsttätigen Zangentransport und Momentbremse.

Bei der Maschinenfabrik M o e n u s in Frankfurt a. M, erblichen wir eine Schrägnagelmaschine. Bisher wurden die Holz- nägel senkrecht eingeschlagen. Mit dieser Ma­schine können sie gegeneinander schräg eingetrie­ben werden und halten dann viel besser. Wir glauben, daß diese Maschine rasch eine sehr große Verbreitung in der gesamten Schuhwaren­fabrikation finden wird. Die Taunus Schuh- maschinenfabrik in Oberursel hat eine neue automatische Kappenschärfmaschine ausge­stellt, welche eine Stundenleistung bis zu 3000 Stück besitzt. Die Maschinenfabriken Friedrich Dusch in Bad Homburg v. d. H. kommt mit einem sehr beachtenswerten Einbindeversahren heraus, zu dem sie die erforderlichen Maschinen herstellt

Turnen, Sport und Spiel.

Sportvorschau für Sonntag, 11. Oktober.

Rasensport:

Der Fußball steht im Zeichen der Punkt­spiele, kleinere Freundschaftsspiele hie und da. Fuß- ball-Länderspiel TschechoslowateiUngarn in Prag.

9m Handball- Sport haben ebenfalls die Meisterschaftsspiele wieder eingesetzt.

JrnGolf Rossenpreis in Hamburg, Flaggenspiele in München und Magdeburg.

Oennis spielen einige deutsche Tennisgrößen m Meran.

Schwimmen:

9n Hamburg treffen sich die Damen zu einem verbandsoffenen Schwimmfest derBille". Ein gutes Meldeecgebnis hat das Derbandsoffene der Wasser- freunde 9 e n a zu verzeichnen, bei dem u. a. die deutschen Meister Heinrich-(Poseidon)Leipzig, Rade-

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junger Herr" angeredet wird, und deshalb konnte er nicht widerstehen. Wir gehen also zu dem Sawn für vorsintflutliche Feuerwaffen, lassen uns beide eine Büchse laden, und ich belehre den Sepp:Dort auf den gemalten Hahn mußt zielen! Wannst den trlssst, nachher kräht er!" Und bums knallte auch schon dem Sepp sein Meisterschuß.

Nix haben S' troffa!", lächelte das Fräulein.

W a s hob i? Nix troffa hält i?", begehrte der Sepp auf. Und eins, zwei, drei kletterte er über die Barriere, steigt auf den Holzhahn zu, um seinen Treffer zu suchen.

Wie er jetzt grad so schön vor dem Hahn stand und mir das Hinterplateau seiner Lederhose wies, da dachte ich:So eine schöne Scheibe hast du nicht alle Tage", krümmte den Zeigefinger, drückte ab und der Sepp macht einen Lustsprung, greift sich mit beiden Händen an die Kehrseite, und schreit, daß es sämtliche Drehorgeln übertönt. So vieleDeisi Deifi!" habe ich noch nie in einem Atemzug gehört. Wenn man den Hahn trifft, der kräht nicht halb so schön.

Dabei war ihm nicht das geringste passiert, denn so eine altehrwürdige Lederhose nimmt es mit jeder Panzerplatte auf.

Schweißtriefend hakte sich der Sepp in meinen Arm ein und stöhnte:Bring mi bei dee Sani­täter . . . i glaab, i hob an Volltreffer!"

Sei nur stad," beruhigte ich ihn,glei san ma bei dee Sanitäter!"

Und ich schleifte ihn vor den 9rrgarten, zahlte für ihn und sprach:Da gehst nei, Sepp . . . allweil gradaus . . . nachher wirst verbunden!" Und dann überließ ich ihn seinem Schicksal.

Dreimal bin ich außen um den 9rrgarten herum- gegangen und labte mich an dem 9ammergeschrei, das drinnen erscholl. Denn man soll mir nicht nach^ sagen, daß ich kein Ohr für einenlthben Gast* hätte!

Ob der Sepp wieder aus dem 9rrgarten heraus- gefunden hat oder ob er heute noch darin herum« irrt, weiß ich nicht. Nur das eine weiß ich: 9ch be­suche ihn nie wieder in Großdipfelhausen. Denn bet Sepp hat noch mehr so lange Viehtreiberstecken da« heim, und am Ende fühlt er sich verpflichtet, sich für erwiesene Gastfreundschaft zu revanchieren . .

llr. 257 Zweites Blatt

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gleichzeitigen Schön- und Widerdruck in gleichen und in verschiedenen Farben. Sie hat eine Stun­denleistung bis zu 4000 Stück.

Auch die Iagenberg.Werke in Düs­seldorf haben wieder umfangreich ihre verschie­denen Papier- und Klebstoff verarbeitenden und automatischen Verpackungsmaschine.i ausgestellt. Als Reuheit sehen wir die Schachtelteil-Ansey- MaschinenEinender", mit der die Ansehteile mittels zäher, vorher gummierter Papierslreifen sofort unter hohem Druck, dauernd fest mit dem Rumpfteil verbunden werden. Mit ihnen erreicht man eine Pappersparnis gegen bisher bis zu 40 Prozent. Sie kommen für Schachteln für 50 bis 250 Millimeter Höhe in Frage. Auch auf die Halbautomotische Schachtelüberziehmaschine möchten wir besonders Hinweisen.

Die Maschinenfabrik Preuße u. Co. in Leipzig baut Spezialmaschinen für Buchbinde­reien usw. Besonders fielen uns Drahtheftmaschi-

toerfFulmina" in Mannheim-E gen auf den Markt gebracht

Elektrische Wäschereianlagen bedeuten außerordentliche Entlastung der Hausfrau

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Sonntag, ll-Okt.- Ausflug

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Die Technik aus der Frankfurter Herbstmesse von unserem nach Frankfurt entsandten technischen M-Mitarbeiter.

betriebe, wie Fleischereien, Konditoreien, Restau­rants usw. in Frage.

Die Chemische Fabrik Griesheim Elektron zeigt die Anwendung ihrer Zellapol- Mattprä.a.a e sür Grundierungen und Mattie­rungen in der holzverarbeitenoen Industrie. Sie können aus allen Holzarten gebeizt werden. Ihre Auftragung erfolgt :ehr vorteilhaft mit der Spritzpistole, wie auf dem Stand selbst an einer Spritzanlage vonP r e a" H e l m b r e ch t & Köllner in Leipzig gezeigt wird. An anderer Stelle zeigt die Griesheimer Autogen Verkaufsgesellschaft in Frankfurt am Main neue Acetylenanlagen für technische und gewerbliche Zwecke. Gebr. Grammels­bacher in Schwetzingen in Baden zeigen verschiedene Räuchers . ranke und Sparbackvsen, welche von ihnen auf Grund langjähriger Er­fahrung sehr zweckmäßig gebaut sind.

In der Industrie kommen mit Recht die Oelfeuerungcn in immer umfangreicherem Maße zur Anwendung. Sehr gute Brenner für Oel- feucrung werden von dem Oelfeuerungs-

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Nachmittags bei Sieb Börner.

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neu für Bücher aller Art von dem kleinen Notiz- buch bis zum größten Geschäftsbuch auf.

Die Maschinenfabrik Augsburg Nürnberg (MAR), welche mit der Maschi­nenfabrik Ehlingen die einzige Ver­treterin der Großindustrie war, hatte in ähn­lichem Umfange wie im Frühjahr die Messe be­schickt (Modelle ihrer Kran- und Wehranlagen). Interessant waren ausgestellte Schmiede-Preßteile für der: Waggon- und Autobau. Eßllngen führte eine für Metzgereien und Konditoreien geeignete Kühlanlage sowie Elektro-Karren und -Schlepper in verschiedenen Typen vor. Beachtenswert ist hier ein Elektro-Karren mit Führersitz, welcher die wie die Führerstandkarren genau den polizeilichen Vorschriften für den Straßenverkehr entsprechen. Reu ist eine Sonderkreiselpumpe, welche aus hoch- säurebeständigem Gußeisen besteht und sich zum Pumpen von Säure gut eignet. Daö Gußeisen wird nach einem besonderen Verfahren von Eß­lingen hergestellt.

Rittershaus.u. Blecher in Bar­me n - Ü (Vertreter Ing. Hankel in Frankfurt), hat hydraulische Automassivreifen-Pressen aus­gestellt, welche zum Auf- und Achpressen von Kraftwagen-Dollgunnnireisen in Betracht kom­men. Das Wert' baut auch hydraulische Saft­pressen und die dazu gehörigen Prehpumpen.

Die Hochleistu,ngs-Klein-Kältemaschinen der Maschinenfabrik Burkard in Ober­ursel scheinen uns eine sehr beachtenswerte Neukonstruktion zu sein. Sie besitzen ventilloS arbeitende, rotierende Kompressoren, welche auch direkt mit einem Elektromotor gekuppelt werden können. Die Durchbildung der Maichinenanlage für das Arbeiten im Ueberhihersystem sichern ihnen eine außerordentlich hohe Wirtschaftlich­keit. Sie kommen für alle kleineren Gewerbe-

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schon in einem mittleren Haushalt. Die Haus- wäscherei-AnlagenSchahi" der Wäschereima­schinenfabrik > S cha r r en b re i ch in Köln- Sülz bestehen auS Wasch- und Trockenmaschine und zeichnen sich dadurch auS, daß bei ihnen jeße Riemenübersehung fortgefallen ist. Sie können deshalb ohne Gefahr von jedermann bedient werden. Ihre Herstellung erfolgt im Großserien- bau, was eine wesentliche Verbilligung bedeutet.

Die Mielewerke in Gütersloh i. W. sind u. a. mit ihren bekannten Milch- und Buttermaschinen vertreten. Auch haben sie seit einiger Zeit die Herstellung von Fahrrädern aus­genommen.

Zurückkommend auf die Werkzeugmaschinen müsse« wir noch kurz auf öte Elektro-Werkzeuge von C. & E. Fein in Stuttgart Hinweisen, welche hochwertige Dohr-, Schleif- und Polier- maschinen von den lleinsten Abmessungen her- stellt. Auch andere elektrische Arbeitsmaschinen und Ventilatoren werden von Fein in höchster Vollendung gebaut.

Außer den bekannten Minimax Feuer­löscher für Fabrik und Haus gißt eS feit eini­ger Zeit auch einen besonderen Autominimax, welcher auf Kraftfahrzeugen aller Art (auch aus Motorrädern) mitgeführt werden kann und jeden Dergaserbrand im Keime erstickt.

Die Elektrotechnik ist wieder in vielen prak­tischen Anwendungen zu finden. Wir weisen auf einen elektrischen Dettofen auS Porzellan (Gar- maphvr) der ManneSmannwerke in Düs­seldorf hin, welchen man als die moderne Wärmeflasche bezeichnen kann. Seine Strom« kosten sind sehr gering. Ebenso praktisch ist auch der Subitochem-Heihtvasserspender, welcher von den Karlsruher Kunstgewerblichen Werkstätten vorgeführt wird. Er ist ein

Der Allgemeine Maschinen- und Apparate­bau ist in Frankfurt wieder umfangreich bet­reten, insbesondere betrifft dies Dieselmotoren, Aöh- und Strick-naschinen usw.

Von den Maschinen zur Krafterzeugung sind n erster Linie die Deutz er Motorenwerke m Köln-Deutz, d i e Deutschen Werke ti Ä ie I und die Motorenfabrik D a r m- t <i ö t QI.»®. (Modag), sowie d i e Hessische IUd toten A.-G. (H:mag) ebenfalls in Darm- l^dt zu nennen.

In dem neuen Deuher Klein-Dieselmotor iljne Kompressor liegender Bauart vetlötpem ich 60 Jahre Erfahrung im Motorenbau. QIu» Werdern werden noch stehende Dieselmotoren und vlche mit größerer Leistung vorgeführt. Alle Nefe Maschineii eignen sich vorzüglich für das Kleingewerbe, den Landwirt und Handwerker «ttb sind sparsam im Brennstoffverbrauch.

Die Deutschen Werke zeigen neben Glübkopf- - ttotoren feste und fahrbare koniptessotlose Diefel- notoren für alle Zwecke. Bei der Hemag ist auch ioch eine Zugmaschine für alle Schweröle zu 'ehen, welche in drei Typen von 12 bis 20 P. S. jdaut wird."

Näh- und Strickmaschinen sind eine Spe- ; jiatität der Frankfurter Messe und stets seht jahltelch zu finden. Claes & Flentje in Nüh lhausen i. Th. zeigen Handstrlck- naschinen für die Industrie und Heimarbeit, 'owie auch größere Typen mit Motorbetrieb. Htit weiteren Strickmaschinen ist Walter & So. in Mühlhausen i. Th. (Vertreter bchradet & Co. in Wiesbaden) zu finden. Diese Strickmaschinen werden zum größten Teil im betrieb gezeigt und es ist für den Besucher ein interessanter Anblick zu sehen, wie schnell eine Strickjacke, Strumpf oder dergleichen entsteht.

Don der Vogtländischen Maschinen­fabrik in Plauen i. V. (Vomag) erblicken vir eine automatisch arbeitende Sticknähmaschine mit elektrischem Antrieb. Ferner hat A. Her- nenn & Co. in Berlin O 27 Spezialnäh- riaschinen, wie eine Festonmaschine für Wäsche mb Konfrstion und eine Hochleistungs-Knopf- Ivchnähmaschine ausgestellt (Vertreter Martin Decker, Frankfurt a. M). Rowley & Kiefer, 5«anffurt a. M.. welche zahlreiche und be- 3(tl>rte Typen von Spezialnähmaschinett herstellt, ilt mit drei neuen Typen erschienen: Eine neue Knopflochmaschine, eine Knopflochvernähmaschine uiti» eine Knopfannähmaschine für Schuhösen- InLpfe. Diese Typen sind neue bzw. verbesserte Ronftruttionen und durch den NamenReece" gekennzeichnet.

Diel zu wenig werden heute noch die Bügel- inaschinen verwendet, welche auS Amerika zu uns terübergekommen sind. Sine der bekanntesten Ma- Ichinen dieser Art sind die H o f f - M a n - btigelmaschinen (Vertreter Qlllen H. Tage ii Berlin NW 7).

Eine umfangreiche Schau von Industriewagen (teilt die Maschinenfabrik Carl Schenks in Darmstadt aus. Wir nennen u. a. selbsttätige Aagen für jeden Betrieb, worin Schenk ein mehr clS 35jährige Spez'alerfahrr'ng besitzt, Eisenbahn- vLggonwagen, fahrbare Dezimal- und Kipp- nrDenwagen, den WiegebalkenSecuritas" usw. Zir bemerken ist, daß d'ese Wagen alle soweit als irgend möglich normalisiert sind.

Etwas ReueS find die Diwa Wagema- lchinen Berlin RW 7, welche nach dem ^Srhaltwagenprinzig arbeiten.

Auf einem großen Stand finden wir die Planeta - Druckmaschinen der Dresden- Leipziger Echnellpressenfabrik A. G. koswig i Sa. Wir weifen aus eine Siegcl- Irndbrelfe mit Zylinder-Farbwerk hin, welche als h-lb- und QZvllautomat gebaut wird. Sie ist vit selbsttäti7em Hände^chuh und Sickerkeits-Aus- nidhtng versehen. Hochwertige Maschinen sind üe Schnellpressen Modell 1925. Sie werden ent- beßer mit TranSmissions- oder elektmschen Qln- trieb mit Friktionsbremse versehen. Die Planeta- Mt-Druckmaschine ist gleich gut geeignet zum wecken von einer Farbe auf einer Seite deS Sagend oder für zwei Falben auf einer Seit« !es Bogens in einem Arbeitsgange oder zum

jetzt zu die 9nder aehen? Eine wunderbare Inder- truppe ist ausgestellt!"

Iawoil", sagte er, erhob sich, torkelte aus der Bräurosl und hinüber zum Wintzerer Fähndl. Und dort war er wieder mein lihber Gast. Je tiefer er in den Maßkrug guckte, desto tiefer konnte ich in meine Brieftasche gucken: ich hab schier vorn blvßen Zuschauen einen Schwips gekriegt.

Magst net zu die Inder gehen?" wiederholte ich, denn ich kalkulierte: er muß einen ganz besonderen Genuß davon haben, er sieht bestimmt die doppelte Anzahl Inder, die da sind!

Iawoü", sagte der Sepp, erhob sich und torfelte ins Wagnerbräu. Und da war er wieder mein lihber Gast. Und aud) im Löwenbräu war er mein lihber Gast, und ich seufzte:

Mein lihber Gast und sein Suff, Die reiben mein Portemonnaie uff!

Wie wir aus dem Löwenbräu herauskamen, da wußte er nicht mehr recht: ist er eine Berg- und Tal- bahn ober eine Schisssschaukel, er fuhr mit feinet^ Stecken die schönsten Achter in die Luft, er merkte wohl selbst, daß jedes seiner Gehwerkzeuge nach einer anderen Richtung wollte, und lallie:Du . . . I möcht . . . a meng ausrasten!"

Wir hielten gerade vor dem Teufelsrad, und da sagte ich:Da gehn ma eina und rasten aus!" Beim Eintrittsgeld war er natürlich wieder mein lihber Gast, ober diesmal zahlte ich gern. Und der Sepp stellte sich zum Ausrasten auf das Teufelsrad. Tuuut-tuuut", machte die Pfeife der Dampfmaschine, das Teufelsrad setzte sich in Bewegung, und schon bei der ersten Umdrehung rastete der Seppel aus. Tränen haben die Leute gelacht, wie der Seppel herumruderte, er wollte immer wieder aufstehn und seinen Stecken wieder einfangen, und je schneller oas Rad sich drehte, desto lauter brüllte er um Hilfe. Mir tat der Bauch weh, und ich glaube, dem Sepp der seine auch.

Durch diese Wirbelkur war mein Freund wieder etwas nüchterner geworden, allerdings auch etwas mißtrauischer, und er sagte:Alsdann, gehn ma halt zu dee Indiger!"

In diesem Augenblick rief ihn eine Schießbuden- dame an:Schöner junger Herr, schießen S' amal!" Das passiert dem Sepp selten, daß er mitschöner.

bei der Umarmung so geschickt zwischen die Deine ge- stellt, daß ich der Länge nach auf den Bahnsteig plätscherte. Seitdem has meine Nase viel von der modernen Jarbenfreudigkeit. Unter seinem Hut trug er eine Zipfelmütze, und roaS er unter seinem sonstigen Kostüm trug, das sah man glücklicherweise nicht.

Ja, weil dus nur grab bist!", freute er sich. Mir aber wäre es viel sympathischer gewesen, ich wäre es nicht gewesen. Denn ich halte bas Vorgefühl künf­tiger Freuden.

Also sind wir zunächst zu den Weißwürschten ge­gangen, und mein Freund Sepp hat einen Appetit entwickelt, als ob er die sämtlichen Weißwürste Münchens ausrotten wollte. Alles als meinlihber Gast". Zwischendurch ist er mal hinausgegangen, und wie er mieberfam, ba hatte er von einem unbekannten Herrn eine echtgolbene Uhr als Gelegenheitskauf für zwölf Mark gekaufl.Ich gab ihm ben Rat, bas Uhr­werk herauszubrechen und fortzuwerfen, und das blecherne Gehäuse als Schnupftabaksdose zu ver­wenden. Dann würde er viel Aerger sparen. Aber er hat's nicht geglaubt, sondern hat geschmunzelt: A seins Uhrl is dees!" und hat sie geschüttelt, damit sie geht.

Don den Weißwürsten hat der Sepp einen kolossalen Hunger gekriegt, und nachdem er zwei­mal zu Mittag gegessen hatte, war es allmählich Zeit, auf die Wiese zu gehen. Jeder Oekonom weiß, daß längere Trockenheit schädlich ist, und desk)alb hatte der Sepp schon eine stattliche Anzahl Gange zum Schenkkellner gemacht: fein Gang war bereits etwas rösselsprunghaft, und er veranstaltete auf der Straße unabsichtlich mit seinem langen Diehstecken in die verschiedensten Gesichter ein Topfstechen. 2lber weil er sich immer entschuldigte:Oha, Herr Nach­bar!", geschah ihm weiter nichts.

Draußen auf der Wiese stiefelte er sogleich in die Bräurosl, und da war er wieder mein lihber Gast. Getrunken hat er, als ob er der tBreitenfträter des Bierkonsums werden wollte, und je mehr er trank, desto liebenswürdiger und gerührter wurde er. Garlchen, du bist mein Freindl", umarmte er mich, für di geh i durchs Feuer!", und ich dachte mir: Es wäre mir lieber, du gingest erst wieder für mich durch die Bahnsteigsperre!" Und ich fragte:Magst

ümlchen hat Gltoberfestbefuch.

Von Karl (Sitlinger (München.)

Vor einigen Tagen erhielt ich einen Brief. Es lat kein parfümiertes Liebesbriefchen, sondern es < als ob ihn eine Kuh mehrere Tage an ihrem herzen getragen hätte, und er lautete:

Großdipfelhausen, den heutigen Sepd.

Well daß duh mich schon widderhohlt einglaten litt, daß ich zuh dir auf Mincka hinaufkimm, und linn ich so sreih und fahr allso aufs Ogdobersest häuf abi. Lihbes Garlchen, und binn ich betn ihber Gast, un roi gets dir bann allwei, bu narrische Mm! Meine ©au [an gsund, aper ich Hape kein Sinbmcch nicht ausgestellt, sondern ich komme allem. Six Ham letzthin die Maulundglaunseuchen ghapt, tper ich Hose dich gsund, und jezz griefe ich dich noch

Dein older Freind Loderer Sepp.

xohl mich am Bahnhofs app, ich komm morgens an.

lieber diesen Brief Hobe ich mich gefreut, wie ein Gthneefönig bei vierzig Grad Hitze! Die Haare habe ih mir derart gerauft vor Begeisterung, daß em fcel der reinste Bubikopf gegen mich war. Früher, da der Sepp meine beste Hamsterquelle war, da tobe ich ihn wiederholt noch München em- gioden, weil ich mir dachte, er wird schon nicht ohne einen Ruck ack voll Eier und Schmalz kommen. Sber damals fiel es ihm gar nicht ein, zu kommen, »pfiffen hat er mir was, als ob ich eine Premiere öqtc, und jedes einzelne Ei mußte ich mir persönlich nit Gendarmeriegesahr in Großdixfelhausen holen, .tgber jetzt wo meinetwegen seine sämtlichen Hennen on Perzelschwund leiden können, jetzt kommt er!! Int) betont auch noch:als dein lihber Gast", was tue Umschreibung der Jagoschen Worte ist:Tu 8ckd in Deinen Beutel."

1 Nun ich bin Gottseidank von den Konzertsalen % gewöhnt, gute Miene zum bösen Spiel zu rechen, und so habe ich mich wieder beruhigt, habe hi Fahrplan nachgesehen, wann ein Zug aus I Kwßdipselhausen morgens ankommt, und bin auf

hi Bahnsteigschafott gewankt. Richtig, ba war er! Kel Gepäck hat er nicht mitgehabt, sondern nur einen langen Biehtreiberstecken, und den hat er mir

EtsWttMk.8. Sonntag, U.Ost, nachmittags 4 Uhr'

NM Limit nach der nKarl-mhe".

Zahlreiche Beiri. liQuna, auch bet pof. smenMgliebet.er. wünicht. 9433c

Messe im ^ahc J696