Ausgabe 
9.5.1925
 
Einzelbild herunterladen

r

^Qbt ttu4 ien gegen Mr ü!14 et fei tin mit ie m

1 unwahr

tat, daß W Mei i'olgenbfn ibt.

Ötubenitn.

Ächulringz

Lchuhi der

adauSMr

erbänöe Weiger.

dem hem imNten, er antoah. Dminberte

jeschlvssentn

1925.

tat

Heu Amt-.

4792D x^tfeantealt.

11119.

bet Sinanjcn kmächllgung

Rj. 1924 oer- icr als vor« lliche Stund- eiter zu ent, itemine und en Biele sind Dtaietbefdyeih für bas Aj. Ziel ist alfo

Heue Steuer« gefertigt, die Mung bet if ®ninb Der iis' au Den en.

.925.

4390c Ä [OlbtAtDUtbe

ei der Sima Irmin Deuter illofchen.

Zinna -M ellfchafter M ihn und Sari m. Sie offen?

15.QH>rill923

ie 5irma Otto Gefellfchaftn 0 Schmelz und eideinWiefeck. chatt hat am ei der SM° . Hie Prokura "(Sieben ist a'

925. b gertcht^_- DM

s übrigen »i Saufen ver

n U- 2- U| 1 , --suchen!

Kiefern " MaM;",S, ten 11* A ^nil.2O^-

1 SM' y Oint- er. ^Achtenj- iernb-2u 12. S<Ahen chenf. Afenk. ict>e"14,

SK

sS-

Samstag, 9. mal 1925

Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Ar. 108 Viertes Blatt

Römischer Brief.

Don unserem ^-Korrespondenten.

<' Rom, Anfang Mai.

Eoiova i( 1 Maggio.

Mit mächtigem Schwung begann der Mann mit Um roten Glaubensbekenntnis Die Mauer zu ver« gieren, kam aber mit dem wunderschönen Worte Mai nicht zu Ende, denn bei dem zweiten griff die Kaust des Gesetzes ein. Wie sie so prompt und un- irbitUich aus der malerischen Toga des itarobiniere Kerausfahrt, ist sie das Sinnbild des neuen Italiens, las den fremden Göttinnen Zucht und Ord« i u n g Tempel errichtet. Bei einer Absperrung wird in durchbrechender V-Zugspilger angehalten:Eie ffind Deutscher? Dann wissen Sie, was Disziplin ist. Wir Italiener werden jetzt nach preußischer als die Preußen!" Unnachahmlich der Stolz, mit dem der Detektiv das ausrust.

Mussolini hat die Maifeier abgeschasft und das Dest der Arbeit mit dem Geburtstag van Rom ver« Ichmolzen, dem 21. April, folglich ist an keiner Mauer Platz für eine Kalenderänderung. Und Ita­lien arbeitete denn auch an diefern Tage mit der- jflben Arbeitsfreude, die nichts von einem behörd« Ldjen Ladenschluß und nichts von einer Sonntags« ruhe wissen will. Sie bauen an Sonntagen an den Baläften der Reichen und singen dabei. Denn fe verdienen dabei. Verdienen, verdienen heißt heute die Losung in dem Lande des dolce far niente. Us ist für alte Italienfahrer unfaßbar.

Wie erstaunte der neue Botschafter der Sow­jetrepublik, als er am Weltseiertage in Rom nur eine einzige rote Fahne erblickt: die auf seinem eigenen Hause! Es wäre taktvoller ge« wesen, er hätte sie bei dem Anblick der Carabinieri, die deswegen zum Schutze der Botschaft aufgeboten werden mußten, eingezogen. Aber die hohen Herren haben eine äußerst empfindliche nationalistische Ader. Es gab eine diplomatische Aktion, als eines Tages ein faszistischer Milizsoldat, ein Provinzler, der es offenbar nicht begreifen konnte, daß zwischen einer Sowjetfahne und einer Sowjetsahne ein Unterschied ist, das rote Ding von einem Auto weg- Ujh. wie er es zu Haufe von einer verrufenen Osteria roeggeriffen haben würde. Dafür würde er gelobt worden fein, in Rom aber flog er dafür ins Gefängnis. Denn jenes Auto hielt gerade vor dem Palazzo Chigi, und fein Besitzer, der russische Bot­schafter, sprach gerade oben mit Mussolini, Ex­zellenz zu Exzellenz. Ja, Bauer . . .! Wer erinnert sich ilcht der Entrüstung der kommunistischen Welt, als in der Schweiz einer der Moskauer Herren einem Attentat erlog, derselben Welt, die Attentate aus bürgerliche Persönlichkeiten als Verdienst wür­digt? Der neue bolschewistische Vertreter in der fofzistischen Hauptstadt gehört natürlich auch der oernichtenswerten Klasse der burschui an, ist Pro- fessor und erklärte mit der Gelassenheit der alt- diplomatischen Schule, die Hand Moskaus fei von den bolschewistischen Unruhen auf dem Balkan so weit entfernt wie die Sonne von der Erde.

Und unter dem Lächeln der Auguren laden sich rote und schwarze Exzellen) gegenseitig zu Gast, unterschreibt Mussolini Verträge mit Rußland, fährt der Hammer- und Sichel-Mann zum König. Für die rauhe Wirklichkeit, die nüchterne Praxis ist ja Iarinacci da, der Kanzler des faszistischen Jm° ptro. Er hat wie Bismarck, der die Armut auf die Powerte zurückführte, erkannt, daß der Unfriede nur von der Unzufriedenheit der anderen herkommt, und daher beschlossen, die Quelle des Uebels ein für allemal zu verstopfen: Todesstrafe, Haussperre und tßcrbaniiung auf ferne Inseln für die 'Andersdenken­den, das heißt die Laut denkenden. Unvorsichtiger« meife verkündete er das einfache Programm zuerst uom Balkon seines Eremoneser Satrapenreiches, dann fuhr er damit nach Rom. Hier mußte er die Entdeckung machen, daß er umgekehrt besser ge­fahren wäre, denn Mussolini erklärte ihm ganz ge­mütlich, regieren könne nur einer, und er fühle sich wieder ganz gesund. Immerhin kehrte Farinacci mit einer für unsere Zeit erstaunlichen Machtfülle nach Hause zurück. Er zeigte dem Aventin die falte Schulter und versicherte, das saszistische Parlament fühle sich in seiner splendid Isolation so wohl, daß ei zwischen die Wahlreform, die kürzlict; angenom­mene, und die Neuwahlen eine größere Zeitspanne Segen wolle.

Als im vergangenen Herbst Mussolini im Ge- fühl unbedingter Sicherheit auf dem Mailänder Domplatz seine Schwarzhemden zu einem Stelldich- ein an dem gleichen Orte zur gleichen Zeit in dieiem Jahre verpflichtete, da schüttelten viele über solche Äermessenheit den Kopf, und im Dezember war die läge so, daß die Opposition jedem, der es wissen wollte, garantierte, der Duce werde den Jahres­wechsel nicht überleben. Wer heute mit unbefange­nen Augen im Lande umhersieht, wird feststellen müssen: Mussolini sitzt f e st e r d e n n j e im Sattel. Gs müßte etwas ganz Unvorhergesehenes eintreten, etroa ein Matteottifall größten Ausmaßes, wenn 5 nicht zur Einhaltung seines Mailänder Ver- fpredjens käme. Gewiß, die Ruhe in Italien konnte nur auf Kosten der bedingungslosen Freiheit, durch lie Unterdrückung der Opposition er- wicht werden, cs läßt sich aber nicht leugnen, daß fe nun vorhanden ist, daß nicht mehr Dutzende von Leichen den Sonntag schänden, daß es mit Riesen- jhntten aufwärts geht, seit das Element der Ste­tigkeit in die innere Politik eingekehrt ist.

Und die äußere und die europäische Politik? chier heißt das Element der Stetigkeit und Ernst- tajtigfeit Hindenburg! So zu lesen in der würdevollen Huldigung des Senators Morelli ön den neuen Reichspräsidenten. In feinem Land, vielleicht nicht einmal in Deutschland selber, wurde iese Volkswahl mit einer so bewußt politischen Ge- rugtuung begrüßt wie in Italien. Es gibt Zeitungen, sie frisch von der Leber weg schreiben, der blanke Aielm Hindenburgs gefalle ihnen besser als die gucca, der Kürbisschädel Catllaux'.

Die Zeit liegt noch nicht lange zurück, wo man i Italien das Schlagwort von der gemeinsamen Prenze mit Deutschland prägte. Die Sache wäre ja sehr einfach, wenn es nach dem famosen Selbst­bestimmungsrecht der Volker ginge, aber für eine Sufroärmung des Vogelleims, der während des Dcltkrieges feine Schuldigkeit tat, kann ein Italien,

das sich soeben wieder einen Generalstab gegeben I hat und draus und dran ist, Kriegswesen, Marine ? und Luftwaffe zu einem einzigen Ministerium der nationalen Verteidigung zusammenzufassen, nichts übrig haben. Es reichte schon unter Ni 11i die Hand über die Alpen hinüber, als aber Deutschland fort- fuhr, wie ein gebanntes Vögelchen nach der bösen Schlange am Rhein zu starren, wendete sich all- mählich das Blatt. Italien mußte um jeden Preis Rückenfreiheit gewinnen. Fand cs diese nicht sofort im Norden, jo mußte es eben nach Nordosten schauen. Unter langsamer Umgehung Oesterreichs wurden die Brücken nach Belgrad und Prag geschlagen, später nach Bern. Jetzt hing Wien in der Luft, jedenfalls hatte es sehr an Bedeutung eingebüßt. Das Interesse an einer gemeinsamen, durch den Zutritt Oesterreichs zum Reich erreich­baren Grenze ließ merklich nach. Es mußte ins Gegenteil Umschlägen, wenn Prag und Belgrad Ein­sprüche erhoben in Anwendung der Mussolini selber so sehr am Herzen liegenden Politik des Do ut des.

So kam es, daß Rom nach dem Besuch Matajas und nach der Wahl Hindenburgs mit feinem Lächeln sagen konnte, es habe durch seine Haltung gezeigt, daß cs sich nicht in die innere Politik Deutschlands einmischen wolle, der Anschluß Oesterreichs aber würde seine vitalen Interessen verletzen. Ach­tung in der Welt, kann man jetzt lesen, verdient nur ein starkes Volk.

In Berlin und Wien wird man sich auf einige Zeit hinaus damit trösten müssen, wenigstens in einem konsequent geblieben zu sein: in der Politik der versäumten Gelegenheiten.

Vas Versailler Diktat und die Verwertung der Lustkräfte.

Don

Oberbürgermeister Dr. Glässing, Darmstadt.

Unter der Last der drückenden Destimmungen des Vertrages von Versailles haben sich deutsche industrielle Unternehmungen, die der bürger­lichen Luftfahrt dienen, gezwungen gesehen, nach dem Auslande abzuwandern. Das Londoner Ultimatum vom 5. Mai 1921 verbietet ge­radezu Deutschland, nach eigenem Ermessen Flug­zeuge zu bauen. Trotzdem Reichskanzler Dr. Lu­ther in feinen Reden wiederholt versichert hat, daß im Falle eines überzeugenden Veweises einer Verfehlung gegen den Versailler Vertrag die Reichsregierung entschlossen sei, diese Ver­fehlung sofort zu beseitigen, ist die Kölner Zone bis heute noch nicht geräumt. Auch ist Deutsch­land die von ihm geforderte Aufklärung nicht zugegangen. Wenn Fabriken sich damit beschäfti­gen, bürgerliche Flugzeuge anzusertigen, in der Absicht, ihre Fabrikate im Auslande abzusehen, so kann gegen diese Absicht nicht das Geringste vom Standpunkt des Versailler Ver­trages eingewendet werden. Hat doch das Ver­sailler Diktat der friedlichen deutschen Luftfahrt keinerlei Fesseln angelegt. Man sollte glauben, daß schon die Teilnahme des ausländischen Kapi­tals genügte, um eine Kontrolle über die Pro­duktion und ihren Absatz auszuüben. Als der Dotschafterrat am 14. April ö. 3. der deutschen Regierung mitgeteilt hatte, daß Deutschland seine Abrüstung in der Lust vollendet habe, erscheint es doch geradezu als eine selbstverständliche und internationale Forderung, den friedlichen Luft­verkehr in Deutschland wieder aufzunehmen. Wenn jetzt harmlose Landungsplätze als ver­botene Vorbereitungen zu einer Mobilmachung angesehen werden sollten, so kommt diese Auf­fassung nahezu gleich einer Lahmlegung eines bedeutenden wirtschaftlichen Fabrikationszweiges Deutschlands. Können solche Pläne Gestalt gewinnen, die Deutschlands wirtschaftliche Entwicklung hemmen und, soweit möglich, vernichten sollen? Die Ver­wertung der Luftenergien und ihre große wirt­schaftliche Bedeutung ist ein Problem, das bei den wissenschaftlichen Erfolgen deutscher For­scher eine über die nationale Bedeutung weithin hinausgehende Tragweite besitzt. Forscher, die in der Erkennung des Lustmeeres ihre Lebensauf­gabe erblicken, haben im Verein mit den wissen­schaftlichen Feststellungen, die u. a. auch durch das motorlose Luftfahrzeug und die Versuche der Technischen Hochschulen gegeben wurden, auf Wege hingewiesen, die zeigen, wie die Energie der Luftströmungen umgesetzl werden kann in neue Kräfte. Gesetze des Luftwiderstandes waren es, die" u. a. auch den gewaltigen Fortschritt des Rotorschiffes von Flettn er begründe­ten. Die Energie der Luftströmungen wird in so hohem Umfange in die vorwärtstreibende Kraft des Schiffes verwandelt, daß die Wirkungen der Segelflächen stark zurückstehen. Die in Deutsch­land in fortgesetzter Steigerung befindliche Ra­diotechnik beruht letzten Endes auf einer immer mehr vervollkommneten Verwendung des Wechselspiels der Energien und cleftro-magneti» scher Kräfte untereinander. Auch hier hat Frank­reich eine ablehnende Haltung eingenommen. Rach Artikel 71 Absatz 3 der Verordnung der Rheinlandlommission ist der Gebrauch von Sende- und Empfangsanlagen für drahtlose Telegraphie ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung des Oberbefehlshabers der Besatzungszone verboten. Da die Genehmigung kaum zu erreichen ist, liegt in dieser Vorschrift ein Verbot. Kann Frank­reich die nationale und internationale Entwick­lung in der Verwertung der Luftenergien hin­dern? Der Rundfunk ist in Amerika, in Eng­land und in Deutschland bereits Gegenstand des Schulunterrichts und führt dazu, neue internatio­nale Verbindungen zu schassen. Innerhalb der Ander wird der Rachrichtenverkehr durch draht­lose Telegraphie immer mehr gesichert gegen etwaige Störungen des Rundfunkbetriebes. Es sind auch internationale Besprechungen im Gange, welche die größtmöglichste Verringerung dieser Störungen im Interesse der Telegraphie und des Rundfunks bezwecken. Im Dezember 1924 fand auf Einladung der dänischen Regierung in Kopenhagen die internationale Luft­verkehrskonferenz statt. Auch Deutsch­land, sowohl behördliche Luflvertreter, wie füh-

Rätsel-Ecke.

Silbenrätsel.

Aus den 19 Silben: a, a. di, eil, gram, heim. i. na. nau, nem, nie pho, rit, sa. schar, ce, sym, we, ze sind 7 Wörter zu bilden, die olgende Bedeutung haben: 1. See in Schweden.

2. Biblischer Personenname. 3. Zisch 4. Musi­kalische Form. 5. Stadt in Kroatien. 6. Bad in Hessen. 7. Göttin. Richtig gebildet, müssen die Anfangsbuchstaben von vorn nach hinten und Endbuchstaben von hinten nach vom einen Bibel­spruch ergeben.

Weinkarte.

Avrlsberger, Dernkastler, Enkircher, Ingel­heimer. Liebfrauenmilch, Marcobrunner, Ooer- cmmeler, Wachenheimer.

Ein beliebtes und erfrischendes Getränk der gegenwärtigen Zeit erhält man, sofern man vor­stehende Weine in eine bestimmte Reihenfolge bringt und die Anfangsbuchstaben bann anein­anderreiht.

Arithmetische Tchcrzanfqabe.

(b-a) + (c-f-d) x b = Teil des Baumes c ----- Teil des Wagens

d = weiblicher Vorname x ----- Oper von Flotow

Verstcckrätscl.

Wie heißt das schlimmste Tier mitHamen? So fragt ein König einen weisen Mann.

Der Weise sprach: Don wilden heiht's Tyrann, Lind Schmeichler von den zahmen.

Die hervorgehobenen Buchstaben nennen den Dichter obigen Spruchs.

Vorfetzanfgabe.

Aus nachstehenden Worten bilde man durch Versetzen eines Buchstabens neue Worte. Die eingesetzten Buchstaben, von links nach rechts abgelesen, nennen einen bekannteri-deutschen Land­schaftsmaler.

Gent, Eger, Assel, Ast, Strich, Horn, Turm, Bart, Elle, Alm, Wald, Orden, Ilse, Meise, Hose, Arm.

Auflösungen.

Silbenkreuz.

de gen

bet lin

er ! le

Degen, Bergen, Berlin, Linde, Lingen, Erde, Erle, Leber, Legende.

Scharade.

W as dem Herzen widerstrebt, läßt der Kopf nicht ein.

1. Weizen. 2. Akelei. 3. Salome. 4. Damast, 5. Elisabeth. 6. Medoc. 7. Haggai. 8. Erdbeben, 9. Rixdorf, 10. Zuckersirup. 11 Esperanto, 12. Rationalpark. 13. Westminster. 14. Isolde, 15. David. 16. Euphrat. 17. Rebus, 18. SiinneS, 19. Tanne, 20. Ragusa. 21. Sichel, 22. Basalt.

Silbenrätsel.

warte Saal, Wartesaal.

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom RedakttonSttsch. Also dach Bnbifopf.

Ich bin durchaus dafür! Seit sich meine Frau a la Bubi frisiert, finde ich lange nicht mehr so viel Haare in der Suppe wie früher.

Donnerwetter!

Haben Sie den Dieb gefaßt, her vorige Woche bei mir einbrach?", fragte Herr David den Polizeiinspektor. ,3a," nickte biefer.Wollen Sie ihn sehen?" -Hm, ich hätte große Lust, ihn zu fragen, wie er es angestellt hat, herein­zukommen, ohne daß meine Frau wach wurde. Mir ist das in den 20 Jahren meiner Che noch nicht gelungen."

Zwei Minuten zu früh.

Scharsrichler zu dem angesichts des Richt» blockcs völlig zusammenbrechenden Delinquenten: Mein Gott, nun verlieren Sie doch nicht im letzten Augenblick noch den Kopf!"

Fleißiges Personal.

Wieviel Leute sind denn bei euch auf dem Bureau tätig?"

In der Frühstückspause zehn, sonst zwei bis drei!"

Warum nicht!

Herr Raffke will seiner Gattin ein Musik« zimmer einrichten lassen und hat sich einen Innenarchitekt kommen lassen, der ihm vor« schlagt:In diese Ecke der Blüthner-Flügel und vielleicht darüber eine Büste von Beet­hoven . ." Unwillig entgegnet Herr Raffke: Zu was mit verschiedenen Firmen anfangen? Nehmen wir von Blüthnern den Flügel, kann man auch die Büste von ihm nehmen!"

Widerspruch.

Ein Widerspruch in sich selbst, meine Herren," sprach der würdige Herr Professor im philosophischen Kolleg,ist ein Wort, das durch Hinzufügung eines zweiten feinen Sinn völlig verliert. Zum Beispiel: Stahlweich oder Greisenstärke. Ich bitte um ähnliche Bei­spiele!" Kräht ein frecher Fuchs:23er- nunftheirat!"

renöe Personen des Luftverkehrs, nahmen an der Konferenz teil. Die Vertreter Deutschlands und Frankreichs traten sich näher durch die objek­tive Behandlung der Luftprobleme. Rachdem die Leistungen deutscher Forscher und die Zeppelin­fahrt unseres Dr. Eckener eine immer mehr über­ragende internationale Bedeutung gewonnen haben, ist zu hoffen, daß Deutschlands führende Stellung immer mehr anerkannt wird, so daß es nicht möglich ist, einen blühenden deutschen Fabrikationszweig zu vernichten. Es ist auch zu hofsen, daß demnächst Deutschlands korrektes Ver­halten gegenüber dem Versailler Vertrag vor aller Welt klargestellt wird. Bei Deutschlands Lage im Herzen Europas ist für die Zukunft durch den Luftverkehr eine Steigerung seiner Verkehrsbedeutung zu erwarten.

Buntes Allerlei.

Archäologische Entdeckungen mit dem Flugzeug.

Das Flugzeug hat sich als ein sehr wichtiges Hilfsmittel der Archäologie erwiesen. Nicht nur ge­stattet die Photographie aus der Höhe, die Ruinen untergegangenecr Städte in der übersichtlichsten Weise aufzunehmen, sondern der Archäologe kann auch vorn Flugzeug aus allerlei entdecken, was man uom Boden aus nicht mehr sieht. Aus größerer Höhe uennag man z. B. auf der Erdoberfläche Flecke sest- zustellen, die auf die Einebnung vorgeschichtlicher Grabhügel schließen lassen. Arn besten gelingen solche Beobachtungen bei kalkreichem Boden, und deshalb hat man auf dem besondeers kalkhaltigen Boden Englands bisher die wichtigsten Entdeckungen vom Flugzeug aus gemacht. Der Prähistoriker Erawford hat, wie Dr. Leonhard Franz in einem Aufsatz der Frankfurter WochenschriftDie Umschau" berichtet, systematische Aufnahmen uom Flugzeug aus gemacht und dabei herausbekommen, daß es im Süden Eng­lands schachbrettähnlich verteilte Erderhebungen m Gestalt von niedrigen Wällen gibt. Er konnte nach­weisen, daß diese Wälle die Grenzen von alten Ackerkomplexen sind und zwei verschiedenen Zeiten angehören: die einen sind uorrömisch, rühren von den Selten her, aus der Epoche zwischen 500 v. Ehr. und Christi Geburt. Die anderen stammen von dem angelsächsischen System der Landoerteilung, das bis ins 18. Jahrhundert zur Anwendung kam. Nach dieser Scheidung kann man die einzelnen Siedlun­gen und Straßen vielfach noch Nachweisen. Eine andere Chrereffamc Entdeckung, die Erawford mit dem Flugzeug machte, bezieht sich auf das berühmte Denkmal von Stonehenge. Bon diesem uralten Grabmonument geht eine Straße aus, die aus der­selben Zeit stammt wie der Bau selbst, und von der noch im 18. Jahrhundert ein Stück verfolgt werden konnte. Der Gelehrte entdeckte nun auf einer Fliegeraufnahme die Fortsetzung der Straße, die zu der Stelle führt, wo sich der Fluß Avon Stonehenge am meisten nähert. Die daraufhin unternommenen Grabungen legten tatsächlich die alle Straße frei.

Preisgekrönte Journalisten.

Bei der Verteilung der von Pulitzer ge­stifteten Preise für literarische und journalistische

Leistungen, die jetzt In 2! euyork für das Jahr 1924 stattgesunden hat, erhielten zwei junge Reporter derChicago Daily Rews" jeher einen Preis von 100 Dollar wegen ihver Der- dtenste, die sie durch ihre 'Berichterstattung in dem Mordprozetz gegen die beiden Millionärs­sohne Leopold und Loeb zur Aufhellung deS Verbrechens sich erworben haben. Drei hervor­ragende Schüler derSchule für Journalismus" erhielten jeder 1500 Dollar zu Studienreisen nach Europa. Der Preis von 2000 Dollar für das beste Werk des Jahres über amerikanische Geschichte wurde Frederic Paxson für seineGe­schichte der amerikanischen Grenze" zugesprochen. Außerdem wurden Preise von je 1000 Dollar für den besten amerikanischen Roman,So Big" von Edna Ferber, für das beste Bühnenstück, die KomödieThey Knew What They Wanted" von Sidney Howard, für die beste amerikanische Biographie, Wolfe HowesBarrett Wendell" und das beste Gedicht, RobinsonsDer Mann, der zweimal starb", vertellt.

Zentralheizung vor 1600 Jahren.

Bei dem englischen Städtchen Ehedworth wurde kürzlich unter merkwürdigen Begleiter­scheinungen zufällig eine römische Siedlung aus dem 3. Jahrhundert ans Licht des Tages be­fördert. Ohne Zweifel hatten diese einst eine fabrikmäßige Anlage gebildet, wahrscheinlich mehrere künstlich« Brunnen lassen darauf schlie­ßen eine Wollfärberei. In den 16 Zimmern der Villa fand man eine sinnreich angelegte Zentralheizungsanlage, die sich nach 1600 Jah­ren auch heute noch in technischer Beziehung sehen lassen kann.

'M

cotts

Emulsion

(Deutsches Fabrikat) ist seif Jahrzehnten tn allen Kulturländern das

Hährmlttel lür die lugend

Scott's Emulsion fördert die Ent­wickelung. kräftigt den Knochenbau

und wirkt blutreinigend. Bet zurück­gebliebenen und schwächlichen Kindern Ist sie unentbehrlich und dient ob Ergänzung der täg­

lichen Nahrung.

Man hüte sich vor Nachahmungen da diese oft an Stelle des Ortginolpräparales empfohlen werden. Scott* S Emulsion ist tn allen Apotheken und Drogerien tu hoben.

Niederlagen:

Central-Drogerie Karn, Schulstraße.

Germania-Drogeri^ Seibel, Frankfurter Str.*39.

Kreuz-Drogerie Noll, Bahnhofstraße 5L Neustadt-Drogerie Noll, Neustadt 28. 42ßlss

Jedem Würfel von Maggis Suppen

ist die einfache Kochanweisung aufgedruckt. Weil diese aber naturgemäß nicht für alle 26 Sorten die gleiche

4754c ist, mutz sie bei jeder Suppe genau beachtet werden. Dann schmecken Maggi's Suppen vorzüglich