Ausgabe 
6.11.1925
 
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Kr. 261 Drittes Blatt

Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Zrettag, 6. November 1925

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Frankfurt a.M

Berlin

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bis

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nach

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Geld

Banknoten.

| Geld

Berlin, 5. *2loü.

Commerzbank 93,5, Darmstädter Donk Medio 103, Deutsche Dank 103, Dresdner Dank 100. Mittel­deutsche Creditbank 89,5, Deichsbank 132, Oester- I

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

Telegraph Nche Auszahlung.

ne.r 116.2

60

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28

Buntes Allerlei.

Ein Kampf in den Lüften.

Ein kräftiger Hühnerhabicht hatte

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94 5

102'

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9'1.2 >

Der amtliche Grohhandels»In­dex. Die auf den Stichtag des 4. Rovember berechnete amtliche Grohhandelsindexzisser deö Statistischen Reicksamles. die im wesentlichen die Preisbewegung für Rohstoffe und Halbwaren darstellt, ist gegenüber dem Stand vom 28. Ok­tober (122,5) um 1,5 Proz. auf 120,7 Proz. zurückgegangen.

Handel und Gewerbe imOktober. Dach den Berichten dbr preußischen Industric- und Handelskammern ist die etwas hoffnungs­vollere Auffassung über die Entwickelung der Wirtschaftslage, wie sie sich im September an» zuba^nen schien, im Oktober nicht gerechtfertigt worden. Die allgemeinen Absatzschwierigkeiten, die Kapital- und Kreditnot, die Betriebsein­schränkungen und -stillegungen, die Geschäftsauf­sichten und Konkurse dauern fort In der Montan­industrie scheint der Tiefpunkt erreicht zu sein, während in der Eisenindustrie die Schwierigkeiten noch weiter gewachsen sind und nveri)ing8 auch auf die Automobilindustrie übergeqrisfen haben. Die Passivität der Handelsbilanz lieh im September nach. Auch der Lebensindex besserte sich etwas, dagegen verschlechterte sich die Lage am Arbeits­markt nicht unerheblich. Die Klagen über den Reichssteuerdruck haben etwas nachgelassen, die Klagen über die übrigen Steuern, ganz besonders die Kommunalsteuern und die sozialen Lasten, dauern unvermindert an.

D i e Loge am Cis en markt. Heber die Lage am Cisenmarkt berichtet dieDeutsche Bergwerkszeitung", dah der Geldeingang bei den Werken in der letzten Zeit eher noch schleppender geworden ist. Die Anfragen halten sich etwa auf dem Stande der letzten Woche. Händler und Verbraucher verstehen sich erst dann zu neuen Abschlüssen, wenn sie den Gegenwert für das ge­lieferte Material bezw. für das Fertigprodukt hereinbekommen haben. Wenn die Verbände den Wünschen der Exportfirmen nicht immer gerecht werden, so liegt das daran, daß diese über einen bestimmten Quvtenanleil nicht hinausgehen kön­nen, wenn sie nicht bei den augenblicklich schlechten Weltmarktpreisen die Durchschnittserlöse weiter herunterdrücken wollen. Die Vorverbandsab- schlüsse schrumpfen langsam zusammen. In Stab­eisen reichen sie noch etwa bis in den Dezember hinein, in Grobblechen bis Ende Rovember. In Bandeisen hat sich der Bestand an Borverbands- abschlüssen durch den Eintritt einiger Firmen in die Bandeisenvereinigung etwas erhöht. Der Auftragseingang am Bandeisenmarkt ist in den letzten acht bis vierzehn Tagen etwas besser ge­worden, ohne dah man aber von einem befriedi­genden Geschäft sprechen könnte.

* Der Absatz des Deutschen Kali- shndikats im Oktober. Der Absatz des Deutschen Kalisyndikats G.m.b. H. im Oktober betrug 735 379 Doppelzentner Reinkali. Der Ge­samtabsatz der ersten zehn Monate des Iahres beträgt 11 086 589 Doppelzentner Reinkali gegen 6 831772 Doppelzentner Reinkali in den ersten zehn Monaten 1924.

Frankfurter Abrndbörse.

0.5'8

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71,5

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61.5

46.25

Frankfurt a. M., 5. Rov. Bei unbedeu­tenden Hmsähen verkehrte die Av^'v me-ter in lustloser Haltung. Die Kurse wiesen am Aktien­markt nennenswerte Veränderungen nicht auf, doch blieb Reigung zum Rachgebrn vorherrschend. Verstärktes Interesse wandte sich dagegen dem Markte der Vorkriegspfandbriefe zu, wo bei leb­haften Umsätzen neue ansehnliche Erholungen zu verzeichnen waren. Rheinische Hypotheken 5,80, Frankfurter Hypotheken 6,37V», Preußische^ Zen­tralboden 5,75, Meininger 4,50. Die Abendbörse schloß für Aktien geschäftslos, für Pfandbriefe lebhaft und fest. Deutsche Anleihen: 5proz. Reichs­anleihe 0,205, Schuhgebietsanleihe 4,6. Auslän­dische Renten: Silbermexikaner 17,8. Bankaktien:

1 v

65

Wirtschaft.

Die Neichsvank Ende Oktober.

Wie der Reichsbankausweis vom 31. Oktober zeigt, bbeben die Zahlimgsmittelansprüch: in der letzten Ottoberwoche hinter den Anforderungen mm Ultimo September zurück. An Reichsbank­noten flössen 407,7 Mill, und an Rentenbank- scheinen 135,2 Mill, in den Verkehr ab; der Rotenumlauf erhöhte sich demgemäh auf 2802,9 Blitl der Umlauf an Rentenbantscheinen auf 1542 6 Mill. Mk. Die Bestände der Röichsbank an Rentenbanlscheinen verminderten sich dabei von 410,9 Mill. Mk. auf 237,8 Mill. Mk.: 1.9 Mill. Mark an solchen Scheinen sind in der Berichts- Woche zur Vernichtung gelangt. Der gesamte Zahlungsmittelnmlauf in Deutschland stellte sich unter Einbeziehung eines Umlaufs von etwa 190 Mill. Mk. Privatbanknoten und 545 Mill. Mark Scheidemünzen am 31. Oktober auf rund 5080 Mill. Mk., denselben Betrag wie am 30. September. Im Zusammenhang mit d?p Ab­flüssen an Zahlungsmitteln gingen die fremden Gelder der Dank um 197,1 Mill, auf 617,7 Mill. Mark zurück. Die gesamte Kapitalanlage stieg in der Derichtswoche um 329,4 Mill, auf 1871,8 Mill. Mk (gegen 1976,0 Mill. Mk. Ende Sep­tember). Im einzelnen nahmen die ausgekiehenen Lombardkredite um 8,2 Mill, auf 22,2 Alk. zu: die Wechselbestände stiegen um 318,6 Mill, auf 1630,1 Mill. Mk., und zwar durch Dis­kontierungen von privater Seite in Höhe von 167,1 Mill, und durch Rückgabe von rediskon­tierten Wechseln in Höhe von 151,5 Mill. Mk. Die Summe der rediskontierten Wechsel ermäßigte sich somit auf 594,8 Mill. Ml Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen erhöhten sich zusammen um 27 Mill, auf 1555,2 M ll. Mk.: der Bestand seht sich zusammen aus 1203,9 Mill. Mr. Gold und 348,3 Mill. Mk. Devisen. Infolge der erwähnten Zunahme des Rotenumlauss ging dessen Deckung durch Gold und Devisen allein von 50,3 Prozent auf 43,1 Prozent zurück. Die Scheidemünzenbeständ» der Dank verminderten sich um 3,9 Mill, auf 64,6 Mill. Mk.

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10

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67,25

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68.5*

74

Berlin, 5. Rov. Die Wahrscheinlichkeit, dah mit dem Zustandekommen des geplanten westdeutschen Eisentrusts für die nächsten Mo­nate infolge der Schwierigkeiten in der Steiler» angelegenheit keineswegs mehr zu rechnen ist, wirkte auf die Tendenz der Montanwerte nachdrücklich ein. Dieses Gebiet zeigte infolge­dessen bei Beginn eine recht schwache Ver­anlagung. Gestützt wurde die Abgabeneigung in diesen Werten noch durch die neuerdings wie­der notwendig werdenden Entlassungen von meh­reren Hundert Arbeitern bei der Gelsenkirchener Bergwerks°A.°G. Die an sich herrschende ilm- sahlosigkeit wurde an den Effektenmärkten hier-

we'dep sie sich über unser drolliges Bübchen freuen und sicherlich auch über die schöne Tone, die ich backen will. Schnell noch einen Bi ck in mein kleines Oetkei-Buch ob ich auch alles dazu habe.

Machen Sie sich bei passender Gelegenheit diese freu­digen Gedanken einer jungen unlcrnCWTnuflgslustigen Frau zu eigen und versuchen Sie:

Buttercreme-Torte

nach folgendem Oetker-Rezept:

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8 bis 8.10, Torfmelasse 9.20 bis 9.50, Kartossel- slocken 12.90 bis 13.30, Soya-Schrot 20.20

Buen.-Aireö Brss.-Aniw Christiania. Kopenhagen ©todbolut . HelsingforS. «tollen. .

London. . Neunork . . Poris. . .

Schwei; . . Spanien. . Japan . . Nio dr Jan Wien inD- Eeft. abgest Prag . . . . Belzrad . . Budapest. . Bul arien L'siabon Danzig- . . Konst.ntin- Athen .

Canoda. .

Uruguay

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Börse.

Zubereitung: 3 Eigelb werden mit dem Zucker, 4 Eß­löffel Wasser, dem Abgeriebenen und dem Saft der Zitrone schaumig gerührt. Nach und nach gibt man das mit dem Backin gemischte Mehl und Gusiin hinzu, ve rührt alles glatt und zi ht zuletzt den steif geschlagen n Schnee unter den Teig, gibt ihn in eine gtfet.ete Form und backt bei gelinder Hitze.

Creme: Von >/, Liter Milch, 150g Zucker 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver kocht man r ach angegebener Vor­schrift einen Pudding, den man bis zum Erkalten rührt. Danach schlägt inan 175 g Butter und 30 g Palmin schau­mig und rührt löffelweise die Creme darunter. Den er­kalteten Tortenboden schneidet man in 3 Scheiben, be­streicht jedes Teil mit der Creme und setzt sie aufeinander. Die Oberfläche und die Seiten bestreicht man ebenfalls mit der Creme und garniert die Oberfläche mit dem Spritzbeutel. Die Torte bestreut man mit den geriebenen Mandeln, die vorher in etwas Zucker und Butter braun geröstet sind.

Verlangen Sie vollständige Rezeptbücher kostenlos m den Geschäften, wenn vergriffen, umsonst und portofrei von: Dr.A. Oetker, Bielefeld.

______________________I191SS y

Brief

4.207

19,05

104.9s

20,387

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1 >,59 85 63

59,30

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59 95

12.44

5.88

durch noch verstärkt, zumal gerade der Montan- marit im Mittelpunkte des Verkehrs stand. Auch sonst lagen eine Reihe ungünstiger Meldungen vor, io über das Wachsen der Wirtschaftskrise in allen wichtigen Industriebezirken, das neue Fallen des französischen Frankenkurses und die damit zu erwartende Steigerung des franzö­sischen Exportes, und das gänzliche Ausbleiben von Publikums-Aufträgen. Pfandbriefe waren eher angeboten, da die Regelung der Angelegenheit des Berliner Pfandbriesamtes mit den Banken noch nicht endgültig zu sein schein!. Der Geldmarkt war weiter flüssig, was auch durch die Herabsetzung der PrivaldiZkonten do­kumentiert wird. Tägliches Geld 810 Prozent, Monatsgeld 10ll1/» Prozent. Am Devisen- markt setzte sich der Frankensturz weiter fort. Paris senkte sich gegen London aus 121,65. Auch Mailand und Kopenhagen waren gegen London ermäßigt. Die Reichsmark notierte in London 20,35, Paris 5,90, Amsterdam 59,16^/z.

Frankfurter OetreideLür'e.

Frankfurt a. M., 5. Ncw. Es wurden ro­tiert: Weizen, Wetterauer 23,50, Roggen, inländi­scher 17,25, Sommergerste für Brauzwecke 22 bis 24, Hafer, inländischer 19 bis 21, Mais, gelb 18,50, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0 38 bis 38,25, Roggenmehl 24,50 bis 24,75, Weizenkleie 10, Rog- gentleie 10,25 bis 10,50. Tendenz: Abgeschwächt.

Frankfurter Schlachwiehmarkt.

Frankfurt a. M., 5. Rov. Auftrieb: Ein Ochse. 8 Färsen und Kühe. 935 Kälber, 1042 Schafe, 643 Schweine. Es wurden bezahlt für 100 Pfd. Lebendgewicht: Kälber: Feinste Mast­kälber 77 bis 84, initiiere Mast- Und beste Saug­kälber 65 bis 74, geringere Mast» und gute Saug­kälber 54 bis 64. Schafe: Mastlämmer und Masthämmel und Schafe 36 bis 44, mäßig ge­nährte Hammel und Schafe (Merzschafe) 26 bis 34. Schweine: Dollfleischige von 80 biö 100 Kg. 91 bis 94. unter 80 Kg. 83 bis 90, von 100 bis 120 Kg. 92 biS 95, von 120 bis 150 Kg. und Fett­schweine über 150 Kg. 92 bis 94. Marktverlauf: Lebhafter Handel. Markt geräumt: norddeutsche Mastkälber über Rotiz gehandelt.

Berliner Prsduktrnöörse.

Berlin, 5. Rov. Der Produktenmarlt lag «schwach auf Amerika. Das Geschäft bleibt weiter belanglos. Es notierten pro 1000 Kg.: Weizen (mark.) 220 bis 223, Weizen (Dezember) 235.50 bis 236, Weizen (März) 238 bis 238.50, Roggen (märk.) 139 bis 142, Roggen (Dezember) 161 bis 159 bis 160.50, Roggen (März) 171 bis 170, Roggen (Mai) 175 bis 174.50, Gerste (märk.) 186 bis 210, Futtergerste 149 bis 161, Hafer (märk.) 160 bis 170, Hafer (Dezember) 178; für je 100 Kg.: Weizenmehl 27 bis 31.25, Rog­genmehl 20.25 bis 22.75, Weizenkleie 11.30 bis 11.50, Roggenkleie 9.10 bis 9.40, Viktoria- erbsen 26 bis 32, kleine Speiseerbsen 25 bis 27, Futtererbsen 19 bis 22, Peluschken 18 bis 19, Ackerbohnen 20 bis 22, Wicken 22 bis 25. Lu­pinen (blau) 12 bis 12.50, Rapskuchen 14.20 bis 14.30, Leinkuchen 21.30 bis 21.40, Trockenschnitzel

zeigen. Dasselbe gilt auch von den übrigen einheimi­schen Goldfischen.

Vüchertisch

Das 20. Heft derGroßen Welt" enthält 'Beiträge von deutschen Prosaisten der Gegenwart: Wilhelm Spctzcr, Catharina vod- win, Hans von Hülsen, Ilse Reicke, Ossip Ka» lemer:Karikaturen und Illustrationen, künstle­rische Photographien, Aufsätze interessantesten In­halts, Anekdoten und Grotesken kurz, einen großzügigen Querschnitt durch die belletristische und zeichnerische Kunst der Gegenwart. (Derlag Leipzig. Iohannesgasse 8.)

In der neuesten Rümmer 4207 t-crillu­strierten Zeitung" (Verlag I. I. Weber. Leipzig) wird in einem BeitragWege der Sowjetspionage" ein anschauliches Bild des bolschewistischen Spionagestzstems entrollt, das um so lebensvoller ist. als zahlreiche Einzelfälle aus der jüngsten Vergangenheit angeführt werden. Aus dem übrigen Inhalt des reichhaltigen Heftes seien erwähnt: der Aufsatz »Gin rätsel­volles Gigantengestirn" von PH. Fauth, der, begleitet von erläuternden Zeichnungen, Aus­schluß gibt über unseren größ.en Planeten, In» piter, der illustrierte BeitragWie der Film die Ratur nachbildet" von Heinrich Fraenkel. E:n reizvoll zusammengestelltes Tableau aus der Ballettschule der Staatsoper in Wien.

lieber die Schicksale der W r a n g e l a r m c e, die diese letzte nationale russische Heeresmacht von dem Augenblicke an erlebt hat, wo sie nach verzwei­felten Kämpfen gegen die bolschewistische Uebermacht aus der Krim nach Konstantinopel überführt wurde, lüftet den Schleier ein Buch, das der Herzog (9. von Leuchtenberg auf Grund der Dokumente zweier An­gehöriger der unglücklichen Armee soeben in deut- scher Sprache veröffentlicht: Rußlands letzte Helden. Die Leidensgeschichte der Wrangelarmee nach W. Dawatz und N. N. Lwow von Herzog G. von Leuchtenberg, München 1925 Arthur, Laube- rcau Verlag, kart. 5 Mk. Trotz seiner spannenden, ja manchmal geradezu romanhaften Darstellung be­wegt sich das Buch auf einer erstaunlichen Höhe der geschichtlichen Schilderung und ist geeignet, uns Deutschen ein richtiges Bild des wahren russischen Wesens zu geben. 586

Knut Hamsun, Gesammelte Werke in zwölf Bänden. Zehnter Band: Ge- sammelte Novellen. Deutsche Originalaus­gabe. Besorgt und hcransgegeden von I. Sandmeier. Preis geheftet jeder Band 5 Mk., in. Ganzleinen ge­bunden 10 Mk. Gleichzeitig mit dem Ahnten Band der Gesamtausgabe gibt der Verlag Albert Langen in München dieGesammelten Novellen" Hamsuns auch in einer schön ausgestatteten und dafür sehr wohlfeilen Einzelausgabe heraus, die jedem wärmstens empfohlen werden darf, der sich die An­schaffung der Gesamtausgabe nicht leisten kann. Wer, außer Maupassant, vermöchte, wie Hamsun, im Plauderton, im Schlenderschritt, ganz einfach, phra- senlos und ohne: Habt acht! eine kleine Geschichte zu erzählen, bald eine ernstere, bald eine heitere, und uns dabei mitzureißen, hinzureihen, unsere Herzen schneller schlagen oder stocken zu machen ganz nach seinem Belieben? Es sitzd ja freilich keine Geschichten" im gewöhnlichen Sinne, die er erzählt. Alle diese Geschichten sind erlitten oder miterlitten. Sind voller Leben. Das Schicksal, das diesen Dichter durch viel Elend und wenig Glück, durch tausend Verwandlungen geführt hat, es wollte ihn sehr groß haben. Darum lieh es ihn sehr leiden. Er aber ent- zog sich diesen Leiden nicht. Muß ja der echte Dich- ter, wie der Erlöser, alle Last der Welt auf sich nehmen, all unser Elend und unsere Niedrigkeit, unsere Halbheit und unsere Dumpfheit muhFleisch in ihm werden", damit er, wenn alles durch- und zu Ende gelitten ist, das befreiende Wort findet, ine Lösung, die Erlösung! 681/82

Aus dem Amtsverkündifin -tt.

Das AmtsverkündigungSblatt Rr. 86 vom 3. Rovember enthält: Die Wahlen zum Provmziattag und der Kreistagsmitgtieder. Maul- und Klauenseuche in Saaten, Lepnheim und Harbach. Dienststunken des Kreisschul­amts. Feldbereinigung Ronnenroth. Dienst­nachrichten.

einem Bericht von Dr. med. Fritz Sembdner, Borstendorf (Erzgebirge) einen schweren Strauß mit rund 2 0 Saatkrähen zu bestehen. Die Krähen umflogen den Raubvogel, der immer höher sich hinaufschraubte, umgeben von 5 bis 6 Krähen, die versuchten, ihn niederzudrücken. Die übrige^ Krähen hielten etwas tiefer fliegend Wacht. Der Habicht teilte kräftige Hiebe aus, so dah einige Krähen als kampf­unfähig niedergehen mußten. Aber im Ru war wieder Verstärkung da: der Habicht änderte nun seine Taktik und ließ sich majestätisch nieder­gleiten. immer verfolgt von kreischenden Krähen. Wiederum tourten einige kampfunfähig, aber zähe ließen die Krähen nicht vom Kampfe ab. Meh­rere Male wiederholte sich das Schauspiel. Immer aber blieb der Raubvogel Sieger. Als nur noch vier Krähen Übrig blieben, gaben sie den Kampf auf und der Habicht stieg wieder in die Höhe und ließ seine Flügel in der Sonne glitzern. Der Kamps dauerte ungefähr 10 Minuten.

Das Größte.

Der Eiffelturm in Paris ist mit seinen 300 Metern das höchste Bauwerk der Wett. Aber das größte Ge­schäftshaus auf der Erde ist das Woolworih-Geböude in Neuyork, das über dem Erdboden 284 Meter in die Höhe ragt und dessen Fundamente 40 Meter tief in den Boden hinabgehen. Nicht an Höhe, aber an Größe wird dieser Wolkenkratzer durch den Equi- tadle-Bau übertroffen, der 40 Stockwerke hat, und in dessen Bureaus 15 000 Menschen sich aufhalten. Als das größte Denkmal der Welt wird häufig die Frei­heitsstatue am Eingang des Neuyorker Hafens be­zeichnet, aber die Masse der großen Sphinx von Gizeh ist noch bedeutender, denn sie ist 59 Meter lang und das Gesicht ist fast 5 Meter breit. Das größte Fernrohr in der Welt ist das der Mount-William- Sternwarte in Kalifornien, das 100 Tonnen schwer ist und eine Linse von 100 Zoll Durchmesser hat. Der größte Spiegel besteht aus 4* Tonnen Glas. B.

EinheimischeGoldfische".

Außer Goldkarauschen und Goldkarpfen wurden in unseren Freilandwassern gelegentlich auch noch goldfarbene Schleien, Drfen, Elritzen, Hechte, Bar­sche, Aale, Quappen und Welfe gefangen. Gold­karauschen und Goldkarpfen werden im Volksmunde allgemein als Goldfische bezeichnet. Die rein gold­farbenen Tiere, die unsere Händler zum Kaufe an- bieten, stammen allerdings nicht aus unseren Frei­landwässern, sondern stellen durchwegs Zucht- Produkte dar, deren Eltern vor vielen Jahren aus China und Japan importiert wurden. Besonders erwähnt muß werden, daß unsere einheimischen Goldkarauschen und Goldkarpfen ein bedeutend helleres Gelb als das der importierten Zuchtrassen

reich'.sche Kreditaktien 6,75. Montanaktien: Deutsch-Luxemburg 66, Gelsenkirchen 73,50, Phönix 66, Kali Aschersleben 105. Chemische Aktien: Chemische Griesheim 116, Scheideanstalt 78.5, Goldschnndt 53,25, Höchster 116, Holzver- kehlung 40. Schisfahrtsakt'.en: Rordd. Lloyd 73.75. Industrieaktien: Ad.'erwerke Kleyer 26,50, Elek­trisch Licht und Kraft Medio 91,37, Hammersen Spinnerei 99,75, Holzmann 45,25, Rheinmelall 13, Iunghans Gebr 59,5, Karlsruher Maschinen 27, Krauß Lokomotiv 36,5, Reckarsulmer 39.

Börsenkurse.

Berlin, 5 Novbr

Amerikanische Noten ....

Belgische Noten ......

Täiiilche Noten ......

Englische Koten ........

Französische Noten .....

Holländische Noten

Italienische Noten

Norwegische Noten Teursch-Cesterr, 5100 Kronen Rumänische Noten.....

Schwedische Noten .

Schweizer Noten Spanische Nöten Tschechoslowakische Noten . .

Ungarische Noten . . ...

Berliner

4 Novbr.

Amtliche Noti rung

________________Datum:

5°/-, Deutsche RcichSanlethe 4°/, Deutsche Ncichvanlcibe 3V/n Deutsche Reichranlcche 3"/, Deutsche Neichsmlcihe Deutsche Soarprämicnanleihe

4°/0 Preußische Koniols .

4° o Hessen 3V,% Hessen 3% Helfen Deutsche Wend. Tollar-Anl.

dto-Toll.-Schatz-Annriing.')

4% Zolltürken

5°/0 Goldmerikaner ...

De-ltncr Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat-Bo.nl Tarmst. und Nanonalbank Deutsche Bank.........

Deutsche BcrcinSbank .... Disconto Commondit

Metall bank..........

Mitteldeutsche Creditbank . . Oestetreichische Creditanstalt. Wellbank .........

Bochumer Guh Buderus

Caro Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke . . Harvener Bergbau Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln Laurahütte..........

Oberbcdarf Phönix Bergbau ..... Nhcinstahl Nicbeck Montan .......

Tellus Bergbau. ......

Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llood ...

Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann Anglo-Cont.-lduano . . . . Badische Anilin........

Chemische Mayer Alavin . . Goldschmidt......

GrieS- eimer Electron .... Höchster Farbwerke Holzverkohlung ....... NütgerSwerke Schcideanstalt

r'lllg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann . . Mainkrastwerke Schlickert

Siemens & HalSke .....

Lldlerwcrke filetier ..... Daimler Motoren. ..... Heyligenstaedt........ Mcguin.............

Motorenwerke Mannheim . Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun - . . Metallgesell'chaft Frankfurt. Pct- Union A.-G...... .

Schuhtabrik Herz Sichel Zellstoff Waldhof ..... Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .

5. Novr.

Amtliche Notierung (Aeld Brief

168.82

169,24

168.8*:

169,24

1.734

1,736

1.740

1,741

19 (11

19,09

19.01

19,05

85.41

85.66

85 44

85,11

1U4.42

104.68

104,72

101,98

112,25

112.53

112,16

112,44

10.615

10,59»

10,55

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16 56

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20.382

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16.645

SO 935

81.035

80,80

81,00

59.93

60. 7

5»,80

60.02

1,751

1.755

1.761

1,765

) 627

1.629

0 627

0.629

59,13

59,27

59.1

59,27

12.42

12,46

12,42

12,46

7.41

7.43

7.43

7,45

5.815

5,895

5,8 5

5,895

3,035

3,045

3.035

.4,015

2t 175

21,225

21,175

:0.225

80 65

80.8'

SO. 65

80.85

2,165

2,375

2,37

2,38

5.79

5 81

5 89

5 91

4.107

4,207

4.197

1.207

4.275

4.285

4.315

4.32-

Zutaten

Teig: 100 g Weizenmehl, 100 g Dr. Octkers Gustin, 200 g Zucker,

3 Eier, 4 Eßlöffel Wasser, ^Päckchen Dr.Oetkers [Backpulver Backin, dasAbgeriebene und

1 Eßlöffel Sait ein. Zitrone

Creme: Ve Liter Milch, 1 Päckchen Dr. Otikets [Vanille. Puddfngpulv., 150 g Zucker,

175 g Butter oder Mar­ianne,

30 g Palmin

25 g geriebene Mandeln

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Liebt Jhr Butter noch so [ehr,

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